DE2910764C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht von einem Ventil aus, bei dem zwischen
einem Einlaß des Ventilgehäuses, der mit einer Hochdruckquelle
verbindbar ist und einem Auslaß des Ventilgehäuses, der mit
einem Bereich niedrigeren Druckes verbindbar ist, im Gehäuse
ein ventilgesteuerter Verbindungskanal vorgesehen ist. Teil
des Verbindungskanals ist ein ringförmiger Ventilsitz, der
einen Abschnitt des Verbindungskanals umschließt und mit
dem ein Ventilglied zusammenwirkt, das auf dem Ventilsitz
in Anlage gehalten ist, wodurch sich das Ventil in der Schließ
stellung befindet und das zwangsweise um ein vorgegebenes Maß
vom Ventilsitz abzuheben ist, um das Ventil in die Öffnungs
stellung zu bringen. Das Ventilglied weist dabei einen Kolben
auf, der mit einer Schürze am einen Ende eine elastische Ven
tilplatte umschließt. Innerhalb der Schürze und an der Unter
seite des Kolbens ist die Ventilplatte mit einer Schraubver
bindung gehalten.
Diese Lösung ist viel
teilig und aufwendig.
Bekannt ist ein Ventil mit einer Schraubverbindung zwischen Kolben und Ventilplatte, bei der der Kolben an dem der Ventil
platte abgekehrten Ende eine Gewindebohrung aufweist, in die
eine Schraube eingeschraubt ist, wobei sich zwischen Kolben
und Schraubenkopf die Ventilplatte befindet (GB-PS 11 04 639).
Von grundsätzlich gleicher Bauart ist ein anderes bekanntes
Ventil, bei dem die Ventilplatte an dem einen Ende des Kol
bens dadurch gehalten ist, daß ein Gewindezapfen von dem
der Ventilplatte abgekehrten Ende des Kolbens durch diesen
hindurchgeführt ist und mit einem Bund an diesem Kolbenende
anliegt, während eine Gewindehülse auf den Gewindezapfen
aufgeschraubt ist und dabei mit ihrem Kopf an der dem Kolben
abgekehrten Seite der Ventilplatte zur Anlage gekommen ist
(DE-OS 20 30 689). Gemeinsam ist allen diesen bekannten
Lösungen die vielteilige Verbindung zwischen Kolben und
Ventilplatte des Ventilgliedes.
Bei einem anderen, ebenfalls bekannten Ventil wird auf die
vielteilige Verbindung verzichtet, indem zwischen Schürze
und Zentralteil des Kolbens eine sich nach außen verjüngende
Ringnut durch die schräg nach innen geneigte Schürze gebildet
ist, in die die Ventilplatte unter radialer Vorspannung ein
gepreßt wird, so daß die Ventilplatte ohne zusätzliche Mittel
gehalten ist, solange das Material der Ventilplatte nicht
ermüdet ist (DE-OS 26 12 078).
Aufgabe der Erfindung ist die Ausgestaltung eines Ventils so, daß die Verbindung zwischen Ventil
platte und deren Halterung ohne besondere mechanische
Befestigungsmittel erfolgen kann, so daß
die Ventilplatte und ihre Halterung ein
geringeres Gewicht haben,
einfacher und schneller als bisher zu
sammenmontiert werden können und insbesondere eine Ventil
platte gegen eine andere ohne Probleme ausgetauscht werden
kann, insbesondere eine Ventilplatte aus einem Material gegen
eine solche aus einem anderen Material.
Die Merkmale der Erfindung und mit der Erfindung erzielbare
weitere Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschrei
bung der Zeichnung.
In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein bereits bekanntes
Ventil,
Fig. 2 im größeren Maßstab einen Querschnitt durch eine
Ventilplatte und deren Halterung bei einem Ventil gemäß der Erfindung,
Fig. 3 eine Fig. 2 entsprechende Darstellung
zur Erläuterung von Nachteilen, die bei der Erfindung nicht gegeben sind,
Fig. 4 bis 6 Ausschnitte aus Querschnitten von einer Ventil
platte und deren Halterung eines Ventils gemäß der Erfindung in
verschiedenen Betriebsstellungen
des Ventiles, und zwar in der Aufeinanderfolge, wie sie
beim Öffnen des Ventiles gegeben ist,
Fig. 7 einen Querschnitt durch die Ventilplatte und
deren Halterung eines Ventils gemäß der Erfindung, wobei die Ventilplatte
besonders ausgestaltet ist.
