DE2933618C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur
Feststellung und/oder Kontrolle eines bestimmten Füllstandes
in einem Behälter mit einem Schwingungsgebilde,
dessen Schwingungen bei Berühren von in dem Behälter
vorhandenem Füllgut gedämpft werden und das zwei gegensinnig
schwingende Drehschwinger annähernd gleicher
Resonanzfrequenz umfaßt, von denen einer in den Behälter
ragt, und mit Einrichtungen zur Auslösung von Anzeige-
und/oder Schaltvorgängen in Abhängigkeit von der Amplitude
der Schwingungen, wobei die Drehschwinger im Zentrum
jeweils einer als Rückholfeder wirkenden Membran angeordnet
sind und wobei der Schwerpunkt jedes Drehschwingers
jeweils im Zentrum der entsprechenden Membran und auf der
Drehachse des Drehschwingers liegt.
Eine derartige Vorrichtung ist in der
älteren Anmeldung gemäß DE-OS 28 55 643 beschrieben. Diese
Vorrichtung bietet mit einfachen Mitteln die Möglichkeit,
den Füllstand in einem Behälter derart zu bestimmen, daß
nahezu keine Schwingungsenergie zur Behälterwand übertragen
wird, wobei gleichzeitig die Genauigkeit der Überwachung
überaus präzise vorgenommen werden kann. Durch
den Vorschlag, zwei Drehschwinger übereinander anzuordnen,
wird insbesondere auch der Vorteil erzielt, daß die
Einspannvorrichtung des Schwingungsgebildes nahezu
keine Wechselkräfte aufnehmen müssen, so daß Schwingungsenergien
an die Behälterwandung nur in vernachlässigbarem
Umfang abgegeben werden. Das Feststellen leichter Füllgü
ter ist gleichfalls ohne Schwierigkeiten möglich, da im
Vergleich zu den Meßvorrichtungen in Form einer Stimmgabel,
wie sie aus der DE-AS 17 73 815 bekannt ist, nicht
die Meßfehler hervorrufende Ablagerung von Füllgut
zwischen den Schwingungselementen der Stimmgabel
auftreten kann.
Aus der DE-PS 5 82 760 ist eine Vorrichtung bekannt, bei
der ein Schwingstab, der auf seiner Resonanzfrequenz zu
Biegeschwingungen angeregt wird, in einen zu überwachenden Behälter
ragt und dessen Schwingungen bei der Berührung mit dem
Füllgut gedämpft werden, so daß durch diese Schwingungsänderung
der Füllstand angezeigt werden kann. Diese
Füllstandsmessung hat jedoch den Nachteil, daß der
einzelne Schwingstab beträchtliche Wechselkräfte auf die
Einspannvorrichtung und damit auf die Behälterwandung
ausübt, so daß Schwingungsenergie vom Schwingstab auf die
Behälterwandung abgeleitet wird. Die Leerlaufverluste des
Schwingungsgebildes, das sind die Schwingungsenergieverluste,
wenn das Schwingungsgebilde nicht in Füllgut
eintaucht, sind entsprechend groß. Das Schwingungsantriebssystem
muß deshalb leistungsstark ausgelegt sein,
um Schwingungen in der Kontrollvorrichtung aufrechtzuerhalten.
Das hat jedoch zur Folge, daß das Schwingungsgebilde
beim Eintauchen in leichtere Schüttgüter, die ein
geringes Dämpfungsvermögen haben, nicht mehr genügend
gedämpft wird. Das bedeutet jedoch, daß leichtere
Schüttgüter mit diesen Vorrichtungen nicht kontrollierbar
sind. Ähnliche Einstab-Systeme mit gleichen Nachteilen
sind aus US-PS 35 85 457, der DE-PS 6 23 103 und FR-PS
11 62 312 bekannt.
Aus der US-PS 33 49 604 ist eine Vorrichtung zur
Feststellung eines bestimmten Füllstands in einem Behälter
bekannt, die einen zu Biegeschwingungen angeregten
Stab enthält, dessen eine Hälfte in den Behälter ragt,
während die andere Hälfte außerhalb des Behälters mit
einer Kraftübertragungseinrichtung und einer Schwingungs
meßeinrichtung in Verbindung steht. Die außerhalb des
Behälters angeordnete Hälfte des Stabs ragt in ein
Gehäuse, in dem sich die elektromagnetisch arbeitende
Kraftübertragungseinrichtung und die Schwingungsmeßvorrichtung
befinden. Das Gehäuse ist T-förmig ausgebildet.
Es enthält einen röhrenförmigen Abschnitt, der an
seinem Ende fest im Behälter angeordnet ist. Die in das
Gehäuse ragende Hälfte des Stabs ist ebenfalls T-förmig
ausgebildet, wobei an den T-förmigen Enden jeweils
Magnettanker sitzen, die je von einer Spule zur Kraftübertragung
und einer Spule zur Schwingungsmessung umgeben
sind. Der Stab weist einen massiv ausgebildeten Teil und
einen hohlzylindrischen Teil auf, der sich im Behälter
befindet. Der hohlzylindrische Teil ist ebenso wie das
Gehäuse an der Behälterwand befestigt, wobei das Gehäuse
und der hohlzylindrische Teil von einander entgegengesetzten
Stellen der Behälterwand vorspringen. Der massive
Teil des Stabs erstreckt sich eine bestimmte Strecke
innerhalb des hohlzylindrischen Teils und ist an seinem
Ende mit der Innenwand des hohlzylindrischen Teils
verbunden. Der hohlzylindrische Teil umgibt im Abstand
konzentrisch den in seinem Inneren verlaufenden Abschnitt
des massiven Teils. Das Gehäuse ist so ausgebildet, daß
es in etwa die gleiche Resonanzfrequenz hat wie der Stab.
