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Wärmekraftmaschine
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Die Erfindung betrifft eine Wärmekraftmaschine, ?:.it mindestens einem
zur Umwandlung von Wärmeenergie in mechanische Arbeit dienenden, temper?»turabhängig
arbeitenden Ausdehnungskörper aus und/oder mit einem Medium, das sich innerhalb
eines Arbeitstemperaturbereiches bei einer unteren Temperatur unter Kraft entwicklung
zusammenzieht und bei einer oberen Temperatur unter Kraftentwicklung ausdehnt, mit
einer Heiz- und Kühleinrichtung zur zyklischen Aufheizung bzw. Abkühlung des Ausdehnungskörpers
und mit mindestens einer, über die Translationsbewegung des Ausdehnungskörpers rotatorisch
antreibbaren Antriebswelle wobei der Ausdehnungskörper mechanisch mit mindestens
einem vorzugsweise beidseitig beaufschlagbaren Kolben eines Flüssigkeits-Kolben-Zylinder-Aggregates
zur gleichsinnigen Verschiebung des Kolbens gekoppelt ist.
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Derartige Wärmekraftmaschinen haben den Zweck, vor allem aus Abwärme
und natürlichen Wärmeenergiepotentialdifferenzen wie sie z.B. zwischen relativ warmem
Oberflächenwasser und relativ kaltem Tiefenwasser eines Flusses oder Meeres vorhanden
sind, bei Temperaturdifferenzen von 2 bis 3 Grad Kelvin, mechanische und elektrische
Energie zu erzeugen.
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Es ist bekannt, zur Lösung dieser Aufgabe Wärmekraftmaschinen mit
festen, flüssigen und gasförmigen Ausdehnungskörpern zu verwenden. Dabei ist der
Raumbedarf derartiger Wärmekraftmaschinen jedoch vielfach noch sehr groß und der
erreichbare Wirkungsgrad und die erreichbare Kapazität noch gering.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, derartige Wärmekraftmaschinen
aus sehr wenig Einzelteilen herzustellen und damit einfach und weitgehend wartungsfrei
zu gestalten, den
Wirkungsgrad zu erhöhen, den Raumbedarf bei vorgegebener
Kapazität auf ein Minimum zu begrenzen und die erreichbare Kapazität wesentlich
zu steigern. Auf diese Art und Weise wird die Wärmekraftmaschine komak.ter, billiger
und damit wirtschaitlicher.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mindestens
zwei einseitig und wechselweise mit der Druckmittelflüssigkeit des Flüssigkeits-Kolben-Zylinder-Aggregates
beaufs chlagbare Arbeitskolben zweier Arbeitskolben-Zylinder-Aggregate vorgesehen
sind, die mittels je einer Druckmittelleitung mit je einem Druckraum des Bliissigkeits-Kolben-Zylinder
Aggregates verbunden sind, daß bei einer den Druckraum verkleinernden Verschiebetätigkeit
des Arbeitskolbens Druckmittelflüssigkeit aus dem Druckraum des Arbeitskolben-Zylinder-Aggregates
ausgestoßen wird und daß bei einer den Druckraum vergrößernden Verschiebetätigkeit
des Arbeitskolbens Druckmittelflüssigkeit in den Druckraum des Arbeitskolben-Zylinder-Aggregates
hineingesogen wird und daß zumindest eine mit der ausgestoßenen Druckmittelflüssigkeit
beaufschlagbare Turbine vorgesehen ist, die an einer Antriebswelle befestigt ist
und auf diese Antriebswelle arbeitet.
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In einer derartigen Ausführungsform sind Druckmittelleitungen nur
in einem sehr geringen Umfang nötig, da der Druckmitteltransport aus dem Flüssigkeits-Kolben-Zylinder-Aggregat
zum und Arbeitskolben-Zylinder-Aggregat zurück zum Flüssigkeits-Kolben-Zylinder
Aggregat in'ein und derselben Druckmittelleitung erfolgt. Gleichzeitig sind in diesem
Bereich weder Ventile noch Ventilsteuerungseinrichtungen notwendig. Außerdem ist
eine problemlose Koppelung mehrerer temperaturabhängig arbeitender Ausdehnungskörper
möglich, so daß diese zusammen auf ein einziges Flüssigkeits-Kolben-Zylinder-Aggregat
einwirken können. Dadurch wird eine den Ausdehnungskörpern entsprechende Zahl von
Flüssigkeits-Kolben-Zylinder-Aggregaten und daran angeschlossenen Arbeitskolben-Zylinder-Aggregaten
eingespart.
