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Einrichtung zur Behandlung lebenden, subkutanen Körpergewebes
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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Behandlung lebenden, subkutanen
Körpergewebes. Es sind verschiedene Einrichtungen bekannt, mit deren Hilfe eine
vorgeschriebene Medizin oder eine andere Flüssigkeit von außen in das subkutane
Gewebe, welches behandelt werden soll, eingeführt werden kann. Injektionen mit Injektionsspritzen
wurden bisher als die Standardvorrichgung für diesen Zweck betrachtet.
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Solche Injektionen können jedoch die vorgeschriebene Flüssigkeit nicht
so einbringen, daß sie über einen längeren Zeitraum hin zur Verfügung stehen, außer
durch eine Vielzahl von Injektionen und folglich eine Vielzahl punktförmiger Verletzungen
des zu behandelnden Körpers.
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Andere Einrichtungen zur Einführung von Medikamenten in das die Haut
tragende Gewebe sind aus der US-PS 3 814 097 und aus der US-PS 3 964 482 bekannt.
Diese Einrichtungen umfassen die Haut durchstechende Finger oder Vorsprünge und
haben eine Länge, welche gerade durch die Haut hindurch dringt, nicht jedoch in
das subkutane Fleisch. Diese Patentschriften offenbaren
Applikatoren
zur Einspeisung einer Droge oder dergleichen aus einem Reservoir längs oder durch
einen Vorsprung, um eine zeitlich bestimmte Abgabe der Droge unter die Haut zu ermöglichen;
diese bekannten Einrichtungen können jedoch die Droge nicht tief in den subkutanen
Bereich, z.B. in das Fleisch zwischen das Peritoneum und die Haut einbringen.
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Ein anderer, zeitlich in bestimmter Weise Drogen abgebender Applikator
ist in den beiden US-PSen 2 546 759 und 2 625 158 beschrieben. Beide Druckschriften
zeigen einen Träger, welcher die gesamte Dosis der anzuwendenden Medizin in eine
Position unter die Haut bringt, von wo aus die Medizin langsam in den Körper des
zu behandelnden Geflügels absorbiert wird. Die Dosis wird in einem vergrößerten
Zentralbereich der Einrichtung positioniert, welche zur subkutanen Absorption unter
die Haut gezogen wird. Die nach dieser Lehre durchgeführte Behandlung verteilt die
Medizin in dem gesamten Körper des Tieres Sie ist nicht für eine lokale Behandlung
eines bestimmten subkutanen Bereichs gedacht und kann eine solche lokale Behandlung
auch nicht bewirken.
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In jüngerer Zeit ist vorgeschlagen worden, Flüssigkeiten durch Röhren
aus stainless steel oder Teflon in das Fleisch einzuführen, z.B. in der US-PS 3
640 269. Diese mehr oder weniger starren Röhren sind an ihren Wänden undurchlässig
und deshalb ist es erforderlich, am vorderen Ende der implantierten Röhre einen
porösen Sack anzubringen, damit die Flüssigkeit zu oder von dem Bereich des Fleisches,
welcher das implantierte Ende der Röhre umgibt, fließen kann. Ein solcher Aufbau
erlaubt lediglich eine im allgemeinen senkrechte Einführung einer Röhre in einen
begrenzten Bereich des subkutanen Fleisches, und zur Behandlung eines größeren Bereiches
wären sehr viele Implantationen erforderlich.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung zu schaffen, mit deren
Hilfe einem größeren Bereich subkutanen Gewebes auch über längere Zeit hin eine
Flüssigkeit zugeführt werden kann.
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Diese Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
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Gemäß der Erfindung können ein oder mehrere Behälter vorgesehen sein,
welche an der Haut des zu behandelnden Körpers befestigt sind und die für die Behandlung
gewünschte Flüssigkeit enthalten. Es können ein oder mehrere Dochte vorgesehen sein,
welche eine bekannte Absorptionsrate für die jeweilige Behandlungsflüssigkeit aufweisen
und welche mit den Behältern verbunden sind. Die Dochte können gemäß der Erfindung
längliche, flexible Elemente aus Nähmaterial sein, z.B. aus Seide oder Baumwolle.
