[go: up one dir, main page]

DE292217C - - Google Patents

Info

Publication number
DE292217C
DE292217C DE1914292217D DE292217DD DE292217C DE 292217 C DE292217 C DE 292217C DE 1914292217 D DE1914292217 D DE 1914292217D DE 292217D D DE292217D D DE 292217DD DE 292217 C DE292217 C DE 292217C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
distillate
mercury
gas supply
float
tube
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1914292217D
Other languages
English (en)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed filed Critical
Application granted granted Critical
Publication of DE292217C publication Critical patent/DE292217C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/42Regulation; Control

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

Mi on
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 292217 -KLASSE 12«. GRUPPE
Dr. ERICH FEDER in COBLENZ-MOSELWEISZ.
insbesondere für analytische Zwecke.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Juni 1914 ab.
. Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine besonders für analytische Zwecke bestimmte Vorrichtung zum selbsttätigen Regeln der Heizgaszuführung zu Destillationsapparaten, wobei durch die zunehmende Destillatmenge ein in einem mit Quecksilber gefüllten Gefäß befindlicher Schwimmer allmählich gesenkt, dadurch die Quecksilbersäule in dem anderen Schenkel dieses Gefäßes gehoben und
ίο die Gaszufuhr infolgedessen entsprechend geregelt bzw. ganz abgestellt wird.
Es.ist zwar bei Wärmereglern vielfach üblich, die Gaszufuhr zur Heizquelle für die zu erhitzende Flüssigkeit durch eine Quecksilbersäule zu beeinflussen bzw. ganz abzustellen, welche durch eine in der Wärme sich ausdehnende Flüssigkeit zum Ansteigen gebracht wird. In vorliegendem Falle handelt es sich aber um eine neue Art der Anwendung dieser
ao Maßnahme für einen anderen Zweck, d. h. bei Destillierapparaten für analytische Zwecke.
Andererseits ist es bei Destillierapparaten bereits bekannt, mittels eines durch die Destillatmenge angehobenen Schwimmers die Zufuhr der Wärmequelle (des Dampfes) zum Destillierapparat entsprechend zu vermindern bzw. ganz abzuschneiden.
Abgesehen davon, daß die Vorrichtung nach vorliegender Erfindung nicht einen Bestandteil des eigentlichen Destillierapparates, sondern lediglich die Unterlage für jede beliebige Destilliervorlage bildet, besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen dieser neuen Vorrichtung und der bekannten darin, daß nach ersterer die zu destillierende Flüssigkeit durch einen beliebigen Kühler verdichtet und in einer beliebigen Vorlage aufgefangen werden kann, ohne mit der eigentlichen Regelungsvorrichtung in Berührung zu kommen, und daß der Schwimmer nicht, wie dies bei der bekannten Vorrichtung der Fall ist, in dem Destillat, sondern im Quecksilber liegt.
.Für analytische Zwecke wäre die Anwendung der bereits bekannten Vorrichtung mit gewissen Schwierigkeiten verbunden. Schon das oft auszuführende Reinigen eines kleinen, mit einer umständlichen Schwimmervorrichtung versehenen Meßkölbchens von beispielsweise 50 ecm Inhalt dürfte wegen der Verschiedenartigkeit der bei chemischen Arbeiten (z. B. analytischen) erhaltenen Destillate ·—· wasserlöslicher und wasserunlöslicher, z. B. Kohlenwasserstoffe — viel zu zeitraubend und manchmal auch schwierig sein. Es ist also von großem Vorteil, daß bei der neuen Vorrichtung' das Destillat mit dem Schwimmer gar nicht in Berührung kommt und eine Reinigung des ganzen Destillationsapparates nicht mehr Arbeit verursacht als ohne Benutzung der Regelungsvorrichtung.
Der Zeitpunkt des Eintrittes der Selbstregelung ist bei der bekannten Vorrichtung in hohem Grade abhängig von der Dichte des Destillates, während diese bei der neuen Vorrichtung ohne jeden Einfluß auf die Regelung ist; diese letztere wird vielmehr lediglich durch das Gewicht des Destillates bewirkt, da der Schwimmer nicht in dem Destillat von manch-
mal wechselnder und unbekannter Zusammensetzung, sondern stets in derselben, von der Temperatur möglichst wenig abhängigen Flüssigkeit, d. h. im Quecksilber liegt.
Die selbsttätige Unterbrechung der Destillation beim Vorliegen einer bestimmten Gewichtsmenge eines dem spez. Gew. nach — wie das meist zutrifft -— unbekannten Destillates wird im Gegensatz zu der bereits bekannten Vorrichtung erst durch den Erfindungsgegenstand ermöglicht.
Die neue Regelungsvorrichtung besteht aus zwei dickwandigen kommunizierenden Röhren aus keramischer Masse, wie Ton, Porzellan
u. dgl. a, b, in deren unterem Teile sich Quecksilber befindet. In dem weiteren Rohr α liegt in geringem Abstand von der Innenwand ein Hohlschwimmer, der mittels zweier an gegenüberliegenden Stellen der Grundfläche vorspringender Gleitwülste eng an der Rohrwand anliegt und auf seiner oberen Endfläche drei Tragstangen hat, die durch enge Öffnungen des auf dem Rohre α liegenden Deckels hindurchführen, und auf welchen eine zur Aufnähme der Destilliervorlage bestimmte Platte aus Ton oder Hartgummi ruht. In dem weiteren Teile des Rohres b ist ein dickwandiges Glasrohr eingeschliffen, welches sich zu dem engeren Rohr c verjüngt und mit einem gußeisernen Mantel bekleidet ist; letzterer besitzt der Länge nach vorn einen Spalt, um die Feststellung der Quecksilberhöhe in dem Glasrohr zu ermöglichen; an seinem oberen Teile d ist der Mantel gezahnt oder mit Gewinde versehen, so daß das ganze Rohr mittels eines Zahnrades auf und ab verschoben werden kann. Das Rohr besitzt oben eine seitliche Fortsetzung f zur Gaszufuhr und weiter unten ein seitliches Ansatzrohr g, aus welchem das Gas austritt. Wird nun auf die Tragplatte eine Destilliervorlage gesetzt, so steigt das Quecksilber in dem Rohr c während der Destillation immer höher und verschließt endlich die seitliche Öffnung, durch welche das Gas in das Seitenrohr einströmt.
Angenommen, es sollen beispielsweise 75 g oder no g Destillat übergetrieben werden. Das Rohr c ist dann so zu bemessen, daß man es, nachdem die Destilliervorlage bereits auf der Tragplatte aufgestellt wurde, nur so weit zu verschieben braucht, daß die betreffende Marke (110 bzw. 75) auf die Oberfläche des Quecksilbers eingestellt ist, um durch das während der Destillation ansteigende Quecksilber bei Erreichung von 75 g bzw. 110 g Destillat die Heizmittelzufuhr abzuschneiden und so die Destillation zu unterbrechen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum selbsttätigen Regeln der Heizgaszuführung zu Destillationsapparaten, insbesondere für analytische Zwecke, unter Verwendung eines Schwimmers, welcher die Heizmittelzufuhr entsprechend der Menge des Destillates beeinflußt, gekennzeichnet durch ein aus zwei kommunizierenden Schenkeln («, b) bestehendes, mit Quecksilber gefülltes Gefäß, an dessen einen Schenkel (b) sich die zur Gaszufuhr zum Destillationsapparat dienenden Rohre (c, d, f, g) anschließen, und in dessen anderem Schenkel (a) ein die Destilliervorlage tragender Hohlzylinder schwimmt, der durch die zunehmende Menge des Destillates in der Vorlage allmählich gesenkt wird, dadurch Quecksilber in die Rohre (c, d) drückt und die Gaszufuhr zur Heizquelle entsprechend regelt bzw. ganz abstellt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1914292217D 1914-06-18 1914-06-18 Expired DE292217C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE292217T 1914-06-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE292217C true DE292217C (de) 1916-05-31

