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DE2933352A1 - Poroeser schleifkoerper und verfahren zum herstellen eines poroesen schleifkoerpers - Google Patents

Poroeser schleifkoerper und verfahren zum herstellen eines poroesen schleifkoerpers

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Publication number
DE2933352A1
DE2933352A1 DE19792933352 DE2933352A DE2933352A1 DE 2933352 A1 DE2933352 A1 DE 2933352A1 DE 19792933352 DE19792933352 DE 19792933352 DE 2933352 A DE2933352 A DE 2933352A DE 2933352 A1 DE2933352 A1 DE 2933352A1
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DE
Germany
Prior art keywords
abrasive
silicon carbide
glass frit
mixture
fine
Prior art date
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Ceased
Application number
DE19792933352
Other languages
English (en)
Inventor
Antrag Auf Nichtnennung
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Supfina Maschinenfabrik Hentzen GmbH and Co KG
Original Assignee
Supfina Maschinenfabrik Hentzen GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Supfina Maschinenfabrik Hentzen GmbH and Co KG filed Critical Supfina Maschinenfabrik Hentzen GmbH and Co KG
Priority to DE19792933352 priority Critical patent/DE2933352A1/de
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Ceased legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24DTOOLS FOR GRINDING, BUFFING OR SHARPENING
    • B24D3/00Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents
    • B24D3/02Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents the constituent being used as bonding agent
    • B24D3/04Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents the constituent being used as bonding agent and being essentially inorganic
    • B24D3/14Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents the constituent being used as bonding agent and being essentially inorganic ceramic, i.e. vitrified bondings
    • B24D3/18Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents the constituent being used as bonding agent and being essentially inorganic ceramic, i.e. vitrified bondings for porous or cellular structure

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Polishing Bodies And Polishing Tools (AREA)

Description

  • Beschreibung Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen porösen Schleifkörper nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und auf ein Verfahren zum Herstellen eines porösen Schleifkörpers nach dem Oberbegriff des Anspruchs 9.
  • Schleifkörper, wie sie zum Honen, Schleifen oder dgl. Arbeitsverfahren dienen, sind in Form von Honsteinen der unterschiedlichsten äußeren Form, in Form von Schleifscheiben, wie ebene Scheiben, Topfscheiben usw., oder dgl. bekannt.
  • Nachteilig an diesen bekannten Schleifkörpern ist jedoch ihre sehr aufwendige Herstellung, die dadurch bedingt ist, daß die Schleifkörper insbesondere für die Feinbearbeitung von Oberflächen eine bestimmte Porosität besitzen müssen.
  • Bei einem aus der DE-OS 24 21 830 bekannten Schleifkörper der eingangs genannten Art, bei dem ein Schleifkorn verwendet wird, das mit dem betreffenden glasartigen Bindemittel nicht reagiern, dient zum Erzewrung von Roren in der Rohleifkörper eine Paraffinemulsion. Der Herstellungsprozess dauert bei zweimaligem Mischen, Trocknen, Zerkleinern, Sieben, Pressen und Brennen sehr lange.
  • Bei einem aus der DE-OS 26 56 039 bekannten hochporösen Schleifkörper werden die Poren durch die Zersetzung von anorganischen Stoffen gebildet. Dazu wird zum Herstellen der Schleifkörper eine Pressmasse aus Kügelchen hergestellt, die einen Kern aus dem betreffenden organischen Stoff und eine Hülle aus dem Schleifmittel-Bindemittel-Gemisch aufweist. Auch diese Art der Herstellung eines Schleifkörpers ist sehr aufwendig, da sie zahlreicher Vorverfahrensschritte fr die Herstellung der Pressmasse bedarf.
  • Aus der DE-OS 27 30 848 ist ferner ein Schleifkörper bekannt, der im wesentlichen aus Schleifkörnern, die in einer Matrix aus gesinterter Glas fritte dispergiert sind, besteht.
