DE2912789C2 - Plattenband - Google Patents
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Description
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Die Erfindung betrifft ein Plattenband zum Transport von hartem und/oder abrasivem Schüttgut wie Metallspäne, dessen Plauenglieder jeweils eine im wesentli-
chen ebene Tragplatte mit seitlich hochragenden Endwangen und vorderen und hinteren Bandösen bzw.
Gelenkrohren aufweisen, die an benachbarten Plattengliedern scharnierartig ineinandergreifen und eine
gemeinsame Gelenkachse umschließen.
Bei einem bekannten Plattenband dieser Art sind die abgeschweißten Endwangen auf jeder Seite soweit
gleichsinnig schräggestellt, daß sie bei einer bestimmten Biegestellung des Bandes aneinander zur Anlage
kommen. Meist begnügt man sich damit, eine Abdichtung beim Geradlauf zu erzielen, wobei diese seitliche
Abdichtung beim Lauf über Gelenkrollen vorübergehend geöffnet wird. Dies schließt dann ein gegensinniges Durchbiegen aus und beschränkt die Anwendung
erheblich. Will man auch beim Geradauslauf einen Zwischenabstand vorsehen, so ist beim Normalbetrieb
ständig mit dem Eindringen von Schüttgut zwischen die Endwangen zu rechnen. Eine zuverlässige Abschirmung
kann auf diese Weise jedenfalls nicht erzielt werden.
Bessere Abdichtungen werden erzielt, wenn man die Endwangen parallel zueinander führt, so daß sich dicht
zwischen ihnen unmittelbar keine Änderung der Spaltweite ergibt (US-PS 29 22 513, 29 50 000,
29 50 100). Dabei sind jedoch am einen Plattenglied di]
Endwangen jeweils innen und an den benachbarte! Plattengliedern außen angebracht Dadurch verände
sich die lichte Weite zwischen den Endwangen jedem Übergang von einem auf das andere Pbttengli
um die doppelte Dicke der Endwangen. Beim Ablenke des Bandes um waagerechte Achsen wird daher dej
Aufnahmeraum zwischen äußeren Endwangen durcl das aufeinanderfolgende Aus- und Einschwenken d
inneren Endwangen benachbarter Plattenglieder ku zeitig verändert. Das dort befindliche Gut wird dahej
einer Stauchbelastung ausgesetzt, was oftmals eim erhebliche Qualitätsminderung zur Folge hat Durch dei
dort auftretenden Quetscheffekt wird vor allem trockenem Gut der Pulveranteil vergrößert was siel
einmal unmittelbar durch Vergrößerung des Transport) Verlustes und zum anderen durch Steigerung de;
Verschleißes an den gleitenden Flächen auswirkt
Die Erfindung verfolgt dagegen die Aufgabe, ei Plattenband der eingangs geschilderten Gattung so
gestalten, daß die Stauchwirkungen im Bereich de Endplatten und damit Qualitätsminderungen des Tran;
portgutes und die Gefahr des Eindringens vo pulverförmigem, abrasivem Gut zwischen aneinandei
gleitenden Teilen des Plattenbandes vermindert wet den.
Zur Lösung dieser Aufgabe werden erfindungsgemä
die Plattenglieder um eine Wangendicke abwechseln nach rechts und links zueinander versetzt angebrach
Dadurch wird die lichte Weite zwischen den seitliche Endwangen der Plattenglieder auf der ganzen Bandlär
ge vergleichmäßigt Auf diese Weise lassen sich zwa Staucheffekte nicht völlig vermeiden, aber die Verei
gung des Seitenraumes kann nur abwechselnd links un rechts auftreten. Der Gutstrom verlagert sich dadurc
als Ganzes um die einfache Wangendicke abwechseln nach rechts und links, was eine wesentliche Minderun
der mechanischen Beanspruchung und eine verbessert Konservierung der Qualität des Fördergutes und b«
dem harten und/oder abrasiven Schüttgut eine Minde rung des Verschleißes der Kettenglieder zur Folge ha
Durch die DE-OS 28 32 392 sind zwar aus einzelne Modul-Bausteinen zusammengesetzte Gliederkette
bekannt, deren Kettenglieder um eine Teilungseinhe abwechselnd rechts und links versetzt aneinandergefüg
sind, aber dabei handelt es sich um gitterförmig Kettenglieder, die einstückig durch Längs- und Querste
ge gebildet sind, wobei die Enden der zahlreiche Längsstege an den Gelenken kammartig ineinandei
greifen. Dort ist zudem die seitliche Versetzun benachbarter Kettenglieder wesentlich größer als dt
Dicke der äußeren Verbindungsabschnitte. Auf dies Weise ist weder ein Transport von Schüttgüter
möglich, noch sind Endwanger, vorhanden, die abdiel·
tend aneinandergefügt werden.