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Somit können Raumbedarf und Kosten verringert werden.
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Die während des Betriebes auftretenden rmeverluste sind sehr gering,
da einerseits wenig bewegte Teile, drei sich bewegende Kolben, vorhanden sind und.andererseits
kein Druckenergiespeicher mit zwangsläufig auftretenden Kompressionswtrmeverlusten
vorhanden ist. Damit wird der Wirkungsgrad der Warmekraftmaschine verbessert. Eine
Verbesserung des Wirkungsgrades der Wärmekraftmaschine erfolgt ebenfalls durch die
Einbindung einer Turbine in das Gesamtsystem, da diese einen sehr hohen eigenen
Wirkungsgrad im Bereich von 90 bis 95 % besitzt.
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Gleichzeitig können durch den Einsatz einer Turbine die Leistungen
von beliebig vielen Flüssigkeits-Kolben-Zylinder-Aggregaten an ein und denselben
Generator weitergegeben werden, so daß dessen Kapazität sehr groß sein kann. Dies
wird dadurch erreicht, daß einer Turbine eine entsprechend große Zahl an Düsen zugeordnet
wird, so daß diese Turbine mit Druckmedium aus einer Vielzahl von Arbeitskolben-Z-ylinder-Aggregaten
beaufschlagt werden kann. Durch den Einsatz einer Turbine wird auf äußerst einfache
Art und Weise eine sehr hohe Drehzahl des mit der Turbinenwelle verbundenen Generators
erzielt, ohne daß dabei Übersetzungseinrichtungen irgendwelcher Art verwendet werden
müssen.
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Die Tatsache, daß die beiden Arbeitskolben-Zylinder-Aggregate wechselweise
mit Druckmittelflüssigkeit beaufschlagt werden, garantiert eine ständige und gleichmäßige
Energiezufuhr zur Turbine und damit eine gleichmäßige Energieerzeugung eines mit
der Turbine verbundenen Generators.
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Es ist von Vorteil, daß die beiden nicht mit dem Flüssigkeits-Kolben-Zylinder-Aggregat
verbundenen Enden der beiden Druckmittelleitungen als Führungsteile ausgebildet
sind, in welchen die zapfenartigen Teile der Arbeitskolben gefiihrt sind.
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In einer derartigen Ausführungsform ist eine störungsfreie Führung
des Arbeitskolbens dadurch gewshrleistet, daß dieser
einerseits
im Bereich seines zapfenartigen Teiles und andererseits im Bereich seines scheibenartigen
Teiles geführt ist.
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Es ist vorteilhaft, daß die beiden Druckflxchen der beiden zapfenartigen
Teile der Arbeitskolben um ein Vielfaches kleiner sind als die Druckfl.achen des
Kolbens vom Flüssigkeits-Kolben-Zylinder-Aggregat. Die Längenausdehnung des temperaturabhängig
arbeitenden Ausdehnungskörpers ist -bei Erwärmen und Abkühlen desselben äußerst
gering, d.h. sie bewegt sich im Bereich von Millimetern oder auch darunter. Um die
dabei vom Ausdehnungskörper verrichtete Arbeit nutzen zu können, muß die vorhandene
Längenveränderung vergrößert werden. Dies geschieht am einfachsten dadurch, indem
man das Prinzip einer Hydraulik-Presse in umgekehrter Weise verwendet, so daß durch
einen kleinen Verschiebeweg eines großflächigen Kolbens ein mittels Druckmediumleitung
an diesen gekoppelter Kolben mit kleiner Arbeitsfläche einen großen Weg zurücklegt.
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Es ist von Vorteil, daß die Druckräume der Arbeitskolben-Zylinder-Aggregate
als Speicherbehälter f;ir die Druckmittelfliissigkeit dienen, mit welcher die Turbine
beaufschlagbar ist.
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In einer derartigen Ausfiihrungsform werden keine zusätzlichen Speicherbeh.'lter
benötigt. Damit fallen Transportleitungen zwischen Speicherbehälter und Druckraum
sowie zugeordnete Absperrventile ebenfalls weg. Auf diese Art und Weise wird Raum
und Material gespart.
