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DE2854150A1 - Verfahren zum herstellen einer titan enthaltenden katalysatorkomponente fuer ziegler-katalysatorsysteme - Google Patents

Verfahren zum herstellen einer titan enthaltenden katalysatorkomponente fuer ziegler-katalysatorsysteme

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Publication number
DE2854150A1
DE2854150A1 DE19782854150 DE2854150A DE2854150A1 DE 2854150 A1 DE2854150 A1 DE 2854150A1 DE 19782854150 DE19782854150 DE 19782854150 DE 2854150 A DE2854150 A DE 2854150A DE 2854150 A1 DE2854150 A1 DE 2854150A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
titanium
suspension
catalyst component
solid
weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19782854150
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dipl Ing Dr Frielingsdorf
Peter Dipl Chem Dr Klaerner
Guenter Dipl Chem Dr Schweier
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DE19782854150 priority Critical patent/DE2854150A1/de
Publication of DE2854150A1 publication Critical patent/DE2854150A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F10/00Homopolymers and copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Transition And Organic Metals Composition Catalysts For Addition Polymerization (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen einer Titan enthaltenden Kataly-
  • satorkomponente für Ziegler-Katalysatorsysteme Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Titan enthaltenden Katalysatorkomponente (1) für Ziegler-Katalysatorsysteme.
  • Solche Katalysatorsysteme werden bekanntlich eingesetzt im Rahmen von Verfahren zum Herstellen von Homo- und Copolymerisaten von C2- bis C6- -Monoolefinen durch Polymerisation des bzw. der Monomeren bei Temperaturen von 30 bis 2000C und Drücken von 0,1 bis 200 bar mittels des Ziegler-Katalysatorsystems, 9as seinerseits zusammengesetzt ist aus (1) einer Titan enthaltenden Katalysatorkomponente und (2) einer Aluminiumverbindung der Formel AlA ;In,, worin stehen A für einen C1- bis C12-Kohlenwasserstoffrest, X für Chlor, Brom bzw. Wasserstoff und n für eine Zahl von 0 bis 2 mit den Maßgaben, daß das Atomverhältnis Titan aus der Katalysatorkomponente (1) : Aluminium aus der Katalysatorkomponente (2) im Bereich von 1 : 0,1 bis 1 : 500 liegt, und daß man (1.1) zum Herstellen der Katalysatorkomponente (1) (1.1.1) eine unter Normalbedingungen feste Titanverbindung (I) aus der Reihe der Chloride, Oxychloride bzw.
  • Alkoxychloride des drei- bzw. vierwertigen Titans, wobei die Alkoxygruppen jeweils bis zu 8 Kohlenstoffatome aufweise können, oder der Mischchloride des dreiwertigen Titans mit der Formel TiCl3 . Z (AlCl3), wobei Z eine Zahl von weniger als 0,5 ist, und (1.1.2) eine Halogenverbindung (II), die erhalten worden ist durch ein 1 bis 100 Stunden dauerndes Heißhalten auf einer Temperatur von 150 bis 6000C und anschließendes Chlorieren bis zu einem Chlorgehalt des Materials von 40 bis 76 Gewichtsprozent, aus einem Stoff (III) der allgemeinen Formel (MeII)6.(MeIII)2.(OH)16.(Co3)1.(H2O)4 worin stehen MeII für Magnesium, Calcium, Zink bzw. Mangan und MeIII für Aluminium bzw. Chrom, im Gewichtsverhältnis Titanverbindung (I) : Halogenverbindung (II) von 1 : 200 bis 1 : 2 über eine Zeitspanne von 5 bis 100 Stunden unter einer Mahlbeschleunigung von 4 bis 6 m/s² 2 trocken miteinander vermahlt unter Bildung eine3 festphasigen Ver- mahlungsprodukts CIV).
  • Polymerisationsverfahren dieser Gattung sind bekannt, wobei als Prototyp für den vorliegenden Fall das z.B. in der US-PS 3 941 760 veröffentlichte gelten kann.
  • Das genannte Verfahren hat - ebenso wie in Parallele zu setzende andere Verfahren - zum Kernstück eine in besonderer Weise hergestellte und damit in besonderer Weise ausgestaltete Titan enthaltende Katalysatorkomponente (1).