Bei einer ersten erfindungsgemäßen Ausführung sin bei aufeinanderfolgenden Bandgliedern die Stirnfläche
des bzw. der vorderen und hinteren Bandösen bzv Gelenkrohre abwechselnd zueinander nach links ode
rechts versetzt angebracht. Man muß also zwei um di Versetzung voneinander abweichende Plattengliede
abwechselnd aneinanderschließen.
Bei einer anderen Ausführungsform wird der Abstam
zwischen den äußeren Gelenkrohren jeweils um di Wangendicke größer als die Länge der mittlerei
Bandöse, und es werden Gelenkringe mit Wangendicki abwechselnd links und rechts zwischen die Gelenkrohr!
eingefügt. Dabei lassen sich identische Plattengliede
verwenden, aber es muß ein drittes Stirnflächenpaar
abgedichtet werden. Wenn man jedoch als Gelenkring einen in axialer Richtung begrenzt federnden Zwischenring
verwendet, dann wird an allen diesen drei Stirnflächenpaaren sin axialer Anlagedruck erzeugt
Für die Abdichtung ist es nun wichtig, daß die Außenfläche des Gelenkringes auch unter Verformung
möglichst exakt ihre Zylinderform beibehält. Es kann sich daher empfehlen, einen massiven Zwischenring aus
verschleißfestem Werkstoff zu verwenden, der nur ]0
wenig Obermaß hinsichtlich seiner Dicke hat, sich aber
mehrfach stärker dehnt als Stahl
Die Endwangen, die hier die seitliche Abdichtung übernehmen, werden zweckmäßigerweise durch Abbiegen
einstückig an die Tragplatte angeformt Normaler- , weise wird eine durchgehende Tragplatte mit beiden
Endwangen einstückig ausgebildet Es können aber auch zwei Hälften einer Tragplatte mit jeweils einer
angeformten Endwange zusammengeschweißt werden.
Die Endwangen werden zweckmäßigerweise nach außen um wenigstens 50% des Abstandes zwischen
benachbarten Bandgelenken verbreitert Auch wenn ihre Höhe sich dem Gelenkabstand annähert, können
auf diese Weise noch Biegungen von bis zu 60° in beiden Richtungen zugelassen werden, ohne daß die Randabdichtung
wesentlich beeinträchtigt w:i d.
Die Erfindung ist im folgenden anhand zweier Ausführungsbeispiele mit Bezug auf die Zeichnung
näher erläutert. In dieser zeigen
F i g. 1 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Plattenbandes beim Transport von
Metallspänen von einem Zuführband zu einem fahrbaren Sammelbehälter,
F i g. 2 einen Schnitt durch dieses Plattenband nach derÜniell/HinFig. 1,
Fig.3 einen Teilschnitt nach der Linie 1II/III in Fig. 2,
Fig.4 eine vergrößerte Teilansicht des hier eingesetzten
Plattenbandes von oben gesehen,
F i g. 5 zwei in Transportrichtung auseinandergezogen dargestellte Plattenglieder aus F i g. 4,
Fig.6 einen Schnitt durch ein solches Plattenglied
nach der Linie VI/VI in F i g. 5 und
F i g. 7 eine der F i g. 4 entsprechende Darstellung
eines abgewandelten Plattenbandes mi; Zwischenringen und ohne seitliche Antriebsketten.
Nach der Übersichtsdarstellung in F i g. 1 dient ein Plattenband 1 zum Transport von durch einen
Zuführförderer 2 von einer oder mehreren spanabhebenden Maschinen zugeführten Metallspänen 3 in einen
Sammelbehälter 4, der beispielsweise auf Rädern verfahrbar ist oder durch gesonderte Fördermittel
umgesetzt bzw. weitertransportiert werden kann. Das durchweg in einem kastenförmigen Gehäuse 6 angebrachte
Plattenband 1 hat einen auf einer Arbeitsfläche 5 liegenden Aufnahmeteil 11, einen um etwa 45°
geneigten Hochförderteil 12 und einen kurzen waagerechten Abgabeteil 13.
