DE2913489A1 - Ski, insbesondere rennski - Google Patents
Ski, insbesondere rennskiInfo
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Description
-Tf-
Ski, insbesondere Rennski
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Ski, insbesondere Rennski,
auf dessen oberen Skispitzenfläche ein windschnittiger Form~
körper vorgesehen ist.
Es ist ein Ski bekannt geworden, dessen Spitzenformwiderstand durch einen auf der oberen Fläche der Spitze angeordneten Körper
aerodynamisch verbessert wird. Dadurch kann der Form—Wiederstandskoeffizient
nach dortigen Angaben um ungefähr 5O% vermindert werden. Der nur auf der oberen Skispitzenfläche vorge^·
sehene aerodynamische Körper kann dabei hohl sein und aus Kunststoffmaterial bestehen. (CH-PS 573 256).
Wie Fig. 4 dieser Vorveröffentlichung zeigt, bringt der Formkörper
eine relative Widerstandsverminderung von ca. 40% bei
Geschwindigkeiten von ca. lOOkm/h. Diese Verringerung ist beim
heutigen Ski-Rennsport, insbesondere bei Abfahrtsrennen, bezogen
auf die nach hundertstel Sek. bemessenen Unterschiede in der Rangreihenfolge der ersten Plätze ungenügend. Die vorliegende
Erfindung bezweckt daher die Schaffung einer derartigen Verkleidung,
welche den Widerstand mindestens um 6O% des ohne Verkleidung
bestehenden Wertes verringert, wobei speziell darauf zu achten ist, dass ein derartiger Ski Führungs-Eigenschaften
aufweist, welche denen von Skiern ohne Verkleidung gleich oder annähernd gleich sind.
Diese Aufgabe löst ein Ski, wenn er gemäss dem kennzeichnenden Wortlaut des Anspruchs 1 ausgebildet ist.
909845/0697
Äusführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes werden anschliessend
anhand einer Zeichnung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 den Vorderteil eines Skis in Ansicht von seitlich oben rechts.
Fig. 2 eine Ansicht des gleichen Skis von links oben.
Fig. 3 eine Ansicht der verkleideten Skispitze von links unten.
Fig. 4 eine Ansicht der verkleideten Spitze von rechts unten Fig. 5 einen mittigen Längsschnitt durch eine Skispitze
analog den Fig. 1 bis 4, in schematischer Darstellung.
Fig. 6 eine Ansicht auf die Skispitze nach Fig. 5 von der Bindungsseite her.
Fig. 7 eine Ansicht auf die Skispitze nach Fig. 5,von vorne.
Fig. 8 eine Ansicht auf die Skispitze nach Fig. 5 von unten.
Fig. 9 eine Seitenansicht einer weiteren Ausführung einer Verkleidung einer Skispitze.
Fig.10 eine Ansicht analog Fig. 6 auf die Skispitze nach
Fig. 9.
Fig.11 eine Ansicht der Skispitze nach Fig. 9, von vorne.
Fig.12 eine Ansicht der Skispitze nach Fig. 9, von unten.
03845/069?
Pig. 13 ein Geschwindigkeits-Form-Widerstands-Diagramm mit je einer Kurve für einen Normalski und einen Ski mit
aerodynamischer Verkleidung, analog den Fig. 1 bis 4, gemessen im Windkanal des aerodynamischen Institutes
der ETH Zürich.
Die Verkleidung einer Skispitze, wie diese in den Fig. 1 bis
dargestellt ist und welche die in Fig. 13 eingetragene Form-Widerstandskurve ergab, zeigt eine obere Skifläche 1 mit einem,
z.B. eine normale Skispitze einkleidenden, Formkörper 2, dessen Kopfteil 4 die Form des Kopfes einer Sing-Drossel oder
eines gemeinen Delphins aufweist. Der Formkörper 2 weist eine obere Form-Körperfläche 5 auf sowie in den Fig. 1 und 2 dargestellte
Seitenflächen 7 und 8, die in einem Grat 10 zusammenlaufen.
