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DE2904087A1 - Messerschild - Google Patents

Messerschild

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Publication number
DE2904087A1
DE2904087A1 DE19792904087 DE2904087A DE2904087A1 DE 2904087 A1 DE2904087 A1 DE 2904087A1 DE 19792904087 DE19792904087 DE 19792904087 DE 2904087 A DE2904087 A DE 2904087A DE 2904087 A1 DE2904087 A1 DE 2904087A1
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DE
Germany
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knife
pressure
support frame
knife cylinder
cylinder
Prior art date
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Granted
Application number
DE19792904087
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English (en)
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DE2904087C2 (de
Inventor
Herbert Heitkamp
Walter Hohn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Caterpillar Global Mining Europe GmbH
Original Assignee
Gewerkschaft Eisenhutte Westfalia GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gewerkschaft Eisenhutte Westfalia GmbH filed Critical Gewerkschaft Eisenhutte Westfalia GmbH
Priority to DE19792904087 priority Critical patent/DE2904087A1/de
Publication of DE2904087A1 publication Critical patent/DE2904087A1/de
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D9/00Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
    • E21D9/06Making by using a driving shield, i.e. advanced by pushing means bearing against the already placed lining
    • E21D9/0692Cutter drive shields

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)

Description

  • Titel: Messerschild
  • Die Erfindung betrifft einen Messerschild, dessen auf einem naohholbaren Stutzrahmen abgestützte Vortriebsmesser mittels doppeltwirkender hydraulischer Messerzylinder vorpreßbar sind, die zwischen den einzelnen Vortriebsnnsssern und dem Stütz rahmen gelenkig eingeschaltet sind0 Nesserschilde dieser Art werden vor allem fUr den Vortrieb von Tunneln, Stollen oder sonstigen Hohlräumen im Erdreich oder auch für den Grabenvortrieb eingesetzt. Bei diesen bekannten Messerschilden bildet der Stützrabmen das gemeinsame Widerlager fur die hydraulischen Messerzylinder, mit deren Hilfe die Vortriebsmesser einzeln oder gruppenweise gegen die Ortsbrust vorpreßbar sind0 Sobald im Zuge der Vortriebsarbeit sämtliche Vortriebsmesser um den Zylinderhub vorgepreßt sind, wird der Stützrahmen nachgeholt, indem alle Messerzylinder gleichzeitig in Einschubrichtung vom hydraulischen Druckmedium beaufschlagt werden. Beim Nachholen des Stützrahmens finden die Messerzylinder ihr Widerlager an den stehenden Vortriebsmessern, die ihrerseits im Reibkontakt mit dem umgebenden erdreich stehen.
  • Beim Messervortrieb werden die Vortriebsmesser normalerweise einzeln nacheinander vorgefahren0 Die Reaktionskraft eines einzelnen Messerzylinders auf den Stützrahmen ist dabei nicht groß genug, um den Stützrahmen in seiner Lage zu verändern, Der Stützrahmen bildet in diesem Fall also ein unverrückbares Widerlager für den druckbeaufschlagten Messerzylinder0 Anders können jedoch die Verhältnisse liegen, wenn gleichzeitig mehrere Vortriebsmesser vorgepreßt werden0 In diesem Fall können die auf den Stützrahmen wirkenden Reaktionskräfte der Messerzylinder so groß werden, daß der Stützrahmen von den druckbeaufschlagten Messerzylindern zurückgedruckt wird. Das Erfordernis, gleichzeitig mehrere Messerzylinder in Ausschubrichtung zu beaufschlagen, stellt sich insbesondere bei der Richtungssteuerung des Messerschildes0 In der Praxis wird die Richtungsänderung so durchgeführt, daß auf der Kurveninnenseite gleichzeitig mehrere Vortriebsmesser vorgefahren werden0 Dabei stellen sich am Stützrahmen so große Reaktionskräfte ein, daß es zu einer gewollten Verkantung bzw.
  • Schrägstellung des Stützrahmens kommt, bei welcher sich der Stützrahmen in die neue, gewollte Richtung dreht.