Das Gehäuse 6 muß wenigstens unterhalb der Abwurfstelle vom Zuführförderer 2 oberscitig und über
der Abwurfstelle unterseitig geöffnet sein. Als zweckmäßig hat es sich erwiesen, die ganze Oberseite
freiliegen zu lassen und lediglich an einer Seitenwand 7 eine schwenkbare Abdeckhaube 8 anzubringen. An
jeder der beiden Ablenkstellen 9, 10 muß eines der ,5 beiden Bandtrume positiv, d. h. nach innen, und das
andere negativ, d. h. nach außen um etwa 45° gebogen u/ργΗρπ
Das Plattenband 1 weist nach den Darstellungen der F i g. 4 bis 6 zwei jeweils abwechselnd aneinandergefügte
Plattenglieder 14 und 15 auf. Beide Plattenglieder bestehen aus identischen Teilen, nämlich einer rechteckförmigen
Tragplatte 16 mit an beiden Enden durch rechtwinkliges Abbiegen einstückig angeformten und
sich ic Förderrichtung, d. h. senkrecht zur Längsrichtung
der Tragplatten erstreckenden Endwangen 17. Am vorderen Längsrand eines jeden Plattengliedes 14,15 ist
zentrisch zur Ebene der Tragplatte 16 etwa mittig ein Gelenkrohr 18 angeschweißt dem zwei kürzere
Gelenkrohre 19, 20 des jeweils anderen Plattengliedes zugeordnet sind. Die kürzeren Gelenkrohre 19,20 sind
außen am hinteren Längsrand eines jeden Plattengliedes 14,15 angeschweißt
Alle drei Gelenkrohre 18, 19, 20 bestehen aus nahtlosem Stahlrohr, das innen und außen verhältnismäßig
«nge Durchmessertoleranzen hat und dadurch mit einem Lagerspiel Gelenkachsen 24 aufnehmen kann.
Die Stirnflächen 21 der Gelenkrohre 18, 19, 20 sind genau senkrecht zu ihrer Achsenlinie 22 angebracht und
feinbearbeitet
Nun sind die Endwangen 17 außen um ca. 60% breiter als der Abstand zwischen benachbarten Gelenken. Die
lotrecht in Förderrichtung hochragenden Endwangen benachbarter Plattenglieder überdecken sich also und
müssen abwechselnd um die Wangendicke s nach rechts oder links versetzt angeordnet werden.
Geht man davon aus, daß die Stirnflächen 21 in einer Ebene hintereinanderliegen sollen, dann müssen die
rechts in Fig. 5 liegenden Stirnflächen 21 des Plattengliedes 14 jeweils einen um s größeren Abstand
von der benachbarten Endwange haben als beim Plattenglied 15, links ist es umgekehrt. Für die
Gelenkrohre 20 ist daher die Länge a angesetzt worden, für die Gelenkrohre 19 die Länge a — s. Bei einer Länge
b des vorderen Gelenkrohres 18 ergibt sich dann eine gesamte lichte Weite w zwischen den Endwangen von
2a + b — s. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß ganze Plattenglieder mit ihren Endwangen abwechselnd
jeweils um die Wangendicke $ nach links und rechts versetzt zu liegen kommen und daher die Wangen
abdichtend mit unveränderter Spaltweite aneinander gleiten.
Die Gelenkrohre 18 bis 20 sind jeweils durch drei bzw. zwei kurze Schweißnähte oder Schweißpunkte 23, die
möglichst auf beiden Seiten anzubringen sind, aneinander festgelegt und durch Schrumpfen der Schweißnähte
gegeneinander verspannt. Ausrichten und Heften erfolgen in einer einfachen Vorrichtung mit großer
Genauigkeit. Durch das Schrumpfen wird die Achsenlinie 22 näher zur Längsfläche der Tragplatte 16
hingerückt als dies dem Außenradius eines Gelenkrohres entspricht. Dieses »Untermaß« entspricht im
wesentlichen dem Gelenkspiel der Gelenkrohre mit den in diesen sitzenden Gelenkachsen 24 (F i g. 4). Die an der
Tragplatte des Nachbargliedes anliegenden Außenflächen der Gelenkrohre werden dort also mit leichter
Vorspannung gehalten, was entlang des ganzen Gelenkes eine zuverlässige Abdichtung evgibt. Diese
Abdichtung wird auch durch Umlenkungen des Plattenbandes 1 bei 9 und 10 in F i g. 1 nicht merklich
beeinträchtigt. Das in F i g. 4 in zusammengebautem Zustand gezeigte Plattenband bildet eine nahezu für
Metallspäne undurchdringbare rinnenförmige Auflage.
Die seitlich über die Endwangen 17 hinausragenden Enden der Gelenkachsen 24 dienen als Kettengelenke
für Laschenketten 25, die zwischen ihren inneren
Laschen Laufrollen 26 einschließen. Der Durchmesser dieser Laufrollen ist größer als die Breite der
Kettenlaschen, so daß sie nach unten vorragen und auf gesonderten Führungen laufen können.
