-
Selbstregelnde Kolbenpumpe zur Einspritzung von Brennstoff in Brennkraftmaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf eine selbstregelnde Kolbenpumpe zur Einspritzung
von Brennstoff in Brennkraftmaschinen, und zwar geschieht die Brennstoffregelung
in Abhängigkeit von der Drehzahl, mit der die Pumpe angetrieben wird, durch die
im Laufe des Förderhubes des Pumpenkolbens früher oder später erfolgende Freigabe
einer Druckentlastungsleitung, die durch ein hin- und hergehendes, vorzugsweise
als Hilfskolben oder Schieberventil ausgebildetes Regelglied gesteuert wird, wobei
dieses Regelglied während des Förderhubes des Pumpenkolbens durch eine Druckflüssigkeit
im Sinne seines Hingangs angetrieben wird und während seines zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Förderhüben des Pumpenkolbens durch eine Rückstellkraft bewirkten Rückhubes dadurch
gebremst wird, daß er Flüssigkeit durch eine Drosselstelle hindurchpressen muß.
-
Derartige Brennstoffeinspritzpumpen mit Selbstregelung der geförderten
Brennstoffmenge in Abhängigkeit von der Antriebsgeschwindigkeit der Pumpe sind an
sich bekannt. Die Selbstregelung beruht darauf, daß von einer bestimmten Antriebsgeschwindigkeit
der Pumpe an, die der Drehzahl der von der Pumpe mit Brennstoff versorgten Brennkraftmaschine
proportional ist, das bei seinem Rückgang gebremste Regelglied in dem Augenblick,
in dem ein neuer Förderhub des Pumpenkolbens beginnt, nicht mehr in seine normale
Ausgangsstellung gelangt, sondern erneut durch die auf es wirkende Antriebsflüssigkeit
im Sinne seines Hingangs angetrieben wird, was zu einer Verkürzung des Hubes des
Regelgliedes und zu einer rascheren Freigabe der Druckentlastungsleitung führt.
-
In einem älteren Patent ist es auch schon vorgeschlagen worden, das
Steuerflüssigkeitssystem der vorstehend genannten Art von dem Einspritzsystem der
Brennstoffeinspritzpumpe zu trennen, indem die den Hingang des Regelgliedes bewirkende
Druckflüssigkeit von einer synchron mit der Hauptpumpe angetriebenen, als Impulsgeber
wirkenden Hilfspumpe gefördert wird.
-
Die vorliegende Erfindung bezweckt, ein solches Steuerflüssigkeitssystem
noch zu vereinfachen. Gemäß der vorliegenden Erfindung mündet die die Drosselstelle
enthaltende Leitung in den Zylinder der Hilfspumpe. Dadurch wird das Absperrglied,
das sonst in dieser Leitung zum Verschluß derselben während des Förderhubes der
Hilfspumpe vorgesehen ist, überflüssig gemacht.
-
Die Erfindung ist im nachstehenden an Hand mehrerer Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
-
Die in den Zeichnungen dargestellten Brennstoffeinspritzpumpen weisen
einen Hauptzylinder 1 auf, in welchem ein Hauptkolben 2, der durch beliebige Mittel,
z. B. eine Nockenscheibe 22, angetrieben wird, hin und her beweglich ist. Dieser
Kolben steuert die öffnung 3 einer Brennstoffeinlaßleitung 4, wobei diese Leitung
von einer (nicht dargestellten) Zubringerpumpe, die den Brennstoff unter einem niedrigen
Druck zuführt, gespeist wird. Das Austrittsende des Zylinders 1 steht mit einer
Förderleitung 5 in Verbindung, die zu der Einspritzdüse oder den Einspritzdüsen,
der von der Pumpe gespeisten Maschine führt, wobei vorteilhafterweise ein Rückschlagventil
6 in der Förderleitung 5 vorgesehen ist.
