DE2922277A1 - Schalterkassenmaschine - Google Patents
SchalterkassenmaschineInfo
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- G06Q20/1085—Remote banking, e.g. home banking involving automatic teller machines [ATMs]
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Description
TERMEER-MULLER-STEfNMEISTER Sharp 1248-GER
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft eine Schalterkassenmaschine der im Oberbegriff von Patentanspruch 1 genannten Art und
ein Verfahren zur Durchführung von Operationen an einer derartigen Maschine.
Bekannte Schalterkassenmaschinen der eingangs genannten Art enthalten einen Primärspeicher zum Speichern von
numerischer information über bei jeder Transaktion betroffene Geldbeträge und einen Sekundärspeicher zum
Speichern von sämtliche Transaktionen betreffenden kumulativen Geldbeträgen. Angenommen, ein Schalterbeamter
einer Bank empfängt 6.000,- DM in bar und einen Scheck über 5*000,- DM im Gesamtwert von 11.000,- DM, gibt aber
irrtümlich in die Schalterkassenmaschine nur 5.000,- DM für den Bargeldbetrag und 5.000,- DM für den Scheck ein,
was eine Summe von 10.000,- DM ergibt.
Bekanntlich wird bei derartigen Maschinen nach Durchführung einer solchen Transaktion bzw. eines solchen Vorgangs
der empfangene Betrag kumulativ im Sekundärspeicher
registriert. Auch wenn der Beamte den Irrtum später bemerkt hat er an einer konventionellen Schalterkassenmaschine
keine Möglichkeit den Inhalt des Sekundärspeichers zu ändern bzw. zu korrigieren, vielmehr ist er gezwungen,
in ein Journal o. dgl. eine Eintragung darüber vorzunehmen, daß der betreffende Einnahme-Vorgang einen Fehler
enthält. Später muß er zusätzlich mit Hilfe des Journals alle Daten, welche den Einnahme-Vorgang betreffen, bei
der Tagesabrechnung in mühsamer Handarbeit korrigieren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schalterkas
s enmas chine der eingangs genannten Art und ein für eine solche Maschine geeignetes Arbeitsverfahren zu
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schaffen, mit denen fehlerhaft eingegebene Informationen
auch nach Abschluß eines Vorgangs und Einspeicherung der diesbezüglichen Daten in den Sekundärspeicher modifiziert
werden können.
Die erfindungsgeiaätfe Lösung der gestellten Aufgabe ist
in Bezug auf die Maschine im Patentanspruch 1 und in Bezug auf das Arbeitsverfahren im Patentanspruch 4 angegeben,
eine vorteilhafte Weiterbildung der Maschine ist im Patentanspruch 2 bzw. 3 angegeben. Ein wesentliches Merkmal
der Erfindung besteht darin, daß die Schalterkassenmaschine beim Auftreten eines Fehlers in einen Korrekturzustand
versetzt und der . bemerkte Fehler nach nochmaliger Eingabe der fehlerhaften Information von den kumulativen
Speicherdaten subtrahiert und dabei gelöscht werden kann.
Nachstehend wird ein die Merkmale der Erfindung aufweisendes Ausfülirungsbeispiel unter Bezugnahme auf eine Zeichnung
näher erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 ein schematisches Blockschaltbild zum grundsätzlichen
Aufbau einer Schalterkassenma
schine ,
Fig. 2 ein schematisches Blockschaltbild einer erfindungsgemäß ausgebildeten Schalterkassenmaschine,
und
Fig. 3 ein Ausfülirungsbeispiel für ein Journal, wie
es bei erfindungsgemäßer Durchführung einer Löschung eines Vorgangs ausgegeben wird.