Eines ihrer Enden oder ihre beiden Enden sind in die Flüssigkeit in den Behältern
eingetaucht. Der mittlere Längsabschnitt des Dochtes ist in das zu behandelnde Fleisch
implantiert, entweder mit schräg geschnittenen oder vorne spitz zulaufenden Nadeln
oder mit einer modifizierten Nadel, wobei die Flüssigkeit in und durch das subkutane
Fleisch transportiert wird.
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Der Docht kann auch ein einzelner Faden, z.B. ein Nylonfaden, sein,
welcher hohl ist und seitliche Perforationen aufweist.
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Alternativ kann der Docht ein fester Körper mit entweder länglichen
oder spiralförmigen Nuten an seinem Außenumfang sein.
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Der Docht kann als einzelner Strang implantiert werden, es können
jedoch auch eine Anzahl von Dochten implantiert werden, um einen größeren Bereich
zur Zuführung von Flüssigkeiten, z.B.von Antibiotika, Anästhetika oder anderen Lösungen,
zu über decken. Die Dochte können Stränge von irgendeiner herkömmlichen
Form
sein, welche durch Kapillarwirkung die für die Behandlung des Gewebes gewünschte
Flüssigkeitsmenge absorbiert oder fördern. Der Docht kann so ausgebildet sein, daß
er die vorgeschriebene Flüssigkeit mit einer bestimmten Geschwindigkeit in das Fleisch,
in welches er implantiert ist, abgibt.
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Der Docht kann nicht nur zur Zuführung und Abgabe von Flüssigkeit
in genau den Bereich verwendet werden, in welchem die Flüssigkeit benötigt wird,
sondern er kann auch gleichzeitig als Nähfaden verwendet werden, um das Fleisch
der heilenden Wunde zusammenzuhalten. Diese Heilwirkung wird dadurch verstärkt,
daß die vorgeschriebene Flüssigkeit direkt in den Bereich eingeführt wird, wo die
Behandlung besonders wirksam ist.
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Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen
in Verbindung mit der Zeichnung und der Beschreibung hervor.
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Die Erfindung ist im folgenden anhand mehrerer Ausführungsbeispiele
und in Verbindung mit der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht
auf einen Behälter, welcher für seine Verwendung mit einem erfindungsgemäßen Docht
angepaßt ist; Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie 2 - 2 der Fig. 1; Fig. 3 eine
Seitenansicht eines modifizierten Behälters, welcher für die Verwendung mit einer
Anzahl von länglichen Dochten ausgebildet ist; Fig. 4 eine Schnittansicht einer
weiteren Ausführungsform des Behälters mit angelenkter Abdeckung, in leicht geöffneter
Stellung; Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie 5 - 5 der Fig. 4; Fig. 6 eine Seitenansicht
eines Schnittes, vom Kopf einer Person in Richtung zu den Füßen hin gesehen mit
einem typischen Docht, welcher in lebendes, subkutanes Fleisch eingebracht ist,
z.B. zwischen der Haut und den Peritoneum-Schichten im Unterleibsbereich eines Mannes;
Fig. 7 einen Schnitt längs der Linie 7 - 7 der Fig. 6; Fig. 8 eine perspektivische
Detailansicht eines Verbindungsstückes zur Befestigung einer Anzahl von Dochten
mit einem Behälter, wie er in den Fig.
