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Elektrolyseverfahren
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Elektrolyse einer
wässrigen Lösung eines Alkalimetallchlorids. Im einzelnen betrifft sie die Elektrolyse
einer wässrigen Lösung eines Alkalimetallchlorids zur Herstellung von Alkalimetallhydroxid
in relativ geringen Konzentrationen, und zwar geringer als 37 Gew.-%, und Chlor,
das unter hoher Stromausbeute und geringer Spannung arbeitet, wobei ein Ionenaustauscher-Membranelektrolyseverfahren
angewendet wird, und eine modifizierte Kationenaustauschermembran aus einem fluorierten
Polymeren verwendet wird.
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Es ist kürzlich vorgeschlagen worden, anstelle der konventionellen
Asbestdiaphragmen Ionenaustauschmembranen bei einer Ionenaustausch-Membranelektrolyse
einzusetzen, um auf diese Weise Chlor und ein Alkalimetallhydroxid großer Reinheit,
das keine Alkalimetallchloridkomponente enthält, herzustellen. Die Elektrolyse ist
in einem industriellen Verfahren angewendet worden.
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Bei der Elektrolyse wurde als Ionenaustauschmembran eine Kationenaustauschmembran
aus einem fluorierten Polymer verwendet, vom Gesichtspunkt der Chlorwiderstandsfähigkeit
und Alkaliwiderstandsfähigkeit. Es ist bekannt, daß Kationenaustauschermembranen
aus einem fluorierten Polymer mit Carbonsäurelonenaustauschergruppen als Ionenaustauschermembran
bei der Elektrolyse von Alkalimetallchloriden solchen mit Sulfonsäuregruppen als
Ionenaustauschergruppen besonders überlegen sind, weil Alkalimetallhydroxid und
Chlor in hoher Stromausbeute sogar bei hohen Konzentrationen der Alkalihydroxidlösung
hergestellt werden können (japanische ungeprüfte Patent Publikationen Nr. 130,495/1976
und Nr. 140,899/1976).
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Die Kationenaustauschermembran aus einem fluorierten Polymer mit lonenaustauschergruppen
vom Carbonsäure-Typ mit einer lonenaustauschkapazität von 0,8 bis 2,2 mäqig getrocknetes
Polymer hat allgemein gute Eigenschaften.
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Die Eigenschaften der Ionenaustauschermembran und die Konzentration
an Alkalimetallhydroxid, die man bei hoher Stromdichte erhält, hängen-ab von der
lonenaustaasch-Kapazität.
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Aus den Untersuchungen der Erfinder folgt, daß eine lonenaustauschmembran
mit einer geringeren Ionenaustauschkapazität zur Herstellung von Natriumhydroxid
geringer Konzentration vorteilhaft ist, wohingegen eine Ionenaustauschermembran
mit einer größeren Ionenaustauschkapazität zur Herstellung von Natriumhydroxid in
verhältnismäßig hohen Konzentrationen vorteilhaft ist.
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Es kann daher ein Alkalimetallhydroxid relativ geringer Konzentration
mit hoher Stromausbeute hergestellt werden, indem man eine Ionenaustauschermembran
mit einer geringeren Ionenaustauscherkapazität verwendet. In diesem Fall ist die
Ionenaustauschkapazität gering, wodurch der elektrische Widerstand der Membran groß
wird und die Zell spannung ungünstigerweise höher wird. Im anderen Fall, d. h. wenn
zur Herstellung eines Alkalimetallhydroxids von relativ geringer Konzentration eine
Ionenaustauschermembran mit einer größeren Ionenaustauschkapazität verwendet wird,
ist die Stromausbeute selbst ungünstigerweise gering.
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Die Erfinder haben untersucht, wie die besagten Nachteile bei der
Produktion eines Alkalimetallhydroxids relativ geringer Konzentration zu überwinden
sind und wie die' Elektrolyse einer wässrigen Lösung eines Alkalimetallchlorids
zu schaffen ist,das mit hoher Stromausbeute, geringer Spannung und geringem Gehalt
von Salz im Katholyt arbeitet. Als
Ergebnis haben die Erfinder gefunden,
daß dieser Zweck befriedigend dadurch erreicht werden kann, daß man die Oberfläche
der Kationenaustauschermembran aus einem fluorierten Polymer modifiziert Ziel der
vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Elektrolyse einer wässrigen Lösung
eines Alkalimetallchlorids zu schaffen, um ein Alkalimetallhydroxid in relativ geringer
Konzentration und Chlor herzustellen bei hoher Stromausbeute und geringer Spannung.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zur Elektrolyse
einer wässrigen Lösung eines AlkalimetalLchlorids relativ geringer Konzentration
und Chlor gelöst, das dadurch gekennzeichnet, daß man eine modifizierte Kationenaustauschermembran
aus einem fluorierten Polymer mit Ionenaustauschgruppen vom Carbonsäure-Typ verwendet,
das eine Ionenaustauschkapazität von 0,8 bis 2,2 mäq/g trockenes Polymer hat, wobei
wenigstens eine seiner Oberflächenschichten eine Ionenaustauschkapazität hat, die
zwischen 45 und 95 % der Ionenaustauschkapazität des Hauptteils liegt.
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Erfindungsgemäß kann bei der Produktion eines Alkalimetallhydroxids
relativ geringer Konzentration, d. h. geringer als 37 Gew.-%, bevorzugt 15 bis 28
Gew.-%, zum einen eine ausgezeichnete Stromausbeute erreicht werden, ähnlich wie
bei Membranen mit einer Ionenaustauschkapazität zur Herstellung von Alkalimetallhydroxid
geringer Konzentration, und zum anderen die Elektrolysespannung reduziert werden,
ähnlich wie bei den Membranen, die eine Ionenaustauschkapazität haben, die zur Herstellung
von Alkalimetallhydroxiden in hoher Konzentration geeignet ist. Demgemäß ist das
Elektrolyseverfahren der vorliegenden Erfindung vom Gesichtspunkt der Einsparung
von elektrischer Energie bei der Elektrolyse im langfristigen industriellen Einsatz
vorteilhaft.
