DE2939180A1 - Kombinierte ampullen-einweg-injektionsspritze - Google Patents
Kombinierte ampullen-einweg-injektionsspritzeInfo
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Description
IMMUNO Aktiengesellschaft für chemisch-medizinische Produkte Wien, Österreich
Kombinierte Ampullen-Einweg-Injektionsspritze
0 30017/06 68
Die Erfindung betrifft eine kombinierte Ampullen-Einweg-Injektionsspritze
mit einem zur Aufnahme der Injektionsflüssigkeit bestimmten Spritzenkörper und einem nadeltragenden
Ansatzstück.
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Injektionsspritzen dieser Art kommen getrennt als das Medikament enthaltender Vorratsbehälter und als zugehöriges
steril verpacktes nadeltragendes Ansatzstück in den Verkehr. Das Ansatzstück mit der Nadel wird vom Arzt vor der
Applikation auf den Spritzenkonus aufgesetzt. Diese Manipulation bringt das Risiko von bakteriellen Verunreinigungen
mit sich, weshalb man bestrebt ist, Einweg-Injektionsspritzen vorzusehen, bei denen die Verbindung zwischen
dem Spritzenkörper und dem Ansatzstück mit Injektionsnadel unlösbar ist, so daß nach dem Füllen des Spritzenkörpers
mit dem Medikament bis zu dessen Applikation sterile Bedingungen sichergestellt sind.
Ampullen-Einweg-Injektionsspritzen mit daran unlösbar befestigten Injektionsnadeln, deren Spritzenkörper das Medikament
enthalten und durch einen beweglichen Kolben verschlossen sind, sind ebenfalls bekannt. Bei diesen ist
die Injektionsnadel mit einem Kleber auf Polyesterbasis in den Spritzenkonus eingeklebt. Diese Ampullen-Einweg-
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Injektionsspritzen haben jedoch den Nachteil, daß ihre Herstellung schwierig ist, weil die Innenwand des Spritzenkörpers
mit einem Gleitmittel behandelt werden muß, vorteilhaft mit Silikon, welches bei etwa 3OO°C aufgedampft
wird. Der Polyesterklebstoff hält jedoch diese hohen Temperaturen ohne Verfärbung bzw. Zerstörung nicht aus. Auch
bei der umgekehrten Arbeitsweise, zuerst das Gleitmittel einzubringen und dann die Nadel einzukleben, kommt es zu
oft unlösbaren Schwierigkeiten, denn eine silikonisierte Oberfläche nimmt bekanntlich einen Klebstoff nicht mehr
an. Die bekannten Ampullen-Einweg-Injektionsspritzen dieser Art haben den weiteren Nachteil, daß eine große Lagerhaltung
erforderlich ist, weil jede Nadeldimension (Länge und Durchmesser) und jeder Spritzenkörper als Produktionseinheit
gefertigt werden muß; es also nicht möglich ist, gewünschte, getrennt gefertigte Nadeldimensionen mit gewünschten,
getrennt gefertigten Spritzenkörpern erst vor der Füllung mit dem Medikament zusammenzusetzen.
Des weiteren sind auch Ampullen-Einweg-Injektionsspritzen bekannt, an deren einem Ende eine Doppelnadel unlösbar
befestigt und in deren Spritzenkörper ein das Medikament enthaltender Glaskörper einsetzbar ist, wobei der Glaskörper
nadelseitig einen Gummiverschluß mit Rollrand aufweist und auf der anderen Seite durch einen verschiebbaren
Kolben verschlossen ist. Injektionsspritzen dieser Art sind entsprechend aufwendig.
Die Erfindung bezweckt die Vermeidung der geschilderten
Nachteile und Schwierigkeiten und stellt sich die Aufgabe, Ampullen-Einweg-Injektionsspritzen zu schaffen, bei welchen
es möglich ist, getrennt gefertigte Spritzenkörper mit getrennt gefertigten Ansatzstücken, die wählbare
Nadeldimensionen besitzen, vor der Füllung mit dem Medikament unlösbar zu verbinden und damit sterile Originalabfüllungen
zu sichern, sowie jedes Risiko von Verunreini-
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gungen vor der Applikation des Medikamentes zu vermeiden. Weiters bezweckt die Erfindung eine Verminderung und Vereinfachung
der Lagerhaltung.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Ampullen-Einweg-Injektionsspritze
der eingangs bezeichneten Art durch die Kombination der folgenden Merkmale gelöst,
a) daß der Spritzenkörper aus einem Glaskörper besteht, der an einem Ende offen und nach Füllung mit einem Medikament
durch einen Kolben dauerhaft verschließbar ist,
b) daß die Innenwandung des Glaskörpers mit einem Gleitmittel
bei hoher Temperatur behandelt, vorteilhaft bei etwa 300°C silikonisiert ist,
c) daß der nadelseitige Teil des Spritzenkörpers als Spritzenkonus ausgebildet ist, der eine periphere ringförmige
Nut besitzt,
d) daß das Ansatzstück einen einspringenden nasenförmigen Teil aufweist, der mit Klemmschluß in die Nut des
Spritzenkonus eingreift und
e) daß über dem die Nadel tragenden Ansatzstück eine Abschlußkappe
aufgesetzt ist.