  • Voraussetzung hierfür ist aber, daß die kurvenäußere Seite des Stützrahmens bei gleichzeitiger Druckbeaufschlagung der Messerzylinder nicht nach hinten ausweicht, so daß es, statt zu der gewünschten Schrägstellung, ledigm lich zu einem Zurückschieben des Stützrabmens innerhalb des Schildes kommt. Die Gefahr eines Zurtickschiebens des Rahmens unter den Reaktionskräften der iviesserzylinder ist in besonderem Maße bei Messerschilden gegeben, bei deren ein zu geringer Reibschluß zwischen Rahmen und Messer besteht0 Die Steuerung von IIesserschilden bereitet in der Praxis auch deshalb häufig Schwierigkeiten, weil die AuzElast des umgebenden Erdreiches auf den von den Vortriebsmessern gebildeten Schildmantel häufig sehr ungleichmäßig ist und starken Änderungen unterworfen sein kann0 Sntsprechend ist auch der Reibungswiderstand, welchen die Vortriebsmesser am umgebenden Erdreich finden, sehr unterschiedlich. Je größer die auf den Schild wirkende ßrdlast ist, um so größer ist auch der Reibungs Tiderstand des Stützrahnlens gegenüber den Vortriebsmessern.
  • Bei nicht ausreichender Auflast kann die Steuerbarkeit des Messerschildes vollständig in Frage gestellt sein0 Aufgabe der SrSindung ist es daher, die Funktionssicherheit und vor allem die Steuerbarkeit der Messerschilde zu erhöhen, Erreicht wird dies erfindungsgemäß durch den Ausschub der Messerzylinder blockierende Sperrvorrichtungen, deren Sperrung bei Druckbeaufschlagung der Kolbenräume der Messerzylinder selbsttätig aufhebbar ist0 Bei dieser Ausgestaltung des Messerschildes sind also die Vortriebsmesser im Normalfall automatisch gegen Ausschub blockiert, so daß stets alle nicht benutzten, stehenden Vortriebsmesser mit dem gemeinsamen Stützrahmen verriegelt sind0 Hierdurch wird sichergestellt9 daß der Stützrahmen auch dann nicht in dem Schild zurückgleiten kann, wenn gleichzeitig mehrere Vortriebsmesser vorgepreßt werden, Beim Durchfahren einer Kurve kann sich der Stützrahmen aufgrund der Ausschubsperre der stehenden Vortriebsmesser zuverlässig auf der kurvenäußeren Seite an den nier befindlichen Vortriebsmessern abstützen, die ihrerseits mit dem Erdreich über die Reibung kraftschlüssig verbunden sind0 Dadurch wdrd sichergestellt, daß der Stützrahmen unter der Wirkung der Reaktionskräfte der kurveninneren Messerzylinder sich in die gewollte Richtung dreht, Die Ausschubsperre wird an jedem einzelnen Messerzylinder in denjenigen Augenblick selbsttätig aufgehoben, in welchem dieser Messerzylinder durch Ventilbetätigung in Ausschubrichtung vom hydraulischen Druckmedium beaufschlagt wird. Nach dem Vorfahren des betreffenden Messers wird die Ausschubsperre selbsttätig in dem Moment wieder hergestellt, in welchem die Druckbeaufschlagung des betreffenden I'riesserzylinders in Ausschubrichtung durch Ventilbetätigung gesperrt wird0 In Ausgestaltung der Erfindung kann jedem Messerzylinder ein Mehrwegeventil vorgeschaltet sein, welches eine Schaltstellung zur Absperrung der Ringräume der Messerzylinder aufweist und wobei in die Zuleitung zum Ringraum zwischen Mehrwegeventil und Ringraum ein Druckentlastungsventil eingeschaltet ist0 Die Erfindung läßt sich in baulich äußerst einfacher und in funktionell besonders zuverlässiger Weise bevorzugt derart verwirklichen, daß für die genannten Sperrvorrichtungen entsperrbare Rückschlagventile verwendet werden, welche die Ringräume der Messerzylinder gegentiber dem Rücklauf absperren und die bei Druckbeaufschlagung der Eolbenräume der Messerzylinder selbsttätig öffnen und dadurch den Ablauf des Druckmediums aus den Ringräumen freigeben, Vorzugsweise bestehen die Rückschlagventile aus druckgesteuerten Ventilen, die durch den Arbeitsdruck im Kolbenraum der zugeordneten Messerzylinder aufsteuerbar sind. Die den einzelnen Messerzylindern zugeordneten entsperrbaren Rückschlagventile werden in diesem Fall durch den Arbeitsdruck im Kolbenraum des zugeordneten Messerzylinders selbsttätig entsperrt.