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Als Membran mit einer großen Ionenaustauschkapazität, die zur Herstellung
eines Alkalimetallhydroxids hoher Konzentration geeignet ist, wird vorteilhafterweise
eine Membran mit -COOM-Gruppen, wobei M für Wasserstoff oder ein Alkalimetallatom
(im folgenden lonenaustauschgruppen vom Carbonsäuretyp genannt) steht, in der vorliegenden
Erfindung verwendet.
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Der elektrische Widerstand der Membran wird abhängig von einer Zunahme
der Ionenaustauschkapazität der Membran verringert.
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Demgemäß ist es vom Gesichtspunkt einer Verringerung der Zellspannung
vorteilhaft, die Ionenaustauschkapazität der Membran zu erhöhen. Indessen ist, wenn
die Ionenaustauschkapazität zu groß ist, das Molekulargewicht des fluorierten Polymers
bei der Membran geringer, wodurch eine Herstellung der Membran ungünstigerweise
schwierig wird. Aus diesem Grund wird eine Ionenaustauschkapazität der Kationenaustauschmembran
aus einem fluorierten Polymer in der vorliegenden Erfindung verwendet, die bevorzugt
im Bereich von 0,8 bis 2,2 mäq/g trockenes Polymer, besonders bevorzugt 1,0 bis
1,8 mäq/g trockenes Polymer ist.
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Die Kationenaustauschermembran mit Carbonsäuregruppen als Ionenaustauschgruppen
kann unter Verwendung verschiedener Arten fluorierter Polymererhergestellt werden,
besonders indem man Copolymere verwendet, die durch Copolymerisation eines fluorierten
Olefinmonomers und eines Comonomers mit einer funktionellen Gruppe vom Carbonsäuretyp
oder einer Gruppe, die in eine Gruppe von Carbonsäuretyp verwandelt werden kann,
erhalten wurden.
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Die fluorierten Olefinmonomere und die Comonomere mit funktionellen
Gruppen vom Carbonsäure-Typ können je nach Bedarf gewählt werden und besonders so
gewählt werden, daß Einheiten wie (a) XCF2-CXX'+ und
gebildet werden, wobei X Fluor, Chlor, Wasserstoff oder -CF3 bedeutet;
X' gleich X oder CF3(CF2Fm ist; m 1 bis 5 bedeutet; und Y für
a steht; p, q und n jeweils 1 bis 10 bedeuten; Z und Rf jeweils -F oder eine C1-C10-Perfluoralkylgruppe
bedeuten; A eine Gruppe vom Carbonsäure-Typ oder eine funktionelle Gruppe, die in
eine Gruppe vom Carbonsäure-Typ durch Hydrolyse oder Neutralisation umgewandelt
werden kann, bedeutet, wie -CN, -COF, -COOR1, -CONR2R3; R1 bedeutet eine C1-C 10-Alkylgruppe;
M bedeutet Wasserstoff oder ein Alkalimetallatom und R2 und R3 bedeuten jeweils
Wasserstoff oder eine C1-C10-Alkylgruppe.
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Im Falle des Copolymeren mit den Einheiten (a) und (b) wird das Verhältnis
der Einheiten (a) zu d.Einheiten(b)so gewählt, daß in dem Copolymer durch die Einheiten
(b) eine gewünschte Ionenaustauschkapazität errreicht wird.
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Bei der Herstellung des fluorierten Polymers werden ein oder mehrere
Monomere für die Einheit (ä) und ein oder mehrere Monomere für die Einheit (b) verwendet.Das
Polymere kann durch Verwendung von einem oder mehreren anderen Monomeren wie Monomeren
der Formel CF2 = CFORf modifiziert werden, wobei Rf ei nie C1-C10-Perfluoralkylgruppe
bedeutet; und indem man Divinylmonomere mit der Formel CF2=CF-CF=CF CF2-CFO (CF2)
140CF=CF2
zur Vernetzung des Copolymerenverwendet, um die Festigkeit
der resultierenden Membran zu verbessern.
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Das fluorierte Polymere, das in der vorliegenden Erfindung verwendet
wird, kann ein Pfropfcopolymer oder ein Blockcopolymer sein.
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Das Molekulargewicht des fluorierten Polymers für die Kationenaustauschmembran
bestimmt die mechanischen und elektrischen Eigenschaften der Membran und die Herstellbarkeit
der Membran.
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Wenn man das Molekulargewicht durch die Temperatur (T,Q), die eine
volumetrische Schmelzflußrate von 100 mm3/s ergibt, was unten definiert wird, bestimmt,
ist ein TQ von 130 bis 350 OC bevorzugt, besonders bevorzugt 160 bis 300 OC.
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Das fluorierte Polymer für die Kationenaustauschermembran kann dadurch
hergestellt werden, daß man ein Polymer eines Olefins, wie Polyäthylen und Polypropylen,
ein Polytetrafluoräthylen oder ein fluoriertes Copolymer von Äthylen und Tetrafluoräthylen
zu dem fluorierten Polymer, das funktionelle Gruppen vom Carbonsäure-Typ enthält,
mischt.
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Es ist ebenfalls möglich, die Kationenaustauschmembran mit einem Verstärkerstoff
aus Gewebe, wie einem Tuch, einem Netz, einem Faservlies oder einem porösen Film,der
aus aus dem besagten Polymer hergestellt ist, verstärkt.
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Das Gewicht des vermischten Polymers und des verstärkten Materials
des Polymeren wird für die Ionenaustauschkapazität nicht berechnet.
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Das fluorierte Polymer wird zu einer Membran verarbeitet.