Fig. 1 zeigt den grundsätzlichen Aufbau einer im Bankgewerbe gebräuchlichen Schalterkassenmaschine. Eine Eingäbe
1 enthält mehrere Zifferntasten zur Eingabe von numerischer Information über Geldbeträge, Mengen, Nummern
u.dgl., verschiedene Tasten zur Eingabe von Informationen über die Geldart, beispielsweise Bargeld oder Scheck, Abschlußtasten,
welche das Ende eines durchgeführten Vorgangs
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bzw. einer durchgeführten Transaktion anzeigen, Betriebsarttasten
zum Auswählen der Betriebsarten Registrieren, Gesamtlöschung u.dgl., und so fort. Eine arithmetische
Recheneinheit 2 führt an mittels der Eingabe 1 eingegebener Information arithmetische Operationen durch oder überträgt
sie. Ein Primärspeicher 3 dient zur zeitweiligen Speicherung verschiedener Informationen bis zum Abschluß eines
Vorgangs. Er enthält X- lind Y-Register für arithmetische
Operationen, ein Kontonummern-Register, ein Geldart-Register,
ein Geldbetrag-Register, ein Scheck-Register zum Speichern von Betrag und Nummer eines Schecks und so fort.
Die Inhalte des Primärspeichers 3 werden mittels einer
Primär-Druckersteuerung 4 über einen Drucker 5 auf einem
Beleg ausgedruckt. Außerdem speichert ein Sekundärspeicher
Yj 6 verschiedene kumulative Daten, beispielsweise die Tages-Gesamtsumme
der empfangenen Geldbeträge, eine Tages-Gesamtsurame der ausgegebenen Geldbeträge, eine Tages-Gesamtsumme
der Scheck-Beträge, eine Tages-Gesamtsumme der verarbeiteten
Schecks u.dgl.. Diese kumulativen Daten einschließlich Summen
und Zwischensummen werden mittels einer Sekundär-Druckersteuerung 7 über den Drucker 5 ausgedruckt. Am Ende jeder
Transaktion bzw. jedes Vorgangs werden die Inhalte des Primärspeichers 3 über eine Sekundär-Erneuerungsrecheneinheit
8 zu den Inhalten des Sekundärspeichers 6 aufaddiert und das Ergebnis dieser Additionsvorgänge in den Sekundärspeicher
6 eingegeben.
3 zeigt einen von der in Pig. 2 schematisch dargestellten erfindungsgemäßen Schalterkassenmaschine ausgedruckten
Beleg für einen Geldempfangs-Vorgang, bei dem der bereits
eingangs erwähnte Fehler unterlaufen iat. Der Schalterbeamte hat die Einnahme von 5.000,- DM Bargeld und von zwei
Schecks über 5.000,- DM in die Schalterkassenmaschine eingegeben, obwohl er tatsächlich 6.000,- DM Bargeld und zwei
Scheclsüber 5.000,- DM eingenommen hat. Auf dem eingangs
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als Journal "bezeichneten Beleg von Pig. 3 sind im Abschnitt
A untereinander die Summe des empfangenen Geldes in Höhe von 10.000,- DM, darunter die zugehörigen Einzelbeträge
(5.000,- DM in bar und zweimal je 2.500,- DM über Schecks) und das Buchungsdatum (20. Mai 1978) aufgedruckt.
Stellt der Schalterbeamte nach Abschluß eines Geldempfangs-Vorgangs
einen Fehler bei der Dateneingabe fest, dann bringt er selbst oder sein Vorgesetzter den Betriebsartwähler
der Maschine auf der Eingabe oder der Tastatur auf die Stellung "Löschen" und drückt eine Löschtaste 9 innerhalb
der Funktionstasten der Eingabe 1. Als Folge davon entsteht auf Signalleitungen a und b ein hochliegender
Signalpegel, ein logisches UND-Glied 10 schaltet durch und überträgt ein Löschmarkierungssignal von einem löschmarkierungssxgnalgenerator
11 in eine Primär-Druckersteuerung 4, welches den Drucker 5 zum Ausdrucken einer Ungültigkeit
smarkierung " " im Abschnitt B von Fig. 3 auf dem
Beleg veranlaßt. Gleichzeitig werden UND-Glieder 14, 15
gesperrt und gehindert, über Inverter 16, 17 wirksam zu werden, sodaß UND-Glieder 12 und 13 in Betrieb gesetzt werden.
