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DE2914268A1 - Einrichtung zur behandlung lebenden, subkutanen koerpergewebes - Google Patents

Einrichtung zur behandlung lebenden, subkutanen koerpergewebes

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Publication number
DE2914268A1
DE2914268A1 DE19792914268 DE2914268A DE2914268A1 DE 2914268 A1 DE2914268 A1 DE 2914268A1 DE 19792914268 DE19792914268 DE 19792914268 DE 2914268 A DE2914268 A DE 2914268A DE 2914268 A1 DE2914268 A1 DE 2914268A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wick
tissue
container
liquid
wicks
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19792914268
Other languages
English (en)
Inventor
Andrew F Burton
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE2914268A1 publication Critical patent/DE2914268A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M5/00Devices for bringing media into the body in a subcutaneous, intra-vascular or intramuscular way; Accessories therefor, e.g. filling or cleaning devices, arm-rests
    • A61M5/14Infusion devices, e.g. infusing by gravity; Blood infusion; Accessories therefor
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M5/00Devices for bringing media into the body in a subcutaneous, intra-vascular or intramuscular way; Accessories therefor, e.g. filling or cleaning devices, arm-rests
    • A61M5/14Infusion devices, e.g. infusing by gravity; Blood infusion; Accessories therefor
    • A61M5/141Infusion devices, e.g. infusing by gravity; Blood infusion; Accessories therefor with capillaries for restricting fluid flow
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M5/00Devices for bringing media into the body in a subcutaneous, intra-vascular or intramuscular way; Accessories therefor, e.g. filling or cleaning devices, arm-rests
    • A61M5/14Infusion devices, e.g. infusing by gravity; Blood infusion; Accessories therefor
    • A61M5/142Pressure infusion, e.g. using pumps
    • A61M5/14244Pressure infusion, e.g. using pumps adapted to be carried by the patient, e.g. portable on the body
    • A61M5/14248Pressure infusion, e.g. using pumps adapted to be carried by the patient, e.g. portable on the body of the skin patch type

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  • Media Introduction/Drainage Providing Device (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Behandlung lebenden, subkutanen Körpergewebes
  • Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Behandlung lebenden, subkutanen Körpergewebes. Es sind verschiedene Einrichtungen bekannt, mit deren Hilfe eine vorgeschriebene Medizin oder eine andere Flüssigkeit von außen in das subkutane Gewebe, welches behandelt werden soll, eingeführt werden kann. Injektionen mit Injektionsspritzen wurden bisher als die Standardvorrichgung für diesen Zweck betrachtet.
  • Solche Injektionen können jedoch die vorgeschriebene Flüssigkeit nicht so einbringen, daß sie über einen längeren Zeitraum hin zur Verfügung stehen, außer durch eine Vielzahl von Injektionen und folglich eine Vielzahl punktförmiger Verletzungen des zu behandelnden Körpers.
  • Andere Einrichtungen zur Einführung von Medikamenten in das die Haut tragende Gewebe sind aus der US-PS 3 814 097 und aus der US-PS 3 964 482 bekannt. Diese Einrichtungen umfassen die Haut durchstechende Finger oder Vorsprünge und haben eine Länge, welche gerade durch die Haut hindurch dringt, nicht jedoch in das subkutane Fleisch. Diese Patentschriften offenbaren Applikatoren zur Einspeisung einer Droge oder dergleichen aus einem Reservoir längs oder durch einen Vorsprung, um eine zeitlich bestimmte Abgabe der Droge unter die Haut zu ermöglichen; diese bekannten Einrichtungen können jedoch die Droge nicht tief in den subkutanen Bereich, z.B. in das Fleisch zwischen das Peritoneum und die Haut einbringen.
  • Ein anderer, zeitlich in bestimmter Weise Drogen abgebender Applikator ist in den beiden US-PSen 2 546 759 und 2 625 158 beschrieben. Beide Druckschriften zeigen einen Träger, welcher die gesamte Dosis der anzuwendenden Medizin in eine Position unter die Haut bringt, von wo aus die Medizin langsam in den Körper des zu behandelnden Geflügels absorbiert wird. Die Dosis wird in einem vergrößerten Zentralbereich der Einrichtung positioniert, welche zur subkutanen Absorption unter die Haut gezogen wird. Die nach dieser Lehre durchgeführte Behandlung verteilt die Medizin in dem gesamten Körper des Tieres Sie ist nicht für eine lokale Behandlung eines bestimmten subkutanen Bereichs gedacht und kann eine solche lokale Behandlung auch nicht bewirken.