  • Abgesehen davon, daß diese Schleifkörper mit Glasbindung ebenfalls einer relativ langen Herstellungszeit bedürfen, besitzen sie praktisch keinerlei Porosität, so daß sie nur für die in dieser Druckschrift genannten Bearbeitungsverfahren verwendbar sind.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen porösen Schleifkörper anzugeben, der bei gleicher Qualität wie die bekannten Schleifkörper in einfacherer und vor allem in nicht so langwieriger Weise herstellbar ist, und ferner ein Verfahren zum Herstellen eines porösen Schleifkörpers anzugeben, das zeitlich schneller zu einem qualitativ hochstehenden Schleifkörper führt.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe sind bei einem porösen Schleifkörper der eingangs genannten Art die im Kennzeichen des Anspruchs 1 genannten Merkmale und bei einem Verfahren der eingangs genannten Art die im Kennzeichen des Anspruchs 9 genannten Merkmale vorgesehen.
  • Erfindungsgemäß wird also zu dem aus der Glas fritte und dem betreffenden Schleifkorn bestehenden Gemisch feinkörniges Siliziumcarbid beigemischt und dann in einer den gewünschten Schleifkdrperabmessungen entsprechenden Form erhitzt bzw. gebrannt. Dabei reagiert das feinkörnige Siliziumcarbid mit dem schmelzenden Glas derart, daß sich die aus dem Gemisch entstehende geschmolzene Glasmasse mit dem eingebundenen Schleifkorn aufbläht, so daß nach dem Erkalten ein poröser Körper gebildet ist. Diese Art der Herstellung ist sehr einfach und wenig zeitraubend, da man lediglich die betreffenden Bestandteile gut durchmischen, trocken in eine Form füllen, dann eine relativ kurze Zeit brennen und dann wieder abkühlen lassen muß. Der ganze Vorgang, der mit wenig Handgriffen verbunden ist, dauert nut wenige Stunden. Wesentlich bei der vorliegenden Erfindung ist die Erkenntnis, daß die Glasfritte beim Schmelzen, bei dem es die Schleifkörner aneinander bindet und miteinander verbindet, außerdem mit dem feinkörnigen Siliziumcarbid in der Weise reagiert, daß das feinkörnige Siliziumcarbid als Blähmittel, also katalysatorartig wirkt. Ein weiterer Vorteil gemäß vorliegender Erfindung besteht darin, daß das Gemisch aus der Glasfritte, den Schleifkörnern und dem feinkörnigen Siliziumcarbid nach dem Einfüllen in die hetreffende Form praktisch nur leicht angedrückt, also nicht in irgendeiner Weise verpresst werden muß. Auf diese Weise ist auch die Herstellung bestimmter Schleifkörperformen wesentlich vereinfacht. Da keine organischen Stoffe oder dgl. beigemischt werden müssen, und da Arbeitsgänge wie Pressen, Trocknen und dgl. entfallen, ist die Herstellung des Schleifkörpers wesentlich vereinfacht und beschleunigt.
  • Je nach dem Mengenanteil der gewählten Bestandteile, der gewählten Brenntemperatur, die wiederum von der verwendeten Glasfritte abhängig ist, und je nach der gewählten Brenndauer, können die einzelnen Eigenschaften der Schleifkörper in relativ weiten Grenzen beeinflusst werden-. Während die Feinheit der Schleifkörper durch die Größe des verwendeten Sçhleifkornes beeinflusst wird, wird die Porosität des Schleifkörpers durch die maximale Brenntemperatur, die möglichst genau eingehalten werden muß, und durch den relativen Anteil an feinkörnigem Siliziumcarbid bestimmt. Die Härte der Schleifkdrper wird ebenfalls durch den relativen Anteil an feinkörnigem Siliziumcarbid bestimmt, wobei geringere Anteile zu größerer Härte und umgekehrt führen.
  • Weitere Einzelheiten und Ausgestaltungen der Erfindung sind der folgenden Beschreibung zu entnehmen, in der die Erfindung anhand der in der Zeichnung dargestellten und in der Tabelle zusammengefassten Ausführungsbeispiele näher beschrieben und erläutert wird. Es zeigen: Fig. 1 eine mit dem Gemisch zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Schleifkörpers gefüllte Form, Fig. 2 in perspektivischer Darstellung einen mit der Form der Fig. 1 hergestellten Schleifkörper in Form einer zylindrischen Topfscheibe, Fig. 3 einen Schleifkörper gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel in Form eines Honsteins, Fig. 4 eine schematische mikroskopische Darstellung des GefUgebildes des Schleifkörpers der Fig. 2 etwa im Maßstab 8 : 1, und die Tabelle eine zusammenfassende Obersicht über verschiedene Schleifkörper unterschiedlicher Zusammensetzung, die in erfindungsgemäßer Weise hergestellt sind und verschiedenen Versuchen unterworfen worden sind.