  • Die besonderen Ausgestaltungen der Titan enthaltenden Katalysatorkomponente werden vorgenommen, um bestimmte Ziele zu erreichen, wie die folgenden: (a) Katalysatorsysteme, die eine erhöhte Ausbeute an Polymerisat zu liefern vermögen, nämlich Katalysatorsysteme mit einer erhöhten Produktivität, d.h.
  • Systeme, bei denen die Menge an gebildetem Polymerisat pro Gewichtseinheit der Katalysatorsysteme (1).
  • erhöht ist (b) Katalysatorsysteme, durch die weniger bzw. kein Halogen in das Polymerisat eingebracht wird; - was zu erreichen ist, indem (b1) die Ausbeute gemäß (a) gesteigert wird undloder (b2) Titan enthaltende Katalysatorkomponenten eingesetzt werden, die möglichst wenig bzw. kein Halogen enthalten.
  • (c) Katalysatorsysteme, die ihre positiven Wirkungen auch bei relativ nlederen Temperaturen entfalten; - was z.B. für Trockenphasenpolymerisationen von Bedeutung sein kann.
  • (d) Katalysatorsysteme, durch welche die morphologischen Eigenschaften der Polymerisate in bestimmter Weise beeinflußt werden, etwa im Sinne einer einheitlichen Korngröße und/oder einer Verminderung des Feinstkornanteils und/oder eines hohen Schüttgewichtes; - was z.B. für die technische Beherrschung der Polymerisationssysteme, die Aufarbeitung der Polymerisate und/oder die Verarbeitbarkeit der Polymerisate von Bedeutung sein kann.
  • (e) Katalysatorsysteme, die einfach und sicher herzustellen und gut handzuhaben sind; - z.B. solche, die sich in (inerten) Kohlenwasserstoff-Hilfsmedien zubereiten lassen.
  • (f) Katalysatorsysteme, die es ermöglichen, bei Polymerisationen unter Einwirkung von Molekulargewichtsreglern, wie Wasserstoff, mit relativ geringen Mengen an Regler auszukommen; - was z.B. für die Thermodynamik der Verfahrensführung von Bedeutung sein kann.
  • (g) Katalysatorsysteme, die auf spezielle Polymerisationsverfahren zugeschnitten sind; - etwa solche, die z.B. entweder auf die spezifischen Besonderheiten der Suspensionspolymerisation oder auf die spezifischen Besonderheiten der Trockenphasenpolymerisation abgestimmt sind.
  • Nach den bisherigen Erfahrungen gibt es unter den mannigfachen Zielen etliche Ziele, die man durch besondere Ausgestaltungen der Titan enthaltenden Katalysatorkomponente nur dann erreichen kann, wenn man andere Ziele zurücksetzt.
  • L Unter diesen Gegebenheiten ist man im allgemeinen bestrebt, solche Ausgestaltungen zu finden, mit denen man nicht nur die gesteckten Ziele erreicht, sondern auch andere erwUnschte Ziele m8glichst wenig zurücksetzen muß.
  • In diesem Rahmen liegt auch die Aufgabenstellung der vorliegenden Erfindung: Eine neue Art Titan enthaltender Katalysatorkomponente aufzuzeigen, mit der man gegenüber bekannten Titan enthaltenden Katalysatorkomponenten - unter vergleichbarer Zielsetzung - bessere Ergebnisse erreichen kann.
  • Es wurde gefunden, daß die gestellte Aufgabe gelöst werden kann mit einer Titan enthaltenden Katalysatorkomponente, die ein in besonderer Weise erhaltenes Folgeprodukt des Vermahlungsprodukts (IV) aus dem eingangs definierten Verfahren ist.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist dementsprechend ein Verfahren zum Herstellen einer Titan enthaltenden Katalysatorkomponente (1) für Ziegler-Katalysatorsysteme, wobei man (1.1) zum Herstellen der Katalysatorkomponente (1) (1,1.1) eine unter Normalbedingungen feste Titanverbindung (I) aus der Reihe der Chloride, Oxychloride bzw. Alkoxychloride des drei- bzw. vierwertigen Titans, wobei die Alkoxygruppen jeweils bis zu 8 Kohlenstoffatome aufweisen können, oder - vorzugsweise - der Mischchloride des dreiwertigen Titans mit der Formel TiCl3 . Z (Als3) wobei Z eine Zahl von weniger als 0,5, insbesondere' eine Zahl von 0,31 bis 0,35 ist, und (1.1.2) eine Halogenverbindung (II), die erhalten worden ist durch ein 1 bis 100, vorzugsweise 2 bis 50 Stunden dauerndes Heißhalten auf einer Temperatur von 150 bis 600, vorzugsweise von 200 bis 4Oo°c, und anschließendes Chlorieren bis zu einem Chlorgehalt des Materials von 40 bis 76, vorzugsweise von 50 bis 72 Gewichtsprozent, aus einem Stoff (III) der allgemeinen Formel (MeII)6.(MeIII)2.(OH)16.(Co3)1.(H2O)4 worin stehen MeII für Magnesium, Calcium, Zink bzw. Mangan und MeIII für Aluminium bzw. Chrom, im Gewichtsverhältnis Titanverbindung (I) : Halogenverbindung (II) von 1 : 200 bis 1 : 2, vorzugsweise 1 : 10 bis 1 : 20 über eine Zeitspanne von 5 bis 100, vorzugsweise 10 bis 20 Stunden unter einer Mahlbeschleunigung von 4 bis 6 m/s2 trocken miteinander vermahlt unter Bildung eines festphasigen Vermahlungsprodukts (IV).
