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Verfahren zum Herstellen einer Titan enthaltenden Kataly-
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satorkomponente für Ziegler-Katalysatorsysteme Die vorliegende Erfindung
betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Titan enthaltenden Katalysatorkomponente
(1) für Ziegler-Katalysatorsysteme.
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Solche Katalysatorsysteme werden bekanntlich eingesetzt im Rahmen
von Verfahren zum Herstellen von Homo- und Copolymerisaten von C2- bis C6- ;-MonooleSinen
durch Polymerisation des bzw. der Monomeren bei Temperaturen von 30 bis 2000C und
Drücken von 0,1 bis 200 bar mittels des Ziegler-Katalysatorsystems, das seinerseits
zusammengesetzt ist aus (1) einer Titan enthaltenden Katalysatorkomponente und (2)
einer Aluminiumverbindung der Formel AlA3~nXn, worin stehen A für einen C1- bis
C12-Kohlenwasserstoffrest, X für Chlor, Brom bzw. Wasserstoff und n für eine Zahl
von 0 bis 2
mit den Maßgaben, daß das Atomverhältnis Titan aus der
Katalysatorkomponente (1) ; Aluminium aus der Katalysatorkomponente (2) im Bereich
von 1 : 0,1 bis 1 : 500 liegt, und daß man (1.1) zum Herstellen der Katalysatorkomponente
(1) (1.1.1) eine unter Normalbedingungen feste Titanverbindung (I) aus der Reihe
der Chloride, Oxychloride bzw.
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Alkoxychloride des drei- bzw. vierwertigen Titans, wobei die Alkoxygruppen
jeweils bis zu 8 Kohlenstoffatome aufweise können, oder der Mischchloride des dreiwertigen
Titans mit der Formel TiCl3 . Z (AlCl3), wobei Z eine Zahl von weniger als 0,5 ist,
und (1.1.2) eine Halogenverbindung (II), die erhalten worden ist durch ein 1 bis
100 Stunden dauerndes Heißhalten auf einer Temperatur von 150 bis 6000C und anschließendes
Chlorieren bis zu einem Chlorgehalt des Materials von 40 bis 75 Gewichtsprozent,
aus einem Stoff (III) der allgemeinen Formel (Me )6.CMe111) 2 (OH)16.(C03)1.(H20)4
worin stehen MeII für Magnesium, Calcium, Zink bzw. Mangan und Me111 für Aluminium
bzw. Chrom, im Gewichtsverhältnis Titanverbindung (I) : Halogenverbindung (II) von
1 ; 200 bis 1 : 2 über eine Zeitspanne von 5 bis 100.Stunden unter einer Mahlbeschleunigung
von 4 bis 6 m/s2 miteinander vermahlt unter Bildung eines festphasigen Ver-
mahlungsprodukts
(IV).
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Polymerisationsverfahren dieser Gattung sind bekannt, wobei als Prototyp
für den vorliegenden Fall das z.B. in der US-PS 3 941 760 veröffentlichte gelten
kann.
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Das genannte Verfahren hat - ebenso wie in Parallele zu setzende andere
Verfahren - zum Kernstück eine in besonderer Weise hergestellte und damit in besonderer
Weise ausgestaltete Titan enthaltende Katalysatorkomponente (1).
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Die besonderen Ausgestaltungen der Titan enthaltenden Katalysatorkomponente
werden vorgenommen, um bestimmte Ziele zu erreichen, wie die folgenden: (a) Katalysatorsysteme,
die eine erhöhte Ausbeute an Polymerisat zu liefern vermögen, nämlich Katalysatorsysteme
mit einer erhöhten Produktivität, d.h.
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Systeme, bei denen die Menge an gebildetem Polymerisat pro Gewichtseinheit
der Katalysatorsysteme (1) erhöht ist.
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(b) Katalysatorsysteme, durch die weniger bzw. kein Halogen in das
Polymerisat eingebracht wird; - was zu erreichen ist, indem (b1) die Ausbeute gemäß
(a) gesteigert wird und/oder (b2) Titan enthaltende Katalysatorkomponenten eingesetzt
werden, die möglichst wenig bzw. kein Halogen enthalten.