-
Um eine automatische Regulierung der durch die Leitung 5 bei jedem
Pumpenzyklus fließenden Brennstoffmenge in Abhängigkeit von der Hubzahl des Pumpenkolbens
2 zu erzielen, wird am Zylinder 1 eine aus zwei Abschnitten bestehende Druckentlastungsleitung
7 vorgesehen, die nach außen führt und durch einen Hilfskolben 8 gesteuert wird,
der in einer Richtung (Hingang) während des Druckhubes des Hauptkolbens (Aufwärtshub)
zwangsweise hydraulisch angetrieben und in der anderen Richtung (Rückkehrhub) während
des Saughubes des Kolbens 2 durch vorzugsweise elastische Mittel und gegen die Wirkung
einer hydraulischen Bremsvorrichtung bewegt wird.
Die Rückführmittel
bestehen vorzugsweise aus einer Feder 10 (obgleich es auch möglich ist, -andere
Mittel, beispielsweise Druckluft, hierfür zu verwenden).
-
Die den Hingang des Hilfskolbens 8 bewirkende Druckflüssigkeit wird
von einer als Impulsgeber wirkenden Hilfspumpe gefördert, welche synchron mit der
Hauptpumpe 1, 2 arbeitet.
-
Die Hilfspumpe wird zweckmäßigerweise durch eine Verlängerung 2a größeren
Durchmessers des Hauptkolbens 2 gebildet, die flüssigkeitsdicht in einem Zylinder
1 a arbeitet, wobei der Ringraum 17 zwischen dem Kolben 2 und dem Zylinder la über
eine Förderleitung 18 mit dem im unteren Teil des Zylinders 11 des Hilfskolbens
vorgesehenen Raum 23 veränderlichen Inhalts in Verbindung steht.
-
Eine Speiseleitung 19, die in den Ringraum 17 führt, dient dazu, Flüssigkeit,
beispielsweise Brennstoff, zuzuführen, wobei dieser Brennstoff ebenfalls von der
schon erwähnten Zubringerpumpe geliefert werden kann.
-
Der Ringraum 17 kann außerdem zur Aufnahme einer Feder 21 dienen,
welche die Kolben 2 und 2 a gegen den Antriebsnocken drückt.
-
Die durch die Leitung 18 in den Raum 23 geförderte Flüssigkeit bewegt
den Hilfskolben 8 so lange nach oben, bis dieser eine Austrittsleitung 20 freilegt.
In seiner oberen Endstellung stellt der Hilfskolben 8 mittels einer in ihn eingearbeiteten
Nut 25 eine Verbindung zwischen den beiden in seinen Zylinder 11 mündenden Abschnitten
der Entlastungsleitung 7 her, so daß diese geöffnet wird.
-
Die Förderleitung 18 der Hilfspumpe 1 a, 2 a ist in den Zeitspannen
zwischen zwei aufeinanderfolgenden Förderhüben der Hilfspumpe verschlossen. Hierzu
dient bei der Mehrzahl der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
ein Rückschlagventi124, das in die Leitung 18 eingeschaltet ist.
-
In den Raum 23 mündet ferner eine Austrittsleitung 12, in die eine
Drosselöffnung 13 eingeschaltet ist.
-
Die Abmessung der Drosselöffnung 13 kann mit Hilfe eines beweglichen
Einstellgliedes regelbar sein. Die Regelung dieses Einstellgliedes kann von Hand
geschehen; so wird gemäß Fig. 3, 4 und 7 -das Einstellglied 26 durch eine Drehbewegung
axial verschoben und ist mit einem Gewindeteil 26a und einem Drehknopf 26b versehen;
gemäß Fig. 5 und 6 ist das Einstellglied, hier mit 50 bezeichnet, drehbar, ohne
längsverschiebbar zu sein und hat eine schräge Kante 50 a sowie einen Drehknopf
50b.
-
Das Einstellglied kann auch automatisch in Abhängigkeit von der Drehzahl
der mit dem Brennstoff dieser Pumpe gespeisten Maschine betätigt werden. So wird
gemäß Fig. 1 das Einstellglied, hier mit 27 bezeichnet, dusch einen Regler 28, beispielsweise
einen Fliehkraftregler oder vorzugsweise einen hydraulischen Regler, betätigt, mit
dessen Hilfe der Querschnitt des Drosseldurchlasses 13 vermindert wird, wenn die
Drehzahl ansteigt.
-
Vorteilhafterweise ist die Auslaßleitung 12 mit dem Drosseldurchlaß
13 derart angeordnet, daß die Flüssigkeit während wenigstens eines Teils jedes Druckhubes
der Hilfspumpe daran gehindert wird, durch den Drosseldurchlaß nach außen zu gelangen.