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man beim Herstellen der Katalysatorkomponente (1) (1.2) in einer zusätzlichen Stufe (1.2.1) das gemäß (1.1) erhaltene Vermahlungsprodukt (IV), (1.2.2) ein C1- bis C12-, vorzugsweise ein C1- bis C8-Alkanol (V) und (1.2.3) ein C5- bis C12-, vorzugsweise ein C6- bis C8-Alkan (VI) in den Gewichtsverhältnissen Vermahlungsprodukt CIV) : Alkanol (V) von 1 : 0,01 bis 1 : 1, vorzugsweise 1 : 0,03 bis 1 : 0,75 und Vermahlungsprodukt (IV) : Alkan (VI) von 1 : 1 bis 1 : 1 000, vorzugsweise 1 : 1 bis 1 : 100, zusammenbringt unter Bildung einer Suspension (VII) und das Ganze bei dauernder Durchmischung über eine Zeitspanne von 0,5 bis 60, vorzugsweise 1 bis 30, und insbesondere 1 bis 10, Minuten auf einer Temperatur von 0 bis 195, vorzugsweise 10 bis 1000C hält, und dann (1.3) - gegebenenfalls und vorteilhafterweise - in einer weiteren Stufe (1.3.1) die gemäß (1.2) erhaltene Suspension (VII) mit (1,3.2) einer Metallverbindung (VIII) der allgemeinen Formel Mt Gs-t Et, worin stehen Mt für die Metalle Aluminium bzw. Silicium, vorzugsweise Aluminium, G für einen C1- bis C12-Kohlenwasserstoffrest, vorzugsweise einen C1- bis C12-Alkylrest, und insbesondere einen C2- bis C8-Alkylrest, E für Chlor Brom, Wasserstoff bzw. einen Rest -OD, vorzugsweise Chlor bzw. Wasserstoff, D für einen C1 bis C12-Kohlenwasserstoffrest, vorzugsweise einen C1- bis C12-Alkylrest, und insbesondere einen C2- bis C8-Alkylrest, s für die Zahl der Wertigkeit des Metalls Mt und t für eine Zahl von (a) 0 bis s-1, vorzugsweise eine Zahl von 1 bis 2 wenn Mt Aluminium ist bzw. (b) 0 bis 4, vorzugsweise 1 bis 4, wenn Mt Silicium ist, unter Erhaltung des Zustandes einer Suspension solange versetzt, bis das Atomverhältnis Titan aus dem in der Suspension (VII) enthaltenen Feststoff : Metall aus der Metallverbindung (VIII) im Bereich von 1 : 0,5 bis 1 : 20, vorzugsweise von 1 : 1 bis 1 : 10 liegt; wobei das aus Stufe (1.2) bzw. (1.3) resultierende, in Suspension vorliegende festphasige Produkt die Titan enthaltende Xatalysatorkomponente (1) ist.
  • Zu der neuen Titan enthaltenden Katalysatorkomponente (1) ist das Folgende zu sagen: Ihre Herstellung erfolgt in zwei oder drei Stufen, die oben sowie nachstehend mit (1.1), (1.2) und (1.3) bezeichnet sind.