  • In jüngerer Zeit ist vorgeschlagen worden, Flüssigkeiten durch Röhren aus stainless steel oder Teflon in das Fleisch einzuführen, z.B. in der US-PS 3 640 269. Diese mehr oder weniger starren Röhren sind an ihren Wänden undurchlässig und deshalb ist es erforderlich, am vorderen Ende der implantierten Röhre einen porösen Sack anzubringen, damit die Flüssigkeit zu oder von dem Bereich des Fleisches, welcher das implantierte Ende der Röhre umgibt, fließen kann. Ein solcher Aufbau erlaubt lediglich eine im allgemeinen senkrechte Einführung einer Röhre in einen begrenzten Bereich des subkutanen Fleisches, und zur Behandlung eines größeren Bereiches wären sehr viele Implantationen erforderlich.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung zu schaffen, mit deren Hilfe einem größeren Bereich subkutanen Gewebes auch über längere Zeit hin eine Flüssigkeit zugeführt werden kann.
  • Diese Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
  • Gemäß der Erfindung können ein oder mehrere Behälter vorgesehen sein, welche an der Haut des zu behandelnden Körpers befestigt sind und die für die Behandlung gewünschte Flüssigkeit enthalten. Es können ein oder mehrere Dochte vorgesehen sein, welche eine bekannte Absorptionsrate für die jeweilige Behandlungsflüssigkeit aufweisen und welche mit den Behältern verbunden sind. Die Dochte können gemäß der Erfindung längliche, flexible Elemente aus Nähmaterial sein, z.B. aus Seide oder Baumwolle. Eines ihrer Enden oder ihre beiden Enden sind in die Flüssigkeit in den Behältern eingetaucht. Der mittlere Längsabschnitt des Dochtes ist in das zu behandelnde Fleisch implantiert, entweder mit schräg geschnittenen oder vorne spitz zulaufenden Nadeln oder mit einer modifizierten Nadel, wobei die Flüssigkeit in und durch das subkutane Fleisch transportiert wird.
  • Der Docht kann auch ein einzelner Faden, z.B. ein Nylonfaden, sein, welcher hohl ist und seitliche Perforationen aufweist.
  • Alternativ kann der Docht ein fester Körper mit entweder länglichen oder spiralförmigen Nuten an seinem Außenumfang sein.
  • Der Docht kann als einzelner Strang implantiert werden, es können jedoch auch eine Anzahl von Dochten implantiert werden, um einen größeren Bereich zur Zuführung von Flüssigkeiten, z.B.von Antibiotika, Anästhetika oder anderen Lösungen, zu über decken. Die Dochte können Stränge von irgendeiner herkömmlichen Form sein, welche durch Kapillarwirkung die für die Behandlung des Gewebes gewünschte Flüssigkeitsmenge absorbiert oder fördern. Der Docht kann so ausgebildet sein, daß er die vorgeschriebene Flüssigkeit mit einer bestimmten Geschwindigkeit in das Fleisch, in welches er implantiert ist, abgibt.
  • Der Docht kann nicht nur zur Zuführung und Abgabe von Flüssigkeit in genau den Bereich verwendet werden, in welchem die Flüssigkeit benötigt wird, sondern er kann auch gleichzeitig als Nähfaden verwendet werden, um das Fleisch der heilenden Wunde zusammenzuhalten. Diese Heilwirkung wird dadurch verstärkt, daß die vorgeschriebene Flüssigkeit direkt in den Bereich eingeführt wird, wo die Behandlung besonders wirksam ist.
  • Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen in Verbindung mit der Zeichnung und der Beschreibung hervor.