Ih diesem Zustand gibt der Schalterbeamte die zuvor irrtümlich eingegebene Information zum zweitenmal über
die Eingabe 1 in die arithmetische Recheneinheit 2 ein, und daraufhin speichert der Primärspeicher 3 den empfangenen
Geldbetrag von 10.000,- DM sowie die Einzelbeträge (5.000,- DM in bar und zweimal 2.500,- DM mit
Scheck).
Danach gibt der Schalterbeamte ein den Abschluß des Geldeinnahmevorgangs
angebendes Signal über die Eingabe 1 in die Recheneinheit 2 ein, und daraufhin prüft die Recheneinheit
2, üb die erneut eingegebene Information mit der zuvor eingegebenen Information in Bezug auf den Gesamtbetrag
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und die Einzelbeträge übereinstimmt. Besteht diese Übereinstimmung,
wird die gesamte den Geldempfangsvorgang betreffende Information im Primärspeieher 3 über die PrI-mär-Druckersteuerung
4 sowie den Drucker 5 auf den Beleg aufgedruckt und außerdem in eine Lösch-Recheneinheit 18
über das UND-Glied 12 übertragen. Der dabei entstehende Aufdruck ist in Fig. 3 unter B dargestellt.
Die zuvor falsch eingegebene und zu löschende Information über den Geldempfangsvorgang wird von den im Sekundärspeicher
6 enthaltenen kumulativen Daten über das UND-Glied 13 subtrahiert, und das Subtraktionsergebnis, das
aus den von den falsch eingegebenen Daten befreiten kumulativen Daten über empfangene Geldbeträge besteht, wird
erneut in den Sekundärspeicher 6 eingegeben und darin
gespeichert, ßobald auf dieee Weise der -u'ehler "beseitigt
worden ist, hebt der Schalterbeamte die Betriebsart "Löschen" mit Hilfe der Eingabe 1 wieder auf. Daraufhin
führen die Signalleitungen a und b wieder einen niedrigen Spannungspegel, durch den die UND-Glieder 10,12 und 13 gesperrt,
jedoch die UND-Glieder 14,15 über die Inverter 16,17 durchgeschaltet sind.
Anschließend gibt der Schalterbeamte die korrekte Information
über den- empfangenen Geldbetrag von 11.000,- DM (6.000,- DM in bar und zweimal 2.500,- DM für je einen
Scheck) über die Eingabe 1 in die Maschine ein, und sie gelangt gleichzeitig in den Primärspeicher 3· Nach
Drücken einer Taste, welche den Abschluß der Eingabeoperation angibt, entscheidet die arithmetische Recheneinheit
2,obdieneue Information in Bezug auf die Gesamtsumme und die Einzelbeträge mit der vorherigen Eingabe
übereinstimmt. Nach Bestätigung wird die neue und korrekte Information mit Hilfe der Primär-Druckersteuerung 4 und
des Druckers 5 in Abschnitt C des Beleges von Fig. 3 ausgedruckt und gleichzeitig über das UND-Glied 14 in die
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Sekundär-Erneuerungsrecheneinheit 8 eingegeben. Die in
dieser Recheneinheit b enthaltene Information über den Geldempfangsvorgang wird zu der kumulativen Information
hinzuaddiert, welche vom Sekundärspeicher 6 über das UND-Glied 15 in die Erneuerungsrecheneinheit 8 übertragen
wird. Dao Additionsergebnis wird in den Sekundärspeicher
6 zurückgeführt.
Bei den zuvor erläuterten Ausführuiigsbeispiel erfolgt
die Fehlerlöschung bei jedem einzelnen Geldempfangs-Vorgang
o. dgl.. Darüber hinaus besteht jedoch die Möglichkeit, sämtliche fehlerhaften Aufzeichnungen von
Vorgängen zum Zeitpunkt einer täglichen Revision zu löschen und zu korrigieren, wobei das Bedienungspersonal
lediglich beim Auftreten jedes Fehlers eine entsprechende Eintragung in das Journal bzw. auf den Beleg
vornimmt.
