DE2938449C2 - Albada-Sucher - Google Patents
Albada-SucherInfo
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- G—PHYSICS
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Description
Die Erfindung betrifft einen Albada-Sucher nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ein solcher Sucher ist aus
DE-AS 11 00 453 bekannt
Werden Albada-Sucher dieser Art nachts oder an einem verhältnismäßig dunklen Ort verwendet, so wird es
häufig als Mangel empfundeii, daß kein genügend klar
erkennbares oder überhaupt kein Bi1J der Bildrahmen·
maske gesehen wird. Dies rührt daher, daß die Bildrahmenmaske des Albada-Suchers aus schmalen Reflexionsspiegeln besteht, die aus Aluminium hergestellt
und mittels eines Sprüh- oder ähnlichen Verfahrens beschichtet sind; die Bildrahmenmaske läßt nur jene
Strahlen des Beleuchtungslichts in das Auge des Beobachters fallen, die auf der Oberfläche dieser Maske reflektiert werden. Die Intensität der an der Bildmaske
reflektierten und zum Hohlspiegel und von dort in das Auge des Beobachters gelangenden Strahlen ist nicht
groß genug, um bei schwacher Beleuchtung ein erkennbares Bild der Bildrahmenmaske zu erzeugen.
Es hat nicht an Versuchen gefehlt, Albada-Sucher so zu gestalten, daß die Bildrahmenmaske leichter erkennbar wird. So ist es aus der DE-OS 10 04 913 bekannt, bei
einem Durchsichtssucher mit Bildrahmeneinspiegelung den Spiegelrahmen ditfus reflektierend auszubilden, um
in jeder Benutzungsstellung einen möglichst großen Anteil an reflektiertem Licht in die Objektebene projiziert
zu erhalten. Der Spiegelrahmen wird dazu auf die mattierte plane Fläche einer Okularlinse aufgedampft, und
diese mattierte Fläche wird mittels Kanadabalsam mit einer ande'ren planen Glasfläche verkittet, um die Wirkung der Mattierung außerhalb des vom Spiegelrahmen
bedeckten Bereiches aufzuheben.
Diese Lösung ist recht aufwendig, da der Spiegelrahmenträger immer aus zwei speziell präparierten und
genau verkitteten Teillinsen besteht. Sie weist zudem den Nachteil auf, daß infolge der Mattierung der Unterlage des Spiegelrahmens das auf diesen treffende Licht
diffus und damit auch in einen Bereich reflektiert wird, der zur Erzeugung des Rahmenbildes im Sucher nichts
beiträgt.
kannt, bei dem zur Erzielung einer möglichst großen
Helligkeit des sichtbaren Bildrahmens dieser als Spiegelnder Rahmen auf der dem Auge des Beobachters
zugewölbten Räche der positiven Okularlinse angeordnet ist Eine solche Ausbildung ist auf Sucher be
schränkt, die eine dem Auge zugewölbte Fläche der Okularlinse aufweisen. Sie weist den Nachteil auf. daß
die Anbringung der Bildmaske auf der augenseuigen Fläche der Okularlinse die Gefahr einer Maskenschädi
gung, beispielsweise durch Verkratzen, mit sich bringt
Die DE-AS 11 00453 beschreibt einen Albada-Sucher, bei dem der zur Abbildung der Bildfeldbegrenzung, d. h. der Bildrahmenmaske dienenden Hohispiegel
arf der gegenstandsseitigen Fläche einer Objektivlinse
angebracht ist Dies ermöglicht es, den Sucher mit verkleinernder oder vergrößernder Wirkung auszubilden.
Die Bildrahmenmaske ist dabei auf der objektseitigen Fläche der Okularlinse angebracht Ist z. B. bei einem
verkleinernden Suchersystem die die Bildrahmenmaske
tragende Fläche konkav, so führt dies zu dem als Koma
bekannten Bildfehler im Suchersystem und damit zu einer Verschlechterung der Qualität des Sucherbildes.
Ist die die Bildrahmenmaske tragende Fläche plan, so
ist das Bild dieser Maske nicht mehr in jedem Falle hell
genug und ist zudem nicht leicht erkennbar.
Andererseits ist es <-ei Albada-Suchern zweckmäßig,
und vor allem aus Kostengründen erwünscht die objektseitige Fläche der Okularlinse plan auszubilden. Unter Verwendung einer solchen Okularlinse lassen sich
alle Arten von Albada-Suchern, d. h. verkleinernd wirkende, 1 :1 aubbildende und leicht vergrößernde Sucher gestalten.
Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Albada-Sucher der eingangs beschriebenen
Gattung zu schaffen, der bei Verwendung einer Okularlinse mit planer objektseitiger Fläche ein helles und
scharfes Bild der die Bildbegrenzung zeigenden Maske erzeugt
zeichnenden Teiles des Anspruchs ! gelöst. Durch die
Aufbringung des Hohlspiegels auf die okularseitige konkave Fläche wird der als Koma bekannte Bildfehler
bei der Abbildung der Bildrahmenmaske im Suchersystem verringert Außerdem ergibt sich eine Verringe-
rung der Herstellungskosten durch die plane Ausbildung der objektseitigen Fläche der Okularlinse.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Suchers nach der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche 2 und 3.
so Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf den einschlägigen Stand der Technik anhand der
Fig. 1—3 der Zeichnungen näher erläutert. Im einzelnen zeigen
konventionellen Albada-Suchers schematische Darstellungen, aus denen die Art und Weise erkennbar ist. in
welcher die die Bildrahmenmaske beleuchtenden Strahlen das Auge des Betrachters erreichen;
Fig.2 einen Querschnitt durch eine ersten Ausfüh
rungsform eines gemäß der Erfindung gestalteten Alba
da-Suchers;
Fig.3 einen Querschnitt durch eine zweite Ausführungsform der Okularlinse zur Verwendung in einem
Albada-Sucher nach der Erfindung.
ö5 Bei dem herkömmlichen Albada-Sucher gemäß der
Fig. IA ist eine Bildrahmenmaske dadurch gebildet,
daß mittels eines Sprühverfahrens eine metallische Schicht in Gestalt eines Rahmens auf die objektseitige.
ebene Räche der Okularlinse E des Sucher-Linsensystems
aufgetragen ist Die Bildrahmenmaske hat eine reflektierende Fläche 1, die im wesentlichen als ebener
Reflexionsspiegel ausgebildet ist Die von dieser Fläche 1 der Bildrahmenmaske reflektierten Sffahlen gelangen
zu einer Reflexionsfläche 2, die auf der konkaven augenseitigen Räche R4 des Objektiv-Linsensystems O aufgetragen
und im allgemeinen halbdurchlässig ausgebildet ist. Die als Hohlspiegel wirkende Reflexionsfläche 2
weist in ihrem mittleren Bereich eine rechteckige Öffnung zum ungehinderten Durchtritt des vom Objekt
kommenden Lichtes auf. Vom Hohlspiegel 2 gelangen die reflektierten Strahlen zum Auge des Beobachters.
Da die an der Bildrahmenmaske 1 reflektierten Strahlen von allen optischen Elementen begrenzt werden, die im
gesamten Albada-Sucher-Linsensystem vorhanden sind, gelangen nicht alle einfallenden Strahlen zum Auge des
Beobachters.
Bei dem gezeigten herkömmlichen Albada-Sucher-Linsensystem mit den beiden Elementen der Objektiv-Linsenkomponente
O\ und Ch, die einen schmalen Luftspalt
zwischen sich einschließen, sind die Strahlen, die durch die Bildrahmenmaske 1 und sodann weiter durch
den semi-transparenten Hohlspiegel 2 reflektiert werden, um in das Auge des Beobachters zu fallen, auf jene
Strahlen beschränkt, die im Bereich des Gesichtsfeldrahmens 3 der Objektiv-Linsenkomponente O\ hindurchlaufen.
Deshalb wird das Beleuchtungslicht bei geringfügiger Bewegung des Auges des Beobachters abgedunkelt,
wodurch das Bild der Maske kaum mehr erkennbar ist Weiterhin ist das Bild der Maske dann nicht
mehr klar erkennbar, wenn der Albada-Sucher in dunkler Umgebung benutzt wird, da nur einfallende Randstrahlen
zum Betrachten des Bildes verwendet werden.
Die oben erwähnten Probleme gehen im wesentlichen auf die Beleuchtung der Bildrahmenmaske zurück.
Bei einem bekannten Albada-Sucher fallen, wie in Fig. IA gezeigt die dicht beim Gesichtsfeldrahmen 3
einfallenden Strahlen fast senkrecht auf die Bildrahmenmaske 1, und die reflektierten Strahlen werden vom
semi-transparenten Spiegel 2 weiter reflektiert, um das
Auge des Betrachters zu erreichen. Das Bild der Bildrahmenmaske 1 ist daher bei diesem Sucher-Linsensystem
wie oben beschrieben sehr schwer zu erkennen. Die in der Nähe des Gesichtsfeldrahmens 3 einfallenden .»