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(c) Katalysatorsysteme, die ihre positiven Wirkungen auch bei relativ
niederen Temperaturen entfalten; -
was z.B, für Trockenphasenpolymerisationen
von Bedeutung sein kann.
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(d) Katalysatorsysteme, durch welche die morphologischen Eigenschaften
der Polymerisate in bestimmter Weise beeinflußt werden, etwa im Sinne einer einheitlichen
Korngröße und/oder einer Verminderung des Feinstkornanteils und/oder eines hohen
Schüttgewichtes; - was z.B. für die technische Beherrschung der Polymerisationssysteme,
die Aufarbeitung der Polymerisate und/oder die Verarbeitbarkeit der Polymerisate
von Bedeutung sein kann.
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(e) Katalysatorsysteme, die einfach und sicher herzustellen und gut
handzuhaben sind; - z.B. solche, die sich in (inerten) Kohlenwasserstoff-Hilfsmedien
zubereiten lassen.
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(f) Katalysatorsysteme, die es ermöglichen, bei Polymerisationen unter
Einwirkung von Molekulargewichtsreglern, wie Wasserstoff, mit relativ geringen Mengen
an Regler auszukommen; - was z.B. für die Thermodynamik der Verfahrensführung von
Bedeutung sein kann.
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(g) Katalysatorsysteme, die auf spezielle Polymerisationsverfahren
zugeschnitten sind; - etwa solche, die z.B. entweder auf die spezifischen Besonderheiten
der Suspensionspolymerisation oder auf die spezifischen Besonderheiten der Trockenphasenpolymerisation
abgestimmt sind.
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Nach den bisherigen Erfahrungen gibt es unter den mannigfachen Zielen
etliche Ziele, die man durch besondere Ausgestaltungen der Titan enthaltenden Katalysatorkomponente
nur dann erreichen kann, wenn man andere Ziele zurücksetzt.
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Unter diesen Gegebenheiten ist man im allgemeinen bestrebt, solche
Ausgestaltungen zu finden, mit denen man nicht nur die gesteckten Ziele erreicht,
sondern auch andere erwünschte Ziele möglichst wenig zurücksetzen muß.
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In diesem Rahmen liegt auch die Aufgabenstellung der vorliegenden
Erfindung: Eine neue Art Titan enthaltender Katalysatorkomponente aufzuzeigen, mit
der man gegenüber bekannten Titan enthaltenden Katalysatorkomponenten - unter vergleichbarer
Zielsetzung - bessere Ergebnisse erreichen kann.
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Es wurde gefunden, daß die gestellte Aufgabe gelöst werden kann mit
einer Titan enthaltenden Katalysatorkomponente, die ein in besonderer Weise erhaltenes
Folgeprodukt des Vermahlungsprodukts (IV) aus dem eingangs definierten Verfahren
ist.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist dementsprechend ein Verfahren
zum Herstellen einer Titan enthaltenden Katalysatorkomponente (1) für Ziegler-Katalysatorsysteme,
wobei man (t.1) zum Herstellen der Katalysatorkomponente (1) (1..1.1) eine unter
Normalbedingungen feste Titanverbindung (I) aus der Reihe der Chloride, Oxychloride
bzw. Alkoxychloride des drei- bzw. vierwertigen Titans, wobei die Alkoxygruppen
jeweils bis zu 8 Kohlenstoffatome aufweisen können, oder - vorzugsweise - der Mischchloride
des dreiwertigen Titans mit der Formel TiCl3 e Z (Als3)
wobei Z
eine Zahl von weniger als 0,5, insbesondera eine Zahl von 0,31 bis 0,35 ist, und
(1.1.2) eine Halogenverbindung (II), die erhalten worden ist durch ein 1 bis 100,
vorzugsweise 2 bis 50 Stunden dauerndes Heißhalten auf einer Temperatur von 150
bis 600, vorzugsweise von 200 bis 4000C, und anschließendes Chlorieren bis zu einem
Chlorgehalt des Materials von 40 bis 76, vorzugsweise von 50 bis 72 Gewichtsprozent,
aus einem Stoff (III) der allgemeinen Formel (MeII)6.(MeIII)2.(OH)16.(CO3)1.(H2O)4
, worin stehen MeII für Magnesium, Calcium, Zink bzw. Mangan und MeIII für Aluminium
bzw. Chrom, im Gewichtsverhältnis Titanverbindung (t) : Halogenverbindung (II) von
1 : 200 bis 1 : 2, vorzugsweise 1 : 10 bis 1 : 20 über eine Zeitspanne von 5 bis
100, vorzugsweise 10 bis 20 Stunden unter einer Mahlbeschleunigung von 4 bis 6 m/s2
miteinander vermahlt unter Bildung eines festphasigen Vermahlungsprodukts (IV).
