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Schutzschaltung an Stanzmaschinen
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Die Erfindung betrifft eine Stanzmaschine nach dem Oberbegriff des
Patentanspruches t.
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Bei bekannten Stanzmaschinen mit einem Stanztisch, einem mittels eines
Hydraulikzylinders auf- und abbewegbaren Druckteller und einem auf dem Stanzgut
frei aufliegenden Stanzmesser beginnt ein Stanzvorgang damit, daß zunächst der Druckteller
vom oberen Totpunkt aus über ein Pedal und ein Gestänge entgegen der Kraft einer
Rückholfeder nach abwärts geschoben wird. Sofern die Bedienungsperson während des
Stanzvorganges das Stanzgut mit ihren Händen hält, kann der vom Hydraulikzylinder
auszuführende Stanzhub nicht durch die aus Sicherheitsgründen sonst übliche Zweihandauslösung
eingeschaltet werden, sondern wird durch das zum Absenken dienende Pedal ausgelöst.
Um hierbei Unfälle zu vermeiden, wird durch eine besondere Schaltungsmaßnahme verhindert,
daß der Stanzhub zu frühzeitig ausgelöst wird. Solange der Druckteller bei der mit
geringer Kraft erfolgenden Abwärtsbewegung einen Abstand von mehr als 12 mm zum
Stanzmesser hat, kann der Stanzhub nicht ausgeführt werden. Sobald der Druckteller
einen Abstand von 12 mm zum Messer erreicht hat und sich dadurch so dicht dem Messer
genähert hat, daß die Bedienungsperson nicht mehr zwischen die Druckplatte und das
Stanzmesser greifen kann, wird ein als 12 mm-Schalter bezeichneter Endschalter betätigt,
der die Auslösung des Stanzhubes freigibt, ohne diesen allerdings schon zu diesem
Zeitpunkt einzuschalten. Der Stanzhub wird erst durch einen zweiten Endschalter
ausgelöst, dessen Schaltzeitpunkt so justiert ist, daß dieser ungefähr mit dem Aufsetzen
des Drucktellers auf dem Stanzmesser zusammenfällt.
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Das Absenken des Drucktellers und das Auslösen und Ausführen des Stanzhubes
erfolgen unabhängig davon, ob auf dem Stanzgut ein Stanzmesser liegt oder fehlt.
Bei vorhandenem Stanzmesser besteht für die Bedienungsperson keine Gefahr, sich
bei Unaufmerksamkeit verletzen zu können. Liegt dagegen auf dem Stanzgut kein Stanzmesser,
so kann die Bedienungsperson in den Raum greifen, der
normalerweise
vom Stanzmesser ausgefüllt ist. Hierbei besteht die Gefahr, daß der den Stanzhub
ausführende Druckteller eine durch Unaufmerksamkeit im Stanzraum befindliche Hand
der Bedienungsperson gegen das Stanzgut preßt und quetscht.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Stanzmaschine nach
dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 &u schaffen, bei der es ausgeschlossen
istt daß bei fehlendem Stanzmesser ein Stanzhub erfolgen kann. Diese Aufgabe ist
durch die im Kennzeichenteil des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmale gelöst.
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Durch die Anordnung eines zusätzlichen Schalters in den Stromkreis
des den Stanzhub auslösenden Relais und die Maßnahme, diesen Schalter so auszubilden,
daß seine Kontakte von gegeneinander isolierten Leiterbahnen einer an der Unterseite
des Drucktellers befestigten Kontaktplatte gebildet sind und seine Schaltbrücke
vom metallischen und daher elektrisch leitenden Rücken des Stanzmessers gebildet
ist, wird erreicht, daß erst dann ein Stanzhub ausgeführt werden kann, wenn die
Kontaktplatte das Stanzmesser berührt und dadurch die Leiterbahnen der Kontaktplatte
kurzgeschlossen werden. Liest dagegen auf dem Stanzgut kein Stanzmesser und wird
versehentlich der Druckteller mittels des Vorschubmechanismus abwärts bewegt1 so
kann auch nach Betätigen des 12 mm-Schalters kein Stanzhub ausgelöst werden, weil
die Leiterbahnen der Kontaktplatte bei fehlendem Stanzmesser nicht kurzgeschlossen
werden und daher der Stromkreis des den Stanzhub einschaltenden Auslöserelais unterbrochen
bleibt. Auf diese Weise ist gewährleistet, daß auch bei fehlendem Stanzmesser jegliche
Verletzungsgefahr ausgeschlossen ist.
