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"Eabelbahnw
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Zusatz zur Patentanmeldung P 28 29 905.0-34 Die Erfindung betrifft
eine aus Blech, insbesondere Stahlblech, hergestellte Kabelbahn, bestehend aus im
Querschnitt etwa U-förmigen Kanalabschnitten.
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Bisher werden derartige Kabelkanal-Abschnitte jeweils einstückig hergestellt,
derart, daß an einem Blechzuschnitt Holme bildende Randteile abgebogen werden.
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Um jedoch eine aus solchen Abschnitten zusammensetzbare Kabelbahn
hinsichtlich Kapazität und/oder Tragfähigkeit den jeweiligen Erfordernissen anpassen
zu können, ist es allerdings notwendig eine Mehrzahl zueinander unterschiedlich
bemessener Kabelkanalabschnitte herzustellen und zu-lågern.
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Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde mit einfachsten Mitteln
die Typenvielzahl an Eabelbahnabschnitten zu mindern und die Lagerhaltung wesentlich
zu vereinfachen.
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Die Lösung dieser Aufgabe kennzeichnet sich dadurch, daß jeder Kanalabschnitt
aus zwei L-förmig profilierten Tragholmen und aus einem vorgefertigten, zwischen
den Holmen angeordneten und an letzteren gehalterten Boden zusammensetzbar ausgebildet
ist.
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Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn der Boden eine geringere
Blechdicke als die Tragholme aufweist.
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Dies hat zum Vorteil, daß einem Boden Holme mit hoher bezw. geringer
Tragfähigkeit zugeordnet werden können.
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Darüber hinaus ist es möglich einem Holmenpaar einen schmalen oder
einen breiten Boden zuzuordnen, so daß nunmehr mit relativ wenig vorgefertigten
Einzelteilen eine Vielzahl zueinander unterschiedlicher Kabelkanalabschnitt-Typen
gebildet werden können.
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Zudem werden durch die Anordnung relativ dünner Böden mit geringerem
Werkstoffaufwand als bisher hohe Tragfähigkeiten erzielt.
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Weiterhin ergibt sich der Vorteil, daß nunmehr die Kabelbahnabschnitte
erst am Gebrauchsort zusammengesetzt werden können, woraus eine beträchtliche Verminderung
des Frachtvolumens und des Aufwandes an Verpackungsmaterial resultieren.
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Eine vorteilhafte und erfinderische Weiterbildung des vorbeschriebenen
Gegenstandes besteht darin, daß am Boden quer. zu dessen Längserstreckung verlaufende
und in die Kabelbahn-Rinne vorstehende, mit Abstand voneinander angeordnete Versteifungssicken
angeformt sind, wobei vorzugsweise ferner die Versteifungssicken an den Längsrändern
des Bodens ausmündend ausgebildet sind.
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Es dürfte zwar auch bei einstückig hergestellten Kabelkanalabschnitten
möglich sein, im Boden Versteifungssicken vorzusehen,-wobei letzterer vor oder nach
dem
Abkanten von Blech-Randteilen zur Bildung der Holme angeformt
sein können, nur bestünde dann hierbei der Nachteil, daß die Sicken nur durch Längung
des Bleches unter gleichzeitiger erheblicher Verminderung der Blechdicke im Bereich
der Sicken herstellbar sind, während beim erfindungsgemäßen Kabelkanalabschnitt
die am Boden angeformten Sicken die ursprünglichen Blechdicken beibehalten und somit
bei gleicher Profilierung eine erheblich höhere Biegefestigkeit als bei vorbeschriebener,
fiktiven Gestaltung ergeben.
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Zudem ist bei dem erfindungsgemäßen Gegenstand ausgeschlossen, daß
die Anformung von zur Längserstreckung der Kabelkanalabschnitte quer verlaufenden
Versteifungssicken zur Formänderung der Holme oder zu Spannungsspitzen in den Holmen
führt, die sicherlich die Tragfähigkeit der Holme und somit des gesamten Eabelkanalabschnittes
mindern.
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Ein die Fertigung begünstigendes Merkmal besteht hierzu ferner darin,
daß die Versteifungssicken über ihre gesamte Länge gleiche Querschnitte aufweisen.
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Zudem ist ein vorteilhaftes Merkmal des vorbeschriebenen Gegenstandes
dadurch gekennzeichnet, daß im Boden, und zwar in den zwischen den Versteifungssicken
befindlichen Bodenzonen Belüftungslöcher angeordnet sind.
