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Die Erfindung betrifft vorbearbeitete Balken zur Verwendung
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beim Aufbau von Blockwandstrukturen und sie betrifft mit solchen Balken
hergestellte Blockwände.
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Seit langer Zeit werden Blockhütten, Blockhäuser und dergleichen dadurch
hergestellt, daß horizontal liegende Balken zur Bildung von Blockwänden in Vertikalrichtung
aufeinandergeschichtet werden und daß Schlitze, Spalte oder Lücken zwischen benachbarten
Balken ausgefüllt werden.
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Mit dem Aufkommen von Holzbearbeitungsmaschinen wurden viele Arten
von Ausbildungen von flachen Oberflächen, Rippen, Nuten und dergleichen an den Balken
angebracht, um ein dichtes Aneinanderliegen der Balken in Längsrichtung zu bewirken.
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Weiter ist es bekannt, an den Endabschnitten der Balken Ausschnitte
anzubringen, um leicht aufeinander aufbaubare Ecken von Blockwandbauten zu ermöglichen.
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Diese bekannten Blockwandstrukturen weisen insgesamt den Nachteil
auf, daß sie relativ kompliziert und damit teuer in der Herstellung und/oder schwierig
durch ungeübte Arbeiter auszuführen sind.
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Es besteht deshalb ein bestimmtes und wesentliches Bedürfnis nach
vorbearbeiteten Balken, die eine wirtschaftlicheHerstellung erlauben und leicht
und schnell zu Wandstrukturen zu vereinigen sind und die insbesondere die Errichtung
der Überschneidungen oder Verbindungen zwischen zueinander senkrechten Blockwänden
ermöglichen.
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Es ist deshalb ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen neuen und
verbesserten vorbearbeiteten Balken zu schaffen, der die eben genannten Anforderungen
erfüllt.
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Ein erfindungsgemäß vorbearbeiteter Balken zur Verwendung beim Aufbau
von Blockwandstrukturen umfaßt eine erste ebene Fläche, die sich in Längsrichtung
des Balkens erstreckt und durch zwei zueinander parallele gerade Rippen mit gegenseitigem
Abstand unterbrochen ist, wobei die Rippen sich ebenfalls in Längsrichtung des Balkens
erstrecken,und eine zweite, zur ersten Fläche parallele ebene Fläche, die durch
zwei sich in Längsrichtung des Balkens erstreckende Nuten mit gegenseitigem Abstand
unterbrochen ist; die Rippen und die Nuten sind so bemessen und ausgelegt, daß sie
mit den entsprechenden Nuten und Rippen gleichartig vorbearbeiteter Balken zur Bildung
eines Blockwandaufbaus oder einer Blockwandstruktur in dichten Eingriff gebracht
werden können.
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Diese vorbearbeiteten Balken bieten den Vorteil, daß sie leicht auf
die erforderliche Länge zugeschnitten und auch leicht zur Bildung eines Eckteiles
eines Blockbauwerks abgewandelt werden können, ohne daß komplizierte und große Übung
verlangende Arbeiten zum Ausarbeiten von Einschnitten oder zum Bilden der Verbindungsstellen
am Ende der Balken ausgeführt werden müssen.
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Insbesondere kann mit den erfindungsgemäßen vorbearbeiteten Balken
eine gute "Stoß- und Durchlaufverbindung" sehr einfach dadurch gebildet werden,
daß einfach ein Stück jeder Rippe bei dem Abschnitt des vorbearbeiteten Balkens
weggeschnitten wird, der an der Uberschneidungsstelle senkrecht aufeinanderstehender
Wände liegen soll.
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Alternativ kann auf eine etwas kompliziertere, jedoch immer noch einfache
Weise eine Eckverbindung dadurch gebildet werden, daß eine Seite des vorbearbeiteten
Balkens, wie es später beschrieben wird, zusätzlich zur Entfernung der benachbarten
Abschnitte der sonst vorhandenen Rippen mit einem Einschnitt versehen wird.
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Auf diese Weise kann ein fester und sicherer Blockbau mit horizontal
angeordneten, dicht und steif miteinander in Längsrichtung
in Eingriff
befindlichen Balken und mit sich gegenseitig überschneidenden Wänden schnell ohne
geübte Bauleute und komplizierte Holzschneideausrüstung aus einfach herzustellenden
vorbearbeiteten Balken errichtet werden.