-
Um dieses Ergebnis zu erzielen, führt erfindungsgemäß die Leitung
12 zu dem Ringraum 17 zurück, so daß in dieser Leitung 12 zu beiden Seiten des Drosseldurchlasses
13 während des Druckhubes der Hilfspumpe der gleiche Druck besteht und somit kein
Flüssigkeitsrücklauf durch die Leitung 12 stattfindet.
-
Es kann auch die Leitung 12 mit dem Kanal 18 zu einem
einzigen Durchlaß vereinigt werden, wobei Mittel vorgesehen werden müssen, um periodisch
den Drosseldurchlaß 13 nur während des Saughubes des Hilfskolbens 2 a zu bilden,
wobei dann das Rückschlagventil24 fortfallen kann. Diese Lösung ist insbesondere
in dem Fall vorteilhaft, wenn der Pumpenkolben eine Drehbewegung um seine Achse
zusammen mit der hin und her gehenden Axialbewegung erfährt, so daß der Kolben als
Verteilerventil dienen kann.
-
An Stelle einer einzelnen Förderleitung 5, die in dauernder Verbindung
mit dem Zylinder 1 ist, werden dann so viele Leitungen 5 vorgesehen, wie Zylinder
mit Brennstoff zu versorgen sind, wobei sich diese Leitungen 5 radial zu dem Zylinder
1 erstrecken und nacheinander mit dem Zylinderinnenraum durch einen Durchlaß 37
in Verbindung gebracht werden, der in dem Kolben 2 vorgesehen ist und in einer Längsnut
38 in dessen Seitenwand endet (Fig. 2).
-
In diesem Fall führt die einzige Leitung 12, 18 zu einem Punkt in
der Zylinderwand, in dessen Höhe der Kolben mit Abflachungen 39 (die Aussparungen
darstellen) versehen ist, deren Zahl gleich der Zahl der Leitungen 5 ist, wobei
sich die Abflachungen in den Ringraum 17 erstrecken.
-
Während des Druckhubes des Kolbens 2 hat der Durchtrittsquerschnitt
längs der Abflachungen 39 für die Flüssigkeitsströmung zwischen dem Ringraum 17
und der Leitung 12, 18 seinen größten Wert. Während des Rückhubes des Kolbens 2
hat dieser Querschnitt auf Grund der Drehung des Kolbens im Gegenteil seinen Kleinstwert,
wodurch sich ein Drosseldurchgang 13 ergibt.
-
Gemäß einer anderen Ausführungsform kann in der Leitung 12 auch ein
Ventil vorgesehen werden, das synchron mit dem Hauptkolben 2, 2 a zusammenarbeitet,
um die Leitung 12 während des Druckhubes der Hilfspumpe zu schließen.
-
Die Pumpe gemäß den Fig. 1 bis 7 arbeitet in der nachfolgenden Weise:
In den Zeichnungen ist der Kolben 2, 2 a in seiner unteren Totpunktstellung gezeigt,
während der Hilfskolben 8 eine unterste Stellung eingenommen hat, in welcher er
die Austrittsleitung 7 schließt.
-
Während des Förderhubes des Hauptkolbens 2, 2a (Aufwärtshub in der
Zeichnung) schließt der Kolben zunächst die Öffnung 3 und die Leitung 19. Der Kolben
2 fördert dann einen Teil des in dem Zylinder l enthaltenen Brennstoffs in die Leitung
5 hinein. Gleichzeitig drückt die Verlängerung 2 a des Kolbens 2 Flüssigkeit aus
dem Ringraum 17 in den Raum 23, und zwar über das Rückschlagventil 24, so daß der
Hilfskolben 8 nach oben bewegt wird. Wenn dieser eine durch die Lage der Mündung
der Leitung 20 gegebene Höhe erreicht hat, öffnet er über seine Nut 25 die Druckentlastung
7, wodurch die Einspritzung beendet wird.