Der Grat 10 kann mehr oder weniger abgerundet sein, wobei aus Gründen der Gefahr eine minimale Abrundung vorhanden sein
muss. Die beiden Seitenflächen 7 und 8 gehen ebenfalls in einer mehr oder weniger ausgeprägten Rundung in die obere Formkörperfläche
5 über. Wie in den Fig. 3 und 4 ersichtlich, läuft die Skilauffläche 12 im Bereich der Skispitze in die Form eines unteren
Dreieckes 11 aus, wobei diese Dreiecksfläche aber nach oben aus dem tragenden Teil der Lauffläche 12 ausgebogen ist, um
dem Ski die nötige Seitenführung zu geben. Die Seitenflächen sind mindestens in Teilen konkav ausgebildet.
Der Aufbau des Skivorderteils in den rein schematischen Darstellungen
der Fig. 5 bis 8 zeigt eine, dem Aufbau gemäss den Fig. 1 bis 4 ähnliche Ausführung. Es ist hier vorgesehen,
eine Knautschzone 14 zu verwirklichen, welche durch entsprechende Materialwahl sowie durch Ausbildung eines Hohlraumes
15 entsteht. Dabei ist wie bei der Ausführung Fig. 1 bis 4 selbstverständlich, dass die Oberflächen des Formkörpers 2
aalglatt ausgebildet sein müssen, damit auch der Oberflächenreibungsanteil bei den hohen Geschwindigkeiten möglichst
nicht ins Gewicht fällt.
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Die Stahlkanten an den Skilaufflächen laufen entlang den beiden
Sexten der dreieck---ähnlichen Fläche 11. Sie treffen sich
im Grat 10, der ebenfalls ganz oder teilweise aus Metall besteht. Es kann aber auch die Basis dieser Fläche 11 aus Metall
bestehen.
Eine weitere Äusführungsmöglichkeit zeigen die Fig. 9 bis 12, wo in seinem vorderen Teil ein die Skispitze verkleidender
Formkörper 18 wie eine Radarnase 19 ausgebildet ist. Zusätzlich ist in der Längssynunetriebene des Formkörpers 18 eine
Stabilisierungslamelle 21 vorgesehen, welche ur.i einen Schwenkbolzen
22 verschwenkt werden kann, wie dies Fig. 9 andeutet. Dadurch können die Führungseigenschaften des Skis geändert werden.
Im übrigen sind die Eigenschaften einer derartigen Verkleidung ähnlich, wie die im Windkanal gemäss Fig. 13 gemessenen.
Aus den beiden Kurven, die obere für einen Normalski die untere für einen gemäss den Fig. 1 bis 4 verkleideten Ski,
ergeben sich bei Geschwindigkeiten von 30 m/Sek. Widerstandsverhältnisse von 13 : 64, was einer Verringerung des Widerstandes
eines Normalskis um ca. 80 % bedeutet.
Die Auswertung der Versuche im Windkanal haben ergeben, dass der Widerstandsbeiwert eines Normalskis mit c "^ 1,02 und derjenige
eines verkleideten Skis mit c. ~0.23 gemessen wurde;
2 dabei waren die Frontflächen für beide Skis 0,012 m . Diese Werte waren im Geschwindigkeitsbereich von 10 bis 40 m/Sek.
konstant. Durch gesonderte Ausmessung der Widerstandsbeiwerte der Halterung der Skis im Windkanal, konnten die Widerstände
dieser Halterung eliminiert werden.
Die Widerstandsmessungen in Abhängigkeit des Anströmwinkels zeigten, dass bei Auslenkungen ran + 3 aus der geometrischen
Null-Anströmrichtung Widerstandszunahmen von weniger als 10 %
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auftraten, wobei der Widerstandsverlauf bei der Null-Anströmrichtung
ein flaches Minimum durchläuft.
Die Widerstandsbeiwerte c sollen 0.20-c - 0,4 sein, um die
w w
beabsichtigte Wirkung zu haben, bzw. höchstens einen Drittel des Wertes ohne Verkleidung betragen.
Wenn auch diese Skiverkleidung eine beträchtliche Widerstandsverminderung
mit sich bringt, so ist deren Einfluss in Zusammenhang mit dem Luftwiderstand eines Skifahrers zu beurteilen,
d.h. als einen Summanden in der Summe aller auftretenden Fahrtwiderstände.
