DE2938366A1 - Stossfugendichtung fuer fertigbauteile aus beton oder stahlbeton - Google Patents
Stossfugendichtung fuer fertigbauteile aus beton oder stahlbetonInfo
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Description
- Stoßfugendichtung für Fertigbauteile aus Beton oder Stahl-
- beton Die Erfindung betrifft eine Stoßfugendichtung für Fertigbauteile aus Beton oder Stahlbeton, insbesondere von Rohren, gegen inneren und/oder äußeren Wasserdruck, bei der ein Dichtungsband aus gummielastischem Material mit sich von einem gemeinsamen Mittelteil unter leichter Verjüngung nach außen erstreckenden Seitenteilen, die im Querschnitt beidseits eine Außenprofilierung besitzen, in entsprechende Nuten in den Stirnseiten der die Fuge bildenden Fertigbauteile eingesetzt ist.
- Bei einer bekannten Stoßfugendichtung dieser Art wird das Dichtungsband, dessen Seitenbereiche eine zahn-oder wellenförmige Außenflächenprofilierung besitzen, unter beträchtlicher Druckanwendung in schmale Nuten eingepreßt (DE-GM 75 38 640). Die Dichtung wird dabei durch den Anpreßdruck des Profils an die Nutflanken allein erreicht. Um diesen Anpreßdruck aufzubauen, muß schon beim Einpressen des Profils eine beträchtliche Reibung überwunden werden, was nur durch die steife, noch durch einen Mittelsteg verstärkte Ausbildung des Mittelteils des Dichtungsbandes und die zusätzliche Anwendung von Gleitmitteln erreicht werden kann Nachteilig ist bei dieser Stoßfugendichtung, daß etwa nachträglich auftretende Bewegungen der Fertigteile zueinander, wie sie vor allem bei Rohrleitungen auftreten können, sich infolge der hohen Steifigkeit des Dichtungsbandes nicht auswirken können und somit zum Auftreten von Zwangskräften zum Zerstören des Dichtungsbandes und zum Undichtwerden der gesamten Dichtung führen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Dichtung der eingangs angegebenen Art eine Möglichkeit zu schaffen, um die Dichtigkeit der Stoßfugendichtung auch bei gewissen Relativbewegungen der Fugenflächen gegeneinander zu gewährleisten.
- Die Aufgabe wird nach der Erfindung bei einer Stoßfugendichtung der eingangs angegebenen Art dadurch gelöst, daß die Außenprofilierung der Seitenteile des Dichtungsbandes aus schlanken, von der Oberfläche der Seitenteile abstehenden Lamellen besteht und daß das Mittelteil als Hohlprofil ausgebildet ist.
- Die Lamellen sind zweckmäßig schwach zum Mittelteil des Dichtungsbandes hin geneigt ausgebildet. Das Mittelteil weist zweckmäßig einen zumindest annähernd kreisförmigen Querschnitt auf.
- Der Grundgedanke der Erfindung liegt darin, daß durch die Ausbildung der Außenprofilierung der Seitenteile als schlanke Lamellen diese sich leicht verformen lassen, so daß das Dichtungsband mit der Hand leicht und ohne Anwendung von Gleitmitteln in die Nuten eingedrückt werden kann. Die Druckanwendung ist hierfür so gering, daß sie auch über das als Hohlprofil ausgebildete Mittelteil ausgeübt werden kann. Um aber in jedem Fall ein vollständiges Eindringen der Seitenteile in die Nuten zu erreichen, kann das Hohlprofil z.B.
- durch Einpressen von Luft aufgepumpt werden, wodurch von innen her ein Druck auf die Seitenteile in deren Längsrichtung ausgeübt wird, der sie in die Nuten eindrückt. Der Luftdruck kann danach wieder abgelassen werden.
- Beim Eindrücken des Dichtungsbandes in die Nut werden die Lamellen an die Nutflanken angedrückt. Bei auftretendem Wasserdruck von innen oder von außen werden je nach Größe des auftretenden Drucks die Lamellen durch etwa eindringendes Wasser mehr oder weniger an die Nutflanken angepreßt, wodurch die Dichtigkeit gesteigert wird. Die Lamellen halten auch das Profil sicher in den Nuten fest.
