DE291529C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02M—SUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
- F02M67/00—Apparatus in which fuel-injection is effected by means of high-pressure gas, the gas carrying the fuel into working cylinders of the engine, e.g. air-injection type
- F02M67/10—Injectors peculiar thereto, e.g. valve less type
- F02M67/12—Injectors peculiar thereto, e.g. valve less type having valves
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Fuel-Injection Apparatus (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 291529 KLASSE 46 c. GRUPPE
Bei Verbrennungskraftmaschinen, welche mit wechselnden Belastungen und Umdrehungs-
. zahlen arbeiten, ist es schwierig, die Zusammensetzung des Brennstoff-Luftgemisches im
Einspritzventil und dessen Einführung in den Zylinder so zu beherrschen, daß die Verbrennung
unter allen Umständen im gewünschten Sinne verläuft. Es ist bekannt, daß der gebräuchliche
Plattenzerstäuber den gestellten ίο Anforderungen nicht entspricht. Der Plattenzerstäuber
bei Verbrennungskraftmaschinen hat bekanntlich die Aufgabe, den von der Brennstoffpumpe eingeführten Brennstoff auf-
Jl zuspeichern und beim Anheben der Nadel infolge
der Beschleunigung des Brennstoffes durch den Überdruck der Preßluft den Brennstoff
mit dieser zu mischen, so daß jedes Brennstoffteilchen mit einer Preßlufthülle umgeben
ist und die Preßluft mit Brennstoffteilchen gesättigt wird. Dann wird bei der Expansion der Preßluft im Verbrennungsraum
des Zylinders der Brennstoff in vollkommener Weise zerstäubt und in die Verbrennungsluft
geschleudert. Erfahrungsgemäß kommt es dabei weniger auf die Form der Mischvorrichtung
an als auf die Querschnitte, da die ganzen Vorgänge Strömungsvorgänge sind, für die die absoluten und relativen Querschriittsdimensionen
von bestimmender Bedeutung sind.
Wenn eine solche Mischvorrichtung nur für eine bestimmte Brennstoff- und Preßluftmenge
richtig dimensioniert ist, so stimmen für abweichende Belastungen die Querschnitts Verhältnisse
nicht mehr völlig überein. Bei stationären Maschinen, die mit unveränderlicher Umdrehungszahl laufen, ist dieser Um
stand von geringerer Wichtigkeit, es genügt, das Einspritzventil für volle Belastung zu
dimensionieren. Eine wesentlich größere Bedeutung hat die Gestaltung des Einspritzventils
bei Maschinen, welche mit stark veränderlicher Umlaufzahl laufen müssen, insbesondere
bei solchen, welche, wie Lokomotivantriebsmotoren, bei den verschiedenen Umlaufzahlen
volle Belastung hergeben müssen. Für diese kann das normale Einspritzventil nur für einen bestimmten Tourenbereich befriedigende
Resultate ergeben, bei starken Tourenabweichungen aber muß es versagen.
Es gibt nun verschiedene Mittel, das normale Ventil den Anforderungen der veränderlichen
Umlaufzahl anzupassen, wie Änderung des Druckes der Einblaseluft, Änderung des Nadelhubes sowie Anwendung einer von einem
verstellbaren Nocken angetriebenen Brennstoffpumpe, bei der die Einführung des Brennstoffes
in das Ventil zwangläufig nach der Form der Nockenkurve erfolgt. Mit allen diesen Vorrichtungen kann der zeitliche Verlauf
der Brennstoff- als auch der Preßlufteinführung sowohl in ihrer absoluten Größe als auch in dem relativen Verhältnis zueinander
nicht genau geregelt werden. Dies wird erst möglich, wenn man die Durchflußquerschnitte
im Ventil selbst während der Einspritzung ändert. Es sind im allgemeinen im Einspritzventil drei verschiedene Durchflußquerschnitte
zu unterscheiden: die Durchflußquerschnitte für den Brennstoff, für die Preßluft und das Brennstoffluftgemisch.