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Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man
beim Herstellen der Katalysatorkomponente (1) (1.2) in einer zusätzlichen Stufe
(1.2.1) das gemäß (1.1) erhaltene Vermahlungsprodukt (IV), (1.2.2) ein C1- bis C12-,
vorzugsweise ein C1- bis C8-Alkanol (V) und
r(1.2.3) ein C5- bis
C12-, vorzugsweise ein C6- bis C8-Alkan (VI) in den Gewichtsverhältnissen Vermahlungsprodukt
(IV) : Alkanol (V) von 1 : 0,01 bis 1 : 1, vorzugsweise 1 : 0,03 bis 1 : 0,75 und
Vermahlungsprodukt (IV) : Alkan (VI) von 1 : 1 bis 1 : 1 000, vorzugsweise 1 : 1
bis 1 : 100, zusammenbringt unter Bildung einer Suspension (VII) und das Ganze bei
dauernder Durchmischung über eine Zeitspanne von 0,5 bis 60, vorzugsweise 1 bis
30, und insbesondere 1 bis 10, Minuten auf einer Temperatur von 0 bis 195, vorzugsweise
10 bis 1000C hält, und dann (1.3) in einer weiteren Stufe (1.3.1) die gemäß (1.2)
erhaltene Suspension (VII) mit (1.3.2) einem Acylhalogenid (VIII) der allgemeinen
Formel R-CO-X worin stehen R für einen gesättigten C1- bis C18-Kohlenwasserstoffrest,
vorzugsweise einen gesättigen C1- bis C8-Kohlenwasserstoffrest, und insbesondere
einen C1- bis C4-Alkylrest oder den Phenylrest, - mit der Maßgabe, daß in den genannten
Resten bis zu 3, insbesondere bis zu 2 Wasserstoffatome durch C1 bzw. Br, vorzugsweise
Cl substituiert sein können - und X für F, Cl, Br bzw. J, vorzugsweise Cl bzw. Br
und insbesondere Cl, unter Erhaltung des Zustandes einer Suspension solange versetzt,
bis das Atomverhältnis Titan aus dem in der
Suspension (VII) enthaltenen
Feststoff : Halogen aus dem Acylhalogenid (VIII) im Bereich von 1 :0,01 bis 1 :
100, vorzugsweise von 1 : 0,05 bis 1 : 50 liegt; wobei das aus Stufe (1.3) resultierende,
in Suspension vorliegende festphasige Produkt die Titan enthaltende Katalysatorkomponente
(1) ist.
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Zu der neuen Titan enthaltenden Katalysatorkomponente (1) ist das
Folgende zu sagen: Ihre Herstellung erfolgt in drei Stufen, die oben sowie nachstehend
mit (1 1), (1.2) und (1.3) bezeichnet sind.
