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DE2934742A1 - Photographisches aufzeichnungsmaterial - Google Patents

Photographisches aufzeichnungsmaterial

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Publication number
DE2934742A1
DE2934742A1 DE19792934742 DE2934742A DE2934742A1 DE 2934742 A1 DE2934742 A1 DE 2934742A1 DE 19792934742 DE19792934742 DE 19792934742 DE 2934742 A DE2934742 A DE 2934742A DE 2934742 A1 DE2934742 A1 DE 2934742A1
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DE
Germany
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radical
formula
layer
compound
recording material
Prior art date
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Application number
DE19792934742
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English (en)
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DE2934742C2 (de
Inventor
Masaru Kanbe
Rynichiro Kobayashi
Tatsuhiko Kobayashi
Jiro Takahashi
Morito Uemura
Kazumasa Watanabe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Konica Minolta Inc
Original Assignee
Konica Minolta Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Konica Minolta Inc filed Critical Konica Minolta Inc
Publication of DE2934742A1 publication Critical patent/DE2934742A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2934742C2 publication Critical patent/DE2934742C2/de
Expired legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C8/00Diffusion transfer processes or agents therefor; Photosensitive materials for such processes
    • G03C8/02Photosensitive materials characterised by the image-forming section
    • G03C8/08Photosensitive materials characterised by the image-forming section the substances transferred by diffusion consisting of organic compounds
    • G03C8/10Photosensitive materials characterised by the image-forming section the substances transferred by diffusion consisting of organic compounds of dyes or their precursors
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
    • C09B29/0003Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from diazotized anilines
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
    • C09B29/24Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from coupling components containing both hydroxyl and amino directing groups
    • C09B29/28Amino naphthols

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

Description

lenket. Kern, Feuer öHänzel Patentanwälte
Registered Representatives
before the
European Patent Office
Möhl3traße37 D-8000 München Θ0
Tel.: 089/982085^7 Telex: 0529802 hnkl d Telegramme: ellipsoid
2 w. ϊ&& 1979 FP-1123 - Dr.F/rm
KONISHIROKU ΡΗ0Ϊ0 INDUSTRY CO., LTD. Tokio / Japan
Photographisches Aufzeichnungsmaterial
0 3 0 010/0 9 1 1
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein lichtempfindliches photographisches Aufzeichnungsmaterial, insbesondere ein solches zur Verwendung bei Farbdiffuslonsübertragungsverfahren, das eine ein purpurrotes Farbstoffbild erzeugende Verbindung enthält. Insbesondere betrifft die Erfindung ein lichtempfindliches photographische* Aufzeichnungsmaterial zur Verwendung bei Farbdiffusionsübertragungsverfahren, das ein unter alkalischen Bedingungen durch eine Silberhalogenidentwicklerverbindung oxidierbare und einen diffusionsfähigen purpurroten Farbstoff oder einen Vorläufer desselben freisetzende Verbindung zur Erzeugung eines nicht-diffusionsfähigen purpurroten Farbatoffbilde (einen Farbstoff freigebende Redoxverbindung, die im folgenden als "DRR-Verbindung11 bezeichnet wird) enthält. Bei unter Verwendung von DRR-Verbindungen durchgeführten Farbdiffueionsübertragungsverfehren (im folgenden als "DElR-Verfahr en" bezeichnet), wird eine lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht, der eine ein nicht-diffundierbares Farbstoffbild erzeugende Verbindung, beispielsweise eine DRR-Verbindung, zugeordnet ist, bildgerecht belichtet, wobei in der betreffenden Emulsionsschicht ein latentes Bild entsteht. Danach wird die belichtete lichtempfindliche Schicht in Gegenwart einer Silberhalogenidentwicklerverbindung mit einem alkalischen Behandlungsbad bzw. einer alkalischen Behandlungsmasse behandelt. Während der Behandlung mit der alkalischen Behandlungsmasse liegen die lichtempfindliche Schicht und eine Bildempfangsschicht übereinander. An den Stellen, an denen als Ergebnis der Behandlung mit der alkalischen Behandlungsmasse ein Oxidationsprodukt der Silberhalogenidentwicklerverbindung gebildet wurde, wird die DRR-Verbindung
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durch das Oxidationsprodukt unter Freigab« eines diffusionsfähigen Farbstoffs oder Vorläufers hiervon oxidiert. Der derart aus der DRR-Verbindung freigesetzt· diffusionsfähige Farbstoff oder Farbstoffvorläufer wird durch Diffusion auf die Bildempfangsschicht übertragen und läßt dort ein Farbstoffbild entstehen.
Da bei dem DRR-Verfahren die auf eine Bildempfangsschicht zu übertragende Substanz lediglich einen diffusionsfähigen Farbstoffteil oder Farbstoffvorläuferteil einer DRR-Verbindung, nicht dagegen einen Teil einer Silberhalogenidentwicklerverbindung, enthält, braucht nicht zwangsläufig als SiI-berhalogenidentwicklerverbindung eine Verbindung mit p-Phenylendiaminrest verwendet zu werden. Vorzugsweise können vielmehr Silberhalogenidentwicklerverbindungen, wie sie in der Schwarz/Weiß-Photographie üblich sind, zum Einsatz gelangen. Die Folge davon ist, daß man Farbstoffbilder mit weniger Farbflecken erhält. In dieser Hinsicht ist das DRR-Verfahren einem Verfahren, bei dem ein Farbstoffentwickler verwendet wird (vgl. GB-PS 804 971), oder einem Verfahren, bei dem eine ein nicht-diffusionsfähiges Farbstoffbild erzeugende Verbindung, die bei der Kupplungsreaktion mit einer durch Silberhalogenid oxidierten Silberhalogenidfarbentwicklerverbindung einen diffusionsfähigen Farbstoff oder Vorläufer hiervon freigibt, verwendet wird (vgl. US-PS 3 227 550, 3 443 940 und 3 227 551 sowie GB-PS 904 365), überlegen.
Bestimmte Klassen von DRR-Verbindungen und Farbdiffuslons-Ubertragungsverfahren (DRR-Verfahren) unter Verwendung solcher Verbindungen sind beispielsweise aus den US-PS 3 245 789, 3 443 939, 3 443 940, 3 443 943, 3 699 897, 3 725 062, 3 728 113, 3 751 406, 3 844 785, 3 928 312, 3 929 760,
030010/091Ϊ
3 931 144, 3 932 380, 3 932 381, 3 942 987, 3 993 638, 3 954 476, 4 001 204 und 4 013 635, den Forschungsberichten 13024 (1975), 15157 (1976), 16625 (1978) und 16629 (1978) sowie den JA-OS 50-118 723/1975, 51-104 343/1976, 51-113 624/1976, 51-114 930/1976, 52-7727/1977, 52-8827/1977, 52-106 727/1977, 53-3819/1978, 53-3820/1978, 53-4544/1978, 53-23 628/1978, 53-35 533/1978, 53-46 730/1978, 53-47 823/1978,53-50 734/1978
und 53-66 227/197« bekannt.
Obwohl sämtliche bekannten DRR-Verbindungen unbestreitbare Vorteile aufweisen, besteht immer noch ein Bedarf nach neuen, ein Farbstoffbild erzeugenden Verbindungen verbesserter Eigenschaften, z.B. Farbe, Diffundierbarkelt, Beizfähigkeit, Lichtstabilität und dergleichen.
Erfindungsgemäß werden nun dem Fachmann verschiedene neue purpurrote DRR-Verbindungen an die Hand gegeben, die in hervorragender Weise in lichtempfindlichen photographischen Aufzeichnungsmaterialien für FarbdiffusionsUbertragungsverfahren zum Einsatz gelangen können. Die erfindungsgemäß entwickelten purpurroten DRR-Verbindungen entbinden bei der Oxidation unter alkalischen Bedingungen diffusionsfähige Farbstoffe bzw. Farbstoffvorlaufer. Die erfindungsgemäß entwickelten Verbindungen zeichnen eich dadurch aus und sind von den aus den US-PS 3 932 381, 3 932 380, 4 001 204 und 3 954 476 bekannten Verbindungen darin verschieden, daß sie in 5-Stellung in bezug auf einen Substituenten X im Naphthalinring eines Azofarbstoffe ils einen Aminosulfonylamino- rest enthalten.
Erfindungsgemäß kann eine unerwünschte zusätzliche Diffusion vermieden werden, die häufig bei bisherigen Verbindungen innerhalb eines langen Zeitraumes nach dem Äufzeichnungsvorgang auftritt, während auch ausgezeichnete Farbstabilität über einen weiten pH-Bereich hinweg und Lichtbeständigkeit gewährleistet werden.
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-Z-
In der Regel sollten URR-Verbindungen folgende Eigenschaften aufweisen:
1. Sie sollten in mit Wasser nicht-mischbaren Lösungsmitteln löslich und in Gelatine leicht dispergierbar sein.
2. Sie sollten vor der Behandlung oder vor Freigabe eines Farbstoffs unbeweglich sein.
3. Sie sollten über eine längere Lagerungszelt hinweg und bei der Behandlung bei hohen pH-Werten stabil sein.
4. Sie sollten in Gegenwart eines Oxidationsprodukts einer Entwicklerverbindung rasch oxidierbar sein.
5. Oxidierte ORR-Verbindungen sollten unter alkalischen Bedingungen rasch spaltbar sein.
Ferner sollten die aus solchen DRR-Verbindungen freigegebenen Farbstoffe zusätzlich folgende wesentliche Eigenschaften aufweisen:
1) Sie sollten durch Gelatine und sonstige Bindemittelbestandteile zwischen einer die DRR-Verbindung enthaltenden Schicht und einer Bildempfangsschicht diffundierbar sein.
2) Sie sollten die erforderlichen Farbeigenschaften aufweisen, nämlich ein geeignetes λ max und eine geeignete Halbwertbreite (Breite des Spektrums bei 1/2
Λmax), ferner dürfen sie keine unerwünschte Absorption zeigen.
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3) Chemische Stabilität: Sie sollten bei höheren pH-Werten, unter reduzierenden Bedingungen während der Behandlung und in oxidierender Atmosphäre über längere Zeit hinweg nach der Behandlung stabil sein.
4) Sie sollen bei hohen pH-Werten löslich sein.
5) Sie sollen an Beizmittel bei hohen pH-Werten fixierbar sein.
6) Sie sollen bei niedrigen pH-Werten eine niedrige Löslichkeit aufweisen.
7) Sie sollen über einen breiten pH-Bereich im System farbstabil sein.
8) Sie dürfen nach erfolgter Beizung nicht desorbierbar sein.
9) Sie sollen eine gegen Umgebungseinflüsse, z.B. die schrittweise Änderung vom nassen Zustand in den trockenen Zustand des Bildempfangsteils nach der Behandlung, über lange Zeit hinweg stabile Farbe liefern.
10) Sie sollen eine hohe Lichtstabilität aufweisen und
11) sie sollen einen hohen Extlnktlonskoeffizienten aufweisen, damit man unter Verwendung geringerer Mengen an DRR-Verbindungen höhere Bilddichten erreicht.
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Um sämtlichen genannten Anforderungen zu genügen, sollten die DRR-Verbindungen genau und insbesondere im Hinblick auf die vollständige und teilweise Molekülstruktur des Moleküls ausgewählt werden. Eine DRR-Verbindung besteht in der Regel im funktioneilen Sinn aus einem Farbstoffteil, einem Trägerteil, der durch Oxidation und Hydrolyse einen Farbstoff freigibt, und einem beide Teile verbindenden Teil. Kein Teil darf die Funktionen der anderen Teile inhibieren. Die Eigenschaften, die auf die Molekülstruktur als ganze zurückzuführen sind, werden bevorzugt.
Erfindungsgemäß werden also neue purpurrote DRR-Verbindungen bereitgestellt, die im Vergleich zu den bekannten DRR-Verbindungen zahlreiche Vorteile aufweisen und leicht herstellbar sind.
Diese erfindungsgemäß entwickelten neuen purpurroten DRR-Verbindungen sind bei lichtempfindlichen photographischen Silberhalogenid-Aufzeichnungsmaterialien gemäß der Erfindung mindestens einer auf einem Schichtträger aufgetragenen lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht zugeordnet.
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Die erfindungsgemäß bereitgestellten DRR-Verbindungen lassen sich durch die folgende allgemeine Formel:
Car4-J-NHSOWT-4 nt
[IJ
wiedergeben.