Das Ventil in allgemein bekannter Bauweise gemäß Fig. 1 weist
das Ventilgehäuse 10 auf, dem ein hauben- oder domartiger
Aufsatz 11 zugeordnet ist. Das Ventilgehäuse 10 weist einen
Einlaß 12 und einen Auslaß 13 auf. Der Einlaß 12 ist mit
einer Hochdruckquelle , der Auslaß 13 mit einem Niederdruck
bereich verbindbar. Zwischen dem Einlaß 12 und dem Auslaß 13
ist im Ventilgehäuse 10 eine Öffnung 14 vorgesehen, die von
einem ringförmigen Ventilsitz 15 umgeben ist. Der Aufsatz 11
weist eine Zylinderbohrung auf, in der ein Kolben 18 in Rich
tung der vertikalen Längsachse der Zylinderbohrung gleitend
gelagert ist. Am unteren Ende ist der Kolben 18 mit einer
nach unten gerichteten Ringlippe 19 versehen und konzentrisch
innerhalb der Ringlippe 19 mit einem ebenfalls nach unten
gerichteten Gewindezapfen 20. Eine in sich federnde, ring
förmige Ventilplatte 21 ist mit einer konzentrischen Innen
bohrung 22 versehen und im Ringraum zwischen der Ringlippe 19
und dem Gewindezapfen 20 angeordnet. Die Ventilplatte 21 ist
mit ihrer Bohrung 22 auf den Gewindezapfen aufgesetzt und mit
einer auf den Gewindezapfen aufgeschraubten Mutter 23 auf dem
Gewindezapfen 20 und gegenüber dem Ventilkolben 18 gesichert.
Der Außendurchmesser der Ventilplatte 21 ist geringfügig
größer als der Durchmesser des Ventilsitzes, so daß zum
Schließen des Ventiles die Ventilplatte 21 in der unteren
Endstellung des Kolbens 18 auf dem Ventilsitz 15 zur Auflage
kommt (Fig. 1).
Der Bereich der Zylinderbohrung des Aufsatzes 11 oberhalb
des Kolbens 18 bildet eine Kammer 26. Von dieser Kammer aus
erstreckt sich durch den Kolben 18 hindurch zu der Öffnung 14
und in den Bereich unterhalb des Ventilsitzes 15 eine zum
Auslaß 13 hin offene Längsbohrung 27. Auf den Aufsatz 11 ist
ein elektrischer Solenoid 28 aufgesetzt, dessen Spule ein
vertikal verstellbares Stellglied 29 umgibt. Ist die Spule
des Solenoids 28 entregt, so hält eine Druckfeder 30 das
Stellglied 29 in seiner unteren Endstellung und ein Pilot
ventilglied am unteren Ende des Stellgliedes 29 liegt auf
dem Kolben 18 auf, um die Längsbohrung 27 am oberen Ende zu
verschließen. Um die Kammer 26 mit Druckmittel zu füllen,
sickert ständig unter hohem Druck stehende Leckflüssigkeit
vom Einlaß 12 aus zwischen dem Kolben 18 und der Wand der
Zylinderbohrung des Aufsatzes 11 in die Kammer 26. Alternativ
hierzu kann eine Führung mit kleinem Querschnitt für die
Leckflüssigkeit in der Wand der Zylinderbohrung des Auf
satzes 11 vorgesehen sein. Die in der Kammer 26 auf diese
Weise angesammelte Flüssigkeit wirkt als nach unten gerich
tete Kraft auf den Kolben und hält das Ventil geschlossen.
Wird die Spule des Solenoids erregt, so wird das Stellglied 29
vom Kolben 18 abgehoben, um die Längsbohrung 27 am oberen
Ende freizugeben. Das in der Kammer 26 unter hohem Druck
befindliche Druckmittel strömt sehr rasch durch die Längs
bohrung 27 ab und gelangt zum Auslaß 13, wodurch der in der
Kammer 26 herrschende Druck abnimmt. Dadurch wirkt die auf
den Kolben 18 wirkende resultierende Kraft nach oben, und
der Kolben 18 bewegt sich nach oben, die Ventilplatte 21 wird
vom Sitz 15 abgehoben und das Ventil geöffnet. Das Ventil
bleibt offen, bis der Solenoid 28 entregt wird. Wird der
Solenoid entregt, so verschließt das untere Ende des Stell
gliedes 29 erneut das obere Ende der Längsbohrung 27. Dadurch
wird ein weiteres Abströmen von Druckmittel aus der Kammer
26 zum Auslaß 13 verhindert. In der Kammer 26 wird der Druck
erneut erhöht, und der Kolben 18 wird nach unten bewegt, bis
die Ventilplatte wieder am Sitz 15 anliegt und das Ventil
geschlossen wird.