Family

ID=34398452

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1914292217D Expired DE292217C (de) 1914-06-18 1914-06-18

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE292217C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2214458C3 (de) Vorrichtung zum selbsttätigen Entnehmen vorbestimmter Flüssigkeitsmengen aus einem Behälter
DE292217C (de)
DE2334255C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Überwachung einer Flüssigkeit auf das Vorhandensein einer geringen Beimischung einer Verunreinigung mit niedrigerem Siedepunkt
DE262760C (de)
DE432396C (de) Fluessigkeitsbremse fuer den Schwimmer einer Fluessigkeitsmess- oder -foerdervorrichtung
CH115670A (de) Klemmvorrichtung.
DE2753743A1 (de) Entwicklungstrommel fuer fotografisches material
DE225151C (de)
AT150094B (de) Verfahren und Vorrichtung zum sicheren Starten und Anfahren von Kraftfahrzeugen.
DE386819C (de) Elektrisches Erhitzungsgefaess
DE240395C (de)
DE558463C (de) Vorrichtung zur Regelung des Fluessigkeitsstandes in Destillierapparaten
DE186876C (de)
DE806497C (de) Vorrichtung zum Messen der Dichte von Fluessigkeiten, Trueben, Suspensionen o. dgl.
DE553917C (de) Verfahren zum selbsttaetigen Regeln des Wasserstandes in Kesseln
DE2113709B2 (de) Detektorvorrichtung für eine Apparatur zur kontinuierlichen Destillationskontrolle von Proben
DE279918C (de)
DE573977C (de) Belueftungseinrichtung fuer Wasser
DE737140C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Rauch oder Nebel
DE376757C (de) Loetkolben
DE163748C (de)
DE223360C (de)
DE480430C (de) Zufuehrung des Elektrolyten zu Druckzersetzerzellen
DE830188C (de) Vorrichtung zur Trennung von fluechtigen Bestandteilen aus einem fluessigen Gemisch
DE84770C (de)