Die Schalterkassenmaschine kann einen Mikroprozessor
enthalten, der eine zentrale Verarbeitungseinheit (CPU), einen Pestwertspeicher (ROM) und einen Speicher mit
wahlfreiem Zugriff (RAM) enthalten kann. In diesem Palle
wird für den Löschschritt ein vorgegebenes Kennzeichen eingesetzt, und die Sekundär-Erneuerungsrecheneinheit 8
und die Lösch-Recheneinheit 1ü werden selektiv in Abhängigkeit
davon in Betrieb gesetzt, ob dieses Kennzeichen vorhanden ist oder nicht.
Bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Schalterkassenmaschine kann das Personal oder der Vorgesetzte den Inhalt
des Sekundärspeichers bei fehlerhaft eingegebenen Daten schnell und einfach korrigieren. Dies ist bei konventionell
durchgeführten Vorgängen nur schwierig möglich.
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Sharp K.K.
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ZUSAMMENFASS UNG
Bei der' Schalterkassenmaschine läßt sich auch nach Abschluß eines Vorgangs im Sekundärspeicher (6) gespeicherte
Information modifizieren, sobald das Personal einen Irrtum erkennt, und durch die korrekte Vorgangs-Information
ersetzen. In der Maschine speichert ein Primärspeicher (3) Information über Geldbeträge jedes EinzeIvorgangs und der
Sekundärspeicher (6) kumulative Daten von Geldbeträgen sämtlicher Vorgänge.
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Claims (4)
- PAT E N TA N WA LTETER MEER-MÜLLER-STEINMEISTERBeim Europäischen Patentamt zugelassene Vertreter — Professional Representatives before the European Patent Office Mandataires agrees pres !'Office european des brevetsDipt.-Chem. Dr. N. ter Meer Dipl.-lng. H. Steinmeister D-8OOO MÜNCHEN 22 D-48OO BIELEFELD 11248-GER . 31. Mai 1979Mü/Gdt/vLSHARP KABUSHIKI KAISHA
22-22, Nagaike-cho, Abeno-ku, Osaka, JapanSchalterkassenmaschinePriorität: 1. Juni 1978, Japan, No. 66396/1978PATENTANS PRÜCHESchalterkassenmaschine mit- einer Eingabe für numerische Information über Geldbeträge u. dgl. und von Bedingungs- oder Funktionsinformation in bezug auf die Art des Geldes wie Bargeld, Scheck u. dgl.,- einer Recheneinheit zur Durchführung von arithmetischen Rechenoperationen, Übertragungen u.dgl. in bezug auf die numerische Information,- einer Ausgabe zur Anzeige von Eingängen oder von numerischer Information aus den Resultaten der909851/0660TER MEER ■ MÖLLER · STEINMEISTER 1 248-GERK"2 -arithmetischen Rechenoperationen,- einem Primärspeicher für die numerische, auf diezu jeder Transaktion gehörenden Geldbeträge bezogene Information, und- einem Sekundärspeicher für den kumulativen Wert einer Reihe der im Primärspeicher enthaltenen numerischen Information,gekennzeichnet durch eine Einrichtung (18) die eine Änderung von Inhalten des Sekundärspeichers (6) ermöglicht. - 2. Schalterkassenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (18 ...) zur Änderung des Inahlts im Sekundärspeicher (6) so ausgebildet ist, daß eine Subtraktion von Information in bezug auf Transaktionen, die zu löschen ist, von im Sekundärspeicher (6) enthaltenen kumulativen Daten erfolgt.
- 3. Schalterkassenmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung eine Lösch-Recheneinheit (18) sowie logische UND-Glieder (12, 13, 14, 15) umfaßt.
- 4. Verfahren zur Durchführung von Operationen an einer Schalterkassenmaschine gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß zum Korrigieren von fehlerhaften Eingabedaten bei Peststellung eines Fehlers eine entsprechende Taste gedrückt, die fehlerhaften Eingabedaten ein zweites Mal eingegeben, von den gegespeicherten kumulativen Werten subtrahiert und danach eine korrekte Eingabe durchgeführt und ausgedruckt werden.909851/0660
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