DE2933560A1 - Verfahren zum errichten des feuerfesten innern eines winderhitzers - Google Patents
Verfahren zum errichten des feuerfesten innern eines winderhitzersInfo
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Description
Andco Incorporated
Verfahren zum Errichten dea feuerfesten Inneren eines Winderhitzers
Die Erfindung bezieht sich auf Winderhitzer, welche einen kontinuierlichen
Wind heißer Luft zu einem Hochofen beim Eisenherstellungsprozeß liefern. Insbesondere besteht die Erfindung in
einem verbesserten Verfahren, nach welchem das feuerfeste Innere eines solchen Winderhitzers errichtet wird.
Typischerweise existieren drei Winderhitzer für die Zufuhr des heißen Windes zu einem Hochofen. Die Winderhitzer sind hohe
Stahlzylinder, welche mit Iluuerutein ausgekleidet und mit einem
Typ an Mauerstein nahezu gefüllt sind, welcher als Gitterwerkstein bezeichnet wird. Die Gittersteine speichern Hitze, welche
durch Verbrennen von nebenher vom Hochofen gebildetem Gas erzeugt wird. Das heiße Gas geht durch die vielen schmalen Durchgänge
in den Gittersteinen, bis diese durchgehend erhitzt sind. Dann wird die Verbrennung unterbrochen und es wird ein Wind von
Umgebungsfrischlaft durch den Winderhitzer geblasen, welcher die
Hitze vom Gitterwerk aufnimmt und den heißen Wind für den Ofen bildet. Die Winderhitzer arbeiten in dieser Weise abwechselnd,
wobei der eine "bläst", während ein anderer "gast", so daß Btete
ein kontinuierlicher heißer Wind für den Ofen vorhanden ist. Ein Winderhitzer weist als grundsätzliche Teile eine Hülle, Ver~
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brennungskammer, ein Gitterwerk und Steuerventile und Leitungen
auf, um die verschiedenen Gase zu regeln und zu tragen.
Die Hülle ist ein geschweißter Stahlmantel mit einen Durchmesser
γόη etwa 6 bis 9 m, am Oberteil gewölbt, und mit einer Höhe von
gewöhnlich etwa 30 bis 45 m· Die Hülle beherrbergt die Verbrennungskammer
und die Gitterkamner. Eine Hülle muß nicht nur eo gebaut sein, daß sie die innere Hauersteinstruktur haltert,
sondern sie muß dem Winddruck von etwa 2 bis 3,5 atü standhalten.
Die Hülle ist von Mauerwerk isoliert, um strukturelle Beschädigung durch die Hitze zu vermeiden und um einen Wärmeverlust zur
Atnosphäre hin zu verhindern.
Die Verbrennungskammer ist aus Mauerstein gebaut mit einer inneren "Hautwandung", welche sich in Reaktion auf Temperaturänderungen
frei ausdehnen und zusammenziehen kann. Die Verbrennungskammer nuß so gebaut sein, daß sie von Inneren des
Winderhitzers so wenig wie möglich einnimmt und doch noch ein richtiges Ströraungsvermischen und richtige Verbrennung von Gasen
bietet.
Die Gitterkammer ist vollständig gefüllt nit Gittersteinen, welche sehr kleine innere Löcher (Peuerkanule) besitzen, wo dl·
Hitze zum Gas hin und vom Gas her übertragen wird. Modernes
Gitterwerk besteht aus Steinen mit vielen kleinen Feuerkanälen, wohingegen älteres Gitterwerk größere öffnungen besitzt, um ein
Verstopfen durch die Wirkung von schmutzigem Ofengas auf ein Mindestmaß herabzusetzen. Verbesserte Gasreinigung und stabilere
Steinmaterialien haben die kleinen öffnungen möglich gemacht, welche dem Gas einen maximalen Oberflächenbezirk darbieten·
Innerhalb des Gitterwerkes werden unterschiedliche Qualitäten an Steinmaterial in den einzelnen vertikalen Zonen verwendet, wo
Hitze, chemische Wirkung und strukturelle Erfordernisse variieren·
Das normale Arbeiten dee Winderhitzers besteht aus zwei Zyklen:
"Gasen" - wenn das Gitterwerk Hitze vom brennenden Ofengas aufnimmt,
und "Blasen" - wenn das Gitterwerk zur Bildung des heißen Windes Hitze abgibt. Ein Winderhitzer, welcher erhitzt ist,
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jedoch nicht zun Blasen von Heißwind ausgenutzt wird, wird als
"aufgefüllt" bezeichnet..