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Hierdurch wird eine Kühlung durch Luftkonvektion der im Kabelkanal
verlegten und ohnehin nur auf den Versteifungssicken sich abstützenden Kabel weiterhin
erheblich verbessert, ohne die Formstabilität des Eabelkanals zu beeinträchtigen.
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Dabei können die Holme und der Boden durch Schweißung miteinander
verbunden werden.
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Eine mit einfacheren Werkzeugen durchzuführende Verbindung ist dadurch
gekennzeichnet, daß in den Holmen und im Boden jeweils einander gegenüberstellbare
Durchbrechungen zur Aufnahme von formschlüssig wirksamen Verbindungselementen, insbesondere
Niete angeordnet sind.
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Bevorzugter Weise werden als Verbindungsmittel die Holme und den Boden
durchdringbare Nägel vorgesehen, die eingeschossen werden, ohne daß hierzu die miteinander
zu verbindenen Teile zuvor gelocht werden müssen.
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Bei den vorbeschriebenen Verbindungsmöglichkeiten ist es vorteilhaft,
wenn jeweils der eine Schenkel beider Holme einwärts gerichtet und zum Boden parallel
verlaufend angeordnet sind und daß die Verbindungsmittel
die einwärts
gericheten Holme schenkel und die auf letzteren sich abstützbaren Randteile des
Bodens durchdringen.
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Eine besonders vorteilhafte Verbindungsmöglichkeit zwischen dem Boden
und den Holmen besteht darin, daß an den einwärts gerichteten Holmschenkeln angeschnittene
und aus der ursprünglichen Ebene zum Boden hin bügelförmig ausgebogene Stege angeordnet
sind, ferner der Boden der Basisfläche der bügelförmigen Stege angepaßte Durchbrüche
aufweist, durch welche jeweils ein bügelförmiger Steg formschlüssig hindurchgreift,
und daß pro Steg mindestens ein diesen untergreifender und auf dem Boden sich abstützender,
zumindest mittels Haftreibung gesicherter, den Boden auf den einwärts gerichteten
Holmschenkeln drückender Stift angeordnet ist.
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Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Stege jeweils in Längserstreckung
der Holme und dementsprechend die Stifte quer zur Längserstreckung der Holme verlaufend
gerichtet sind, und vorzugsweise zudem in den seitlichen, die Sprossen überragenden
Holmschenkeln den bügelförmigen Stegen gegenüber Stift-Durchstecköffnungen vorgesehen
sind.
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Auf diese Weise erhält man Kabelbahnabschnitte, deren Holme und Böden
am Bestimmungsort lediglich mittels Steckverbindung ohne jegliche Hilfsmittel zwangsläufig
lagerichtig miteinander verbunden werden können und wobei die Mittel zur Sicherung
der Steckverbindungen, nämlich die Stifte mit den einfachsten Schlagwerkzeugen eingetrieben
werden können, wobei die Durchstecköffnungen die Anordnung der Stifte weiterhin
erheblich erleichern.
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Um auch bei relativ groben Fertigungstoleranzen sowohl eine formschlüssige
als auch eine kraftschlüssige Verbindung zwischen den Holmen und dem Boden zu gewährleisten,
kennzeichnet sich eine vorteilhafte Gestaltung einer vorbeschriebenen Einzelheit
durch keilförmig, insbesondere konisch ausgebildete Stifte.
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Eine unter Umständen bevorzugte Variante besteht hierzu darin, daß
über ihre gesamte Länge mindestens annähernd gleiche Querschnitte aufweisende sowie
am freien Endteil angespitzte und beim Eintreiben die bügelförmigen Stege zumindest
elastisch längende Stifte vorgesehen sind.
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Derartige Stiftelassen sich gegebenenfalls am Bestimmungsort aus Drahtabschnitten
herstellen, um verlorengegangene Stifte zu ersetzen. Dabei ist auch sichergestellt,
daß beim Eintreiben der Stifte von diesen beeinflußt der Boden kraftschlüssig auf
die einwärts gerichteten Holmschenkel gepreßt werden.
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Um ein unbeabsichtigtes Lösen der Stifte auszuschließen, ist es vorteilhaft,
wenn die Stifte jeweils etwa mittig ihrer Längsersteckung eine seitlich vorstehende,
insbesondere abgekröpfte und in den unter dem angeschnittenen Holm steg befindlichen
Durchbruch formschlüssig einrastbare Zonen aufweisen.
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Hierzu kennzeichnet sich eine unter Umständen bevorzugte Variante
dadurch, daß die Stifte jeweils mindestens eine Einschnürung aufweisen und daß an
den bügelförmigen Stegen zu den Stiften hin vorstehende und in die Stifteinschnürungen
einrastbare Vorsprünge angeordnet sind.