  • Die Erfindung ist im folgenden anhand mehrerer Ausführungsbeispiele und in Verbindung mit der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Behälter, welcher für seine Verwendung mit einem erfindungsgemäßen Docht angepaßt ist; Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie 2 - 2 der Fig. 1; Fig. 3 eine Seitenansicht eines modifizierten Behälters, welcher für die Verwendung mit einer Anzahl von länglichen Dochten ausgebildet ist; Fig. 4 eine Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform des Behälters mit angelenkter Abdeckung, in leicht geöffneter Stellung; Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie 5 - 5 der Fig. 4; Fig. 6 eine Seitenansicht eines Schnittes, vom Kopf einer Person in Richtung zu den Füßen hin gesehen mit einem typischen Docht, welcher in lebendes, subkutanes Fleisch eingebracht ist, z.B. zwischen der Haut und den Peritoneum-Schichten im Unterleibsbereich eines Mannes; Fig. 7 einen Schnitt längs der Linie 7 - 7 der Fig. 6; Fig. 8 eine perspektivische Detailansicht eines Verbindungsstückes zur Befestigung einer Anzahl von Dochten mit einem Behälter, wie er in den Fig.
  • 1 bis 3 gezeigt ist; Fig. 8a eine andere Ausführungsform eines Verbindungsstückes; Fig. 9 ein Verbindungsstück zur Befestigung einer Anzahl von modifizierten Dochten mit dem in den Fig. 1 und 3 gezeigten Behälter; Fig.10 eine perspektivische Ansicht einer Nadel zur Einführung des in Fig. 9 gezeigten modifizierten Dochtes in das zu behandelnde Fleisch; Fig.11 eine detaillierte Ansicht eines Verbindungsstückes zur Befestigung des Endes einer anderen Dochtform in dem Behälter, welcher in den Fig. 4 und 5 dargestellt ist; Fig.12 eine Draufsicht auf einen subkutan eingebrachten Docht; Fig.13 eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform eines Verbindungsstückes, welches Ventilzuführungen und einen mit dem Finger zu betätigenden Pumpballon zur Druckzuführung von Flüssigkeit zu den Dochten aufweist; Fig.14 eine Seitenansicht eines hohlen, perforierten Dochtes in vergrößertem Maßstab; Fig.15 eine Seitenansicht eines Dochtes, welcher spiralförmige Nuten aufweist, in vergrößertem Maßstab; Fig.16 eine Seitenansicht eines Dochtes, welcher in Längsrichtung verlaufende Nuten aufweist, in vergrößertem Maßstab.
  • In der Zeichnung ist eine typische Anwendungsform der Erfindung dargestellt, bei welcher ein Behälter 10, welcher eine vorgeschriebene Flüssigkeit enthält, mit dem Unterleibsbereich einer zu behandelnden Person verbunden ist, wie es in den Fig. 6 und 12 dargestellt ist. Bei dieser Anwendungsform der Erfindung sind die Einzelheiten der beiden in Fig. 12 gezeigten Behälter 10 in den Fig. 1 und 2 dargestellt. Diese Behälter sind mit Hilfe eines nicht reaktiven Klebemittels 12, welches als Band um den Umfang an der Unterseite 14 des Behälters angeordnet ist, auf der Haut des Patienten befestigt. Der Behälter 10 ist domförmig ausgebildet und mit einer vorgeschriebenen Flüssigkeit gefüllt, welche subkutan eingeführt werden soll. Der Dom hat an seiner Oberseite eine Einfüllöffnung 16, welche mit einer Kappe 18 verschließbar ist und an der Nabe einer Standardspritze angepaßt ist, um beim Einfüllen sterile Bedingungen zu gewährleisten. Nahe der Unterseite 14 ist eine geeignete Abflußöffnung 20 vorgesehen, durch welche die Flüssigkeit von dem Behälter zu einem Docht fließen kann, damit sie von dort in das zu behandelnde Gewebe verteilt wird; eine Nabe 22 ist um die Abflußöffnung 20 zur Stützung und Befestigung einer Dichtung angeordnet, welche mit einem Ende des Dochtes zusammenwirkt.
  • Der Behälter 10 weist eine einzige Abflußöffnung zur Zuführung von Flüssigkeit zu einem oder zu mehreren Dochten auf, wie weiter unten im einzelnen beschrieben wird, und er kann aus einem beliebigen geeigneten, inertem Material hergestellt sein,z.B. aus Gummi, Kunststoff oder sogar aus Metall. Der Behälter kann aber auch andere Formen haben, wie es in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist; Diese Behälter weisen eine Anzahl von Abflußöffnungen auf, an welche eine Anzahl von Dochten angeschlossen werden kann, was insbesondere dann günstig ist, wenn ein größerer Gewebebereich mit einem Antibiotikum oder mit einem Anästhetikum behandelt werden soll.
