-
36. Vorrichtung nach Anspruch 35, d a d u r c h g e -
-
k e n n z e i c h n e t , daß das Verhältnis des Gesamtdurchmessers
(168) der größten Scheiben auf jeder Welle zur Länge des Scheibensatzes 2,2:1 bis
2,6:1 beträgt.
-
37. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 34 bis 36, d a -d u r c h
g e k e n n z e i c h n e t , daß die Formscheiben auf jeder Welle in drei axialen
Bereichen angeordnet sind, wobei der erste Axialbereich (162) Scheiben verschiedener
Durchmesser mit abgeschrägten Axialprofil, der zweite Axialbereich (166) wie der
erste Axialbereich Scheiben verschiedener Durchmesser, jedoch mit in entgegengesetzter
Axialrichtung abgeschrägtem Axialprofil und der dritte Axialbereich (164) Scheiben
gleicher Durchmesser enthält und sich zwischen dem ersten und dem zweiten Axialbereich
befindet.
-
38. Vorrichtung nach Anspruch 37, d a d u r c h g e -k e n n z e i
c h n e t , daß der erste und der zweite Axialbereich jeweils vier Formscheiben
und der dritte Axialbereich sechs Formscheiben enthält.
-
39. Vorrichtung nach Anspruch 37 oder 38, d a d u r c h g e k e n
n z e i c h n e t , daß der axiale Abstand zwischen den Formscheiben mit axial abgeschrägten
Profilen im ersten und zweiten Axialbereich (162, 166) von dem axialen Abstand zwischen
den Formscheiben im dritten Axialbereich (164) verschieden ist.
-
40. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 28 bis 39, d a -d u r c h
g e k e n n z e i c h n e t , daß die Umdrehungsrichtung der Wellen umkehrbar ist.
-
Rippenrohr sowie Verfahren und Vorrichtung zu seiner Herstellung
Die Erfindung betrifft ein Rippenrohr aus Metall sowie ein Verfahren und eine Vorrichtung
zu seiner Herstellung.
-
Das Rippenrohr gemäß der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß
es eine durchgehende Form hat und mindestens zwei Rippenbereiche und zwischen den
Rippenbereichen mindestens einen rippenlosen Bereich aufweist.
-
Eine vorteilhafte Weiterbildung des Rippenrohres besteht darin, daß
mindestens ein Rippenbereich eine axial sich erstreckende Zone, in der die Rippen
nur teilweise ausgebildet sind, und eine axial sich erstreckende Zone aufweist,
in der die Rippen voll ausgebildet sind, wobei die axiale Länge der Zone mit nicht
voll ausgebildeten Rippen 0,50 bis 0,60 des Durchmessers der voll ausgebildeten
Rippen beträgt.
-
Eine weitere Fortbildung des Rippenrohres ist dadurch gekennzeichnet,
daß das Rohr aus Bimetall mit einem durchgehenden Rippenrohrmantel aus Metall und
einem Innenrohr aus Metall besteht.
-
Das Verfahren zum Herstellen des Rippenrohres besteht darin, daß ein
Metallrohr geformt wird, das in axialer Richtung Rippenbereiche aufweist, die durch
rippenlose Bereiche getrennt sind.
-
Eine Weiterbildung des Verfahrens besteht darin, daß eine Anzahl auf
Wellen montierter angetriebener Walzen, die um das Ausgangsrohr angeordnet und jeweils
mit einer Anzahl von mit axialem Abstand angeordneter Formscheiben versehen sind,
die mit dem Ausgangsrohr so in Abwälzkontakt gebracht werden, daß die Umlaufachse
einer jeden Welle die Längsachse des Ausgangsrohres unter einem Winkel schneidet.
Die Formscheiben sind, so angeordnet, daß die Scheiben einer jeden Walze in derselben
Spur einander nachlaufen. Wenn die Formscheiben mit dem Ausgangsrohr in formende
Berührung gebracht werden, dringen die Scheiben in das Metall ein und verformen
es so, daß das verdrängte Material in die axialen Räume zwischen den Formscheiben
gepreßt wird, so daß Rippen gebildet werden. Dadurch, daß die Achsen der Wellen
die Achse des Ausgangsrohres unter einem Winkel schneiden, laufen die Formscheiben
beim Antrieb der Wellen in Längsrichtung über das Ausgangsrohr und extrudieren aus
dem Ausgangsrohr schraubenförmig gewundene Rippen.
-
Das metallische Ausgangsrohr kann aus einem Stück oder auch aus mehreren
Teilen bestehen, die so miteinander verbunden sind, daß ein axial durchgehendes
Rohr gebildet wird. Das Verbinden kann beispielsweise durch Schweißen geschehen.