-
Während des Saughubes des Hauptkolbens 2, 2a (Abwärtshub) wird der
Hilfskolben 8, der durch die Feder 10 zurückgeführt wird, gebremst, weil er die
in dem Raum 23 enthaltene Flüssigkeit über die Leitung 12 und den Drosseldurchlaß
13 (das Rückschlagventil
24 ist dann geschlossen) aus diesem Raum
herausdrücken muß. Wenn der Kolben2, 2a seine untere Totpunktstellung erreicht hat,
wird der Zylinder l über die Leitung 4 mit Brennstoff gefüllt, während die Räume
12, 17, 18 und 23 über die Leitung 19 mit Flüssigkeit gefüllt werden.
-
Wenn die Maschine, die mit dem Brennstoff aus der Pumpe gespeist wird,
mit einer unterhalb einer gegebenen Drehzahl liegenden Drehzahl läuft, hat der Kolben
8 Zeit, seine in den Zeichnungen dargestellte untere Stellung zu erreichen, bevor
der Kolben 2, 2 n seinen nächsten Förder- oder Druckhub beginnt, und bevor demzufolge
der Hilfskolben gezwungen wird, sich unter dem Druck der aus dem Ringraum 17 stammenden
Druckflüssigkeit nach oben zu bewegen. Der Hub des Hilfskolbens 8 hat dann konstante
Länge; die Austrittsleitung 7 wird an einem Punkt des Hubes des Kolbens 2 geöffnet,
welcher immer derselbe ist, und die bei jedem Zyklus eingespritzte Brennstoffmenge
ist konstant und maximal.
-
Wenn die Maschine eine bestimmte Drehzahl überschreitet, kann der
Kolben 8 sich nur über einen Teil seines maximalen Abwärtshubes bewegen, wobei dieser
Teil immer stärker abnimmt, je mehr die Drehzahl zunimmt. Daraus ergibt sich, daß
die Austrittsleitung 7 verhältnismäßig früher und früher während des Druckhubes
des Kolbens 2, 2 n geöffnet wird und damit die bei jedem Zyklus eingespritzte Brennstoffmenge
abnimmt, wenn die Drehzahl zunimmt.
-
Wenn die Mündung der Leitung 20 nur einen verhältnismäßig geringen
Abstand von einem Anschlag 40 hat, der die Ruhestellung des Kolbens 8 bestimmt,
so hört der Hingang des Hilfskolbens jedesmal auf, wenn die Leitung 20 freigegeben
ist, d. h. immer am gleichen Punkt seines Aufwärtshubes. Wenn die Leitung 20 sich
in einer größeren Entfernung von dem Anschlag 40 befindet, oder wenn eine solche
Leitung gar nicht vorhanden ist, hält der Kolben 8 während seines Aufwärtshubes
in einer Lage an, die von der Maschinendrehzahl abhängt.
-
Es ist vorteilhaft, die Leitung 20 an einem solchen Punkt anzuordnen,
daß sich der Hilfskolben um ein gegebenes Stück über diejenige Stellung hinwegbewegt,
in welcher gerade die Austrittsleitung 7 geöffnet wird. Wenn dann die Drehzahl der
Maschine stark ansteigt, hat bei Erreichung einer bestimmten Drehzahl der Kolben
8 nicht mehr Zeit, die Leitung 7 zu schließen, so daß überhaupt keine Einspritzung
mehr stattfindet. Die Maschine kann diese obere Drehzahl nicht überschreiten.
-
Natürlich hängt die Regelung der Arbeitsweise von der jeweiligen Größe
des veränderlichen Querschnittes des Drosseldurchgangs 13 ab.
-
Wenn der Querschnitt des Drosseldurchgangs automatisch in Abhängigkeit
von der Erhöhung der Drehzahl (Regler 28 in Fig. 1) vermindert wird, nimmt die Pumpenförderung
als eine Funktion der Geschwindigkeit rasch ab, bis die vorstehend erwähnte obere
Drehzahlgrenze erreicht ist. Wenn der Querschnitt des Drosseldurchlasses 13 willkürlich,
z. B. vom Fahrer eines Motorfahrzeuges, eingestellt wird (bewegliches Einstellglied
26 in den Fig. 3, 4 und 7, oder 50 in den Fig. 5 und 6), nimmt die Brennkraftmaschinendrehzahl
zu, wenn der Querschnitt zunimmt und umgekehrt, wobei das bewegliche Einstellglied
von dem Brennstoffpedal betätigt werden kann, welches sonst, d. h. bei den üblichen
Explosionsmotoren auf die Drosselklappe einwirkt. Gemäß einem weiteren Merkmal der
Erfindung sind Mittel zum Verändern des Hubes des Hilfskolbens vorgesehen, der notwendig
ist, um ausgehend von der Ruhestellung des Hilfskolbens die Austrittsleitung 7 zu
öffnen.