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Es ist vorteilhaft, daß vorzugsweise an den den Druckflbchen der Arbeitskolben
gegenüberliegenden Wänden der Druckräume je eine Austrittsöffnung angebracht ist,
deren '»uerschnittsfläche vorzugsweise um ein Vielfaches kleiner ist als die Druckfläche
der Arbeitskolben. Wird der Arbeitskolben um eine Strecke der länge s bewegt, so
wird dabei eine Volumenmenge an Druckmittelflüssigkeit mitbewegt, welche sich als
Produkt aus der Strecke s und der Arbeitskolbenfläche F berechnet. Diese Volumenmenge
wird
in einem Zeitraum t aus dem Druckraum ausgestoßen. Je kleiner dabei die Querschnittsfläche
der Austrittsöffnung ist, um so höher muß zwangsläufig die Austrittsgeschwindigkeit
und damit die kinetische Energie des ausgestoßenen Druckmediums sein, die an eine
nachgeschaltete Turbine weitergegeben werden kann.
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Es ist vorteilhaft, daß die Druckflächen der Arbeitskolben gleich
groß sind und daß die Querschnitte der Austrittsöffnungen gleich groß sind. Auf
diese Art und Weise ist gewährleistet, daß aus verschiedenen Austrittsöffnungen
pro Zeiteinheit immer dieselbe Druckmittelmenge mit derselben Geschwindigkeit ausgestoßen
wird und damit immer eine gleichgroße Energiemenge zur Verfügung steht. Damit ist
eine in Takte aufgegliederte Arbeitsweise bei konstanter Energieaufnahme der Turbine
möglich.
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die Es ist von Vorteil, daß Austrittsn;ffnungen als Düsen ausgebildet
sind, die mit je einem Rückschlagventil versehen sind.
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Mit Hilfe von Düsen ist die Bildung eines exakt gerichteten Druckmediumstrahles
möglich, so daß die Turbine an einer exakt bestimmbaren Stelle mit Druckmedium beaufschlagt
werden kann. Das im Bereich der Düse angebrachte Rückschlagventil verhindert, daß
bei einer Vergrößerung des Druckraumes durch die Düsenöffnung hindurch Luft in denselben
hineingesogen werden kann.
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Es ist vorteilhaft, daß die von der Turbine ablaufende Flüssigkeit
in einem Vorratsbehälter aufgefangen wird und daß der Vorratsbehälter mittels ie
einer Transportleitung mit dem Druckraum je eines Arbeitskolben-Zylinder-Aggregates
verbunden ist. Auf diese Art und Weise wird ein Druckmittelkreislauf Druckraum,
Düse, Turbine, Vorratsbehälter, Druckraum gebildet, so daß es möglich ist, mit einer
begrenzten Menge an Druckmittelflüssigkeit auszukommen. Somit sind keine besonderen
Einrichtungen zur Zuführung des Druckmittels von außen hin
zur
Wärmekraftmaschine notwendig, die zusätzlichen Raum benötigen und zusätzliche Kosten
verursachen würden.
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Es ist vorteilhaft, daß jede Transportleitung mit einem Rückschlagventil
versehen ist. In einer derartigen Ausführungsform ist garantiert, daß bei einer
Verkleinerung des Druckraumes nur durch die dafür vorgesehene Düse Druckmedium ausgestoßen
wird, so daß die Turbine mit dem gesamten ausgestoßenen Druckmedium beaufschlagt
wird.
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Es ist vorteilhaft, daß der Abstand des oberen Endunktes des temperaturabhängig
arbeitenden Ausdehnungskörpers von der unteren Zylinderwand des Flüssigkeitolben-Zylinder-Aggregates
unveränderbar fixiert ist. Eine derartige Ausführungsform garantiert, daß bei einer
Längenveränderung des Ausdehnungskörpers die Druckmittelflüssigkeit des Flüssigkeits-Kolben-Zylinder-Aggregates
und nicht der Zylinder desselben bewegt wird.
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Selbstverstandlich ist der Abstand der Flüssigkeits-tolben-Zylinder-Aggregate
von den Arbeitskolben-Zylinder-Aggregaten in entsprechender Weise zu fixieren.
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Es ist von Vorteil, daß der Ausdehnungskörper sich über den gesamten
Bereich seiner Längserstreckung in einem Arbeitsmediumbehälter befindet, der im
Bereich des unteren Randes des Ausdehnungskörpers fest verschlossen ist und im Bereich
des oberen Randes des Ausdehnungskörpers über seine gesamte Querschnittsfläche geöffnet
ist In einer derartigen Ausführungsform wird die gesamte zur Verfiigung stehende
Oberfläche des temperaturabhängig arbeitenden Ausdehnungskörpers mit Arbeitsmedium
beaufschlagt. Damit ist die vom Ausdehnungskörper pro Zeiteinheit aufgenommene bzw.
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abgegebene Wärmeenergie so groß als möglich und damit seine an das
Flüssigkeits-Kolben-Zylinder-Aggregat abgegebene Leistung auch.