Auf diese Weise sollen sich die vom Stab und vom Gehäuse
auf die Verbindungsstelle an der Behälterwand ausgeübten
Drehmomente gegenseitig aufheben. Der Einfluß der Verbindungsstelle
auf die Meßgenauigkeit wird hierdurch zwar
vermindert, aber um bei dieser bekannten Vorrichtung in
etwa gleiche Resonanzfrequenzen zwischen Stab und Gehäuse
zu erreichen, muß das Gehäuse mit Zusatzgewichten
versehen und der röhrenförmige Abschnitt verlängert werden.
Die außerhalb des Behälters liegenden Teile der
Vorrichtung beanspruchen daher relativ viel Raum.
Die DE-AS 11 71 646 beschreibt ein stimmgabelähnliches
Stabschwungsystem mit zwei in das Füllgut ragenden
Zinken, deren freie Enden mit einem Paddel verbunden
sind. Damit haften diesem System die oben geschilderten
Nachteile des Anhaftens des zu messenden Füllguts wie bei
der DE-AS 17 73 815 an, und der Antrieb benötigt viel
Platz, ähnlich wie nach der US-PS 33 49 604.
Aus der DE-OS 22 09 260 und der dazugehörigen Zusatzanmeldung
25 29 239 ist eine Fahne als in das Füllgut
ragender Schwinger bekannt, wobei eine großflächige
Membranfeder einerseits die schwingende Fahne stützt und
andererseits den Antrieb für die Fahne gegen das Füllgut
abdichtet. Auch hierbei fließt sehr viel der Schwingungsenergie
in das Aufhängungs- und Kapselsystem ab, was die
Meßgenauigkeit beeinträchtigt.
Aus der GB-PS 10 13 186 ist schließlich eine V-förmige
Detektorsonde bekannt.
Diese Meßeinrichtung läßt die Einspannprobleme
ungelöst.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs beschriebenen Gattung derart weiterzuentwickeln,
daß sie eine möglichst kompakte Bauweise hat
und an beliebigen Stellen in einer Behälterwand angebracht
werden kann, ohne daß die Genauigkeit der
Überwachung durch die in die Behälterwand abwandernde
Energie verringert wird.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1
beschriebenen Maßnahmen gelöst.
Durch die im Anspruch 1 angegebenen Maßnahmen wird der
Vorteil beibehalten, daß nur ein Element nämlich ein
Drehschwinger benötigt wird, der in unmittelbaren Kontakt
mit dem zu überwachenden Füllgut gelangt, ohne daß der
Nachteil in Kauf genommen werden muß, daß beträchtliche
Wechselkräfte auf die Einspannvorrichtung ausgeübt werden.
Durch das teilweise Umfassen des gegenschwingenden
Elements wird der weitere Vorteil erzielt, daß die
Abmessungen der Vorrichtung erheblich verringert werden
können, wodurch die Aufgabe, eine kompakte Bauweise einer
Vorrichtung zur Feststellung und/oder Kontrolle eines
bestimmten Füllstandes in einem Behälter zur Verfügung zu
stellen, gelöst wird.
In Ausgestaltung der Erfindung ragt der in den Behälter
hineinragende erste Drehschwinger in eine in dem
zweiten Drehschwinger vorhandene Ausnehmung hinein.
Alternativ dazu
kann der in den Behälter hineinragende erste
Drehschwinger eine Ausnehmung aufweisen, in die der zweite
Drehschwinger hineinragt.
Vorzugsweise sind die Drehschwinger jeweils im Zentrum
einer als Rückholfeder wirkenden Membran angeordnet,
deren Ebene im Ruhezustand senkrecht zu der Achse des
entsprechenden Schwingungselementes verläuft, wobei die
äußeren Ränder der Membran über ein rohrförmiges Element
starr miteinander verbunden sind. Dabei sind die Drehschwinger
derart ausgewählt, daß von diesen hervorgerufenen
Drehmomente, die auf das Rohr wirken, auf diesem
kompensiert werden.
Damit der Schwerpunkt des gesamten Schwingungsbildes bei
schwingendem System in Ruhe bleibt, liegt der Schwerpunkt
eines jeden Drehschwingers vorzugsweise im Zentrum der
entsprechenden Membran auf der Drehachse des Drehschwingers.
Dadurch bildet das gesamte Rohr den Schwingungsknoten
des Schwingungsgebildes. Vorzugsweise wird das aus
den Drehschwingern, der Membran und dem rohrförmigen
Element sich zusammensetzende Schwingungsgebilde mit
einer Ringmembran in ein Einschraubstück eingehängt, mit
dem die Vorrichtung in die Wandung des Behälters montiert
wird, in dem der Füllstand kontrolliert werden soll.
Bei der zuerst aufgezeigten Möglichkeit zur Ausgestaltung der Erfindung besteht der
erste Drehschwinger vorzugsweise aus einem Vollzylinder,
der starr mit einem Hohlzylinder verbunden ist, dessen
freies (unteres) Ende zur Bildung eines Paddels flach
gequetscht ist. Dieses Paddel gelangt mit dem zu
überprüfenden Füllgut in Berührung, wodurch die Empfindlichkeit
erhöht wird.