-
Diese Mittel zum Ändern des Hubes können derart ausgebildet sein,
daß sie eine Verstellung des Anschlages 40 gestatten, welcher den Rückführhub des
Hilfskolbens begrenzt. In manchen Fällen ist es jedoch vorteilhafter, dem Teil des
Hilfskolbens, der mit der Austrittsleitung 7 zusammenwirkt, eine schräge Kante 41
zu geben und Mittel zum Ändern der Winkelstellung des Hilfskolbens um seine Längsachse
vorzusehen. Diese schräge Kante kann die Ringnute 25 begrenzen, wie es in den Fig.
1, 2 und 7 gezeigt ist. Zum Zweck der Drehung des Hilfskolbens um seine Achse kann
dieser einen Ansatz 42 mit quadratischem Querschnitt aufweisen, auf den das willkürlich
zu betätigende Brennstoffsteuerglied, z. B. ein Brennstoffpedal, einwirken kann.
-
Je nach der dem Hilfskolben 8 gegebenen Winkelstellung ist die Leitung
7 für eine unterschiedliche Zeit während des Hubes des Kolbens 2 geöffnet, und dementsprechend
ändert sich die Fördermenge der Pumpe.
-
Wenn die Fördermenge der Pumpe durch die Verdrehung des Hilfskolbens
8 um seine Achse eingestellt wird, wobei der Hilfskolben mit einer schrägen Kante,
wie z. B. 41, versehen ist, kann es vorteilhaft sein, den Hilfskolben so auszubilden,
daß er, wenn er die der Mindestfördermenge entsprechende Winkelstellung einnimmt,
einen Durchlaß von verengtem Querschnitt öffnet, der den Raum 23 mit der Austrittsleitung
20 verbindet. Wie Fig. 7 zeigt, kann dieser Durchlaß durch eine Nut 53 in der Seitenwandung
des Teiles 43 des Hilfskolbens gebildet sein.
-
In diesem Fall kann das Einstellglied 26 der Drosselöffnung 13 ein
für allemal in diejenige Stellung gebracht werden, welche der maximalen Arbeitsdrehzahl
entspricht. Das Brennstoffsteuerglied der Maschine, z. B. das Brennstoffpedal, ist
in der Lage, den Teil 42 zu drehen und auf Grund der schrägen Kante 41 eine Einstellung
der Fördermenge von einem Mindestwert auf den Höchstwert vorzunehmen. In der Winkelstellung,
die der Mindestfördermenge entspricht, verbindet die Nut 53 den Raum 23 mit der
Leitung 20.
-
Dies führt beim Anlassen der Brennkraftmaschine dazu, daß die verhältnismäßig
langsam in den Raum 23 hineingedrückte Flüssigkeit durch die Nut abfließt, ohne
unter einen Druck gesetzt zu werden, der imstande ist, den Hilfskolben in diejenige
Stellung zu bringen, bei der er die Druckentlastungsleitung 7 öffnet. Die durch
die Pumpe geförderte Brennstoffmenge hat also einen übermaximalen Wert. Wenn dann
die Drehzahl der Brennkraftmaschine zunimmt, ist der von der Nut erzeugte Staudruck
genügend groß, um das normale Arbeiten des Hilfskolbens nicht mehr zu verhindern.
-
Gemäß einem andern Merkmal der Erfindung verbindet der Hilfskolben
während seines Aufwärtshubes den Raum 23 nacheinander mit einer Austrittsleitung
kleinen Querschnitts und einer Austrittsleitung großen Querschnitts. So ist im Fall
der Fig. 3 und 4 im unteren Teil des Hilfskolbens ein Durchlaß kleinen Querschnitts
(kleiner als der Querschnitt der Leitung 20) vorgesehen, der mit der Austrittsleitung
20 in Verbindung gelangt, nachdem der Hilfskolben
einen ersten
Teil seines aufwärts gerichteten Hubes zurückgelegt hat und somit der in den Raum
23 hineingeförderten Flüssigkeit einen Austritt geringen Querschnitts bietet. Wenn
dann bei größerer Geschwindigkeit der Hilfskolben trotz der Freigabe des Auslasses
kleinen Querschnitts weiter nach oben bewegt wird, gibt er schließlich den ganzen
Querschnitt der Leitung 20 frei.