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Es ist vorteilhaft, daß der Boden des Heizmediumspeicherbehälters
und der Boden des Kühlmediumspeicherbehälters sich oberhalb des oberen Endes des
temperaturabhnngig arbeitenden Ausdehnungskörpers befinden. In einer derartigen
Ausf'ihrunssform ist garantiert, daß bei Bedarf die gesamte sich im eizmediumspeicherbehälter
befindende IIeizmediummenge und die esamte sich im Kühlmediumspeicherbehälter befindende
Kizhlmediummenge dem sich im Arbeitsmediumbehälter befindenden Ausdehnungskörper
zugeführt werden kann.
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Es ist von Vorteil, daß der Boden des Heizmediumsmmelbehälters und
der Boden des Kühlmediumsammelbehälters sich in Abstand vom unteren Ende des temperaturabhängig
arbeitenden Ausdehnungskörpers befinden. In einer derartigen Ausfihruncsform ist
es bei entsprechend gewähltem Abstand garantiert-, daß die gesamte sich im Arbeitsmediumbehalter
befindende Kilhlmediumflüssigkeit vom Kühlmediumsammelbehälter aufgenommen werden
kann und daß die gesamte sich im Arbeitsmediumbehälter befindende Heizmediumflüssigkeit
vom Heizmediumsammelbehälter auf genommen werden kann.
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Es ist von Vorteil, daß sich zwischen Heizmediumspeicherbehälter und
Kühlmediumspeicherbehälter ein Verteilerraum befindet, der eine direkte Verlängerung
des Arbeitsmediumbehältersvertikal nach oben darstellt. Eine derartige Ausführungsform
garantiert, daß das Heizmedium und das Kühlmedium dem Arbeitsmediumbehälter gleichmäßig
über dessen ganzen Querschnitt verteilt zugeführt werden. Damit wird auch der Ausdehnungskörper
selber gleichmäßig über seinen ganzen Querschnitt mit Ileizmedium bzw. Kühlmedium
beaufschlagt. Damit erfolgt aber auch ein Erwärmen bzw, Abkühlen des Ausdehnungsisörrers
und somit ein Ausdehnen und Zusammenziehen gleichmäßig über den gesamten Bereich
seines Querschnittes. Ein Verdrehen oder ein Verbiegen des Ausdehnungskörpers ist
dadurch ausgeschlossen. Der Ausdehnungskörper ist in der Regel als Rohrbündel
ausgebildet,
so daß bei kleinem Volumen eine möglichst große Oberfläche vorhanden ist. Wird der
AusdehnunSs'«örper gleichmäßig über seinen gesamten Querschnitt mit Heizmedium bzw.
Kühlmedium beaufschlngt, wird die gesamte sich innerhalb des Ausdehnungskörpers
befindende Luft vom einfließenden Heizmedium bzw. Kühlmedium nach außen aus dem
Arbeitsmediumbehälter herausgedrückt. Damit kann der Wärmeübergang zwischen Ausdehnungskörer
und Heizmedium bzw. Kühlmedium durch eingeschlossene Luftblasen nicht beeintr-chtigt
werden.
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Es ist von Vorteil, daß zwischen Verteilerraum und Heizmediumspeicherbehnlter
eine in Öffnungsstellung und in Schließstellung bewegbare Verschließeinrichtung
und zwischen Verteilerraum und Kühlmediumspeicherbeh''lter eine in Öffnungsstellung
und in Schliestellung bewegbare Verschlieeinrichtung vorhanden ist.
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Eine derartige Ausführungsform ermöglicht es, dem Arbeitsmediumbehälter
in kürzester Zeit eine entsprechende Menge an Heizmedium bzw. Kühlmedium zuzuführen.
Damit wird der Zeitraum, den der temperaturabhängig arbeitende Ausdehnungskörper
zur Wärmeenergieaufnahme bzw. zur Wärmeenergieabgabe benötigt, so klein als möglich
gehalten, so daffl ahe von ihm abgegebene Leistung dem möglichen Maximalwert annähert.
