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Geldbetätigter Automat, insbesondere Spielautomat
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Die Erfindung betrifft einen geldbetätigten Automaten, insbesondere
Spielautomaten, mit wenigstens einem Geldeingabeschlitz, einem Geldführungskanal
zu einem Geldprüfer, der einen Auslaß für abgewiesenes Geld sowie n sortenindividuelle
Auslässe hat, denen jeweils-ein Auslaßsensor zugeordnet ist und die zu n Geldsortenbehältern
führen, die jeweils mit einer zu einer Geldkassette führenden Überlaufsweiche, einem
Auszahlachieber und einer zu einer Rückgabewanne fUhrenden von einem Durchgangssensor
kontrollierten Austrittsöffnung versehen sind.
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Zur Steuerung des Guthabenzählers beim Abbuchen ist schon in einer
Anmeldung mit dem Aktenzeichen P 28 23 178.9-53 vorgeschlagen worden, an der Austrittsöffnung
des Geldsortenbehälters eine Lichtschranke anzubringen, die beim Gelddurchgang einen
Abbuchungsimpuls für den Guthabenzähler erzeugt. Dadurch ist eine Verminderung des
Zählerstandes ohne Auszahlung vermeidbar.
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In der genannten Anmeldung wird auch eine lichtschrankengesteuerte
Auszahlsteuerung genannt, die im Auszahlungsfall mit der höchstwertigen Geldsorte
beginnt, so daß einerseits in kleinstmöglicher Stückzahl ausgezahlt werden kann.
Andererscits kann in kleinerem Geld ausgezahlt werden, wenn eine höherwertige Geldsorte
nicht auszahlbar ist. Bein Ausfall der Lichtschranke kann es zu Unregelmäßigkeiten
beim Vermindern des Zählerstandes und bei der Auszahlung kommen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen qeldbetätigten Automaten
der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß der Geldfluß mit größerer Sicherheit
kontrollierbar ist.
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Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der Durchgang8sensor
aus einer Lichtschranke gebildet ist, deren Lichtsender periodisch erregt wird mit
einer Periodendauer, die einen Bruchteil der Gelddurchgangsnenndauer beträgt und
deren Lichtempfänger mit einer Zeitüberwachungsschaltung verbunden ist.. Die periodische
Erregung hat einerseits den Vorteil, daß bei endlicher Lebensdauer des Lichtsenders
dessen Nutzungazeit um die auf die Periodendauer bezogene Pausendauer verlängert
wird. Andererseits wird in Verbindung mit der Zeitüberwachungsschaltung ermöglicht,
die Impulsfolge am Lichtempfänger ständig zu überwachen, so daß alle beteiligten
Elemente eigensicher arbeiten. Da die Periodendauer gegenüber der Gelddurchgangsnenndauer
kleiner ist, wird eine Zeitmessung möglich, aufgrund der Unregelmäßigkeiten beim
Münzdurchgang erkennbar sind.
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Ein besonders vorteilhaftes Merkmal besteht darin, daß die zur Geldkasaette
führende Uberlauzweiche mit Durchgangssensoren versehen ist, daß die Ausgänge der
Zeituberwachungsschaltunqen; mit saldierfähigen Dauerspeichern verbunden sind, deren
Spei j cherzellenbelegung dem jeweiligen Füllstand der Geldsortenbehälter und der
Geldkassette entspricht und deren Ausgänge mit einer Schnittstellenschaltung für
ein Datenanzeigegerät verbunden sind. Damit ist der gesamte Geldfluß im Automaten
kontrollierbar und es ist die Voraussetzung geschaffen, unter hilfenahme eines Datenanzeigegerätes
jederzeit zum Füllstand der Geldkassette und der Stapelbehälter Zugriff zu haben.
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Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Automaten besteht darin, daß die
Dauerspeicher, deren Belegung dem Füllstand der jeweiligen Geldsortenbehäter entspricht,
jeweils mit einem min-i deststandsbezogenen Ausgangsabgriff versehen sind, deren
Steu-t ereingähge mit den Ausgangsabgriffen verbunden sind. Eine Signalgabe bedeutet
der Wartungsperson, daß der zugeordnete Celdsortenbehälter nachzufüllen ist.
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Eine nächste Ausgestaltung des Automaten besteht darin daß Subtrahiereingänge
der der Geldkassette zugeordneten Dauerspeicher über erste Kontakte eines Schalters
mit Addiereingängen
der den Geldsortenbehältern zugeordneten Dauerspeicher
verbindbar sind, wobei zweite Kontakte des Schalters eine Steuerleitung, über die
der Stand des Guthabenzählers erhöht wird, abschalten. Die Wartungsperson entnimmt
das nschtufüllen; de Geld der Geldkassette, wobei der Schalter zu betätigen ist,
und zahlt das entnommene Geld wieder ein, Dabei wird der Stand des der Kassette
zugeordneten Speichers vermindert; der Stand des dem nachzufüllenden Geldsortenbehälters
zugeordneten Speichers wird erhöht, wobei der Stand des Guthabenzählers unverändert
bleibt. Abschließend ist der Schalter wieder in seine Ausgangslage zurückzubringen.