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Vorzugsweise besitzen die Rippen und die Nuten jeweils einen V-förmigen
Querschnitt und die erste Fläche kann weiterhin durch eine Nut unterbrochen werden,
die sich in Längsrichtung des Balkens zwischen den Rippen erstreckt.
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Es kann auch eine dritte ebene Fläche vorgesehen sein, die sich senkrecht
zu den ersten beiden ebenen Flächen erstreckt, so daß in dem fertiggestellten Blockbau
oder einem anderen Blockaufbau eine ebene Innenwand entsteht.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der
Zeichnung näher erläutert; in dieser Zeichnung zeigt: Fig. 1 Abschnitte zweier horizontal
liegender, vorbearbeiteter Balken, die in Längsrichtung miteinander in Eingriff
sind und vertikal aufeinanderliegen, Fig. 2 Abschnitte von vorbearbeiteten Balken
bei einer über schneidung zwischen zwei senkrecht zueinander stehenden Wänden, Fig.
3 zwei an der Überschneidungsstelle von zwei senkrecht aufeinanderstehenden Wänden
gegenseitig ineinander eingreifende vorbearbeitete Balken, Fig. 4 eine Teilansicht
eines entstehenden Blockhauses während des Aufbaus.
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Die beiden in Figur 1 dargestellten Balken 10 und 11 besitzen jeweils
eine erste ebene obere Fläche 12, die sich über ihre jeweilige gesamte Länge erstreckt.
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Die Fläche 12 wird durch zwei Längsrippen 14 unterbrochen, die in
Querrichtung voneinander und von den Seitenkanten der ersten ebenen Fläche 12 einen
Abstand aufweisen.
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Die Fläche 12 ist weiterhin durch eine Mittellängsnut 16 mit im wesentlichen
halbkreisförmigem Querschnitt unterbrochen.
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An der unteren Seite der Balken 10 und 11 ist eine weitere ebene zweite
Fläche oder Unterfläche 17 ausgebildet, die durch zwei sich in Längsrichtung erstreckende
Nuten 18 unterbrochen wird, welche ebenso in Querrichtung voneinander und von den
Längskanten der Unterfläche 17 einen Abstand aufweisen.
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Wie aus Figur 1 ersichtlich, besitzen sowohl die Rippen als auch die
Nuten 18 V-förmige Querschnitte und die Nuten und Rippen sind so bemessen und angelegt,
daß sie beim Aufeinanderliegen genau ineinander passen; dabei ist längs des Grates
jeder Rippe 14 ein Streifen Dichtmaterial 20 eingelegt, damit die Balken 10 und
11 gegeneinander abgedichtet sind.
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An jedem Balken 10 und 11 ist auch eine ebene dritte oder Innenfläche
21 vorgesehen, die senkrecht zu den Flächen 12 und 17 verläuft und in dem fertigen
Blockhaus oder der fertigen Blockwand, das oder die aus den Balken aufgebaut ist,
eine Innenwandfläche bildet.
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Wie für den Fachmann ersichtlich, kann die Herstellung der vorbearbeiteten
Balken 10 und 11 einfach und wirtschaftlich mit üblichen Holzbearbeitungsmaschinen
durchgeführt werden.
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In Figur 2 ist eine "Stoß- und Durchlaufverbindung" zwischen Balken
an der Überschneidung von zwei senkrecht aufeinanderstehenden Wänden eines Blockbaus
gezeigt. Diese Balken sind identisch mit den in Figur 1 gezeigten, jedoch wurden
Abschnitte der Längsrippen 14 an den einander überschneidenden Teilen der Wände
entfernt.
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Insbesondere wurde der Balken 10a in Figur 2 durch Unterbrechungen
oder Lücken 22 in den Längsrippen 14 verändert. Diese Unterbrechungen 22 können
sehr einfach an der Baustelle durch gebräuchliche Werkzeuge, beispielsweise Stemmeisen,
hergestellt werden und verlangen keine große Erfahrung im Umgang mit Holz.
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Der Balken 10b stößt mit seinem Ende an die Fläche 21 des Balkens
10a in der Nähe der Unterbrechungen 22 an.
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Ein weiterer, in der bereits beschriebenen Weise mit dem Balken 10a
in Eingriff befindlicher Balken 11a stößt mit seinem Ende an die Innenfläche 21
eines weiteren Balkens lib, der wiederum in Längsrichtung mit dem Balken 10b in
Eingriff steht.