  • In Stufe (1.1) werden eine unter Normalbedingungen feste Titanverbindung (I) der oben definierten Art und eine bestimmte, in der oben definierten Weise erhaltene Halogenverbindung (II) trocken miteinander vermahlen unter Bildung eines festphasigen Vermahlungsprodukts (IV). In Stufe (1.2) wird letzteres mit einem bestimmten Alkanol (V) und einem bestimmen Alkan (VI) zusammengebracht unter Bildung einer Suspension (VII). In - der gegebenenfalls und vorteilhafterweise durchzuführenden - Stufe (1.3) wird die letztgenannte Suspension mit einer Metallverbindung (VIII) der oben definierten Art unter Erhaltung des Zustandes einer Suspension versetzt. Das aus den Stufen (1.2) bzw.
  • (1.3) resultierende, in Suspension vorliegende festphasige Produkt ist die neue Titan enthaltende Katalysatorkomponente (1).
  • Im einzelnen ist dazu das Folgende zu sagen: Stufe (1.1) Die Vermahlung in dieser Stufe ist mit keinen Besonderheiten verbunden und kann vom Fachmann ohne nähere Erläuterungen problemlos durchgeführt werden. Zu erwähnen ist allenfalls, daß sich als Mühlen insbesondere Kugelmühlen, vor allem Kugelschwingmühlen, eignen; im übrigen kann auf die eingangs bereits zitierte US-PS 3 941 760 verwiesen werden.
  • Stufe (1.2) Das Herstellen der Suspension in dieser Stufe ist ebenfalls mit keinen Schwierigkeiten verbunden und für den Fachmann ohne weiteres möglich. Zu erwähnen ist, daß sich als vorteilhaft herausgestellt hat, zunächst das Vermahlungsprodukt (IV) in dem Alkan (VI) zu suspendieren - so wie man üblicherweise suspendiert, z.B. in einem Rührgefäß - und zu der dabei erhaltenen Suspension dann den Alkohol (V) mit einer solchen Geschwindigkeit zuzugeben, daß örtliche Wärmestaus vermieden werden Stufe (1.3) Auch diese Stufe ist ohne Probleme durchführbar; zu beachten ist lediglich, daß die dabei ablaufende Reaktion exotherm ist und daher - ebenfalls zur Vermeidung örtlicher größerer Wärmestaus - die Metallverbindung (VIII) nicht schußweise in die Suspension (VII) eingebracht werden sollte.
  • Die aus den Stufen (1.2) bzw. (1.3) als suspendiertes festphasiges Produkt resultierende neue Titan enthaltende Katalysatorkomponente (1) kann unmittelbar in Form der jeweils erhaltenen Suspension - gegebenenfalls nach einer Wäsche durch Digerieren mit einem Alkan - als Titan enthaltende Katalysatorkomponente verwendet werden. Im allgemeinen ist es aber zweckmERig, das jeweilige festphasige Produkt zu isolieren und dann erst als Katalysatorkomponente (1) einzusetzen; - wobei sich zum Isolieren z.B. der folgende Weg anbietet: Man trennt das festphasige Produkt von der flUssigen Phase mittels Filtration und wäscht es mit reinem Alkan (etwa der Art, die man auch als Suspensionsmittel verwendet hatte), worauf man es trocknet, etwa im Vakuum.
  • Die neuen Titan enthaltenden Katalysatorkomponenten (1), d.h. die festphasigen Produkte (VI), lassen sich im Rahmen des eingangs geschilderten Polymerisationsverfahrens zum Herstellen der dort genannten Polymerisate so einsetzen, wie man üblicherweise die Titan enthaltenden Katalysatorkomponenten (1) bei der Polymerisation von Olefinen nach Ziegler einsetzt. Insoweit sind also keine Besonderheiten gegeben, und es kann auf die aus Literatur und Praxis wohlbekannten Einsatzweisen verwiesen werden. - Es ist lediglich noch zu sagen, daß die neue Katalysatorkomponente sich vornehmlich zum Herstellen von Homopolymerisaten des ethylens eignet und daß im Falle des Herstel lens von Copolymerisaten des ethylens mit höherenα-Monoolefinen oder des Herstellens von Homopolymerisaten von höheren5t-Monoolefinen vor allem Propen, Buten-1, 4-Methylpenten-1 und Hexen-1 als l-Monoolefine in Betracht kommen. Die Regelung der Molekulargewichte der Polymerisate kann in--einschlägig üblicher Weise erfolgen? insbesondere 'mittels Wasserstoff als Regulans.