Der zweite koaxial zum ersten Drehschwinger angeordnete
Drehschwinger besteht vorzugsweise aus zwei starr miteinander
verbundenen - einem oberen und einem unteren -
Zylindern, die eine durchgehende Bohrung zur Aufnahme des
oberen Teils des Vollzylinders des ersten Drehschwingers
aufweisen. Die zwei Zylinder sind vorzugsweise im Zentrum
der Membran über einen gegenüber den zwei Zylindern einen
geringeren Durchmesser aufweisenden, gleichfalls mit einer
Bohrung versehenen dritten Zylinder starr miteinander
verbunden.
Als Schwingungsantriebssystem wird ein elektromagnetisches
System bevorzugt. Zu diesem Zweck ist in dem
oberen Zylinder des zweiten Drehschwingers eine Spule
eingelassen, die von einem einen magnetischen Anker
darstellenden Rohr umgeben ist, welches gleichzeitig die
Umfangsfläche des oberen Zylinders bildet. Da die Spule
fest in dem oberen Drehschwinger eingebaut ist, bestimmt
sie das Massenträgheitsmoment mit. Als Folge davon wird
sowohl das Gewicht als auch der Raumbedarf des Schwingungsgebildes
wesentlich verringert. Das die Spule
umgebende Rohr besteht aus magnetisch weichem Material.
Zwei Stifte aus magnetisch weichem Material bilden die
Pole und deren in die Spule hineinragende Abschnitte des
ersten Drehschwingers, welcher gleichfalls aus magnetisch
weichem Material aufgebaut ist, bilden das Joch des
magnetischen Kreises des Antriebssystems.
Zum Betreiben des Schwingungsgebildes wird der Spule ein
pulsierender Gleichstrom zugeführt. Als Schwingungsabgriffsystem
dient vorzugsweise ein piezoelektrisches
Element in Form eines Plättchens, welches auf der als
Rückholfeder wirkenden Membran des ersten Drehschwingers
befestigt ist. Selbstverständlich kann das piezoelektrische
Element durch einen bekannten Dehnungsmeßstreifen,
der gleichfalls auf der Membran angeordnet ist,
ersetzt werden. Sowohl das piezoelektrische Element als
auch der Dehnungsmeßstreifen weisen die Vorteile auf, daß
nur ein geringer Raum beansprucht wird, daß das Gewicht
gering ist und sowohl eine elektrische als auch mecha
nische Robustheit gewährleistet ist. Das vom Schwingungsabgriffsystem
erzeugte elektrische Signal wird in einem
Verstärker in pulsierenden Gleichstrom gewandelt, der -
wie erwähnt - durch die Spule des Antriebssystem fließt.
Durch diese Maßnahmen wird das Schwingungssystem auf
seiner Resonanzfrequenz zu Schwingungen angeregt, wenn
der in den Behälter hineinragende Drehschwinger mit dem
Füllgut in Berührung gelangt. Am Ausgang des Verstärkers
ist ein Schwellwert-Diskriminator angeschlossen, der den
Schwingungszustand und damit den Füllstand anzeigt.
Nach der zuvor beschriebenen alternativen Möglichkeit zur Ausgestaltung der Erfindung
ist der erste Drehschwinger als Hohlzylinder
ausgebildet, der mit seinem Ende mit der Membran
verbunden ist und dessen unteres Ende zur Bildung eines
Paddels flach gequetscht ist, um gleiche Empfindlichkeiten
zur Feststellung des Füllstandes zu erzielen.
Der zweite Drehschwinger ist vorzugsweise ein Vollzylinder,
dessen unteres Ende in den Hohlzylinder hineinragt.
Vorzugsweise ist dabei der Vollzylinder im Bereich der
oberen Hälfte mit der dazugehörigen Membran in deren
Zentrum verbunden.
Vorzugsweise sind die Drehschwinger hinsichtlich ihrer
Massen derart aufgebaut, daß der Schwerpunkt eines jeden
Drehschwingers im jeweiligen Drehpunkt, d. h. im Zentrum
der zugehörigen Membran liegt, so daß der Schwerpunkt des
Gesamtsystems beim Schwingungsvorgang in Ruhe bleibt, um
zu verhindern, daß Schwingungsenergie auf die Behälterwandung
übertragen wird.
Insbesondere bei der Ausgestaltung der Erfindung nach der
alternativen Ausgestaltungsform ist jedoch die Möglichkeit
gegeben, daß die Schwerpunkte der beiden Drehschwinger
auch deshalb des jeweiligen Drehpunktes liegen können.
Durch die Verschiebung der Schwerpunkte wird vorteilhafterweise
eine weitere Vereinfachung und Verkleinerung
des Schwingungsgebildes geschaffen, ohne daß man Gefahr
laufen muß, daß das Gesamtsystem hinsichtlich seines
Schwerpunktes während des Schwingungsvorganges schwingt.
Um diesen Vorteil zu erzielen, muß die Auslenkung des
Schwerpunktes des jeweiligen Drehschwingers aus seiner
Ruhelage multipliziert mit seiner Masse gleich dem
entsprechenden Produkt des zweiten Drehschwingers sein.
Durch eine geeignete Verteilung der Massen der Drehschwinger
vor und hinter der entsprechenden Membran läßt
sich ohne Schwierigkeiten der Schwerpunkt der jeweiligen
Drehschwinger so verschieben, daß die aufgezeigte Bedingung
erfüllt wird. Selbstverständlich kann die Verschiebung
der Schwerpunkte der Drehschwinger außerhalb der
Ebene der Membran auch bei der ersten Ausgestaltungsform
erfolgen.
Als Schwingungsantriebssystem und als Schwingungsabgriffsystem
eignen sich vorzugsweise piezoelektrische Systeme.