  • Um trotz der Ausscllubsperre der jeweils nicht im Vorschub befindlichen Vortriebsmesser die für die gezielte Richtungssteuerung des Messerschildes erforderliche Schrägstellung bzw. Verkantung des Stützrahmens zu erreichen, empfiehlt es sich, den gegen Aus schub verriegelbaren Messerzylindern Mittel zur Erzielung der für die Durchführung von Steuerbewegungen erforderlichen Bewegungsfreiheit zwischen dem Stützrahmen und den Vortriebsmessern zuzuordnen. Dies läßt sich in besonders einfacher Weise erfindungsgemäß dadurch erreichen, daß den einzelnen Messerzylindern Druckentlastungsventile zugeordnet werden, welche den Druck in den Ringräumen der Messerzylinder begrenzen und die vorzugsweise jeweils in einer das zugeordnete Rückschlagventil überbrückenden Leitung liegen. Um eine Anpassung an die jeweiligen Betriebsverhältnisse zu erzielen, werden vorteilhafterweise Druckentlastungsventile verwendet, deren Ansprechdruck einstellbar ist.
  • Anstelle der vorgenannten Druckentlastungsventile könnten als nachgiebige Mittel gegebenenfalls aber auch im Kraftweg der Messerzylinder liegende Federelemente od. dgl vorgesehen werden, die den für die Verkantung bzw. Schrägstellung erforderlichen geringen Freihub liefern. Ebenso wäre es denkbar, anstelle der entsperrbaren Rückschlagventile mechanische Sperrvorrichtungen für die Aus schubsperre vorzusehen, welche dieselbe Funktion erfüllen wie die entsperrbaren Rückschlagventile.
  • In bevorzugter Ausführung werden aber, wie erwähnt, für die Ausschubsperre der Messerzylinder die entsperrbaren Rückschlagventile in Verbindung mit den ihnen zugeordneten Druckentlastungsventilen verwendet. Dabei wird die Anordnung zweckmäßig so getroffen, daß die Ringräume der einzeln oder gruppenweise in Ausschubrichtung beaufschlagbaren Messerzylinder jeweils über ein entsperrbares Rückschlagventil mit einer gemeinsamen Anschlußleitung verbunden werden, die mittels eines Steuerventils wahlweise an den Rücklauf oder an die Druckleitung anschließbar ist. Über die gemeinsame Anschlußleitung können daher die Ringräume sämtlicher Messerzylinder entweder gleichzeitig vom hydraulischen Druckmedium beaufschlagt werden, um den Stützrahmen nachzuholen, oder aber an den gemeinsamen Rücklauf angeschlossen werden, in den beim Vorpressen der Messerzylinder das Druckmedium abgeleitet wird.
  • Die Erfindung wird nachstehend im Zusammenhang mit dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert, In der Zeichnung zeigt: Fig. 1 in starker schematischer Vereinfachung einen Messerschild zur Erläuterung der Vorgänge bei der Richtungssteuerung; Fig. 2 eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung in einem Schaltplan.
  • Der Messerschild besteht, wie bekannt, aus einer Vielzahl an Vortriebsmessern 10S die sich in paralleler Ausrichtung zueinander auf einem gemeinsamen Stützrahmen 11 abstützen0 Die Vortriebsmesser 10 bilden den Schildmantel, in dessen Schutz die Vortriebsarbeiten durchgeführt werden. Die Vortriebsmesser 10 können gemeinsam einen geschlossenen, zoBo zylindrischen Schildmantel oder einen an der Sohle offenen Schild unterschiedlichen Querschnittes bilden.
