DE2920082C2 - Brennkraftmaschine mit körperschallisolierendem Element zwischen Triebwerksträger und Kurbelgehäuse - Google Patents
Brennkraftmaschine mit körperschallisolierendem Element zwischen Triebwerksträger und KurbelgehäuseInfo
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Description
a) In einer Ringaussparung, die am offenen Ende des Kurbelgehäuse» anschließend an den abzudichtenden
Spalt umläuft, ist ein elastisches Füllelement zur Überdeckung des Spaltes eingelegt;
b) Das Dichtclement besteht aus einer metallbindenden Masse, die auf das Füllclcment, in der Ringaussparung
dieses überdeckend aufgebracht ist und die bei Einbringung in diese Aussparung plastisch
J5 und nach Aushärtung hochelastisch ist.
Durch die erfindungsgemäßc Ausbildung haben die
körperschallisolierenden Elemente lediglich die Funktion
der Kraftübertragung und der Körperschallisolierung zu übernehmen, während die Abdichtung über das
separate Dichtelement erfolgt. Durch die Anlage des Füllclemcnies in der Ringaussparu/ig am Kurbelgehäuse
und am Triebwerksträger entsteht in der rundumlaufenden Nut ein Boden, der vom Füllelemeni gebildet
wird und auf den die das Dichtelement bildende Masse aufgebracht wird. Dabei wird vorteilhafterweisc vermieden,
daß durch den Spalt zwischen Kurbelgehäuse und Triebwerksträger ein Teil der Masse in das Kurbelgehäuse
gelangt.
W In diesem Zusammenhang ist es beispielsweise aus
der GB-PS 15 83 291 bekannt, ein aus Gummi oder Plastik
vorgefertigtes schwingungsisolierendes und dichtendes Element mittels Klebstoff mit den zugehörigen
Anlageflächen für das Element zu verbinden. Auch in
diesem Fall werden Körpcrschallisolierung und ölabdichtung
durch ein und dasselbe Element bewirkt.
Da das Dichtelement bei der vorliegenden Erfindung nach dem Aushärten hochelastisch ist und nach Art einer
Vulkanisierung am Kurbelgehäuse und am Trieb-
bo werksträger entlang des zu dichtenden Bereiches haftet
und somit eine Ölbenctzung der darüber liegenden kör·
perschallisoiiercndcn, kraft übertragenden Klenientc
vermeidet, kann die Auswahl der Gunimisnrtc dieser
Klciiicnlc ohne Rücksicht ;iuf Olbcstiindigkcil gewühlt
h". werden, lis ist damit auch möglich, handelsübliche körperschallisolicrcndc
Klemente. die in vielen verschiedenen Aiislühriingsformcn auf dem M;irkt erhältlich sind,
ohne grolle Adaplieiungsarbciten zu verwenden. Die
Anbringung des Dichtelementes erfordert keine gesonderte spanabhebende Bearbeitung der Haftflächcn, es
genügt die gereinigte Oberfläche, wie sie beim Gießen des Triebwerksträgers und des Kurbelgehäuses entsteht.
Das nachteilige exakte Bearbeiten eines rundumlaufenden Flansches am Kurbelgehäuse und am Triebwerksträger
kann entfallen, da die als Dichtclement dienende zähflüssige oder plastische Masse auch kleinere
Unebenheiten ohne weiteres ausgleicht; die Ringaussparung am Kurbeigehäuse bzw. am Triebwcrksträger
kann bereits beim Herstellungsvorgang berücksichtigt werden, so daß eine nachträgliche Bearbeitung nicht
erforderlich ist
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert.
Fi g. 1 zeigt einen Teil-Querschnitt einer schematisch
dargestellten Brennkraftmaschine nach der Erfindung und
F i g. 2 ein Detail aus F i g. 1 in vergrößerter Darstellung.
Die Brennkraftmaschine weist einen Triebwerksträger 1, der die unmittelbar körperschallerregten Teile,
nämlich Zylinder 2, Zylinderkopf 3, Kolben 4, Pleuelstange 5, Kurbelwellenlager 6 und Kurbelwelle 7, umfaßt,
sowie ein Kurbelgehäuse 8 auf, das an seiner Unterseite geschlossen und an seiner Oberseite offen ist,
wobei durch diese Öffnung der Triebwerksträger 1 in das Innere des Kurbelgehäuses 8 hineinragt.