  • In Fig. 2 ist ein Schleifkörper in Form einer zylindrischen Topfscheibe 11 gemäß einem Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung dargestellt. Diese Topfscheibe 11, die bspw. einen Außendurchmesser von 50 mm, einen Innendurchmesser von 35 mm und eine Höhe von 20 mm aufweist, wurde in einer in Fig. 1 dargestellten Form 12 in folgender Weise hergestellt: In die Form 12, die zum besseren Entnehmen der fertigen Topfscheibe 11 bspw. geschlitzt sein kann, wird ein pulverförmiges Gemisch 14 aus Glasfritte, einkörnigem Siliziumcarbid und Schleifkörnern in noch auzuzeigender Zusammensetzung und Körnung trocken eingegeLen. Zur Erzielung dieses Gemisches 14 wurden die einzelnen Bestandteile zuvor gut durchmischt, so daß sich eine möglichst homogene Zusammensetzung des Gemisches 14 ergibt. Das Gemisch 14 wird dann von der Oberfläche her leicht angedrückt. Die mit dem trockenen Gemisch 14 gefüllte Form 12 wird dann in einen Brennofen gebracht, der auf eine Brenntemperatur aufgeheizt und dann einige Zeit gehalten wird, welche in dem Erweichungsintervall des für die Glasfritte verwendeten Glases entspricht. Nach dem über die bestimmte Zeitdauer erfolgten Brennen wird die aus dem Gemisch 14 entstandene Masse, die aus der Glasschmelze mit den eingebundenen Schleifkörnern und dem während des Brennens mit der Glasschmelze reagierenden feinkörnigen Siliziumcarbid besteht, langsam abgekühlt, wobei dies am besten im Ofen selbst erfolgt, um Risse im Schleifkörper zu vermeiden. So ergibt sich die in Fig. 2 dargestellte Topfscheibe 11, die als Werkzeug für die Feinbearbeitung von Oberflächen bspw.
  • metallischer Werkstücke dient.
  • In entsprechender Weise kann auch der in Fig. 3 dargestellte, quaderförmige onstein 16 (etwa 25 x 17 x 8 mm) dadurch hergestellt werden, daß ein entsprechendes pulverförmiges Gemisch in eine quaderförmige Form gebracht und dann im Ofen gebrannt wird. In jedem Falle besteht die Form 12 aus einem hitzebeständigen Material, bspw. aus einem zunderfreien Blech. Es versteht sich, daß auch andere Schleifkörpertypen, bspw. flache Schleifscheiben, kegelige Topfscheiben und dgl. durch Wahl geeigneter Formen 12 herstellbar sind.
  • Wie erwähnt, besteht das als Ausgangsprodukt für die Herstellung verwendete pulverartige Gemisch 14 neben den Schleifkörnern und der Glasfritte, die das glasartige Bindemittel für die Schleifkörner darstellt, aus einem nach Art eines Katalysators wirkenden Bestandteil, nämlich dem feinkörnigen Siliziumcarbid, das eine Körnung von gleich oder feiner 400 (entspricht Korndurchmessern im Bereich von 25 - 42 y) aufweist. Beim Schmelzen der Glasfritte greifen insbesondere deren alkalische Bestandteile das feinverteilte bzw. feinkörnige Siliziumcarbid an und führen so zu einer Bildung von Gas, das die aus der schmelzenden Glasfritte und den Schleifkörnern bestehende Masse aufbläht, d.h. porig macht. Das feinkdrnige Siliziumcarbid wirkt also katalysatorartig, d.h. als Blähmittel. Eine starkvergrößerte schematische Darstellung des Oberflächengefüges eines erfindungsgemäßen Schleifkörpers ergibt sich aus Fig. 4, woraus das die Zerspanungsarbeit leistende Schleifkorn 17 die Glasbindungsbrücken 18 für das Korn und die Hohlräume bzw. Poren 19, die von diesen eingeschlossen sind, ersichtlich sind.