-
Bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform trägt der Teil 43 des
Hilfskolbens 8, der den Raum 23 des zylindrischen Gehäuses 11 gegenüber der Ringnut
25 abdichtet, eine zylindrische Verlängerung 44 von etwas kleinerem Durchmesser,
welche zusammen mit der Wandung des Zylinders 11 diesen Durchlaß kleineren Querschnitts
bildet.
-
Gemäß Fig. 4 hat der das untere Ende des Hilfskolbens 8 bildende Teil
45 den gleichen Durchmesser wie der Teil 43, wobei zwischen den Teilen 43 und 45
eine Nut 46 gebildet ist und der Teil 45 mit einer flachen Aussparung 47 versehen
ist, die zusammen mit der Wandung des Zylinders 11 den Durchlaß kleinen Querschnitts
begrenzt.
-
Bei der Konstruktion nach Fig. 5 ist der Austrittsdurchlaß kleinen
Querschnitts in dem Pumpenkörper vorgesehen und ist der Querschnitt dieses Auslasses
regelbar.
-
Zu diesem Zweck ist eine Austrittsleitung 48 in der Wandung des zylindrischen
Gehäuses 11 vorgesehen. Die Mündung dieser Leitung ist von dem Teil 43 des
Hilfskolbens 8 verschlossen, wenn dieser Kolben 8 an seinem Anschlag 40 anliegt.
In dieser Leitung befindet sich ein Drosseldurchlaß 49, welcher mit Hilfe des gleichen
Einstellgliedes 50 gesteuert wird, das auch den Drosseldurchlaß 13 der Bremseinrichtung
steuert, weswegen das Einstellglied mit einer schrägen Fläche 50 c zusätzlich zu
der geneigten Fläche 50 a versehen ist.
-
Bei langsamen Drehzahlen reicht die Austrittsleitung kleinen Querschnitts,
wenn der Hilfskolben 8 gerade so weit angehoben ist, daß diese geöffnet wird, aus,
die gesamte Flüssigkeit, die durch die Leitung 18 ankommt, abzuführen. Die Länge
des aufwärts gerichteten Hubes des Hilfskolbens ist dann höchstens gleich der Entfernung
l (Fig. 3, 4 und 5). Diese hinsichtlich ihres Höchstwertes reduzierte Hublänge nimmt
ab, wenn die Drehzahl so weit zunimmt, daß der auf seinem Rückhub gebremste Hilfskolben
nicht mehr den Anschlag 40 erreicht, wenn ein neuer Förderhub der Kolben 2, 2 a
beginnt. Bei hohen Drehzahlen ist die Situation dank der Stauwirkung der Austrittsleitung
kleinen Querschnitts anders, und die Aufwärtsbewegung des Hilfskolbens 8 wird bis
zu einem Wert L (vergleiche die erwähnten Figuren) erhöht.
-
In jedem Fall ist die Druckentlastungsleitung 7 so angeordnet, daß
sie bei jeder Aufwärtsbewegung des Kolbens 8 im Bereich zwischen l und
L geöffnet wird.
-
Auf diese Weise wird der Regelungskoeffizient der Drehzahl der Brennkraftmaschine
bei niedrigen und mittleren Drehzahlen und insbesondere beim Leerlauf erhöht, während
dieser Koeffizient bei Maximaldrehzahl verhältnismäßig klein gehalten werden kann,
was sehr günstig ist, um eine gute Betriebsstabilität zu erhalten.
-
Es sei hierbei bemerkt, daß unter Regelungskoeffizient das Verhältnis
verstanden wird, wobei v1 die obere Drehzahlgrenze darstellt, bei der die pro Hub
eingespritzte Brennstoffmenge ihren Geringstwert, eventuell Null, erreicht, während
v2 diejenige Drehzahl ist, bei der unter der Einwirkung des als Regelglied arbeitenden
Hilfskolbens die Verringerung der pro Hub geförderten Brennstoffmenge beginnt. Mit
anderen Worten, die Differenz vi v. ist derjenige Drehzahlbereich, innerhalb dessen
der Hilfskolben eine Regelwirkung hat.