-
Das Verfahren kann sich auf die Herstellung von Rohren in linearer
Form mit in Längsrichtung sich abwechselnden Rippen- und rippenlosen Bereichen erstrecken.
-
Das Verfahren kann sich ferner auf die Verwendung einer Anzahl von
Walzen erstrecken, die auf Antriebswellen montiert sind, die mit Abstand um das
Ausgangsrohr angeordnet sind. Jede Walze ist mit einer Anzahl axial angeordneter
Formscheiben versehen, die mit dem Ausgangsrohr in formende Abwälzberührung gebracht
werden können, und die Umlaufachse einer jeden Welle schneidet die Längsachse des
Ausgangsrohres unter einem Winkel.
-
Bei dem Verfahren werden die Formscheiben intermittierend mit dem
Ausgangsrohr in formende Berührung gebracht und nach dem Formen eines gerippten
Bereichs wieder abgehoben.
-
Sodann wird das Ausgangsrohr axial weiterbewegt, so daß ein rippenloser
Bereich gebildet wird, und anschließend werden die Formscheiben wieder mit dem Ausgangsrohr
in formende Berührung gebracht, und es wird ein zweiter Rippenbereich geformt, der
von dem ersten Rippenbereich durch einen rippenlosen Bereich getrennt ist.
-
Die Rippen in einem Rippenbereich können über eine axiale Strecke
von 0,40 bis 0,75, am besten von 0,50 bis 0,60, des Außendurchmessers des Rippenrohres
in diesem Bereich zur vollen Höhe ausgebildet werden.
-
Bei dem Verfahren kann weiterhin vorgesehen werden, daß die Formscheiben
relativ zu dem Ausgangsrohr in eine Richtung in Umdrehung versetzt und an einer
Stelle zwischen den Enden des Rohres mit dem Ausgangsrohr in formende Berührung
gebracht werden, über eine endliche axiale Strecke des Ausgangsrohres eine schraubenförmige
Rippe geformt, sodann die Umdrehung der Formscheiben angehalten und ihre Drehrichtung
umgekehrt wird, so daß auch die axiale VerschiebungderRippe umgekehrt wird. Hierbei
kann die umgekehrte axiale Verschiebung der Rippe bis zum Ausgangspunkt und über
diesen hinaus fortgesetzt werden, so daß jenseits des Ausgangspunktes über eine
endliche axiale Strecke eine Rippe erzeugt wird.
-
Zweckmäßigerweise wird das formende Inberührungbringen der Formscheiben
mit dem Ausgangsrohr bei der oszillierenden Umkehr der Drehrichtung der Formscheiben
gesteuert.
-
Eine Art der Steuerung kann darin bestehen, daß die Wellen bei der
oszillierenden Umkehr der Drehrichtung der Formscheiben kontinuierlich um das Ausgangsrohr
geschlossen werden.
-
Eine andere Art der Steuerung besteht darin, daß die Wellen bei der
oszillierenden Umkehr der Drehrichtung der Formscheiben stufenweise um das Ausgangsrohr
geschlossen werden.
-
Die Umkehr der Drehrichtung der Formscheiben kann nahezu momentan
erfolgen.
-
Die relative Drehung zwischen Formscheiben und Ausgangsrohr kann dadurch
herbeigeführt werden, daß die Formscheiben angetrieben werden und durch Reibungsschluß
mit dem Ausgangsrohr diesem eine entgegengesetzte Umdrehung erteilen.
-
Das Formen der Rippenbereiche kann etwa in der axialen Mitte des Ausgangsrohres
begonnen und von dort zu den beiden Enden des Rohres fortgesetzt werden.
-
Die Formscheiben auf den verschiedenen Wellen laufen am besten in
derselben Spur und greifen zur Erleichterung des Formens der Rippe zur vollen Höhe
in unterschiedlichem Ausmaß an der Rippe an. Die Formscheibe an einer Welle kann
an einem Drittel der Rippenhöhe, die in derselben Spur nachlaufende Formscheibe
auf der zweiten Welle an einem zweiten Drittel und die in derselben Spur nachlaufende
Formschei be auf der dritten Welle am letzten Drittel der Rippenhöhe angreifen.
-
Das Verfahren kann insbesondere darin bestehen, daß man die Formscheiben
durch Bewegen in radialer Richtung zum Rohr hin um das Rohr schließt und in formende
Wälzberührung mit dem Rohr bringt, durch Drehen der Formscheiben eine axiale Länge
Rippen formt, sodann die Umdrehung der Formscheiben anhält, die Drehrichtung der
Formscheiben nahezu momentan umkehrt, dadurch die Rippen in die axial entgegengesetzte
Richtung verschiebt und die Formscheiben, wenn die den axialen Ausgangspunkt der
Rippenbildung erreichen, um das Rohr schließt und so in axial entgegengesetzter
Richtung vom Ausgangspunkt Rippen formt.