  • Der in der Fig. 3 gezeigte Behälter 24weist eine längliche Kammer auf, welche in ihrem übrigen Aufbau dem domförmigen Behälter 10 ähnlich ist. Der Behälter 24 hat eine abgedeckte Einfüllöffnung 26, welche zur Füllung des Behälters mit Flüssigkeit mit einer Spritze zusammenwirken kann, und eine Anzahl von Nabenabflußöffnungen 22 zur Verbindung mit Einrichtungen zur Befestigung und Abdichtung der Dochte, welche Flüssigkeit aus dem Behälter abführen.
  • Der in Fig. 4 gezeigte Behälter 30 ist wie der Behälter 24 länglich ausgebildet, unterscheidet sich jedoch dadurch, daß er eine angelenkte Abdeckung 32 aufweist, welche um eine Angel 34 verschwenkbar und in einer leicht geöffneten Stellung dargestellt ist. Die Abdeckung 32 ist so ausgebildet, daß sie dichtend über dem Behälter abgeschlossen werden kann; sie umfaßt zwei aufgeschäumte Kunststofflippen 36 und 38, welche sich längs einer Kante des Behälters dichtend berühren. Eine Montagestange 40 ist mit den Endwenden des Behälters verbunden und erstreckt sich innerhalb desselben in Längsrichtung durch diesen hindurch etwa parallel zu den Lippen 36 und 38. Diese Montagestange 40 bildet eine letzte Befestigungseinrichtung für die Dochte, deren Enden in die Flüssigkeit in dem Behälter eingetaucht sind. Das Verbindungsstück für die Enden des Dochtes mit der Stange 40 ist in der Fig. 11 dargestellt. Die Stange weist auf ihrer Länge mit Abstand voneinander angeordnete, hufeisenförmige Eindrücke 42 auf, deren offene Seiten der Lippe 38 zugewandt sind. Jeder Eindruck weist in seiner Mitte einen pilzförmigen Stift 44 auf, welcher einstückig mit der Stange 40 ausgebildet ist und als Verankerung für die Enden der Längsdochte dient, welche über die Lippe 38 drapiert sind, um Flüssigkeit aus dem Behälter zu dem zu behandelnden Gewebe zu leiten. Die Abdeckung 32 kann über den Dochten geschlossen werden, welche dann mit den Lippen 36 und 38 zum Eingriff kommen, um den Behälter abzudichten, wobei jedoch die Flüssigkeit auf Grund der Wirkung der Dochte zu dem Gewebe geführt werden kann. Die Abdeckung 32 weist an ihrer Vorderseite einen flexiblen Lappen 46 auf, welcher die Verbindungsstelle zwischen den Dichtungsstreifen 36 und 38 abdeckt und die Dochte gegen den Behälter drückt.
  • Der Lappen 46 sollte so lang ausgebildet sein, daß er auch einen Teil der Wunde abdeckt und verhindert, daß die Gaze-Auskleidung die feuchten Dochte berührt.
  • Der Behälter kann auch in anderer Form ausgebildet sein, z.B. mit einem abnehmbaren Deckel, welch auf dem Behälterkörper mit einer wasserdichten Dichtung gehalten werden kann, und die verschiedenen Arten der Behälter können auch andere Abflußöffnungen zur Halterung eines Endes jedes Dochtes aufweisen, welche mit der Flüssigkeit in Verbindung stehen, damit diese absorbiert und zu dem zu behandelnden Gewebe geleitet wird. Die Behälter können mit verschiedenen Formen oder Krümmungen ausgebildet sein, um ihre Befestigung an den verschiedenen Oberflächen Ses zu behandelnden Körpers zu erleichtern. Es ist lediglich von Bedeutung, daß die verschiedenen Behälter, ihre Einfüllöffnungen und ihre Auslaßöffnungen zum Anschluß der Dochte oder der Zuführteile für die Dochte, welche in die Behälter hineinführen, so ausgebildet sind, daß die ganze Anordnung steril ist und daß die Behälter ihrerseits bei der Aufnahme von Behandlungsflüssigkeit steril bleiben.