Dazu kann das die äußeren Ränder der beiden Membranen
verbindende Rohr quer zur Achse geteilt sein. Zwei
piezoelektrische Elemente sind zwischen den Abschnitten
in der Schwingungsebene liegend so zwischen die beiden
Rohrstücke einzuklemmen, daß eines der beiden piezoelektrischen
Elemente als Schwingungsantriebssystem und das
andere als Schwingungsabgriffsystem dient.
Ein zwischen den Systemen angeordneter Verstärker sorgt
dafür, daß das System schwingt, wenn der in den Behälter
ragende Stab vom Füllgut nicht bedeckt ist, und das System
gedämpft wird, wenn der in den Behälter ragende Stab mit
dem Füllgut in Berührung gelangt. Ein Schwellwert-Diskriminator
am Ausgang des Verstärkers signalisiert den
Schwingzustand und damit den Füllstand.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen.
Weitere Vorteile der Erfindung
sind der nachfolgenden Beschreibung der Zeichnung zu
entnehmen.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Prinzipdarstellung,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispieles
der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 3 eine Seitenansicht eines Drehschwingers, welcher
in einen Behälter hineinragt,
Fig. 4 eine Schnittdarstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemäßen Vorrichtung und
Fig. 5 eine Schnittdarstellung des Ausführungsbeispiels
nach Fig. 4, jedoch um 90° gedreht.
Der Fig. 2 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der
erfindungsgemäßen Vorrichtung zu entnehmen. Diese besteht
aus zwei Drehschwingern 10 und 12, die koaxial zueinander
und zumindest teilweise sich im Abstand zueinander
umfassend angeordnet sind. Der Drehschwinger 10 setzt
sich aus einem Vollzylinder 14 in Form eines Stabes und
einem Hohlzylinder 16 in Form eines rohrförmigen Teiles
zusammen. Dabei ist das rohrförmige Teil 16 dem Behälterinneren
zugewandt und ragt in diesen hinein. Der Stab 14
und der rohrförmige Teil 16 sind im Zentrum einer Membran
18 starr miteinander verbunden. Das in den Behälterraum
ragende Ende des rohrförmigen Teils 16 ist quer zur
Schwingungsrichtung, die durch den Pfeil angedeutet ist,
flach gequetscht, wodurch die wirksame Fläche vergrößert
und als Folge davon eine Empfindlichkeitssteigerung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung erreicht wird. Durch die
rohrförmige Ausgestaltung des unteren Abschnitts 16 des
Drehschwingers 10 ist erkennbar das Flachquetschen
erheblich erleichtert. In der Fig. 3 ist in Seitenansicht
der rohrförmige Teil 16 zur Verdeutlichung dargestellt.
Der Drehschwinger 10 ist im Vergleich zur Membran 18 in
sich steif. Wirkt nun zum Beispiel auf den Drehschwinger
10 in Pfeilrichtung ein Drehmoment, so wird es um eine
Drehachse D₁ aus seiner Ruhelage bewegt. Der Drehschwinger
10 bleibt dabei in sich formstabil. Die Membran
18 wird elastisch deformiert und übt ein rückstellendes
Drehmoment auf den Drehschwinger 10 in Form des Drehschwingkörpers
aus. Wird der Drehschwinger 10 losgelassen,
so beginnt er um seine Ruhelage zu schwingen. Da
jeder Punkt des Drehschwingers 10 von der Drehachse D₁
aus gesehen gleichzeitig um denselben Drehwinkel aus der
Ruhelage ausgelenkt wird, handelt es sich um eine reine
Drehschwingung um die Drehachse D₁, die auf einem
Durchmesser der Membran 18 liegt. Der zweite Drehschwinger
12 besteht aus den Zylindern 20 und 22, die über
einen dritten, gegenüber den Zylindern 20 und 22 einen
geringeren Durchmesser aufweisenden dritten Zylinder 24
starr miteinander verbunden sind, wobei letzterer im
Zentrum einer Membran 26 angeordnet ist.
Durch die Zylinder 20, 22, 24 führt eine axiale Ausnehmung
in Form vorzugsweise einer durchgehenden Bohrung, in die
der stabförmige Abschnitt 14 des ersten Drehschwingers
hineinragt. Auch der zweite Drehschwinger 12 ist im
Vergleich zur Membran 26 in sich steif, so daß bei einer
entsprechenden Anregung eine Drehschwingung um eine
Drehachse D₂ erfolgt, die auf einem Durchmesser der
Membran 26 liegt.
Die Resonanzfrequenz der beiden Drehschwinger ist abhängig
vom Massenträgheitsmoment des jeweiligen Drehschwingkörpers
und von der Winkelrichtgröße der als Rückholfeder
wirkenden dazugehörigen Membran.
Die Drehschwinger sind so dimensioniert, daß sie jeweils
die gleiche Resonanzfrequenz aufweisen. Durch geeignete
Wahl der Abmessungen der jeweiligen Drehschwinger 10, 12
und der dazugehörigen Membran 18, 26 ist dies ohne
Schwierigkeiten zu bewerkstelligen.
Die äußeren Ränder der Membran 18, 26 sind je an einem
Ende eines Rohres 28 mit diesem verbunden. Werden die
beiden Drehschwinger zu Schwingungen entgegengesetzten
Drehsinns, jedoch in der gleichen Drehebene, angeregt, so
wirken die durch die elastische Deformation der Membranen
18, 26 verursachten Drehmomente auf das Rohr 28 und
kompensieren sich. Wird die Massenverteilung der beiden
Drehschwinger so gewählt, daß ihre Schwerpunkte je auf
ihrer Drehachse D₁ bzw. D₂ liegen, so bewegen sich die
beiden Schwerpunkte während des Schwingungsvorganges
nicht, so daß auch der Schwerpunkt des gesamten Systems
nicht schwingt. Das Rohr 28 bildet deshalb auf seiner
gesamten Länge den Schwingungsknoten des Schwingungssystems.