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Die Herstellung der Membran kann durch ein geeignetes Verfahren wie
Pressen, Walzen, Extrudieren, ein Lösungsgießverfahren,
ein Dispersionsgießverfahren
oder ein Rlverformverfahren durchgeführt werden. Es ist wichtig, eine nicht poröse
Membran herzustellen, weil bei dem Elektrolyseverfahren die Notwendigkeit besteht,
daß die Ionenaustauschmembran nur spezifische Ionen selektiv wandern läßt, während
eine Wanderung des Elektrolyten vollständig ausgeschlossen wird.
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Die Wasserpermeabilität der Membran ist bevorzugt geringer 2 als 100
ml/h/m2, besonders bevorzugt geringer als 2 10 ml/h/m2 bei einem Druck von 1 m H20.
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Die Dicke der Membran liegt bevorzugt in einem Bereich von 20 bis
1000 , besonders bevorzugt 50 bis 500 .
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Wenn die Ionenaustauschgruppen der Kationenaustauschmembran funktionelle
Gruppen, wie -CN, -COF,-COOR1 und -CONR2R3 (R1 bis R3 sind oben definiert) sind,
werden die funktionellen Gruppen in Ionenaustauschgruppen vom Carbonsäuretyp durch
eine Hydrolyse oder Neutralisation mit einer Säure oder einer alkoholischen Lösung
einer Base umgewandelt, bevor man die Membran in dem erfindungsgemäßen Elektrolyseverfahren
verwendet.
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Die Kationenaustauschmembran aus dem fluorierten Polymer wird dadurch
modifiziert, daß man die Ionenaustauschkapazität wenigstens einer Oberflächenschicht
der Membran vor ihrer Verwendung bei der Elektrolyse einer wässrigen Lösung eines
Alkalimetallchlorids verringert.
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Die Dicke der Oberflächenschicht der Membran, die modifiziert wird,
kann sehr dünn sein, um den erfindungsgemäßen Zweck zu erreichen. Diese Tatsache
ist vorteilhaft, weil eine Zunahme des elektrischen Widerstands der Membran verhindert
wird.
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Gemäß den Untersuchungen der Erfinder ist die Dicke der modifizierten
Oberflächenschicht bevorzugt im Bereich von 0,1 bis 50 , besonders bevorzugt 0,5
bis 30 .
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Falls die Dicke geringer als der besagte Bereich ist, ist der erfindungsgemäße
Effekt gering und die Dauerhaftigkeit des Effektes ebenfalls gering, wohingegen,
falls sie größer als der besagte Bereich ist, der elektrische Widerstand zu hoch
ist.
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Die Ionenaustauschkapazität der modifizierten Oberflächenschicht ist
wichtig, um das Ziel der vorliegenden Erfindung zu erreichen. Die geeignete Ionenaustauschkapazität
hängt von der gewünschten Konzentration eines Alkalimetallhydroxids bei dem Elektrolyseverfahren
ab.
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Wenn größere Konzentrationen eines Alkalimetallhydroxids hergestellt
werden, wird eine größere Ionenaustauschkapazität benötigt, wohingegen bei der Herstellung
geringerer Konzentrationen eines Alkalimetallhydroxids eine geringere Ionenaustauschkapazität
benötigt wird.
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Aus diesem Grund wird, falls ein Alkalimetallhydroxid einer Konzentration
von 15 bis 37 Gew.-% hergestellt wird, die Ionenaustauschkapazität der modifizierten
Oberflächenschicht in einem Bereich von 0,6 bis 1,5 mäqjs trockenes Polymer, besonders
bevorzugt 0,7 bis 1,4 mäq/g trockenes PU -m.er eingestellt.
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Falls die Ionenaustauschkapazität geringer als der besagte Bereich
ist, ist der elektrische Widerstand der Membran hoch und die Stromausbeute gering,
wohingegen wenn sie größer als der besagte Bereich ist, die Stromausbeute zu gering
ist, um das Ziel der vorliegenden Erfindung zu erreichen.
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Es hat sich weiterhin als vorteilhaft erwiesen, die modifizierende
Behandlung einer Oberflächenschicht der Membran auf einer Seite durchzuführen,-besonders
auf der Oberflächenschicht, die der Kathode in einer Elektrolysezelle gegenübersteht,
und zwar aus Gesichtspunkten der Stromausbeute und der
Elektrolytspannung.
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Zur Verringerung der Ionenaustauschkapazität einer Oberflächenschicht
der Membran können verschiedene Verfahren angewendet werden.
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Es ist z. B. möglich, eine dünne Kationenaustauschermembran mit einer
geringeren Ionenaustauschl;apazität auf die Oberfläche der Kationenaustauschermembran
zu binden.Die Herstellung dieser Bindung ist jedoch schwierig und die durch Schmelzbindung
aufgebrachte Schicht neigt dazu, uneinheitlich zu werden, wobei die dünne Membran
abgelöst werden kann oder Blasen wirft und dadurch der elektrische Widerstand unvorteilVafterweise
groß werden kann.
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In der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, die Oberflächenschicht
dadurch zu modifizieren, daß man eine Methode anwendet, die auf dem Phänomen basiert,
daß Carbonsäuregruppen einer Kationenaustauschmembran in einem Alkalililetallhydroxid
hoher Konzentration bei hoher Temperatur zersetzt werden. Nach den Untersuchungen
der Erfinder sind Carbonsäuregruppen der Membran in einem Alkalimetallhydroxid hoher
Konzentration von größer 0 als 40 Gew.-% bei mehr als 80 C bemerkenswert instabil
und werden allmählich zersetzt. Es wird bevorzugt, die Oberfläche der Kationenaustauschmembran
mit einer Konzentration eines Alkalimetallhydroxids von 50 bis 90 Gew.-% bei höherer
Tempe-0 ratur als 80 C, besonders bevorzugt einer Konzentration von 0 50 bis 75
Gew.-% bei 90 bis 120 C in Berührung zu bringen.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung ist es möglich, eine Alkalimetallhydroxid-Lösung
von geringerer als der oben erwähnten Konzentration zu verwenden. In diesem Fall
ist indessen eine höhere Temperatur und eine längere Reaktionszeit nötig. Die Konzentration
an Alkalimetallhydroxid kann z. B. geringer als 37 Gew.-% sein Wenn die Konzentration
gering ist, ist es indessen notwendig, bei einer hohen Temperatur, wie höher als
140 0C, eine längere Zeit zu behandeln.