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Nach einem weitergehenden Vorschlag der Erfindung sind im Stromkreis
des Auslöserelais Schaltkontakte eines Relais eines Überwachungsstromkreises enthalten,
der wenigstens Schaltkontakte eines weiteren Relais aufweist, welches bei nicht
kurzgeschlossenen Kontakten der Kontaktplatte durchgeschaltet ist.
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Mit Hilfe des Überwachungsschaltkreises wird zu Beginn eines Stanzvorganges
vor dem Absenken des Drucktellers der ordnunssgemäße Schaltzustand des die Kontaktplatte
umfassenden Schalters und des zugeordneten Relais überprüft. Sofern die Kontakte
der vom Stanzmesser abgehobenen Kontaktplatte ordnungsgemäß nicht kurzgeschlossen
sind, ist das über die Kontaktplatte schaltbare Relais durchgeschaltet, wodurch
dessen im Überwachungsschaltkreis liegenden Schaltkontakte geschlossen sind. Infolgedessen
ist auch der Überwachungsschaltkreis geschlossen, wodurch dessen Relais durchschaltet,
das seine im Stromkreis des Auslöserelais liegenden Schaltkontakte schließt. Das
Schließen der Schaltkontakte des im Überwachungsschaltkreis liegenden Relais ist
Voraussetzung für das spätere Auslösen des Stanzhubes.
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Ist dagegen in der vom Stanzmesser abgehobenen Kontaktplatte durch
Beschädigung oder einen Fehler ein Kurzschluß eingetreten, ist das über die Kontaktplatte
schaltbare Relais abgefallen, wodurch dessen im Überwachungsschaltkreis liegenden
Schaltkontakte offen bleiben. Infolgedessen bleibt auch der Überwachungsschaltkreis
offen, wodurch dessen Relais abgefallen bleibt. Bei absefallenem Relais im Überwachungsschaltkreis
bleiben dessen im Stromkreis des Auslöserelais liegenden Schaltkontakte geöffnet,
wodurch bei abgesenktem Druckteller kein Stanzhub ausgeführt werden kann. Auf diese
Weise wird bei einer durch einen Kurzschluß defekten Kontaktplatte mit Sicherheit
vermieden, daß bei fehlendem Stanzmesser ein die Bedienungsperson gefährdender Stanzhub
ausgelöst werden kann.
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Auf die gleiche Weise, wie durch den Überwachungsschaltkreis der ordnungsgemäße
Schaitzustand des die Kontaktplatte umfassenden Schalters überprüft wird, läßt sich
durch eine entsprechende Erweiterung des Überwachungsschaltkreises auch feststellen,
ob sich andere Schalter und Relais vor Beginn eines neuen Stanzvorganges in der
ordnungsgemäßen Ausgangslage befinden. Ist dies zum Beispiel wegen mechanischen
Defektes der Endschalter oder sogenanntem Kleben der Relaiskontakte nicht der Fall,
bleiben die entsprechenden Schaltkontakte im Überwachungsschaltkreis geöffnet,
so
daß dieser ebenfalls offen bleibt. Bei offen bleibendem Überwachungsschaltkreis
wird die Ausführung eines Stanzhubes verhindert, so daß auch in diesem Fall keine
Verletzungsgefahr für die Bedienungsperson oder die Gefahr der Beschädigung der
Maschine besteht.