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Es ist von Vorteil, daß der Vorgang des Befüllens des Arbeitsmediumbehälters
mit Heizmedium oder Kühlmedium gleichzeitig mit dem Vorgang des Entleerens des Arbeitsmediumbehälters
von Heizmedium oder Kühlmedium erfolgt. In einer derartigen Ausfíihrungsform wird
der Zeitraum des Entleerens des Arbeitsmediumbehälters und der Zeitraum des Befüllen
des Arbeitsmerliumbehälters so gering als möglich gehalten. Dies geschieht dadurch,
daß das aus dem Arbeitsmediumbehälter hinausfließende Arbeitsmedium durch das Gewicht
des in den Arbeitsmediumbehälter hineinfließenn Arbeitsmediums beim Vorgang des
Hinausflie!4,ens beschleunigt wird. Gleichzeitig wird aber auch der Vorgang des
Hineinfließens von Arbeitsmedium in den Arbeitsmediumbehälter beschleunigt. Auf
diese Art und Weise wird der
Zeitraum, den der tempraturabhängig
arbeitende Ausdehnungskörper zur Wärmeenergieaufnahme bzw. zur Wärmeenergieabgabe
benötigt, so klein als möglich gehalten, so daf3 die von ihm abgegebene Leistung
sich dem möglichen Maxiamalwert annähert.
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Gleichzeitig vollzieht sich die Wärmeenergieaufnahme bzw. die Wärmeenergieabgabe
in etwa gleichförmig, da nicht das gesamte Volumen des Ausdehnungskörpers schlagartig
erwarmt bzw. abgekühlt wird, sondern ein immer größer werdender Volumenanteil des
Ausdehnungskörpers sich erwärmt bzw. abkühlt. Dies hat zur Folge, daß der Ausdehnungslförper
sich in etwa gleichförmig zusammenzieht und ausdehnt, so daß die auf die Kolben-Zylinder-Aggregate
wirkenden Kräfte in etwa immer gleich groß sind und nicht mehr zwischen Spitzenwerten
einerseits und Kleinstwerten andererseits schwanken.
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Es ist von Vorteil, daß der Arbeitsmediumbehälter an seinem seitlichen
unteren Rand zwei Öffnungen besitzt, durch welche hindurch Heizmedium und Kühlmedium
dem entsprechenden Sammelbehälter zuführbar sind und daß die Offnungen mit Verschließeinrichtungen,
die aus einer Schließstellung in eine dffnungsstellung und umgekehrt bewegt werden
können, verschliebar sind.
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In einer derartigen Ausführungsform ist das im Arbeitsmediumbehälter
befindliche Heizmedium oder Kühlmedium schnellstmöglich dem entsprechenden Sa<nmelbehälter
zuführbar. Damit wird die Leistungsaufnahme und gleichzeitig die Leistungsabgabe
des Ausdehnungskörpers sehr giinstig beeinflubt. Wichtig ist dabei, daß die Öffnungsstellung
der Verschließeinrichtungen sich oberhalb der zu verschließenden Öffnungen befindet,
so daß die Verschließeinrichtungen während des Entleerungsvorganges des Arbeitsmediumbehälters
sich mit der von oben nach unten abb auenden Arbeitsmediumsäule des zu entleerenden
Arbeitsmediums mitbewegen können. Damit wird erreicht, daß das zu entleerende Arbeitsmedium
vollständig aus dem Arbeitsmediumbehälter hinausgedriickt wird, ohne daß dabei das
in den Arbeitsmediumbehälter hineinfließende Arbeitsmedium unkontrolliert aus diesem
ausfließen kann.
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Wirkungsweise Ist der Arbeitsmediumbehälter 11 mit Kühlmedium gefüllt
und hat das Kühlmedium dem temperaturabhängig arbeitenden Ausdehnungskörper 10 soviel
an Wn;rmeenergie entzogen, daß der Temperaturunterschied zwischen Kühlmedium und
temperaturabhängig arbeitenden Ausdehnungskörper 10 vernachlässigbar klein ist,
wird die Verschließeinrichtung 15 des Heizmediumspeichers19 gleichzeitig mit der
Verschließeinrichtung 18 des Arbeitsmediumbehalters 11 und dabei schlagartig von
der Schließstellung in die Öffnungsstellung gebracht.
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Damit fließt das Kühlmedium aus dem Arbeitsmediumbehälter 11 in den
auf seiner Oberseite geöffneten Kühlmediumsammelbehälter 22. Gleichzeitig flieht
das Heizmedium aus dem Heizmediumspeicher 19 durch den Verteilerraum 13 in den Arbeitsmediumbehälter
11 und drückt dabei mit seiner FlSissigkeitssäule auf das abflieBende Kühlmedium
und beschleunigt dieses beim Abfließen.
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Gleichzeitig wird der temperaturabhängig arbeitende Ausdehnungskörper
10 schon beim Abfließen des Kühlmediums durch das nachfließende Heizmedium über
einem immer größer werdenden Längenbereich erwhrmt und dehnt sich infolgedessen
aus.