  • Was die stoffliche Seite der neuen Titan enthaltenden Katalysatorkomponenten (1) betrifft, ist im einzelnen noch das Folgende zu sagen: Die in Stufe (1.1) einzusetzenden, unter Normalbedingungen festen Titanverbindungen (I) können z.B. sein Titantrichlorid als solches, oder ein Alkoxychlorid der Formel TiCl(OC3H7)3. Die demgegenüber zu bevorzugenden Mischchloride des dreiwertigen Titans mit der oben definierten Formel TiCl3 . Z tAlCl3) können insbesondere die bei Ziegler-Katalysatorsystemen üblichen sein, z.B. ein bei der Reduktion von Titantetrachlorid mittels Aluminium erhaltenes Reaktionsprodukt. Als besonders gut geeignet hat sich erwiesen, das Mischchlorid der Formel TiCl3 . AlCl3. - Die Titanverbindungen (I) können eingesetzt werden in Form von Einzelindividuen sowie Gemischen aus zwei oder mehr Einzelindividuen.
  • Die ebenfalls in Stufe (1.1) einzusetzenden Halogenverbindungen (II), deren Herstellung sowie Vorprodukte -also die Stoffe (III) mit der oben definierten Formel (MeII)6 . (MeIII)2 . (OH)16 . (CO3)1 . (H2O)4 - gehören zum bekannten Stand der Technik, wie er z.B. in der GB-PS 1 380 949 niedergelegt ist. In soweit erübrigen sich also nähere Erläuterungen. Zu bemerken ist jedoch, daß sich für den erfindungsgemäßen Zweck solche Stoffe (III) besonders eignen, in deren Formel MeII steht für Magnesium, Mangan oder Gemische aus einem oder beiden dieser Elemente mit untergeordneten Molmengen Zink, und MeI steht für Aluminium oder Gemische aus diesem Element mit untergeordneten bis gleichen ölmengen Chrom. Geeignete Stoffe (III) haben z.B. die Elementkombination (MgII)5.(CaII).(AlIII)2 oder (MnII)5.(CaII).(AlIII)2 und J vorzuziehende Stoffe (III) z.B. die Kombinationen (MgII)5.(ZnII).(AlIII)2, (MgII)4.(ZnII)2.(AlIII)2, (MnII)6.(AlII)2, (MnII)5(ZnII).(AlIII)2, (MnII)4.(ZnII)2.(AlIII)2, (MgII)6.(AlIII).(CrIII) oder (MnII)6.(AlIII).(CrIII). Der am besten geeignete Stoff (III) hat die Elementekombination (MnII)6.(AlIII)2. - Die Halogenverbindungen (II) können im Ubrigen eingesetzt werden in Form von Einzelindividuen oder Gemischen aus zwei oder mehr Einzelindividuen.
  • In Stufe (1.2) werden C1- bis C12-Alkanole (V) eingesetzt; namentliche Beispiele hierfür sind Methanol, Athanol, die Propanole sowie die Butanole; ferner n-Hexanol, 2-Athylhexanol, n-Octanol, n-Decanol und 2,7-Diäthyloctanol. Als besonders gut geeignet haben sich erwiesen, z.B. Methanol, äthanol, Isopropanol sowie n-Butanol. - Die Alkanole (V) können eingesetzt werden in Form von Einzelindividuen sowie Gemischen aus zwei oder mehr Einzelindividuen.
  • Ebenfalls in Stufe (1.2) werden eingesetzt C5- bis C12-Alkane (VI), z.B. Cyclopentan, Cyclohexan, n-Hexan, n-Heptan, 2-tthylhexan, n-Octan, n-Decan oder n-Dodecan. Zu bevorzugen sind die Hexane, Heptane und Oktane in Form von Isomerindividuen oder Isomermischungen. Besonders gut geeignet ist n-Heptan. - Auch die Alkane (VI) können im übrigen eingesetzt werden in Form von Einzelindividuen sowie Gemischen aus zwei oder mehr Einzelindividuen.