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Die Erfindung wird durch die nachfolgende Beschreibung eines in der
Zeichnung dargestellen Ausführungsbeispieles näher erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 eine teilweise geschnittene Ansicht einer Stanzmaschine
mit einem schematisch dargestellen Pneumatik- und Hydraulikschaltplan; Fig. 2 einen
elektrischen Schaltplan, wobei der Schaltzustand bei eingeschalteter Maschine, aber
noch nicht betätigtem Fußschalter dargestellt ist, und Fig. 3 eine Ansicht der Unterseite
der Kontaktplatte.
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Die Stanzmaschine weist ein C-förmiges Gestell 1 und einen höhenverstellbaren
Stanztisch 2 zur Aufnahme des Stanzgutes G auf.
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Auf dem Stanzgut G liegt ein aus Metall bestehendes und daher elektrisch
leitendes Stanzmesser 3.
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Am oberen Ende des Gestells 1 ist ein Gehäuse 4 befestigt, das zur
Aufnahme eines aus einer Platte 5 und einer Führungsbuchse 6 bestehenden auf- und
abbewegbaren Drucktellers 7 dient. Auf dem Gehäuse 4 ist eine dieses nach oben abschließende
Deckplatte 8 befestigt. In der Deckplatte 8 sind zwei doppeltwirkende Pneumatikzylinder
9, 10 befestigt, deren Kolbenstangen 119 12 mit der Führungsbuchse 6 des Drucktellers
7 fest verbunden sind. An der Außenseite der Führungsbuchse 6 ist ein Nocken 13
angeordnet, der mit einem am Gehäuse 4 angeordneten, als sogenannten 12 mm-Schalter
b3 bezeichneten Endschalter zusammenwirkt.
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An der Deckplatte 8 ist die Kolbenstange 14 eines Kolbens 15 befestigt
Die Kolbenstange 14 und der Kolben 15 sind mit einer Längsbohrung 16 versehen, die
an der unteren Stirnfläche des Kolbens 15 mündet. Die obere Öffnung der Längsbohrung
16 ist mit einer Druckleitung 17 verbunden. Der feststehende Kolben 15 trägt ein
auf- und abbewegbares und dabei relativ zur Fiihrungsbuchse 6 des Drucktellers 7
verschiebbares Zylindergehäuse 18 eines doppeltwirkenden Hydraulikzylinders 19.
Am Deckel des Zylindergehäuses 18 ist ein in das Innere des Zylindergehäuses 18
mündendes und mit diesem auf- und abbewegbares Rohr 20 befestigt. Das Rohr 20 ist
durch die Deckplatte 8 hindurchgeführt und mit einer Druckleitung 21 verbunden.
Am Rohr 20 ist ein Nocken 22 angeordnet, der mit einem dem oberen Totpunkt des Zylindergehäuses
18 zugeordneten Endschalter bl und einem den unteren Totpunkt bestimmenden, verstellbaren
Endschalter b2 zusammenwirkt. Die Endschalter bl, b2 sind an einem auf der Deckplatte
8 befestigten Träger 23 angeordnet.
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Die beiden Druckleitungen 17,21 sind mit einem 4/3-Wegeventil 24 verbunden,
dessen mittlere Schaltstellung durch Federkraft, dessen rechte Schaltstellung durch
einen Schaltmagnet St und dessen in Fig. 1 dargestellte linke Schaltstellung durch
einen Schaltmagnet S2 geschaltet wird. In der in Fig 1 dargestellten linken Schaltstellung
drückt eine Pumpe 25 aus einem Vorratsbehälter 26 angesaugtes Öl in die Druckleitung
21 und damit auf die Oberseite des Kolbens 15, wodurch das Zylindergehäuse 18 im
oberen Totpunkt gehalten wird. Hierbei wird das im unterhalb des Kolbens 15 befindlichen
Raum des Zylindergehäuses 18 enthaltene Öl über die Druckleitung 17 in den Vorratsbehälter
26 zurückgeführt.