-
Ein axialer Übergang von einem Rippenbereich zu einem Bereich mit
nicht in voller Höhe ausgebildeten Rippen kann dadurch hergestellt werden, daß der
Umlauf der Formscheiben einige Umdrehungen oszillierend umgekehrt wird.
-
Das Formen der Rippen wird über die gewünschte axiale Länge ausgeführt
und kann dadurch beendet werden, daß die Formscheiben von dem Ausgangsrohr abgehoben
werden.
-
Die Umlaufachsen der Wellen schneiden die Längsachse des Rippenrohres
am besten unter verschiedenen Winkeln Zur Ausbildung eines plötzlichen Übergangs
von einem Bereich voll ausgebildeter Rippen zu einem rippenlosen Bereich kann ein
axialer Bereich nicht zu vollen Höhe ausgebildeter Rippen zusammengepreßt werden.
Dienicht in voller Höhe ausgebildeten Rippen können dabei so zusammengepreßt werden,
daß sie einen gleichmäßigen Querschnitt haben und stufenlos in den rippenlosen Bereich
übergehen.
-
Nach einer anderen Ausführungsform des Verfahrens kann ein rippenloser
Bereich dadurch geformt werden, daß mindestens ein Teil der Rippen eines Rippenbereichs
durch spangebende Bearbeitung angetragen wird.
-
Als Ausgangsmaterial zur herstellung des Rippenrohres kann vorteilhafterweise
ein Bimetallrohr verwendet werden, das aus einem Mantelrohr und einem Innenrohr
aus Metall besteht.
-
Die Vorrichtung zur erstellung des Rippenrohres aus einem Metallrohr
umfaßt drei angetriebene Wellen, auf denen jeweils eine Anzahl mit axialem Abstand
angeordneter Formscheiben sitzt, wobei die Anordnung so getroffen ist, daß die Formscheiben
in axial voneinander abstehenden Gruppen in derselben Spur laufen, und wobei die
Formscheiben jeder Spurgruppe unterschiedliche Durchmesser haben.
-
Die Durchmesser der Formscheiben einer jeden Spurgruppe stehen am
besten im Verhältnis 1:1,1 bis 1:1,2.
-
Die Achse einer jeden Welle schneidet die Längsachse des Rippenrohres
unter einem Winkel, und am besten schneiden die Achsen der Wellen die Längsachse
des Rippenrohres unter verschiedenen Winkeln.
-
Die Schnittwinkel zwischen den Achsen und der Längsachse des Rippenrohres
betragen zweckmäßigerweise zwischen 3 und 70. Am besten beträgt der Schnittwinkel
bei einer Welle 30, bei anderen Welle 40 und bei der dritten Welle 60.
-
Der Satz Formscheiben auf jeder Welle kann vorteilhafterweise aus
Scheiben verschiedener Durchmesser bestehen. Die axiale Länge eines jeden Formscheibensatzes
auf jeder Welle ist zweckmäßigerweise kürzer als der Gesamtdurchmesser der größten
Scheiben eines Satzes. Das Verhältnis des Gesamtdurchmessers der größten Scheiben
auf jeder Welle zur Länge des Scheibensatzes beträgt am besten 2,2:1 bis 2,6:1.
-
Die Formscheiben auf jeder Welle sind zweckmäßigerweise in drei axialen
Bereichen angeordnet, wobei der erste
Axialbereich Scheiben verschiedener
Durchmesser mit abgeschrägten Axialprofil, der zweite Axialbereich wie der erste
Axialbereich Scheiben verschiedener Durchmsser, jedoch mit in entgegengesetzter
Axialrichtung abgeschrägtem Axialprofil und der dritte Axialbereich Scheiben gleicher
Durchmesser enthält und sich zwischen dem ersten und dem zweiten Axialbereich befindet.
Der erste und der zweite Axialbereich enthalten zweckmäßigerweise jeweils vier,
der dritte Axialbereich enthält sechs Formscheiben.
-
Der axiale Abstand zwischen den Formscheiben mit axial abgeschrägten
Profilen im ersten und zweiten Axialbereich ist zweckmäßigerweise von dem axialen
Abstand zwischen den Formscheiben im dritten Axialbereich verschieden.
-
Vorteilhafterweise ist die Umdrehungsrichtung der Wellen umkehrbar.