  • Die Dochte selber können vorzugsweise aus länglichem, flexiblem Nahtmaterial 48 bestehen, wie es am besten sichtbar in den Fig.
  • 6, 8 und 12 dargestellt ist und welches so ausgebildet ist, daß es mit einer herkömmlichen, gekrümmten, schräggeschnittenen oder angespitzten Nadel eingeführt werden kann. Der in Fig. 6 dargestellte Docht wurde so in seine dargestellte Position eingeführt, als wenn er ein Nähfaden wäre und die Erfindung kann tatsächlich so angewendet werden, daß der Docht sowohl als Nähfaden dient, welcher das durchtrennte Fleisch zusammenhält, als auch gleichzeitig als Träger oder Leiter zur Abgabe flssiger Antibiotika oder Anästhetika oder dergleichen, direkt in den betroffenen Bereich.
  • Die Dochte können aus einem absorbierenden Nähmaterial bestehen, z.B. aus Seide oder aus Baumwolle, welches geflochten, gewoben oder in anderer Weise in einer solchen Länge hergestellt ist, daß es von dem Behälter in das zu behandelnde Gewebe hineinreicht, wie es in Fig. 12 dargestellt ist, und von diesem bis zu einem zweiten Behälter, an dem es befestigt ist. Der gewebte Docht kann einen rohrförmigen oder einen anderen Querschnitt aufweisen, je nachdem welche Form und welche Festigkeit des Gewebes am besten geeignet ist, zu absorbieren oder den Docht zu befeuchten, damit Flüssigkeit auf Grund der Kapillarwirkung von dem Behälter längs dem Docht zu dem umgebenden Gewebe geführt wird. Das Nähmaterial kann darüber hinaus einen eingewebten oder eingezwirnten Kupferdraht zur Elektrophorese enthalten, damit der Fluß durch den Docht durch Verbindung desselben mit einem elektrischen Batteriesystem erhöht wird.
  • Wie die Fig. 14 zeigt, kann der Doch auch ein einzelner, hohler Faden 100 sein, welcher z.B. aus Nylon bestehen kann und seitliche Perforationen 102 aufweist, durch welche die Flüssigkeit in das Gewebe austritt. Wie man in Fig. 15 sieht, kann der Docht auch ein fester Faden 104 sein, welcher spiralförmige Nuten 106 an seiner Außenfläche aufweist. Wie die Fig. 16 zeigt, kann der Faden 104 auch in Längsrichtung v erlaufende Nuten 108 aufweisen.
  • In einigen Fällen muß, um vorzeitigen Verlust der absorbierten Flüssigkeit aus dem Docht zu vermeiden, das Vorderende des Dochtes zwischen dem Behälter und auf seiner Länge bis zu dem Gewebe behandelt werden, z.B. mit einem Kunststoffärmel 50 umgeben werden, wie es in Fig. 9 gezeigt ist. Dieser Ärmel oder diese Röhre 50 hat an einem Endbereich eine kleine öffnung 52 zur Verwendung während der Installation des eingeschlossenen Dochtes, wie im folgenden näher erläutert wird. Der Ärmel 50 kann auf seiner Länge verschiedene andere Perforationen aufweisen, wenn eine kontrollierte, jedoch kleinere Abgabe von Flüssigkeit von dem Docht längs des Vorderabschnittes desselben erwünscht ist.
  • Es sind verschiedene Einrichtungen zur Befestigung der Dochte an den Behältern dargestellt. Die Fig. 8 zeigt einen von mehreren Dochten 48, welcher in einer zentralen öffnung 52 in einem leicht elastischen Ballon 54 gehalten wird, welcher so ausgebildet ist, daß er dicht anliegend auf die Naben 22 paßt, welche in den Fig. 1 und 3 dargestellt sind. Der Ballon 54 weist einen einstückig ausgebildeten Rock auf, welcher eine sterile Einschnappfassung auf der Nabe bildet, und die vergrößerten Enden 56 der Dochte 48, welche in dem Kolben festgehalten werden, sind in die in den Behältern 10 und 24 enthaltenen Flüssigkeiten eingetaucht. Die Enden der Dochte absorbieren die Flüssigkeit, welche auf Grund der Kapillarwirkung graduierlich längs des Dochtes wandert. Wenn der Docht in das zu behandelnde Gewebe eingeführt worden ist, wird die vorgeschriebene Flüssigkeit auf diese Weise von dem Behälter in das Gewebe transportiert.