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1 bis 3 gezeigt ist;
Fig. 8a eine andere Ausführungsform
eines Verbindungsstückes; Fig. 9 ein Verbindungsstück zur Befestigung einer Anzahl
von modifizierten Dochten mit dem in den Fig. 1 und 3 gezeigten Behälter; Fig.10
eine perspektivische Ansicht einer Nadel zur Einführung des in Fig. 9 gezeigten
modifizierten Dochtes in das zu behandelnde Fleisch; Fig.11 eine detaillierte Ansicht
eines Verbindungsstückes zur Befestigung des Endes einer anderen Dochtform in dem
Behälter, welcher in den Fig. 4 und 5 dargestellt ist; Fig.12 eine Draufsicht auf
einen subkutan eingebrachten Docht; Fig.13 eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform
eines Verbindungsstückes, welches Ventilzuführungen und einen mit dem Finger zu
betätigenden Pumpballon zur Druckzuführung von Flüssigkeit zu den Dochten aufweist;
Fig.14 eine Seitenansicht eines hohlen, perforierten Dochtes in vergrößertem Maßstab;
Fig.15 eine Seitenansicht eines Dochtes, welcher spiralförmige Nuten aufweist, in
vergrößertem Maßstab; Fig.16 eine Seitenansicht eines Dochtes, welcher in Längsrichtung
verlaufende Nuten aufweist, in vergrößertem Maßstab.
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In der Zeichnung ist eine typische Anwendungsform der Erfindung dargestellt,
bei welcher ein Behälter 10, welcher eine vorgeschriebene Flüssigkeit enthält, mit
dem Unterleibsbereich einer zu behandelnden Person verbunden ist, wie es in den
Fig. 6 und 12 dargestellt ist. Bei dieser Anwendungsform der Erfindung sind die
Einzelheiten der beiden in Fig. 12 gezeigten Behälter 10 in den Fig. 1 und 2 dargestellt.
Diese Behälter sind mit Hilfe eines nicht reaktiven Klebemittels 12, welches als
Band um den Umfang an der Unterseite 14 des Behälters angeordnet ist, auf der Haut
des Patienten befestigt. Der Behälter 10 ist domförmig ausgebildet und mit einer
vorgeschriebenen Flüssigkeit gefüllt, welche subkutan eingeführt werden soll. Der
Dom hat an seiner Oberseite eine Einfüllöffnung 16, welche mit einer Kappe 18 verschließbar
ist und an der Nabe einer Standardspritze angepaßt ist, um beim Einfüllen sterile
Bedingungen zu gewährleisten. Nahe der Unterseite 14 ist eine geeignete Abflußöffnung
20 vorgesehen, durch welche die Flüssigkeit von dem Behälter zu einem Docht fließen
kann, damit sie von dort in das zu behandelnde Gewebe verteilt wird; eine Nabe 22
ist um die Abflußöffnung 20 zur Stützung und Befestigung einer Dichtung angeordnet,
welche mit einem Ende des Dochtes zusammenwirkt.
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Der Behälter 10 weist eine einzige Abflußöffnung zur Zuführung von
Flüssigkeit zu einem oder zu mehreren Dochten auf, wie weiter unten im einzelnen
beschrieben wird, und er kann aus einem beliebigen geeigneten, inertem Material
hergestellt sein,z.B. aus Gummi, Kunststoff oder sogar aus Metall. Der Behälter
kann aber auch andere Formen haben, wie es in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist;
Diese Behälter weisen eine Anzahl von Abflußöffnungen auf, an welche eine Anzahl
von Dochten angeschlossen werden kann, was insbesondere dann günstig ist, wenn ein
größerer Gewebebereich mit einem Antibiotikum oder mit einem Anästhetikum behandelt
werden soll.
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Der in der Fig. 3 gezeigte Behälter 24weist eine längliche Kammer
auf, welche in ihrem übrigen Aufbau dem domförmigen Behälter 10 ähnlich ist. Der
Behälter 24 hat eine abgedeckte Einfüllöffnung 26, welche zur Füllung des Behälters
mit Flüssigkeit mit einer Spritze zusammenwirken kann, und eine Anzahl von Nabenabflußöffnungen
22 zur Verbindung mit Einrichtungen zur Befestigung und Abdichtung der Dochte, welche
Flüssigkeit aus dem Behälter abführen.
