DE2939267A1 - Vorrichtung zum selbsttaetigen seitlichen ausrichten eines auf einer tragplatte ruhenden bogenstapels - Google Patents
Vorrichtung zum selbsttaetigen seitlichen ausrichten eines auf einer tragplatte ruhenden bogenstapelsInfo
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Description
- Vorrichtung zum selbsttätigen seitlichen Ausrichten eines auf
- einer Tragplatte ruhenden Bogenstapels Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum selbsttätigen seitlichen Ausrichten eines auf einer Tragplatte ruhenden Bogenstapels, insbesondere für Bogen verarbeitende Maschinen, wobei die Tragplatte die Stapeloberseite auf einem bestimmten Höhenniveau haltend vertikal bewegbar ist.
- Aus der DE-OS 2 200 755 ist eine derartige Vorrichtung bekannt.
- Diese weist zur Lagerung des Bogenstapels eine auf einem Tragrahmen in seitlicher Richtung verschiebbar angeordnete Tragplatte auf. Die Tragplatte wird in ihrer seitlichen Bewegung elektromotorisch angetrieben, wobei die Konunandos dazu von fühlerbetätigten Schaltern gegeben werden. Die diese Schalter betätigenden Fühler, die auf beiden Seiten des Bogenstapels angeordnet sind, tasten den oberen Bereich des Bogenstapels ab. Ist dieser obere Bereich von der Sollposition nach links versetzt, so wird durch den linken Fühler der linke Schalter betätigt und so ein Bewegungsantrieb der Tragplatte nach rechts eingeschaltet, bis sich der obere Bereich in Sollposition befindet.
- Nachteilig ist es bei dieser bekannten Vorrichtung, daß eine seitliche Ausrichtung nur nach der groben Linie der unregelmäßigen Seitenkontur des Bogenstapels erfolgen kann. Besteht der Bogenstapel aber aus vielen, relativ flachen, seitlich zueinander versetzten Bogenstößen, so kann diese Vorrichtung nicht schnell und feinfühlig genug ansprechen, um jeden seitlichen Versatz im Bogenstapel auszugleichen.
- Darüber hinaus ist diese Vorrichtung äußerst aufwendig in ihrem Aufbau.
- Es ist daher Aufgabe der Erfindung eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff zu schaffen, durch die mit einfachen Mitteln alle oberen Bcgen eines Bocenstapels auf eine Sollposition seitlich ausgerichtet werden.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an der einen Seite des Bogenstapels ein Anschlag angeordnet ist, gegen den der Bogenstapel durch ein die andere Seite des Bogenstapels beaufschlagendes Verschiebeglied schiebbar ist. Da der Anschlag der einen Seite der Sollposition entspricht, erfolgt auf einfache Weise ein Ausrichten auf diese Position.
- Dabei ist es vorteilhaft, wenn das Verschiebeglied periodisch mit relativ hoher Frequenz den Bogenstapel beaufschlagend antreibbar ist.
- Sind Anschlag und Verschiebeglied im oberen Bereich des Bogenstapels angeordnet, so ist ein Verschieben der Bogen insbesondere dann leicht möglich, wenn, wie bei derartigen Vorrichtungen, die mit Bogen verarbeitenden Maschinen zusammenarbeiten, üblich, die oberen Bogen durch den Luftstrom horizontal gerichteter Lockerungsbläser voneinander getrennt sind, so daß praktisch keine Reibungskraft der aufeinanderliegenden Bogen überwunden werden muß.
- Eine vorteilhafte Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß an beiden Seiten des Bogenstapels Anschläge angeordnet sind, die jeweils in Richtung zum gegenüberliegenden Anschlag hin oszillierend beweglich antreibbar sind.
- In einer anderen Ausbildung der Erfindung kann der Anschlag an der einen Seite des Bogenstapels ein feststehender Anschlag und das Verschiebeglied ein in Richtung zum ersten Anschlag hin oszillierend antreibbarer zweiter Anschlag sein. Durch die Vibrationsbewegung des zweiten Anschlags werden die Bogen des Bogenstapels zur Anlage an den ersten Anschlag verschoben.