Mit einer Ringmembran 30 wird das Schwingungssystem
an dem Rohr 28 in einem Einschraubstück 32
befestigt. Die schwingungstechnisch weiche Aufhängung der
Ringmembran 30 soll verhindern, daß eine eventuell noch
vorhandene Restschwingung auf dem Rohr 28 über das
Einschraubstück 32 zu einer Behälterwandung 34 verloren
gehen kann.
Als besonders vorteilhaft hat sich als Schwingungsantriebssystem
ein elektromagnetisches System gezeigt. Dazu
ist eine Spule 34 in den oberen Zylinder 20 fest
eingebaut. Die Spule 34 ist von einem Rohr 36 umgeben.
Das Rohr 36 besteht aus magnetisch weichem Material und
dient als magnetischer Anker. Als magnetische Pole dienen
zwei Stifte 38 aus magnetisch weichem Material. Die
Stifte 38 sind unter- und oberhalb der Spule 34 in der
Schwingungsebene radial in dem Zylinder 20 eingelassen
und reichen von dem äußeren Rohr 36 bis zur axialen
Bohrung. Die Stifte 38 als magnetische Pole leiten das
magnetische Feld der Spule 34 über einen Luftspalt zu dem
Vollzylinder 14 des ersten Schwingungselementes 10, der
zumindest im Bereich der Spule 34 aus magnetisch weichem
Material besteht. Das Rohr 36, die Pole 38 und der
stabförmige Abschnitt 14 des ersten Drehschwingers 10
bilden einen magnetischen Kreis. Das Rohr 36, die Pole 38
und die Spule 34 stellen - wie erwähnt - ein Teil der
Drehschwingmasse des oberen Zylinders 20 des zweiten
Drehschwingers 12 dar, tragen so mit ihrer Masse zum
Massenträgheitsmoment bei und bilden gleichzeitig das
Schwingungsantriebssystem. Durch diese doppelte Funktion
wird eine kompaktere Bauweise bei gleichzeitiger Verringerung
des Gewichts der erfindungsgemäßen Vorrichtung
gewonnen. Die Anschlußdrähte für die Spule 34 werden nahe
der Membran 26, d. h. am Schwingungsknoten herausgeführt,
so daß das Schwingungssystem durch die Anschlußdrähte
nicht gedämpft werden kann.
Fließt durch die Spule 34 ein pulsierender Gleichstrom,
so wird der Drehschwinger 10 im Rhythmus der Stromschwankungen
zu den Polen 38 hingezogen, d. h. die beiden
Drehschwinger 10 und 12 werden in einer gemeinsamen
Schwingungsebene zu Drehschwingungen mit entgegenge
setztem Drehsinn angeregt. Als Schwingungsabgriffsystem
dient vorzugsweise ein piezoelektrisches Keramikplättchen
40, das in der Schwingungsebene auf der Membran 18
angeordnet, vorzugsweise aufgeklebt, ist. Durch die
periodische Deformation der Membran 18 beim Schwingungsvorgang
wirken entsprechende Kräfte auf das piezoelektrische
Plättchen 40, so daß dies ein Wechselspannungssignal
abgibt, das in Amplitude und Frequenz der
mechanischen Schwingungsamplitude des Schwingungssystems
und dessen Frequenz entspricht. Die periodische Deformation
der Membran 18 kann auch durch einen nicht
dargestellten Dehnungsmeßstreifen abgegriffen werden, der
in bekannter Weise auf der Membran 18 befestigt sein
kann. Man erhält dann eine periodische Widerstandsänderung
des Dehnungsmeßstreifens, die elektronisch in ein
Wechselspannungssignal wandelbar ist. Beide Möglichkeiten
für einen Schwingungsabgriff bieten den Vorteil, daß nur
ein geringer Raum beansprucht wird, daß ihr Gewicht
gering ist und daß sie sowohl elektrisch als auch
mechanisch sehr robust und außerdem preiswert sind. Das
Schwingungsabgriffsystem wird - wie erwähnt - auf der
Membran 18 montiert, also auf der Membran des Drehschwingers
10, dessen unterer Teil 16 in den Behälterraum
hineinragt und bei Berührung mit dem Füllgut gedämpft
wird. Eine Dämpfung wirkt somit direkt auf das Schwingungsabgriffsystem
und bewirkt dadurch eine besonders
schnelle und sichere Dämpfung des gesamten Systems.
Schwingt das Schwingungsgebilde, so wird von dem Schwingungsabgriffsystem
40 ein elektrisches Signal erzeugt,
dessen Frequenz gleich der Schwingungsfrequenz des Drehschwingers
10 und dessen Amplitude proportional zu der
mechanischen Schwingungsamplitude des Drehschwingers 10
ist. Dieses elektrische Signal wird einem Verstärker 42
zugeführt, in diesem verstärkt und in einen pulsierenden
Gleichstrom gewandelt, der der Spule 34 zugeführt wird.
Es liegt somit ein rückgekoppeltes System vor. Ist die
Frequenz dieses pulsierenden Stromes gleich der Resonanzfrequenz
der beiden Drehschwinger 10, 12, so wird eine
maximale Schwingungsamplitude und damit eine maximale
Amplitude des elektrischen Signals vom Schwingungsabgriffsystem
40 erhalten. In diesem Fall ist die größte
Ringverstärkung des rückgekoppelten Systems bei der
Resonanzfrequenz des mechanischen Schwingsystems erreicht.