Um die vorliegende Erfindung besser zu verstehen, soll diese
nun anhand von Fig. 2, 3 näher beschrieben werden. Gemäß Fig. 3
hat der Kolben 18 von Fig. 1 die Kontur einer umgestülpten
Tasse und ist als Halterung 33 bezeichnet. Die Halterung 33
ist mit einem oberen Deckel 34 und einer am Deckel befestigten
Schürze 35 versehen. Die der Ventilplatte 21 von Fig. 1 ent
sprechende elastische Ventilplatte 36 ist innerhalb der
Halterung 33 angeordnet. Ist das Ventil geschlossen, so wirkt
die Unterseite der Ventilplatte 36 mit dem Ventilsitz 15
zusammen, um die Öffnung 14 zu verschließen. Dabei wirkt
Druckmittel unter hohem Druck auf die ganze Außenseite des
Halterungsdeckels 34 und auf die Ringfläche 37 der Unterseite
der Ventilplatte, die außerhalb des Sitzes 15 liegt. Die
innerhalb des Ventilsitzes 15 liegende Fläche 38 der Unter
seite der Ventilplatte ist dagegen nur niedrigem Druck aus
gesetzt. Druckmittel mit hohem Druck sickert zwischen der
Ventilplatte 36 und der Schürze 35 der Halterung 33 und
gelangt als Leckflüssigkeit in den Raum 39 zwischen der
Ventilplatte und deren Deckel 34 der Halterung.
Zu Beginn der Aufwärtsbewegung von Platte 36 und Halterung
33, d. h. im Augenblick der Erregung des Solenoids 28 in
Fig. 1, treten drei Wirkungen ein:
- 1. die Halterung 33 wird angehoben;
- 2. der hohe Flüssigkeitsdruck im Raum 39 wirkt als nach unten gerichtete Kraft auf die Oberseite der Ventil platte 36;
- 3. der Bereich 38 der Unterseite der Ventilplatte 36 wird von niedrigem Druck beaufschlagt.
Als Ergebnis hiervon
kann sich die Ventilplatte 36 nach unten durchbiegen,
wie es in Fig. 3 durch einen unterbrochenen Linienzug an
gedeutet ist. Bei extremen Bedingungen kann die Ventilplatte 36
von der Halterung 33 abgehoben und in die Öffnung 14 hinein
gesaugt werden. Dieses Abheben und Einsaugen der Ventilplatte
36 wird normalerweise durch das Zusammenwirken von Mutter 23
und Gewindezapfen 20 oder entsprechende Befestigungsmittel
verhindert. Durch die vorliegende Erfindung werden solche
Befestigungsmittel nicht benötigt. Um trotzdem ein Durchbiegen
der Ventilplatte gemäß Fig. 3 zu vermeiden, ist die
federnde Ventil
platte 42 gemäß Fig. 2 ausgebildet. Die
Ventilplatte 42 ist mit einer zylindrischen Bohrung 43 ver
sehen, die sich zwischen der Oberseite und der Unterseite
der Platte 42 erstreckt und insoweit der Bohrung 27 in der
Ventilplatte 21 in Fig. 1 entspricht. In der Bohrung befindet
sich jedoch kein Gewindezapfen 20 und kein anderes entspre
chendes Befestigungsmittel, so daß die Bohrung eine unbe
hinderte Verbindung zwischen dem Bereich 39 und der Öffnung
14 bildet. Außerdem ist zwischen der Ventilplatte 42 und
der Schürze 35 der Halterung 33 eine Dichtung vorgesehen.