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Weiterhin kennzeichnet sich eine vorteilhafte Gestaltung des vorbeschriebenen
Gegenstandes durch Köpfe aufweisende, sowie mit den Köpfen in entsprechende Vertiefungen
in den Holmen einliegende und höchstens mit den HolmauBenseiten bündig abschließende
Stifte.
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Hierdurch können die Stifte nicht über ihre Schließlage hinaus eingetrieben
werden.
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Zudem ist eine lageunrichtige Anordnung der Stifte offensichtlich.
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Auch läßt sich die Kabelbahn längsseits einer Wand und an dieser dicht
anliegend anordnen.
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Um Beschädigungen der Kabel durch die scharfkantigen Sicken-Endteile
des Bodens auszuschließen, sind in den
seitlichen Holmschenkeln
mit Abstand über den einwärts gerichteten Holmschenkeln längsverlaufende, einwärts
durchgedrückte und über die mehr oder weniger ausgerundeten Winkelecken vorstehend
angeordnete Sicken vorgesehen. Zudem sind die Boden-Sicken mit ihren Stirnseiten
an den ihnen zugewandten Seiten der Holmsicken anliegend angeordnet.
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Hieraus resultiert auch eine Erhöhung der Formbeständigkeit der gesamten
Kabelbahn.
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Eine die Fertigung der Stift-Eopf-Vertiefung erleichternde Ausgestaltung
besteht darin, daß die den Kopf der Stifte aufnehmenden Vertiefungen in den seitlichen
Holmschenkeln als längsverlaufende Sicken ausgebildet sind.
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Weitere vorteilhafte Merkmale zur lagerichtigen und lagesicheren
Verbindung der Holme mit dem Boden sind in den Ansprüchen 21 bis 25 offenbart.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden im folgenden näher beschrieben.
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Es zeigen Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Eabelbahnabschnittes,
Fig. 3 bis 5 weitere Profilformen, Fig. 2 Varianten von weiteren Einzelheiten in
perspektivischer Darstellung.
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Der in Fig. 1 dargestellte Eabelbahnabschnitt, von welchen eine Vielzahl
derer zur Bildung einer Kabelbahn beliebiger Länge hintereinander angeordnet und
mit einander verbunden werden können, ist aus zwei L-förmig profilierten Holmen
1 und einem an den Holmen befestigten Boden 2 zusammengesetzt.
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Bevorzugter Weise sind die Holme 1 aus Stahlblech größerer Dicke als
der Boden 2 hergestellt.
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Die Holme 1 haben ein ungleichschnkliges Winkelprofil und sind so
angeordnet, daß deren schmale Holmschenkel 3 zueinander gerichtet sind, während
die breiten Holmschenkel 4 zu letzteren rechtwinklig verlaufend angeordnet sind
und nach oben abstrebend, den an den schmalen Schenkeln 3 befestigten Boden 2 überragen.
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Zur Befestigung des Bodens 2 sind in den Holmschenkeln 3 längs dieser
sich erstreckende Stege 5 angeschnitten und nach oben bügelförmig ausgebogen.
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Der Basisfläche dieser Stege 5 entsprechend sind in den Randteilen
des Bodens 2, viereckige Durchbrüche 7 angeordnet, durch welche die Stege 5 formschliesend
und unverdrehbar hindurchgreifen.
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Durch jeden Steg ist ein diese Steckverbindung sichernder Stift 8
hindurchgesteckt, der sich mit beiden Endteilen auf der Oberseite des Bodens abstützt.
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Um das Einstecken des Stiftes 5 zu erleichtern, sind in den Flanschen
4 den Stegen 5 gegenüber Stiftdurchstecköffnungen 9 vorgesehen.
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Die Stifte 5 haben über ihre nahezu gesamte Länge gleiche, kreisrunde
Querschnitte und sind an dem in Einsteckrichtung vorderen Ende angespitzt. An dem
der Spitze 10 abgewandten Ende der Stifte 8 ist jeweils ein Senkkopf 11 angeformt,
der bei lagerichtiger Anordnung des Stiftes 8 in einer Vertiefung 12 der Holmschenkel
4 so einliegt, daß die Kopfstirnseite des Stiftes 8 mit der Außenseite des Holm
schenkels 4 höchstens bündig abschließt.
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Der bügelförmige Steg 5 und der Stift 8 sind ferner so ausgelegt,
daß beim Eintreiben des Stiftes 8 zumindest unter elastischer Vorspannung des Steges
5 der Boden 2 auf den Holmsteg 3 gepreßt wird.