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Ein weiteres Merkmal besteht darin, daß der Durchgangssensor eine
Lichtschranke für alle Geldsorten enthält, daß der Ausgang der Zeitüberwachungsschaltung
mit einer VereinzelungslP-gik, die sortenbezogene Signaleingänge aufweist, verbunden
istl, Diese Lösung ist besonders wirtschaftlich. Sie hat zur Voraus setzung, daß
die Geldstücke einzeln passieren und daß ein -sortenkennzeichnendes Signal bereitestellt
wird. Beides ist hier gegeben.
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Eine komfortable Ausgestaltung eines Automaten mit einer Auszahllogik,
die die Auszahlung eines auszuzahlanden Betrages in höchstwertig-möglichen Geldsorten
bewirkt, besteht darin, daß mit der Auszahllogik verbundene Sortenwahl-Tasten vorgesehen
sind, so daß der Automat auch als Geldwechsler verwendbar ist.
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Weiterhin ist für einen geldbetätigten Spielautomaten, der einen Geldgewinn
in Aussicht stellt-und der mit einem Spielezähler ausgerüstet ist, vorgesehen, daß
der Ausgang des Spielzählers mit der Schnittstellenschaltung verbunden ist.. Damit
ist nach Anschließen des Datenanzeigegerätes die Möglichkeit für eine statistische
Auswertung. gegeben; beispselsweise kann über den Ablesezeitraum die Betäti.gungsfrequenz
und die A»szahlquote ermittelt werden. Wenn die Auszahiqunte einen vorgegebenen
Toleranzbereich verläßt, kann auf einen technischen Defekt gewinnermittelnder Einrichtungen
geschlossen werden.
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Nachfolgend wirddie Erfindung anhand eines in'der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels näher beschrieben. In der Zeichnung zeigt die einzige Figur
die zum Verständnis der | Erfindung notwendigen Elemente eines mit 1 bezeichneten
Spielautomaten.
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In einen Geldeingabeschlitz 2 eingezahltes Geld gelangt durch einen
Geldführungskanal 3 in einen Geldprüfer 4. Im Geldführungskanal 3 passiert das Geld
eine Lichtschranke 5. die aus einer lichtemittierenden Diode 6 und einem lichtempflindlichen
Organ 7 gebildet ist. Letzteres erzeuqt beim Gelddurchqanq an seinem Ausgang 8 ein
Signal-,für eine Zentralsteuerung 9.
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die dann eine Einzahlroutine anläßt.
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Der Geldprüfer 4 prüft das Geld nach verschiedenen Gültigkeitskriterien;
abgewiesenes Geld gelangt durch einen Falsifikatkanal 10 zur Rückgabewanne 1?.
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Ein angenommenes Geldstück wird durch einen sortenindividuellen Auslaß,
z*B. 12, aus dem Geldprüfer 4 in einen Sortenbehalter 13 geleitet, wobei ein noch
zu spezifizierender Auslaßsensor 14 ein Annahmesignal über eine sortenkennzeichnendei
Ader eines Leitungevielfachs 15 in eine Einzahlloqik 16 sendet.
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Die Einzahllogik 16 ist mit Zwischenspeichern 17 und einem Umwerter
18 versehen. der sortenentsprechend eine bestimmte Anzahl von Impulsen ausgibt.
Diese gelangen von seinem Ausgang 19 über einen Umschalter 20 in die mit + bezeichneten
Addiereingange einerseits eines saldierfähigen Dauerspeichers 21 und andererseits
eines anzeigenden Guthabenzählers 22, wo bei deren Stände erhöht werden.
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Sobald der Guthabenzähler 22 einen dem Spieleineatz entsprech; enden
Mindeststand erreicht hat, gibt dieser über Leitung 23 ein Signal an die Zentralsteuerung
9, die daraufhin ein nicht dargestelltes Spielwerk anläßt..Im Gewinnfall erhöhen
auf Leitung 24 anstehende Gewinnsignale den Stand des Guthaberrzählers 22> die
in einem ODER- verknüpfenden Addiereinoana + eintreten.
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In der nachstehenden Beschreibung wird angenommen, daß wieder in derselben
Geldsorte eingezahlt wird und daß'der Behälter 13 für diese Geldsorte voll ist.