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Die Zeit des Kontakts mit der Alkalimetallhydroxidlösung wird so gewählt,
daß man eine geeignete Ionenaustauschkapazität der Oberflächenschicht der Membran
erhält. Sie liegt vorzugsweise in einem Bereich von 30 min bis 100 h, besonders
bevorzugt 4 bis 40 h.
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Wenn die Kationenaustauschermembran durch Kontakt mit einer Alkalimetallhydroxidlösung
behandelt wird, werden wenigstens die peripheren Teile zweier Kationenaustauschmembranen
zu einer taschenförmigen Einheit verbunden und diese beutelförmige Einheit in die
wässrige Lösung eines Alkalimetallhydroxids eingetaucht, wobei die Kationenaustauschermembran,
deren Oberflächenschichten auf einer Seite zur Verringerung der Ionenaustauschkapazität
modifiziert sind, leicht erhalten werden können.
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Nach den Untersuchungen der Erfinder werden, falls die Ionenaustauschgruppen
vom Carbonsäuretyp der Kationenaustauschmembran in der Esterform vorliegen, die
peripheren Teile von zwei Blättern einer Kationenaustauschmembran ohne weitere Behandlung
dadurch genügend verbunden, daß man die genau übereinandergelegten Kationenaustauschermembranen
bei einer geeigneten Temperatur von 10 bis 50 OC mit einem Druck von 0,1 bis 10
kg/cm2 (Manometeranzeige) preßt.
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Nach der Behandlung, nämlich um durch Kontakt der taschenförmigen
Einheit mit einer Alkalimetallhydroxidlösung die Oberflächenschicht zu modifizieren,
um die Ionenaustauschkapazität zu verringern, werden die Carbonsäureestergruppen
der Membran hydrolysiert, um sie in Carbonsäuregruppen oder ihre Alkalimetallsalzgruppen
zu verwandeln, wodurch die beiden verbundenen Blätter der Kationenaustauschmembran
leicht voneinander getrennt werden können. Wenn die Kationenaustauschermembran nicht
vom Typ eines Carbonsäureesters ist, werden die peripheren Teile von zwei Blättern
der Kationenaustauschmembran durch ein Klebematerial, wie einen Tetrafluoräthylen-Polymerklebstoff
oder andere Klebstoffe verbunden.
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Die erfindungsgemäße Kontaktbehandlung durch das Alkalimetallhydroxid
kann leicht dadurch erreicht werden, daß man die Membran unter den oben erwähnten
Bedingungen der Konzentration an Alkalimetallhydroxid und der Temperatur in dem
Kathodenabteil bei einer Elektrolyse einer wässrigen Lösung von Alkalimetallhydroxid
behandelt. Eine solche Behandlung ist signifikant wirkungsvoll.
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Das andere Verfahren zur Modifizierung der Oberflächenschicht gemäß
der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Carbonsäuregruppen auf der Oberflächenschicht
durch Behandlung mit einem Amin, wie NH2-(CH2)210-NH2 und Erhitzen auf vorzugsweise
150 bis 200 OC zu zersetzen. Die verschiedenen anderen bekannten Verfahren zur Zersetzung
von Carbonsäure-Gruppen, wie Oxydation, Reduktion, Funkenentladungsbehandlung, Behandlung
durch ionisierende Strahlen und Flammenbehandlung können ebenfalls angewendet werden.
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Bei der Modifizierung der Oberflächenschicht einer Kationenaustauschermembran
gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Ionenaustauschkapazität der modifizierten
Oberflächenschicht so weit verringert, daß sie 45 bis 95 %, bevorzugt 50 bis 90
% der Ionenaustauschkapazität der nicht modifizierten Kationenaustauschermembran
beträgt. Die Ionenaustauschkapazität der modifizierten Oberflächenschicht liegt
bevorzugt in einem Bereich von 0,6 bis 1,5 mäq/g trockenes Polymer.
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Bei der vorliegenden Erfindung können die Bedingungen für die Elektrolyse
einer wässrigen Lösung eines Alkalimerallchlorids, bevorzugt Natriumchlorid, die
von konventionellen Membran-Elektrolyseverfahren sein. Vorzugsweise werden Bedingungen,
wie eine Elektrolytspannung von 2,3 bis 5,5 V, eine Stromdichte von 5 bis 80 A/dm2,
bevorzugt 15 bis 50 A/dm2 und eine Elektrolyttemperatur von 75 bis 105 OC, bevorzugt
85 bis 95 OC, angewendet.
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Die bei dem Elektrolyseverfahren verwendete Anode kann Graphit oder
eine nicht-korrodierende Elektrode mit Dimensionsstabilität sein, die aus einem
Titanträger, der mit einem Metall der Platingruppe oder einem Oxid eines Metalls
der Platingruppe überzogen ist, besteht.
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Das elektrolytische Zellensystem. kann vom monopolaren oder bipolaren
Typ sein.
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Die Erfindung wird durch spezifische Beispiele und Vergleichsbeispiele
näher beschrieben.
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In den Beispielen wird die Ionenaustauschkapazität der Kationenaustauschmembran
wie folgt gemessen.
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Eine Kationenaustauschmembran wird in 1n-HCl bei 60 OC 5 h lang eingetaucht,
um sie vollständig in eine H-Typ-Membran zu überführen. Danach wird die Membran
mit Wasser HCl-frei gewaschen. Anschließend werden 0,5 g der H-Typ-Membran in eine
Lösung getaucht, die durch Zufügen von 25 ml Wasser zu 25 ml einer 0,1n-NaOH bereitet
war, um die Membran vollständig in eine Na -Typ-Membr2n zu überführen. Dann wird
die Membran herausgenommen und die Menge tsav mhydroxid in der Lösung durch Rücktitration
mit 0,1n-HCl bestimmt.