  • In Fig. 8a ist eine Modifikation eines Verbindungsstückes der Fig. 8 dargestellt. Bei diesem alternativen Aufbau ist der Ballon 54' länglich ausgebildet, damit der Behälter auf dem Körper etwa 50cm bis 100 cm von der Wunde angeordnet werden kann, und das Ende des Verbindungsstückes weist eine Abdeckung 55 auf, deren Länge und Konfiguration so getroffen sind, daß sie über der Länge des Nähmaterials zwischen dem Verbindungsstück und der Wunde liegen, um Flüssigkeitsverlust aus dem Nähmaterial zu verhindern, und auch um zu verhindern, -daß die Gaze-Auskleidung über der Wunde von dem Docht transportierte Flüssigkeit absorbiert. Die einzelnen Dochte 48 erstrecken sich durch geeignete öffnungen in die Endwand des Verbindungsstückes und weisen vergrößerte Köpfe 56 auf, wie es in Fig. 8 dargestellt ist.
  • Das ballonförmige Ende 58 am Ende der Plastikabdeckung 50 des Dochtes in Fig. 9 ist so ausgebildet, daß es auf den Naben 22 einschnappen kann. Die Flüssigkeit fließt aus dem Behälter durch die Naben 22 aus und sättigt das vergrößerte Ende 56 des Dochtes so, daß Flüssigkeit längs des Dochtes innerhalb der Begrenzung durch die Plastikröhre 50 in das Gewebe hineinfließt,in welches der Docht implantiert ist.
  • Die Dochtbefestigungs-Einrichtung der Fig. 4, 5 und 11 verwendet einen Lappen 44, welcher sich oberhalb der Oberfläche befindet, jedoch einstückig mit der Stange 40 ausgebildet ist.
  • Die Dochte 48 können in Reibungseingriff in die Bucht 42 zwischen der Stange 40 und dem Lappen 44 gebracht und dort gehalten werden. Die Abdeckung 32 des Behälters kann dann geschlossen werden, und dann kann dieser mit Flüssigkeit gefüllt werden, um die Dochte zu befeuchten.
  • Die Dochte sind so ausgebildet, daß sie mit herkömmlichen Nähnadeln in das zu behandelnde Fleisch eingeführt werden können.
  • Diese Nadeln können herkömmliche abgeschrägte oder spitz zulaufende Nadeln sein und die Dochte werden auf die gleiche Weise durch die Haut in das subkutane Gewebe hineingezogen, wie ein Faden in Fleisch eingezogen wird. Ein Docht kann, wie die Fig. 6 es zeigt, längs einem schlangenförmigen Weg eingezogen werden, damit ein substantieller Bereich des zu behandelnden Gewebes erreicht wird. In einigen Fällen kann es erwünscht sein, eine Anzahl von Dochten nebeneinander einzubringen, um eine kontinuierlich nachgeführte Menge der vorgeschriebenen Flüssigkeit einem größeren subkutanen Bereich zuzuführen. Der in Fig. 6 dargestellte Docht kann leichter Flüssigkeit in einen größen Bereich abgeben, als ein Docht, welcher lediglich von einem Behälter gespeist wird; wie in der Fig. 6 dargestellt ist, ist der Docht mit seinen beiden Enden mit verschiedenen Behältern 10 verbunden, so daß die Flüssigkeit aus zwei Richtungen in das zu behandelnde Gewebe fließen kann.