  • Die in Stufe (1.3) einzusetzenden Metallverbindungen (VIII) haben die oben definierte Formel Mt G s-t Et und können zweckmäßigerweise eine Verbindung aus den folgenden beiden Verbindungsklasse sein: Aluminiumverbindungen, wie sie repräsentiert werden durch die Formeln (Al(C2H5)3, Al(C2H5)2Cl, Al(C2H5)2Br, Al(C2H5)1,5Cl1,5, Al(C2H5)1,5Br1,5, Al(C2H5)Cl2, Al(C2H5)Br2, Al(C4H9)3, Al(C4H9)2Cl, Al(C4H9)Cl2, Al(C2H5)2H, Al(C4H9)2H, Al(C3H7)2(OC3H7) und Al(C2H5)1,5(OC2H5)1,5; - wovon besonders gut geeignet sind Al(C2H5)2Cl, Al(C2H5)1,5.Cl1,5, Al(C2H5)Cl2 sowie Al(C2H5)2H.
  • Siliciumverbindungen, wie sie repräsentiert werden durch die Formeln SiCl4, SiBr4, Si(CH3)2Cl2, Si(CH3)3Cl, SiHCl3, Si(C2H5)3H, Si(OC2H5)4 und Si(OC6H5)4; - wovon besonders gut geeignet sind SiCl4, Si(CH3)3Cl, Si(C2H5)Cl sowie Si(C2H5) 3H.
  • Die Metallverbindungen (VIII) können eingesetzt werden in Form von Einzelindividuen sowie Gemischen aus zwei oder mehr Einzelindividuen.
  • Der Vorteil bei der Mitverwendung der Metallverbindungen (VIII), d.h. bei der Durchführung der Stufe (1.3), liegt im allgemeinen darin, daß die Produktivität der Katalysatorsysteme (bezogen auf Titan) erhöht ist und die Polymerisate in besonders festem Korn erhalten werden können.
  • Abschließend ist noch zu bemerken, daß die erfindungsgemäßen Titan enthaltenden Katalysatorkomponenten (1) empfindlich gegen hydrolytische sowie oxidative Einflüsse sind.
  • Insoweit sollte man beim Umgang mit diesen Substanzen also die für Ziegler-Katalysatoren einschlägig üblichen Vorsichtsmaßnahmen treffen (z.B. Feuchtigkeitsausschluß, Inertgasatomosphäre).
  • Beispiel 1 , a) Herstellen der Titan enthaltenden Katalysatorkomponente Erste Stufe Ein handelsübliches Mischchlorid (I) des dreiwertigen Titans mit der Formel TiC13.0,33 AlCl3 und eine Halogenverbindung (II), die erhalten worden ist durch ein 8 Stunden dauerndes Heißhalten auf einer Temperatur von 1600C und anschließendes Chlorieren mittels Phosgen bei einer Temperatur von 3300C bis zu einem Chlorgehalt des Materials von 66 Gewichtsprozent aus einem Stoff (III) der Formel Mg6.Al2.(OH)16.(CO3)1.(H2O)4 werden im Gewichtsverhältnis Titanverbindung CI) : Halogenverbindung (II) von 1 : 9 über eine Zeitspanne von 15 Stunden unter einer Mahlbeschleunigung von 5 m/s2 trocken miteinander vermahlen (in einer üblichen Kugelmühle) unter Bildung eines festphasigen Zwischenprodukts (IV).
  • Zweite Stufe 1 Gewichtsteil des aus der ersten Stufe erhaltenen Zwischenprodukts (IV), 0,26 Gewichtsteile Äthanol (V) und 20 Gewichtsteile n-Heptan (VI) werden derart zusammengebracht, daß man zunächst das Zwischenprodukt im n-Heptan suspendiert und dann innerhalb von 5 Minuten das Äthanol zur Suspension gibt. Das Ganze (= Suspension VII) wird daraufhin unter kräftigem Rühren über eine Zeitspanne von 5 Minuten auf einer Temperatur von 25 0C gehalten.
  • L Dritte Stufe Sie entfällt.
  • Das aus der zweiten Stufe resultierende, in Suspension vorliegende festphasige Produkt, d.h. die gewUnschte Titan enthaltende Katalysatorkomponente, wird isoliert durch Absaugen, Waschen mit n-Heptan und Trocknen bei 250C unter vermindertem Druck; der Titangehalt beträgt 2,37 Gewichts.prozent, der Chlorgehalt 52,6 Gewichtsprozent.
  • b) Polymerisation mittels der Titan enthaltenden Katalysatorkomponente.