- Damit die in den Bereich der Anschläge gelangenden Bogen nicht gegen die Unterkante der Anschläge beim Vertikaltransport des Bogenstapels nach oben anstoßen, sind der bzw. die Anschläge auf ihrer zur Tragplatte gericheten Seite mit vom Bogenstapel sich entfernend verlaufenden Einlaufführungen ausgebildet. Dadurch werden die Bogen schon im Einlaufbereich zwischen den Anschlägen vorausgerichtet.
- Vorteilhafterweise weisen dabei die zur Tragplatte gerichteten freien Enden der Einlaufführungen einen größeren Abstand zueinander auf, als es die maximale Breite des unausgerichteten Bogenstapels ist.
- Die Anschläge können auf einfache Weise durch sich entlang des größten Teils der Bogenstapelseite erstreckende Bleche gebildet sein. Die Anschläge bzw. das Verschiebeglied, die vorteilhafterweise an Seitenwänden der Vorrichtung befestigt sind, können auch in Richtung zueinander bzw. voneinander weg verstellbar sein, so daß sie für verschiedene Bogenformate verwendbar sind.
- In einer vorteilhaften Ausbildung erfolgt der Antrieb der oszillierenden Bewegung des zweiten Anschlags durch einen pneumatischen Vibrationszylinder.
- Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind in den .nsprüchen beschrieben.
- Bei einer alternativen Ausbildung erfolgt der Antrieb der oszillierenden Bewegung des zweiten Anschlags durch einen exzenterangetriebenen Vibrationsantrieb.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich besonders dadurch aus, daß ihr Aufbau mit einfachen und wenigen Bauteilen möglich ist, dabei aber ein einwandfreies seitliches Ausrichten der Bogen gewährleistet.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrieben. Es zeigen Figur 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in der Ansicht Figur 2 die Vorrichtung nach Figur 1 in der Draufsicht.
- Die Vorrichtung zum selbsttätigen seitlichen Ausrichten eines Bogenstapels weist eine Tragplatte 1 auf, die durch eine nicht dargestellte Mechanik so vertikal bewegbar ist, daß der auf der Tragplatte 1 ruhende Bogenstapel 2 mit seiner Stapeloberseite auf einem bestimmten Höhenniveau gehalten wird.
- An den zwei feststehenden Seitenwänden 3 und 3' der Vorrichtung sind Anschläge 4 und 5 befestigt, wobei der Anschlag 4 feststehend ist, während der Anschlag 5 über pneumatische Vibrationszylinder 6 an der Seitenwand 3' befestigt ist.
- Die Anschläge 4 und 5, die im oberen Bereich des Bogenstapels 2 angeordnet sind, bestehen aus Blechen 7, welche sich entlang des größten Teils der Bogenstapelseite erstrecken.
- An ihrer zur Tragplatte 1 gerichteten Seite sind die Bleche 7 mit vom Bogenstapel 2 sich entfernend verlaufenden Einlauf führungen 8 ausgebildet. Die freien Enden dieser Einlaufführungen 8 haben dabei einen größeren Abstand voneinander als es die maximale Breite des unausgerichteten Bogenstapels 2 ist. Durch die strichpunktierten Linien 9 ist dieser Abstand der freien Enden der Einlaufführungen 8 angedeutet.
- Von der Stapeloberseite werden bei Betrieb permanent durch eine nicht dargestellte Anlage Bogen entnommen und einer Bogen verarbeitenden Maschine zugeführt. Um die Stapeloberseite auf einem bestimmten Niveau zu halten, bewegt sich die Tragplatte 1 entsprechend der Bogenentnahme nach oben.