  • In der Tabelle sind Beispiele von Schleifkörpern 11 oder 16 zusammengestellt, die aus Gemischen 14 unterschiedlicher Zusammensetzung hergestellt und untersucht worden sind. Daraus ergaben sich Hinweise für die Brauchbarkeit solcher Schleifkörper überhaupt bzw. für bestimmte Anwendungen. Wie der Tabelle zu entnehmen ist, wurde der Bestandteil Glasfritte hinsichtlich der Menge in Gewichtsprozent und der Art als konstant angenommen. In den Gemischen 14 sind jeweils 100 Gewichtsprozent Glas fritte enthalten, das hier aus fein zerstampftem Fensterglas besteht, wobei die Gi.asfritte eine Körnung von etwa 50 bis etwa 400 p aufweist. Derartiges Glas besteht etwa zu 65 - 73% aus SiO2 und zu etwa 14% aus Na20 und besitzt einen mittleren Erweichungspunkt von etwa 9700C, bei welcher Temperatur das Gemisch 14 gebrannt bzw. erhitzt wird.
  • Als Schleifkorn wurde entweder grobkörniges Siliziumcarbid oder Edelkorund verwendet. Als Siliziumcarbid wird vorzugsweise grünes Siliziumcarbid mit einer Körnung im Bereich von 120 - 320 (Korndurchmesser 240 - 60 p) verwendet. Es kann zwar noch gröberes Siliziumcarbid, bspw. von 80er Körnung verwendet werden, jedoch ist es nicht möglich, feineres Siliziumcarbid als das der 320er Körnung zu verwenden, da dann der größte Anteil sofort als Katalysator wirkt. Wird als Schleifkorn Edelkorund verwendet, so kann dies in einem Körnungsbereich von 80 - 600 (Körnung 600 entspricht Korndurchmesser 10 - 20 ßu) oder noch feiner liegen.
  • Für das katalysatorartig wirkende feinkörnige Siliziumcarbid wird vorzugsweise dunkles (graues bis schwarzes) Siliziumcarbid mit einer Körnung im Bereich von 400 - 600 verwendet.
  • Dazu kann in einem Schleifkörper 11, 16 als Schleifkorn entweder grobkörniges Siliziumcarbid oder Edelkorund oder auch beides zusammen verwendet werden.
  • Aus der Tabelle ist ersichtlich, daß, um brauchbare Scleifkörper zu erhalten, die Gewichtsanteile von feinkörnigem Siliziumcarbid und Glas fritte einerseits und die Gewichtsanteile von feinkörnigem Siliziumcarbid und Schleifkori andererseits in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen müssen, damit der Schleifkörper 1. einerseits ausreichend porig ist, so daß während der Bearbeitung die stumpf gewordenen Schleifkdrner ausbrechen und den dahinterliegenden noch scharfen Schleifkörnern Platz machen können, was als sog. Selbstschärfung des Schleifkörpers bezeichnet wird; und andererseits jedoch auch nicht zu grobporig ist (eine gewisse Grobporigkeit ist z.T. erwünscht, da die Poren als Spanraum wirken, so daß ein zu schnelles Zusetzen verhindert ist); 2. eine ausreichende Härte aufweist, die gewährleistet, daß der Schleifkörper einerseits nicht zu stark verschleißt, jedoch andererseits nicht zu hart ist; 3. ein ausgewogenes Verhältnis von Abtrag am Werkstück zu Verschleiß des Schleifkörpers während der Bearbeitung eines Werkstücks besitzt.
  • Es versteht sich, daß dabei die Art des Arbeitseinsatzes bzw. der Verwendung, d.h. bspw. ob reines Schleifen oder Ionen gewünscht ist, und die Art des Werkzeugs eine Rolle spielt. Wie der Tabelle ferner zu entnehmen ist, werden die Härte und die Porosität im wesentlichen durch den prozentualen Anteil an feinkörnigem Siliziumcarbid bestimmt, d.h., geringere Anteile führen zu größerer Härte, während größere Anteile zu geringerer Härte führen, so daß in einem Grenzfall der Schleifkdrper zu hart ist, wodurch der Abtrag zu gering ist, und im anderen Grenzfall zu weich, wodurch er leicht absandet oder gar zerfällt. Anhand des Beispieles Nr. 22 ist ersichtlich, daß das Weglassen (O Gew t) des katalysatorartig wirkenden feinkörnigen Siliziumcarbids zu keiner Porosität führt, so daß ein solcher Schleifkörper unbrauchbar ist. Die Porosität wird außerdem durch die Brenntemperatur und die Brenndauer. bestimmt. Bei den gewählten Beispielen wurden diese beiden Größen jedoch konstant gehalten, um bei Anderung der Gemischanteile Aussagen über die Schleifkörper-Eigenschaften machen zu können.