Eine Hochofenanlage läuft kontinuierlich für eine ausgedehnte Zeitdauer, typischerweise 5 bis 7 Jahre, wonach sie zur Wartung
und, falls erforderlich, zum Wiederaufbau, stillgesetzt wird.
Während eines solchen Stilliegens, wird die feuerfeste Auskleidung
und das Gitterwerk aus den Winderhitzern ausgeräumt und diese werden erneut mit Mauerwerk ausgekleidet und mit Gitterwerk
gestapelt. Dies wurde in der Vergangenheit durchgeführt durch aufeinanderfolgendes Verrichten und erneutes Auskleiden
der Verbrennungskammer, dann der Gitterkammer, und dann Auflegen
von Gitterwerk. Die bisherige Methode kann als "Eintruppmethode11
bezeichnet werden, wo die einzelnen Operationen nacheinander durchgeführt werden.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die drei hauptsächlichen
Wiederaufbauoperationen gleichzeitig durchgeführt durch einen sichereren Arbeitsgang bei einem verbesserten Ergebnis mit
weniger Materialbruch und insgesamt einer starken Herabsetzung kostspieliger Leerlaufzeit» Die neue Methode mag gekennzeichnet
werden al3 eine "Mehrtruppmethode", wobei die Trupps die einzelnen Arbeiten parallel nebeneinander verrichten.
Kurz ausgedrückt, kann das erfindungsgemäße Verfahren zusammengefaßt
werden als ein Verfahren zum Errichten der inneren Verbrennungskammer und Gitterkammer in einem Winderhitzer durch :
Auskleiden der Gitterkammer und Aufbauen der Kammerwandung in der Gitterkammer von einer vertikal bewegbaren Arbeitsbühne herf
welche so gestaltet ist, daß sie dem Inneren der Kammerwandung
angepaßt ist; durch Auflegen von Gitterwerk in der Gitterkammer unterhalb der bewegbaren Arbeitsbühne, wobei dieee beiden Operationen
von außerhalb des Winderhitzers durch Zugangsöffnungen
auf fortschreitenden Höhen beliefert werden; und durch Auskleiden der Verbrennungskammer von einer vertikal bewegbaren Arbeitsbühne
innerhalb der Verbrennungskammer. Alle drei Grundoperationen werden gleichzeitig durchgeführt.
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Die Erfindung beinhaltet ein Verfahren zum Errichten dee Inneren
einer Verbrennungs- und Gitterkammer in einem Winderhitzer durch Auskleiden der Gitterkammer und Aufbauen der Kammerwandung in der
Gitterkammer von einer vertikal bewegbaren Arbeitsbühne aua, welche so gestaltet ist, daß sie dem Inneren angepaßt ist; durch
Auflegen von Gitterwerk in der Gitterkammer unterhalb der bewegbaren Arbeitsbühne, wobei diese beiden Operationen ihre Zufuhr
von außerhalb de3 Winderhitzers durch Zufuhröffnungen auf fortschreitenden
Höhen erhalten; und durch Auskleiden der Verbrennungskammer von einer vertikal bewegbaren Arbeitsbühne innerhalb
der Verbrennungskammer. Sämtliche drei grundsätzlichen Operationen werden gleichzeitig durchgeführt.