In der Formel bedeuten:
Car eine Trägereinheit, die unter alkalischen Bedingungen vorzugsweise durch ein Oxidationsprodukt einer Silberhalogenidentwicklerverbindung oxidierbar ist, wobei (aus der betreffenden Verbindung) ein diffusionsfähiger Farbstoff oder Vorläufer desselben freigesetzt wird;
2
R und R , die gleich oder verschieden sein können, einzeln jeweils ein Wasserstoffatorn oder einen gerad- oder verzweigtkettigen Alkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen), wobei gilt, daß die Gesamtzahl der
1 2
Kohlenstoffatome der Reste R und R 5 nicht über-
1 2
steigt, oder R und R zusammen mit dem Stickstoffatom, an dem sie hängen, einen Rest der Formeln
/—\ *—\
-N ο oder -N > j
X einen auxochroinen Rest des Farbstoffanteils, d.h. einen Hydroxylrest, ein Salz desselben oder einen durch Hydrolyse in einen Hydroxylrest überführba-
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ORIGINAL INSPECTED
ren Rest der Formeln - O - C - R* oder - 0 - δ - OR^, worin Er für einen gerad- oder verzweigtkettigen Alkyl- oder Halogenalkylrest (mit mindestens einem, vorzugsweise 1 bis 3 Halogenetorn(en), z.B. Chlor-, Fluor- oder Bromatom(en) in α-Stellung) mit vorzugsweise 1 bis 18 Kohlenstoffatom(en) oder einen gegebenenfalls durch mindestens einen, vorzugsweise 1 bis 3 Substituenten, z.B. Chloratom(e) oder Nitrorest(e), substituierten Phenylrestj
einen Rest der Formel -SO9NC , worin R und R ,
die gleich oder verschieden sein können, jeweils für ein Wasserstoffatom oder einen gerad- oder verzweigtkettigen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatom (en) oder einen Cycloalkylrest mit vorzugsweise 5 oder 6 Kohlenstoffatomen, wobei gilt, daß die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome der Reste R und R 6 nicht übersteigt;
Z ein Wtsserstoff- oder Chloratom oder einen Methyloder Methoxyrest;
~ 1 oder 2, wobei gilt, daB im Falle, daß 1=2, die verschiedenen Reste Z gleich oder verschieden sein können;
m =0 oder 1;
J einen zweiwertigen verbindenden Rest der Formel
-R6-(O)n-Rp-I worin R6 und R7, die gleich oder verschieden sein können, Jeweils für einen gerad- oder verzweigtkettigen Alkylenrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatom(en) oder einen gegebenenfalls durch mindestens einen, vorzugsweise 1 oder 2 Substituen-
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ten, z.B. Chloratom(e) oder Methyl- oder Methoxyrest(e), substituierten Plienylenrest, wobei gilt, daß bei Vorhandensein von zwei Substituenten diese gleich oder verschieden sein können; und
η =0 oder 1 und
ρ =0 oder 1, wobei gilt, daß ρ = 1, wenn η - 0 und ferner für den Fall, daß ρ = 1, die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome der Reste R und R' 13 nicht übersteigen darf.
Bei den erfindungsgemäß bereitgestellten Verbindungen der Formel I kann die durch Car dargestellte Trägereinheit aus üblichen bekannten Trägereinheiten bestehen. Vorzugsweise besitzen die erfindungsgemäß bereitgestellten DRR-Verbindungen durch Car dargestellte Trägereinheiten der allgemeinen Formeln:
?H
*..ΛΛ
NHSO2-
H CO-BaIl und \.
O-Ball
[HI] (IV] {vj
In den Formeln bedeuten:
Ball eine organische Ballastgruppe einer solchen Kohlenstoff atomzahl, daß die DRR-Verbindung während der Behandlung in einem alkalischen Behandlungsbad bzw. mit einer alkalischen Behandlungsmasse nicht diffundierbar bleibt;
Z eine Gruppe von Kohlenstoffatomen, die zur Vervollständigung des Benzol-, 5,6,7,8-Tetrahydronaphthalin- oder Naphthalinringe erforderlich sind;
ρ -z
Z und Z^ jeweils eine Gruppe von Kohlenstoffatomen, die zur Vervollständigung eines Benzolrings erforderlich sind.
Die Benzol- oder Naphthalinringe können einen oder mehrere, vorzugsweise einen oder zwei Substituenten tragen. Als Sub-
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stituenten kommen beispielsweise Alkyl-, Alkoxy- oder Carbamoylreste sowie Chloratome in Frage. Insbesondere sollte in der Formel V mindestens ein derartiger Subetituent eine Elektrone nionatorgruppe, z.B. einen Alkyl-, Alkoxy-, Alkylthio- oder Arylthiorest, aufweisen.
Die erfindungsgemäß bereitgestellten DRR-Verbindungen der Formel I besitzen in ihrem Farbstoffteil einen Aminosulfo-
R1
nylaminorest der Formel -IiHSO0N. in 5-Stellung in bezug
auf den Substituenten X des Naphthalinrings, an dem eine Azo gruppe (-N=N-) hängt.
1 2
Die Reste R und R , die verschieden oder vorzugsweise gleich sein können, stellen vorzugsweise ein Wasserstoffatom oder einen Methyl- oder Äthylrest oder einen Rest der Formel
I V ι 2
-N ρ dar, worin R und R miteinander kombiniert
sind und einen Ring bilden. Vorteilhaft stellen die Reste
1 2
R oder R (jeweils) einen Methyl- oder Äthylrest dar.
4 5
Die Reste R und R stellen vorzugsweise ein Wasserst ofi-
atom bzw. einen geradkettigen oder verzweigtkettigen Alkylrest mit 1 bis b Kohlenstoffatomen dar, bevorzugt einen solchen
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen; vorteilhaft ist der Rest
4 5
R ein Wasserstoffatom, und der Rest R ist ein tert.-Butyliest
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Z steht vorzugsweise für ein Wasserstoffatorn in der 2-Stellung des Benzolrings gegenüber dem Azorest.
J ist vorzugsweise ein Rest der Formel
und bevorzugt ein Rest der Formel \_/ oder
ein Rest der Formel
Als Car-Einheit wird eine solche der Formel III oder IV be vorzugt. Die durch Ball wiedergegebene organische Ballastgruppe entspricht vorzugsweise einer solchen der allgemei-
S 8 Q
nen Formel -N' , worin R und R , die gleich oder ver-
X9
schieden sein können, jeweils für ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Cycloalkyl- oder Arylrest oder eine Kombination derselben, die direkt oder über einen zweiwertigen organischen Rest, z.B. einen Äther-, Ester- oder Carbamoylrest, aneinandergebunden sind, stehen, wobei gilt, daß der Alkylreet gerad- oder verzweigtkettig sein kann. Vorzugsweise sollte die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome der Reste R oder R^ 34 nicht übersteigen. Ferner sollte die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome der Reste R und R9 12 bis 36
betragen. R steht vorzugsweise für ein Wasserstoffatom oder einen vorzugsweise geradkettigen Alkylrest mit 1 bis 22 Kohlenstoffatomen), insbesondere ein Wasserstoffatom oder einen Methyl- oder Äthylrest. R* stellt insbesondere einen geradkettigen Alkylrest mit 12bis 34 Kohlenstoffatom(en) oder einen alkylsubstituierten Phenoxyalkylrest, beispielsweise einen 2,4-tert.-amylphenoxybutylrest, dar.
In der Car-Einheit der Formel V geeignete Ballastgruppen Ball sind beispielsweise gerad- oder verzweigtkettitse Alkylreste
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oder aromatische Kohlenwasserstoffreste mit vorzugsweise 12 bis 36 Kohlenstoffatomen, wobei sowohl die Alkylreste als auch die aromatischen Kohlenwasserstoffreste substituiert sein können. Beispiele für durch Ball wiedergegebene BaI-lastgruppen sind:
-NHC18H37(n)
-NH (CH2) 4°-ö>-C5Hi;L (tert) C5H11(tert)
(n)
m"K TrCOOCHCOOC1 -H-c (η) Cl CH3 C2H5
Ch2COOCHCOOC12H25(n)
CH3
C2H5
(CH2) 40-T^V-OC12H25 (n)
CIl
-NH
C* H
Ο3Οθίθ/0911
293474?
Bevorzugte Beispiele für durch Car darstellbare Trägerteile oder -einheiten sind:
OH
CJl
COOCHCOOC12H25(n) CH,
NHSO2-
OH
/?i;sVj^pCONH (CH2)
5Ηχι(tert) (tert)
NHSO2-
CONH (CH2) 4°-^=^
(tert)
NHSO2-
OH
NHSO
CONH(CH2)3N O (n)
CH3O
NHSO2-
CH3O,
NHSO.
(CH2)
(tert)
(tert)
030010/09
-30-
(n)-c16H33o
NHSO2-
Jj ^CONH (CH2) 3OCH3
OH
CONHC18H37(η)
NHSO2-
OH
NHSO2-
OH
CH
NHSO2-
(n)
OH
NHSO^-
030010/0911
OH
CH3
NHS0--
CH3 -(CH2CH2CH2CH)3-CH3
CH.
ti
NHSO2-
con;
(n)
030010/0911
IX
Es gibt eine Reihe von Verfahren zum Dispergieren der erfindungsgemäß bereitgestellten purpurroten DRR-Verbindungen in lichtempfindlichen photographischen Aufzeichnungsmaterialien. Beispiele hierfür sind:
1. Ein Verfahren, bei dem die erfindungsgemäß bereitgestellte purpurrote DRR-Verbindung in einem praktisch wasserunlöslichen Lösungsmittel hohen Kochpunkts gelöst und die erhaltene Lösung in einem hydrophilen Kolloid fein dispergiert wird.
Bei diesem Verfahren besonders gut geeignete hochsiedende Lösungsmittel sind N-n-Butylacetanilid, N,N-Diäthyllaurylamid, Ν,Ν-Dibutyllaurylamid, Dibutylphthalat, Trier esylphosphat, N-Dodecylpyrrolidon und dergleichen.
Zur Erleichterung des Inlösungbringens können niedrigsiedende Lösungsmittel oder mit Wasser mischbare organische Lösungsmittel mitverwendet werden.
Lösungsmittel mit niedrigem Siedepunkt sind beispielsweise Äthylacetat, Methylacetat, Cyclohexanon, Aceton, Methanol, Äthanol und Tetrahydrofuran. Mit Wasser mischbare organische Lösungsmittel sind beispielsweise 2-Methoxyäthanol und Dimethylformamid.
Diese einen niedrigen Siedepunkt aufweisenden Lösungsmittel und mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel können mit Wasser oder während des Trocknens nach dem Beschichten und dergleichen entfernt werden.
2. Ein Verfahren, bei dem die erfindungsgemäß bereitgestellte purpurrote DRR-Verbindung polymeren Latexteil-
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chen einverleibt oder auf diese aufgebracht wird. Dies erfolgt durch Zusatz des polymeren Latex und von Wasser zu einer Lösung der purpurroten DRR-Verbindung in einem mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel in einer solchen Menge, daß die (zunächst) gelöste purpurrote DRR-Verbindung praktisch unlöslich wird.
Geeignete, mit Wasser mischbare organische Lösungsmittel und polymere Latices, die bei dieser Verfahrensvariante vorteilhafterweise zum Einsatz gelangen können, sind aus den JA-OS 59 942/1976 und 59 943/1976 bekannt.
3. Ein Verfahren, bei dem die erfindungsgemäß bereitgestell te purpurrote DRR-Verbindung auf mechanischem Wege mit Hilfe eines Sandmahlwerks, einer Kolloidmühle und dergleichen feinpulverisiert und in dieser Form in einem hydrophilen Kolloid dispergiert wird.
4. Ein Verfahren (vgl. JA-OS 139 532/1978), bei welchem die erfindungsgemäß bereitgestellte purpurrote DRR-Verbindung nach dem Auflösen in einem mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel in diesem Lösungsmittel vor zugsweise in Gegenwart eines Netzmittels gefällt und danach der gebildete Niederschlag in einem hydrophilen Kolloid dispergiert wird.
5. Ein Verfahren, bei dem die erfindungsgemäß bereitgestellte DRR-Verbindung nach dem gemeinsamen Auflösen mit einem Polymerisat in einer alkalischen wäßrigen Lösung durch Einstellen des pH-Werts der Lösung mit einer Säure gefällt und danach der gebildete Niederschlag
in einem hydrophilen Kolloid dispergiert wird.
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Wie bereits erwähnt, gibt es auch noch andere Verfahren zur Erzeugung geeigneter Dispersionen.