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Die volumetrische Schmelzflußrate wird durch ein Fließ-Testgerät gemessen
indem man ein Polymer mit Carbonsäuremethylestergruppen durch eine Düse mit einem
Durchmesser von 1 mm und einer Länge von 2 mm mit einem Druck von 30 kg/cm extrudiert,
und in Einheiten von mm3/s angegeben.
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Beispiele 1 und 2 Eine Kationenaustauschermembran,' die durch Hydrolyse
eines Copolymers von C2F4 und CF2=CF-0-CF2)3-CO0CH3 erhalten worden war und eine
Dicke von 300 ffi und eine Ionenaustauschkapazität von 1,46 mäg/g hat, wird verwendet
Es wird eine
aus Nickel bestehende Zelle mit zwei Kammern gebildet.
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In die eine Kammer wurde 25 Gew.-t Natriumhydroxid gegeben und in
die andere Kammer 60 Gew.-% Natriumhydroxid und das Ganze 70 h lang auf 95 OC gehalten.
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Ein Teil der modifizierten Membran wurde ausgeschnitten und an der
Probe ein Vielfach-Reflexions-IR-Absorptionsspektrum gemessen. Das Ergebnis zeigte,
daß in dem Spektrum der Oberflächenschicht der Membran, die mit der 25%-igen Natriumhydroxid
in Kontakt gewesen war, keine Veränderung auftrat, wohingegen in dem Spektrum der
Oberflächenschicht der Membran, die mit der 60 % Natriumhydroxid in Kontakt gewesen
war, neben den Adsorptionen der -COO -Gruppen auch Adsorptionen von -CF2H-Gruppen
und Na2C03 gefunden wurden.
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Die Membran wurde durch Ionenaustausch in einen Calcium-Typ verwandelt
und die Verteilung der Ionenaustausch-Kapazität in der Querschnittsrichtung der
Membran durch einen Röntgenstrahl-Mikroanalysator gemessen. Als Ergebnis wurde gefunden,
daß die Ionenaustauschkapazität auf der Oberflächenschicht in einer Dicke von 10
A auf der Seite,die mit der 60%-igen Natriumhydroxid in Kontakt gewesen war, auf
1,15 mäq/g trockenes Polymer reduziert worden war.
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Die modifizierte Membran wurde in zwei aus Kammern bestehende Elektrolytzellen
(zwei Zellen) in der Art und Weise eingesetzt, daß die modifizierte Oberfläche der
Kathode gegenüberstand und es wurde jeweils eine Elektrolyse durchgeführt, die Natriumhydroxid
produzierte, wobei zwei Produkte mit unterschiedlichen Konzentrationen erhalten
wurden. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.
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Die modifizierte Kationenaustauschmembran, deren eine Oberflächenschicht
eine kleinere Ionenaustauschkapazität hatte, wurde dafür verwendet, eine Anode und
Kathode zu trennen und dadurch eine zweikämmerige Elektrolysezelle zu bilden, wobei
eine mit Rhodium beschichtete Titanelektrode als Anode verwendet
wurde
und eine Elektrode aus rostfreiem Stahl als Kathode verwendet wurde. Der Abstand
zwischen den Elektroden betrug 2 5 mm und die wirksame Fläche der Membran war 25
cm . Es wurden jeweils zwei Elektrolysen von Natriumchlorid durchgeführt, um Natriumhydroxid
in Konzentrationen von 30 Gew.-% oder 25 Gew.-t zu erhalten.
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0 Die Elektrolyse wurde bei 90 C mit einer Stromdichte von A/dm2 40
A/dm durchgeführt, indem man eine 5n wässrige NaCl-Lösung in einer Menge von 150
ml/h in das Anodenabteil fließen ließ und in das Kathodenabteil Wasser fließen ließ,
um die spezifizierte Konzentration an Natriumhydroxid, die hergestellt werden sollte,
zu erhalten. Eine wässrige Lösung von Natriumchlorid floss aus dem Anodenabteil
über, wohingegen aus dem Kathodenabteil eine wässrige Lösung von Natriumhydoxid
überfloss, die gesammelt wurde, wobei aus der Menge des erhaltenen Natriumhydroxids
die Stromausbeute bestimmt wurde. Die Zellspannung wurde ebenfalls gemessen.
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Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.
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Als Vergleichsbeispiele wurden zwei Elektrolysen zur Herstellung verschiedener
Konzentrationen von Natriumhydroxid durchgeführt, und zwar auf die gleiche Art und
Weise, ausgenommen, daß die nicht modifizierten Kationenaustauschermembranen verwendet
wurden. Die Ergebnisse sind ebenfalls in Tabelle 1 gezeigt.
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Tabelle 1 Elektrolysedauer 10 30 60 180 365 (Tage) Beispiel Natriumhydroxid-Kon-1
zentration (%) 30 30 30 30 30 Spannung (V) 3,9 3,9 3,9 3,9 3,9 Stromausbeute (%)
97 97 97 97 97 Beispiel NaOH-Konzentration (%) 25 25 25 25 25 2 Spannung (V) 3,8
3,8 3,8 3,8 3,8 Stromausbeute (%) 96 96 96 96 96 Vergl.- NaOH-Konzentration (%)
30 30 30 30 Beispiel Spannung (V) 3,8 3,8 3,8 3,8 1 Stromausbeute (%) 91 90 90 90
Vergl.- NaOH-Konzentration (%) 25 25 25 Beispiel Spannung (V) 3,7 3,7 3,7 2 Stromausbeute
(%) 88 88 88 Der Gehalt an NaCl in der erhaltenen wässrigen Lösung von Natriumhydroxid
nach dem Betrieb von 365 Tagen (auf 50%ige NaOH berechnet) war jeweils 7 TpM, 10
TpM, 30 TpM und 50 TpM in den Beispielen 1 und 2 und den Vergleichsbeispielen 1
und 2.