-
An Hand der Zeichnung wird die Erfindung näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Endansicht einer Ausführungsform der Vorrichtung zur Herstellung des
Rippenrohres mit drei rippenformenden Walzen, zwischen denen sich ein aus einem
Rohrmantel und einem Innenrohr bestehendes Ausgangsrohr in Rippenwalzstellung befindet;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Schnittlinien einer der in Fig. 1 dargestellten Walzen
mit der Längsachse des Innenrohres; Fig. 3 einen Längsschnitt längs der Linie III-III
des Ausgangsrohres der Fig. 1 in vergrößertem Maßstab;
Fig. 4 einen
Längsschnitt eines nach einer Ausführungsform des Verfahrens hergestellten Rippenrohres;
Fig. 5 einen Längsschnitt eines nach einer anderen Ausführungsform des Verfahrens
hergestellten Rippenrohres; Fig. 6 einen Längsschnitt eines Rippenrohres, das gemäß
einer Weiterbildung des Verfahrens aus einem Rippenrohr der Fig. 4 hergestellt worden
ist; Fig. 7 eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung zur Herstellung des Rippenrohres
mit drei rippenformenden Walzen und einem aus Rohrmantel und Innenrohr bestehenden
Ausgangsrohr in Rippenwalzstellung zwischen den Walzen; Fig. 8 eine Draufsicht auf
die Schnittlinien der Umlaufachse einer der in Fig. 7 dargestellten Walzen mit der
Achse des Innenrohres; Fig. 9 eine Vorderansicht einer der in Fig. 7 dargestellten
Walzen in vergrößertem Maßstab; Fig. 10 einenteilweise fragmentarischen Längsschnitt
eines hergestellten Rippenrohres; Fig. 11 eine Seitenansicht eines hergestellten
Rippenrohres mit Rippen- und rippenlosen Bereichen; und Fig. 12 die Aufeinanderfolge
von Rippen- und rippenlosen Bereichen bei einem Rippenrohr.
-
In Figur 1 bezeichnet die Bezugsziffer 40 allgemein die Vorrichtung
zum Walzen von Rippen. Sie umfaßt drei Walzen 42, die unverschiebbar auf Wellen
44 montiert sind, die jeweils eine Umlaufachse 46 haben. Die Wellen 44 sind mit
gleichem Abstand um die Achse 48 eines Innenrohrs 50 in einem Rohrmantel 52 angeordnet.
Dieses Ausgangsrohr ist auch in Figur 3 dargestellt. Das Innenrohr 50 kann aus nichtrostendem
oder unlegiertem Stahl bestehen, während der Rohrmantel 52 aus Aluminium, Kupfer
oder einem anderen bildsamen Metall bestehen kann. Wenn die Wellen 44 angetrieben
werden, versetzen die Walzen 42 in Umdrehung, und durch Reibungsschluß zwischen
den Walzen und dem Rohrmantel 52 wird das Ausgangsrohr um die Achse 48 in gegenläufige
Umdrehung versetzt.
-
Figur 2 zeigt, daß die Achsen 46 und 48 der Walzen 42 bzw.
-
des Innenrohres 50 gegeneinander um einen Winkel 54 versetzt sind.
-
Die Walzen 42 sind mit einer Anzahl Formscheiben 56 versehen, die
nebeneinander und konzentrisch zur Umlaufachse 46 angeordnet sind. Die Formscheiben
sind so angeordnet, daß sie in derselben Spur einander nachlaufen, und infolge des
in Figur 2 dargestellten Versetzungswinkels 54 wird beim Umlauf der Wellen 44 in
den Rohrmantel 52 eine schraubenförmige Rippe eingewalzt. Der Winkel 54 bestimmt
die Steigungshöhe der schraubenförmigen Rippen.
-
In Figur 4 ist eine Rippenrohr 58 dargestellt. Es besteht aus Rippenbereichen
60, die in Längsrichtung voneinander getrennt sind und zwischen denen sich ein rippenloser
Bereich befindet. Jeder Rippenbereich 60 setzt sich aus einer Anzahl Rippen 64 zusammen.
Das Rippenrohr 58 wird aus dem Rohrmantel 52 des in Figur 3 dargestellten Ausgangsrohres
auf folgende Weise geformt:
Die Walzen 42 mit den Formscheiben
56 werden, wie in Figur 1 dargestellt, um den Rohrmantel 52 gespannt und in Umdrehung
versetzt. Dadurch wird, wie im Zusammenhang mit Figur 1 beschrieben, eine schraubenförmige
Rippe geformt.
-
Das so hergestellte Rippenrohr wird aus den Walzen 42 herausgenommen,
und die Rippen im Bereich 62 werden durch spangebende Bearbeitung abgetragen, wodurch
axial zwischen den Rippenbereichen 60 ein rippenloser Bereich geformt wird. Durch
das Abspanen der Rippen wird die verbleibende Wandstärke des Rohrmantels im Bereich
62 gegenüber der ursprünglichen Wandstärke des Rohrmantels 52 vermindert, wie bei
66 angedeutet.