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Besitzt die Fliissigkeitssaule des Kühlmediums eine Höhe, die nur
wenig größer ist als die Höhe der Öffnung 82, die von der in Öffnungsstellung befindlichen
Verschließeinrichtung 18 freigegeben wird, dann wird die Verschließeinrichtung 18
entsprechend der Abbaugeschwindigkeit der Kühlmediumsäulein Schließstellung bewegt.
Damit ist garantiert, daß die gesamte tühlmediummenge aus dem Arbeitsmediumbehälter
11 in den Eühlmediumsammelbehälter 22 transportiert wird, ohne daß Heizmedium aus
dem Arbeitsmediumbehälter nach außen gelangt. Gleichzeitig mit der Verschließeinrichtung
18 des Arbeitsmediumbehälters 11 wird die Verschließeinrichtung 15 des Heizmediumspeichers
19
in Schließstellung gebracht. Im Gegensatz zur Verschlieeinrichtung
18 wird die Verschließeinrichtung 15 jedoch schlagartig in Schließstellung gebracht.
Damit ist garantiert, daß bei vollkommen mit Heizmedium gefülltem Arbeitsmediumbehälter
11 der Verteinerraum 13 völlig entleert ist.
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Die Ausdehnung des sich bereits beim Abfließen des 'ihlmediums erwirmenden
Ausdehnungskörpers 10 wird von einem tJbertragungsstab 31 auf den Kolben 35 dan
Flüssigkeits-Kolben-Zylinder-Aggregates 32 übertragen und damit wird der Kolben
55 um eine bestimmte Strecke in Ausdehnungsrichtung des Ausdehnungskörpers 10 bewegt.
Gleichzeitig wird eine bestimmte Volumenmenge des im Druckraum 34 sich befindenden
Druckmediums von dem sich bewegenden Kolben 35 aus dem Druckraum 34 hinaus und in
die Druckmittelleitung 39 hinein gedrückt. Dadurch wird der zapfenartige Teil 41
des Arbeitskolbens 45 an seiner Druckfläche 43 mit Druckmittel beaufschlagt. Damit
wird der Kolben 45 in den Druckraum 51 des Arbeitskolben-Zylinder-Aggregates 49
hineingedrückt, wobei sich der Druckraum 51 verkleinert und eine entsprechende Volumenmenge
an Druckmittelflissigkeit durch die Düse 61 ausgestoßen wird. Dabei ist das RUckschlagventil
63 geöffnet und das Rückschlagventil 81 geschlossen. Mit dieser ausgestoßenen Druckmittelflüssigkeit
wird die Turbine 75 beaufschlagt, wobei ihr dadurch Bewegunasenergie zugeführt wird.
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Während der Druckraum 34 durch die Bewegung des Kolbens 35 verkleinert
wurde, hat sich der Druckraum 33 durch Hie Bewegung des Kolbens 35 vergrößert. Dadurch
wurde Druckmittelflissigkeit aus der Druckmittelleitung 38 in den Druckraum 33 hineingesogen
und gleichzeitig der Arbeitskolben 44 mit seinem zapfenartigen Teil 40 in die Druckmittelleitung
38 hineinbewegt.
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Gleichzeitig wurde damit der Druckraum 50 des Arbeitskolben-Zylinder-Aggregates
48 vergrößert und in den sich vergrößernden Druckraum 50 durch die Transportleitung
68 aus dem Vorratsbehält
er 70 Druclrmittelflüs sigkeit eingesogen.
Dabei ist das Rückschlagventil 80 der Transportleitung 68 geöffnet.und das Rückschlagventil
62 der Diise 60 geschlossen.
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Hat der Ausdehnungskörper 10 dem Heizmedium soviel Wärmeenergie entzogen,
dat' der Temperaturunterschied zwischen tieizmedium und Ausdehnungskörper 10 vernachlässigbar
klein ist, wird die Verschließeinrichtung 16 des Kühlmediumseichers 20 gleichzeitig
mit der Verschließeinrichtung 17 des Arbeitsmediumbehälters 11 und dabei schlagartig
von der Schließstellung in die Öffnungsstellung gebracht.
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Damit fließt das Heizmedium aus dem Arbeitsmediumbehälter 11 in den
auf seiner 0bersite geöffneten Heizmediumsammelbehälter 21. Gleizeitig fließt das
Kühlmedium aus dem Kühlmediumspeicher 20 durch den Verteilerraum 13 in den Arbeitsmediumbehälter
11 und drückt dabei mit seiner Flüssigkeitssaule auf das abfließende Heizmedium
und beschleunigt dieses beim Abfliel3en.