Als hydrophile Schutzkolloide kommen sämtliche später noch für Silberhalogenidemulsionen genannte Schutzkolloide in
Frage.
Die erfindungsgemäß bereitgestellte purpurrote DRR-Verbindung muß der Silberhalogenidemulsion zugeordnet sein, d.h. sie kann in der Silberhalogenidemulsionsschicht und/oder in mindestens einer sonstigen Emulsionsschicht, vorzugsweise in einer der Emulsionsschicht benachbarten und in bezug auf den Lichteinfall unter der Emulsionsschicht angeordneten Schicht untergebracht werden.
Wie bereits erwähnt, läßt sich durch Zuordnen der erflndungsgemäß bereitgestellten purpurroten DRR-Verbindung zu einer Silberhalogenidemulgionsschicht ein diffusionsfähiger Farbstoff oder Farbstoffvorläufer bildgerecht als Funktion eines Oxidationsprodukts einer Silberhalogenidentwicklerverbindung unter alkalischen Bedingungen freisetzen.
Ein lichtempfindliches photographisches Aufzeichnungsmaterial gemäß der Erfindung enthält einen Schichtträger und mindestens eine darauf aufgetragene lichtempfindliche SiI-berhalogenidemulslonsschlcht, der die erfindungsgemäß bereitgestellte purpurrote DRR-Verbindung zugeordnet ist.
Die erfindungsgemäß verwendbaren lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionen bestehen aus kolloidalen Dispersionen mit beispielsweise Silberchlorid, Silberbromid, Silberchlorbromid, SilberJodbromld und/oder Silberchlorjodbromid. Die in den Silberhalogenidemulsionen verwendbaren Silber-
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χί
halogenidkörnchen können entweder fein- oder grobkörnig sein, bevorzugt werden Silberhalogenidkörnchen einer durchschnittlichen Korngröße von etwa 0,1 bis etwa 2 um.
Die erfindungsgemäß verwendbaren Silberhalogenidemulsionen können nach üblichen bekannten Verfahren hergestellt sein und aus bekannten Emulsionen, z.B. Einstrahlemulsionen, Lippmann-Emulsionen oder mit Thiocyanaten oder Thioethern gereiften Emulsionen, bestehen.
Ferner eignen sich Emulsionen mit Silberhalogenidkörnchen, bei denen im wesentlichen die Oberfläche lichtempfindlich ist, oder Emulsionen mit Silberhalogenidkörnchen, die im wesentlichen im Inneren lichtempfindlich sind.
Weiterhin können sowohl Negativeraulsionen als auch direktpositive Emulsionen zum Einsatz gelangen.
Die Silberhalogenidemulsionen enthalten als hydrophiles Kolloid vorzugsweise Gelatine. Es können jedoch auch noch andere hydrophile Kolloide alleine oder in Kombination zum Einsatz gelangen, Weiterhin können der hydrophilen Kolloidschicht latexartige Polymerisatdispersionen eines hydrophoben Monomeren, z.B. eines Alkylacrylats, einverleibt werden,
Diese hydrophilen Kolloide können ohne Beeinträchtigung der Durchlässigkeit für das Behandlungsmittel mit den verschiedensten Härtungsmitteln unlöslich gemacht werden. Ferner können die hydrophilen Kolloidschichten zusätzlich zu dem Härtungsmittel einen Härtungsbeschleuniger, z.B. ein Carbonat, enthalten.
Die erfindungsgemäß verwendbaren Silberhalogenidemulsionen können übliche chemische Sensibilisatoren, empfindlichkeits-
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tu
steigernde Verbindungen, z.B. Polyalkylenglycole, kationische Netzmittel und/oder Thioäther, Antischleiermittel oder Stabilisatoren, z.B.
optische Sensibilisatoren, z.B. Cyanin-, Merocyanin-, Styryl-, Hemicyanin-, beispielsweise Enaminhemicyanin-, Oxonol- oder Hemioxonolfarbetoffe, enthalten.
Wenn die erfindungsgemäß bereitgestellte DRR-Verbindung in Kombination mit einer negativen Silberhalogenidemulsion zum Einsatz gelangt, besteht das in der Bildempfangsschicht entstandene Farbstoffbild aus einem negativen Bild. Polglich muß, um in der Bildempfangsschicht ein positives Farbstoffbild zu erhalten, ein Umkehrverfahren durchgeführt werden.
Verfahren, bei denen eine direktpositive Silberhalogenidemulsion zum Einsatz gelangt, sind aus den US-PS 3 227 552, 2 592 250, 2 005 837, 3 367 778 und 3 761 276, der GB-PS 1 011 062 und den JA-OS 17 184/1966 und 8524/1975 bekannt. Ein Verfahren, bei welchem eine physikalische Entwicklung erfolgt, ist aus der GB-PS 904 364 und der JA-OS 325/1972 bekannt. Ferner ist aus den US-PS 3 227 654 und 3 632 345 ein Verfahren bekannt, bei welchem eine ein Farbstoffbild erzeugende Substanz einer verschleierten Emulsion einverleibt und eine negative Sllberhalogenidemuleionsschicht mit einer Verbindung, die bei der Reaktion mit der oxidierten Entwicklerlösung einen Entwicklungsinhibitor freigibt, als Nachbarschicht verwendet wird.
Unter den verschiedenen Verfahren zur Erzeugung eines positiven Farbstoffbilds werden Verfahren, bei denen eine direktpositive Silberhalogenidemulsion zum Einsatz gebracht
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wird, bevorzugt. Als direktpositive Silberhalogenidemulsionen seien beispielsweise Silberhalogenidemulsionen genannt, bei denen die Oberfläche der darin enthaltenen Silberhalogenidkörnchen durch vorhergehende Belichtung oder durch chemische Behandlung entwickelbar gemacht wurde und nach bildgerechter Belichtung nicht mehr entwickelbar wird.
Als sonstige direktpositive Silberhalogenidemulsion sei eine direktpositive Silberhalogenidemulsion genannt, deren SiI-berhalogenidkörnchen vornehmlich im Inneren lichtempfindlich sind. In Aufzeichnungsmaterialien gemäß der Erfindung gelangt vorzugsweise eine direktpositive Silberhalogenidemulsion letzterer Art, wie sie beispielsweise aus der US-PS 2 761 276 bekannt ist, zum Einsatz. Eine direktpositive Silberhalogenidemulsion dieses Typs läßt bei bildgerechter Belichtung ein latentes Bild vornehmlich im Inneren der SiI-berhalogenidkörnchen entstehen. Bei der Oberflächenentwicklung unter Verschleierungsbedingungen entsteht dann ein positives Silberbild.
Es gibt zahlreiche Verfahren zum Entwickeln von Silberhalogenidemulsionen unter Verschleierungsbedingungen. So kann beispielsweise ein aus der DE-PS 850 383 oder der US-PS 2 497 875 bekannter Entwickler zur Erzeugung eines Luftschleiers verwendet oder es kann die gesamte Oberfläche nach der Entwicklung blitzlichtbelichtet werden. Letztere Maßnahme ist aus der DE-PS 854 888, der US-PS 2 592 298 und den GB-PS 1 150 553, 1 195 838 und 1 187 029 bekannt. Weiterhin kann die Entwicklung in Gegenwart eines Versehleierungsmittels durchgeführt werden. Zu diese» Zweck geeignete Verschleierungsmittel sind Hydrazoverbindungen, N-substituierte quaternäre Ammoniumsalze und dergleichen. Diese können entweder alleine oder in Kombination zum Einsatz ge-
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langen. Bevorzugte Verschleierungsmittel sind 1-[4-(2-For·* mylhydrazino)-phenyl]-3-phenylthioharnstoff und eine Kombination aus ß-Acetylphenylhydrazin und tert.-Butylaminoboran. Die Menge an verwendetem Verschleierungsmittel kann je nach dem angestrebten Erfolg sehr verschieden sein. In der Regel beträgt sie bei Zugabe (des Verechleierungsmittels) zu einem Behandlungsbad 0,1 bis 2,0 g/l und beim Einarbeiten (des Verschleierungsmittels) in eine Emulsionsschicht des lichtempfindlichen Aufzeichnungsmaterial 0,001 bis 0,2 g/m Trägerfläche.
Jeweils in Kombination mit der erfindungsgemäß bereitgestellten purpurroten DRR-Verbindung kann man unter Verwendung einer negativen Silberhalogenidemulsion und Durchführung verschiedener Umkehrverfahren auf der Bildempfangsschicht wahlweise ein negatives oder positives Farbstoffbild erzeugen. Zur Vermeidung eines Absinkens der Empfindlichkeit der lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsion wird die purpurrote DRR-Verbindung in der Regel vorzugsweise einer auf der zum Lichteinfall entgegengesetzten Seite der Silberhalogenidemulsionsschicht liegenden Schicht einverleibt. Wenn jedoch eine zur Erzeugung eines Farbstoff bilds vom Leuco-Typ dienende Substanz, eine Substanz zur Erzeugung eines Farbstoffbilds mit Blauverschiebung oder eine sonstige Substanz zur Erzeugung eines Farbstoffbilds, die zum Zeitpunkt der Belichtung keine Farbstoffstruktur aufweist, zum Einsatz gelangt, kann diese der Silberhalogenidemulsionsschicht zugesetzt werden, da sie die Empfindlichkeit der Emulsionsschicht nicht vermindert. Ferner kann eine solche Substanz auch einer in bezug auf die Richtung des Lichteinfalls vor der Silberhalogenidemulsionsschicht liegenden Schicht einverleibt werden.
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ZI
Mehrfarbige Parbstoffbilder erhält man bei Verwendung von höchstens zwei Kombinationen aus anderen DRR-Verbindungen und Silberhalogenidemulsionen neben der Kombination aus der erfindungsgemäß bereitgestellten DRR-Verbindung und einer lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht. In einem solchen Falle können der Wellenlängenbereich, über den die Silberhalogenidemulsion empfindlich ist, und der Absorptionsbereich des Farbstoffbildes, das von einem aus der der Emulsionsschicht zugeordneten DRR-Verbindung entbundenen diffusionsfähigen Farbstoff oder Vorläufer desselben auf der Bildempfangsschicht gebildet wurde, gleich oder verschieden sein. Bei der üblichen Farbphotographie werden eine gelbe DRR-Verbindung mit der blauempfindlichen Emulsionsschicht, eine purpurrote DRR-Verbindung mit der grünempfindlichen Emulsionsschicht und eine blaugrüne DRR-Verbindung mit der rotempfindlichen Emulsionsschicht kombiniert. Zur Erzeugung sogenannter falscher Farbbilder kann man sich jedoch auch anderer Kombinationen von DRR-Verbindungen und Emulsionsschichten bedienen.
Sofern das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterial zur Erzeugung mehrfarbiger Farbbilder verwendet werden soll, enthält es zweckmäßigerweise mindestens eine Zwischenschicht. Diese Zwischenschicht dient zur Verhinderung einer unerwünschten Wechselwirkung zwischen Emulsionsschichtelnheiten unterschiedlicher Farbempfindlichkeiten sowie zur Steuerung der Diffusionsfähigkeit einer alkalischen Behandlungsmasse. Als Materialien zur Herstellung der Zwischenschicht eignen sich Gelatine, Calciumalginat, Mischpolymerisate aus Vinylacetat und Crotonsäure, Isopropylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose, Polyvinylamide, Polyvinylamidpfropfmischpolymerisate oder Kombinationen aus einem Latex und einem Penetrationsmittel.
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Zweckmäöigerweise enthält die Zwischenschicht ein Mittel zur Inhibierung von Wechselwirkungen zwischen Emulsionsschichteinheiten mit unterschiedlichen Arten von DRR-Verbindungen und der zu verwendenden alkalischen Behandlungsmasse. So können beispielsweise Reduktionsmittel, wie nicht-diffundierbare Hydrochinonderivate, z.B. Di-tert,-octylhydrochinon oder Kallum-2-octadecylhydrochinon-2-sulfonat, nicht-diffundierbare Kuppler, die mit dem Oxidationsprodukt einer Entwicklerverbindung unter Fixierung desselben reagieren können, Amidrazonverbindungen oder Hydrazonverbindungen verwendet werden, um eine durch Oxidationsprodukte von Entwicklerverbindungen hervorgerufene unerwünschte Wechselwirkung zwischen Emulsionsschichteinheiten zu verhindern.