  • Der gemeinsame Stützrahmen 11 besteht aus zwei im Axiälabstand hintereinander angeqrdneten Rahmenteilen 12 und 13, die über Längsverbindungen 15 und Diagonalverbindungen 14 zu einem starren Rahmengestell verbunden sind.
  • Zwischen jedem Vortriebsmesser 10 und dem gemeinsamen Stützrahmen 11 ist ein doppeltwirkender hydraulischer Messerzylinder 16 eingeschaltet. Die Messerzylinder 16 sind über Anschlußgelenke 17 an dem rückwärtigen Rahmenteil 13 des Stützrahmens 11 angeschlossen. Die Kolbenstangen 18 der Messerzylinder 16 sind über Anschlußgelenke 19 mit den Vortriebsmessern 10 verbunden.
  • Die Messerzylinder 16 sind einzeln oder gruppenweise in Ausschubrichtung beaufschlagbar. Beim Messervortrieb werden die Vortriebsmesser 10 normalerweise einzeln nacheinander vorgepreßt. Hierbei stützen sich die Messerzylinder 16 an dem Stützrahmen 11 ab, der seinerseits reibungsschlüssig an den stehenden Vortriebsmessern anliegt. Die Vortriebsmesser 10 stehen ihrerseits im Reibkontakt mit dem umgebenden Erdreich 20o Sobald im Zuge der Vortriebsarbeit sämtliche Vortriebsmesser 10 um den Zylinderhub vorgefahren sind, wird der Stützrahmen 11 in einem Schritt in Vortriebsrichtung V nachgeholt. Zu diesem Zweck werden die Ringräume sämtlicher Messerzylinder 16 vom hydraulischen Druckmedium beaufschlagt, so daß die sich einschiebenden Messerzylinder den Stützrahmen 11 in dem Schildmantel vorziehen. Hierbei stützen sich die Messerzylinder 16 an den stehenden Vortriebsmessern 10 ab, die, wie erwähnt, ihrerseits im Reibkontakt mit dem Erdreich 20 stehen.
  • Um im Zuge der Vortriebsarbeit eine Richtungsänderung vorzunehmen, wird wie folgt verfahren: In Fig. 1 sei angenommen, daß eine Kurve in Pfeilrichtung V' gefahren werden soll. In diesem Fall werden mehrere, z.B. drei bis sechs an der Kurveninnenseite befindliche Vortriebsmesser 10' mit Hilfe ihrer Messerzylinder 16 gleichzeitig vorgefahren0 Die sich hierbei am Stützrahmen 11 abstützenden Messerzylinder 16 übertragen auf den Stützrahmen einseitig eine solch große Reaktionskraft, daß der Stützrahmen die Tendenz hat, sich unter Überwindung des Reibungswiderstandes an den kurveninneren Vortriebsmessern in Pfeilrichtung S zu drehen, d.h. innerhalb des Messerschildes schrägzustellen. Sofern der Reibungswiderstand, den der Stützrahmen 11 an den Vortriebsmessern 10" der Kurvenaußenseite findet, ausreichend groß ist, dreht sich daher der Stützrahmen 11 in die neue, gewünschte Richtung V'O In Fig. 1 ist die Außenkontur der kurveninneren Vortriebsmesser 10' bei schräggestelltem Stützrabinen 11 mit 10'x bezeichnet, uährend die gestrichelte Linie 13x die Neigung des rückwertigen Rahmenteils 13 des schrägstehenden Stützrahmens andeutet Es versteht sich, daß die Neigungswinkel hier aus Gründen der Übersichtlichkeit erheblich größer dargestellt sind als dies in Wirklichkeit der Fall ist. Bei der Schrägstellung des Stützrahmens 11 werden im Zuge der weiteren Vortriebsarbeit auch die kurvenäußeren Vortriebsmesser 10" gezwungen, sich in die gewünschte Richtung, parallel zur Linie 10'x, einzustellen. Im allgemeinen sind die Vortriebsmesser 10 über eine Nut-Federverbindung formschlüssig an dem gemeinsamen Stützrahmen 11 geführt, so daß sie der Schrägstellung des Stützrahmens aufgrund des Formschlusses folgen, Die vorstehend beschriebene Richtungssteuerung setzt somit voraus, daß sich der Stützrahmen 11 durch gleichzeitige Druckbeaufschlagung mehrerer, an der Kurveninnenseite befindlicher Vortriebsmesser innerhalb des Schildes verkanten bzw. schrägstellen läßt0 Findet der Stxjtzrahmen 11 aber an den kurvenäußeren Vortriebsmessern 10" keinen ausreichenden Reibungswiderstand, so wird bei der gleichzeitigen Druckbeaufschlagung der Messerzylindergruppe der Stützrahmen lediglich in dem Schild nach hinten gedrückt, statt, wie beschrieben, verkantet, Eine Richtungssteuerung ist dann nicht erreichbar.