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Gleichzeitig wird der temDeraturabhängig arbeitende Ausdehnungsköroer
10 schon beim Abfließen des Heizmediums durch das nachflie;ende Kühlmedium über
einen immer größer werdenden Längenbereich abgekühlt und zieht sich infolgedessen
-zusamen, Besitzt die ständig niederer werdende Flüssigkeitssäule des Heizmediums
eine Höhe, die nur wenig gröber ist als die Höhe der Öffnung 83, die von der in
Öffnungsstellung befindlichen Verschließeinrichtung 17 freigegeben wird, darin wird
die Verschließeinrichtung 17 entsrrechend der Abbaugeschwindigkeit der Heizmediumsäule
in Schliestellung bewegt. Damit ist garantiert, daß die gesamte Heizmediummenge
aus dem Arbeitsmediumbehälter 11 in den Heizmediumsammelbehälter 21 transportiert
wird, ohne daß Kühlmedium aus dem Arbeitsmediumbehälter 11 nach außen gelangt.
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Gleichzeitig mit der Verschliel3einrichtung 17 des Arbeitsmediumbehälters
11 wird die Verschließeinrichtung 16 des Kiihlmediumspeichers 20 in Schließstellung
gebracht. Im Gegensatz zur Verschließeinrichtung 17 wird die Verschließein richtung
16 jedoch schlagartig in Schließstellung gebracht. Damit ist garantiert, daß bei
vollkommen mit Kühlmedium gefülltem Arbeitsmediumbehälter 11 der Verteilerraum 13
völlig entleert ist.
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Das Zusammenziehen des sich bereits beim Abfließen des Heizmediums
abkühlendem Ausdehnungskörpers 10 wird von einem Übertragungsstab 71 auf den Kolben
35 5 des Fliissigkeits-Kolben-Zylind er-Aggregates 32 übertragen und damit wird
der Kolben 35 um eine bestimmte Strecke in Zusammenziehrichtung des Ausdehnungskörpers
10 bewegt. Gleichzeitig wird eine bestimmte Volumenmenge des im Druckraum 33 sich
befindenden Druckmediums von dem sich bewegenden Kolben 35 aus dem Druckraum 33
hinaus und in die Druckmittelleitung 38 hinein gedrficlst. Dadurch wird der zapfenartige
Teil 40 des Arbeitskolbens 44 an seiner Druckflache 42 mit Druckmittelflüssigkeit
beaufschlagt. Damit wird der Arbeitskolben 44 in den Druckraum 50 des Arbeitskolben-Zylinder-Aggregates
48 hineingedrückt, wobei sich der Druckraum 50 verkleinert und eine entsprechende
Volumenmenge an Druckmittelflüssigkeit durch die Düse 60 ausgestoßen wird. Dabei
ist das Rückschlagventil 62 geöffnet und das Rüctcschlagventil 80 geschlossen. Mit
dieser ausgesto4,4enen Druckmittelflüssigkeit wird die Turbine 75 beaufschlagt,
wobei ihr dadurch Bewegirngsener gie zugeführt wird.
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Während der Druckraum 33 durch die Bewegung des Kolbens 35 verkleinert
wurde, hat sich der Druckraum 34 vergröfert. Dadurch wurde Druckmittelfllissigkeit
als der Druckmittelleitung 39 in den Druckraum 34 hineingesogen und gleichzeitig
der Arbeitskolben 45 mit seinem zapfenartigen Teil 41 in die Druckmittelleitung
39 hineinbewegt. Gleichzeitig wurde damit der Druckraum 51 des Arbeitskolben-Zylinder-Aggregates
49 vergrößer und in den sich vergrößernden Druckraum 51 durch die Transport leitung
69 aus dem Vorratsbehälter 70 Druckmittelflüssigkeit eingesogen. Dabei war das Rückschlagventil
81 der Transportleitung 69 geöffnet und das Rückschlagventil 63 der Düse 61 geschlossenC
Die
Erfindung ist nachfolgend anhand einer Zeichnung dargestellt und näher erläutert.
Es zeigt: Figur 1 : Einen vertikalen Schnitt durch die Warmekraftmaschine.