Beim Auftragen dieser Schichten 1st es oftmals zweckmäßig, der Beschiqhtungsmasse zur Erleichterung des Auftragsvorgangs ein Beschichtungshilfemittel einzuverleiben. Ferner kann auch ein Dickungsmittel zugesetzt werden.
Geeignete Beschichtungshilfsmittel sind beispielsweise Saponin, Alkyläther von Zucker, Monoalkyläther von Glycerin, Äthoxyäthylenadditionsverbindungen von p-Nonylphenol, Natriumdodecylsulfat, Natriumsalze von Dioctylsulf©bernsteinsäure, das Natriumsalz der p-Dodecylbenzolsulfonsäure, Betainverbindungen der aus der GB-PS 1 159 S25 und der US-PS 3 441 413 bekannten Art sowie fluorierte Verbindungen der aus den JA-OS 46 733/1974 und 32 322/1976 bekannten Art.
Geeignete Dickungsmittel sind beispielsweise das Kaliumsalz von Poly-p-sulfostyrol, Cellulosesulfate, Polyacrylamid und Acrylsäurepolymerisate der aus der US-PS 3 655 bekannten Art.
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Zum Auftragen der jeweiligen Beschichtungsmasse kann man sich der verschiedensten Verfahren bedienen. Geeignete Beschichtungsverfahren sind beispielsweise die Trichterbeschichtung, die Vorhangbeschichtung, das Tauchverfahren, die Walzenbeschichtung und die Beschichtung mit Hilfe einer Luftrakel. Von den genannten Beschichtungsverfahren gestattet die Trichterbeschichtung einen gleichzeitigen Auftrag mehrerer Beschichtungsmassenzur gleichzeitigen Bildung mehrerer Schichten.
Der Schichtträger des Aufzeichnungsmaterials gemäß der Erfindung ist zweckmäßigerweise eben und besteht aus einem Material, das während der Behandlung mit einer Behandlungsmasse keine Dimensionsänderungen erfährt. In der Regel bedient man sich eines biegsamen Schichtträgers oder je nach dem angestrebten Erfolg eines harten Schichtträgers, z.B. einer Glasplatte. Als biegsame Schichtträger kommen für übliche lichtempfindliche Aufzeichnungsmaterialien bereits verwendete Schichtträger in Frage, z.B. Filme aus Cellulosenitrat, Celluloseacetat, Polyvinylacetalen, Polystyrolen, Polyethylenterephthalat oder Polycarbonaten oder Barytpapier, Zweckmäßigerweise bedient man sich eines dampfdurchlässigen Schichtträgers, damit das in der alkalischen Behandlungsmasse enthaltene Wasser schneller durch den Schichtträger hindurch verdunsten kann.
Erfindungsgemäß können in Abhängigkeit von den verschiedensten Faktoren, z.B. dem Aufbau der lichtempfindlichen Einheit aus einer lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht und einer dieser zugeordneten DRR-Verbindung und der Bildempfangsschicht, der Richtung, aus der das Aufzeichnungsmaterial belichtet wird, der Art und Stelle der Behandlung, d.h, $e nach dem, ob die Behandlung bei Licht oder im Dunkeln erfolgt, und dergleichen, transparente oder opake Schichtträger zum Einsatz gelangen.
+) merkliche
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Wenn ein einen durchsichtigen Schichtträger aufweisendes lichtempfindliches Aufzeichnungsmaterial im Hellen behandelt wird, wird der durchsichtige Schichtträger, um einen Lichtzutritt aus einer Richtung parallel zur Filmstärke zu verhindern, zweckmäßigerweise so weit gefärbt, daß der Lichtdurchtritt in die Oberflächenrichtung, jedoch nicht die Belichtung und die Feststell- oder Sichtbarkeit beeinträchtigt werden. Wenn zum Sieben des Lichts ein opaker Schichtträger verwendet wird, kann diesem ein Pigment, wie Ruß oder Titanoxid, einverleibt werden. Andererseits ist es erforderlichenfalls auch möglich, ein solches Pigment zusammen mit einem geeigneten Bindemittel auf dem Schichtträger aufzutragen.
Ein Schichtträger eines erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterials kann gegebenenfalls die verschiedensten photographischen Zusätze, z.B. Plastifizierungsmittel, wie Ester der Phosphorsäure oder Phthalsäure, UV-Absorptionsmittel, z.B. 2-(2'-Hydroxy-4-tert.-butylphenyl)-benztriazol, und Antioxidationsmittel, z.B. gehinderte Phenole, enthalten. Zur Verbesserung der Haftung zwischen dem Schichtträger und der darauf aufgetragenen Schicht kann es vorteilhaft sein, den Schichtträger mit einer Haftschicht zu versehen oder einer geeigneten Oberflächenbehandlung, z.B. Koronaentladung, Bestrahlen mit UV-Licht oder Abflammen, zu unterwerfen. Die Dicke des Schichtträgers ist nicht kritisch, vorzugsweise sollte die Stärke 20 bis 300 um betragen.
Bei der Behandlung der bildgerecht belichteten lichtempfindlichen Schicht mit einer alkalischen Behandlungsmasse wird ein entsprechend der bildgerechten Belichtung gebildeter diffusionsfähiger Farbstoff oder Farbatoffvorläufer durch Diffusion auf eine Bildempfangsschicht, die auf der
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lichtempfindlichen Schicht aufliegt, übertragen und dort zur Bildung eines Farbstoffbildes üblicherweise gebeizt. Zweckmäßigerweise enthält also die Bildempfangsschicht ein Beizmittel.
Als Beizmittel für die Bildempfangsschicht eignen sich sämtliche Beizmittel, die auf den übertragenen diffusionsfähigen Farbstoff oder Farbstoffvorläufer eine geeignete Beizwirkung ausüben. Beispiele für geeignete Beizmittel sind Mischpolymerisate aus Styrol und N-Vinylbenzyl-N^N-trihexylammoniumchlorid (vgl. JA-OS 61 228/1975), Mischpolymerisate aus Styrol, Vinylbenzylchlorid, N-Benzyl«N,N-dimethyl-N-vinylbenzylammoniumchlorid und Divinylbenzol, PoIy-4-vinylpyridin, Poly-4-vinyl-N-benzylpyridinium-p-toluolsulfonat, Cetyltrimethylammoniumbroraid (vgl. JA-OS 73 440/1976) und die aus der JA-OS 1398/1979 bekannte Verbindung.
Üblicherweise wird das Beizmittel zusammen mit einem Dispergiermittel, z.B. übliche Gelatine, Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon, einem vollständig oder teilweise hydrolysierten Celluloseester und dergleichen, verwendet. Es ist jedoch auch möglich, daß die Bildempfangsschicht im wesentlichen (nur) aus einem Dispergiermittel mit Beizwirkung, z.B. Poly-N-methyl-2-vinylpyridin, N-Methoxymethylpolyhexylmethylenadipamid, einem Mischpolymerisat aus Vinylalkohol und N-Vinylpyrrolidon oder einem Polymerisatgemisch derselben, teilweise hydrolysiertem Polyvinylacetat, Acetylcellulose, Gelatine oder Polyvinylalkohol, besteht. Der Gehalt des Beizmittels in der Bildempfangsschicht reicht vorzugsweise von 10 bis 100 Gew.-%.
Bei einer speziellen Ausführungsform kann das Beizmittel auch der alkalischen Behandlungsmasse einverleibt sein.
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Vt
Die Bildempfangsschicht kann die verschiedensten photographischen Zusätze, wie sie bei üblichen photographischen Aufzeichnungsmaterialien zum Einsatz gelangen, z.B. UV-Absorptionsmittel, fluoreszierende Aufheller und dergleichen, enthalten.
Die Bildempfangsschicht liegt während der Behandlung mit der alkalischen Behandlungsmasse zwangsläufig auf der lichtempfindlichen Schicht auf. Vor der Behandlung kann sie Jedoch an anderer Stelle vorgesehen oder mit der lichtempfindlichen Schicht bereits kombiniert sein. Nach der Behandlung kann die lichtempfindliche Schicht mit der Bildempfangsschicht vereinigt bleiben oder von dieser getrennt werden.
Die Bildempfangsschicht kann als "Bauteil" des lichtempfindlichen photographischen Aufzeichnungsmaterials auf denselben Schichtträger, auf den auch die lichtempfindliche Schicht(en) aufgetragen ist (sind), aufgetragen sein. In diesem Falle liegt sie dann auf derselben Seite wie die lichtempfindliche Schicht. Andererseits kann die lichtempfindliche Schicht auch auf einen anderen Schichtträger als die lichtempfindliche Schicht aufgetragen sein. In den Fällen, in denen die lichtempfindliche Schicht und die Bildempfangsschicht vor der Behandlung getrennt vorliegen oder, wenn die lichtempfindliche Schicht nach der Behandlung von der Bildempfangsschicht abgezogen wird, befindet sich die Bildempfangsschicht Üblicherweise auf einem anderen Schichtträger als die lichtempfindliche Schicht.
Als Schichtträger für die Bildempfangsschicht kommen ebenfalls die für lichtempfindliche Aufzeichnungsmaterialien verwendeten Schichtträger in Frage.
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Nachdem die Bildung des Farbstoffbildes auf einer Bildempfangsschicht durch Applikation einer alkalischen Behandlungsmasse im wesentlichen beendet ist, wird vorzugsweise der pH-Wert in der lichtempfindlichen Schicht und Bildempfangsschicht auf etwa 7 gesenkt, um die Stabilität des Farbstoffbildes zu erhöhen und um eine Verfärbung oder ein Fleckigwerden des Bildes bei höheren pH-Werten zu verhindern. Durch diese pH-Werterniedrigung wird die weitere Diffusion des Farbstoffs oder Farbstoffvorläufers im wesentlichen gestoppt. Folglich wird vorzugsweise eine ein Neutralisationsmittel enthaltende Neutralisationsschicht, die den pH-Wert im System senkt, vorgesehen.
Geeignete Neutralisationsmittel sind vorzugsweise filmbildende polymere Säuren mit mindestens einem Carboxyl- oder Sulfonrest oder einem Rest, der bei der Hydrolyse einen Carboxylrest bildet.
Verwendbare polymere Säuren sind solche mit Molekulargewichten von etwa 10000 bis etwa 100000, beispielsweise Monobutylester von 1:1-Mischpolymerisaten aus Maleinsäureanhydrid und Äthylen, Monobutylester von 1:1-Mischpolymerisaten aus Maleinsäureanhydrid und Methylvinyläther, Monoäthylester, Monopropylester, Monopentylester oder Monohexylester von 1:1-Mischpolymerisaten aus Maleinsäureanhydrid und Äthylen, Monoäthylester, Monopropylester, Monopentylester oder Monohexylester von 1:1-Mischpolymerisaten aus Maleinsäureanhydrid und Methylvinyläther, Polyacrylsäure, PoIymethacrylsäure und Mischpolymerisate aus Acrylsäure und Methacrylsäure in verschiedenen Verhältnissen, Mischpolymerisate aus Acrylsäure oder Methacrylsäure mit sonstigen Vinylmonomeren in verschiedenen Verhältnissen, beispielsweise Mischpolymerisate mit z.B. Acryl- oder Methacryl-
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säureestern oder Vinyläthern, die mindestens 30, vorzugsweise 50 bis 90 Mol-% Acryl- oder Methacrylsäureeinheiten enthalten, und dergleichen. Weiterhin können auch noch Metallsalze (vgl. Forschungebericht Nr. 12331)t monomere Säuren, Ballastgruppen aufweisende organische Säuren, Alkylphosphate, Polyacrylphosphate, Poly-(1-acryloyl-2,2,2-trimethylhydrazinium)-p-toluolsulfonat und dergleichen entweder alleine oder erforderlichenfalls in Kombination mit einem polymeren Bindemittel zum Einsatz gelangen. Ferner eignen sich Kombinationen polymerer Säuren mit monomeren Säuren oder polymerer Säuren mit organischen Aminen. Diese polymeren Säuren, monomeren Säuren, organischen Amine und polymeren Bindemittel können nach dem Lösen in Alkoholen, z.B. Methanol, Äthanol, Propanol oder Butanol, Ketonen, wie Aceton, Methyläthylketon, Diäthylketon oder Cyclohexanon, Estern, wie Methylacetat, Äthylacetat, Isopropylacetat oder Butylacetat, oder Mischungen hiervon, aufgetragen werden. Ferner können diese Verbindungen auch in Mikrokapseln enthalten sein.