-
Eine besonders vorteilhafte Wirkung wird durch die in Fig.5 dargestellte
Konstruktion erzielt. Bei dieser Konstruktion bewirkt eine Verstellung des Einstellgliedes
50 gleichzeitig eine Verringerung des Drosseldurchlasses 13 und eine Vergrößerung
des Drosseldurchlasss 49, oder umgekehrt. Wenn also das Einstellglied 50 diejenige
Stellung hat, bei welcher der Drosseldurchlaß 13 seinen Geringstwert hat - was den
niedrigsten Drehzahlen der Brennkraftmaschine und dem entsprechend der Antriebswelle
der Pumpe entspricht -, so hat der Drosseldurchlaß 49 der Leitung 48 seinen größten
Wert, so daß die Leitung 48 in der Lage ist, die Aufwärtsbewegung des Hilfskolbens
8 zu begrenzen. Der erwähnte Regelungskoeffizient hat hierbei einen verhältnismäßig
hohen Wert. Wenn dagegen das Einstellglied 50 diejenige Stellung hat, bei der der
Drosseldurchschlag 1.3 seinen größten Wert aufweist, was hohen Drehzahlen der Brennkraftmaschinen
entspricht, ist die Leitung 48 geschlossen, und der Regelungskoeffizient hat einen
niedrigen Wert, was ebenfalls zu günstigen Betriebsbedingungen der Brennkraftmaschine
führt. Zwischen den beiden genannten Grenzfällen erfährt der Regelungskoeffizient
eine allmähliche Abänderung, entsprechend der allmählichen Vergrößerung des Drosseldurchlasses
13 und der allmählichen Verringerung des Drosseldurchlasses 49.
-
Es ist klar, daß durch entsprechende Formgebung der die Drosselquerschnitte
steuernden Teile des Regelgliedes jedes beliebige Gesetz für die Veränderung des
Regelungskoeffizienten in Abhängigkeit von der Brennkraftmaschinen- bzw. Pumpendrehzahl
verwirklicht werden kann.
-
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, die in Fig. 6
veranschaulicht ist, öffnet das den Drosselquerschnitt 13 mittels der Schrägflä--he
50 a steuernde drehbare Einstellglied 50 in einer Stellung,
bei der die Drosselöffnung 13 ihren Mindestwert hat, einen Auslaß 52 für die von
dem Hilfskolben 8 bei seinem Rückhub verdrängte Flüssigkeit, und zwar wird diese
Auslaßleitung 52 an die Leitung 12 an einer Stelle angeschlossen, die vor dem Drosseldurchlaß
13 liegt. Zu diesem Zweck ist beispielsweise in der Seitenwand des Einstellgliedes
50 eine Längsnut 51 vorgesehen, welche bei der genannten Stellung des Einstellgliedes
50 die Verbindung zwischen der Leitung 12 und der Auslaßleitung 52 herstellt. Hierdurch
wird erreicht, daß bei sehr niedrigen Drehzahlen, wie sie beim Anlassen der Brennkraftmaschine
auftreten, der Hilfskolben nicht angehoben wird, oder zumindest nicht in diejenige
Stellung gelangt, bei der er die Druckentlastungsleitung 7 öffnet, so daß der Pumpenkolben
2 pro Hub eine übermaximale Brennstoffmenge fördert.
-
Vorteilhafterweise ist der Querschnitt der Nut 51 so klein, daß nach
dem Anlassen der Brennkraftmaschine, wenn diese leer läuft, die Leerlaufdrehzahl
dazu führt, daß die Nut 51 nicht mehr ausreicht, um die von der Hilfspumpe la, 2a
in den Raum 23 geförderte Flüssigkeit in vollem Umfange oder wenigstens
zu
einem erheblichen Teil abfließen zu lassen, so daß die Regelfunktion des Hilfskolbens
automatisch bei steigender Drehzahl hergestellt wird, selbst wenn das Einstellglied
50 in der in Fig. 6 dargestellten Stellung verbleibt.