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Der in Fig. 4 gezeigte Behälter 30 ist wie der Behälter 24 länglich
ausgebildet, unterscheidet sich jedoch dadurch, daß er eine angelenkte Abdeckung
32 aufweist, welche um eine Angel 34 verschwenkbar und in einer leicht geöffneten
Stellung dargestellt ist. Die Abdeckung 32 ist so ausgebildet, daß sie dichtend
über dem Behälter abgeschlossen werden kann; sie umfaßt zwei aufgeschäumte Kunststofflippen
36 und 38, welche sich längs einer Kante des Behälters dichtend berühren. Eine Montagestange
40 ist mit den Endwenden des Behälters verbunden und erstreckt sich innerhalb desselben
in Längsrichtung durch diesen hindurch etwa parallel zu den Lippen 36 und 38. Diese
Montagestange 40 bildet eine letzte Befestigungseinrichtung für die Dochte, deren
Enden in die Flüssigkeit in dem Behälter eingetaucht sind. Das Verbindungsstück
für die Enden des Dochtes mit der Stange 40 ist in der Fig. 11 dargestellt. Die
Stange weist auf ihrer Länge mit Abstand voneinander angeordnete, hufeisenförmige
Eindrücke 42 auf, deren offene Seiten der Lippe 38 zugewandt sind. Jeder Eindruck
weist in seiner Mitte einen pilzförmigen Stift 44 auf, welcher einstückig mit der
Stange 40 ausgebildet ist und als Verankerung für die Enden der Längsdochte dient,
welche über die Lippe 38 drapiert sind, um Flüssigkeit aus dem Behälter zu dem zu
behandelnden Gewebe zu leiten. Die Abdeckung 32 kann über den Dochten geschlossen
werden, welche dann mit den Lippen 36 und 38 zum Eingriff kommen, um den Behälter
abzudichten, wobei jedoch die Flüssigkeit auf Grund der Wirkung der
Dochte
zu dem Gewebe geführt werden kann. Die Abdeckung 32 weist an ihrer Vorderseite einen
flexiblen Lappen 46 auf, welcher die Verbindungsstelle zwischen den Dichtungsstreifen
36 und 38 abdeckt und die Dochte gegen den Behälter drückt.
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Der Lappen 46 sollte so lang ausgebildet sein, daß er auch einen Teil
der Wunde abdeckt und verhindert, daß die Gaze-Auskleidung die feuchten Dochte berührt.
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Der Behälter kann auch in anderer Form ausgebildet sein, z.B. mit
einem abnehmbaren Deckel, welch auf dem Behälterkörper mit einer wasserdichten Dichtung
gehalten werden kann, und die verschiedenen Arten der Behälter können auch andere
Abflußöffnungen zur Halterung eines Endes jedes Dochtes aufweisen, welche mit der
Flüssigkeit in Verbindung stehen, damit diese absorbiert und zu dem zu behandelnden
Gewebe geleitet wird. Die Behälter können mit verschiedenen Formen oder Krümmungen
ausgebildet sein, um ihre Befestigung an den verschiedenen Oberflächen Ses zu behandelnden
Körpers zu erleichtern. Es ist lediglich von Bedeutung, daß die verschiedenen Behälter,
ihre Einfüllöffnungen und ihre Auslaßöffnungen zum Anschluß der Dochte oder der
Zuführteile für die Dochte, welche in die Behälter hineinführen, so ausgebildet
sind, daß die ganze Anordnung steril ist und daß die Behälter ihrerseits bei der
Aufnahme von Behandlungsflüssigkeit steril bleiben.
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Die Dochte selber können vorzugsweise aus länglichem, flexiblem Nahtmaterial
48 bestehen, wie es am besten sichtbar in den Fig.
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6, 8 und 12 dargestellt ist und welches so ausgebildet ist, daß es
mit einer herkömmlichen, gekrümmten, schräggeschnittenen oder angespitzten Nadel
eingeführt werden kann. Der in Fig. 6 dargestellte Docht wurde so in seine dargestellte
Position eingeführt, als wenn er ein Nähfaden wäre und die Erfindung kann tatsächlich
so angewendet werden, daß der Docht sowohl als Nähfaden dient, welcher das durchtrennte
Fleisch zusammenhält, als auch gleichzeitig als Träger oder Leiter zur Abgabe flssiger
Antibiotika
oder Anästhetika oder dergleichen, direkt in den betroffenen Bereich.