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Der elektrische Widerstand der Membran, die in Beispiel 1 verwendet
wurde, wurde bei 25 OC in 25%-iger NaOH gemessen und betrug 630 A-cm bei 1000 Hz,
wohingegen der elektrische Widerstand der in Vergleichsbeispiel 1 verwendeten Membran
420&L -cmwar.
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Beispiel 3 Eine Kationenaustauschermembran, die durch Hydrolyse einer
aus einem Copolymer von r C2F4 und CF2=CF-O-(CF2)3COOCH3 hergestellten Membran erhalten
worden war (mit einer Dicke von 300 ß und einer Ionenaustauschkapazität von 1,46
mäq/g),
wurde als Trennwand einer zweikämmerigen Elektrolysenzelle
0 verwendet. Es wurde bei 90 C und einer Stromdichte von 40 A/dm eine Elektrolyse
ausgeführt unter Einhaltung einer Konzentration an Natriumchlorid im Anodenabteil
von 4n-NaCl.
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Die Konzentration der NaOH in dem Kathodenabteil wurde 2 Tage vom
Beginn der Elektrolyse an auf 40 Gew.-% gehalten und weiterhin 3 Tage lang während
der Elektrolyse auf 67 Gew.-% gehalten. Die Zellspannung stieg um 0,4 V durch die
Zunahme der NaOH-Konzentration von 40 Gew.-% auf 67 Gew.%. Daraufhin wurde die Konzentration
der NaOH im Kathodenabteil auf 30 Gew.-% verringert und die Elektrolyse 365 Tage
lang durchgeführt.
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Das Ergebnis war, daß die Stromausbeute zur Herstellung von Natriumhydroxid
konstant bei 96 bis 97 % gehalten wurde und die Zellspannung von 3,7 V sich nicht
änderte.
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Die Membran, die 1 Jahr lang für die Elektrolyse verwendet wurde,
wurde herausgenommen und in 25%-iger NaOH der spezifische Widerstand gemessen und
zu 475 -cm bestimmt. Die Membran wurde durch Ionenaustausch in einen Ca -Typ überführt
und die Ionenaustauschkapazität auf der Oberflächenschicht der Seite des Kathodenabteils
durch einen Röntgenstrahl-Mikroanalysator vom Nichtdispersions-Typ zu 1,1 bestimmt.
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Beispiel 4 l Es wurden zwei Blätter von Kationenaustauschmembranen,
die aus einem Copolymer von CF2=CF2 und CF2=CFO(CF2)3COOCH3 hergestellt waren (mit
einer Ionenaustauschkapazität von 0 1,46 mäq/g; TQ von 230 C; einer Dicke von 300;
eine Größe von 10 cm x 10 cm), genau übereinandergelegt und durch Pressen 2 bei
Raumtemperatur mit einem Druck von 5 kg/cm verbunden.
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Diese verbundene Einheit wurde bei 110 OC 40 h lang in 50%-ige wässrige
NaOH-Lösung getaucht und daraufhin die behandelte
verbundene Einheit
vollständig durch Eintauchen in 25%-ige wässrige Natriumhydroxidlösung bei 90 OC
während 16 h hydrolysiert. Die beiden Membranblätter der verbundenen Einheit konnten
leicht voneinander getrennt werden.
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Die modifizierte Oberflächenschicht der Kationenaustauschmembran,
die mit der 50%-igen wässrigen NaOH-Lösung in Berührung gekommen war, wurde mit
dem Röntgenstrahl-Mikroanalysator untersucht.
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Es wurde gefunden, daß die Ionenaustauschkapazität der modifizierten
Oberflächenschicht in einer Dicke von 10 A auf 1,00 mäq/g trockenes Polymer verringert
worden war.
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Gemäß dem Verfahren von Beispiel 1 wurde eine Elektrolysezelle gebaut,
bei .der die modifizierte Oberflächenschicht der Kationenaustauschermembran der
Kathode gegenüberstand, wässrige 5nçaCiLösung wurde in das Anodenabteil gegeben
und die Konzentration der NaOH in dem Kathodenabteil wurde auf 25 Gew.-E gehalten
und die Elektrolyse unter einer Stromdichte von A/dm2 20 A/dm2 durchgeführt. Die
Stromausbeute war 96 % und die Zellenspannung betrug 3,3 V.
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Andererseits wurde eine Elektrolyse durchgeführt, bei der eine nicht-modifizierte
Kationenaustauschermembran aus demselben Copolymer verwendet wurde. Die Stromausbeute
war hier 86 % und die Zellspannung betrug 3,2 V.
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Beispiel 5 Es wurden zwei Blatter einer Kationenaustauschermembran,
die aus einem Copolymer von CF2 =CF2 und CF2=CFO(CF2)3COOCH3 bestand (mit einer
Dicke von 300 4 und einer Ionenaustauschkapazität von 1,46 mäq/g) genau aufeinandergelegt
und durch Pressen bei Raumtemperatur mit einem Druck von 10 kg/cm2 verbunden.
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Die verbundene Einheit wurde bei 1.10 OC 16 h lang in 50%-ige wässrige
NaOH-Lösung getaucht und daraufhin die so behandelte verbundene Einheit vollständig
hydrolysiert, indem man sie in 25%-ige wässrige NaOH-Lösung bei 90 OC 16 h lang
eintauchte.
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Die beiden Blätter der Membran der verbundenen Einheit konnten leicht
voneinander getrennt werden.
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Die modifizierte Oberflächenschicht der Kationenaustauschermembran,
die mit der 50%-igen wässrigen NaOH-Lösung in Berührung gekommen war, wurde durch
den Röntgenstrahl-Mikroanalysator untersucht.
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Es wurde gefunden, daß die Ionenaustauschkapazität der modifizierten
Oberflächenschicht in einer Dicke von 10 ß auf 1,18 mäq/g trockenes Polymer verringert
war.