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Die beiden Pneumatikzylinder 9, 10 sind mit je einer am oberen Ende
der Zylinder mündenden gemeinsamen Druckleitung 27 und je einer am unteren Sande
der Zylinder mündenden gemeinsamen Druckleitung 28 verbunden. Die Druckleitung 27
ist mit einem 3/2-Wegeventil 29 verbunden, dessen in Fig. 1 gezeigte Schaltstellung
durch einen Schaltmagaet S3 und dessen linke Schaltstellung durch Federkraft geschaltet
wird. Die Druckleitung 28 weist ein
verstellbares Drosselventil
30 auf und ist vor dem Wegeventil 29 mit der Druckleitung 27 verbunden. Die beiden
Druckleitungen 27, 28 sind mit einer Druckluftquelle 31 verbunden.
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Nach dem aus Fig. 2 ersichtlichen Schaltplan wird der die Pumpe 25
antreibende Motor 32 von Dreiphasen-Wechselstrom (Leitungen R, S, T, Mp) über einen
Hauptschalter 33 gespeist. Die-Steuerungsschaltung für die elektromagnetisch betätigten
Wegeventile 24, 29 wird mit Wechselstrom geringer Spannung gespeist, während die
Schaltmagnete S1, S2, S3 mit durch eine Gleichrichterschaltung 34 erzeugten Gleichstrom
betrieben werden.
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In einem Stromkreis 35 der Steuerungsschaltung ist der Endschalter
bl enthalten, der durch den im oberen Totpunkt des Zylindergehäuses 18 befindlichen
Nocken 22 geöffnet und bei entferntem Nocken 22 durch Federkraft geschlossen ist.
Im Stromkreis 35 ist ferner ein Relais D1 enthalten. In einem Stromkreis 36 ist
der den unteren Totpunkt des Zylindergehäuses 18 bestimmende Endschalter b2 angeordnet,
der bei entferntem Nocken 22 durch Federkraft geöffnet ist. Im Stromkreis 36 ist
ferner ein Relais D2 enthalten. In einem Stromkreis 37 ist der als 12 mm-Schalter
bezeichnete Endschalter b3 angeordnet, der mit dem Nocken 13 zusammenwirkt und bei
entferntem Nocken 13 durch Federkraft geöffnet ist. Im Stromkreis 37 ist ferner
ein Relais D3 enthalten.
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In einem Stromkreis 38 sind ein durch Federkraft in Offenstellung
gehaltener Fußschalter b4 und ein Relais D4 enthalten.
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In einem Stromkreis 39 ist ein Schalter b5 angeordnet, dessen Kontakte
von zwei in einer an der Unterseite des Drucktellers 7 befestigten Kontaktplatte
44 angeordneten, gegeneinander isolierten, kammartig ausgebildeten Leiterbahnen
45, 46 (Fig. 3) gebildet sind. Die den Leiterbahnen 45, 46 zugeordnete Schaltbrücke
wird von dem metallischen Rücken des Stanzmessers 3 gebildet. Im Stromkreis 39 ist
ferner- ein Relais D8 enthalten. In einem Stromkreis 40 sind ein Relais D9 und Ruhekontakte
d8 des Relais D8 angeordnet. In einem Stromkreis 41 sind die Kontakte 47, 48 eines
vom Relais D9 betätigten Umschalters d9 enthalten,
sowie Arbeitskontakte
d3.1 des Relais D3, Arbeitskontakte d4.2 des Relais D4, Ruhekontakte d5.2 eines
Relais D5, Arbeitskontakte dlO.1 eines Relais DiOlRuhekontakte d2.1 des Relais D2
sowie ein als Auslöserelais bezeichnetes Relais D6. Der Stromkreis 41 enthält ferner
einen die Ruhekontakte d5.2 überbrückenden Selbsthaltekontakt d6.3 des Auslöserelais
D6. In einem Stromkreis 42 sind die Kontakte 47, 49 des bereits erwähnten Umschalters
d9 sowie ein Relais D10 angeordnet.