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Nachdem das Geldstück den Geldprüfer 4 durefilaufen hat und der sortenindividuelle
Zwischenspeicher 17 in der EinzahllogAk 16 vom Auslaßsensor 14 geladen wurde, wird
es von einer mechenisof arbeitenden Uberlauzweiche 25 in eine Geldkassette 26 geleitet
In der Überlaufßweiche 25 passiert das Geldstück eine Lichtschranke 5', deren lichtemittierende
Diode 6' periodisch mit einem Takt T aus einem Taktgenerator 27 der Zentralstauerung
9 erregt wird. Das lichtempfindliche Organ 7' leitet die empfangenen Impulse einer
Zeitüberwachungsschaltung 28 zu, die ein nachtriggerbares Monoflop enthält, dessen
Q-Ausgang bei regelmäßiger Nachtriggerung im L-Zustand gehalten wirdr Nach Ausbleiben
eines Nachtriggerimpulses fällt der -Ausgang in den H-Zustand und aktiviert einen
ebenfalls in der ZeitUberwachungaschaltung 28 enthaltenen Zähler zur Messung der
Durchs gangszeit, der von den Taktimpulsen schrittweise fortgeschalR tet wird. Liegt
die Durchgangszeit in einem vorgegebenen Toleranzbereich, dann wird der Umwerter
18 über eine mit diesem verbundene Aktivierungsleitung 29 angelassen, um gemäß der'im
Zwischenspeicher 17 enthaltenen Sorteninformation eine entsprechende Impulszahl
von seinem zweiten Ausgang 30 in die Addiereingänge eines Dauerspeichers 31 und
des Guthabenzahlersi 22 zu senden, deren Stände entsprechend erhöht werden.
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Durchgangszeiten, die unterhalb des Toleranzbereiches liegen, können
aufgrund einer sporadischen Störung odet aufgrund eines durchgegangenen Schmutzteils
gemessen werden; sie werden nicht weiter verarbeitet.
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Durchgangszeiten, die den Toleranzbereich überschreitenfi kann nen
auftreten bei Manipulationen (z.B. Fadenmünzen) oder bei Störungen mechanischer
(z.B. Verschmutzung) sowie elektrischer (Ausfall eines der an der Zeitmessung liegenden
Organe) Art; sie veranlassen die Zeitüberwachungsschaltung 28 zur Abgabe einer Gestört-Meldung,
die über Leitung 32 zur Zentralste erung 9 gelangt und dort die Stillsetzung des
Automaten 1 einleitet.
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Zur besseren Ubersichtlichkeit ist auf eine detaillierte Darstellung
der Zeitüberwachungsschaltung 28 und der Einzahllogik 16 verzichtet worden. Ebenso
ist der Auslaßsensor t4 4zur Verdeutlichung seiner Wirkung lediglich als Schalter
dargestellt; tatsächlich ist er als sortenindividuelle Lichtschran-; ke mit einer
Zeitübetwachungsschaltung, wie beschrieben, ausgeführt.
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Im folgenden wird davon ausgegangen, daß ein Geldsortenbehälter, beispielsweise
der mit 13 bezeichnete, leer ist. Eine durch Tastendruck anlaßbare Auszahlsteuerung
33, die einen auszuzahlenden Betrag in höchstwertig-möglichen Geldsorten be-' wirkt,
steuert zunächst einen zum Geldsortenbehälter 13 gehöv renden Auszahlschieber 34
an. Zwischen Austrittsöffnung 12'und: Rückgabewanne 11 ist eine Lichtschranke 5"
und eine Zeitüberwachungsschaltung 28 ' der zuvor beschriebenen Art eingerichtet,
die aufgrund des Leerfalles keinen Durchgang über eine Quittierleitung 28' zur Auszahlsteuerung
33 meldet. In der Folge aktiviert die Auszahlsteuerung 33 eine Signallampe 35, die
sortenindividuell den Leerfall anzeigt. Unterdessen steuert die Auszahlsteuerung
33 den Auszahlschieber des nächst niederwertigan Geldsortenbehälters an, wobei ein
Zwiechenspeicher 17' der Abbuchlogik 16' auf einer sortenkennzeichnenden Ader das
Ansteuerungsaignal empfängt. Nachdem das Geldstück auf dem Weg zur Rückgabewanne
11 die Lichtschranke 5" passiert hat, sendet die Zeitüberwachungsschaltung 28' .1
ein Ouittiersignal an den Umwerter 18', der dann gemäß der im Zwischenspeicher 17'
enthaltenen Sorteninformation eine entsprechende Impulszahl von seinem Ausgang 30
in die Subtrahier eingänge des Dauerspeichers 21 und des Guthabenzählers 22 sendet,
deren Stände entsprechend verringert werden. Die Auszahlung wird beendet durch ein
Signal vom Guthabenzähler22, das über eine Null-Leitung 36 in die Zentralsteuerung
9 und von dort in die Auszahlsteuerung 33 gelangt.