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Gemäß dem Verfahren von Beispiel 1 wurde eine Elektrolysezelle zusammengebaut,
bei der die modifizierte Oberflächenschicht der Kationenaustauschermembran der Kathode
gegenüberstand, wässrige 5n-NaCl-Lösung in das Anodenabteil eingefüllt wurde, die
Konzentration der NaOH in dem Kathodenabteil bei 35 Gew. % gehalten wurde und die
Konzentration des NaCl im Anodenabteil auf 3n gehalten wurde. Die Elektrolyse wurde
mit einer Stromdichte von 20 A/dm2 durchgeführt. Die Stromausbeute betrug 97 % und
die Zellspannung 3,4 V.
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Andererseits wurde eine Elektrolyse unter Verwendung einer nicht-modifizierten
Kationenaustauschermembran, die aus dem gleichen Polymer bestand, durchgeführt.
Die Stromausbeute betrug 93 %, die Zellspannung 3,4 V.
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Beispiel 6 Es wurden zwei Blätter von Kationenaustauschermembranen,
die aus einem Copolymer von CF2=CF2 und CF2=CFO(CF2)3COOCH3 bestanden (mit einer
Ionenaustauschkapazität von 1,40 mäq/g; 0 TQ von 230 C; einer Dicke von 300 i; einer
Größe von 10 cm x 10 cm), genau aufeinandergelegt und durch Pressen bei Raum-2 temperatur
mit einem Druck von 5 kg/cm2 verbunden.
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Die verbundene Einheit wurde bei 110 OC 16 h lang in 50%-ige wässrige
NaOH-Lösung getaucht und daraufhin durch Eintauchen in wässrige 25%-ige KOH-Lösung
bei 90 OC während 16 h vollständig hydrolysiert. Die zwei Blätter, der Membran der
verbundenen Einheit konnten leicht voneinander getrennt werden.
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Die modifizierte Oberflächenschicht der Kationenaustauschermembran,
die mit der wässrigen 60%-igen KOH-Lösung in Berührung gekommen war, wurde durch
den Röntgenstrahl-Mikroanalysator untersucht.
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Es wurde gefunden, daß die Ionenaustauschkapazität der modifizierten
Oberflächenschicht in einer Dicke von 10 W auf 1,10 mäq/g trockenes Polymer verringert
war.
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GemäB dem Verfahren von Beispiel 1 wurde eine Elektrolysezelle zusammengebaut,
bei der die modifizierte Oberflächenschicht der Kationenaustauschermembran der Kathode
gegenüberstand.
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3,5n wässrige KCl-Lösung wurde in das Anodenabteil gegeben und die
Konzentration der KOH in dem Kathodenabteil auf 25 Gew.-% gehalten und die Elektrolyse
bei einer Stromdichte von 30 A/dm2 durchgeführt. Die Stromausbeute betrug 97 %,
die Zellspannung 3,4 V und der Gehalt an KCl (berechnet für 50-°Õ-ige KOH) war 50
TpM.
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Andererseits wurde eine Elektrolyse unter Verwendung einer nicht-modifizierten
Kationenaustauschermembran aus demselben Copolymer durchgeführt. Die Stromausbeute
betrug 90 % und die Zellspannung 3,2 V, der Gehalt an KCl betrug 200 TpM.
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Beispiel 7 Es wurden zwei Blätter einer Kationenaustauschermembran,
die aus einem Copolymer von CF2=CF2 und CF2=CFO(CF2)3COOCH3 bestand (mit einer Ionenaustauschkapazität
von 1,46 mäq/g; 0 TQ von 230 C; einer Dicke von 300 ; und einer Größe von 10 cm
x 10 cm) genau übereinandergelegt und durch Pressen 2 bei Raumtemperatur mit einem
Druck von 5 kg/cm2 verbunden.
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0 Die verbundene Einheit wurde bei 120 C 70 h lang in 60%-ige wässrige
KOH-Lösung getaucht und daraufhin vollständig hydrolysiert, indem man sie bei 90
OC 16 h lang in eine 25%-ige wässrige KOH-Lösung tauchte. Die beiden Blätter der
Membran der verbundenen Einheit konnten leicht voneinander getrennt werden.
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Die modifizierte Oberflächenschicht der Kationenaustauschermembran,
die mit der 60%-igen wässrigen KOH-Lösung in Berührung gekommen war, wurde durch
den Röntgenstrahl-Mikroanalysator untersucht.
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Es wurde gefunden, daß- die Ionenaustauschkapazität der modifizierten
Oberflächenschicht in einer Dicke von 5 ffi auf 1,10 mäy/g trockenes Polymer verringert
war.
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Gemäß dem Verfahren von Beispiel 1 wurde eine Elektrolysezelle zusammengebaut,
bei der die modifizierte Oberflächenschicht der Kationenaustauschermembran der Kathode
gegenüberstand. Eine 3,5n-wässrige KCl-Lösung wurde in das Kathodenabteil gegeben
und die Konzentration der KOH in dem Kathodenabteil auf 25 Gew.-% gehalten und
2
die Elektrolyse bei einer Stromdichte von 20 A/dm durchgeführt. Die Stromausbeute
betrug 97 % und die Zellspannung 3,4 V.
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Andererseits wurde die Elektrolyse unter Verwendung der nichtmodifizierten
Kationenaustauschermembran, die aus demselben Polymer bestand, durchgeführt Die
Stromausbeute betrug 90 % und die Zellspannung 3,1 V.
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Beispiel 8 Es wurden zwei Blätter einer Kationenaustauschermembran,
die aus einem Copolymer von CF2=CF2 und CF2=COCF2CF(CF3)O(CF2)3COOCH3 bestand (mit
einer Dicke von 150 A und einer Ionenaustauschkapazität von 1,14 mäq/g; einem TQ-Wert
von 180 OC) genau aufeinandergelegt und bei 0 2 Zimmertemperatur durch Pressen mit
einem Druck von 10 kg/cm verbunden.
