DE2910303A1 - Huelse als traeger fuer zu bildende garnkoerper und verfahren zu deren herstellung - Google Patents
Huelse als traeger fuer zu bildende garnkoerper und verfahren zu deren herstellungInfo
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Description
- Illülse als Träger für zu bildende Garmkö-rper und Verfahren
- zu deren ljerstellungu Beim Färben oder Bleichen von Garnen, die zu weichen Garnkörpern und Kreuzspulen als eine Alternative zum Strangfärben kreuzgewickelt sind, wird das Garn mit oder ohne vorhergehende Entspannung, erreicht durch Dämpfen od dgl.
- auf Hülsen gewickelt, die auf Wickeldornen oder Spindeln sitzen. Die Hülsen sind Träger für die zu bildenden Garnkörper. Sie werden auch als Garnträger oder Spulen oder Bleich- oder Färbehülsen bezeichnet. Die Färb- oder Bleichflotte wird durch die Hülse verteilt, so daß sich eine Vergleichmäßigung und gleichmäßige Verteilung im ganzen Garnkörper ergibt. Weiche Garnkorper, die man allgemein auch als Muffs bezeichnet, erlauben eine Entspannung des voluminösen Garnes, insbesondere von Acrylfasern, während des Färbvorganges, damit die lockere Aufmachung des Garnes erhalten bleibt. Nach der gleichen Methode werden auch in Kreuzspulform gewickelte Garne gefärbt, z.B. Mischgarne aus Polyester und Baumwolle.
- Die Hülsen sind aus nicht färbbarer Faser hergestellt, damit die Hülsen für so viele Färbvorgänge wie möglich verwendet werden können. Sie werden gegenwärtig z.B.
- aus einem flachporösen Nadelfilz aus Stapelfaser gefertigt und z.B. durch Nähen zu einem Rohr geformt. Auch andere Arten der Nahtbildung sind beschrieben, z.B. das Heißsiegeln und Verbinden (GB-PS 13 80 387). Die so unter Nahtbildung zusammengemachten Hülsen haben wegen Nahtbrüchen und Nahtrissen eine begrenzte Lebensdauer, wodurch die Anzahl der Färb- oder Bleichzyklen auf ein unwirtschaftliches Maß absinken kann.
- Nachdem das Garn auf die Hülse aufgespult worden ist, werden verschiedene solche Garnkörper auf den Materialträger (Färbdorn) gesteckt und sodann zusammengepreßt, um sämtliche Gründe auszuschließen, daß die Bleich- oder Färbflotte beim Färben den Garnmuff umgeht, statt ihn zu durchsetzen. Die axiale Zusammenpressung der Hülse erfordert, daß die Hülse aus einem Material mit gutem Kompressions-Rückbildungsvermögen gebildet ist. Außerdem führt das ständige Biegen der unter Nahtbildung gestalteten Nahtverbindungen der Hülsen zu vorzeitigem Bruch.
- Die Erfindung sieht nun eine Hülse als Träger für zu bildende Garnkörper, die aus Nadelfilz besteht, vor, die durch die Ausbildung als nahtloses Rohr gekennzeichnet ist. Das Nadelfilz-Rohr ist vorzugsweise so hergestellt, wie in den US-PS 35 08 307 und 37 58 926 beschrieben ist. Beim Herstellen des Nadelfilz-Rohres wird kontinuierlich ein Faservlies oder Faserband einem Ende eines mit einer Scheibe versehenen Rohres zugeführt, dem zumindest ein Filznadelbrett benachbart ist, das sich um den Umfang des Rohres hin- und herbewegt. Wenn das mit Scheibe versehene Rohr umläuft und die Dicke der Faserstruktur aufbaut, werden die Fasern der rohrförmigen Struktur genadelt, so daß sich ein rohrförmiger Filz ergibt. Der fertige, rohrförmige Nadelfilz wird von dem mit Scheibe versehenen Rohr an demjenigen Ende abgezogen, das demjenigen gegenüberliegt, an dem die Zufuhr des Faservlieses geschieht.
- Die Faserarten, die zur Herstellung solcher rohrförmigen, nahtlosen Nadelfilzhülsen verwendet werden, sind im allgemeinen Polyolefin und Polyacrylnitril, die beide im Vergleich zu färbbaren Garnen relativ unfärbbar sind.
- Sofern es gewünscht wird, können auch andere synthetische Fasern verwendet werden.
- Polyolefinfasern halten Färbtemperaturen bis zu 1000 C stand. Polyacrylnitrilfasern halten Färbtemperaturen bis zu 1400 C stand. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die aus einem Nadelfilzrohr bestehende Hülse völlig aus diesen relativ unfärbbaren Fasern zusammengesetzt. Nach Herstellung der Hülse in zuvor erläuterter Weise wird diese einer Nachbehandlung, z.B. Ausrüstungsbehandlung, unterzogen.
- Da die Hülse erfindungsgemäß als nahtloses Rohr aus Faserfilz ausgebildet ist, ist ihre Körperfestigkeit und Stabilität gesteigert und die Gefahr des Hakens des Garnes wesentlich verringert, verglichen mit Nahtrohren als Hülsen, bei denen das Garn hängenbleiben und sich verfitzen und die Hülse reißen kann. Ferner ist der Garnverlust wesentlich reduziert, weil im allgemeinen der ganze Garnmuff zurück auf Bobine oder konische Spulen gewickelt werden kann.
