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Ausziehbare Leiter
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Die Erfindung betrifft eine Leiter, die hier als Anlegleiter dargestellt
ist, die jedoch durch zusätzliche Stabilisierungselemente auch als freistehende
Leiter verwendet werden kann.
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Das Besondere der Leiter: sie kann mjihelos als cler Transheraus nortstellung
### durch Betätigen einer Kurbel oder durch Motorkraft in die Arbeitsstellung gebracht
werden. Ferner ist sie in Transportstellung extrem Kompakt.
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Obwohl als Grundelement auch die hekannte "Nürnberger Schere" verwendet
wird, konnte erst durch eine neue Anordnung der Schere, durch die Kombination mit
einer Sonderkonstruktion einer Scharnierplatten-Kette und durch eine Ausziehborrichtung
eine neuartige Lösung mit neuen Möglichkeiten gefunden werden.
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Leitern werden sehr häufig benötigt, beim Bau, in der Montage, in
der Land-und Forstwirtschaft, wobei fast immer die Leiter zunächst an tlen Arbeitsplatz
beför<tert werden muss.. I>er Transport größerer Leitern ist, wenn nicht ein
Lastwagen zur Verfügung steht, reichlich umständlich und gefährlich.
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Hinzukommt, dasti das Auf. -und Abbauen stets iiber die Ilorizontale
verlaufen muss.
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Diese Unzulänglichkeiten sind bekannt, und sie ftlhrten zu einer Vielzahl
von Verbesserungsvorschlägen. Die bisher bekannten Vorschläge, soweit es sich dabei
nicht um ausziehbare Feuerwehrleitern handelt, zielten jedoch ntir darauf ab, durch
ein 7 Zerlegen der Leiter den Transport zu vereinfachen. Allen Vorschlägen gemeinsam
ist Jedoch, <lass die Leitern in der Horizontalen miihsam zusammengebaut wer<len
miissen, um anschließend in die Arbeitsstellung gebracht zu werden. So besteht z.B.
nach Pat.nr.: 922617 eine zusammenklappbare Leiter aus rohrförmigen Holmenabschnitten,
die an ihrem konischen Ende zusammensteckbar sind.
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Eine andere Ausführung zerlegt die Leiter in gleichlange Abschnitte
mit mehreren Sprossen, deren Enden durch. Scharniere miteinander verbunden sind.
Auch hier ist ein umständliches Auf-und Abbauen erforderlich. Hinzu kommt ein gewisser
Unsicherheitsfaktor, wenn die Sperrbolzen noch nocht eingerastet sind.
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Eine andere Gruppe, z.B. Patnr.: 284004,verwendet die "Nürnberger
Schere". Wie bei Scherentreppen für den Dachausstieg liegen die Scherachsen narallel
zu den Sprossen, als einzige Möglichkeit, die auftretenden Biegekräfte aufzunehmen.
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Die Leiter für einen Dachausstieg ist oben befestigt und kann nicht
ungewollt zusammenklappen. Sie ist auch in der Regel kurz. Für eine Anlegleiter
gelten jedoch andere Anforderungen.
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Derartige Konstruktionen, wie angemeldet als Anlegleiter, sind nicht
verwendbar. Einmal fehlt der Leiter die nötige Seitenstabilität, was sich durch
starkes Schwanken bemerkbar macht, Die Hauptschwäche liegt jedoch in der Gefahr
eines ungewollten Zusammenklappens. In keinem Fall liegt eine Konstruktion für einen
Ausfahrmechanismus vor.
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Sämtliche hier aufgeführten Anlegleitern müssen in <er llorizontalen
auf-und abgebaut werden.
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Die vorliegende Erfindung bestitzt demgegenüber folgende Vorteile:
1. Das Aus-und Einfahren geschieht mühelos durch das Drehen einer Handkurbel oder
durch Motorkraft 2.Die Leiter ist in Transportstellung extrem kompakt und kann auch
in größeren Ausführungen im Kofferraum eines PKW untergebracht werten.
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3. Größtmögliche Sicherheit. Der Ausfahrmechanismus besitzt Selbsthemmung.
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4. Das Tragen der Leiter entfällt, weil sie auf Rädern gezogen werden
kaiin 5. Durch das Aufsetzen eines Behälters am oberen Ende kann z.B. Werkzeug oder
Baumaterial hocfhbefördert werden 6. I)ie holme besitzen einen guten Handlauf durch
die Scharnierketten.
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7. Die Leiter fährt direkt von Stand aus in die Arbeitsstellung.
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Das Montieren in der Horizontalen und das anschl. Hochheben entfallen.
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Beschreibung, Die beiden Holme bestehen Jeweils aus einer Scharnierkettenplatte
1 und einer Schere 2, wobe@ jedem Scherenelement eine Kettenplatte zugeordnet ist(Fig.
1.) Das Kettenglied 11 und das dazugehörige Scherenelement sind durch die Scherenachse
24 miteinander verbunden. Die Sprosse 33 befindet sich dazwischen und wird durch
die Distanzrohre in ihrer Lage fixiert.
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Im Gegensatz zu den bisher bekannten Leitern mit hilfe einer "Nürnberger
Schere" stahen die Achsen der Scherenelemente senkrecht auf einer durch die Sprossen
gelegten Ebene, also um 900 gedreht. In dieser Position kann die Schere nur Druckkräfte
aufnehmen, jedoch kaum Biegekräfte. Die Biegekräfte werden von der Scharniernlattenkette
iibernommen. die Scheren tragen also die Last, und sie übernehmen die seitliche
Stabilität, während die Kette in dieser Konstruktion niir die Aufgane hat, die Schere
am Durchbiegen zu hindern , also, die Biegekräfte auszunehmen. Die beiden Scharnierplattenketten
bieten sich darüber hinaus hervorragend als Handlauf an, und da sie @ über die Sprossen
seitlich hochgezogen sind, wirken sie wie ein Schutzgeländer.