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0 Die verbundene Einheit wurde bei 120 C 40 h lang in 42%-ige wässrige
NaOH-Lösung getaucht und daraufhin bei 90 OC 16 h lang durch Eintauchen in 25%-ige
wässrige NaOH-Lösung vollständig hydrolysiert.
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Die beiden Blätter der Membranen der verbundenen Einheit konnten leicht
voneinander getrennt werden.
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Die modifizierte Oberflächenschicht der Kationenaustauschermembran,
die mit der 50%-igen wässrigen NaOH-Lösung in Berührung gekommen war, wurde durch
Röntgenstrahl-Mikroanalysator untersucht.
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Es wurden gefunden, daß die Ionenaustauschkapazität der modifizierten
Oberflächenschicht in einer Dicke von 10 ß auf 1,0 mäq/g trockenes Polymer verringert
war.
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Gemäß dem Verfahren von Beispiel 1. wurde eine Elektrolysezelle zusammengebaut,
bei der die modifizierte Oberflächenschicht in der Kationenaustauschermembran der
Kathode gegenüberstand.
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Eine 5n-wässrîge NaCl-Lösung wurde in das Anodenabteil gegeben und
die Konzentration der NaOH in dem Kathodenabteil wurde auf 25 Gew.-% gehalten und
die Konzentration von NaCl im Anodenabteil wurde bei 3n gehalten. Die Elektrolyse
wurde bei einer Stromdichte von 20 A/dm2 durchgeführt. Die Stromausbeute war 94
% und die Zellspannung war 3,3 V.
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Beispiel 9 Es wurden zwei Blätter einer Kationenaustauschermembrane
die aus einem Copolymer von CF2=CF2 und (a) CF2=CFO(CF2)3COOCH3 und (b) CF2CF(CF3)0(CF2)3COOCH3
(Molverhältnis von (a)/(b) von 4/1) bestand (mit einer Dicke von 300 , einer Ionenaustauschkapazität
von 1,4 mäq/g) genau aufeinander gelegt und durch Pressen bei Raumtemperatur mit
einem Druck 2 von 10 kg/cm verbunden.
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0 Die verbundenen Einheiten wurden bei 90 C 16 h lang in wässrige
60%-ige NaOH-Lösung getaucht und daraufhin bei 90 OC 16 h lang durch Eintauchen
in eine 25%-ige wässrige NaOH-Lösung vollständig hydrolysiert.
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Die zwei Blätter der Membranen der verbundenen Einheit konnten leicht
voneinander getrennt werden. Die modifizierte Oberflächenschicht der Kationenaustauschermembran,
die mit der 60%-igen wässrigen NaOH-Lösung in Berührung gekommen war, wurde durch
den Röntgenstrahl-Mikroanalysator untersucht.
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Es wurde gefunden, daß die Ionenaustauschkapazität der modifizierten
Oberflächenschicht in einer Dicke von 5 R auf 1,1 mäq/g trockenes Polymer verringert
war.
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Gemäß dem Verfahren von Beispiel 8 wurde diese Kationenaustauschmembran
bei einer Elektrolyse einer wässrigen 5n-NaCl-Lösung verwendet. Die Stromausbeute
beträgt 96 % und die Zellspannung war 3,3 V.
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Beispiel 10 Es wurden zwei Blätter einer Kationenaustauschmembran,
die aus einem Copolymer von CF =C und CF2=CFOCF2COOCH3 bestand 2 F2 und CF2=CFOCF2C0OC
3 (mit einer Dicke von 300 F und einer Ionenaustauschkapazität von 1,8 mäq/g )genau
aufeinander gelegt und durch Pressen bei 2 Raumtemperatur mit einem Druck von 10
kg/m verbunden.
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0 Die verbundene Einheit wurde bei 110 C 40 h lang in 50%-ige wässrige
NaOH-Lösung getaucht und daraufhin wurde die behandelte verbundene Einheit vollständig
hydrolysiert, indem man sie bei 90 OC 16 h lang in 25%-ige wässrige NaOH-Lösung
tauchte.
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Die zwei Blätter der Membran der verbundenen Einheit konnten leicht
voneinander getrennt werden.
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Die modifizierte Oberflächenschicht der Kationenaustauschmembran,
die mit der 50%-igen wässrigen NaOH-Lösung in Berührung gekommen war, wurde durch
den Röntgenstrahl-Mikroanalysator untersucht.
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Es wurde gefunden, daß die Ionenaustauschkapazität der modifizierten
Oberflächenschicht in einer Dicke von 10 ß auf 1,2 mäq/g trockenes Polymer verringert
war.
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Nach dem Verfahren des Beispiels 1 wurde eine Elektrolyse zelle zusammengebaut,
bei der die modifizierte Oberflächenschicht der Kationenaustauschmembran der Kathode
gegenüberstand. Eine 5n wässrige NaCl-Lösung wurde in das Anodenabteii gegeben,
die Konzentration der NaOH in dem Kathodenabteil auf 25 Gew.-% gehalten und die
Konzentration der NaCl in dem Anodenabteil auf 3n gehalten. Die Elektrolyse wurde
mit einer Stromdichte 2 von 20 A/dmi durchgeführt. Die Stromausbeute betrug 94 %
und die Zellspannung 3,3 V.
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Ende der Beschreibung
Elektrolyseverfahren Zusammenfassung
Es wird eine Elektrolyse einer wässrigen Lösung eines Alkalimetallchlorids durchgeführt,
um Alkalimetallhydroxid in relativ geringer Konzentration, und zwar geringer als
37 Gew.-% und Chlor herzustellen, indem man eine modifizierte Kationenaustauschmembran
verwendet, die aus einem fluorierten Polymer mit Ionenaustauschgruppen vom Carbonsäure-Typ
besteht, das eine Ionenaustauschkapazität von 0,8 bis 2,2 mäq/g trockenes Polymer
aufweist und wobei wenigstens eine der Oberflächenschichten der Membran eine geringere
Ionenaustauschkapazität besitzt, die zwischen 45 und 95 % derjenigen des Hauptteils
liegt.