Im Ausführungsbeispiel besteht diese Dichtung aus einer
dünnen Ringlippe 44, die um den Außenumfang der Unterseite
der Ventilplatte 42 stetig herumgeführt ist und einen in
sich geschlossenen Kreis bildet. Die Ringlippe ist durch
eine Ringnut 45 in der Unterseite der Ventilplatte 42 von
dieser abgespalten. Das mit hohem Druck auf die Ringfläche
37 der Unterseite der Ventilplatte 42 einwirkende Druck
mittel spreizt die Ringlippe 44 radial nach außen und
legt sie gegen die Innenseite der Schürze 35 der Halterung
an, um dadurch das Strömen von unter hohem Druck stehenden
Strömungsmittel durch den kreisringförmigen Spalt zwischen
der Ventilplatte 42 und der Schürze 35 in den Raum 39 zu
drosseln. Sollte trotzdem
unter hohem Druck stehendes Strömungsmittel in den Raum 39 gelangen, so strömt es sofort durch die
Bohrung 43 in den Niederdruckbereich der Öffnung 14. Dadurch
wird im Raum 39 kein Druck aufgebaut, der die Ventilplatte 42
aus der Halterung 33 herausdrücken könnte. Der
Druck im Raum 39 ist also niedrig, weil der Raum 39 über die Bohrung
43 frei mit der Öffnung 14 verbunden ist und der Raum 39
durch die Ringlippe 44 gegen den Hochdruckbereich abgedichtet
ist. Indem unter hohem Druck stehendes Druckmittel auf die
Unterseite der Ventilplatte 42 wirkt, ist deshalb die auf
die Ventilplatte wirkende resultierende Kraft nach oben ge
richtet und hält die Ventilplatte in Anlage an der Platten
halterung 33. Es sind deshalb keine besonderen Verbindungs-
oder Befestigungsmittel erforderlich, um die Ventilplatte
36 und ihre Halterung 33 zusammzuhalten.
Es soll noch darauf hingewiesen werden, daß in der Praxis
die Mutter 23 (Fig. 1) so weit auf den Gewindezapfen 20
aufgeschraubt ist, daß die Ventilplatte 21 zwischen der Mutter
und dem Kolben 18 gequetscht wird. Eine effektive Dichtung
wird dabei zwischen der Mutter 23 und der Ventilplatte 21
erzeugt, die den Druckmittelfluß aus dem Bereich zwischen
der Oberseite der Ventilplatte und dem Kolben in die Öffnung
14 verhindert. Obwohl die Ventilplatte 21 das zentrale Loch
22 hat, das dem Loch 43 in der Ventilplatte der Anordnung
gemäß Fig. 2 ähnlich ist, hat deshalb das Loch 22 nicht die
gleiche Wirkung wie das Loch 43 und kann dessen Funktion
auch nicht haben.
Ein Teil eines Ventiles, das dem Ventil gemäß Fig. 1 ähnlich
ist, bei dem jedoch eine Ventilplatte und deren Halterung
gemäß der Erfindung vorgesehen sind, ist in Fig. 4 bis 6
dargestellt. Eine Ventilplattenhalterung 48, die die Kontur
einer umgekehrten Tasse mit einem Deckel 49 und einer Schürze
50 als in sich geschlossene Seitenwand hat, ist vertikal
gleitend in einem Führungsring 51 gelagert. Das Spiel zwi
schen der Ventilplattenhalterung 48 bzw. deren Schürze 50
und dem Führungsring 51 ist so bemessen, daß die Gleitbewe
gungen der Halterung 48 gegenüber dem Ring 51 möglich sind,
ein Durchtritt von Strömungsmittel zwischen Schürze 50 und
Ring 51 jedoch nicht möglich ist. Über eine Leckbohrung 52
im Aufsatz 11 wird der Kammer 26 ständig unter hohem Druck
stehendes Strömungsmittel zugeführt. Der Deckel 49 der
Halterung 48 ist mit einer Öffnung 53 versehen, die mit dem
Loch 43 der elastischen Ventilplatte 42 fluchtet. Um die
Öffnung 53 herum ist der Deckel 49 zu einem Kegelstumpf
aufgebogen, so daß der obere Rand der Öffnung einen Sitz
bildet, mit dem das Pilotventilglied am unteren Ende des
Stellgliedes 29 zusammenwirkt.
In Fig. 4 hält der Druck des unter hohem Druck stehenden
Strömungsmittels in der Kammer 26 zusammen mit dem Druck der
Feder 30 die Ventilplatte 42 auf dem Sitz 15, und das Ventil
ist geschlossen. In Fig. 5 wurde das Stellglied 29 durch
Erregen des Solenoids 28 gerade angehoben, so daß das unter
hohem Druck stehende Druckmittel aus der Kammer 26 durch
die Öffnungen 53 und 43 zu der Auslaßöffnung strömen kann.