Die Einzelheiten und Vorteile der Erfindung seien nunmehr spezieller
unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen beschrieben·
Pig· 1 ist eine Schnittansicht einer Winderhitzerhülle, welche von feuerfestem Material leer ist und zum Wiederaufbau
fertig ist;
Fig. 2 ist eine der Pig· 1 ähnliche Ansicht im Ansetzstadium des Wiederaufbauprozesses;
Pig· 3 ist eine der Pig. 2 ähnliche Ansicht und zeigt ein Frühstadiura
des Wiederaufbauprozessea;
Fig. 4 ist eine der Pig, 3 ähnliche Ansicht und zeigt ein
Zwischenstadium des Wiederaufbauprozesses;
Fig· 5 ist eine der Pig. 4 ähnliche Ansicht, wo der Wiederaufbauprozess
nunmehr vollständig ist;
Fig. 6 ist eine Grundrißansicht im Schnitt auf Linie 6-6 von
Pig. 5;
Fig. 7 ist eine Ansicht von Mauerwerk und Hülle wie durch Linie 7-7 von Pig· 4 angezeigt;
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Fig· θ lit «in fragmentarischer Abschnitt eine· Teil« der
Hüll« dts Winderhitzers;
Pig. 9 ist eine Draufsicht auf die Arbeitsplattform in der
Gitterkammerj und
Fig. 10 ist eine Teilachnittansicht der Arbeiteplattform mit
Schnitt längs Linie 10-10 von Fig. 9·
Fig· 1 seigt einen Winderhitzer 1 und zwar in diesen Stadium
bestehend aus einer leeren Stahlhülle 2 mit einer Kuppel 3 am Oberteil, und einem Bodenende 4» sämtliche Teile aufgebaut
auf einem Grund bzw. einer Bodenkonsole 5. Ein Verbrennungsgaseinlaß
6 und ein Verbrennungslufteinlaß 7 treten in den Winderhitzer in der Nähe seines Bodenendes an der Verbrennungskammerseite
ein. Ein Einlaß 8 für Kaltluftstrom (Fig· 2) und ein Auslaß 9 für Heißluftstrom, führen zum Winderhitzer bzw,
γόη diesen fort· Die Kuppel 3 weist ein Mannloch 10 und eine
Anzahl kleinerer öffnungen 11 für Aufzugleinen auf. Der in Fig.1
gezeigte Winderhitzer 2 ist entleert und von innerem Mauerwerk und Gitterwerk gereinigt worden. Ein Abschnitt von etwa 2,4 mal
4,3 m der Hüllenwandung ist fortgeschnitten worden und hinterläßt eine Zugangsöffnung 12 am Boden zur Herausnähme· Der Winderhitzer
iet fertig zum erneuten Auskleiden und Aufstapeln. Die
folgende Beschreibung dieses WiederaufbauprozesaeB soll die
chronologische Aufeinanderfolge der Arbeitsgänge wiedergeben.
Ein äußerer Materialaufzug 13 (Fig· 2) wird auf der Außenseite des Winderhitzers gegenüber der Verbrennungskammer 20 errichtet.
Der Aufzug 13 besitzt eine vertikale Fahrschiene 14 und einen Aufzugwagen 15, welcher auf der Fahrschiene bewegbar angebracht
ist. Eine Fahrschienenbefestigung und Arbeitsplattform 16 ist
alle 2,4 m längs der Länge der Fahrschiene 14 angebracht und
verbindet die Fahr3chiene mit dem Winderhitzer. Auf halbem Wege zwischen den Plattformen 16, werden Zufuhröffnungen 17 von etwa
75 cm χ 75 cm für Mauersteine in die Hülle des Winderhitzers
geschnitten. Eine Aufzugleine 18 steht in Verbindung mit einem (nicht gezeigten) Abzugmechanismus und hängt durch eine Leinen-
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Öffnung 11 hindurch bis zu einer Mauersteinschlinge 19 (Pig.3)
in die Verbrennungskammer 20 herab·
Feststehende Arbeitsbühnen 21 worden in der Verbrennungskammer
in Höhensteigerungen von 1,2 m erreichtet. Die Fig. 2 zeigt eine Ansammlung von drei Bühnenabschnitten zu 1,2 m. Die Fig. 3 zeigt
zum Vergleich die Arbeitsbühne mit sechs Abschnitten in einer Höhe erstreckend bis zum Heranreichen an den Luftauslaß 9·
Der 2,4 x 4,3 m -Abschnitt der Hüllenplatte, welcher für die Herausnahmeöffnung 12 entfernt wurde, wird horizontal zerschnitten
und hinterläßt einen Abschnitt von 2,4 x 3,0 m, welcher wieder eingesetzt wird und eine öffnung 23 von 1,3 x 2,4 m hinterläßt.