Das Wesen der Erfindung besteht nun darin, daß während der Eröffnung des Einspritz-
ventils sich einzelne dieser Durchflußquerschnitte oder sämtliche sowohl ihrer absoluten
Größe nach als auch in ihrem relativen Verhältnis zueinander ändern. Diese Änderung
der Durchflußquerschnitte kann so weit getrie-
. ben werden, daß einzelne Durchflußquerschnitte, beispielsweise für die Preßluft, zunächst ganz
geschlossen sind, so daß anfangs nur ganz geringe Luftmengen mit dem Brennstoff in den
ίο Zylinder gelangen. Es sollen also Luft und
Brennstoff sozusagen zwangläufig und voneinander ziemlich unabhängig gesteuert werden.
Zur Erzielung dieser Arbeitsweise ist es erforderlich, daß Teile des Einspritzventils von
der Nadel entweder zwangläufig oder kraftschlüssig bewegt werden. Die Nadel soll dann
nur als reines Abschlußorgan wirken. Bei Veränderung des Nadelhubes wird dann durch
die Änderung der Querschnittsverhältnisse im Ventil selbst das Ventil den Anforderungen
der verminderten Umlaufzahl angepaßt.
Die Art der Querschnittsänderung kann in verschiedener Weise erfolgen, je nach der Aufgabe,
welche das Ventil zu erfüllen hat, und der Art des Brennstoffes, für den es bestimmt
ist. Fig. ι zeigt eine konstruktive Lösung für ein Ventil, das für schwer entzündliche
Brennstoffe besonders geeignet ist. Bei diesen muß möglichst vermieden werden, daß mit
den ersten Brennstoffteilchen zuviel Luft in den Zylinder strömt und dessen Inhalt in der
Verbrennungszone abkühlt. Dies wird dadurch erreicht, daß der Querschnitt für den Eintritt
der Preßluft überhaupt erst später öffnet als die Nadel. Der Brennstoff wird durch die
Bohrung α dem Ringraum b zugeführt. Beim Anheben der Nadel drückt die durch die Bohrungen
c eintretende Preßluft den Brennstoff durch den engen, konischen Ringspalt d in
den Raum e, wo der Brennstoffstrahl zunächst aufgelöst wird. Er geht dann duroh den
Ringraum f und den Nadelsitz in die Düse g. Erst kurz nach der Eröffnung der Nadel, nachdem
diese den Weg h zurückgelegt hat, wird der Konus i angehoben und die Preßluft strömt
nun durch den konischen Spalt k dem Brennstoffstrahl entgegen und geht dann mit Brennstoff
gesättigt durch den Ringraum f zur Nadel. Dadurch, daß der Durchflußquerschnitt
für die Preßluft auch früher abschließt als die Nadel, wird noch erzielt, daß sich beim
Anheben vor dem Nadelsitz zunächst immer etwas mit Brennstoff stark gesättigte Luft
zur Einleitung der Verbrennung befindet.
Fig. 2 zeigt eine Anwendung des Erfindungsgedankens für ein Ventil, welches für leicht
entzündlichen Brennstoff bestimmt ist. Damit ein zu starkes Einströmen von Brennstoff zu
Beginn der Einspritzung vermieden wird, ist der Durchflußquerschnitt für den Brennstoff I
zunächst sehr eng, so daß anfangs nur geringe Brennstoffmengen von der durch die Bohrungen
m einströmenden Preßluft mitgenommen werden. Da die Neigung des mit der Nadel
verbundenen Konus η für das Gemisch weniger steil ist als der den Brennstoff steuernde
Konus I, so wird mit weiterem Anheben dtr Nadel der Durchflußquerschnitt für den Brennstoff
schneller wachsen und den Durchflußquerschnitt für das Gemisch überflügeln, so daß nach gewisser Zeit ein mit Brennstoff
stark gesättigtes Gemisch in die Düse gelangt. Wird der Nadelhub vermindert, so wird sowohl
der Durchflußquerschnitt für Gemisch als auch der für den Brennstoff nur wenig
geöffnet, wodurch ein übermäßiges Ansteigen des Verbrennungsdruckes bei langsamer Umlaufzahl
vermieden wird. Dieses Ventil steuert also besonders den Brennstoff in mehr zwangläufiger
Weise als andere Einspritzventile, und ist daher für Maschinen mit veränderlicher
Umlaufzahl und für leicht entzündliche Brennstoffe besonders geeignet.