Die Dicke oder Stärke der Neutralisationsschicht kann je nach der Zusammensetzung der alkalischen Behandlungsmasse und den in der Neutralisationsschicht enthaltenen Substanzen sehr verschieden sein, in der Regel beträgt sie 5 bis 30 um,
Neben der Neutralisationsschicht kann ein erfindungsgemäßes Aufzeichnungsmaterial auch noch eine Timerschicht, d.h. eine die Neutralisationsgeschwindigkeit steuernde Schicht, enthalten, um die Abnahme des pH-Werts zu steuern. Die Timerschicht hemmt die Erniedrigung des pH-Werts bis zu einem Zeitpunkt, zu dem die gewünschte Entwicklung und Übertragung bereits stattgefunden haben.
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Auf diese Weise wird eine unerwünschte Abnahme der Dichte des übertragenen Farbstoffbildes, die auf eine zu frühe Erniedrigung des pH-Werts durch die Neutralisationsschicht in dem System vor einer ausreichenden Entwicklung des SiI-berhalogenids und Ausbildung des durch Diffusion übertragenen Farbstoffbildes verursacht wird, verhindert.
In der Timerschicht können die verschiedensten Substanzen, z.B. Gelatine, Polyvinylalkohol, Teilacetale von Polyvinylalkohol, teilweise hydrolysiertes Polyvinylacetat, cyanoäthylierter Polyvinylalkohol, Hydroxypropylmethylcellulose, Isopropylcellulose, Polyvinylamide, Polyvinylamidpfropfmischpolymerisate, Vinylidenchlorid/Acrylnitril/Acrylsäure-Terpolymerlatex oder eine Kombination aus einem Latex und einem Penetrationsmittel verwendet werden.
Die Neutralisationsschicht und die Timerschicht können entweder auf den Schichtträger des lichtempfindlichen photographischen Aufzeichnungsmaterials oder zusammen mit der Bildempfangsschicht auf einen vom Schichtträger des Aufzeichnungsmaterials verschiedenen Schichtträger aufgetragen sein. Weiterhin können sie auf einen Schichtträger für ein Behandlungsblatt (vgl. später) aufgetragen werden.
Im Falle, daß die Bildempfangsschicht vor der Behandlung auf denselben Schichtträger wie die lichtempfindliche Schicht aufgetragen ist, bedient man sich vorzugsweise eine3 Behandlungsblatts zum gleichmäßigen Verteilen und glatten Ausstreichen der alkalischen Behandlungsmasse.
Als Schichtträger für das Behandlungsblatt eignen sich die gleichen Schichtträger wie für das lichtempfindliche Aufzeichnungsmaterial. Auch im Falle des Behandlungsblatts
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können die Schichtträger Je nach dem angestrebten Erfolg durchsichtig oder opak sein. Ferner kann auf den Schichtträger für das Behandlungsblatt eine ein Beizmittel als Fänger enthaltende Schicht, eine Neutralisationsschicht oder eine Timerschicht aufgetragen sein.
Im Falle, daß die Bildempfangsschicht vor der Behandlung mit der lichtempfindlichen Schicht kombiniert ist und sie nach der Behandlung zur Erzeugung eines Bildes voneinander getrennt werden, bedient man sich vorzugsweise einer Abstreif- oder Abziehschicht. Die Abstreif- oder Abziehschicht kann zwischen der Silberhalogenidemulsionsschicht und der Bildempfangsschicht vorgesehen sein.
Bei der verwendeten alkalischen Behandlungsmasse handelt es sich um eine flüssige Masse mit den zur Entwicklung des Silberhalogenids und zur Bildung des durch Diffusion übertragenen Bildes erforderlichen Bestandteilen. Das Lösungsmittel der alkalischen Behandlungsmasse besteht vornehmlich aus Wasser, es kann jedoch auch aus einem sonstigen hydrophilen Lösungsmittel, wie Methanol oder Methylcellosolve, bestehen. Letztere können auch zusammen mit Wasser als Hilfslösungsmittel verwendet werden. Die alkalische Behandlungsmasse enthält ein alkalisches Mittel in der zur Entwicklung der Emulsionsschicht und zur Bildung des Farbstof!bildes erforderlichen Menge. Als alkalische Mittel kommen beispielsweise Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Calciumhydroxid, Tetramethylammoniumhydroxid, Natriumcarbonat, Natriumphosphat, Diäthylamin und dergleichen in Frage. Die alkalische Behandlungsmasse sollte bei Raumtemperatur zweckmäßigerweise einen pH-Wert von nicht unter 12 aufweisen.
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Der alkalischen Behandlungsmasse kann ein Dicktingamittel, z.B. ein polymeres Dickungsmittel, das gegenüber der alkalischen Lösung inert ist, wie Hydroxyäthylcellulose, Carboxymethylhydroxyäthylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose oder Hydroxypropylcellulose, einverleibt sein. Die Konzentration an Dickungsmittel beträgt, bezogen auf die alkalische Behandlungsmasse, vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-%. Durch den Zusatz des Dickungemittels läßt sich die Viskosität der alkalischen Behandlungsmasse auf etwa 100 bis 300000 mPas einstellen. Ferner läßt sich hierdurch die Masse während der Behandlung gleichmäßiger verteilen. Durch das Dickungsmittel bildet sich während der Behandlung ein fester und nicht-fließender Film, so daß sich wirksam eine unerwünschte Änderung des Bildes nach praktisch vollständiger Bildung desselben verhindern läßt. Die alkalische Behandlungsmasse enthält vorzugsweise noch eine Silberhalogenidentwiqklerverbindung.
Beispiele für verwendbare Silberhalogenidentwicklerverbindungen sind 3-Pyrazolidonverbindungen, wie 1-Phenyl-3-pyrazolidon, 1-Phenyl-4,4-dimethyl-3-pyrazolidon, 1-m-Tolyl-3-pyrazolidon, 1-Phenyl-4-methyl-3-pyrazolldon, 1-Phenyl-4-hydroxymethyl-4-methyl-3-pyrazolldon, 1-Phenyl-5-methyl-3-pyrazolidon, i-p-Tolyl-3-pyrazolidon, 1,4-Dimethyl-3-pyrazolidon, 1-Phenyl-4,4-bls-(hydroxymethyl)-3-pyrazolidon, 4-Methyl-3-pyrazolidon, 1-(3-Chlorphenyl)^-methyl^-pyrazolidon, 1-(4-Chlorphenyl)-4-methyl-3-pyrazolidon, 1-(3-Chlorphenyl)-3-pyrazolidon, 1-(4-Chlorphenyl)-3-pyrazolidon, i-p-Tolyl^-methyl^-pyrazolidon, 1-o-Tolyl~4-methyl-3-pyrazolidon, 1-m-Tolyl-4,4-dimethyl-3-pyrazolidon, 5-Methyl-3-pyrazolidon und 1-{2-Trifluoräthyl)-4,4-dimethyl-3-pyrazolidon, Hydrochinonverbindungen, wie Hydrochinon, 2,5-Dichlorhydrochinon und 2-Chlorhydrochinon, Brenzkate-
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chinverbindungen, wie Brenzkatechin, 3-Methoxybrenzkatechin und 4-Cyclohexylbrenzkatechin, Aminophenolverbindungen, wie 4-Aminophenol, 3-Methyl-4-aminophenol, N-Methylaminophenol und 3,5-Dibromaminophenol, und Phenylendiamlnverbindungen,wie Ν,Ν-Diäthyl-p-phenylendlamln, Ν,Ν-Diäthyl-3-methyl-p-phenylendiamin, 3-Methoxy-N-äthyl-N-äthoxy-pphenylendiamin und N,N,N',N'-Tetramethyl-p-phenylendiamin.
Von den genannten Entwicklerverbindungen werden Schwarz/ Weiß-Silberhalogenidentwicklerverbindungen, insbesondere Entwicklerverbindungen aus der 3-Pyrazolidonreihe, bevorzugt, da sich hierbei die im Farbstoffbild entstehenden Flecken vermindern lassen. Es können auch mehrere Silberhalogenidentwicklerverbindungen in Kombination zum Einsatz gelangen.
Die genannten Silberhalogenidentwicklerverbindungen sind in der Regel in einer alkalischen Behandlungsmasse enthalten, sie können jedoch auch mindestens einer Schicht des lichtempfindlichen photographischen Aufzeichnungsmaterials einverleibt sein. Ferner können sie sowohl in der alkalischen Behandlungsmasse als auch in dem lichtempfindlichen photographischen Aufzeichnungsmaterial enthalten sein. In den Fällen, in denen sie in dem lichtempfindlichen photographischen Aufzeichnungsmaterial enthalten sind, können sie diesem auch in Form eines Vorläufers zugesetzt sein. Die Schichten, in denen die Entwicklerverbindung oder deren Vorläufer untergebracht ist, können beispielsweise aus einer Silberhalogenidemulsionsschicht, aus einer eine DIiR-Verbindung enthaltenden Schicht, einer Zwischenschicht, einer Schutzschicht und dergleichen bestehen.
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In der alkalischen Behandlungsmasse kann ferner eine Triazolverbindung, z.B. 5-Methylbenztriazol, eine Benzimidazolverbindung, z.B. 5-Nitrobenzimidazol, eine Tetraazaindenverbindung, beispielsweise ein Sulfit des 4-Hydroxy-5,6-cyclopenteno-1,3,3a,7-tetraazaindensf Kaliumbromid und dergleichen, ferner ein Verschleierungsmittel, ein Silberhalogenidlösungsmittel und dergleichen (was von der Art der verwendeten Silberhalogenidemulsion abhängt) enthalten sein.
Die Jeweilige alkalische Behandlungsmasse befindet sich vorzugsweise in einem zerbrechlichen Behälter, den man beispielsweise durch Falten einer aus einem luftundurchlässigen Material bestehenden Folie und Versiegeln von deren Kanten zur Aufnahme der Behandlungsmasse erhält,
Zweckmäßigerweise ist der mit der Behandlungsmasse gefüllte Behälter so ausgestaltet, daß er an gegebener Stelle oder Lage durch den Innendruck beim Hindurchlaufenlassen durch ein Paar von druckausübenden Gliedern, wie Walzen und dergleichen, reißt oder bricht und die Behandlungsmasse freigibt.
Die Behälter können zweckmäßigerweise aus Laminaten von Polyäthylenterephthalat, Polyvinylalkohol oder Polyäthylen oder mit Vinylchloridmischpolymerisaten oder Polyvinylacetat kaschierten Bleifolien bestehen. Zweckmäßigerweise wird der Behälter längs der Stirnkante des lichtempfindlichen Aufzeichnungsmaterials befestigt, so daß die in dem Behälter enthaltene flüssige Behandlungsmasse a\if der Oberfläche der lichtempfindlichen Schicht im wesentlichen in einer Richtung verteilt wird.
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Zweckmäßigerweise ist auf der der Betrachtungsrichtung entgegengesetzten Seite als Hintergrund für das entstandene Bild eine Schicht mit einem weißes Licht in hohem Maße reflektierenden Mittel vorgesehen. Obwohl die Lage der lichtreflektierenden Schicht nicht kritisch Ist, sollte sie in den Fällen, in denen die lichtempfindliche Schicht von der Bildempfangsschicht nicht abgezogen wird, zweckmäßigerweise zwischen der lichtempfindlichen Schicht und der Bildempfangsschicht liegen. Die lichtreflektierende Schicht kann bereits vorgebildet sein oder während der Behandlung durch die ein lichtreflektierendes Mittel enthaltende alkalische Behandlungsmasse gebildet werden. Als lichtreflektierende Mittel eignen sich Titandioxid, Zinkoxid, Bariumsulfat, Silberflocken, Aluminiumoxid, Bariumstearat, Zirkoniumoxid und dergleichen einzeln oder in Kombination aus zwei oder mehreren. In den Fällen, in denen die lichtreflektierende Schicht bereits vorgebildet ist, kann das lichtreflektierende Mittel in einem beliebigen hydrophilen Kolloid, durch das die alkalische Lösung hindurchdringen kann, z.B. Gelatine, Polyvinylalkohol und dergleichen, dispergiert sein.
Die lichtreflektierende Schicht kann ferner Stuben, Cumarin und dergleichen als Aufheller enthalten.
In den Fällen, in denen die lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht nach der Belichtung im Hellen behandelt werden soll, kann zum Schutz der Silberhalogenidemulsionsschicht vor Lichteinfall eine Schicht mit einem Trübungsmittel vorgesehen sein. Die Trübungsschicht kann bereits vorgebildet sein oder während der Behandlung erzeugt werden. Als Trübungsmittel eignet sich beispielsweise Ruß und Indikatorfarbstoffe. Ferner können in vorteilhaf-
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ter Weise auch bestimmte Desensibilisierungsfarbstoffe verwendet werden.
