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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde. eine Vorrichtung zum Fräsen
von Entwässerungsschlitzen in ein Fensterprofil der eingangs erwähnten Art zu schaffen,
welche einfacher im Aufbau ist und bei einfacher Bedienung die gleichzeitige Herstellung
von zwei oder mehr Entwässerungsschlitzen ermöglicht Dies wird nach der Erfindung
dadurch erreicht, daß
die Führungssäulen aller Fräsaggregate an
einem gemeinsamen, einzigen Schlitten angeordnet sind, daß die Betätigungshebel
der Fräsaggregate untereinander durch ein erstes Gestänge und mit den Fräsaggregaten
unter Zwischenschaltung von Federn verbunden sind und daß mit einem Betätigungshebel
ein zweites Gestänge verbunden ist, welches gegenüber dem Betätigungshebel etwa
um den Arbeitshub der Fräsaggregate begrenzt verschiebbar ist und welches an einem
am Schlitten um eine senkrecht zur Verschieberichtung des Schlittens angeordnete
Achse schwenkbaren Hebel angreift, dessen freies Ende sich an einem Teil des Maschinengestells
derart abstützt, daß durch die Schwenkbewegung des Hebels der Schlitten verschoben
wird.
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Es ist auch eine Fräsmaschine zum Einfräsen von Ausnehmungen in aus
Metall, Kunststoff oder dgl.
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bestehende Profilstücke für Tür- oder Fensterrahmen bekannt (vgl.
DE-AS 2045244), mit einem gegenüber einem Maschinengestell mittels zweier Handhebel
längs, quer und in der Höhe verfahrbaren Frässupport Der Frässupport ist hierbei
als Kreuzschlitten ausgebildet und trägt ein erstes Fräsaggregat mit einer vertikalen
Frässpindel und ein zweites Fräsaggregat mit einer horizontalen Frässpindel. Da
jedoch beide Fräsaggregate starr an den Support angeordnet sind, kann immer nur
jeweils eines der Fräsaggregate mit dem Profilstück in Arbeitsstellung gebracht
werden. Die Zustellung des einen Fräsaggregates kann hierbei nur durch die Betätigung
des einen Handhebels erfolgen, während zur Verschiebung des Fräsaggregates in Profillängsrichtung
der zweite Handhebel betätigt werden muß. Bezüglich der Bedienung und der zum Fräsen
von Schlitzen an verschiedenen Profilseiten erforderlichen Fräszeit treffen also
für diese bekannte Vorrichtung die oben erwähnten Nachteile ebenfalls zu.
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Da bei dieser bekannten Vorrichtung die Fräsaggregate nicht gleichzeitig
eingesetzt werden und außerdem zu ihrer Betätigung zwei verschiedene Handhebel erforderlich
sind, hat dieser Stand der Technik zur Lösung der gestellten Aufgabe nichts beigetragen.
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Es ist außerdem eine Werkzeugmaschine (Fräsmaschine) bekannt (DE-PS
8 80 836), bei der ein auf einem Maschinenbett verschiebbarer Tisch den Ständer
der Werkzeugmaschine trägt. An diesem Ständer ist höhenverschiebbar ein Ausleger
angeordnet, an welchem senkrecht zur Verschiebbewegung des Tisches zwei Werkzeugträger
verschiebbar angeordnet sind.
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Das Werkstück selbst wird auf einer neben dem Maschinenbett angeordneten
stationären Spannplatte aufgespannt. Bei dieser Werkzeugmaschine können zwar die
beiden Werkzeugträger durch Verschiebung des Tisches gleichzeitig in Längsrichtung
des Werkstükkes bewegt und damit eine Bearbeitung vorgenommen werden und sie können
auch durch Höhenbewegung des Auslegers gegenüber den Ständer senkrecht zur Ebene
der Spannplatte bewegt werden. Die gleichzeitige Bewegung der Werkzeugträger von
verschiedenen Richtungen auf das Werkstück zu oder von diesem weg ist jedoch nicht
möglich. Mangels eines Vorbildes hat auch dieser Stand der Technik zur Lösung der
gestellten Aufgabe nichts beigetragen.
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Die neue Vorrichtung ist zunächst einfacher in ihrem Aufbau, denn
es ist nur ein einziger Schlitten zur Verschiebelagerung von zwei oder mehr Fräsaggregaten
notwendig. Insbesondere ist die neue Vorrichtung aber auch einfacher in der Bedienung,
denn durch Betätigung eines einzigen Handhebels, der gegebenen-
falls auch durch
einen Pneumatikzylinder ersetzt werden kann, werden gleichzeitig die Entwässerungsschlitze
an mehreren Seiten des Profils in dieses eingefräst. Außerdem braucht bei der neuen
Vorrichtung der Handhebel nur in einer Richtung bewegt zu werden. Sobald nämlich
die eingestellte Frästiefe erreicht ist, wird bei Weiterbewegung des Handhebels
in der gleichen Richtung der Schlitten mittels des zweiten Gestänges und des Hebels
in Profillängsrichtung verschoben, wie es in der Spezialbeschreibung noch näher
ausgeführt ist. Hierdurch ist die Bedienung der neuen Vorrichtung sehr vereinfacht
und außerdem wird für die Herstellung von zwei oder mehr von verschiedenen Seiten
in das Profil einzufräsenden Entwässerungsschlitzen nur eine Arbeitszeit benötigt,
die sonst zum Einfräsen eines einzigen Entwässerungsschlitzes erforderlich ist.