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In Stufe (1.1) werden eine unter Normalbedingungen feste Titanverbindung
(I) der oben definierten Art und eine bestimmte, in der oben definierten Weise erhaltene
Halogen verbindung (II) - vorzugsweise trocken - miteinander vermahlen unter Bildung
eines festphasigen Vermahlungsprodukts (IV). In Stufe (1.2) wird letzteres mit einem
bestimmten Alkanol (V) und einem bestimmten Alkan (VI) zusammengebracht unter Bildung
einer Suspension (VII). In Stufe (1.3) wird die letztgenannte Suspension mit einem
Axylhalogenid (VIII) der oben definierten Art unter Einhaltung des Zustandes einer
Suspension versetzt. Das aus Stufe (1.3) resultierende, in Suspension vörliegende
festphasige Produkt ist die neue Titan enthaltende Katalysatorkomponente (1).
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Im einzelnen ist dazu das Folgende zu sagen: Stufe (1.1) Die Vermahlung
in dieser Stufe ist mit keinen Besonderheiten verbunden und kann vom Fachmann ohne
nähere Erläuterungen problemlos durchgeführt werden. Zu erwähnen ist al-
lenfalls,
daß sich als Mühlen insbesondere KugelmUhlen, vor allem Kugelschwingmühlen, eignen;
im übrigen kann auf die eingangs bereits zitierte US-PS 3 941 760 verwiesen werden.
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Stufe (1.2) Das Herstellen der Suspension in dieser Stufe ist ebenfalls
mit keinen Schwierigkeiten verbunden und für den Fachmann ohne weiteres möglich.
Zu erwähnen ist, daß sich als vorteilhaft herausgestellt hat, zunächst das Vermahlungsprodukt
(IV) in dem Alkan (VI) zu suspendieren - so wie man üblicherweise suspendiert, z.B,
in einem Rührgefäß - und zu der dabei erhaltenen Suspension dann den Alkohol (V)
mit einer solchen Geschwindigkeit zuzugeben, daß örtliche Wärmestaus vermieden werden.
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Stufe (1.3) Auch diese Stufe ist ohne Probleme durchführbar; zu beachten
ist lediglich, daß die dabei ablaufende Reaktion exotherm ist und daher - ebenfalls
zur Vermeidung örtlicher größerer Wärmestaus - das Acylhalogenid (VIII) nicht schußweise
in die Suspension (VII) eingebracht werden sollte.
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Die aus Stufe (1.3) als suspendiertes festphasiges Produkt resultierende
neue Titan enthaltende Katalysatorkomponente (1) kann unmittelbar in Form der jeweils
erhaltenen Suspension - gegebenenfalls nach einer Wäsche durch Digerieren mit einem
Alkan - als Titan enthaltende Katalysatorkomponente verwendet werden. Im allgemeinen
ist es aber zweckmäßig, das jeweilige festphasige Produkt zu isolieren und dann
erst als Katalysatorkomponente (1) einzusetzen; - wobei sich zum Isolieren z.B.
der folgende Weg anbietet:
silan trennt das festphasige Produkt
von der flüssigen Phase mittels Filtration und wäscht es mit reinem Alkan (etwa
der Art, die man auch als Suspensionsmittel verwendet hatte), worauf man es trocknet,
etwa im Vakuum.
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Die neuen Titan enthaltenden Katalysatorkomponenten (1) lassen sich
im Rahmen des eingangs geschilderten Polymerisationsveriahrens zum Herstellen der
dort genannten Polymerisate so einsetzen, wie man üblicherweise die Titan enthaltenden
Katalysatorkomponenten (1) bei der Polymerisation von Olefinen nach Ziegler einsetzt.
Insoweit sind also keine Besonderheiten gegeben, und es kann auf die aus Literatur
und Praxis wohlbekannten Einsatzweisen verwiesen werden. - Es ist lediglich noch
zu sagen, daß die neue Katalysatorkomponente sich vornehmlich zum Herstellen von
Homopolymerisaten des ethylens eignet und daß im Falle des Herstellens von Copolymerisaten
des Äthylens mit höheren d-Monoolefinen oder des Herstellens von Homopolymerisaten
von höheren i-Monoolefinen vor allem Propen, Buten-1,4-Methylpenten-1 und Hexen-1
als ot-Monoolefine in Betracht kommen. Die Regelung der Molekulargewichte der Polymerisate
kann in einschlägig üblicher Weise erfolgen, insbesondere mittels Wasserstoff als
Regulans.