Die lichtreflektierende Schicht und die Trübungsschicht können in einer einzigen Schicht zusammengefaßt sein oder als getrennte Schichten nebeneinander vorliegen.
Ein lichtempfindliches Aufzeichnungsmaterial gemäß der Erfindung in Form einer Filmeinheit kann die verschiedensten Formen aufweisen. Hingewiesen sei beispielsweise auf die aus den US-PS 3 415 644, 3 415 645, 3 415 646, 3 473 925, 3 573 042, 3 573 043, 3 594 164, 3 594 165, 3 615 421, 3 576 626, 3 658 524, 3 635 707, 3 672 890, 3 730 718, 3 701 656 und 3 689 262, der JA-OS 6337/1975 und den BE-PS 757 959 und 757 960 bekannten Filmeinheiten.
Die genannten Filmeinheiten können die verschiedensten Zusätze, z.B. Filterfarbstoffe, die in geeigneter Weise die photographischen Eigenschaften verbessern können, enthalten, und zwar in einer Schicht, die auf der Seite des Lichteinfalls bei der Belichtung in bezug auf die Silberhalogenidemulsionsschicht liegt. Verwendbare Filterfarbstoffe sind Farbstoffe, die bei üblichen pH-Werten stabil sind oder beim Inberührunggelangen mit der alkalischen Behandlungsmasse durch Zersetzung und dergleichen in farblose Verbindungen übergehen.
!lach der Diffusionsübertragung des Farbbildes auf die Bildempfangsschicht bleiben in der lichtempfindlichen Schicht ein Silberbild und ein Farbstoff oder Farbstoffvorlaufer entsprechend dem durch Diffusion übertragenen Bild zurück. Wenn das restliche Silber und Silberhalogenid durch Behandeln in einem Bleich- und Fixierbad oder einem Bleich/
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Fixier-Einbad entfernt und ferner der Farbstoffvorlaufer erforderlichenfalls in einen Farbstoff überführt ist, läßt sich auch ein Farbstoffbild, das zu dem auf der Bildempfangsschicht gebildeten Farbstoffbild umgekehrt 1st, herstellen.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher veranschaulichen.
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ti
Beispiel 1
Herstellung der purpurroten DRR-Verbindung 1:
Ein Gemisch aus 500 ml Dioxan und 50 g 3-Amino-2-|_'4-(2,4-di-tert.-pentylphenoxy)-butylcarbamoyl]-5-methoxyindol wird portionsweise unter Rühren bei Raumtemperatur mit 80 ml Pyridin und 61 g 2-tert.-Butylsulfamoyl-5-(N,N-dimethylaminosulfonamido)-4-(4-chlorsulfonylphenylazo)-1-naphthol versetzt, worauf das erhaltene Reaktionsgemisch 2 h lang bei Raumtemperatur gerührt wird. Danach wird es 30 min lang auf eine Temperatur von 6O0C erwärmt und schließlich abgekühlt. Nun wird das Reaktionsgemisch nach und nach mit 2 1 7n-wäßriger Salzsäurelösung versetzt, worauf das Ganze gerührt wird. Der hierbei abgeschiedene Niederschlag wird mit Hilfe eines Filtertrichters abfiltriert.
Der Filterrückstand wird mit Wasser gewaschen und in 200 ml Methanol dispergiert, worauf das Ganze erwärmt und danach abgekühlt wird. Hierauf wird der feste Rückstand mit Hilfe eines Filtertrichters abfiltriert und getrocknet.
Das erhaltene Produkt wird in 1 1 Äthylacetat gelöst, worauf nach Zugabe von 200 g Silicagel das Gemisch filtriert wird. Der Filterrückstand auf dem zum Filtrieren verwendeten Filtertrichter wird mit 500 ml Ithylacetat gewaschen. Das FiItrat und die Waschwässer werden miteinander vereinigt und danach unter vermindertem Druck auf etwa 100 ml eingeengt. Diese werden in 1 1 heißen Äthanols eilige tragen, worauf das Gemisch abgekühlt wird. Die hierbei ausgefallene kristalline Substanz wird auf einem Filtertrichter abfiltriert und getrocknet, wobei in 72Joiger Ausbeute 7ί>,3 £ des gewünschten Produkts eines B'p von 241° bis 245°C er halten v/erden.
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Jb-
Herateilung der Zwischenprodukte
C-1: 3-Amino-5-methoxy~2-[4-(2,4-di-tert.-pentylphenoxy)-butylcarbamoylJ-indol:
In 200 ml Toluol werden 21,9 g (0,1 Mol) Äthyl-5-methoxyindol-2-carboxylat und 30,5 g 4-(2,4-Di-tert.-pentylphenoxy)-butylamin miteinander gemischt, worauf 50 ml des Toluols abdestilliert werden. Nach dem Abkühlen auf eine Temperatur von 500C werden 36,5 ml einer 30#igen Natriummethylatlösung zugesetzt. Danach wird das Reaktionsgemisch 5 h lang auf Rückflußtemperatur erhitzt. Zu dem noch heißen Reaktionsgemisch werden 475 ml Methanol zutropfen gelassen. Danach wird das Reaktionsgemisch auf eine Temperatur von 00C abgekühlt. Der hierbei ausgefallene kristalline Niederschlag wird mit Hilfe eines Filtertrichters abfiltriert und mit 200 ml Methanol gewaschen. Das Produkt besteht aus 5-Methoxy-2-[4-(2,4-di-tert.-pentylphenoxy)-butylcarbamoylJ-indol.
Das gesamte Reaktionsprodukt wird unter mildem Erwärmen in 375 ml Eisessig gelöst, auf Raumtemperatur abgekühlt und Innerhalb von 1 h portionsweise mit insgesamt 7,6 g Natriumnitrit versetzt. Nach einstündigem Weiterrühren wird das Reaktionsgemisch eine Weile auf 40°C erwärmt und danach auf 200C abgekühlt. Der hierbei ausgefallene feste Niederschlag wird mit Hilfe eines Filtertrichters abfiltriert. Der Filterkuchen wird zunächst mit Eisessig und danach mit einem großen Volumen Wasser gewaschen. Das erhaltene Produkt besteht aus 5-Methoxy-3-nitroso-2-[4-(2,4-di-tert.-pentylphenoxy)-butylcarbamoylJ-indol.
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<th -
Danach wird das gesamte Reaktionsprodukt unter kräftigem Rühren durch ein feines Sieb hindurch in 400 ml Methanol eingetragen. Die hierbei erhaltene Aufschlämmung wird rasch mit einer wäßrigen Lösung von 41 g Natriumdithionit in 165 ml Wasser versetzt, worauf das Ganze 2 h lang auf eine Temperatur von 60° bis 650C erwärmt wird. Nach dem Abkühlen auf eine Temperatur von 200C wird der gebildete Niederschlag auf einem Filtertrichter gesammelt. Der Filterkuchen wird mit 600 ml einer 1%igen wäßrigen Natriumdithionitlösung gewaschen und dann getrocknet, wobei in 67%iger Gesamtausbeute 33 g des gewünschten Produkts erhalten werden, Fp 145° bis 146°C.
D-1: 2-tert.butylsulfamoyl-5-(N,N-dimethylaminosulfonamido)-4-(4-chlorsulfonylphenylazo)-1-naphthol:
Ein Gemisch aus 500 ml Chloroform und 61 ml Dimethylformamid wird tropfenweise unter Rühren mit 2Ö ml Phosphoroxychlorid versetzt. Danach werden innerhalb von 10 min 61 g 2-tert.-Butylsulfamoyl-5-(N,N-dimethylaminosulfonamido)-4-(4-sulfophenylazo)-1-naphthol, Natriumsalz zugegeben. Hierbei kommt es zu einer exothermen Reaktion unter Erwärmung auf eine Temperatur von 550C, Es wird nun 2 h lang weitergerührt, während sich das Reaktionsgemisch abkühlen gelassen wird. Danach wird es zur Ausscheidung einer kristallinen Substanz über Nacht stehen gelassen. Die kristalline üubstanz wird mit Hilfe eines Filtertrichters abfiltriert, mit Chloroform und Eiswasser gewaschen und schließlich getrocknet, wobei in 7'5/iiger Ausbeute 76 g des gewünschten Keaktionsprodukts erhalten werden.
D-2: :5-tei*t. -Butylsulfamoyl-5-(Ν,ίί-dimethylaminosulfonamid.o)-4-(4-sulfophenylazo)-1 -naphthol, Natriumsalz:
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-It'
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100 ml Wasser werden unter Rühren mit 20,75 g ouli'aniDsäure und 6,36 g Natriumcarbonat versetzt. Nachdem sich eine homogene klare Lösung gebildet hat, werden 9 g Natriumnitrat zugesetzt. Nun wird die Lösung nach und nach unter Rühren in 120 ml Eiswaaser mit 20 ml konzentrierter Salzsäure eingetragen, wobei eine Diazoniumsalzlüsung erhalten wird.
Getrennt davon wird eine Lösung von 20 g Natriumhydroxid in 30 ml Wasser portionsweise mit 40,1 g 2-tert.-Butylsulfamoyl-5-(N,N-diraethylaralnosul£onamido)-1-naphthol und anschließend 2 ml Octylalkohol als Entschalungsmittel versetzt, wobei eine Kupplerlösung erhalten wird.
Die in der geschilderten Welse zubereitete Kupplerlösung v/ird auf eine Temperatur von 5°C gekühlt und mit der unmittelbar vor der Zugabe der Kupplerlösung in der geschilderten V/eise zubereiteten Diazoniumsalzlösung gemischt, worauf das Ganze 2 h lang gerührt wird. Nun wird dae Reaktionsgemisch mit 120 g Natriumchlorid versetzt, auf eine Temperatur von 65° C erwärmt und abgekühlt. Die hierbei ausgefallene kristalline Substanz wird mit Hilfe eines Filtertrichters abfiltriert, mit 100 ml einer 20%igen wäßrigen Natriumchlorid] ösung und danach mit 50 ml kalten Wassers gewaschen und schließlich getrocknet, wobei in 92%iger Ausbeute 56 g des gewünschten Reaktionsprodukts eines Pp von über 3000C erhalten werden.
Ώ-3: 2-tert.-Butylsul faiaoyl-5-(N,ij-dimethylarainosuli'onamido)-1-naphthol:
Ein Gemisch aus 98 g b-Amino-2-tert.-butylsulfamoyl-1-naphthol und 800 ml Pyridin v/ird tropfenweise unter Kühlen rait Eis und Rühren mit 92 g NjN-Diraethylaminosulfonylchlorid
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versetzt, worauf das erhaltene Reaktionsgemisch 16 h lang bei Raumtemperatur gerührt wird. Nach Zugabe von 100 ml Wasser wird noch eine weitere h lang gerührt. Hierauf wird das Reaktionsgemisch in ein Gemisch aus 1040 ml konzentrierter Salzsäure und 4000 ml Eiswasser gegossen, um in situ einen festen Niederschlag abzuscheiden. Dieser wird mit Hilfe eines Filtertrichters abfiltriert und mit Wasser gewaschen.
Danach wird das Reaktionsprodukt in einer alkalischen Lösung von 80 g Natriumhydroxid in 920 ml Wasser gelöst. Die nicht in Lösung gegangenen unlöslichen Bestandteile werden abfiltriert, während das Filtrat in ein Gemisch aus 330 ml konzentrierter Salzsäure und 2000 ml Eiswasser gegossen wird, um einen festen Niederschlag abzuscheiden. Dieser wird mit Hilfe eines Filtertrichters abfiltriert, gründlich mit Wasser gewaschen und getrocknet, wobei in 75%iger Ausbeute 100 g des gewünschten Reaktionsprodukts eines Fp von 95° bis 103°C erhalten werden.