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In einem als Überwachungsschaltkreis bezeichneten Stromkreis 43 sind
Ruhekontakte d2.2.des Relais D2, Ruhekontakte dl des Relais Dl, Ruhekontakte d6.4
des Auslöserelais D6, Ruhekontakte d3.2 des Relais D3, Ruhekontakte d4.3 des Relais
D4 und Ruhekontakte dz0.2 des Relais D10 angeordnet. Der Überwachungsschaltkreis
43 enthält ferner ein Relais D5 sowie einen die vier letztgenannten Ruhekontakte
überbrückenden Selbsthaltekontakt d5.3 des Relais D5.
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In einem Stromkreis 50 sind Ruhekontakte d5.1 des Relais D5 aus dem
Überwachungsschaltkreis 43, Arbeitskontakte d4.1 des Relais D4 sowie ein Schaltmagnet
S3 des Wegeventils 29 enthalten. In einem Schaltkreis 51 sind Arbeitskontakte d6.1
des Auslöserelais D6 und ein Schaltmagnet St des Wegeventils 24 enthalten. In einem
Schaltkreis 52 sind Ruhekontakte d6.2 des Auslöserelais D6 sowie ein Schaltmagnet
S2 des Wegeventils 24 angeordnet.
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Die Stanzmaschine arbeitet wie folgt: Mit Betätigen des Hauptschalters
33 wird der Motor 32 eingeschaltet, der die Pumpe 25 antreibt. Zu diesem Zeitpunkt
befindet sich das Wegeventil 24 in der Mittelstellung, so daß die Pumpe 25 das aus
dem Vorratsbehälter 26 angesaugte Öl gleich wieder in diesen zurückfördert. Das
Wegeventil 29 befindet sich in der in Fig. 1 gezeigten Stellung, in der die Druckleitungen
28 mit der Druckluftquelle 31 verbunden, während die Druckleitungen 27 gesperrt
sind. In dieser Stellung des Wegeventils 29 halten die Pneumatikzylinder 9, 10 den
Druckteller 7 in einer angehobenen Stellung.
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Sofern alle Relais und Schalter in ordnungsgemäßem Zustand sind, stellt
sich vor Beginn eines Stanzvorganges folgende Ausgangslage ein.
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Der dem oberen Totpunkt des Zylindergehäuses 18 zugeordnete Endschalter
bl ist durch den Nokcen 22 geöffnet, wodurch das Relais D1 abgefallen ist und dessen
Ruhekontakte dl im Überwachungsschaltkreis 43 geschlossen sind. Der den unteren
Totpunkt des Zylindergehäuses 18 bestimmende Endschalter b2 ist geöffnet, da der
ihm zugeordnete Nocken 22 entfernt ist. Infolgedessen ist das Relais D2 abgefallen.
Dessen Ruhekontakte d2.1 im Stromkreis 41 und Ruhekontakte d2.2 im Überwachungsschaltkreis
43 sind geschlossen. Der 12 mm-Schalter b3 ist geöffnet, da der Nocken 13 noch einen
Abstand zu ihm aufweist. Daher ist das Relais D3 abgefallen. Dessen Arbeitskontakte
d3.1 im Stromkreis 41 sind geöffnet, während die Ruhekontakte d3.2 im Überwachungsschaltkreis
43 geschlossen sind. Vor Beginn eines Stanzvorganges ist der Fußschalter b4 geöffnet
und dadurch das Relais D4 abgefallen. Als Folge davon sind die Arbeitskontakte d4.1
im Stromkreis 50 und die Arbeitskontakte d4.2 im Stromkreis 41 geöffnet, während
die Ruhekontakte d4.3 im Überwachungsschaltkreis 43 geschlossen sind.