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Was die stoffliche Seite der neuen Titan enthaltenden Katalysatorkomponenten
(1) betrifft, ist im einzelnen noch das Folgende zu sagen: Die in Stufe (1.1) einzusetzenden,
unter Normalbedingungen festen Titanverbindungen (I) können z.B. sein Titantrichlorid
als solches, oder ein Alkoxychlorid der Formel TiCl(OC3E7)3. Die demgegenüber zu
bevorzugenden Mischchloride des dreiwertigen Titans mit der oben definierten Formel
TiC13 . Z (A1C13) können insbesondere die bei Ziegler-Katalysatorsystemen üblichen
sein, z.B. ein bei der Reduktion
von Titantetrachlorid mittels
Aluminium erhaltenes Reaktionsprodukt. Als besonders gut geeignet hat sich erwiesen,
das Mischchlorid der Formel TiCl3 . 31 AlCl3. - Die Titanverbindungen (I) können
eingesetzt werden in Form von Einzelindividuen sowie Gemischen aus zwei oder mehr
Einzelindividuen.
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Die ebenfalls in Stufe (1.1) einzusetzenden Halogenverbindungen (II),
deren Herstellung sowie Vorprodukte -also die Stoffe (III) mit der oben definierten
Formel (MeII)6 . (MeIII)2 . (OH)16 . (CO3)1 . (H2O)4 - gehören zum bekannten Stand
der Technik, wie er z.B. in der GB-PS 1 380 949 niedergelegt ist. In soweit erübrigen
sich also nähere Erläuterungen. Zu bemerken ist jedoch, daß sich für den erfindungsgemäßen
Zweck solche Stoffe (III) besonders eignen, in deren Formel MeII steht für Magnesium,
Mangan oder Gemische aus einem oder beiden dieser Elemente mit untergeordneten Molmengen
Zink, und MeIII steht für Aluminium oder Gemische aus diesem Element mit untergeordneten
bis gleichen Molmengen Chrom. Geeignete Stoffe (III) haben z.B. die Elementkombination
(MgII)5.(CaII).(AlIII)2 oder (MnII)5.(CaII).(AlIII)2 und vorzuziehende Stoffe (III)
z.B. die Kombina ionen (MgII)5.(ZnII).(AlIII)2, (MgII)4.(ZnII)2.(AlIII)2, (MnII)6.(AlIII)2,
(MnII)5(ZnII).(AlIII)2, (MnII)4.(ZnII)2.(AlIII)2, (MgII)6.(AlIII).(CrIII) oder (MnII)6.(AlIII).(CrIII).Der
am besten geeignete Stoff (III) hat die Elementekombination (MgII)6.(AlII)2. - Die
Halogenverbindungen (II) können im übrigen eingesetzt werden in Form von Einzelindividuen
oder Gemischen aus zwei oder mehr Einzelindividuen.
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tn Stufe (1.2) werden C1- bis C12-Alkanole (V) eingesetzt; namentliche
Beispiele hierfür sind Methanol, Äthanol, die Propanole sowie die Butanole; ferner
n-Hexanol, 2-Äthylhe-
xanol, n-Octanol, n-Decanol und 2,7-Diäthyloctanol.
Als besonders gut geeignet haben sich erwiesen, z.B. Methanol, Äthanol, Isopropanol
sowie n-Butanol. - Die Alkanole (V) können eingesetzt werden in Form von Einzelindividuen
sowie Gemischen aus zwei oder mehr Einzelindividuen.
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Ebenfalls in Stufe (1.2) werden eingesetzt C5- bis C12-Alkane (VI),
z.B. Cyclopentan, Cyclohexan, n-Hexan, n-Heptan, 2-Äthylhexan, n-Octan, n-Decan
oder n-Dodecan. Zu bevorzugen sind die Hexane, Heptane und Oktane in Form von Isomerindividuen
oder Isomermischungen. Besonders gut geeignet ist n-Heptan. - Auch die Alkane (VI)
können im übrigen eingesetzt werden in Form von Einzelindividuen sowie Gemischen
aus zwei oder mehr Einzelindividuen.