Beispiel 2
Herstellung der purpurroten DRR-Verbindung 2:
Ein Gemisch aus 50 ml Chloroform und 5 g 4-Amino-2-[4-(2,4-di-tert.-pentylphenoxy)-butylcarbamoyl]-1-naphthol wird mit 8 ml Pyridin und danach portionsweise unter einem Stickstoffstrom, unter Kühlen mit Eis und unter Rühren mit 6,1 g 2-tert.-Butylsulfamoyl-5-(N,li-dimethylaminosulfonamido)-4-(4-ehlorsulfonylphenylazo)-1-naphthol versetzt, Danach wird das Reaktionsgemisch unter Kühlen mit Eis 1 h lang und dann bei Raumtemperatur 1 weitere h lang gerührt. Nach Zugabe von 100 ml Methanol und 15 ml Wasser wird das
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erhaltene Gemisch unter vermindertem Druck eingeengt, worauf der Verdampfung3rückstand mit 50 ml Wasser versetzt wird. Schließlich wird das Reaktionsgemisch mit konzentrierter Salzsäure angesäuert. Der hierbei ausgefallene Niederschlag wird mit Hilfe eines Filtertrichters abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Der hierbei ausgefallene Niederschlag wird durch Benzol/Silicagel-Chromatographie gereinigt, wobei in 65#iger Ausbeute 68,9 g des gewünschten Reaktionsprodukts eines Fp von 134° bis 139°C erhalten werden.
Beispiel 3
Herstellung der purpurroten DRR-Verbindung 9:
Wie bei der Herstellung der purpurroten DRR-Verbindung 1 erhält man das gewünschte Reaktionsprodukt eines Fp von 248° bis 256°C in 68%iger Auabeute aus 3-Amino-2-[4-(2,4-di-tert ^pentylphenoxy)-butylcarbamoylJ-5-methoxyindol und 2-tert.-Butylsulfamoyl-5-morpholinoeulfonamldo-4-(4-chlorsulfonylphenylazo)-1-naphthol.
Herstellung der Zwischenprodukte
D-A: 2-tert.-Butylsulfamoyl-5-morpholinosulfonamido-4-(4-chlorsulfonylphenylazo)-1-naphthol:
Wie bei der Herstellung des vergleichbaren Zwischenprodukts für die purpurrote DRR-Verbindung 1 erhält man im vorliegenden Falle das gewünschte Reaktionsprodukt in 71?oiger Ausbeute aus 2-tert.-Butylsulfamoyl-5-morpholinosulfonamido-4-(4-sulfophenylazo)-1-naphthol, Natriumsalz.
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D-5: 2-tert.-Butylsulfamoyl-5-morpholinosulfonamido-4-(4-sulfophenylazo)-1-naphthol, Natriumsalz:
Wie bei der Herstellung des vergleichbaren Zwischenprodukts für die purpurrote DRR-Verbindung 1 erhält man das gewünschte Reaktionsprodukt in 87%iger Ausbeute aus 2-tert.-Butylsulfamoyl-5-morpholinosulfonamido-1-naphthol und SuIfanilsäure.
D-6: 2-tert.-Butylsulfamoyl-5-morpholinosulfonamido-1-naphthols
Ein Gemisch aus 9 g 5-Amino-2-tert.-butylsulfamoyl-1-naphthol und 90 ml Pyridin wird portionsweise unter Kühlen mit Eis und Rühren mit 11 g Morpholinosulfonylchlorid versetzt, worauf das Ganze 20 h lang bei Raumtemperatur gerührt wird. Nach Zugabe von 10 ml Wasser wird noch 1 h lang weitergerührt. Danach wird das Reaktionsgemisch in ein Gemisch aus 115 ml konzentrierter Salzsäure und 400 ml Eiswasser gegossen, um einen festen Niederschlag abzuscheiden. Dieser wird mit Hilfe eines Filtertrichters abfiltriert und mit Wasser gewaschen. Danach wird das erhaltene Reaktionsprodukt in einer alkalischen Lösung aus 6 g Natriumhydroxid in 150 ml Wasser gelöst. Die unlöslichen Bestandteile werden abfiltriert, das FiItrat wird in ein Gemisch aus 15 ml konzentrierter Salzsäure und 150 ml Eiswasser gegossen, um einen festen Niederschlag auszuscheiden. Dieser wird mit Hilfe eines Filtertrichters abfiltriert, gründlich mit Wasser gewaschen und getrocknet, wobei in 72%iger Ausbeute 9,6 g des gewünschten Reaktionsprodukts eines Fp von 105° bis 11O0C erhalten werden.
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Beispiel 4
Spektren und Lichtstabilität eines gefärbten Filmstreifens mit einem (1:1-Gewichts-) Gemisch aus Gelatine und einem Latexbeizraittel.Das Gemisch ist derart auf einen klaren Polyesterschichtträger aufgetragen, daß von Jedem Bestandteil pro m2 Trägerfläche 2,5 g entfallen. Als Latexbeizmittel wird ein Mischpolymerisat aus Styrol/Vinylbenzylchlorid/N-Benzyl-NjN-dimethyl-N-vinylbenzylammoniumchlorid und Divinylbenzol im Molverhältnis 4,90 : 0,49 : 4,41 : 0,2 verwendet (vgl. JA-OS 73 440/1976).
Gefärbt wird wie folgt:
Der Farbstoff wird zunächst in einer 0,86n-wäßrigen Kaliumhydroxidlösung gelöst, worauf der ungefärbte Filmstreifen so lange in die Farbstofflösung getaucht wird, bis eine Durchlässigkeitsdichte von etwa 1,0 erreicht ist.
Danach wird der Streifen mit Wasser gewaschen, durch etwa 1-miniitiges Eintauchen in eine wäßrige Standardpufferlösung der angegebenen pH-Werte in einen Gleichgewichtszustand gebracht und danach getrocknet.
A. Spektralphotometrie:
Im Falle des auf das Beizmittel auf einem durchsichtigen Schichtträger aufgezogenen Farbstoffs wird das Absorptionsspektrum des Farbstoffs nach dem Durchlässigkeitsverfahren unter Verwendung eines Spektralphotometers ermittelt. Die maximale Wellenlänge (Xmax) und die Jeweilige Absorptionsbandenbreite (1/2 Bandenbreite) bei der halben Dichte von λ max finden sich in der später folgenden Ta-
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belle III. Die Bandenbreite sowie die maximale Wellenlänge ^max sind ein Anzeichen für das Färbevermögen. Je geringer diese Werte werden, desto heller bzw* leuchtender und reiner ist die Farbe.
B. Abhängigkeit des Absorptionsspektrums vom pH-Wert:
Wie bei dem später noch besehr!ebenen lichtempfindlichen photographischen Aufzeichnungsmaterial zu sehen ist, wird der Farbstoff nach der Behandlung unter alkalischen Bedingungen und danach unter sauren Bedingungen bei einem pH-Wert von etwa 4 gehalten. In idealer Weise sollte das Färbevermögen über einen weiten pH-Bereich stabil sein. Die Tabelle III zeigt den pH-Bereich, in dem nach dem Aufziehen des Farbstoffs auf das Beizmittel ein günstiges und stabiles Färbevermögen erreicht wird.
C. Lichtstabilität:
Ein gefärbter Filmstreifen wird belichtet, worauf die Lichtstabilität wie folgt ermittelt wird:
Ein gefärbter Filmstreifen einer Durchlässigkeitsdichte von etwa 1,0 bis 1,5 wird Zk h lang mit einer 6000-W-Xeno «.bogenlampe belichtet. Die Belichtungsstärke auf Filmstreifenoberfläche beträgt 60000 Lux.
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293^742
Es werden die Werte für die optische Dichte bei λmax vor der Belichtung (Do) und nach der Belichtung (D) gemessen, worauf der prozentuale Restwert aus D/Do χ 100 errechnet wird. Die Ergebnisse finden sich in der folgenden Tabelle
D. Bilderzeugungsgeechwindigkeit der DRR-Verbindung:
Es wird ein schichtförmig aufgebautes, gegen monochromatisches Licht empfindliches photographisches Aufzeichnungsmaterial hergestellt und in der später beschriebenen Weise
behandelt.
Nach der Behandlung mit der Behandlungsmasse wird ein durch einen durchsichtigen Schichtträger des lichtempfindlichen photographischen Aufzeichnungsmaterials hindurch sichtbares Farbbild kontinuierlich durch ein Grünfilter (Amax: 554 nm) mit Hilfe eines handelsüblichen photoelektrischen Densitometers auf seine jeweilige Reflexionsdichte hin untersucht.
In Tabelle IV ist die Dauer bis zum Erreichen einer 50%igen Dichte (t: 0,5) und einer 80%igen Dichte (t: 0,8) der maximalen Dichte (D max) 15 min nach der Behandlung mit der Behandlungsmasse angegeben. Die bis zum Erreichen der jeweiligen Dichte benötigte Zeit entspricht der Bilderzeugungsgeschwindigkeit. Tabelle IV gibt auch die maximale Dichte (D max) zwei Tage nach der Behandlung mit der Behandlungsmasse an. Je kleiner der Dichteunterschied zwischen der Dichte nach 15 min und derjenigen nach zwei Tagen ist, um so geringer ist die Veränderung des erzeugten FarbstoffbiIds. Die Beliandlung erfolgt bei einer Temperatur von 25°C.
Herstellung des schichtförmig aufgebauten, für monochromatisches Licht empfindlichen photcxjrapliischen Aufzeichnungsmaterials:
Ein durchsichtiger Polyäthylenterephthalatfilmschichttrager
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einer Stärke von 150 um wird nach und nach zur Herstellung eines schichtförmig aufgebauten, für monochromatisches Licht empfindlichen photographischen Aufzeichnungsmaterials mit folgenden Schichten beschichtet;
(1) Bildempfangsschicht einer Stärke, gemessen im trocke-
2 nen Zustand, von 2,5 bis 3,0 um mit, jeweils pro m Trägerfläche, 2,5 g Gelatine und eines Mischpolymerisats aus Styrol, Vinylbenzylchlorid, N-Benzyl-IJ,N-dimethyl-N-vinylbenzylammoniumchlorid und Divinylbenzol im Molverhältnis 4,90 : 0,49 : 4,41 : 0f2;
(2) Lichtreflektierende Schicht einer Stärke, gemessen im trockenen Zustand, von 7 bis 8 um mit, jeweils pro m2 Trägerflache, 22 g Titandioxid und 2,2 g Gelatine;
(3) Trübungsschicht einer Stärke, gemessen im trockenen
Zustand, von 4 um mit, jeweils pro m Trägerfläche, 2,8 g Ruß und 1,8 g Gelatine}
(4) Schicht mit einer purpurroten DRR-Verbindung einer Stärke, gemessen im trockenen Zustand, von 2,2 um mit, jeweils pro m Trägerfläche, 1 mMol der purpurroten DRR-verbindung Nr. 1, 1,1 g Ν,ΐί-Diäthyllaurylamid und 2,5 g Gelatine;
(5) Grün empfindliche Silberhalogenidemulsionsschieht
einer Stärke, gemessen im trockenen Zustand, von 1,5 Ui und einer grün empfindlichen direktpositiven Silberbromidemulsion vom interen Latentbildtyp, die, jeweils pro m TrHgerflache, 1,4 g Silber,
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0,1 g Kalium-^-octadecylhydrochinon-S-sulfonat, 13 mg Formyl-4-methylphenylhydrazid und 1,65 g Gelatine enthält( und
(6) Schutzschicht einer Stärke, gemessen im trockenen Zu-
stand, von etwa 0,7 ui mit, jeweils pro m Trägerfläche, 100 mg Mucochlorsäure und 1 g Gelatine.
Die Dispersion der DRR-Verbindung wird wie folgt durchgeführt:
Eine Lösung von 1 g DRR-Verbindung in 3 ml Äthylacetat wird mit Ν,Ν-Diäthyllaurylaraid versetzt, worauf die erhaltene Lösung in 25 ml einer 10%igen wäßrigen Gelatinelösung mit 0,24 g eines handelsüblichen Netzmittels emulgiert und dispergiert wird.
In den Fällen, in denen die DRR-Verbindung in Äthylacetat kaum löslich ist, wird Cyclohexanon verwendet.
Danach wird durch aufeinanderfolgendes Auftragen der folgenden Schichten auf einen 100 um dicken durchsichtigen Polyäthylenterephthalatfilmschichtträger ein Behandlungsblatt hergestellt.
(1) Neutralisationeschicht einer Stärke, gemessen im
trockenen Zustand, von 22,0 um mit, pro m Trägerfläche, 22 g eines 75:25 gewichtsprozentualen Mischpolymerisats aus Acrylsäure und Butylacrylat;
(2) Timerschicht (untere Schicht der zweilagig aufgebauten Timerschicht) einer Stärke, gemessen im
2
trockenen Zustand, von 5,0 urn mit, pro m Träger-
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fläche, 5 g eines Cellulosediacetats einer Acetylzahl von 40?ά; und
(3) Timerschicht (obere Schicht der zweilagig aufgebauten Timerschicht) einer Stärke, gemessen in trockenen
ρ Zustand, von 1 um mit, pro m Trägerflache, 1,1 g eines (79:15*6 gewichtsprozentualen) Mischpolymerisats aus Vinylidenchlorid/Acrylnitril/Acrylsäure.