Die Form der Verkleidung hat natürlich auch im Lichte des Umfallschutzes
zu erfolgen, wozu sich der erläuterte Aufbau vorzüglich eignet. Obschon es grundsätzlich möglich ist, für die
Verkleidung Metall zu verwenden, ist es doch insbesondere vorteilhaft, .gummielastische Kunststoffe, wie Schaumgummi, Gummi,
Polyester u.dgl. anzuwenden und zwar in Hohlform oder als ausgefüllten Körper. Es ist auch möglich, verschiedene Materialien
miteinander zu kombinieren. Bei neuen Skis kann die Verkleidung
gleichzeitig mit der Herstellung des Skis, gegebenenfalls als Teil dieses Skis, erfolgen. Es ist aber auch möglich, an fertigen
Skis diese Verkleidung aufzustecken, mit einer speziellen
Verriegelung zum Abnenmen auszurüsten oder sie aufzuschrauben.
Ferner ist es möglich, bei der Ausführung gemäss den Fig. 5 bis 8 den vorgesehenen Hohlraum zum Einbringen einer Diebstahlalarmeinrichtung
mit Glocke, Horn oder Funk auszurüsten. Ein derartiges Funksystem kann auch bei Lawxnenverschuttungen oder
anderen Unfällen zweckdienlich sein. Es ist aber auch möglich, einen derartigen Hohlraum auszuschäumen, mit Flüssigkeit oder
einem anderen Medium anzufüllen.
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Die Spitze eines Skis, insbesondere eines P.onnskis, ist windschnittig
ausgebildet. .Sie v/eist einen auf <ior oberen Fläche
der Skispitze angeordneten Formkörper auf. Die Lauffläche
des Skis läuft in eine Spitze aus, welche in it der entstandenen
Dreieck ähnlichen Fläche nach vorn oben aus der Lauffläche ausgebogen ist, um die FührunqsKtabi1itat des Skis
zu erhalten. Die Dreiocksflache geht in ein^n, ;:. B. abgerundeten,
luf ttei 1 enden Grat üi.or. Die? Ski spit ze ist irr
Längsschnitt Drossolkopf oder Dolph j nk<
.pf föripiq ausgebildet.
Der Grat geht sei {.lieh in konkave· !'lachen über, die
ihrerseits über eine Abrundung in di<:- obere. Fl/ichf? des
Formkörpers übergehen. Der Gral weist in seiner, Verlauf
bezüglich der Mi i te] läng;;eb<<i;e d<
^ Ski:; ciiF.'n Ktridopunki
auf.
(IM ,·. 'j)
9 - 9 8 ίS / O f λΐ
BAD ORtGiHAL
Claims (10)
- ■■/-Ii 60. 32 D 12313489Peter Hochstrasser, Alpenblickstraße H3 CH-863Q Rüti/SchweizPatentansprücheClJ Ski, insbesondere Rennski, auf dessen oberer Skispitzenfläche ein windschnittiger Formkörper vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Skispitze zwei in der Skilängsmittelebene sich in einem luftteilenden Grat treffende Seitenverkleidungsflächen aufweist, wobei der Grat in eine dreieckähnliche, aus der Skilauffläche aufgebogene Fläche übergeht.
- 2. Ski nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die Berandung der zwei symmetrischen Seiten der dreieckähnlichen Fläche und gegebenenfalls mindestens ein Teil des Grates aus Metall bestehen.
- 3. Ski nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Skispitze im Längsschnitt drosselkopf- oder delphinkopfförinig ausgebildet ist.
- 4. Ski nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grat seitlich in mindestens teilweise konkave Seitenflächen übergeht, die ihrerseits über eine Abrundung in die obere Fläche des Formkörpers übergehen.
- 5. Ski nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der z.B. abgerundete Grat in seinem Verlauf bezüglich der Mittellängsebene des Skis einen Wendepunkt aufweist.
- 6. Ski nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Skispitze radarnasenartig ausgebildet ist.909845/0697-S-2313489
- 7. Ski, insbesondere Rennski, gekennzeichnet durch eine luftschnittige Verkleidung, die zumindest bei Geschwindigkeiten von ungefähr 30 m/sec. einen Forinwiders tandsbeiwert von höchstens einem Drittel des Wertes ohne Verkleidung aufweist.
- 8. Ski, nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Formwider standsbeiwert O,2<c ^O, 4, insbesondere c -vO,2 3 beträgt.w w
- 9. Ski, nach Anspruch 7 oder nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Formwiderstandsbeiwert von 10 m/sec bis zu ungefähr 40 m/sec ungefähr konstant ist.
- 10. Skispitzenach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass diese auf die Spitze eines Skis aufsteckbar ist.2.11.78/ly909845/0697
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