  • Wenn ein Docht, welcher eine Plastikabdeckung trägt, wie die Fig. 9 es zeigt, in das Fleisch eingeführt werden soll, muß eine Spezialnadel verwendet werden, wie sie z.B. in Fig. 10 dargestellt ist. Diese Nadel hat einen gekrümmten Körper 60 mit einem flexiblen, rohrförmigen Ende 62, welches einstückig mit dem hinteren Ende ausgebildet ist. Das Rohr weist einen Längsschnitt 62 auf, um ie lösbare Aufnahme der Plastikabdeckung 50 der Fig. 9 in dem Rohr zu ermöglichen. Das Ende des Dochtes, welcher durch die Plastikabdeckung 50 hindurchgeführt ist, wird durch eine öffnung 66 in der Nadel hindurchgezogen. Das Ende der Plastikabdeckung wird temporär in dem Rohr 62 gehalten, und ein einstückig mit der Nadel ausgebildeter Stift 64 paßt in eine #ffnung 52 in dem Ende der Plastikabdeckung, um den Docht und die Plastikabdeckung durch die Haut hindurch in das subkutane Gewebe hineinzuziehen. Wenn die Plastikabdeckung in das Fleisch so weit hineingezogen worden ist, daß der Rand des zu behandelnden Gewebes erreicht wird, wird die Nadel von der Plastikabdeckung durch Betätigung dieser Elemente durch die Haut hindurch getrennt, um die Plastikabdeckung von dem Stift 64 zu lösen, und dann kann die Nadel fortgezogen werden. Der Docht befindet sich noch im Auge 66 der Nadel und kann durch das Fleisch geführt werden, während er gleichzeitig durch die Plastikabdeckung zu dem zu behandelnden Gewebe geführt wird. Nachdem die Plastikabdeckung dazu verwendet worden ist, bei der Einführung des Dochtes in seine implantierte Position zu helfen, und nachdem die Abddeckung von der Nadel gelöst worden ist, kann die Abdeckung mit dem vergrößerten Ende des Dochtes, welcher in dem Ballon 54 gehalten wird, mit einer Abflußöffnung eines Behälters verbunden werden.
  • Der Behälter und der beschriebene Docht können, wie die Fig. 6 es zeigt, dazu benutzt werden, eine vorgeschriebene Flüssigkeit von jedem Ende des Dochtes aus in ein subkutanes Gewebe einzuführen. Bei anderen Anwendungsformen kann der Docht von der Nadel gelöst werden, nachdem der Docht tief in das Gewebe eingeführt worden ist, wobei lediglich ein Ende eines Dochtes mit einem Behälter verbunden ist. Wie oben vorgeschlagen wurde, kann entweder ein einzelner Docht verwendet werden, oder es können eine Anzahl von Dochten gleichzeitig in das Gewebe eingeführt werden.
  • Die Fig. 13 zeigt eine andere Anordnung zur Zuführung von Flüssigkeiten zu den Dochten. Ein elastischer Ballon 76 ist auf eine Abflußöffnung 70 eines Behälters aufgepaßt und führt Flüssigkeit zu einem Ventil 72 am eine einer Leitung 74, welche eine beliebige, gewünschte Länge haben kann. Das Ventil 72 kann ein herkömmliches, von Hand betätigbares Ventil oder ein Rückschlagventil sein, und es ist geöffnet, um den Fluß in die elastische Ballonpumpe 76 zu erlauben, welche eine Kapazität von einem Kubikzentimter bis fünf Kubizentimeter haben kann.
  • Nachdem der Ballon 76 gefüllt ist, wird das Ventil 72 geschlossen und der Ballon 76 wird betätigt, um Flüssigkeit in eine oder mehrere Röhren 78 und in einen oder mehrere Ballone 54 zu drücken, mit welchen die Nähfäden oder Dochte 48 verbunden sind.
  • Die Flüssigkeit kann zu diesem Nähmaterial gedrückt oder gepreßt werden, um den Fluß der Flüssigkeit aus dem Behälter, welcher sich in einem Abstand von der Wunde befindet, in die Wunde hinein zu vergrößern und um zu gewährleisten, daß eine hinreichend große Menge der Medizin den betroffenen Bereich fließt.
  • Die Behälter sind einzelne Einheiten, welche so ausgebildet sind, daß sie in sterilem Zustand gehalten und von Zeit zu Zeit nachgefüllt werden können, ohne ihre Sterilität zu verlieren, so daß eine längere Behandlung durchgeführt werden kann. Die Dochte können mit den Behältern so verbunden werden, daß die Sterilität des Systems erhalten bleibt, so daß eine vorgeschriebene Flüssigkeit kontinuierlich mit gesteuerter Geschwindigkeit an das zu behandelnde Gewebe abgegeben werden kann.