Wie oben unter Bezugnahme auf Fig. 2 bereits beschrieben,
drosselt die Dichtung 44 die Strömung des unter hohem Druck
stehenden Strömungsmittels in den Bereich zwischen der
Ventilplatte 42 und den Deckel 49; das unter hohem Druck
stehende Druckmittel, das trotzdem in diesen Bereich gelangt, fließt
durch das Loch 43 in den Niederdruckbereich unter der Öffnung
14. Wird die Halterung 48 angehoben, so wird deshalb die
Ventilplatte 42 mit ihr angehoben (Fig. 6), obwohl keine
Befestigungs- oder Verbindungsmittel die Ventilplattenhalte
rung und die Ventilplatte zusammenhalten. Dank des auf den
Ringbereich 37 einwirkenden hohen Druckes hebt sogar die
Ventilplatte eher ihre Halterung an, als daß die Halterung
die Ventilplatte mit nach oben nimmt.
Als zweckmäßig hat es sich erwiesen, daß gemäß Fig. 7
die Ventilplatte 42′ mit einem nach unten gerichteten
Ansatz 58 versehen ist, der von der Unterseite der Ventil
platte aus in die Öffnung 14 ragt. Der Ansatz 58 verlegt
das untere Ende des Loches 43 in einen Bereich, in dem das
Strömungsmittel mit hoher Geschwindigkeit durch die Öffnung
14 strömt, wenn das Ventil ganz oder teilweise geöffnet ist.
Hierdurch wirken auf die Ventilplatte 42′ größere Kräfte zu
ihrem Anheben, indem die Druckdifferenz über die Platte
erhöht wird.
Claims (6)
1. Ventil mit
- 1.1 einem Ventilgehäuse (10) mit einer Einlaßöffnung (12) zum Verbinden mit einer Hochdruckquelle, einer Auslaß öffnung (13) zum Verbinden mit einem Bereich niedri geren Druckes sowie einem ventilgesteuerten Verbin dungskanal zwischen beiden Öffnungen (12, 13), der durch einen ringförmigen Ventilsitz (15) hindurchführt,
- 1.2 einem gegenüber dem Ventilsitz (15) verstellbaren Ventilglied (33, 42) aus einer starren, tassenför
migen, zum Ventilsitz hin offenen und gegenüber diesem
zwangsweise verstellbaren Halterung (33) und einer
elastischen Ventilplatte (42), die lose in der Halterung
liegt, wobei
- 1.2.1 der Durchmesser der Ventilplatte größer ist als der Durchmesser des Ventilsitzes, so daß ein Randbereich der Ventilplatte außerhalb des Ventilsitzes unabhängig von der Stellung der Halterung dem Druck in der Ein laßöffnung, der Innenbereich der Ventilplatte inner halb des Ventilsitzes in der Schließstellung des Venti les und bei auf dem Ventilsitz aufliegender Ventilplatte dem Druck in der Auslaßöffnung ausgesetzt ist und
- 1.2.2 die Ventilplatte eine freie Durchgangsöffnung (43) aufweist, die deren dem Tassendeckel (34) zugekehrte Seite mit der dem Ventilsitz zugekehrten Seite der Ventilplatte verbindet und achsgleich dem Ventilsitz angeordnet ist.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der dem Ventilsitz (15) zugekehrte Rand der Ventil
platte (42) als an der Innenseite der Schürze (35) der
Ventilplattenhalterung (33) anliegende Dichtung (44)
ausgebildet ist.
3. Ventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Dichtung als abstehende Ringlippe (44) ausgebildet
ist, zwischen der und dem Grundkörper der Ventilplatte
(42) eine dem Druck in der Einlaßöffnung (12) des Ven
tilkörpers (10) ausgesetzte Ringnut (45) besteht.
4. Ventil nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine zur
Öffnung (43) in der Ventilplatte (42) achsgleiche Öffnung
(53) als weiterer Ventilsitz im Deckel (34) der Ventilplattenhalterung (33) und
einen Verbindungskanal (52) zwischen dem den durch die Ventilplatte (42) verschließbaren Ventilsitz
(15) umgebenden Bereich und dem Bereich des Ventilgehäu
ses dem die Seite des Deckels (34) der Ventilplattenhalterung (33)
zugekehrt ist, die der Ventilplatte (42) abgekehrt ist.
5. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Ventilplatte (42) in jeder Stellung
der Ventilplattenhalterung (33) mit einem zentralen
Ansatz (58) in den vom Ventilsitz (15) umschlossenen
Kanalbereich (14) hineinragt unter Einhaltung eines
Ringraumes zwischen Ansatz und Ventilsitz.
6. Ventil nach Anspruch 5, daurch gekennzeichnet, daß
der Ansatz (58) die Form eines von der Ventilplatte
(42) aus sich verjüngenden Kegelstumpfes hat.
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