Vorteilhaft ist das Ansatzstück aus Kunststoff gefertigt und weist im Bereich der einspringenden nasenförmigen
Teile Längsschlitze auf, um einen elastischen Klemmschluß zu bewirken.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform verlaufen die Kontaktflächen
des einspringenden nasenförmigen Teils und der peripheren Nut senkrecht zur Achse der Injektionsspritze
bzw. zur Bewegungsrichtung des Kolbens.
Nach dem Zusammenfügen des Spritzenkörpers und des Ansatzstückes
liegen die Kontaktflächen des einspringenden nasenförmigen Teiles und der peripheren Nut spielfrei und
unlösbar aneinander.
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Gemäß der Erfindung ist es möglich, beliebige Spritzenkörper mit beliebigen Ansatzstücken und beliebigen Nadel-Dimensionen
zu kombinieren.
Bei Injektionsspritzen herkömmlicher Art, wie etwa nach der CH-PS 585 560, ist es an sich bekannt, ein Ansatzstück
zu verwenden, welches einen einspringenden nasenförmigen Teil aufweist, der mit Klemmschluß in eine Nut
des rohrstutzenförmig ausgebildeten Spritzenkörpers eingreift, jedoch sind diese Spritzen als Aufnahme- und
Lagerbehälter für Medikamente nicht brauchbar und daher für hohe Anforderungen an sterile Applikation nicht geeignet.
Der Erfindungsgegenstand ist anhand der Zeichnung näher erläutert, worin Fig. 1 einen Längsschnitt und Fig. 2
einen Querschnitt durch die Linie II-II der Fig. 1 darstellen.
In Fig. 3 ist ein Detail in vergrößertem Maßstab dargestellt.
In der Zeichnung ist mit 1 ein zylindrischer Spritzenkörper bezeichnet, der am unteren Ende einen Flansch 2 aufweist.
Der Spritzenkörper ist an diesem Ende durch einen Kolben 3 verschließbar, welcher ein Innengewinde 4 auf-5
weist, in welches die Betätigungsstange 5 einschraubbar ist. Am oberen Ende endigt der Spritzenkörper in einem
Spritzenkonus 6, welcher erfindungsgemäß eine periphere Nut 7 aufweist. Auf den Spritzenkonus ist ein die Nadel
9 tragendes, vorteilhaft aus Kunststoff gefertigtes Ansatzstück 8 aufsetzbar, welches die gleiche Konizität
aufweist wie der Spritzenkonus, so daß zwischen diesen beiden Teilen eine kegelförmige Dichtfläche, die mit 10
bezeichnet ist, vorhanden ist. Das Ansatzstück weist an seinem unteren Rand eine einspringende Nase 11 auf,
welche die obere Wandung 12 der Nut 7 hintergreift und mit Klemmschluß in diese einrastet. Die Kontaktfläche 13
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der einspringenden Nase 11 kommt auf diese Weise an die
obere Wandung bzw. Kontaktfläche 12 des Spritzenkonus' spielfrei zu liegen, wobei die Kontaktflächen senkrecht
zur Achse der Injektionsspritze bzw. zur Bewegungsrichtung des Kolbens verlaufen. Dadurch ist das Ansatzstück mit
der Injektionsnadel unlösbar mit dem Spritzenkörper verbunden.
Vorzugsweise wird das Zusammenfügen von Ansatzstück und Spritzenkonus dadurch erleichtert, daß der untere Teil
des Ansatzstückes Längsschlitze 14 aufweist, wodurch dem unteren Teil des Ansatzstückes eine gewisse Elastizität
verliehen wird. Es können die einspringenden nasenförmigen Teile federnd bzw. elastisch über die kegelförmige
Dichtfläche 9 gleiten, bis sie in die Nut 7 einrasten, über die Nadel 9 und das Ansatzstück ist eine
Schutzkappe 15 gestülpt.
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L e e r s e i t e
Claims (3)
1. Kombinierte Ampullen-Einweg-Injektionsspritze mit einem
Spritzenkörper und einem nadeltragenden Ansatzstück, gekennzeichnet durch die Kombination der folgenden
Merkmale,
a) daß der Spritzenkörper (1) aus einem Glaskörper besteht, der an einem Ende offen und nach Füllung mit
einem Medikament durch einen Kolben (3) dauerhaft verschließbar ist,
b) daß die Innenwandung des Glaskörpers mit einem Gleitmittel bei hoher Temperatur behandelt, vorteilhaft
bei etwa 300°C silikonisiert ist,
c) daß der nadelseitige Teil des Spritzenkörpers (1) als Spritzenkonus (6) ausgebildet ist, der eine periphere
ringförmige Nut (7) besitzt,
d) daß das Ansatzstück (8) einen einspringenden nasenförmigen
Teil (11) aufweist, der mit Klemmschluß in die Nut (7) des Spritzenkonus (6) eingreift und
e) daß über dem die Nadel (9) tragenden Ansatzstück (8) eine Abschlußkappe (15) aufgesetzt ist.
2. Kombinierte Ampullen-Einweg-Injektionsspritze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ansatzstück
(8) im Bereich der einspringenden nasenförmigen Teile
(11) Längsschlitze (14) aufweist.
3. Kombinierte Ampullen-Einweg-Injektionsspritze nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kontaktflächen (12, 13) des einspringenden nasenförmigen Teils und der peripheren Nut (7) senkrecht zur
Achse der Injektionsspritze bzw. zur Bewegungsrichtung des Kolbens verlaufen.
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ORIGINAL INSPECTED
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