Ist die Ringverstärkung größer als 1, so beginnt
das System wie jeder bekannte Oszillator von selbst zu
schwingen, und zwar auf der Resonanzfrequenz des mechanischen
Schwingungsgebildes. Begrenzt werden die Schwingungsamplituden
dadurch, daß der Verstärker 42 übersteuert
wird. Wird der in den Behälterraum hineinragende
Abschnitt 16 des Drehschwingers 10 vom Füllgut bedeckt,
so wird die Schwingung durch Energieentzug gedämpft.
Dadurch spricht ein dem Verstärker 42 nachgeschalteter
Schwellwert-Diskriminator 44 an, wodurch wiederum ein dem
Schwellwert-Diskriminator 44 nachfolgendes Relais 46
umschaltbar ist. Wird der untere Abschnitt des Drehschwingers
10 in Form eines Paddels durch Absenken des
Füllstandes wieder frei, so schwingt das System wieder an
und der Schwellwert-Diskriminator 44 schaltet das Relais
46 zurück. Da das mechanische Schwingungsgebilde erkennbar
kaum Schwingungsenergie verliert, sofern es nicht in
das Füllgut eintaucht, muß die Antriebsleistung durch den
Verstärker sehr gering sein, um das System anschwingen zu
lassen und die Schwingung aufrecht zu erhalten. Dadurch
kann das System jedoch schon durch eine sehr geringe
Dämpfung, wie sie zum Beispiel durch sehr leichte Schüttgüter
hervorgerufen wird, zum Ansprechen gebracht werden,
d. h. auch extrem leichte Schüttgüter können mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung kontrolliert und überwacht
werden.
In den Fig. 4 und 5 ist eine alternative Ausgestaltungsform
der erfindungsgemäßen Lehre wiedergegeben. Die Fig. 4
stellt einen Schnitt in der Schwingungsebene, die Fig. 5
einen Schnitt senkrecht zur Schwingungsebene dar.
Ein in einen Behälterraum hineinragende Drehschwinger 48
ist als Hohlzylinder, also rohrförmig ausgebildet und an
seinem unteren freien Ende quer zur Schwingungsrichtung
flach gequetscht. Mit seinem anderen oberen Ende ist er
zentrisch in einer als Rückholfeder wirkenden Membran 50
befestigt, wobei im Ruhezustand die Ebene der Membran 50
senkrecht zur Achse des Drehschwingers 48 verläuft.
Sofern der Drehschwinger 48 eine Schwingung ausübt, so
erfolgt diese um eine Drehachse D₁, die auf einem
Durchmesser der Membran 50 liegt. Ein zweiter Drehschwinger
52 in Form eines Vollzylinders oder eines
Stabes ragt mit seinem freien Ende in die Ausnehmung des
Hohlzylinders des ersten Drehschwingers 48. Vorzugsweise
in der oberen Hälfte des zweiten Drehschwingers 52 ist
dieses zentrisch in einer gleichfalls als Rückholfeder
wirkenden Membran 54 befestigt. Sofern der Drehschwinger
52 Schwingungen durchführt, erfolgen diese um eine
Drehachse D₂, die gleichfalls auf einem Durchmesser der
Membran 54 liegt. Die äußeren Ränder der Membranen 50 und
54 sind über ein Rohr 56 miteinander verbunden. Durch
geeignete Abmessungen weisen die Drehschwinger 48 und 52
die gleiche Resonanzfrequenz auf. Damit das aus den
Drehschwingern 48, 52 den Membranen 50, 54 und dem Verbindungsrohr
56 sich zusammensetzende Schwingungsgebilde
beim Schwingungsvorgang einen in Ruhe befindlichen
Schwerpunkt aufweist, muß in geeigneter Weise die
Massenverteilung des Drehschwingers 52 unter- und oberhalb
der Membran 54 gewählt werden.
Es ist nämlich nicht erforderlich, daß die Schwerpunkte
eines jeden Drehschwingers 48, 52 mit der Drehachse D₁
bzw. D₂ zusammenfallen. Dies ist der Fig. 1 zu entnehmen.
Ein Schwingungselement DS₁ ist als rohrförmiger Drehschwingkörper
ausgebildet und weist die Masse m₁ auf. Die
Auslenkung aus der Ruhelage ist mit dem Winkel α₁ gekennzeichnet.
Gleichzeitig wird dabei der zugehörige Schwerpunkt
S₁ um die Strecke L₁ ausgelenkt.
Ein zweites Schwingungselement in Form eines stabförmigen
Drehschwingkörpers DS₂ mit der Masse m₂ soll oberhalb des
ersten Schwingungselements DS₁ koaxial zu diesem angeordnet
und um einen Winkel α₂ aus seiner Ruhelage bewegt
sein. Dabei wird sein Schwerpunkt S₂ um die Strecke L₂
ausgelenkt. Der stabförmige Drehschwingkörper DS₂ soll
des weiteren in den Drehschwingkörper DS₁ hineinragen und
ein kleineres Massenträgheitsmoment aufweisen. Unter der
Voraussetzung, daß beide Schwingungselemente DS₁ und DS₂
die gleiche Resonanzfrequenz aufweisen, muß die Winkelrichtgröße
des Schwingungselements DS₂ entsprechend
kleiner sein als die des Schwingungselements DS₁. Die
Abhängigkeit der Resonanzfrequenz eines Drehschwingers
vom Massenträgheitsmoment und von der Winkelrichtgröße
ist durch folgende Gleichung gegeben:
wobei f gleich Frequenz, D gleich Winkelrichtgröße und J
gleich Massenträgheitsmoment bedeuten.