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Zu den in Stufe (1.3) einzusetzenden Acylhalogeniden (VIII) ist zu
sagen, daß unter dem Begriff gesättigter Kohlenwasserstoffrest" Kohlenwasserstoffreste
verstanden werden, die alkanische und/oder aromatische Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen
aufweisen. An geeigneten Individuen sind beispielsweise zu nennen: Acetylchlorid,
Acetylbromid, n-Propionylchlorid, n-Butyrylchlorid, Monochloracetylchlorid, Dichloracetylchlorid,
Benzoylchlorid und Phenylacetylchlorid.
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Hiervon zu bevorzugen sind Acetylchlorid, Monochloracetylchlorid und
Benzoylchlorid. - Die Acylhalogenide (VIII) können eingesetzt werden in Form von
Einzelindividuen sowie Gemischen aus zwei oder mehr Einzelindividuen.
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Abschließend ist noch zu bemerken, daß die erfindungsgemäßen Titan
enthaltenden Katalysatorkomponenten (1) empfindlich gegen hydrolytische sowie oxidative
Einflüsse sind.
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Insoweit sollte man beim Umgang mit diesen Substanzen also die für
Ziegler-Katalysatoren einschlägig üblichen Vor-
sichtsmaßnahmen
treffen (z.B. Feuchtigkeitsausschluß, Inertgasatomosphäre).
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Beispiel a) Herstellen der Titan enthaltenden Katalysatorkomponente
Erste Stufe Ein handelsübliches Mischchlorid (I) des dreiwertigen Titans mit der
Formel TiCl3. 0,33 AlCl3 und eine Halogenverbindung (II), die erhalten worden ist
durch ein 8 Stunden dauerndes Heißhalten auf einer Temperatur von 1600C und anschließendes
Chlorieren mittels Phosgen bei einer Temperatur von 330 0C bis zu einem Chlor gehalt
des Materials von 66 Gewichtsprozent aus einem Stoff (III) der Formel Mg6.Al2.(OH)16
(C03)1.(H20)4 werden im Gewichtsverhältnis Titanverbindung CI) : Halogenverbindung
(II) von 1 : 9 über eine Zeitspanne von 15 Stunden unter einer Mahlbeschleunigung
von 5 m/s2 trocken miteinander vermahlen (in einer üblichen Xugelmühle) unter Bildung
eines festphasigen Zwischenprodukts (IV).
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Zweite Stufe 1 Gewichtsteil des aus der ersten Stufe erhaltenen Zwischenprodukts
(IV), 0,26 Gewichtsteile Äthanol (V) und 20 Gewichtsteile n-Heptan (VI) werden derart
zusammengebracht, daß man zunächst das Zwischenprodukt im n-Heptan suspendiert und
dann innerhalb von 5 Minuten das Äthanol zur Suspension gibt. Das Ganze (= Suspension
VII) wird daraufhin unter kräftigem Rühren über eine Zeitspanne von 5 Minuten auf
einer Temperatur von 250C gehalten.
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Dritte Stufe Die aus der zweiten Stufe erhaltene Suspension (VII)
wird auf eine Temperatur von 50 0C gebracht und bei dieser Temperatur mit n-Propionylchlorid
unter Erhaltung des Zustandes einer Suspension solange langsam (15 Minuten) versetzt,
bis das Atomverhältnis Titan aus dem in der Suspension (VII) enthaltenen Feststoff
: Chlor aus dem Acylhalogenid (VIII) 1 : 15 beträgt. Anschließend wird das Ganze
bei einer Temperatur von 75 0C noch eine weitere Stunde gerührt.