Strahlen fallen, wie Fig. IB zeigt, unter einem kleinen
Winkel auf die Bildrahmenmaske 1, und die hier reflektierten Strahlen werden durch den semi-transparenten
Spiegel 2 weiter reflektiert, um das Auge des Beobachters zu erreichen. In diesem Falle ist das Bild der Maske so
1 kaum sichtbar, da die durch die Bildrahmenmaske reflektierten Strahlen, die das Auge des Betrachters erreichen
sollen, durch den Umfang der Pupille hindurchgehen. Die vom mittleren Bereich des Gesichtsfeldes kommenden
Strahlen werden, wie Fig. IC zeigt, durch die Bildrahmenmaske 1 reflektiert und dann weiter durch
den semi-transparenten Spiegel 2, um das Auge des Betrachters zu erreichen. In diesem Falle wird das Beleuchtungslicht
selbst dann nicht gedämpft, wenn der Betrachter sein Auge leicht bewegt; daher ist das Bild
der Maske 1 stets hell sichtbar. Die Bildrahmenmaske selbst ist jedoch innerhalb des Gesichtsfeldes sichtbar,
und behindert eine ungestörte Betrachtung des Objektes.
In F i g. 2 ist ein Bereich des optischen Systems einer
ersten Ausführungsform der Erfindung dargestellt, in welchem eine Bildrahmenmaske 1 auf der objektseitigen
Fläche des Okulars F des Sucher-Linsensystems angebracht ist Es ist aus der Zeichnung klar erkennbar
daß diese Okularfläche plan ist und einen äußeren Bereich aufweist der aus dieser Fläche hervorsteht und zur
optischen Achse des Suchersystems hin geneigt ist Dieser Bereich ist reflektierend beschichtet und bildet die
Bildrahmenmaske 1'.
Die Lichtstrahlen, die wie dargestellt aus dem mittleren Bareich des Gesichtsfeldes kommen und auf die
Bildrahmenmaske Γ fallen, werden dort so reflektiert, daß sie auf den auf der okularseitigen konkaven Fläche
der Linse Oz aufgebrachten Hohlspiegel treffen. Nach
Reflexion an diesem Spiegel gelangen die Strahlen in die Pupille des Beobachterauges, wobei sämtliche Strahlen
ausgenutzt werden, die zum gesamten Pupillenbereich gelangen. Deshalb ist das Bild der Maske 1' hell und
wird auch nicht unsichtbar, wenn sich die Pupille bewegt
Bei der mittels der in F i g. 3 dargestellten Okularlinse E aufgebauten zweiten Ausführung·/, rm des Albada-Suchers
nach der Erfindung ist die objckfseilige Fläche der Okularlinse E plan und trägt einen eingelassenen
äußeren Bereich, der zur optischen Achse des Suchersystems hin geneigt ist Dieser Bereich ist reflektierend
beschiebtet und bildet die Bildrahmenmaske Γ. Der
übrige Sucheraufbau entspricht dem der F i g. 2, ebenso auch die Wirkungsweise.
Bei den Albada-Sucher-Linsensystemen nach der Erfindung liegt wie die F i g. 2 und 3 zeigen, die Bildrahmenmaske
1' im Inneren des Suchers und ist damit gegen Beschädigungen geschützt. Dasselbe gilt für den auf
der okularseitigen konkaven Fläche der Objektiv-Linsenkombination aufgebrachten Hohlspiegel.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Albada-Sucher mit einer Objektiv-Linsenkomponente. einer Okularlinse, einer auf der objektseitigen Fläche dieser Okularlinse angebrachten reflektierenden Bildrahmenmaske und einem mindestens
teilweise reflektierenden Hohlspiegel, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlspiegel (2) auf
der okularseitigen, konkaven Fläche der Objektiv-Linsenkombination (Oi) angebracht ist, und daß der
die Bildrahmenmaske (t) tragende Bereich der mit planer objektseitiger Fläche ausgebildeten Okularlinse (E) in an sich bekannter Weise zur optischen
Achse des Suchersystems hin geneigt ist
2. Albada-Sucher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Bildrahmenmaske (1) tragende Bereich aus der objektseitigen Fläche der
Okularlinse^ hervorsteht.
3. Albada-Sucher nach Anspruch U dadurch gekennzeichnet, daß der die Bildrahmenmaske (1) tragende Bereich in die objektseitige Fläche der Okularlinse ^eingelassen ist
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