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Die Dochte können aus einem absorbierenden Nähmaterial bestehen, z.B.
aus Seide oder aus Baumwolle, welches geflochten, gewoben oder in anderer Weise
in einer solchen Länge hergestellt ist, daß es von dem Behälter in das zu behandelnde
Gewebe hineinreicht, wie es in Fig. 12 dargestellt ist, und von diesem bis zu einem
zweiten Behälter, an dem es befestigt ist. Der gewebte Docht kann einen rohrförmigen
oder einen anderen Querschnitt aufweisen, je nachdem welche Form und welche Festigkeit
des Gewebes am besten geeignet ist, zu absorbieren oder den Docht zu befeuchten,
damit Flüssigkeit auf Grund der Kapillarwirkung von dem Behälter längs dem Docht
zu dem umgebenden Gewebe geführt wird. Das Nähmaterial kann darüber hinaus einen
eingewebten oder eingezwirnten Kupferdraht zur Elektrophorese enthalten, damit der
Fluß durch den Docht durch Verbindung desselben mit einem elektrischen Batteriesystem
erhöht wird.
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Wie die Fig. 14 zeigt, kann der Doch auch ein einzelner, hohler Faden
100 sein, welcher z.B. aus Nylon bestehen kann und seitliche Perforationen 102 aufweist,
durch welche die Flüssigkeit in das Gewebe austritt. Wie man in Fig. 15 sieht, kann
der Docht auch ein fester Faden 104 sein, welcher spiralförmige Nuten 106 an seiner
Außenfläche aufweist. Wie die Fig. 16 zeigt, kann der Faden 104 auch in Längsrichtung
v erlaufende Nuten 108 aufweisen.
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In einigen Fällen muß, um vorzeitigen Verlust der absorbierten Flüssigkeit
aus dem Docht zu vermeiden, das Vorderende des Dochtes zwischen dem Behälter und
auf seiner Länge bis zu dem Gewebe behandelt werden, z.B. mit einem Kunststoffärmel
50 umgeben werden, wie es in Fig. 9 gezeigt ist. Dieser
Ärmel oder
diese Röhre 50 hat an einem Endbereich eine kleine öffnung 52 zur Verwendung während
der Installation des eingeschlossenen Dochtes, wie im folgenden näher erläutert
wird. Der Ärmel 50 kann auf seiner Länge verschiedene andere Perforationen aufweisen,
wenn eine kontrollierte, jedoch kleinere Abgabe von Flüssigkeit von dem Docht längs
des Vorderabschnittes desselben erwünscht ist.
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Es sind verschiedene Einrichtungen zur Befestigung der Dochte an den
Behältern dargestellt. Die Fig. 8 zeigt einen von mehreren Dochten 48, welcher in
einer zentralen öffnung 52 in einem leicht elastischen Ballon 54 gehalten wird,
welcher so ausgebildet ist, daß er dicht anliegend auf die Naben 22 paßt, welche
in den Fig. 1 und 3 dargestellt sind. Der Ballon 54 weist einen einstückig ausgebildeten
Rock auf, welcher eine sterile Einschnappfassung auf der Nabe bildet, und die vergrößerten
Enden 56 der Dochte 48, welche in dem Kolben festgehalten werden, sind in die in
den Behältern 10 und 24 enthaltenen Flüssigkeiten eingetaucht. Die Enden der Dochte
absorbieren die Flüssigkeit, welche auf Grund der Kapillarwirkung graduierlich längs
des Dochtes wandert. Wenn der Docht in das zu behandelnde Gewebe eingeführt worden
ist, wird die vorgeschriebene Flüssigkeit auf diese Weise von dem Behälter in das
Gewebe transportiert.
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In Fig. 8a ist eine Modifikation eines Verbindungsstückes der Fig.