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Da die Kontaktplatte 44 vom Stanzmesser 3 entfernt ist, sind die Leiterbahnen
45, 46 nicht kurzgeschlossen. Daher ist der die Kontaktplatte 44 enthaltende Schalter
b5 im Stromkreis 39 geöffnet, wodurch das Relais D8 abgefallen ist. Hierbei sind
die Ruhekontakte d8 im Stromkreis 40 geschlossen, so daß das Relais D9 durchgeschaltet
ist. Bei durchgeschaltetem Relais D9 hält dessen Umschalter d9 die Kontakte 47,
49 des Stromkreises 42 geschlossen, wodurch das Relais D10 durchgeschaltet ist.
Bei durchgeschaltetem Relais D10 sind dessen Arbeitskontakte d10.1 im Stromkreis
41 geöffnet und dessen Ruhekontakte d10.2 im Überwachungsschaltkreis 43 geschlossen.
Solange der Umschalter d9 den Stromkreis 42 geschlossen hält, sind die Kontakte
47, 48 im Stromkreis 4i zwangsläufig geöffnet, so daß das Relais D6 abgefallen ist.
Dies hat zur Folge, daß dessen Arbeitskontakte d6.1 im Stromkreis 51 geöffnet, die
Ruhekontakte d6.2 im Stromkreis 52
geschlossen, der Selbsthaltekontakt
d6.3 im Stromkreis 41 geöffnet und die Ruhekontakte d6.4 im Überwachungsschaltkreis
43 geschlossen sind.
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Nachdem also im Überwachungsschaltkreis 43 sämtliche Ruhekontakte
geschlossen sind, ist das Relais D5 durchgeschaltet, was zurFolge hat, daß dessen
Ruhekontakte d5.1 im Stromkreis 50, die Ruhekontakte d5.2 im Stromkreis 41 und der
Selbsthaltekontakt d5.3 im Überwachungsschaltkreis 43 geschlossen sind. Damit ist
die Voraussetzung für das Einleiten eines Stanzvorganges geschaffen.
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Jeder Stanzvorgang wird durch Schließen des Fußschalters b4 eingeleitet.
Das Schließen von b4 hat zur Folge, daß das Relais D4 durchschaltet und dessen Arbeitskontakte
d4.1 im Stromkreis 50 und die Arbeitskontakte d4.2 im Stromkreis 41 geschlossen
und die Ruhekontakte d4.3 im Überwachungsschaltkreis 43 geöffnet werden. Da im Überwachungsschaltkreis
43 der Selbsthaltekontakt d5.3 geschlossen ist, bleibt das Relais D5 beim Öffnen
der Ruhekontakte d4.3 durchgeschaltet. Durch das Schließen der Arbeitskontakte d4.1
wird der Stromkreis 50 geschlossen, wodurch der Schaltmagnet S3 das Wegeventil 29
umschaltet. Dies hat zur Folge, daß über die Druckleitungen 27, 28 sowohl die Oberseite
als auch die Unterseite der Kolben 55, 56 der Pneumatikzylinder 9, 10 mit Druckluft
beaufschlagt werden. Da die Unterseite jedes Kolbens 55, 56 wegen der Kolbenstangen
11 bzw. 12 eine etwas kleinere Fläche aufweist als die Oberseite, überwiegt die
auf die Oberseite der Kolben 55, 56 einwirkende Kraft, wodurch die Pneumatikzylinder
9, 10 den Druckteller 7 mit insgesamt geringer Kraft nach abwärts bewegen.
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Wenn der Druckteller 7 einen Abstand von 12 mm zum Stanzmesser 3 erreicht
hat, betätigt der Nocken 13 den 12 mm-Schalter b3, worauf das Relais D3 durchschaltet.
Als Folge davon werden die Arbeitskontakte d3.1 im Stromkreis 41 geschlossen und
die Ruhekontakte d3.2 im Überwachungsschaltkreis geöffnet.