Der Abschnitt 22 umfaßt den Einlaß 8 für kalten Luftstrom. Feststehende Arbeitsbühnen 32 werden außerhalb des Winterhitzers
in nächster Nähe des Abschnittes 22 errichtet und schaffen Zugang
für die Arbeiter zur öffnung 23.
Es wird eine Anzahl vertikaler Stahlsäulen 24 eingerichtet. Die Säulen 24 tragen stählerne Querbalken 25, welche wiederum eine
Reihe an Rosten 26 haltern; diese Anordnung bildet eine Grundlage für das Aufstapeln des Gitterwerks. Es wird Hauerwerk 40
aufgelegt, welches die Hülle 2 auskleidet und die Verbrennungskammer 20 mittels der Kammerwandung 27 bildet.
Wenn das Hauerwerk 40 bis zur Höhe der Roste 26 aufgelegt ist,
wird eine Schwingbühne 28 in der Gitterkammer 30 von vier Aufzugleinen
29 herab aufgehängt, welche durch öffnungen 11 hindurch herabhängen, und mit äußeren Hebehaspeln 31 verbunden.
Das Wandmauerwerk 40 (Fig. 3) wird hier bis zum Oberteil dea
Auslasses 9 für heißen Luftstrom aufgelegt. Eine feststehende Plattform bzw. sogenannte Pudlock-Bühne 32 wird nunmehr in der
Verbrennungskammer 20 gerade unterhalb des Luftstromauslasses eingerichtet und die Bühnenanordnung 21 in der Verbrennungskammer
unter dem Auslaß 9 wird entfernt. Von diesem Punkt an sei die Fig. 3 mit aus der Verbrennungskammer entfernten Bühnen
21 betrachtet und die Mauerarbeit im Winderhitzer kann gleichzeitig in drei Bezirken fortschreiten: Ein Trupp fährt fort
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an den Wandmauersteinen 40, ein Trupp legt Gittersteine 50, und
ein Trupp legt keramisches Brennerwerk und verwandtes feuerfestes Werk in der Verbrennungskammer.
Der Wandnauersteintrupp 41 (3. nunmehr Fig. 4) arbeitet innerhalb
der Gitterkammer 30 von der Bühne 28 aus und legt Wandmauerwerk 40, Gleichseitig wird Wandnauerwerk 40 aufgelegt rings
um die Verbrennungskammer 20 von der Mauersteinschlinge 19 aus.
Der Trupp auf der Bühne 28 wird mit Materialien versorgt vom äußeren Aufzug 15 durch die Zufuhröffnungen 17 hindurch. Die
Schlinge 19 in der Verbrennungskammer wird mit Materialien beliefert durch den Luftstromauslaß 9· Mit dem Partschreiten der
Arbeit bleibt der Auslaß 9 offen und die Schlinge 19 bewegt sich für weitere Zufuhr nach Erfordernis auf- und abwärts. In der
Gitterkammer 30 erfolgt jedoch mit fortschreitender Mauerarbeit
die Zufuhr durch fortschreitend höhere Öffnungen 17. Der Mauertrupp
auf der Schwingbühne 28 läßt jede Öffnung 17 offen, wenn er darüber hinaus nach aufwärts fortschreitet, um die nächöte
öffnung für die Zufuhr zu benutzen. Die öffnungen 17, welche vom V/andmauertrupp zurückgelassen werden, erscheinen von der Innenseite
de3 Winderhitzers, wie in Pig. 7 gezeigt.
Unterhalb der Bühne 28 legt inzwischen der Gitterarbeitstrupp die Gittersteine 50 auf. Hit dem Portschreiten des Trupps 51
wird dieser ebenfalls vom Aufzug 15 und durch die öffnungen 17 vorsorgt. Wenn jedoch der Trupp 51 zur nächst höheren Zufuhröffnung aufsteigt, wird die abgesetzte öffnung 17 verschlossen.