  • In einem Rührautoklaven - der damit zur Hälfte seines Fassungsvermögens gefüllt ist - werden 4 500 Gewichtsteile Isobutan vorgelegt; daraufhin fUgt man 0,2 Gewichtsteile der erfindungsgemäßen Katalysatorkomponente (in Form einer 15 Gew.% Feststoff enthaltenden Suspension in n-Heptan) sowie 2,5 Gewichtsteile Triäthylaluminium zu. Sodann wird unter Rühren und bei den -jeweils durch Regelung konstant gehaltenen - Parametern : Äthylendruck = 15 bar, Wasserstoffdruck (zur Molekulargewichtsregelung) = 5 bar, Temperatur = 100°C, über eine Zeitspanne von 2 Stunden polymerisiert, wonach die Polymerisation durch Entspannen des Autoklaven abgebrochen wird.
  • Nähere Angaben zu dem erhaltenen Polymerisat finden sich in der unten stehenden Tabelle.
  • beispiel 2 a) Herstellen der Titan enthaltenden Katalysatorkomponente Erste Stufe Sie erfolgt wie in Beispiel 1 Zweite Stufe 1 Gewichtsteil des aus der ersten Stufe erhaltenen Zwischenprodukts (IV), 0>23 Gewichtsteile Äthanol (V) und 6 Gewichtsteile n-Heptan (VI) werden derart zusammengebracht> daß man zunächst das Zwischenprodukt im n-Heptan suspendiert und dann innerhalb von 20 Minuten das Äthanol zur Suspension gibt. Das Ganze (= Suspension VII) wird daraufhin unter kräftigem Rühren über eine Zeitspanne von 5 Minuten auf einer Temperatur von 25°C gehalten.
  • Dritte Stufe Die aus der zweiten Stufe erhaltene Suspension (VII) wird auf eine Temperatur von 500C gebracht und bei dieser Temperatur mit Siliziumtetrachlorid unter Erhaltung des Zustandes einer Suspension solange langsam (15 Minuten) versetzt, bis das Atomverhältnis Titan aus dem in der Suspension (VII) enthaltenen Feststoff : Silizium 1 : 4,7 beträgt. Anschließend wird das Ganze bei einer Temperatur von 750C noch eine weitere Stunde gerührt.
  • Das aus der dritten Stufe resultierende, in Suspension vorliegende festphasige Produkt, d .h. die gewünschte Titan enthaltende Katalysatorkomponente, wird isoliert durch Absaugen, Waschen mit n-Heptan und Trocknen bei' 250C unter vermindertem Druck; der Titangehalt beträgt 0,96 Gewichtsprozent, der Chlorgehalt 56,4 Gewichtsprozent und der Siliziumgehalt 2,63 Gewichtsprozent.
  • b) Polymerisation mittels der Titan enthaltenden Katalysatorkomponente.
  • Sie erfolgt unter identischen Bedingungen, wie in Beispiel 1, jedoch unter Verwendung der aus der dritten Stufe erhaltenen Katalysatorkomponente.
  • Nähere Angaben zu dem dabei erhaltenen Polymerisat finden sich ebenfalls in der unten stehenden Tabellen Vergle'iehsversuch A Herstellen der Titan enthaltenden Katalysatorkomponente Erste Stufe Sie erfolgt in Idendität zu Beispiel 1.
  • Zweite und dritte Stufe Sie entfallen beide.
  • b) Polymerisation mittels der Titan enthaltenden Katalysatorkomponente.
  • Sie erfolgt unter identischen Bedingungen wie in Beispiel 1, jedoch unter Verwendung der aus der ersten Stufe erhaltenen Katalysatorkomponente (= Zwischenprodukt IV).
  • Nähere Angaben zu dem dabei erhaltenen Polymerisat finden -sich wiederum in der unten stehenden Tabelle.
  • In der Tabelle bedeuten: PE = Ausbeute an Polyäthylen in Gewichtsteilen PE/Kk = Produktivität in Gewichtsteilen Polyäthylen pro Gewichtsteil erfindungsgemäßer Katalysatorkomponente PE/Ti = Produktivität in Gewichtsteilen Polyäthylen pro Gewichtsteil Titan in der erfindungsgemäßen Katalys atorkomponente Sch = Schüttgewicht in gil MI = Schmelzindex Mi2906 (g/10 Min) %<0,1 = Anteil an Polyäthylen-Partikeln in Gewichtsprozent mit einem Teilchendurchmesser von kleiner 0,1 mm (Feinstkornanteile).
  • Beispiel PE PE/Kk PE/Ti Sch MI % 0,1 bzw.
  • Vgl.-Vers.