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Das aus der dritten Stufe resultierende, in Suspension vorliegende
festphasige Produkt, d.h. die gewünschte Titan enthaltende Katalysatorkomponente,
wird isoliert durch Absaugen, Waschen mit n-Heptan und Trocknen bei 25 0C unter
vermindertem Druck; der Titangehalt beträgt 1,26 Gewichtsprozent, der Chlorgehalt
45,0 Gewichtsprozent.
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b) Polymerisation mittels der Titan enthaltenden Katalysatorkomponente.
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In einem Rührautoklaven - der damit zur Hälfte seines Fassungsvermögens
gefüllt ist - werden 4 500 Gewichtsteile Isobutan vorgelegt; daraufhin fügt man
0,2 Gewichtsteile der erfindungsgemäßen Katalysatorkomponente (in Form einer 15
Gew.% Feststoff enthaltenden Suspension in n-Heptan) sowie 2,5 Gewichtsteile Triathylaluminium
zu. Sodann wird unter Rühren und bei den -jeweils durch Regelung konstant gehaltenen
- Parametern Äthylendruck 15 bar, Wasserstoffdruck (zur Molekulargewichtsregelung)
= 5 bar, Temperatur 1000C, über eine Zeitspanne von 2 Stunden polymerisiert, wonach
die Polymerisation durch Entspannen des Autoklaven abgebrochen L wird. J
Nähere
Angaben zu dem erhaltenen Polymerisat finden sich in der unten stehenden Tabelle.
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Vergleichsversuch A a) Herstellen der Titan enthaltenden Katalysatorkomponente
Erste und zweite Stufe: Sie erfolgen in Idendität zum Beispiel Dritte Stufe: Sie
entfällt.
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Das aus der zweiten Stufe resultierende, in Suspension vorliegende
festphasige Produkt, d.h. die zu vergleichende Titan enthaltende Katalysatorkomponente,
wird - in Analogie zum Beispiel - isoliert durch Absaugen, Waschen mit n-Heptan
und Trocknen bei 25 0C unter vermindertem Druck.
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b) Polymerisation mittels der Titan enthaltenden Katalysatorkomponente
Sie erfolgt unter identischen Bedingungen wie im Beispiel, jedoch unter Verwendung
der aus der zweiten Stufe erhaltenen Katalysatorkomponente.
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Nähere Angaben zu dem dabei erhaltenen Polymerisat finden sich ebenfalls
in der unten stehenden Tabelle.
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Vergleichsversuch B a) Herstellen der Titan enthaltenden Katalysatorkomponente
Erste Stufe Sie erfolgt in Idendität zum Beispiel.
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Zweite und dritte Stufe Sie entfallen beide.
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b) Polymerisation mittels der Titan enthaltenden Katalysatorkomponente.
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Sie erfolgt unter identischen Bedingungen wie im Beispiel, jedoch
unter Verwendung der aus der ersten Stufe erhaltenen Katalysatorkomponente (= Zwischenprodukt
IV).
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Nähere Angaben zu dem dabei erhaltenen Polymerisat finden sich wiederum
in der unten stehenden Tabelle.
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In der Tabelle bedeuten: PE = Ausbeute an Polyäthylen in Gewichtsteilen
PE/Kk = Produktivität in Gewichtsteilen Polyäthylen pro Gewichtsteil erfindungsgemäßer
Katalysatorkomponente PE/Ti = Produktivität in Gewichtsteilen Polyäthylen pro Gewichtsteil
Titan in der erfindungsgemäßen Katalysatorkomponente
Sch = Schüttgewicht
in g/l MI = Schmelzindex Mi190 (g/10 Min) 2,16 %<0,1 = Anteil an Polyäthylen-Partikeln
in Gewichtsprozent mit einem Teilchendurchmesser von kleiner 0,1 mm (Feinstkornanteile).
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Beispiel PE PE/Kk PE/Ti Sch MI %lt;0,1 bzw.
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Vgl.-Vers.
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Beisp. 2 000 10 000 790 000 442 9,4 4,3 Vgl. A 2 650 13 300 560 000
280 4,5 0,7 Vgl. B. 2 490 12 500 500 000 270 0,5 5,6