Claims (16)

  1. A N S P R Ü C H E Einrichtung zur Behandlung lebenden, subkutanen Körper gewebes, mit einer Dochteinrichtung zur kontinuierlichen Abgabe einer Medizin oder einer anderen vorgeschriebenen Flüssigkeit von einem Behälter, in welchem die Flüssigkeit gespeichert ist und der eine Oberfläche aufweist, welche der Kontur des Körperabschnittes, an welchem er angebracht werden soll und der das zu behandelnde Gewebe enthält, angepaßt ist, gekennzeichnet durch einen länglichen, in das zu behandelnde Gewebe einführbaren Docht (48), der eine bekannte Absorptionsrate für eine in das Gewebe einzubringende Flüssigkeit aufweist, wobei wenigstens ein Ende des genannten Dochtes (48) mit der Flüssigkeit in dem Behälter (lr) in Berührung steht, mit einer Nadel (60), welche mit dem anderen Ende des Dochtes (48) zum Eingriff kommt und den Docht (48) in die gewünschte implantierte Position bringt, wobei der Docht (48) dem Weg der Nadel (60) durch das Gewebe folgt, und die dann von dem Docht (48) getrennt werden kann, so daß der Docht (48) in seiner implantierten Position die absorbierte Flüssigkeit direkt in den zu behandelnden Bereich des Gewebes abgibt.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Docht (48)aus Nähmaterial aus geflochtener Seide besteht.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Docht (48) aus Nähmaterial aus geflochtener Baumwolle besteht.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Docht (48) aus dicht gewebtem Seidenmaterial besteht.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Docht (48) aus dicht gewebtem Baumwollmaterial besteht.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Docht (48) so gewebt ist, daß er einen hohlen, zylindrischen Querschnitt aufweist.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Docht (48) so gewebt ist, daß er einen hohlen, zylindrischen Querschnitt aufweist.
  8. 8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl von Behältern t10) muit Abstand voneinander so an dem Körper befestigt sind und daß die entgegengesetzten Enden des länglichen Dochtes (48) in die Flüssigkeit der Behälter (10) eingetaucht sind, nachdem der Docht (48) in das Gewerbe implantiert worden ist.
  9. 9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl von Dochten (48) in das genannte Gewebe implantiert sind und mit den Behältern (10) kommunizieren.
  10. 10. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl von Dochten in das Gewebe implantiert sind und jeder Docht mit seinen beiden Enden jeweils in die Flüssigkeit eines der mit Abstand voneinander angeordneten Behältern eingetaucht ist.
  11. 11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Längsabschnitt des Dochtes (48) welcher zwichen dem Behälter (10) und dem zu behandelnden Gewebe angeordnet ist, in einer dicht anliegenden zylindrischen Kunststoffabdeckung (55) eingeschlossen ist.
  12. 12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffabdeckung (50, 55) so lang ausgebildet ist, daß sie sich in das zu behandelnde Gewebe erstreckt und daß das Gehäuse der Abdeckung (50, 55) dort, wo sie im Gewebe implantiert ist, perforiert ist.
  13. 13. Einrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffabdeckung (50, 55) zur temporären Befestigung an der Nadel (60) ausgebildet ist, während diese in das Gewebe eingeführt wird, und daß die Kunststoffabdeckung dann von der Nadel abgetrennt wird und der Abschnitt des Dochtes (48), welcher nicht von dem Kunststoff bedeckt ist, in das Gewebe eingeführt wird.
  14. 14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (10) eine Einfüllöffnung (16) und eine Abschlußkappe (18) für diese aufweist, daß der Behälter eine bequem an dem Körper anliegende Kontur aufweist, daß der Behälter eine Speiseöffnung <20, 22) und einen Ring von nicht reaktivem Klebstoff an seinem Umfang zur Befestigung an dem Körper aufweist, und daß eine Einrichtung (40) vorgesehen ist, welche mit der Weise öffnung (20, 22) zur Verbindung des Dochtes <48) mit dem Behälter (10) zusammenwirkt, um den Docht I48) mit der im Behälter (10) enthaltenen Flüssigkeit in Berührung zu bringen.
  15. 15. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Docht (100) ein hohler, seitlich perforierter Faden ist.
  16. 16. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Docht (104) ein Faden ist, welcher an seiner Außenfläche Nuten (106, 108) aufweist.
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