  • Der hydraulische Schaltplan gemäß Fig. 2 zeigt die Messerzylinder 16 eines Messerschildes Die Kolbenräume 21 der Messerzylinder sind jeweils über eine eigene Anschlußleitung 22 mit einem eigenen Ventil 23 verbunden, Die Ventile 23 bestehen z,B, aus einem einfachen Kugelhahn. Sie sind eingangsseitig mit der hydraulischen Druckleitung P einer Pumpe verbunden0 Durch Betätigung der Ventile 23 können daher die Messerzylinder 16 einzeln oder gruppenweise auf ihrer Kolbenseite 21 vom hydraulischen Druckmedium beaufschlagt werden.
  • Die Ringräume 24 der Messerzylinder 16 sind jeweils an eine gemeinsame Anschlußleitung 25 angeschlossen0 In den die Anschlußleitung 25 mit den einzelnen Ringräumen 24 der Messerzylinder 16 verbindenden parallelen Zweigleitungen 26 ist jeweils ein Stromregelventil 27 mit verstellbarer Durchflußmenge angeordnet. Ferner befindet sich in jeder Zweigleitung 26 zwischen dem Stromregelventil 27 und dem Ringraum 24 des zugeordneten Messerzylinders 16 ein entsperrbares Rückschlagventil 28, welches von einem Druckentlastungsventil 29 überbrückt wird, dessen Ansprechdruck einstellbar ist. Die Rückschlagventile 28 sind jeweils über eine Steuerleitung 30 mit der zu dem Kolbenraum 21 des zugeordneten Messerzylinders 16 führenden Leitung 22 verbunden, Die entsperrbaren Rückschlagventile 28 sind so ausgebildet, daß sie den Abfluß des hydraulischen Mediums aus den Ringräumen 24 der Messerzylinder 16 normalerweise sperren, wodurch die Messerzylinder gegen Aus schub hydraulisch verriegelt sind. Dies bedeutet, daß beim Durchfahren einer Kurve sämtliche stehenden Vortriebsmesser, darunter auch die an der Kurvenaußenseite befindlichen Vortriebsmesser 10", hydraulisch mit dem Stützrahmen 11 verriegelt sind0 Infolgedessen kann sich der Stützrahmen 11 auf der kurvenäußeren Seite an den hier befindlichen Vortriebsmessern abstützen, die ihrerseits über Reibung mit dem Erdreich 20 kraftschlüssig verbunden sind. Dadurch wird die für die Richtungsänderung erforderliche Schrägstellung des Stützrahmens 11 erzwungen und verhindert, daß der Stützrahmen bei der gleichzeitigen Druckbeaufschlagung der an der Kurveninnenseite befindlichen Messerzylinder 16 im Schild zurückweicht.