  • Die Tabelle zeigt ferner, daß auch das Verhältnis von feinkörnigem Siliziumcarbid und Schleifkörnern eine Rolle bei der Frage der Härte des Schleifkörpers spielt. Demgegenüber wird die Feinheit des Schleifkörpers durch das verwendete Schleifkorn allein bestimmt.
  • Aus den Bemerkungen zur Härte, zum Verschleiß und aus den sonstigen Bemerkungen der Tabelle und aus dem Diagramm der Fig. 5 ergibt sich unter Verwendung der Glas fritte aus dem oben genannten Fensterglas, einer Brenntemperatur von 97O0C und einer Brenndauer von ca. 5 bis 10 Minuten (wobei der Ofen bei eingebrachtem Gemisch in etwa 30 Minuten auf die Brenntemperatur gebracht wird) eine vorzugsweise Zusammensetzung des Gemisches 14 in folgendem Bereich: 100 Gewichtsprozent Glasfritte, 10 - 50 1 feinkörniges Siliziumcarbid und 50 - 200 " Schleifkorn.
  • Innerhalb dieses Rahmens ergaben sich die Schleifkörpernummern 6, 17, 18, 19 und insbesondere 8, 14, 15, 16 als besonders vorteilhaft. Im letzteren Falle ergibt sich eine Zusammensetzung des Gemisches zu: 1.)0 Gewichtsprozent Glasfritte, 25 " feines Siliziumcarbid und 100 ./. 200 " Schleifkorn.
  • Ergebnisse hinsichtlich des Abtrages an einem Werkstück lassen sich aus Versuchen entnehmen, die mit Honsteinen an einem Kolbenbolzen von etwa 20 mm Durchmesser unternommen wurden. Dabei ergaben sich bei den üblichen Anpressdrücken von 1,5 bzw. 3 atü während der Bearbeitung unterschiedliche Werkstückabnahmen in Abhängigkeit von der Bearbeitungszeit je nach der Härte und der Porigkeit des Schleifkörpers.
  • - Ende der Beschreibung - TABELLE
    100 Gew.% Glasfritte
    Bemerkungen
    Katalysator Schleifkorn (Bindung,
    Schleif- SiCd 400 (A) SiCg 120 Edelkorund Porosität Härte Stein- Körnigkeit
    körper in Gew.% (B) SiCg 320 120 verschleiß Werkstück-
    Nr. in Gew.% abtrag,etc.)
    6 25 75 normalporig weniger gute Bindung
    hart
    7 25 50 (A) 50 feinporig hart
    8 25 100 feinporig etwas härter
    als 6
    9 40 100 (A) normalporig weich
    10 50 50 normalporig
    (EK400)
    11 10 50 (A) normalporig etwas härter
    als 9
    12 22 50 (A) normalporig etwas härter
    als 9
    13 22 50 (A) normalporig hoch
    (g 320)
    14 2@ 200 (A) feinporig härter hoch Abtrag 1,5
    als 12 atü gering
    3 atü hoch
    15 25 200 feinporig etwas härter normal Abtrag bei
    als 6 1,5 + 3 atü
    gut
    Fortsetzung Fortsetzung TABELLE
    100 Gew.% Glasfritte
    Bemerkungen
    Katalysator Schleifkorn (Bindung,
    Schleif- SiCd 400 (A) SiCg 120 Edelkorund Porosität Härte Stein- Körnigkeit
    körper in Gew.% (B) SiCg 320 120 verschleiß Werkstück-
    Nr. in Gew.% abtrag,etc.)