Zuerst wird die Ilüllenplatte 17' wieder an ihren Platz gebracht.
Dann wird das zeitweilige Holztrage3tück 42 entfernt und das Mauerwerk 40 vollendet, was die Öffnung 17 verblockt. Die Stahlhülle
17' an der Öffnung 17 wird, wie in Pig. 8 gezeigt, wieder an ihre Stelle gesetzt durch normale Schweiß- und Bearbeitungsmethoden.
In der Zwischenzeit wird wiederum ein Brennertrupp 46 durch die Einlasse 6 und 7 versorgt und legt feuerfesten bzw. keramischen
Brenner 45 in die untere Verbrennungskammer.
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Der Wandungsmauertrupp 41 vollendet die Wandungsmauerarbeit
und installiert einen Teil des Mauerwerks 45 der Kuppel· Dann wird die Arbeitsbühne 28 aus dem Mantel genommen und entfernt.
Der Brennertrupp 46 vervollständigt den keramischen Brenner bis in die Nähe der Höhe des Auslasses 9« Dann werden Schlinge 19
und Pudlock-Bühne 32 entfernt und die öffnungen 11 für die Aufzugleine
werden verschlossen. Der Gittertrupp 51 beendet das Auflegen der Gittersteine und das Installieren des Mauerwerks
43 am Gewölbe. Der Trupp tritt dann durch das Mannloch 10 aus, bevor schließlich der Abdeckstein 44 des Gewölbes bzw. der
Kuppel eingesetzt wird. Fig. 5 zeigt das fertige Arbeitsprodukt, wobei die gesamte Arbeitsbühnen- und Trägerausrüstung entfernt
ist.
Fig. 9 ist eine Draufsicht auf die Plattform der Schwingbühne
Sie ist so gestaltet, daß sie sich der aus Fig. 6 ersichtlichen Form der Gitterkammer 30 anpaßt, in welcher die Bühne 28 sich
auf- und abbewegt. Die Bühne 28 weist eine obere Plattform 34 auf, welche in einem Teil ihres Bezirks ein offenes Gatter 35
besitzt, um leichten Luftstrom in der Gitterkammer von der einen Seite zur anderen Seite der Schwingbühne zuzulassen. Ein Fangbrett
36 hängt von der Plattform 34 horab zum Auffangen von
Geröll wie Stückchen zerbrochener Mauersteine, um deren Fallen in die Gitterkammer zu verhindern. Dies dient der Sicherheit
des Gittertrupps und auch dem Vorteil des Gitterwerks. Das Fangbrett 36 besitzt geringere Ausdehnung als die Plattform 34» um
den Luftdurchgang, wie er durch die Pfeile angezeigt ist, zu gestatten. Das Brett 36 wird durch Bügel 37 an der Plattform 34
gehalten, welche selbst gatterartig sind zum Durchgang von Luft und gleichzeitig zum Zurückhalten von Geröll.
Es ist ersichtlich, daß das beschriebene Verfahren einige bemerkenswerte
Vorteile mit sich bringt. Kostspielige Leerlaufzeit der Winderhitzer, welche sich typischerweise bis zu einigen Wochen
erstreckt, kann um ein Drittel abgekürzt werden. Das Verfahren ist wirksamer, weil die Mauerarbeit, Gittersteinarbeit und die
Arbeit mit feuerfestem Material in der Verbrennungskammer gleich-
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zeitig durchgeführt werden kann. Die drei Trupps arbeiten getrennt
und parallel anstatt zusammen über eine Reihe von Operationen,
und dies bedeutet weniger Leute zu einer Zeit in einem Arbeitsbezirk. Somit ist der Arbeitsgang als solcher
sicherer.