Die Bedingung dafür, daß der Schwerpunkt des gesamten
Schwingungssystems in Ruhe bleibt, ist die folgende:
m₁ × L₁ = m₂ × L₂
Bei gegebenem Schwingungselement DS₁ mit bestimmten
Werten für die Frequenz, das Massenträgheitsmoment, der
Winkelrichtgröße, der Masse des Schwingkörpers sowie des
Abstandes des Schwerpunktes vom Drehpunkt und Auslenkungswinkel
lassen sich die entsprechenden Werte für das
Schwingungselement DS₂ berechnen. Durch geeignete Verteilung
der Massen der Drehschwinger DS₁ und DS₂, insbesondere der Massenverteilung
des Drehschwingkörpers DS₂ vor und hinter der zugehörigen
Membran, läßt sich der Schwerpunkt des Drehschwingkörpers
so verschieben, daß die obige Bedingung eingehalten wird.
Auf diese Weise kann das Schwingungssystem noch wesentlich
kompakter und preiswerter aufgebaut sein.
Werden nun die Drehschwinger 48, 52 nach dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 4 und 5 entsprechend den zuvor
aufgezeigten Bedingungen durch geeignete Wahl der Abmessungen
auf gleiche Resonanzfrequenz abgestimmt und zu
Schwingungen im entgegengesetzten Drehsinn jedoch in
gleicher Schwingungsebene angeregt, so kompensieren sich
die Drehmomente der beiden Drehschwinger 48 und 52 auf
dem Verbindungsrohr 56, so daß dieses auf seiner ganzen
Länge den Knoten des Schwingungssystems bildet.
Die Ringmembran 58 ist mit einem Einschraubstück 60 verbunden.
Zum Schwingungsantrieb und -abgriff sind piezoelektrische
Systeme vorgesehen. Das Rohr 56 ist zur Aufnahme von
piezoelektrischen Elementen 62 quer zu seiner Achse
geteilt. Die beiden Teile sind gemäß Fig. 5 über zwei
Schraubverbindungen 64 miteinander verbunden. Die Verschraubungsstellen
liegen auf einem Durchmesser des
Rohres 56, der senkrecht zur Schwingungsebene liegt. Zwei
Distanzscheiben 66 sorgen für einen Spalt zwischen den
beiden Abschnitten des Rohres 56. In der Schwingungsebene
auf dem Durchmesser des Rohres 56 sind zwischen den
beiden Abschnitten des Rohres 56 diametral gegenüber
jeweils zwei piezoelektrischen Keramikscheiben zur Bildung
jeweils eines piezoelektrischen Wandlerpaares 62
angeordnet. Zwischen den piezoelektrischen Keramikscheiben
befindet sich jeweils eine dünne Metallfolie als
Elektrode 68. Die zweite Elektrode der piezoelektrischen
Wandlerpaare 62 wird durch die voneinander getrennten
Abschnitte des Rohres 56 gebildet, die über die Schrauben
64 elektrisch miteinander verbunden sind. Somit sind die
beiden piezoelektrischen Keramikscheiben eines jeden
Wandlerpaares elektrisch parallel geschaltet, während sie
mechanisch in Serie liegen.
Wird an ein piezoelektrisches Wandlerpaar 62 eine
Wechselspannung angelegt, so wird der Wandler im Rhythmus
der Wechselspannung dicker bzw. dünner und regt so über
die äußeren Ränder der beiden Membranen 50, 54 die beiden
Drehschwinger 48, 52 zu gegensinnigen Drehschwingungen um
ihre jeweiligen Drehachsen D₁ bzw. D₂ an.
Das zweite piezoelektrische Wandlerpaar 62, das sich in
der gegenüberliegenden Seite des Rohres 56 befindet, ist
entsprechend dem ersten Wandlerpaar aufgebaut und gibt
eine Wechselspannung in Abhängigkeit von der Frequenz und
der Amplitude der mechanischen Schwingung ab. Das
Ausgangssignal wird bekannterweise einem elektronischen
Verstärker 70 zugeführt und von diesem verstärkt, um dem
ersten piezoelektrischen Wandlerpaar 62 zugeführt zu
werden. Somit erhält man ein rückgekoppeltes System, das
- wie erwähnt - wie ein üblicher Oszillator schwingt,
wenn die Ringverstärkung größer als 1 ist. Wie bei der
zuerst beschriebenen Ausgestaltungsform gilt auch hier, daß das
System automatisch auf der mechanischen Resonanzfrequenz
des mechanischen Schwingers schwingt. Wird der in dem
Behälter hineinragende Drehschwinger 48 vom Füllgut
bedeckt, so erfolgt eine Dämpfung der Schwingung, wodurch
ein dem Verstärker nachgeschalteter Schwellwert-Diskriminator
72 anspricht, der wiederum ein Relais 74 umschalten
läßt. Nach Absinken des Füllstandes wird das untere Ende
des Drehschwinger 48 wieder frei, so daß das System
wieder anschwingt und der Schwellwert-Diskriminator 72
das Relais 74 zurückschaltet. Durch die Anordnung der
piezoelektrischen Wandler zwischen den Rohrabschnitten
ist zwar nicht hundertprozentig die Bedingung erfüllt, daß
das gesamte Rohr 46 einen Schwingungsknoten des Systems
bildet. Aufgrund der hohen Güte des Schwingungssystems
und der daraus resultierenden großen Resonanzüberhöhung
sind die kleinen, von den piezoelektrischen Wandlern
kommenden Schwingungsamplituden jedoch vernachlässigbar
und die Aufhängung des Schwingungssystems mit der
Ringmembran 58 kann ohne Verringerung der Empfindlichkeit
an dem Rohr 56 vorgenommen werden.