    16 25 100 (A) 100 feinporig hoch Abtrag 1/2
    des von 15
    17 50 50 normalporig weicher etwas höher Abtrag 1/6
    als 15 als 15 des von 15
    18 25 50 grobporig weicher normal Abtrag 1/3
    als 15 des von 15
    19 10 50 grobporig weicher geringer Abtrag 1/2
    als 15 als 15 des von 15
    20 5 50 normlaporig hart gering Abtrag 1/3
    des von 15
    21 2 50 feinporig sehr hart sehr gering Abtrag 1/5
    des von 15
    22 0 50 keine Poren unbrauchbar
    29 20 200 normalporig hart
    30 15 200 normalporig hart
    31 10 200 feinporig hart
    32 20 150 (B) normalporig hart
    33 15 150 (B) normalporig hart
    34 10 150 (B) feinporig hart

Claims (17)

  1. Titel: Poröser Schleifkörper und Verfahren zum Herstellen eines porösen Schleifkörpers Patentansorüche 1. Poröser Schleifkörper, bspw. Honstein, Schleifscheibe oder dgl, mit einer durch Brennen eines Gemisches aus Schleifkörnern und Glas fritte hergestellten glasartigen Bindung der Schleifkörner, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch aus Schleifkörnern und Glas fritte zusätzlich feines Siliziumcarbid mit einer Körnung im Bereich von 320 oder feiner enthält.
  2. 2. Schleifkörper nach Anspruch 1, dadurch Rekennzeichnet, daß das feine Siliziumcarbid eine Körnung im Bereich von 400 und 600 aufweist.
  3. 3. Schleifkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das feine .Siliziumcarbid eine 400-er Körnung aufweist.
  4. 4. Schleifkörper nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß feines dunkles oder grünes Siliziumcarbid verwendet ist.
  5. 5. Schleifkörper nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch aus 100 Gewichtsprozent Glasfritte, 2 - 50 " feinem Siliziumcarbid und 50 - 200 " Schleifkorn besteht.
  6. 6. Schleifkörper nach Anspruch 5, dadurch zekennzeichnet, daß das Gemisch aus 100 Gewichtsprozent Glasfritte, 25 " feinem Siliziumcarbid und 100 - 200 " Schleifkorn besteht.
  7. 7. Schleifkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch zekennzeichnet, daß das Schleifkorn Siliziumcarbid mit einer Körnung im Bereich von 80 und 320 und/oder Edelkorund mit einer Körnung im Bereich von 80 und 600 ist.
  8. 8. Schleifkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Glasfritte aus zerkleinerten Flaschen, Fensterglas oder dgl. Glasabfällen gewonnen ist.
  9. 9. Verfahren zum Herstellen von porösen Schleifkörpern, bspw.
    Honsteinen, Schleifscheiben oder dgl., bei dem Glasfritte und Schleifkörner gemischt und gebrannt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Glasfritte und den Schleifkörnern vor dem Brennen zusätzlich feines Siliziumcarbid beigemischt wird und daß das Gemisch dann in einer den gewünschten Schleifkörper entsprechenden Form gebrannt wird.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das in die Form gefüllte Gemisch vor dem Brennen leicht angedrückt wird.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch unter Anwesenheit von Luft bei einer innerhalb des Erweichungsintervalls des verwendeten Glases liegenden Temperatur gebrannt wird.
  12. 12. Verfahren nach den Ansprüchen 9 - 11, dadurch gekennzeichnet daß bei der Verwendung einer aus Flaschen, Fensterglas oder dgl. gewonnenen Glasfritte das Gemisch etwa 5 - 10 minuten bei etwa 900 - 11000C gebrannt bzw. erhitzt wird.
  13. 13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 - 12, dadurch gekenmzeichnet daß das gebrannte Gemisch langsam, vorzugsweise im Ofen, abgekühlt wird.
  14. 14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 - 13, dadurch gekennzeichnet, daß ein feines Siliziumcarbid mit einer Körnung im Bereich von 400 und 600, vorzugsweise von 400, verwendet wird.
  15. 15. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 - 14, dadurch gekennzeichnet, daß 100 Gewichtsprozent Glasfritte, 2 - 50 ?1 feines Siliziumcarbid und 50 - 200 " Schleifkorn miteinander gut vermischt und trocken in eine entsprechende Form gefüllt werden.
  16. 16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß 100 Gewichtsprozent Glasfritte, 25 " feines Siliziumcarbid und 100 - 200 IF Schleifkorn miteinander gut vermischt und trocken in eine entsprechende Form gefüllt werden.
  17. 17. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 - 16, dadurch gekennzeichnet, daß als Schleifkorn Siliziumcarbid mit einer Körnung im Bereich von 80 und 320 und/oder Edelkorund mit einer Körnung im Bereich von 80 und 600 verwendet werden.
    - Ende der Ansprüche -
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