Man sollte eich klar darüber sein, daß die Fig. 1 bis 5 Bruchstückansichten
sind, welche nur die unteren und oberen Teile des Winferhitzers zeigen, wobei ein wesentlicher Teil, mehr als
die Hälfte der Höhe des Winderhitzers, entfernt ist. Die Bedeutung des Vollendens der einzelnen Operationen gleichzeitig und
parallellaufend, ist leichter zu erkennen, wenn man betrachtet, daß diese Paralleloperationen gleichzeitig über den größten Teil
der Höhe des Winderhitzers durchgeführt werden, und daß die Höhe des Winderhitzers mehr als da3 Doppelte desaen ist, was in den
Zeichnungen veranschaulicht ist.
Die Erfindung ist nicht auf die hier beispielsweise wiedergegebenen
Ausführungsformen speziell abgestellt. Im Rahmen der Erfindung sind dem Fachmann vielmehr mannigfaltige Abänderungen
ohne weiteres gegeben.
- Patentansprüche -
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Claims (11)
1.) Verfahren zum Errichten dee feuerfesten Inneren eines "Winderhitzers,
welcher eine Hülle aufweist, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
a. Auskleiden eines Teils der Hülle und Aufstellen einer Kammerwandung
innerhalb der Hülle zur Bildung einer Gitterkammer mit Mauerwerk, welches von einer vertikal bewegbaren Arbeitsbühne
aus aufgelegt wird; und
b. gleichzeitiges Auflegen von Gitterwerk innerhalb der Gitterkammer
unterhalb der bewegbaren Bühne.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch den weiteren Schritt des gleichzeitigen Auskleidens des verbleibenden Teiles
der Hülle zur Bildung einer Verbrennungskammer mit Mauerwerk, welches von einer vertikal bewegbaren Arbeitsbühne innerhalb der
Verbrennungskammer aufgelegt wird.
3.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialien für die Schritte a. und b. zugeführt werden durch
Zufuhröffnungen auf fortschreitenden Höhen in der Hülle und von stufen-weisen Plattformen, welche an der Außenseite der Hülle
an entsprechenden fortschreitenden Höhen angebracht sind, wobei
die stufenweisen Plattformen wiederum durch einen Aufzug bedient
werden.
4.) Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialien durch einen dauernden Strömungsdurchgang in der
Hülle zugeführt werden.
5.) Verfahren nach Anspruch 5 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß ferner die Zufuhröffnungen mit Hüllenplatte verschlossen und abgedichtet und mit Mauerwerk verkleidet werden, wenn das
Gitterwerk zur jeweiligen öffnung fortschreitet.
6.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikal bewegbare Arbeitsbühne, welche zur Bildung der Kammer
verwendet wird, so gestaltet ist, daß sie sich der inneren
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Wandung der Gitterkammer anpaßt»
7·) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet) daß
gleichzeitig keramischer Brenner und verwandtes Werk aus feuerfestem Material in der Verbrennungskammer gelegt wird.
8.) Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum Errichten
einer inneren Verbrennungskammer und Gitterkammer eines Winderhitzers mit einer Hülle, gekennzeichnet durch die
folgenden Schritte:
a. Auskleiden eines Teils der Hülle und Aufstellen einer Kammerwandung,
welche sich innerhalb der Hülle erstreckt, zur Bildung einer Gitterkammer mit Mauerwerk, welches von einer
vertikal bewegbaren Arbeitsbühne aufgelegt wird; b· gleichzeitiges Aufstapeln von Gitterwerk innerhalb dieser
Kammer unterhalb der bewegbaren Bühne; und
c. gleichzeitiges Auskleiden des restlichen Teils der Hülle zur Bildung einer Verbrennungskammer mit Mauerwerk, welches von
einer vertikal bewegbaren Arbeitsbühne aus aufgelegt wird.
9·) Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
ferner gleichzeitig ein keramischer Brenner in der Verbrennungskammer
eingerichtet wird.
10.) Verfahren nach Anspruch Θ, dadurch gekennzeichnet, daß
Materialien für diese Schritte des Bildens einer Gitterkammer und des Aufstapeins von Gitterwerk von außerhalb des Winderhitzere
durch Zufuhröffnungen in der Hülle hindurch an vertikal gelagerten Stellen zugeliefert werden.
11.) Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
Materialien für das Bilden einer Verbrennungskammer durch einen dauernden Pließmitteldurchgang in der Hülle zugeliefert werden.
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