-
Figur 5 zeigt ein Rippenrohr 68, das nach einer anderen Ausführungsform
des Verfahrens hergestellt worden ist. Bei diesem Verfahren werden die Walzen 42,
wie im Zusammenhang mit Figur 1 beschrieben, um den Rohrmantel 52 gespannt und längs
des axialen Bereichs 70 Rippen geformt; dann werden die Walzen von dem Rohrmantel
abgehoben. Infolgedessen werden in dem axialen Bereich 72 Rippen in voller Höhe
geformt, während in dem Bereich 74, in dem die Walzen 42 allmählich von dem Rohrmantel
abgehoben werden, Rippen nicht in voller Höhe geformt werden. Das Ausgangsrohr 52
wird dann axial weiterbewegt, die Walzen werden erneut um den Rohrmantel gespannt,
und es wird ein weiterer Rippenbereich 76 ähnlich dem Rippenbereich 70 geformt.
-
Der Rippenbereich 76 enthält ebenfalls eine axiale Zone 78 von nicht
in voller Höhe geformten Rippen, während in der axialen Zone 80 die Rippen 64 zur
vollen Höhe ausgebildet sind. Das fertige Rippenrohr 68 weist daher zwei voneinander
getrennte Rippenbereich 70, 76 und dazwischen einen rippenlosen Bereich 82 auf.
Da der Rohrmantel 52 in dem rippenlosen Bereich 82 intakt ist, behält er seine ursprüngliche
Wandstärke, und es findet keine Verringerung der Wandstärke wie bei dem rippenlosen
Bereich 62 des Rippenrohres 58 nach Figur 4 statt.
-
Figur 6 zeigt eine weitere Bearbeitungsstufe des Rippenrohres 68 nach
Figur 5 zur Herstellung der Endform eines Rippenrohres 84.
-
Das Rippenrohr 84 wird durch Zusammenpressen der nicht zur vollen
Höhe ausgebildeten Rippen der axialen Zonen 74 und 78 hergestellt, die die ursprünglichen
Spitzen- und Fußprofile 86, 88 sowie 90, 92 hatten, so daß die zusammengepreßten
Rippen das gleiche Profil und den gleichen Querschnitt wie das Ausgangsrohr 52 haben.
Im Axialprofil des Rippenrohres 84 tritt daher ein schroffer radialer Übergang von
in voller Höhe ausgebildeten Rippen 64 im Rippenbereich 72 zum Rohrmantel 52 und
wieder zu den in voller Höhe ausgebildeten Rippen 64 des Rippenbereichs 80 ein.
-
Diese Ausbildung des Rippenrohres ermöglicht es, (nicht dargestellte)
Rohrböden auf dem Rohrmantel 52 so anzubringen, daß sie an den zu voller Höhe ausgebildeten
Rippen 64 der Rippenbereiche 72 und 80 anliegen.
-
Das Zusammendrücken der nicht zur vollen Höhe ausgebildeten Rippen
in den Zonen 74 und 78 kann auf einer hydraulisch oder elektrisch angetriebenen
Presse oder mit Hilfe einer (nicht dargestellten) Nockenvorrichtung ausgeführt werden.
-
Bei den in den Figuren 4 und 6 dargestellten Rippenrohren 58 und 84
bestehen die Rippen 64 und der Metallrohrmantel 52 oder der restliche Metallrohrmantel
66 aus einem Stück; ebenso bestehen die Rippenbereiche 60 und der rippenlose Bereich
62 sowie die Rippenbereich 72, 80 und der rippenlose Bereich 82 aus einem Stück.
-
Es versteht sich, daß anstelle eines aus zwei Metallen bestehenden
Rohres, wie in den Figuren dargestellt, auch ein aus nur einem Metall bestehendes
Rohr (ohne Innenrohr) nach dem beschriebenen Verfahren in der gleichen Weise zu
einem Rippenrohr geformt werden kann. Auch können die gerippten
und
ungerippten Bereiche getrennt geformt und die betreffenden Rohrteile dann zu einem
durchgehenden Rohr, z.B. durch Schweißen, zusammengefügt werden.
-
In Figur 7 ist mit der Bezugsziffer 120 allgemein eine weitere Ausführungsform
einer Rippenwalzvorrichtung bezeichnet. Sie besteht aus drei Walzen 122, 124, 126,
die fest auf Wellen 128, 130, 132 mit den Umlaufachsen 134, 136, 138 montiert sind.