Claims (19)
1. Vorrichtung zur Feststellung und/oder Kontrolle eines
bestimmten Füllstandes in einem Behälter mit einem
Schwingungsgebilde, dessen Schwingungen bei Berühren
von in dem Behälter vorhandenem Füllgut gedämpft
werden und das zwei gegensinnig schwingende Drehschwinger
annähernd gleicher Resonanzfrequenz umfaßt,
von denen einer in den Behälter ragt, und mit
Einrichtungen zur Auslösung von Anzeige- und/oder
Schaltvorgängen in Abhängigkeit von der Amplitude der
Schwingungen, wobei die Drehschwinger im Zentrum
jeweils einer als Rückholfeder wirkenden Membran
angeordnet sind und wobei der Schwerpunkt jedes
Drehschwingers jeweils im Zentrum der entsprechenden
Membran und auf der Drehachse des Drehschwingers
liegt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehschwinger (10, 12; 48, 52) koaxial und
zumindest teilweise sich im Abstand zueinander
umfassend angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der in den Behälter hineinragende erste
Drehschwinger (10) in eine in dem zweiten Drehschwinger
(12) vorhandene Ausnehmung hineinragt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der in den Behälter hineinragende erste
Drehschwinger (48) eine Ausnehmung aufweist, in die
der zweite Drehschwinger (52) hineinragt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ebenen der Membranen (18, 26; 50, 54) in
Ruhestellung senkrecht zu den Symmetrie-Achsen der
Drehschwinger (10, 12; 48, 52) verlaufen und die
äußeren Ränder der Membranen über ein rohrförmiges
Element (28; 56) starr miteinander verbunden sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Drehschwinger (10) aus einem Vollzylinder
(14) besteht, der starr mit einem Hohlzylinder
(16) verbunden ist, dessen freies unteres Ende als
flaches Paddel ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Drehschwinger (12) aus zwei starr
miteinander verbundenen Zylindern (20, 22) besteht,
die eine durchgehende Bohrung zur Aufnahme des oberen
Teils des Vollzylinders (14) des ersten Drehschwingers
(10) aufweisen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zwei Zylinder (20, 22) im Zentrum der Membran
(26) über einen einen gegenüber den zwei Zylindern geringeren
Durchmesser aufweisenden, gleichfalls mit der
durchgehenden Bohrung versehenen dritten Zylinder (24) starr
miteinander verbunden sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem oberen Zylinder (20) für ein elektromagnetisches
Schwingungsantriebssystem eine Spule
(34) eingelassen ist, die von einem einen magnetischen
Anker darstellenden Rohr (36) umgeben ist, das
gleichzeitig die Umfangsfläche des oberen Zylinders
(20) bildet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der obere Zylinder (20) radial in seiner
Schwingungsebene von zwei die Spule (34) umgebenden
stabförmigen Elementen (38) in Form von Stiften aus
magnetisch weichem Material zwischen dem Rohr (36)
und der Ausnehmung durchdrungen ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Vollzylinder (14) des ersten Drehschwingers
(10) zumindest im Bereich der Spule (34) aus
weichmagnetischem Material besteht.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis
10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rohr (36), die als magnetische Pole wirkenden
stabförmigen Elemente (38) sowie der Vollzylinder
(14) einen magnetischen Kreis darstellen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spule (34) mit einem pulsierenden Gleichstrom
beaufschlagt ist, der von einem auf der Membran (18)
des ersten Drehschwingers (10) befestigten piezoelektrischen
Element (40) oder Dehnungsmeßstreifen
gewonnenen elektrischen Signal ableitbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß das elektrische Signal einem Verstärker (42)
zuführbar ist, um dieses zum einen der Spule (34) und
zum anderen einem Schwellwert-Diskriminator (44)
zuzuführen, welchem ein Schaltorgan (46) zum Feststellen
und/oder Kontrollieren des Füllstandes in dem
Behälter nachgeordnet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Drehschwinger (48) ein Hohlzylinder
ist, der mit seinem oberen Ende mit der Membran (50)
verbunden ist und dessen unteres Ende als flaches
Paddel ausgebildet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Drehschwinger (52) ein Vollzylinder
ist, dessen unteres Ende in den Hohlzylinder (48)
hineinragt.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Vollzylinder (52) im Bereich der
oberen Hälfte mit der zugehörigen Membran (54)
verbunden ist.
17. Vorrichtung
nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das die äußeren Ränder der Membranen (50, 54)
verbindende Element (56) ein Rohr ist, das in einen
unteren und in einen oberen Abschnitt unterteilt ist,
wobei zwischen den Abschnitten jeweils zwei piezoelektrische
Elemente zur Bildung von piezoelektrischen
Wandlerpaaren (62) diametral zueinander
angeordnet sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß das elektrische Signal des einen piezoelektrischen
Wandlerpaares einem Verstärker (70) zuführbar
ist, dessen Ausgangssignal sowohl dem anderen piezoelektrischen
Wandler als auch einem Schwellwert-Diskriminator
(42) mit nachgeordneter Schaltvorrichtung (74)
zuführbar ist.
19. Vorrichtung nach
Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der aus den Drehschwingern (10, 12; 48, 52), den
Membranen (18, 26; 50, 54) und den deren Ränder
verbindenden Elementen (28; 56) herrührende Schwerpunkt
des Gesamtsystems beim Schwingungsvorgang
ruht.
Priority Applications (5)
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