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
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Die Erfindung ist in folgendem, anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 einen Teilquerschnitt durch
die Vorrichtung in Ausgangsstellung F i g. 2 einen Teilquerschnitt durch die Vorrichtung
in einer Arbeitsstellung F i g. 3 eine Teilseitenansicht in Richtung II der F i
g. 1 unter Weglassung des ersten Gestänges.
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In der Zeichnung ist mit 1 ein Teil des Maschinengestelles bezeichnet,
welches einen Aufspanntisch 2 aufweist. Auf diesem Aufspanntisch kann mittels nicht
dargestellter Spanneinrichtungen ein aus Aluminium oder Kunststoff bestehendes Fensterprofil
P festgespannt werden. Mit dem Maschinengestell 1 sind über die Stützen 3 zwei übereinander
in Abstand angeordnete Führungsstangen 4 verbunden, die sich in Längsrichtung des
Profils P erstrecken. An diesen Führungsstangen 4 ist ein Schlitten 5 horizontal
verschiebbar gelagert An diesem Schlitten 5 ist ein Träger 6 um eine parallel zu
den Führungsstangen 4 verlaufende Achse schwenkbar und feststellbar gelagert Dieser
Träger 6 trägt die Führungssäulen 7 für ein erstes Fräsaggregat 8.
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Innerhalb der Führungssäulen sind nicht dargestellte Druckfedern angeordnet,
welche das Fräsaggregat 8 jeweils in seiner vom Fensterprofil entfernten, in F i
g. 1 dargestellten Ausgangslage halten. An dem Fräsaggregat ist außerdem ein einstellbarer
Anschlag 9 vorgesehen. Mit diesem Fräsaggregat 8 kann von oben her ein Entwässerungsschlitz
in das Profil P eingefräst werden, wobei dieser Entwässerungsschlitz auch gegenüber
einer Seitenfläche des Profils geneigt sein kann.
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An dem Schlitten 5 ist ferner ein Tragarm 10 befestigt, der Führungssäulen
11 für ein zweites Fräsaggregat 12 trägt. Dieses zweite Fräsaggregat 12 wird durch
sein Eigengewicht in seine vom Profil entfernte, in Fig.1 dargestellte Ausgangsstellung
zurückgeführt. An dem Schlitten 5 kann ferner ein weiteres, strichpunktiert dargestelltes
Fräsaggregat 13 ebenfalls mittels Führungssäulen in Richtung auf das Profil Pzu
verschiebbar gelagert sein.
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Zur Verschiebung des ersten Fräsaggregates 8 in Richtung A auf das
Profil P zu ist ein erster Betätigungshebel 14a, 14b vorgesehen. Dieser Betätigungshebel
14a, 14b ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel zweiteilig ausgebildet, wobei
beide Teile gegeneinander festklemmbar sind. Diese zweiteilige Ausgestaltung ist
deshalb erforderlich, weil das erste Fräsaggregat 8 an dem schwenkbaren Träger 6
angeordnet
ist. Durch die zweiteilige Ausgestaltung des Betätigungshebels kann dieser an die
jeweilige Stellung des Trägers 6 angepaßt werden. Das Teil 14a des Betätigungshebels
14a, 14b ist über eine Zugfeder 15 mit dem Fräsaggregat 8 verbunden. Beide Teile
14a, 14b schwenken um die Lagerachse 16. An dem Betätigungshebelteil 14a ist ferner
ein Handhebel 16 angebracht Zur Bewegung des zweiten Fräsaggregates 12 in Richtung
B ist ein zweiter Betätigungshebel 17 vorgesehen. Dieser Betätigungshebel ist bei
dem gezeigten Ausführungsbeispiel über die Lagerachse 18 an dem Fräsaggregat 12
angelenkt. Eine Zugfeder 19 verbindet den einen Hebelarm des Betätigungshebels 17
mit dem Tragarm 10. Die hinteren Enden beider Betätigungshebel 14a, 14b bzw. 17
sind über ein Gestänge 20 miteinander verbunden. Für das eventuell vorgesehene dritte
Fräsaggregat 13 ist ebenfalls ein Betätigungshebel 32 vorgesehen, der in ähnlicher
Weise über ein weiteres Gestänge 33 unter Zwischenschaltung einer Feder 34 mit dem
Betätigungshebel 14a, 14b verbunden sein kann. Dieses zuletzt genannte Gestänge
und das Gestänge 20 können entweder wechselweise oder auch gleichzeitig eingehängt
sein, je nachdem, ob entweder das Fräsaggregat 12 oder das Fräsaggregat 13 zusammen
mit dem Fräsaggregat 8 oder alle drei Fräsaggregate zusammen bewegt werden sollen.