Die Wellen 128, 130, 132 sind mit gleichem Abstand um die Achse 140 eines Innenrohrs
142 angeordnet, das von einem Mantelrohr 144 umgeben ist. Das Innenrohr 142 kann
aus unlegiertem Stahl oder nichtrostendem Stahl, das Mantelrohr 144 aus Kupfer oder
Aluminium bestehen. Wenn die Wellen 128, 130, 132 angetrieben werden, versetzen
sie die Walzen 122, 124, 126 in Umdrehung, und infolge Reibungsschlusses zwischen
den Walzen und dem Mantelrohr 144 wird das Rohr gegenläufig um die Achse 140 in
Umdrehung versetzt. Falls gewünscht, kann das Rohr ebenfalls durch einen Antrieb
(nicht dargestellt) in Umdrehung versetzt werden, mit oder ohne Rückgriff auf den
Antrieb durch den Reibungsschluß mit den Walzen 122, 124 und 126.
-
Das Bezugszeichen 146 in Figur 7 deutet mit gestrichelten Linien eine
aus dem Mantelrohr 144 zur vollen Höhe ausgeformte Rippe an.
-
Die Walzen 122, 124, 126 sind mit einer Anzahl Formscheiben 148, 150,
152 versehen, die axial nebeneinander auf den Wellen 128, 130, 132 und konzentrisch
zu den Umlaufachsen 134, 136, 138 angeordnet sind. Die Scheiben auf den Walzen sind
so angeordnet, daß sie einander nachlaufen, und wegen des Winkels 154, unter dem
die Umlaufachsen 134, 136, 138 die Achse des Rohres 144 schneiden (Fig. 8), wird
beim Umlaufen der Wellen 128, 130, 132 auf dem Mantelrohr eine schraubenförmige
Rippe geformt. Auf den Winkel
154 wird beim Beschreiben der Figur
8 näher eingegangen.
-
Die Formscheiben 148, 150, 152 der in Figur 7 dargestellten Vorrichtung,
die beim Walzen einer Rippe einander in derselben Spur nachlaufen, haben, wie dargestellt,
verschiedene Durchmesser, nämlich D, 1,1 D und 1,2D. Sie sind so angeordnet, daß
beim Umlauf der Scheiben 148, 150, 152 entgegen dem Uhrzeigersinn und infolgedessen
einer Umdrehung des Rohres im Uhrzeigersinn die Scheibe 148 die Rippe 146 bis zu
einem Drittel der Rippenhöhe H, die Scheibe 150 die Rippe 146 in einem weiteren
Drittel der Rippenhöhe, d.h. bis zu zwei Drittel H, und die Scheibe 152 die Rippe
146 im letzten Drittel, d.h. bis zur vollen Höhe H, berührt. Dadurch wird erreicht,
daß die in derselben Spur laufenden Scheiben 148, 150, 152 mit verschiedenen Durchmessern
die Rippe 146 rasch bis zur vollen Höhe H ausformen.
-
Die Wellen 128, 130, 132 lassen sich zu dem Mantelrohr 144 hin- und
von diesem wegbewegen, so daß sie an das Mantelrohr angelegt oder von diesem abgehoben
werden können. Um die Wellen 128, 130, 132 an das Rohr anzulegen, werden sie in
Richtung der Pfeile 156, 158, 160 bewegt, und um sie von dem Rohr abzuheben, werden
sie in entgegengesetzter Richtung bewegt.
-
Der in Figur 8 dargestellte Winkel 154 bestimmt die Ganghöhe der in
Figur 7 dargestellten schraubenförmigen Rippe 146. Der Winkel ist für jede der drei
Umlaufachsen 134, 136, 138 der Wellen 128, 130, 132 verschieden und beträgt bei
einer speziellen Ausführungsform 30, 40 und 60. Bei einer anderen Ausführungsform
kann der Winkel zwischen 3042' und 6012' betragen.
-
In Figur 9 ist eine Vorderansicht der in Figur 7 dargestellten Walze
122 veranschaulicht. Die Walze weist 14 Formscheiben 148 auf, die in drei Axialbereichen
162, 164 und 166 axial nebeneinander auf der Welle 128 fest montiert sind. In jedem
der Axialbereiche 162 und 166 sind vier schneidende Scheiben 148 vorgesehen. Die
Durchmesser der Scheiben in diesen Bereichen sind verschieden, und die Scheiben
sind so angeordnet, daß ihre Durchmesser in axial entgegengesetzten Richtungen von
einer Abmessung 168 zu einer Abmessung 170 hin abnehmen. Die Formscheiben 148 im
Bereich 164 haben abgerundete Ränder und sämtlich den gleichen Durchmesser 168.
Die Durchmesser 168 und 170 der Scheiben 148 sollten möglichst klein sein, um ein
Durchbiegen der Scheiben bei der Erzeugung einer Rippe gering zu halten. Die gesamte
axiale Länge 172 der Walze 122 ist kleiner als der Durchmesser 168 der Formscheiben
148. Bei einer speziellen Ausführung können die Abmessungen der Walze 122 folgende
sein: 162 und 166 = 9,6 mm 164 = 14,8 mm 172 = 34 mm 168 = 82 bis 85 mm 170 = 76
mm.