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Beim Auffüllen entnimmt die Wartungsperson der Geldkassette 26 eine
beliebige Anzahl Geldstücke der angezeigten Sorte,
bringt den Umschalter
20 in die gestrichelt gezeichnete Schalter; lage und führt die Geldstücke in den
Geldeingabeschlitz 2 ein.
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In dieser Schaltlage gelangen die Einzahlimpulse in den Subtrabiereingang
des Speichers 31 und in den Addiereingang des Speichers 21, sd daß der Inhalt des
Speichers 21 auf den der aktuellen Füllung der Sortenbehälter, z.BZ 13, und der
Inhalt des Speichers 31 auf den der aktuellen Füllung der Geldkassette 26 entsprechenden
Stand gebracht wird. Die Steuereingänge des Guthabenzählers 22 sind in der gestrichelt
gezeichneten Schaltlage abgetrennt, so daß dessen Stand bei diesem Umladen unverändert
bleibt. Unverändert bleibt auch die Summe der Speicherinhalte der Speicher 21 und
31.
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Angemerkt sei, daß nach Auffüllen des zuvor leeren Sortenbehälters
13 die nächsten eingegebenen Geldstücke durch den überlauf 25 an der Lichtschranke
5' vorbei wieder in die Geld-; kassette 26 fließen und daß die Einzahlimpulse vom
Ausgang 30 des Umwerters 18 in den Addiereingängen des Speichers 31 gelangen und
diesen wieder erhöhen.
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Nachdem das letzte der Geldkassette 26 entnommene Geldstück eingezahlt
worden ist, muß der Umschalter 20 wieder in seine Ausgangslage gebracht werden;
dies kann zwangsläufig durch Schließen einer nicht dargestellten Tür geschehen.
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Angemerkt sei, daß die beschriebene Auszshlroutine, die durch Drücken
einer Rückgabetaste 37 eingeleitet werden kann, wobei ein rückzuzahlender Betrag
in höchstwertig-möglichen Geldsorten ausgegeben wird, vom Benutzer nach eigenen
Wünschen modifiziert werden kann, indem er eine oder mehrere Tasten einer Sortenwahltastatur
38 betätigt. Die Auszahlung erfolgt dann in den gewählten Sorten, soweit dies im
Rahmen des Guthabens möglich ist.
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Wie schon beschrieben, steht auf Leitung 23 ein Signal an, wenn der
Stand des Guthabenzählers 22 mindestens dem Spielen satz entspricht. Bei anstehendem
Signal erzeugt die Zentralsteuerung 9 zum passenden Zeitpunkt ein Spielanlaßsignal,
das über Leitung 39 in den Subtrahiereingang des Guthabenzählers
22
und in den Steuereingang eines Spielezählers 40 gelangt, wobei der Stand des Guthabenzählers
22 um den Spieleinsatz verringert und der Stand des Spielezählers 40 ums Eins erhdht
wird.
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Die Speicher 21 und 31 und der Spielezähler 40 sind mit ihren Ausgänge
über eine Sammelleitung 41 mit einer Schnittstellenschaltung 42 verbunden, in der
anstehende Signale, die den jeweiligen Stand repräsentieren, umkodiert und pegelgerecht
aufbereitet werden zum Anschluß eines nicht dargestellten Datenauegabegerätea. Die
ausgebbaren Daten betreffen - Kasseninhalt, - Sortenbehälterinhalt und - Spielezahl.
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Durch Vergleich der Daten mit den tatsächlichen Inhalten kchnen Unregelinäßigkeiten
(widerrechtliche Entnahme) erkannt werden und durch Verknüpfen der Daten, die den
Inhalt der Was ! ee und der Sortenbehälter betreffen, mit denen der Spielezahl kann
die statistische Gewinnquote ermittelt werden.
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Abschließend sei erwähnt, daß die Speicher 21 und 31 auch sor tenindividuelle
Speicher sein können. Für vier Geldsorten mußten dann Jeweils vier Speicher eingesetzt
werden. Obwohl deren Kapazität kleiner sein kann und der Umwerter 18 wegfallen kann,
ist der Aufwand doch größer. Der Vorteil wäre jedoch, daß an jedem Sortenspeicher-ein
Ausgangsabgriff mit einer zeigt verbunden werden kann, die das Unterschreiten eines
Mindstfülletandes in einem Sortenbehälter nach außen signalisiert. Dadureh weckt
der Automat auch beim Benutzer Vertrag en, insbesondere wenn er sieht, daß auf das
Signal hin eine Auffüllung der Sortenbehälter erfolgt.