- Da der Bogenstapel 2 seitlich nur grob ausgerichtet ist, wird er beim Einlaufen zwischen die Einlaufführungen 8 der Anschläge 4 und 5 zuerst einmal vorausgerichtet. Die endgültige Ausrichtung erfolgt dann in dem zueinander parallelen Bereich der Anschläge 4 und 5 un d zwar dadurch, daß der durch die Vibrationszylinder 6 eine oszillierende Bewegung durchführende Anschlag 5 die Bogen zur Anlage an den festen Anschlag 4 verschiebt. Dieses Verschieben der Bogen erfolgt relativ leicht, da durch horizontal gerichtete Lockerungsbläser 10 zwischen die oberen Bogen des Bogenstapels 2 Luft geblasen wird und so die Bogen nicht aufeinanderliegen. Ein Vorausrichten des gesamten Bogenstapels 2 bei seinem Aufsetzen auf die Tragplatte 1 ist nicht erforderlich.
Claims (17)
- PATENTANSPRÜCHE 1. Vorrichtung zum selbsttätigen seitlichen Ausrichten eines auf ner Tragplatte ruhenden Bogenstapels, insbesondere für Bogen verarbeitende Maschinen, wobei die Tragplatte die Stapeloberseite auf einem bestimmten Höhenniveau haltend vertikal bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß an der einen Seite des Bogenstapels (2) ein Anschlag angeordnet ist, gegen den der Bogenstapel (2) durch ein die andere Seite des Bogenstapels (2) beaufschlagendes Verschiebeglied schiebbar ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschiebeglied periodisch mit relativ hoher Frequenz den Bogenstapel (2) beaufschlagend antreibbar ist.
- 3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Anschlag und Verschiebeglied im oberen Bereich des Bogenstapels (2) angeordnet sind.
- 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Seiten des Bogenstapels (2) Anschläge angeordnet sind, die jeweils in Richtung zum gegenüberliegenden Anschlag hin oszillierend beweglich antreibbar sind.
- 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag an der einen Seite des Bogenstapels (2) ein feststehender Anschlag (4) und das Verschiebeglied ein in Richtung zum ersten Anschlag (4) hin oszillierend antreibbarer zweiter Anschlag (5) ist.
- 6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Anschläge (4,5) auf ihrer zur Tragplatte (1) gerichteten Seite mit vom Bogenstapel (2) sich entfernend verlaufenden Einlaufführungen (8) ausgebildet sind.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Trägerplatte (1) gerichteten freien Enden der Einlaufführungen (8) einen größeren Abstand (9) zueinander aufweisen, als es die maximale Breite des unausgerichteten Bogenstapels (2) ist.
- 8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (4,5) durch sich entlang des größten Teils der Bogenstapelseite erstreckende Bleche (7) gebildet sind.
- 9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (4,5) bzw. das Verschiebeglied an Seitenwänden (3,3') der Vorrichtung befestigt sind.
- lo. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (4,5) bzw. das Verschiebeglied in Richtung zueinander bzw. voneinander weg verstellbar sind.
- 11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der oszillierenden Bewegung des zweiten Anschlags (5) durch einen pneumatischen Vibrationszylinder (6) erfolgt.
- 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der oszillierenden Bewegung des zweiten Anschlags (5) durch einen exzenterangetriebenen Vibrationsantrieb erfolgt.
- 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschiebeglied ein den Bogenstapel (2) in seinem oberen Teil mit radial hervorstehenden Gliedern angreifendes, drehbar angetriebenes Beaufschlagungselement ist.
- 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Beaufschlagungselement eine Bürstenrolle mit radial nach außen gerichteten Borsten ist.
- 15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß Beaufschlagungselement eine Lamellenrolle mit radial nach außen gerichteten, elastisch biegbaren Lamellen ist.
- 16. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Beaufschlagungselement radial nach außen gerichtete Arme aufweist, an deren Enden mit ihren zylindrischen Mantelflächen am Bogenstapel (2) angreifende Rollen angeordnet sind.
- 17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschiebeglied von gegen den oberen Teil des Bogenstapels (2) bewegbaren, durch ein umlaufendes Kettensystem angetriebenen Anschlägen gebildet ist.
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