-
Der Durchmesser des Mantelrohres 144 kann 25,4 mm betragen.
-
Der axiale Abstand zwischen den Scheiben 148 kann unterschiedlich
sein unter von dem Bereich 164 zu den Bereichen 162 und 166 variieren.
-
Figur 9 zeigt nur die Walze 122, doch haben die Walzen 124 und 126
der in Figur 7 dargestellten Vorrichtung die gleiche Form.
-
In Figur 10 ist die Erzeugung einer Rippe aus dem Mantelrohr 144 veranschaulicht.
Auf die in Figur 7 dargestellte Vorrichtung wird ebenfalls Bezug genommen. Die Walzen
122, 124, 126 werden entgegen dem Uhrzeigersinn in Umdrehung versetzt und in Richtung
der Pfeile 156, 158, 160 an der Stelle 174 zwischen den Enden des Matelrohres um
das Mantelrohr 144 geschlossen. Die Stelle 174 befindet sich in der Nähe der Mitte
der axialen Länge 176 der zu formenden Rippe oder ein wenig neben der Mitte, wie
in Figur 10 dargestellt. Die Walzen 122, 124 und 126 werden um das Mantelrohr 144
so geschlossen, daß sie allmählich in das Mantelrohr 144 eindringen. Das Schließen
der Walzen wird nach einer von zwei Methoden sorgfältig gesteuert. Bei der ersten
Methode werden die Walzen stufenweise geschlossen.
-
In der ersten Schließstufe werden die Walzen für einige Umläufe, beispielsweise
etwa fünf, entgegen dem Uhrzeigersinn in Umdrehung versetzt, so daß das Rohr 144
in entgegengesetzter Richtung einige Umläufe mehr in Umdrehung versetzt wird, da
der Durchmesser des Rohres kleiner als die Durchmesser der Scheiben 148 ist. Die
Umdrehung der Walzen wird sodann angehalten, und ohne Verzögerung, d.h.
-
nahezu momentan, wird die Umlaufrichtung der Walzen umgekehrt. Die
Walzen werden dabei ein wenig enger geschlossen und für einige Umläufe in Umdrehung
versetzt, so daß das Rohr 144 in entgegengesetzter Richtung in Umdrehung versetzt
wird. Der Umlauf der Walzen 122, 124, 126 wird nun erneut angehalten, und unter
weiterem Engerschließen der Walzen um das Rohr werden sie in entgegengesetzter Richtung
in Umdrehung versetzt, so daß auch das Rohr 144 für einige Umläufe in Umdrehung
versetzt wird. Die oszillierende Umkehr der Umlaufrichtung der Walzen wird sorgfältig
gesteuert, und jeder Umlauf kann 1 bis 10 Umdrehungen betragen. Die Walzen führen
dadurch eine Anzahl axialer Läufe über denselben Axialbereich aus des Mantelrohres
aus, wobei die Scheiben 148 immer tiefer in das-Mantelrohr 144 eindringen. Diese
Arbeitsfolge wird fortgesetzt, bis die
Rippe 178 in einem kurzen
axialen Bereich 180 neben der Ausgangsstelle 174 bis zur vollen Höhe ausgebildet
ist.
-
Die Walzen werden in Schließstellung gehalten und dann m Formen der
Rippe 178 über den gesamten Bereich 182 bis zur Stelle 184, wo die Rippe endet,
ohne Umkehr der Richtung in Umdrehung versetzt. Danach wird die Umdrehung der Walzen
angehalten. Infolge der abgeschrägten Form 186 der Formscheiben 148 in den Bereichen
162 und 166 auf der Walze 122, wie in Figur 9 dargestellt, und der in gleicher Weise
abgeschrägten Bereichen auf den Walzen 124 und 126 und durch das Anhalten der Umdrehung
der Walzen wird am Ende des Rippenbereichs 182 neben dem Endpunkt 184 ein abgeschrägter
Rippenbereich 188 geformt. In diesem Bereich 188 ist die Rippe 190 nicht bis zur
vollen Höhe ausgebildet.
-
Bei einer anderen Ausführungsform des Verfahrens kann das Schließen
der Walzen 122, 124 und 126 um das Mantelrohr 144 kontinuierlich ausgeführt werden.
Der Umlauf der Walzen wird beim kontinuierlichen Schließen der Walzen wie bei dem
vorstehend beschriebenen stufenweisen Schließen der Walzen oszillierend umgekehrt.
-
Es versteht sich, daß beim Nachlauf der Scheiben 148 der Walzen 122,
124 und 126 in derselben aus dem Mantelrohr 144 erzeugten Nut oder Rippe jede Nut
oder Rippe nacheinander von den Scheiben aller drei Walzen durchlaufen wird.