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Die Scherenachse 24 ist in der Mitte zwischen den beiden Gelenkbohrungen
an der Stirnseite befestigt oder sie ragt durch Bohrungen durch die Platte hindurch.(Fig.1)
Sowohl <las Sprossenende 33 wie die beiden Scherenblätter sitzen drehbar auf
der Achse 24.
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In Tranpsortstellung sind die Scherenelemente aufgeklappt, während
die beiden Scharnierplattenketten 1 leporelloförmig zusammengelegt sind. Dies wird
dadurch erreicht, dass die Mittellinien der Scharnierbohrungen jeweils um den Abstand
a über die seitliche Begrenzungsfläche hinausragen.(Fig 4) Mit zunehmender Streckung
der Scheren vermin<lert sich <Ije Eigenschaft, Seitenkräfte parallel zur Längsachse
der Sprossen aufzunehmen. Damit die Leiter nicht zu weit ausgezogen werden kann,
und somit die Seitenstabilität einbüßen würde, wurde die wirksame Lange eier Platten
<er Kette 1, also <1cr senkrechte Abstand zwischen den beiden Mittellinien
der
Gelenkbohrungen mit dem Abstand L1(Fig.4)kürzer als der entsprechende
Abstand L2 bei den Scherenblättern FIg.3 gewählt Ein wieterer Vorteil liegt darin,
dass die Scharnierplattenkette bei voll ausgezogenem Zustand der Leiter ganz gestreckt
ist und somit einen guten Handlauf bietet.
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Eine Leiter mnss vor allem sicher sein. F.iii ungewolltes Zusammenklappen
unter Last darf nIcht vorkommen. Sowohl die Holmenkonstruktion als auch der Ausfahrmechanismus
sind unter diesem Gesichtspunkt entworfen worden. l)ie beiden Holme sind funktionell
voneinander getrennt. Auch für den Ausfahrmechanismus wurden als tragendes es Element
zwei Gewindespindeln 50 und 51 (Fig. 7) gewählt. Das Ausziehen erfolgt über ein
gleichmäßiges Strecken der Scheren, wodurch zugleich auch die Scharnierplattenketten
gestreckt werden. Die Sprosse 32 trägt an ihren seitlichen Verlängerungen die Gewindestücke
59 und 60(Fig. 9),die ihrerseits auf den Gewindespindeln 50 und 51 gängig sitzen,
wobei eine Spindel links-, die andere Rechtsgängigkeit besitzt. Die Gewindestücke
59 und 60 besitzen Selbsthemmung, was bedeutet, dass auch bei größter Belastung
der Leiter kein selbständiges Drehen der Spindeln und dadurch Absinken der Leiter
möglich ist. Die Welle 52 verbindet über die Kegelradpaare 57-58 die beiden Spindeln
miteinander. Die Spindel 51 wird durch die Handkurbel 53 über ein Zahnradpaar 54-55
und über ein Kegelradpaar 56 angetrieben. Zahnrad 55 dreht sich gegenüber der Kurbel
53 und dem Zahnrad 54 wegen unterschiedlicher Durchmesser der Räder schneller.
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Die Sprosse 32 berührt die Gestellprofile 40 und 41 an der Innenseite.
Die Beine des Gestells 40 und 41 geben den Holmen Halt und verhindern ein seitliches
Umkippen um die auf der Sprosse 31 befestigten Achsen 24. (Fig. 7 und 8) Die beiden
Gewindespindeln 50 und 51 könnten möglicherweise einem starken seitlichen Druck
nicht standhalten.
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I)ie oberste Sprosse wird nur durch die verkiirzten Scharnierkettenglieder
112(Fig, 12 und 13)und durch die verkürzten Scherenelemente 113 gehalten.
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Ftir den Transport außerhalb des Fahrzeugs sind drei Räder angebracht.
Zwei Räder(Fig. 12 und 13)sitzen an der letzten Sprosse -64- , wo sie an den Halterungen
63 aiigebracht sind.
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Diese beiden Räder liegen bei der einsatzbereiten Anlegeleiter an
der Wand auf, während sie in Transportstellung auf tier Fahrbahn rollen(Fig 11 -
64) Ein drittes Rad, drehbar, ist an der Querleiste 62 angebracht.
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(Fig, 7-63) Es kann mit einer Deichsel versehen werden(Fig. 11-120)
Nachfolgend die Beschreibung der schematischen Zeichnungen: Fig.1 Seitenansicht
der Holme Fig.2 Draufsicht auf ein Leiterstück in ausgezogenem Zustand Fig.3 Seitenansicht
einer Platte der Scharnierplattenkette Fig.4 Vorderansicht zu Fig. 3 Fig.5 Scherenblatt
in Achsrichtung Fig.6 Seitenansicht zu 5 Fig. 7 Schnitt durch das Leitergestell
mit Scliarnierplatten-Ketten, teilweise ausgezogen Fig. 8 Draufsicht der Leiter
Fig. 9 Vergrößerte Schnittzeichnung durch den verlängerten Teil der Sprosse 32 Gewindestück
und Gewindestange Fig. 10 Kegelradpaar für den Ausziehmechanismus Fig.11 Leiter
in Transportstellung, bereit zum Fahren auf der Strafe Fig.12 Seitenansicht der
letzten Leitersprossen Fig.15 Draufsicht von Fig. 12
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