- Eine gesteigerte Temperaturfestigkeit für den besonderen Einsatz beim HT-Färben erhält man durch Wärmebehandlung der Hülsen auf Formern oder Dornen, die etwa den gleichen oder einen etwas größeren Durchmesser als die Wickeldorne oder Spindeln haben, die während des Wickelns des Garnes und der Bildung des Garnmuffes zur Halterung und zum Tragen der Hülsen dienen. Um diese erläuterte Wärmebehandlund zu erreichen, werden die Hülsen durch eine Erhitzungszone mit einer Temperatur von zumindest 300 oberhalb der Färbtemperatur hindurch geleitet, um eine erhöhte Körperfestigkeit der Hülse zu erreichen, die für den Färbvorgang wünschenswert ist. Während dieser Wärmebehandlung wird ein Schrumpfen des rohrförmigen Nadelfilzes geschehen, was für die Herstellung von Webstuhlhülsen zugelassen ist. Ein verbessertes Kompressions-Rückbildungs vermögen, worunter ein axiales und radiales zu verstehen ist, wird nicht nur durch Auswahl der geeignetsten Faserart und des Kräuselungsgrades erreicht,- sondern, sofern nötig, noch durch eine weitere thermische Behandlung.
- Diese weitere thermische Behandlung schließt eine Erhöhung der Temperatur während der Wärmebehandlung bis hin zum Erweichungspunkt der Fasern ein, um ein partielles Verkleben und ein verbessertes Rückfederungsvermögen bei axialer und radialer Kompression zu erreichen.
- Weitere Steigerungen des Federungsvermögens der Hülsen lassen sich erreichen durch Gläzendmachen oder Behandlung auf dem Friktionskalander oder durch Oberflächenglätten unmittelbar nachdem die Temperatur auf den Erweichungspunkt der Fasern angehoben wurde. Dieses Kalandern oder Glätten erfolgt, während die Hülse sich noch auf dem Warmbehandlungsformer oder Dorn befindet.
- Diese Oberflächen-Temperaturbehandlungen setzen die Verhakungsneigung der Garne auf den Hülsen'herab, reduzieren den Garnverlust, wenn das Garn vom gefärbten Muff abgespult wird, und verhindern auch Faserverluste der Hülsenfasern selbst.
- Nachfolgend wird auf die Zeichnung Bezug genommen, in der Fig. 1, 2 und 3 Jeweils 10-fache fotografische Vergrößerungen eines Teiles einer Hülse in verschiedenen Stadien der Hülsenherstellung zeigen.
- Die in Fig. 1 gezeigte Hülse aus Polypropylenfaser 3Odtex hat ein Stuhlwaren-Oberflächenaussehen. Nach erfolgter Wärmebehandlung mit dem Ziel, ein teilweises Verkleben der Fasern zu erreichen, ergibt sich das in Fig. 2 gezeigte Oberflächenbild. Nach weiterer Behandlung in Gestalt von Glänzendmachen oder Behandlung auf dem Friktionskalander ergibt sich das in Fig. 3 gezeigte Oberflächenbild.
Claims (8)
- Patentansprüche 1. Hülse als Träger für zu bildende Garnkörper, die aus Nadelfilz besteht, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h die Ausbildung als nahtloses Rohr.
- 2. Hülse nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß das Nadelfilzmaterial aus Polyolefin - oder Polyacrylnitrilfasern besteht.
- 3. Hülse nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t, daß die Fasern des Nadelfilzmateriales partiell miteinander verklebt sind.
- 4. Hülse nach einer der Ansprüche 1 - 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Hülsenoberfläche kalandert ist.
- 5. Verfahren zur Herstellung einer Hülse nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß man einer Rohrformvorrichtung zur Formung eines Faserrohres ein Faservlies zuführt und daß man das Faserrohr unter Bildung eines nahtlosen Nadelfilzes nadelt.
- 6. Verfahren nach Anspruch 5, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß man das Rohr aus Nadelfilz einer Wärmebehandl-ung unter Steigerung seiner Körperfestigkeit unterzieht.
- 7. Verfahren nach Anspruch 6, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß man das Rohr aus Nadelfilz einer weiteren thermischen Behandlung mit sich ergebendem partiellen Verkleben der Fasern unterzieht.
- 8. Verfahren nach Anspruch 7, d a d u r c- h g e k e n n -z e i c h n e t, daß man die Oberfläche der Hülse kalandert.
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2910303A1 true DE2910303A1 (de) | 1980-09-25 |
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ID=6065537
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| DE19792910303 Withdrawn DE2910303A1 (de) | 1979-03-16 | 1979-03-16 | Huelse als traeger fuer zu bildende garnkoerper und verfahren zu deren herstellung |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0170094A1 (de) * | 1984-08-02 | 1986-02-05 | Wibmer & Co. KG | Hülse als Wickelkern |
| DE3941711A1 (de) * | 1988-12-22 | 1990-06-28 | Geze Gmbh & Co | Vorrichtung zur regelung der schliessfolge von zweifluegeligen tueren |
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1979
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| EP0170094A1 (de) * | 1984-08-02 | 1986-02-05 | Wibmer & Co. KG | Hülse als Wickelkern |
| DE3941711A1 (de) * | 1988-12-22 | 1990-06-28 | Geze Gmbh & Co | Vorrichtung zur regelung der schliessfolge von zweifluegeligen tueren |
| DE3941711B4 (de) * | 1988-12-22 | 2006-10-05 | Geze Gmbh | Vorrichtung zur Regelung der Schließfolge von zweiflügeligen Türen |
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