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Mit weiter fortschreitendem Absenken des Drucktellers 7 setzt sich
die Kontaktplatte 44 auf den Rücken des Stanzmessers 3 auf, wodurch die Leiterbahnen
45, 46 über das Stanzmesser 3 kurzgeschlossen werden. Durch Kurzschließen der Leiterbahnen
45, 46 bzw. Schließen des Schalters b5 wird der Stromkreis 39 geschlossen, wodurch
das Relais D8 durchschaltet und dessen Ruhekontakte d8 im Stromkreis 40 geöffnet
werden. Dies hat zur Folge, daß das Relais D9 abfällt und dessen Umschalter d9 die
Kontakte 47, 49 im Stromkreis 42 öffnet und die Kontakte 47, 48 im Stromkreis 41
schließt. Durch Öffnen des Stromkreises 2 fällt das Relais D10 ab, während die Arbeitskontakte
d10.1 im Stromkreis 41 geschlossen und die Ruhekontakte dlO.2 im Überwachungsschaltkreis
43 geöffnet werden.
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Nachdem die Kontakte 47, 48 und die Arbeitskontakte dlO.1 geschlossen
sind, sind somit sämtliche Kontakte im Stromkreis 41 geschlossen, so daß das Auslöserelais
D6 durchschaltet. Dies hat zur Folge, daß die Arbeitskontakte d6.1 im Stromkreis
51 geschlossen, die Ruhekontakte d6.2 im Stromkreis 52 geöffnet, der Selbsthaltekontakt#d6.3
geschlossen und die Ruhekontakte d6.4 im Überwachungsschaltkreis 3 geöffnet werden.
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Durch das Schließen der Arbeitskontakte d6.1 schaltet der Schaltmagnet
S1 das Wegeventil 24 aus der Mittelstellung in die rechte Schaltstellung, worauf
die Pumpe 25 Öl durch die Druckleitung 17 auf die Unterseite des Kolbens 15 preßt.
Infolgedessen führt das Zylindergehäuse 18 einen nach abwärts gerichteten Stanzhub
aus, wobei es zunächst dem schon abgesenkten Druckteller 7 nachfährt, sich sodann
auf ihn aufsetzt und sodann über den Druckteller 7 das Stanzmesser 3 in das Stanzgut
G drückt.
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Mit Absenken des Zylindergehäuses 18 entfernt sich der Nocken 22 vom
Endschalter bl, worauf das Relais D1 durchschaltet. Dies hat zur Folge, daß dessen
Ruhekontakte dl im Überwachungsschaltkreis 43 und damit auch dieser geöffnet wird.
Durch Abfallen des Relais D5 öffnen sich zwar auch dessen Ruhekontakte d5.1 im Stromkreis
50, d5.2 im Stromkreis 41 und der Selbsthaltekontakt d5.3. Da die Ruhekontakte d5.2
aber durch den Selbsthaltekontakt
d6.3 überbrückt werden, wird
der Stanzhub des Zylindergehäuses 18 nicht unterbrochen. Der Stanzhub wird so lange
ausgeführt, bis der Nocken 22 den den unteren Totpunkt bestimmenden Endschalter
b2 betätigt. Durch Schließen des Endschalters b2 schaltet das Relais D2 durch, was
zur Folge hat, daß die Ruhekontakte d2.1 im Stromkreis 41 und d2.2 im Überwachungsschaltkreis
43 geöffnet werden. Mit Öffnen der Ruhekontakte d2.1 fällt das Auslöserelais D6
ab, worauf die zuvor geschlossenen Arbeitskontakte d6.1 im Stromkreis 51 geöffnet
und die zuvor geöffneten Ruhekontakte d6.2 im Stromkreis 52 geschlossen werden.
Infolgedessen wird das Wegeventil 24 in die in Fig. 1 gezeigte linke Schaltstellung
geschaltet, worauf die Pumpe 25 Öl durch die Druckleitung 21 auf die Oberseite des
Kolbens 15 drückt und dadurch das Zylindergehäuse 18 aus dem unteren Totpunkt anhebt.