Fig. 3 zeigt ein Ventil, bei dem der Einfluß der die Eröffnung des Ventils bestimmenden
Nockenform möglichst ausgeschaltet ist. Es ist also besonders für umsteuerbare Maschinen
geeignet, welche mit einem Nocken für Vorwärts- und Rückwärtsgang ausgestaltet sind. Der Durchflußquerschnitt für das Gemisch
ist so gestaltet, daß er im ersten Teil des Nadelhubes bei 0 sehr eng bleibt. Sobald
jedoch die Nadel einen gewissen Weg zurückgelegt hat, ist dann der Querschnitt bei p
der engste und ändert sich auch bei weiterem j Anheben nicht, so daß der Einspritzvorgang
von dem weiteren Verlauf der Nockenkurve unabhängig wird. Es können natürlich auch
andere Querschnitte, z. B. der Durchflußquerschnitt für den Brennstoff, nach einem so gestalteten
Profil geformt sein, daß er zunächst langsam öffnet und dann konstant bleibt.
Fig. 4 zeigt ein Ventil, bei welchem ein langsames Einsetzen der Brennstoffeinströmung
durch die Änderung des Durchflußquerschnittes für die Preßluft erzielt wird. Im Beginn des
Nadelhubes ist die Summe der Durchflußquerschnitte r und s im Verhältnis zum Nadelquerschnitt
groß, die Geschwindigkeiten in beiden also klein, so daß nur geringe Brennstoffmengen
mit der Preßluft überströmen. Bei weiterem Nadelhub wird dann der Durchflußquerschnitt
s gedrosselt, so daß im Durchflußquerschnitt r große Geschwindigkeiten auftreten,
zumal jetzt auch der Nadelquerschnitt größer geworden ist und der Brennstoff in großen Mengen einströmt. Bei Verminderung
des Nadelhubes werden zunächst sämtliche Geschwindigkeiten im Zerstäuber an sich verringert
; da aber außerdem der Durchflußquerschnitt s infolge der geringen Drosselung relativ
größer wird, so wird dadurch die Geschwindig-
keit im Durchflußquerschnitt r vermindert, so daß also der Brennstoff langsamer einströmt.
Dieses Ventil eignet sich also gleichfalls für veränderliche Umlauf zahl der Maschine.
Es sind natürlich noch andere Ausführungsformen auf Grund dieses Prinzipes je nach
dem Verwendungszweck des Ventils denkbar.
Claims (2)
- Pa tent-An Sprüche:i. Einspritzventil für Verbrennungskraftmaschinen, bei dem die Lagerung des Brennstoffes und die Gemischbildung in sich schneidenden ringförmigen Räumen erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchflußquerschnitte für den Brennstoff, für die Druckluft und für das Gemisch während der Eröffnung des Einspritzventils dadurch in ihrer Größe einzeln oder gemeinsam oder in ihrem Verhältnis zueinander verändert werden, daß einzelne Teile von der Nadel zwangläufig oder kraftschlüssig gesteuert werden.
- 2. Einspritzventil für Verbrennungskraftmaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchflußquerschnitt für die Luft oder für den Brennstoff erst nacli Anheben der Nadel geöffnet wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE291529C true DE291529C (de) |
Family
ID=546403
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT291529D Active DE291529C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE291529C (de) |
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