- Die Ausbildung des Mittelteils als Hohlprofil läßt erhebliche seitliche Verschiebungen und Winkeldrehungen der Stoßverbindung zu. Sollten sich nach dem Einbau der Stoßfugendichtung Setzungen ergeben, so kann der Hohlraum des Hohlprofils zur zusätzlichen Sicherheit z.B. mit PUR-Schaum ausgeschäumt werden. Dadurch wird eine nachträgliche Åussteifung und Verankerung des Profils erreicht.
- Die erfindungsgemäße Stoßfugendichtung ist mit besonderem Vorteil bei Betonrohren mit einer korrosionsbeständigen Auskleidung insbesondere aus Kunststoff einzusetzen.
- Um hierbei einen vollen Korrosionsschutz auch im Bereich der Stoßfugendichtung zu erreichen, ist es zweckmäßig, wenn die Nuten in den Stirnseiten der Rohre mit einem korrosionsbeständigen Material ausgekleidet sind, das dicht, z.B. durch Kleben, Schweißen oder dergleichen an die Auskleidung angeschlossen ist.
- Dabei kann die Auskleidung der Nuten aus einem Formteil aus Kunststoff oder dergleichen bestehen, das in den Rohrkörper eingesetzt ist. Die Nuten können aber auch in Bereichen aus erhärtendem Material angeordnet sein, das in entsprechende Ausnehmungen in dem Rohrkörper eingebracht ist.
- Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 einen Querschnitt durch ein Dichtungsband nach der Erfindung, Fig. 2 einen Querschnitt durch eine StoSfugendichtung im Endzustand und Fig. 3 einen der Fig. 2 entsprechenden Querschnitt einer anderen Ausführungsform.
- Das Dichtungsband 1 nach Fig. 1 besitzt ein zentrales Mittelteil 2, das als Hohlprofil mit kreisförmigem Querschnitt ausgebildet ist und einen Hohlraum 3 einschließt.
- An das Mittelteil 2 sind zu beiden Seiten einander diametral gegenüberliegende Seitenteile 4 bzw. 5 angeformt, die sich vom ausgerundeten Anschnitt 6 am Mittelteil 2 zu ihren abgerundeten Enden 7 hin verjüngen.
- Die Außenflächen 8 der Seitenteile 4 bzw. 5 sind mit Lamellen 9 besetzt, die schlank aufragen und schwach zum Mittelteil 2 hin geneigt sind.
- In Fig. 2 ist eine Stoßfugendichtung von Stahlbetonrohren mit korrosionsbeständiger Auskleidung im Schnitt dargestellt. Die stumpf gestoßenen Rohre 10 bzw. 10' bestehen jeweils aus einem Betonkern 11 bzw. 11' und einer Innenauskleidung 12 bzw. 12' aus Kunststoff, z.B. PVC. In den Stirnseiten 13 bzw. 13' der Rohre 10 bzw. 10' sind Nuten 14 bzw. 14' angeordnet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Nuten 14 bzw. 14' in Bereichen 15 bzw. 15' aus einem korrosionsbeständigen Kunstharz oder Kunstharzbeton angeordnet, der mit der Auskleidung 12 bzw. 12' in einer Fuge 16 bzw. 16' fest verbunden ist.
- Beim Einbau des Dichtungsbandes 1 wird zunächst der eine Seitenteil, z.B. der Seitenteil 5, in die Nut 15' im Rohr 10' eingeschoben. Dabei legen sich die Lamellen 9 unter Verformung an die Nutflanken an. Sodann wird das andere Rohr 10 herangeführt und das Seitenteil 4 in die Nut 14 eingeschoben. Bei weiterem Heranführen des Rohres 10 an das Rohr 10' verformt sich das Mittelteil 2 des Dichtungsbandes 1 in die in Fig. 2 dargestellte, etwa ovale, Form.