Da zuvor schon die Ruhekontakte d5.1 im Stromkreis 50 geöffnet wurden, hat der Schaltmagnet
S3 das Wegeventil 29 in die in Fig. 1 gezeigte Schaltstellung zurückgeschaltet,
so daß der Druckteller 7 dem sich aufwärts bewegenden Zylindergehäuse 18 nachläuft.
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Mit AbfalleWdes Auslöserelais D6 wird der Selbsthaltekontakt d6.3
geöffnet und werden die zuvor geöffneten Ruhekontakte d6.4 im Überwachungsschaltkreis
43 wieder geschlossen. Sobald das Zylindergehäuse 18 und der Druckteller 7 ihren
oberen Totpunkt erreicht haben und der Fußschalter b4 unbetätigt ist, haben dlle
Schalter und Relais ihre im Schaltplan dargestellte Ausgangslage wieder eingenommen,
wobei sämtliche Ruhekontakte im Überwachungsschaltkreis 43 wieder geschlossen sind.
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Wie aus den vorstehenden Ausführungen folgt, kann das Zylindergehäuse
18 den Stanzhub erst dann ausführen, wenn die Leiterbahnen 45, 46 der Kontaktplatte
44 über das Stanzmesser 3 kurzgeschlossen sind und als Folge davon über die Relais
D8, D9 und D10 der Stromkreis 41 des Auslöserelais D6 geschlossen wird.
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Sofern beiepielsweise die Leiterbahnen 45, 46 auch bei vom Stanzmesser
3 abgehobener Kontaktplatte 44 infolge eines Defektes kurzgeschlossen sind, ist
vor Beginn eines Stanzvorganges und
vor Betätigen des Fußschalters
b4 der Stromkreis 39 geschlossen und dadurch das Relais D8 durchgeschaltet. Bei
durchgeschaltetem Relais D8 sind dessen Ruhekontakte 48 geöffnet, wodurch das Relais
D9 abgefallen ist. Hierbei ist über den Umschalter d9 der Stromkreis 42 geöffnet,
wodurch das Relais D10 ebenfalls abgefallen ist. Bei abgefallenem Relais D10 sind
dessen Ruhekontakte dz0,2 im Überwachungsschaltkreis 43 geöffnet, was zur Folge
hat, daß der Überwachungsschaltkreis 43 nicht geschlossen werden kann.
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Bei abgefallenem Relais D5 sind die Ruhekontakte d5.1 im Stromkreis
50 geöffnet, so daß bei Betätigen des Fußschalters b4 der Stromkreis 50 des Schaltmagneten
S3 nicht geschlossen werden kann.
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Bei einem durch einen Defekt bedingten Kurzschluß in der Kontaktplatte
44 bewirkt also der Überwachungsschaltkreis 43, daß die Stanzmaschine nicht in Betrieb
gesetzt werden kann.
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Mit Hilfe des Überwachungsschaltkreises 43 wird auch die ordnungsgemäße
Ausgangslage der übrigen Schalter und Relais vor Beginn eines Stanzvorganges überprüft.
Ist beispielsweise der 12 mm-Schalter b3 im nicht betätigten Zustand infolge eines
Defektes geschlossen, so ist bereits vor Beginn eines Stanzvorganges das entsprechende
Relais D3 geschlossen. Bei geschlossenem Relais D3 sind dessen im Überwachungsschaltkreis
43 liegenden Ruhekontakte d3.2 geöffnet, so daß der Überwachungsschaltkreis 43 nicht
geschlossen werden kann. Dies hat wiederum zur Folge, daß die Ruhekontakte d5.1
im Schaltkreis 50 geöffnet sind und dieser nicht geschlossen werden kann. Daher
kann auch in diesem Fall die Stanzmaschine nicht in Betrieb gesetzt werden.