  • 1 2 650 13 300 560 000 280 4,5 0,7 2 2 470 12 400 1 290 000 370 3,2 0,1 A 2 490 12 500 500 000 270 0,5 5,6

Claims (1)

  1. Tatentanspruch Verfahren zum Herstellen einer Titan enthaltenden Katalysatorkomponente (1) für Ziegler-Katalysator-systeme, wobei man (1.1) zum Herstellen der Katalysatorkomponente (1) (1.1.1) eine unter Normalbedingungen feste Titanverbindung (I) aus der Reihe der Chloride, Oxychloride bzw. Alkoxychloride des drei- bzw. vierwertigen Titans, wobei die Alkoxygruppen jeweils bis zu 8 Kohlenstoffatome aufweisen können, oder der Mischchloride des dreiwertigen Titans mit der Formel TiC13 . Z (A1C13), wobei Z eine Zahl von weniger als 0,5 ist, und (1.1.2) eine Halogenverbindung (II), die erhalten worden ist durch ein 1 bis 100 Stunden dauerndes Heißhalten auf einer Temperatur von 150 bis 6000C und anschließendes Chlorieren bis zu einem Chlorgehalt des Materials von 40 bis 76 Gewichtsprozent, aus einem Stoff (III) der allgemeinen Formel (MeII)6.(MeIII)2.(OH)16.(co3)1.(H2O)4 worin stehen MeII für Magnesium, Calcium, Zink bzw. Mangan und MeIII fUr Aluminium bzw Chrom, im Gewichtsverhältnis Titanverbindung (I) : Halt; genverbindung (II) von 1 : 200 bis 1 : 2 über eine Zeitspanne von 5 bis 100 Stunden unter einer Mahlbeschleunigung von 4 bis 6 m/s2 trocken miteinander vermahlt unter Bildung eines festphasigen Vermahlungsprodukts (IV), dadurch gekennzeichnet, daß man beim Herstellen der Katalysatorkomponente (1) (1.2) in einer zusätzlichen Stufe (1.2.1) das gemäß (1.1) erhaltene Vermahlungsprodukt (IV), (1.2.2) ein C1- bis C12-Alkanol (V) und (1.2.3) ein C5- bis C12-Alkan (VI) in den Gewichtsverhältnissen Vermahlungsprodukt (IV) : Alkanol (V) von 1 : 0,01 bis 1 : 1 und Vermahlungsprodukt (IV) : Alkan (VI) von 1 : 1 bis 1 : 1 000 zusammenbringt unter Bildung einer Suspension (VII) und das Ganze bei dauernder Durchmischung über eine Zeitspanne von 0,5 bis 60 Minuten auf einer Temperatur von 0 bis 195 0C hält und dann (1.3) - gegebenenfalls - in einer weiteren Stufe (1.3.1) die gemäß (1.2) erhaltene Suspension (VII) mit (1,3.2) einer Metallverbindung (VIII) der allgemeinen Formel Mt Gs,tEt worin stehen Mt für die Metalle Aluminium bzw. Silicium, G für einen C1- bis C12-Kohlenwasserstoffrest, E für Chlor, Brom, Wasserstoff bzw. einen Rest -OD, D für einen C1- bis C12-Kohlenwasserstoffrest, 8 für die Zahl der Wertigkeit des Metalls Mt und t für eine Zahl von (a) 0 bis s-1, wenn Mt Aluminium ist bzw. (b) O bis 4, wenn Mt Silicium ist, unter Erhaltung des Zustandes einer Suspension solange versetzt, bis das Atomverhältnis Titan aus dem in der Suspension (VII) enthaltenen Feststoff Metall aus der Metallverbindung (VIII) im Bereich von 1 : 0,5 bis 1 : 20 liegt; wobei das aus Stufe (1.2) bzw. (1.3) resultierende, in Suspension vorliegende festphasige Produkt die Titan enthaltende Katalysatorkomponente (1) ist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0107967A1 (de) * 1982-10-25 1984-05-09 Mitsui Petrochemical Industries, Ltd. Katalysatorzusammensetzung für die Anwendung in der Polymerisation oder Copolymerisation von Olefinen

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EP0107967A1 (de) * 1982-10-25 1984-05-09 Mitsui Petrochemical Industries, Ltd. Katalysatorzusammensetzung für die Anwendung in der Polymerisation oder Copolymerisation von Olefinen

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