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Um ein unbeabsichtigtes Lösen des Stiftes 8 zumindest zu erschweren,
kann der angespitzte Endteil des Stiftes abgewinkelt werden.
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Fig. 2 zeigt einen Stift 8 mit einer etwa mittig abgekröpften Schaftzone
13, die beim Eintreiben des Stiftes 8 in den unter dem Steg 5 befindlichen Durchbruch
14 selbsttätig einrastet und damit ein unbeabsichtigtes Lösen des Stiftes 8 verhindert,
ohne daß vorbeschriebene Maßnahmen erforderlich sind.
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Damit auch bei ausgerundeten Winkelecken 15 der Holme 1 die Stirnseiten
der Bodensicken 2b an die Holmeschenkel 4 nahezu spiellos angelegt werden können,
sind in den Holmschenkeln 4 längs dieser verlaufende, einwärts durchgedrückte und
zu den Oberseiten des Bodens 2 etwa niveaugleich angeordnete Sicken 16 vorgesehen
(Fig. 3).
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Hierzu zeigen die Fig. 4 und 5 weitere, unter Umständen bevorzugte
Varianten, und zwar ist in Fig. 4 im Holmschenkel 3 eine längsseits verlaufende,
mit Abstand vom Holmschenkel 4 angeordnete, nach oben durchgedrückte Sicke 17 vorgesehen,
in deren Bereich die bügelförmigen Stege 5 angeformt sind.
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In Fig. 5 ist zum gleichen Zweck und auch zur Vereinfachung der Lochung
der Stift-Durchstecköffnungen 9 im Holm schenkel 4 eine nach außen durchgedrückte
Sicke 18 angeformt, die so angeordnet ist, daß deren untere Flanke zum Holmschenkel
3 niveaugleich angeordnet ist.
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Zudem ist in Fig. 4 ein Stift 8 etwa halbkreisförmigen Profils dargestellt,
an dessen oberer, gewölbter Schaftseite eine nach oben abstrebende, mit dem Steg
5 korrespondierende Wulst 19 angeformt ist, während in der Schaftunterseite der
Wulst 18 gegenüber eine Schafteinschnürung 20 vorgesehen ist, die bewirken, daß
während des Eintreibens des Stiftes sich der angespitzte Stiftendteil selbsttätig,
und zwar durch die an der Unterseite des Steges 5 sich
abstützende
Wulst 19, nach oben abgebogen wird, wobei durch die Schafteinschnürung 20 dieser
Abbiegevorgang begünstigt wird und womit eine noch höhere Lagesicherheit der Stifte
8 als bislang erzielt wird.
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In Fig. 2 sind zudem die zu beiden Längsseiten eines angeschnittenen
und bügelförmig verformten Steges 5 angeordneten Einschnitte 21 jeweils über die
Biegekanten 22 der Stege 5 hinausreichend ausgebildet.
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Dies hat den Vorteil, daß nunmehr beim Eintreiben eines Stiftes 8
die in der Ebene des Holm schenkels 3 verlaufenden Zonen 23 des Steges 5 elastisch
durchfedern können.
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Durch diese Maßnahmen können noch größere Fertigungstoleranzen als
bislang überbrückt werden.
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Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt, wenn die angeschnittenen
Stege 5 zunächst über ihre gesamte Länge nach oben bügelförmig ausgebogen und anschließend
in einem weiteren Arbeitsgang unter Bildung der Biegekanten 22 teilweise in die
Ebene des Bügelschenkels 3 zurückgedrückt werden.
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Ferner sind in Fig. 2 an den Randteilen der Durchbrüche 7 einwärts
gerichtete Zungen 24 angeschnitten, die beim Aufsetzen des Bodens 2 auf die Stege
5 von diesen nach oben zumindest elastisch abgebogen werden, so daß auch bei großen
Fertigungstoleranzen stets eine spielfreie Anlage der Stege 5 in den Durchbrüchen
7 erzielt wird.
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Die Holme 1 können aus gewalzten, insbesondere kalt gewalzten Profilstäben
bestehen oder durch Abkanten von Blechstreifen hergestellt werden.
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Anstelle eines Bodens 2 können auch eine Mehrzahl, die Holme 1 überbrückende
Sprossen vorgesehen werden, die in ihren Endteilen mindestens je einen Durchbruch
7 aufweisen, wobei letzterer wie dargestellt so ausgebildet ist, daß bei an den
Holmen 1 angefügten Sprossen, diese mit den Holmen 1 unverdrehbar verbunden sind.
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Alle neuen, in der Beschreibung und/oder Zeichnung offenbarten Einzel-
und Kombinationsmerkmale werden als erfindungswesentlich angesehen.