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Wie ersichtlich, sind die Rippen 14 an der oberen Fläche des Balkens
lib ebenfalls zur Bildung von Lücken oder Unterbrechungen ähnlich den Unterbrechungen
22 ausgeschnitten, damit der Balken 10a quer über den Balken lib gepaßt werden kann,
wobei die Unterfläche 17 des Balkens 10a engflächig auf der oberen Fläche 12 des
Balkens lib aufliegt.
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Auf diese Weise können einander überschneidende Wände einfach miteinander
verbunden werden, in~dem die Balken auf die erforderliche Länge zugeschnitten und
die Unterbrechungen 22 in den Rippen gefertigt werden, und die Länge der Balken,
deren Enden von der Außenseite der fertigen Blockwand vorstehen, wie es bei den
Balken 10a und 11b der Fall ist, wird so ausgelegt, daß die vorstehenden Endabschnitte
eine Länge von etwa 30 cm besitzen; diese Länge reicht aus und es wird eine Verschwendung
der Balken vermieden.
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Figur 3 zeigt eine andere Eckverbindung und zwar wurde ein Balken
10c mit Unterbrechungen 22 seiner Rippen 14 versehen und außerdem besitzt dieser
Balken einen seitlichen rechtwinkligen Einschnitt 24 an der inneren Seitenfläche
21.
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Bei einem weiteren Balken 10d wurde ein Teil an der äußeren, abgerundeten
Fläche so weggeschnitten, daß sich eine Schulter 25 so bildet, daß das Ende des
Balkens 10d eine der Form des Einschnittes 24 entsprechende rechteckige Form besitzt.
Damit kann dieses Balkenende gut in den Einschnitt 24 eingepaßt werden.
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Der Einschnitt 24 wird bei der praktischen Ausführung mit einer Tiefe
von etwa 25 mm (= 1 Zoll) hergestellt und kann durch eine Reihe von dicht aneinanderliegenden
parallelen Sägenschnitten und durch Ausstemmen des Holzes zwischen diesen Sägeneinschnitten
leicht gefertigt werden.
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Wie in Figur 4 gezeigt, können Blockwände mit den beschriebenen Balken
vorzugsweise dadurch aufgebaut werden, daß senkrechte Pfosten 27 auf einem Fußboden
28 dort aufgestellt werden, wo die Ecken und die Seiten der Tür- und Fensteröffnungen
des entstehenden Blockbaus vorgesehen sind und diese Pfosten 27 werden dann ausgerichtet,
lotrecht gestellt und durch Vernageln mit dem Fußboden 28 gesichert.
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Die Balken lOe werden dann in der bereits beschreibenen Weise so aufeinander
angeordnet, daß ihre Innenflächen an den Pfosten 27 anliegen, es werden die vorgesehenen
Fensterrahmen 28 und der oder die Türrahmen 29 eingesetzt und die Pfosten werden
zusätzlich durch Stützlatten 30 abgestützt, die dann bei Fertigstellung der Wände
entfernt werden können.
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Wie aus der Beschreibung hervorgeht, können die erfindungsgemäß vorbearbeiteten
Balken beispielsweise in Standardlängen zum Bauplatz geliefert werden und dann werden
sie auf die erforderlichen Längenabschnitte zugeschnitten, die von den Ausmaßen
des entstehenden Blockbaus abhängen. Mit anderen Worten werden die vorbearbeiteten
Balken an der Baustelle zugeschnitten und brauchen nicht während ihrer Herstellung
in dem Herstellungsbetrieb auf Länge geschnitten werden. Demzufolge können die
Balken
mit Standardlänge ohne weiteres für den Aufbau einer Vielzahl von unterschiedlichen
Bauwerken benutzt werden.
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Es kann ein Xunststoffschaumstreifen 32 in die Nut 16 eingelegt werden,
um eine zusätzliche Abdichtung zu erreichen und Luftdurchtritt zu verhindern.
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Damit ist ein vorbearbeiteter Balken zur Verwendung bei aus Blockwänden
bestehenden Bauwerken mit einer ersten ebenen Längsfläche mit parallelen, geraden
voneinander beabstandeten Längsrippen und einer zweiten ebenen Fläche, parallel
zur ersten ebenen Fläche mit den Rippen entsprechenden Nuten gezeigt.
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Durch diesen Aufbau kann der Balken auf einen gleichartigen Balken
gelegt werden, so daß die Rippen des einen Balkens dicht in Eingriff 1iiit den Nuten
des weiteren Balkens stehen. Durch eine derartige Ausbildung der Balken wird ein
schneller und wirtschaftlicher Aufbau von Blockwänden auch durch ungeübte Personen
möglich.
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