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Dabei befindet sich der vertikal stehende temperaturabhängig arbeitende
Ausdehnungskörper 10 innerhalb eines Arbeitsmediumbehälters 11, der an seinem unteren
Ende über den ganzen Bereich seiner Querschnittsfläche geschlossen und an seinem
oberen Ende über den ganzen Bereich seiner Querschnittsflnche geöffnet ist. Der
Ausdehnungskörper 10 ist im Bereich seines oberen Endes 85 mittels einer gitterartigen
Befestigungsvorrichtung 12 an dem Arbeitsmediumbehälter 11 befestigt. Am oberen
Ende 85 des Ausdehnungskörpers 10 schließt sich ein Verteilerraum 13 an den Arbeitsmediumbehälter
11 an. Der Verteilerraum 13 grenzt mit seiner linken Seite an den Heizmediumspeicherbehälter
19 und mit seiner rechten Seite an den Kühlmediumsneicherbehälter 20. Zwischen Heizmediumspeicherbehälter
19 und Verteilerraum 13 befindet sich eine Verschliel;leinrichtung 15 und zwischen
Kühlmediumspeicherbehälter 20 und Verteilerraum 13 befindet sich eine Verschliel3einrichtung
16. Im Bereich seines unteren Randes besitzt der Arbeitsmediumbehälter 11 zwei Öffnungen
83, 82, die mittels je einer Verschlieüeinrichtung 17 und 18 verschließbar und öffenbar
sind. Unterhalb des unteren Endes 84 des Ausdehnunfflskörpers 10 schließt sich links
vom Arbeitsmediumbehälter 11 ein Heizmediumsammelbehälter 21 und rechts vom Arbeitsmediumbehälter
11 ein Kühlmediumsammelbehälter 22 an.
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Dem Heizmediumspeicherbehälter 19 wird mittels der Heizmediumleitung
23 Heizmedium zugeführt, dem Kühlmediumspeicherbehälter 20 wird mittels der Kühlmediumleitung
24 Kühlmedium zugefilhrt. Aus dem Heizmediumsammelbehälter 21 wird mittels der Heizmediumleitung
29 Heizmedium abgefiihrt. Aus dem Kühlmediumsammelbehälter
22
wird mittels der Kühlmediumleitung 30 Kühlmedium abgef iihrt .
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Der Ausdehnungskörper 10 ist mittels eines Übertra'rt'ngsstabes 31
mit dem Kolben 35 des Flü.ssigkeits-Kolben-Zylinder-Agregates 32 verbunden, das
einen oberen Truckraum 33 und einen unteren Druckraum 34 besitzt. Der Kolben 35
besitzt eine Druckfläche 36 und eine Druckfl,iche 37. Der Zylinder des Flüssigkeits-Kolben-Zylinder-Aggregates
32 besitt eine untere Zylinderwand 86. Das Flüssigkeits-Kolben-Zylinder-Aggregat
32 ist mit der Druckmittelleitung 38 und mit der Druckmittelleitung 39 verbunden.
Die Druckmittelleitung 38 mündet in den Druckraum 33 und die Druckmittelleitung
39 mündet in den Druckraum 34. In der Druckmittelleitung 38 ist der zapfenartige
Teil 40 des Arbeitskolbens 44 gefiihrt. Der zapfenartige Teil 40 besitzt dabei eine
Drucl=-fläche 42. In der Druckmittelleitung 39 ist der zapfenartige Teil 41 des
Arbeitskolbens 45 gefiihrt. Der zapfenartige Teil 41 besitzt dabei eine Druckfläche
43.
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Das Arbeitskolben-Zylinder-Aggregat 48 besitzt einen Arbeitskolben
44 mit einer DruckSlsche 46 und einem Druckraum 50, welcher eine Austrittsöffnung
64 mit einer daran angebrachten Düse 60 besitzt. In diese Düse 60 ist ein Riickschlagventil
62 integriert. Außerdem besitzt der Druckraum 50 eine weitere Austrittsöffnung 66
mit einer daran angebrachten Transportleitung 68, in welche ein Riickschlagventil
80 integriert ist. Die Transportleitung 68 mündet in den Vorratsbehsilter 70.
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Das Arbeitskolben-Zylinder-Aggregat 49 besitzt einen Arbeitskolben
45 mit einer Druckfläche 47 und einem Druckraum 51, welcher eine Austrittsöffnung
65 mit einer daran angebrachten Düse 61 besitzt. In diese Düse 61 ist ein Rückschlagventil
67 integriert. Außerdem besitzt der Druckraum 51 eine weitexe Austrittsöffung 67
mit einer daran angebracten Transportleitung 69, in welcher ein Rückschlagventil
81 angebracht ist. Die Transportleitung 69 mündet in den Vorratsbehälter 70.
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In einem bestimmten Abstand von den beiden Arbeitskolben-Zylinder-Aggragaten
48, 49 ist eine Turbine 75 angebracht, die auf einer Antriebswelle 76, befestigt
ist.
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