Am Zylinderkopf 3 sind in der üblichen Weise die Ansaugleitung 9, die Auspuffleitung 10 und das Nockenwellengehäuse
11 befestigt. Der Triebwerksträger 1 weist am äußeren Zylindermantel 12 etwa mittig zwischen
oberem und unterem Ende des Kühlwassermantels 13 angegossene Flansche 14 auf, an denen einzelne
körperschallisolierende Elemente 15 mittels Schrauben 16 befestigt sind, die ihrerseits am Kurbelgehäuse 8 angeschraubt
sind. Die Kraftübertragung vom Triebwerksträger 1 erfolgt somit über die Flansche 14 und die
körperschallisolierenden Elemente 15 auf das Kurbelgehäuse
8, das in nicht näher dargestellter Weise in der üblichen Art in einem Fahrzeug gelagert sein kann.
Im Bereich der Auflagefläche der körperschallisolierenden
Elemente 15 weist das Kurbelgehäuse 8 eine rundumlaufende, zum Triebwerksträger I hin offene
Ringaussparung 17 auf, die einem am Triebwerksträger vorgesehenen rundum'aufcnden kleinen Gußansatz 18
gegenüberliegt. In die Aussparung 17 ist ein elastisches
Fülleiement eingelegt, das den Spalt 20 zwischen Kurbelgehäuse 8 und der äußeren Zylinderwand 12 überbrückt.
Dieses Füllelement kann prinzipiell beliebige Form aufweisen, muß jedoch aus hochelastischem und
ölfestem Material bestehen. Durch die Aussparung 17 am Kurbelgehäuse 8, die äußere Zylinderwand 12 bzw.
den Anguß 18 urcd das Füllelement 19 wird eine rundumlaufende
Nut gebildet, in die eine als Dichtelement 21 dienende zähflüssige oder plastische Masse eingebracht
wird, die mit Metall, nämlich mit dem Kurbelgehäuse 8 und dem Triebwerksträger 1 eine klebende Verbindung
nach Art einer Vulkanisierung eingeht. Diese Masse ist nach dem Aushärten hochelastisch und haftet fest am
Kurbelgehäuse und am Triebwerksträger und dichtet damit den unleren ölbenetzten Bereich 22 der Brennkraftmaschine
sicher nach oben hin. Besonders geeignet erweist sich eine kalt-vulkanisierende Gummimassc,
z. B. ein Silikon-Kautschuk-Produkt. Diese im Ausgangszustand
plastische Masse ist einfach zu verarbeiten und härtet je nach Scrkhtstärke relativ rasch aus.
Nach dem Aushärten bleibt sie hochelastisch und haftet fest am Kurbeigehause bzw. am Triebwerksträger ur.d
bildet so das Dichtelement 21.
Der Zusammenbau der Brennkraftmaschine erfolgt so, daß zunächst der Triebwerksträger 1 mittels der körperschallisolierenden
Elemente 15 in das Kurbelgehäuse 8 eingesetzt wird. Hierauf wird in die Aussparung 17
das Füllelement 19 eingelegt, weiches bereits eine vorläufige Abdichtung zwischen Kurbelgehäuse und Triebwerksträger
herstellt. Anschließend wird die randumlaufende Nut oberhalb des Füllelementes 19 mit der
kaltvulkanisierenden Gummimasse ausgefüllt, und nach dem Aushärten der Masse ist die Abdichtung des ölbenetzten
Bereiches 22 der Brennkraftmaschine nach außen hergestellt. Bei einer Demontage von Triebwerksträger
1 und Kurbelgehäuse 8 im Reparaturfall wird das Dichtelement 21 einfach durchgeschnitten und beim Zusammenbau
wieder durch ein neues in der oben beschriebenen Weise ersetzt. Dabei ist es ggf. erforderlich,
die Klebeflächen in einen vollkommen blanken Zustand zu bringen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Brennkraftmaschine mit einem die unmittelbar körperschallerregten Teile, nämlich Zyünder, Zylinderkopf, llColben, Pleuelstange, Kurbelwellenlager und Kurbelwelle beinhaltenden Triebwerksträger und mit einem Kurbelgehäuse, zwischen dessen Innenwandung und der Außenwandung des Triebwerksträgers ein abzudichtender umlaufender Spalt vorhanden ist. wobei der Triebwerksträger über mindestens ein körperschallisolierendes, kraftübertragendes Element mit dem dadurch körperschallisolierten Kurbelgehäuse verbunden ist, und mit einem zwischen dem Triebwerksträger und dem Kurbelgehäuse angeordneten, den ölbenetzien Bereich im Kurbelgehäuse der Brennkraftmaschine nach außen öldicht abschließenden Dichtelement, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:a)b)In ei?:-?r Ringaussparung (17), die am offenen Ende des Kurbelgehäuses (8) anschließend an den abzudichtenden Spalt (20) umläuft, ist ein elastisches Füllelement (19) zur Überdeckung des Spaltes (20) eingelegt:
Das Dichtelement (2t) besteht aus einer metallbindenden Masse, die auf das Füllclement (19). in der Ringaussparung (17) dieses überdeckend aufgebracht ist und die bei Einbringung in diese Aussparung plastisch und nach Aushärtung hochelastisch ist.Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine mit einem die unmittelbar körperschallerregten Teile, nämlich Zylinder, Zylinderkopf, Kolben. Pleuelslange. Kurbelwellenlager und Kurbelwelle beinhaltenden Triebwerksträger und mit einem Kurbelgehäuse, zwischen dessen Innenwandung und der Außenwandung des Triebwerksträgers ein abzudichtender umlaufender Spalt vorhanden ist, wobei der Triebwerksträger über mindestens ein körperschallisolierendes, kraftübcrtragendes Element mit dem dadurch körperschallisolierten Kurbelgehäuse verbunden ist, und mit einem zwischen dem Triebwerksträger und dem Kurbelgehäuse angeordneten, den ölbenetztcn Bereich im Kurbelgehäuse der Brennkraftmaschine nach außen öldicht abschließenden Dichtelement.Brennkraftmaschinen der genannten Bauweise ermöglichen eine beträchtliche Verringerung der Geräuschemission, da das für die Geräuschabstrahlung hauptsächlich verantwortliche Kurbelgehäuse von jenen Teilen der Brennkraftmaschine, die unmittelbar körperschallerregt sind, durch ein körperschallisolierendes Element getrennt ist. In der DE-OS 26 12 182 bzw. auch in der DE-OS 28 46 775 sind auf die genannte Weise geräuschreduzierte Brennkraftmaschinen beschrieben, bei denen am Triebwerksträger und am oberen Rand des Kurbelgehäuses jeweils ein rundumlaufender, bearbeiteter Flansch vorgesehen ist. Zwischen den beiden bearbeiteten Flächen der Mansche ist ein rahmenforniiges, körperschallisolicrcndes Element angeordnet, das aus einem an jeder Flanschflächc anliegenden und an den Flanschen mittels Schrauben befestigten Metallrahmen und einem /wischen den Metallrahmen cinvulkanisicrtcn Gumniielemeni besieht. Das körpersehallisolierende Element hat dabei die Funktion der Kraftübertragung vom Triebwerksträger auf das im Fahrzeug in der üblichen Weise gelagerte Kurbelgehäuse und gleichzeitig die Funktion der Abdichtung des unteren ölbenetzten Bereiches der Brennkraftmaschine zu übernehmen. Abgesehen davon, daß das rahmenförmige, körperschallisoliercnde Element eine Sonderfertigung sein muß, sind auch Einschränkungen hinsichtlich der Auswahl des Gummiwerkstoffes des körperschallisolieren-to den Elementes in Kauf zu nehmen, da dieses gleichzeitig auch öl- und hitzercsistent sein muß. Der Hauptnachteil dieser Konstruktion besteht aber darin, daß an den Flanschen am Triebwerksträger bzw. am Kurbelgehäuse durch eigene Arbeitsgänge exakt plan und parallel bearbeitete Auflageflächen für das körperschallisolierende Element vorzusehen sind, wodurch die Produktionskosten einer derartigen Brennkraftmaschine beträchtlich erhöht werden.Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine Brennkraftmaschine der eingangs genannten Art eine wirksame und einfache, die Produktionskosten senkende Abdichtung des ölbenetztcn Bereiches der Brennkraftmaschine zu erreichen.
Gemäß der Erfindung sind dazu folgende Merkmale vorgesehen:
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