8 dargestellt. Bei diesem alternativen Aufbau ist der Ballon 54' länglich ausgebildet,
damit der Behälter auf dem Körper etwa 50cm bis 100 cm von der Wunde angeordnet
werden kann, und das Ende des Verbindungsstückes weist eine Abdeckung 55 auf, deren
Länge und Konfiguration so getroffen sind, daß sie über der Länge des Nähmaterials
zwischen dem Verbindungsstück und der Wunde liegen, um Flüssigkeitsverlust aus dem
Nähmaterial zu verhindern, und auch um zu verhindern, -daß die
Gaze-Auskleidung
über der Wunde von dem Docht transportierte Flüssigkeit absorbiert. Die einzelnen
Dochte 48 erstrecken sich durch geeignete öffnungen in die Endwand des Verbindungsstückes
und weisen vergrößerte Köpfe 56 auf, wie es in Fig. 8 dargestellt ist.
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Das ballonförmige Ende 58 am Ende der Plastikabdeckung 50 des Dochtes
in Fig. 9 ist so ausgebildet, daß es auf den Naben 22 einschnappen kann. Die Flüssigkeit
fließt aus dem Behälter durch die Naben 22 aus und sättigt das vergrößerte Ende
56 des Dochtes so, daß Flüssigkeit längs des Dochtes innerhalb der Begrenzung durch
die Plastikröhre 50 in das Gewebe hineinfließt,in welches der Docht implantiert
ist.
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Die Dochtbefestigungs-Einrichtung der Fig. 4, 5 und 11 verwendet einen
Lappen 44, welcher sich oberhalb der Oberfläche befindet, jedoch einstückig mit
der Stange 40 ausgebildet ist.
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Die Dochte 48 können in Reibungseingriff in die Bucht 42 zwischen
der Stange 40 und dem Lappen 44 gebracht und dort gehalten werden. Die Abdeckung
32 des Behälters kann dann geschlossen werden, und dann kann dieser mit Flüssigkeit
gefüllt werden, um die Dochte zu befeuchten.
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Die Dochte sind so ausgebildet, daß sie mit herkömmlichen Nähnadeln
in das zu behandelnde Fleisch eingeführt werden können.
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Diese Nadeln können herkömmliche abgeschrägte oder spitz zulaufende
Nadeln sein und die Dochte werden auf die gleiche Weise durch die Haut in das subkutane
Gewebe hineingezogen, wie ein Faden in Fleisch eingezogen wird. Ein Docht kann,
wie die Fig. 6 es zeigt, längs einem schlangenförmigen Weg eingezogen werden, damit
ein substantieller Bereich des zu behandelnden Gewebes erreicht wird. In einigen
Fällen kann es erwünscht
sein, eine Anzahl von Dochten nebeneinander
einzubringen, um eine kontinuierlich nachgeführte Menge der vorgeschriebenen Flüssigkeit
einem größeren subkutanen Bereich zuzuführen. Der in Fig. 6 dargestellte Docht kann
leichter Flüssigkeit in einen größen Bereich abgeben, als ein Docht, welcher lediglich
von einem Behälter gespeist wird; wie in der Fig. 6 dargestellt ist, ist der Docht
mit seinen beiden Enden mit verschiedenen Behältern 10 verbunden, so daß die Flüssigkeit
aus zwei Richtungen in das zu behandelnde Gewebe fließen kann.
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Wenn ein Docht, welcher eine Plastikabdeckung trägt, wie die Fig.
9 es zeigt, in das Fleisch eingeführt werden soll, muß eine Spezialnadel verwendet
werden, wie sie z.B. in Fig. 10 dargestellt ist. Diese Nadel hat einen gekrümmten
Körper 60 mit einem flexiblen, rohrförmigen Ende 62, welches einstückig mit dem
hinteren Ende ausgebildet ist. Das Rohr weist einen Längsschnitt 62 auf, um ie lösbare
Aufnahme der Plastikabdeckung 50 der Fig. 9 in dem Rohr zu ermöglichen. Das Ende
des Dochtes, welcher durch die Plastikabdeckung 50 hindurchgeführt ist, wird durch
eine öffnung 66 in der Nadel hindurchgezogen. Das Ende der Plastikabdeckung wird
temporär in dem Rohr 62 gehalten, und ein einstückig mit der Nadel ausgebildeter
Stift 64 paßt in eine #ffnung 52 in dem Ende der Plastikabdeckung, um den Docht
und die Plastikabdeckung durch die Haut hindurch in das subkutane Gewebe hineinzuziehen.