Das erhaltene schichtförmig aufgebaute, für monochromatisches licht empfindliche photographische Aufzeichnungsmaterial wird eine vorgegebene Zeit lang durch einen optischen Stufenkeil mit 30 Dichtestufen und einem Dichteunterschied zwischen zwei aufeinanderfolgenden Stufen von 0,15 belichtet. Danach wird das in der geschilderten Weise hergestellte Behandlungsblatt auf das Aufzeichnungsmaterial gelegt. Zwischen den beiden Lagen wird ein Behälter mit etwa 1,0 ml einer Behandlungsmasse der folgenden Zusammensetzung:
Kaiiumhydroxid Natriumsulfit
4 - IJy dr oxyme thy 1 -4 -me thy 1 -1 -pheny 1 -3 -
pyrazolidon 5-Methylbenzotriazol handelsüblicher Ruß
handelsübliche Carboxymethylcellulose,
Natriumsalz hoher Viskosität Benzylalkohol
mit destilliertem Wasser aufgefüllt auf
befestigt, v/obei eine Filmeinheit erhalten wird. Diese Filmeinheit wird unter Druck durch ein Walzenpaar aus zwei
56 g g
2,0 S
8,0 g
2,8
150 g g
50,0 ml
1,5 ml
1000,0
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~^' 293474?
parallel ausgerichteten Walzen mit einem Walzenspalt von etwa 340 um laufen gelassen. Hierbei wird der Behälter zerbrochen und der Behälterinhalt zwischen dem lichtempfindlichen photographischen Aufzeichnungsmaterial und dem Behandlungsblatt verteilt. Durch die durchsichtige Seite des lichtempfindlichen photographischen Aufzeichnungsmaterials hindurch läßt sich nach einigen min ein Farbstoffbild beobachten.
E. Ermittlung der Bildschärfe:
Das in der geschilderten Weise erhaltene, schichtförmig aufgebaute und für monochromatisches Licht empfindliche photographische Aufzeichnungsmaterial wird eine bestimmte Zeit lang durch eine MTF-Karte belichtet, worauf auf das belichtete Aufzeichnungsmaterial das in der geschilderten Weise hergestellte Behandlungsbad gelegt und zwischen beiden ein Behälter mit Jeweils etwa 1,0 ml der angegebenen alkalischen Behandlungsmasse befestigt wird. Hierbei wird eine Filmeinheit erhalten.
Die erhaltene Filmeinheit wird unter Druck durch ein Paar paralleler Walzen eines Walzenepalts von etwa 340 um laufen gelassen, um den jeweiligen Behälter zu zerreißen und seinen Inhalt zwischen dem belichteten lichtempfindlichen Aufzeichnungsmaterial und dem Behandlungsblatt zu verteilen. Die Stärke der zum Entwickeln verwendeten Behandlungsmasse beträgt etwa 75 um.
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1 h nach beendeter Behandlung wird die Schärfe des übertragenen purpurroten Bildes mit Hilfe eines Mikrodensitometers ermittelt, sie beträgt 6 bis 8 Linien oder Striche/mm.
Danach wird derselbe Prüfling 1 Tag lang liegen gelassen, worauf erneut die Bildschärfe bestimmt wird. Hierbei werden gleiche Ergebnisse erhalten, d.h. die Schärfe vermindert sich im Laufe der Zeit nicht. Dies zeigt, daß der freigesetzte purpurrote Farbstoff nach dem Beizen nicht merklich desorbiert wird, d.h. daß keine Bildausblutung stattfindet.
Die folgende Tabelle I zeigt Beispiele der erfindungsgemäß bereitgestellten DRR-Verbindungen} die Tabelle II zeigt Beispiele für aus den bereitgestellten DRR-Verbindungen freigesetzte Farbstoffe.
030010/091 1
1 ίο<
H H Φ Xi
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O CO I
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S U
030010/0911
Fortsetzung Tabelle I
5 a O -ο- CH3
CH3-"""
OH -SO2NHCH3 H 4
6 a O H2N- OH -SO2NHC(CH3)3 H 4
7 a 1 H2N- -OCOCH2Ct -SO2NH2 2-C* 5
8 b O ο- -OCOCH2CA, -SO2NH2 2-OCH3 4
9 a O V OH -SO2NHC(CH3)3 H 4
* Stelle, an der der Rest Car in bezug auf
die Azobindung gebunden ist.
- Cl'
U U
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Tabelle III
Wr. des
Farb
stoffs 1
rert Xm»x
rau
1/2Bw
nut
pH-Bereich
für ein gün
stiges Spek
trum
Lichtstabi
lität
D/Do XlO0%
1 4 554 99 2-12 97
2 4 551 99 2-12 98
3 4 554 100 2-12 95
4 4 553 98 2-12 90
5 5 543 110 3-12 64
6 4 543 105 2-12 65
7 4 553 110 . 2-12 67
8 4 549 107 2-12 69
9 4 548 109 3-12 78
10 5 549 99 3-12 83
11 4 555 100 2-12 80
12 5 550 103 3-12 96
13 4 554 100 2-12 98
A 4 555 100 3-12 65
Die durch folgende chemische Formelί
SO2NHC(CH3) 3 OH
Ö3Ö&10/0911
darstellbare Vergleichsverbindung A ist aus der US-PS 3 954 476 bekannt.
Die Tabelle III zeigt, daß sämtliche aus den erfindungsgeraäß verwendbaren DRR-Verbindungen freigesetzten Farbstoffe ein hervorragendes Färbevermögen (chromaticity) und eine ausgezeichnete Lichtstabilität aufweisen.
Tabelle IV
Nr. der DRR- Dmax t:0,5 t: 0,8
Verbindung nach 15 nach
min 2 Tagen
1 2,48 2,51 1 min 25 S 2 min 42 S
2 2,43 2,46 1 min 23 S 2 min 45 S
3 2,52 2,58 1 min 30 S 2 min 10 S
4 ; 2,55 2,59 1 min 12 S 2 min 31 S
5 2,51 2,52 1 min 28 S 2 min 37 S
6 2,46 2,50 1 min 25 S 2 min 12 S
7 2,26 2,20 1 min 36 S 2 min 23 8
8 2,12 2,16 2 min 11 S 4 min 25 S
9 2,32 2,35 1 min 47 S 3 min 14 S
B 2,32 2,59 2 min 30 S 3 min 15 S
Die Vergleichsverbindung B ist aus der US-PS 3 954 476 bekannt.
Die Tabelle IV zeigt, daß sämtliche erfindungsgemäß bereitgestellten DRR-Verbindungen in extrem kurzer Zeit ein Bild zu liefern vermögen.
Darüber hinaus zeigen die erfindungsgemäß bereitgestellten Verbindungen im Vergleich zu der bekannten Vergleichsverbindung eine geringere Dmax-Erhöhung zwischen 15 min und
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2 Tagen nach der Bilderzeugung. Dies belegt, daß es bei Einsatz der erfindungsgemäß bereitgestellten Verbindungen über längere Zeit hinweg nach der Bilderzeugung nur zu einer geringeren (unerwünschten) zusätzliche Diffusion kommt.
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Claims (9)

  1. Patentanspr ü c h β
    Lichtempfindliches photographisches Aufzeichnungsmaterial mit einem Schichtträger und mindestens einer darauf aufgetragenen lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionaschicht, der eine ein purpurrotes Farbstoffbild liefernde Verbindung zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß es als ein purpurrotes Farbstoffbild liefernde Verbindung eine solche der allgemeinen Formel:
    Car -f~ J-NHSO
    worin bedeuten:
    Car eine Trägereinheit, die unter alkalischen Bedingungen oxidierbar ist und dabei (aus der betreffenden Verbindung) einen diffundierbaren Farbstoff oder Farbstoffvorlaufer freisetzt j
    1 2
    R und R , die gleich oder verschieden sein können, jeweils ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatom(en), wobei gilt, daß die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome der Reste R und R 5 nicht übersteigt, oder R und R zusammen mit dem Stickstoffatom einen Rest der Formeln
    -N ρ oder
    ■O
    30010/091 1
    X einen Hydroxylrest oder ein Salz desselben oder einen durch Hydrolyse in einen Hydroxylrest Uber-
    0 fUhrbaren Rest der Formeln - 0 - cS « R* oder
    - 0 - C - OR3, worin R5 für einen Alkyl- oder Halogenalkylreat mit 1 bis 18 Kohlenstoffatom(en) oder einen gegebenenfalls substituierten Phenylrest steht;
    / U
    Y einen Rest der Formel -SO9N1T , worin R und R
    X5
    die gleich oder verschieden sein können, jeweils ein Wasserstoffatorn, einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatom(en) oder einen Cycloalkylrest darstellen, wobei gilt, daß die Gesamtzahl der Kohlenstoff a tome der Reste R und R5 6 nicht Übersteigt;
    Z ein Wasserstoff- oder Chloratom oder einen Methyloder Methoxyrest;
    »1 oder 2, wobei gilt, daß im Falle, daß 1=2, die Reste Z gleich oder verschieden sein können;
    m «0 oder 1 und
    J einen zweiwertigen verbindenden Rest der Formel -R6-(O)n-RZ-, worin R6 und R7, die gleich oder verschieden sein können, jeweils für einen Alkylenrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatom(en) oder einen gegebenenfalls substituierten Phenylenrest stehen, η w 0 oder 1, ρ ■* 0 oder 1, wobei gilt, daß ρ » 1, wenn η » 1, und ρ » 1 oder 0, wenn η - 0, und wobei ferner gilt, daß im Falle, daß ρ « 1, die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome der Reste R und R7 13 nicht übersteigt,
    enthält.
    030010/0911
    293*742
  2. 2. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Formel I Car der Formel:
    OH
    CO-BaIl
    NHSO2-
    entspricht, worin Ball für eine organische Ballastgruppe einer solchen Anzahl Kohlenstoffatomen, daß die Verbindung während der Behandlung in einem alkalischen Behandlungsbad bzw, mit einer alkalischen Behandlungsmasse nicht-diffundierbar bleibt, steht und Z eine Gruppe von Kohlenstoffatomen, die zur Vervollständigung eines Benzol-, 5,6,7,8-Tetrahydronaphthalin- oder Naphthalinrings erforderlich sind, darstellt.
  3. 3. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Formel I Car der Formel:
    ...^NHSO2- *"' ϊί CO-BaIl
    entspricht, worin Ball für eine organische Ballastgruppe einer solchen Anzahl Kohlenstoffatomen, daß die Verbindung während der Behandlung in einem alkalischen Behandlungsbad bzw. mit einer alkalischen Behandlungsmasse nicht-diffundierbar bleibt, steht und Z eine Gruppe von Kohlenstoffatomen, die zur Vervollständigung eines Benzolrings erforderlich sind, darstellt.
    030010/0911
  4. 4. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Formel I J einen zweiwertigen Rest
    der Formeln -U \ oder -J/ %- darstellt! X für einen
    1 2
    Hydroxylrest steht und die Reste R und R einzeln jeweils einen Methyl- oder Äthylrest bedeuten.
  5. 5. Aufzeichnungematerial nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß in der Formel 1 J einen zweiwertigen Rest
    der Formeln -ff y oder ~-\_\- darstellt! X für einen
    1 2
    Hydroxylrest steht und die Reste R und R einzeln jeweils einen Methyl- oder Äthylrest bedeuten.
  6. 6. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Formel I Car einem Reet der Formel:
    (t)
    CONH (CH2) 4O-^\.C5H11 (t)
    NHSO2-
    entspricht.
  7. 7. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der Formel I Car einem Rest der Formel;
    030010/0811
    CH3O
    .NHSO2-
    «»Β
    (t)
    entspricht.
  8. 8. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß es als ein purpurrotes Farbstoffbild liefernde Verbindung eine solche der Formel:
    Car-/' y-N*N
    O2NHC(CH3)
    enthält.
  9. 9. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß es als ein purpurrotes Farbstoffbild liefernde Verbindung eine solche der Formell
    SO2NHC(CH3) l
    enthält.
    030010/0911
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US3954476A (en) * 1974-02-05 1976-05-04 Eastman Kodak Company Diffusable dye-releasing compounds which are cleavable upon oxidation

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