Auch an dem Fräsaggregat 12 ist ein einstellbarer Anschlag 21 vorgesehen. Gegebenenfalls
wäre es auch möglich, den Betätigungshebel 17 um eine starr am Schlitten 5 angeordnete
Lagerachse schwenkbar zu lagern, wobei jedoch dann der Betätigungshebel 17 ebenfalls
über eine Feder mit dem Fräsaggregat 12 verbunden sein müßte.
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Damit der Schlitten 5 in Richtung C also in Längsrichtung des Profils
an den Führungsstangen 4 verschoben werden kann, ist ferner ein Hebel 22 um eine
quer zu den Führungsstangen verlaufende Achse 23 am Schlitten 5 gelagert. Dieser
Hebel 22 weist an seinem freien Ende eine Rolle 24 auf, welche sich an einer gegenüber
den Führungsstangen 4 schräg geneigten Stützfläche 25 der mit dem Maschinengestell
1 verbundenen Stütze 3 abstützt. Der Hebel 22 ist ferner über ein zweites Gestänge
26 mit dem Hebelteil 14b des ersten Betätigungshebels 14a, 14b, verbunden. Diese
Verbindung ist jedoch so, daß das Betätigungsgestänge 26 in ein mit dem Hebelteil
14b verbundenen Auge 27 begrenzt verschiebbar gelagert ist. Diese begrenzte Verschiebbarkeit
oder der Leerhub L entspricht in etwa dem durch die Anschläge 9 bzw. 21 begrenzten
Arbeitshub Hder Fräsaggregate 8 bzw. 12. Der Leerhub L ist mittels einer auf dem
Gestänge 26 angeordneten Mutter 28 und einer Kontermutter 29 einstellbar. Wie man
aus Fig.3 erkennen kann, ist der Hebel 22 in Ausgangsstellung des Schlittens gegenüber
dessen
durch die Führungsstangen 4 bestimmten Verschiebeachse im spitzen Winkel a
geneigt. Zur Rückführung des Schlittens 5 in seine Ausgangsstellung ist zwischen
diesem und der Stütze 3 eine Rückstellfeder 30 vorgesehen.
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Sollen in das Fensterprofil P an gegenüberliegenden Seiten Entwässerungsschlitze
eingefräst werden, so wird das Profil P auf dem Arbeitstisch 2 festgespannt.
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Durch Betätigung des Handhebels 16 in- Richtung D werden gleichzeitig
die beiden Fräsaggregate 8 und 12 in Richtung A bzw. B auf das Profil P zu bewegt,
wobei die von den Fräsaggregaten 8 und 12 angetriebenen Fräser senkrecht zur Profilachse
in das Profil eindringen. Die Eindringtiefe wird durch die verstellbaren Anschläge
9 und 21 bestimmt, die bei Verschwenkung des Handhebels 16d gleichzeitig oder nacheinander
an entsprechenden Gegenanschlägen des Trägers 6 bzw.
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des Tragarmes 10 zur Anlage kommen. Hierdurch wird die weitere Bewegung
der Fräsaggregate 8 bzw. 12 in Richtung A bzw. B gestoppt. Inzwischen hat sich das
hintere Ende des Hebelteiles 14b, wie es aus F i g. 2 ersichtlich ist, soweit nach
oben bewegt, daß das Auge 27 bzw. die am Auge abgestützte Führungsbüchse 31 an der
Mutter 28 zur Anlage gekommen ist. Dank der Zugfedern 15 und 19 kann der Handhebel
16 weiter in Richtung D nach unten geschwenkt werden, obwohl die Fräsaggregate 8,
12 nicht weiter auf das Profil P zu bewegt werden. Durch das Gestänge 26 wird nunmehr
das freie Ende des Hebels 22 nach oben geschwenkt, wobei die Rolle 24 an der Stützfläche
25 abrollt.
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Hierdurch verschiebt sich der Schlitten 5 in Richtung C, wobei die
von den Fräsaggregaten 8, 12 angetriebenen Fräser die Entwässerungsschlitze in Längsrichtung
des Profils in dieses einfräsen. Die Länge dieser Längsschlitze kann durch einen
verstellbaren Anschlag 32 ebenfalls eingestellt werden. Das Einfräsen der Längsschlitze
erfolgt durch die beiden Fräsaggregate 8 und 12 gleichzeitig. Nach Beendigung des
Fräsvorganges wird beim Loslassen des Handhebels 16 der Schlitten 5 durch die Rückstellfeder
30 zunächst in seine in F i g. 3 dargestellte Ausgangslage zurückgeführt. Das Fräsaggregat
12 kehrt durch Eigengewicht in seine Ausgangsstellung zurück und das Fräsaggregat
8 wird durch die nicht dargestellten, in den Säulen 7 angeordneten Federn in seine
Ausgangsstellung gebracht.
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Zur Erzeugung der Bewegung der Fräsaggregate 8, 12 in Richtung A
bzw. B auf das Profil zu und zur Bewegung des Schlittens Cin Längsrichtung des Profils
ist also nur eine Schwenkbewegung des Handhebels 16 in einer Richtung erforderlich.
Man kann infolgedessen den Handhebel auch sehr einfach durch einen einzigen Pneumatikzylinder
ersetzen.