Wenn die Plastikabdeckung in das Fleisch so weit hineingezogen worden ist, daß der
Rand des zu behandelnden Gewebes erreicht wird, wird die Nadel von der Plastikabdeckung
durch Betätigung dieser Elemente durch die Haut hindurch getrennt, um die Plastikabdeckung
von dem Stift 64 zu lösen, und dann kann die Nadel fortgezogen werden. Der Docht
befindet sich noch im Auge 66 der Nadel und kann durch das Fleisch geführt werden,
während er
gleichzeitig durch die Plastikabdeckung zu dem zu behandelnden
Gewebe geführt wird. Nachdem die Plastikabdeckung dazu verwendet worden ist, bei
der Einführung des Dochtes in seine implantierte Position zu helfen, und nachdem
die Abddeckung von der Nadel gelöst worden ist, kann die Abdeckung mit dem vergrößerten
Ende des Dochtes, welcher in dem Ballon 54 gehalten wird, mit einer Abflußöffnung
eines Behälters verbunden werden.
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Der Behälter und der beschriebene Docht können, wie die Fig. 6 es
zeigt, dazu benutzt werden, eine vorgeschriebene Flüssigkeit von jedem Ende des
Dochtes aus in ein subkutanes Gewebe einzuführen. Bei anderen Anwendungsformen kann
der Docht von der Nadel gelöst werden, nachdem der Docht tief in das Gewebe eingeführt
worden ist, wobei lediglich ein Ende eines Dochtes mit einem Behälter verbunden
ist. Wie oben vorgeschlagen wurde, kann entweder ein einzelner Docht verwendet werden,
oder es können eine Anzahl von Dochten gleichzeitig in das Gewebe eingeführt werden.
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Die Fig. 13 zeigt eine andere Anordnung zur Zuführung von Flüssigkeiten
zu den Dochten. Ein elastischer Ballon 76 ist auf eine Abflußöffnung 70 eines Behälters
aufgepaßt und führt Flüssigkeit zu einem Ventil 72 am eine einer Leitung 74, welche
eine beliebige, gewünschte Länge haben kann. Das Ventil 72 kann ein herkömmliches,
von Hand betätigbares Ventil oder ein Rückschlagventil sein, und es ist geöffnet,
um den Fluß in die elastische Ballonpumpe 76 zu erlauben, welche eine Kapazität
von einem Kubikzentimter bis fünf Kubizentimeter haben kann.
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Nachdem der Ballon 76 gefüllt ist, wird das Ventil 72 geschlossen
und der Ballon 76 wird betätigt, um Flüssigkeit in eine oder mehrere Röhren 78 und
in einen oder mehrere Ballone 54 zu drücken, mit welchen die Nähfäden oder Dochte
48 verbunden sind.
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Die Flüssigkeit kann zu diesem Nähmaterial gedrückt oder gepreßt werden,
um den Fluß der Flüssigkeit aus dem Behälter, welcher sich in einem Abstand von
der Wunde befindet, in die Wunde hinein zu vergrößern und um zu gewährleisten, daß
eine hinreichend große Menge der Medizin den betroffenen Bereich fließt.
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Die Behälter sind einzelne Einheiten, welche so ausgebildet sind,
daß sie in sterilem Zustand gehalten und von Zeit zu Zeit nachgefüllt werden können,
ohne ihre Sterilität zu verlieren, so daß eine längere Behandlung durchgeführt werden
kann. Die Dochte können mit den Behältern so verbunden werden, daß die Sterilität
des Systems erhalten bleibt, so daß eine vorgeschriebene Flüssigkeit kontinuierlich
mit gesteuerter Geschwindigkeit an das zu behandelnde Gewebe abgegeben werden kann.