- Um eventuelle Fertigungs- oder Verlegetoleranzen ausgleichen zu können und zu gewährleisten, daß die Seitenteile 4 und 5 vollständig in die Nuten 14 bzw. 14' eindringen, kann das Hohlprofil aufgepumpt werden. Dies kann über eine Hohlnadel geschehen, die in eine Öffnung 17 eingeführt wird und mit der Preßluft oder Kohlensäure unter Druck in den Hohlraum 3 eingepreßt wird. Durch das Aufpumpen hat das zusammengedrückte Hohlprofil das Bestreben, seine ursprünglichen kreisförmigen Querschnitt wieder einzunehmen und drückt dadurch die beiden Seitenteile 4 bzw. 5 des Dichtungsbandes restlos in die jeweilige Nut. Nach dem Eindrücken halten die Lamellen 9 die Seitenteile fest und die Luft kann wieder entweichen. Der verbleibende Hohlraum kann in gleicher Weise auch mit Kunststoff, z.B. Polyurethanschaum, ausgeschäumt werden.
- In Fig. 3 ist ebenfalls im Querschnitt am Beispiel einer Stoßfugendichtung für mit korrosionsbeständigem Material ausgekleidete Stahlbetonrohre eine andere Möglichkeit zur Gewährleistung des Korrosionsschutzes auch im Bereich des Dichtungsbandes dargestellt. Hier ist in die Stirnseiten 18 bzw. 18' der Rohre 19 bzw. 19' jeweils ein Formteil 20 bzw.
- 20' eingesetzt, das die Nut 14 bzw. 14' bildet und zugleich den Anschluß an die Auskleidung 24 bzw. 24' bewirkt. Die Profile 20 bzw. 20' sind zu diesem Zweck mit Ansätzen 21 bzw. 21' und Stegen 22 bzw. 22' versehen, die einen unmittelbaren Anschluß und eine Klebe- bzw. Schweißverbindung in einer Fuge 23 bzw. 23' zulassen.
Claims (7)
- Stoßfugendichtung für Fertigbauteile aus Beton oder Stahlbeton Patentansprüche Stoßfugendichtung für Fertigbauteile aus Beton oder Stahlbeton, insbesondere von Rohren, gegen inneren und/oder äußeren Wasserdruck, bei der ein Dichtungsband aus gummielastischem Material mit sich von einem gemeinsamen Mittelteil unter leichter Verjüngung nach außen erstreckenden Seitenteilen, die im Querschnitt beidseits eine AuBenprofilierung besitzen, in entsprechende Nuten in den Stirnseiten der die Fuge bildenden Fertigbauteile eingesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenprofilierung der Seitenteile (4,5) des Dichtungsbandes (1) aus schlanken, von der Oberfläche der Seitenteile abstehenden Lamellen (9) besteht und daß das Mittelteil (2) als Hohlprofil ausgebildet ist.
- 2. Stoßfugendichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen (9) schwach zum Mittelteil (2) des Dichtungsbandes (1) hin geneigt sind.
- 3. Stoßfugendichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittelteil (2) zumindest annähernd kreisförmigen Querschnitt aufweist.
- 4. Stoßfugendichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 für Rohre mit korrosionsbeständiger Auskleidung, insbesondere aus Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (14, 14') in den Stirnseiten (13, 13') der Rohre mit einem korrosionsbeständigen Material ausgekleidet sind, das dicht, z.B. durch Kleben, Schweißen oder dergleichen an die Auskleidung (12, 12' bzw. 24, 24') angeschlossen ist.
- 5. Stoßfugendichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Auskleidung der Nuten (14, 141) aus einem Formteil (20, 20') aus Kunststoff oder dergleichen besteht, das in den Rohrkörper eingesetzt ist.
- 6. Stoßfugendichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (14, 14') in Bereichen (15, 15') aus erhärtendem Material angeordnet sind, das in entsprechende Ausnehmungen in dem Rohrkörper (10, 10') eingebracht ist.
- 7. Verfahren zum Einbau einer Stoßfugendichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum des Hohlprofils nach dem Einsetzen der Seitenteile in die Nuten der Fertigbauteile z.B. mit Luft aufgepumpt und/oder mit Kunststoff ausgeschäumt wird.
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| DE19792938366 DE2938366C2 (de) | 1979-09-22 | 1979-09-22 | Stoßfugendichtung für vorgefertigte Rohre aus Beton oder Stahlbeton |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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ID=6081558
Family Applications (1)
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