-
Wenn daher beispielsweise sechs Scheiben im Bereich 164 auf den Walzen
vorhanden sind, wird jede Rippe durch den aufeinanderfolgenden Lauf von 3.6 = 18
Scheiben 148 erzeugt.
-
In der nächsten Stufe des Rippenformprozesses werden die Walzen 122,
124 und 126 in die entgegengesetzte Richtung in Umdrehung versetzt und über die
nicht zu voller Höhe ausgebildete Rippe 190 im abgeschrägten Rippenbereich 188 mit
dem Rippenbereic) 182 wieder in Berührung gebracht.
-
Durch das Angreifen der Formscheiben 148 an den Rippen 190 und 178,
die schraubenförmige Gestalt der Rippen 178 und 190 sowie durch den Umlauf der Walzen
122, 124, 126 werden die Rippen 178, 190 zusammen mit dem Mantelrohr 144 in bezug
auf die Walzen 122, 124 und 126 axial verschoben.
-
Wenn die Walzen den Ausgangspunkt 174 erreichen, werden sie in Richtung
der Pfeile 156, 158, 160 geschlossen und in einige Umdrehungen versetzt, wodurch
die Formscheiben in das Mantelrohr im Bereich 192 eindringen und eine Rippe formen,
die eine Fortsetzung der Rippe 178 jenseits des Ausgangspunktes 174 ist. Beim Schließen
der Walzen 122, 124 und 126 läßt man sie einige Umdrehungen ausführen und kehrt
dann ihre Umlaufrichtung für einige Umdrehungen um.
-
Bei der Umkehr der Umlaufrichtung der Walzen werden sie allmählich
immer enger um den Rohrmantel 144 geschlossen, so daß die Formscheiben tiefer in
den Rohrmantel eindringen und die Rippe zu einer größeren Höhe ausformen. Die oszillierende
Umkehr der Umlaufrichtung der Walzen in der vorstehend beschriebenen Weise wird
fortgesetzt, bis ein Übergang der Rippe von dem Bereich 180 über den Ausgangspunkt
174 bis zu dem Bereich 192 erreicht und die Höhe der Rippe, wie durch die strichpunktierte
Linie 194 angedeutet, nach und nach bis zur vollen Höhe der Rippe 178 bei 196 ausgeformt
ist. Die Walzen werden dann um den Rohrmantel geschlossen gehalten und in der gleichen
Richtung weiter umlaufen gelassen, so daß sie bis 198 über das Mantelrohr wandern.
Von 174 bis 196 wird eine Rippe 178 in voller Höhe geformt, während von 196 bis
198 in dem Bereich 202 eine nicht zur vollen Höhe ausgebildete Rippe 204 geformt
wird, die wie die Rippe 190 gestaltet, aber im Bereich 188 in entgegengesetzter
Richtung zur Rippe 190 abgeschrägt ist.
-
Die Länge der abgeschrägten Bereiche 188 und 202, in denen die Rippen
190 und 204 bis zur vollen Höhe der Rippe 170 ausgeformt werden, beträgt in jedem
Falle 0,4 bis 0,75,
besser 0,50 bis 0,60 des Außendurchmessers
206 dew zur vollen Höhe ausgebildeten Rippe 178.
-
Die Gesamtlänge des nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren hergestellten,
in Figur 10 veranschaulichten Rippenrohres setzt sich daher aus der axialen Länge
176, in der die Rippen zur vollen Höhe ausgeformt sind, und den beiden Bereichen
188 und 202 zusammen, in denen die Rippen 190 und 204 nicht bis zur vollen Höhe
ausgebildet sind.
-
In Figur 11 bezeichnet die Bezugsziffer 210 allgemein ein Rippenrohr
mit Rippenbereichen 208, zwischen denen sich rippenlose Bereiche des Mantelrohres
144 befinden.
-
Figur 12 zeigt schematisch die Aufeinanderfolge der Wormung von Rippenbereichen
208, wie sie in den Figuren 10 und 11 dargestellt sind, bei einem langen Rippenrohr
228 von mehreren Metern Länge. Um bei der Erzeugung der Rippen nicht eine zu hohe
axiale Beanspruchung auf die Rippen auszuüben, werden die Rippen in der angegebenen
Reihenlolge hergestellt, nämlich 208.1 (die sich in der Nähe der Mitte des Rohres
228 befinden), 208.2 und 208.3. Die Bearbeitung wird dann unterbrochen, das Rohr
208 gewendet und die Bearbeitung in der Reihenfolge 208.4, 208.5 und 208.6 fortgesetzt.
-
Rippenrohre gemäß der Erfindung eignen zum Wärmeaustausch bei Gasen
und Flüssigkeiten, beispielsweise bei der Urananreicherung.
-
Leerseite