Man kann allerdings, wie dies die Fig. 2, 3 und 7 r>
erkennen lassen, auf seitliche Ketten ganz verzichten, wenn man die Plattenglieder selbst zur Übertragung
von Zugkräften heranzieht. Bei der Ausführung nach F i g. 7 haben die Gelenkrohre 181 die Länge b — s und
auf beiden Seiten den Abstand a von den Endwangen, in
Die hinteren kürzeren Gelenkrohre 19, 20 haben unveränderte Länge. So hat das Gelenkrohr 20 eine
Länge a, das Gelenkrohr 19 eine Länge a — s. Dort ist nur ein Gelenkring 27 eingefügt, der die Breite s hat, aus
verschweißwiderstandsfähigem Werkstoff besteht, je- \·> doch wenigstens axiai derart verformbar ist, daß er das
Lagerspiel, das an den aneinanderliegenden Stirnflächenpaaren entsteht, völlig ausgleichen kann. Die
Außenfläche des Gelenkringes sollte jedoch bei einer Nachstellung weitgehend unverändert zylindrisch sein,
um auch an der Umfangsfläche gleichbleibende Abdichtungsverhältnisse zu gewährleisten. Dieser Gelenkring
wird abwechselnd auf der rechten oder auf der linken Seite der Gelenkrohre 181 eingefügt, was die
Verlagerung der einzelnen im übrigen identische Plattenglieder 141 um eine Wangendicke s nach rech
oder links ermöglicht. Dabei müssen nur die einheitlichen Plattenglieder 141 auf Lager gehalte
werden.
Die dort auf den Enden der Gelenkachsen 2 sitzenden Laufrollen 261 sind breiter als die Laufrolle
26. Sie übernehmen die ganze Führung des Plattenbar des in an den Seitenwänden 7 des Gehäuses 6 verlegte
U-Profilstäben 28. die an den Ablenkstellen 9,10 durcl
Kurvenstücke ersetzt werden können. Dort bildet als< das Plattenband selbst die Kettenglieder, wobei di
seitlichen Laufrollen 261 über Umlenk-Kettenräder 2! (Fig. I) und Antriebs-Kettenräder 30 (Fig. 1-3
geführt sein können. Beide Kettenräder 30 sitzen au einer Antriebswelle 31, die unmittelbar oder über eii
Untersetzungsgetriebe vom Motor 32 angetrieben wire
Das erfindungsgemäße Plattenband kann für zahlrei ehe weitere Zwecke in der Industrie, im Bergbau und it
der Bauwirtschaft eingesetzt werden, wo es darum geh feinkörniges abrasives, hartes oder auch chemisch!
aggresives Schüttgut so zu fördern, daß es nur mit einer
vorgegebenen Auflagefläche in Berührung komm£· andere Geräteteile jedoch nicht beeinträchtigen kann.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Plattenband zum Transport von hartem und/oder abrasivem Schüttgut wie Metaüspane,
dessen Plauenglieder jeweils eine im wesentlichen
ebene Tragplatte mit seitlich hochragenden Endwangen und vorderen und hinteren Bandösen bzw.
Gelenkrohren aufweisen, die an benachbarten Plattengliedern scharnierartig ineinandergreifen
und eine gemeinsame Gelenkachse umschließen, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattenglisder (14, 15, 141) uin eine Wangendicke (s)
abwechselnd nach rechts und links zueinander versetzt angebracht sind (F i g. 4,5,7).
2. Plattenband nach Anspruch 1, dadurch gekenn- is
zeichnet, daß bei aufeinanderfolgenden Plattengliedern (14, 15) die Stirnflächen (21) des bzw. der
vorderen und hinteren Bandösen bzw. Gelenkrohre (18, 19, 20) abwechselnd um die Wangendicke (s)
nach links und rechts versetzt angebracht sind (F ig. 4,5).
3. Plattenband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (b) zwischen den äußeren
Bandösen (19, 20) jeweils um die Wangendicke (s) größer ist als die Länge (b — s) der mittleren
Bandöse (181) und daß Gelenkringe (27) mit Wangendicke (s) abwechselnd links und rechts
zwischen die Gelenkrohre (1,20,181) eingefügt sind
(F ig. 7).
4. Plattenband nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Endwangen (17) durch
Abbiegen einstückig an die Tragplatten (16) angeformt sind.
5. Plattenband nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Endwangen (17)
nach außen um wenigstens 50% des Abstandes zwischen benachbarten Bandgelenken verbreitert
sind.
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