  • Durch Betätigung der Ventile 23 können, wie erwähnt, die Messerzylinder 16 einzeln oder gruppenweise in Ausschubrichtung beaufschlagt werden0 Sobald sich in den Kolbenräumen 21 und den Leitungen 22 der Druck aufbaut, wird das zugeordnete Rückschlagventil 28 über die Steuerleitung 30 aufgesteuert, so daß nunmehr der Ringraum 24 des betreffenden Messerzylinders zu der Leitung 25 hin geöffnet wird. Das Druckmedium kann daher beim Ausschub des Messerzylinders von dem Ringraum 24 über das gedffnete Rückschlagventil 28 in die Leitung 25 entweichen9 die z,B. über eine Leitung 31 und ein Steuerventil 32 mit dem Ablauf R in Verbindung steht, Sobald nach erfolgtem Ausschub des Messerzylinders 16 das zugeordnete Ventil 23 wieder geschlossen wird und sich der Druck in dem Kolbenraum 21 des Messerzylinders abbaut, gelangt das zugeordnete Rückschlagventil 28 selbsttätig wieder in die Sperrstellung zurück, in der es den Ausschub des Zylinders sperrt, Um sicherzustellen, daß trotz der hydraulischen Verriegelung der Messerzylinder die gewünschte Schrägstellung des Stützrahmens erreicht wird, sind die Druckentlastungsventile 29 vorgesehen, die bei Erreichen eines bestimmten Druckes im Ringraum 24 öffnen, so daß eine geringe Menge an Druckflüssigkeit aus dem Ringraum in die Leitungen 26, 25 abfließen kann, obwohl das Rückschlagventil 28 geschlossen bleibt. Damit ist unter Beibehaltung der hydraulischen Verriegelung eine für die gewünschte Schrägstellung erforderliche ausreichende Bewegungsfreiheit zwischen Stützrahmen und Vortriebsmessern gegeben.
  • Um nach dem Vorfahren sämtlicher Vortriebsmesser 10 den Stützrahmen 11 nachzuholen, werden die Ringräume 24 sämtlicher Messerzylinder 16 über die gemeinsame Leitung 25 vom hydraulischen Druckmedium beaufschlagt, was durch entsprechende Umschaltung des Steuerventils 32 herbeigeführt wird. Das hydraulische Druckmedium fließt dann über eine Leitung 33, in der ein Filter 34 und ein Stromregelventil 35 eingebaut sind, und über die gemeinsame Leitung 25 sowie über die Zweigleitung 26 zu den Ringräumen 24 der Messerzylinder 16o Beim Einschub der Messerzylinder 16 wird das in den Kolbenräumen 21 befindliche Druckmedium über die Leitungen 22 und eine Leitung 36 in den Rücklauf R geführt, Die Leitungen 22 stehen mit der gemeinsamen Leitung 36 jeweils über ein Rückschlagventil 37 in Verbindung0 Die Leitung 36 ist ihrerseits über ein Druckentlastungsventil 38 an den Rücklauf R angeschlossen0 Über die im Zulauf der Messerzylinder 16 eingeschalteten Stromregelventile 27 ist eine mengenmäßige Steuerung der Messerzylinder 16 bei deren Einschub7 d.h, beim Nachholen des Stützrahmens 11 erreichbar0 Die entsperrbaren Rückschlagventile 28 mit den Druckentlastungsventilen 29 können an den zugeordneten Messerzylindern 16 angebaut sein oder mit den zugeordneten Ventilen 23 eine Baueinheit bilden0

Claims (10)

  1. Titel: Messerschild Ansprüche: 1.
  2. Messerschild, dessen auf einem nachholbaren Stützrahmen abgestützte Vortriebsmesser mittels doppeltwirkender hydraulischer Messerzylinder vorpreßbar sind, die zwischen den einzelnen Vortriebsmessern und dem Stützrahmen gelenkig eingeschaltet sind, g e k e n n -.
  3. z e i c h n e t d u r c h den Ausschub der Messerzylinder (16) blockierende Sperrvorrichtungen (28), deren Sperrung bei Druckbeaufschlagung der Kolbenräume (21) der Messerzylinder selbsttätig aufhebbar ist0 20 Messerschild nach Anspruch 1, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Sperrvorrichtungen aus entsperrbaren Rückschlagventilen (28) bestehen welche die Ringräume (24) der Messerzylinder (15) gegenüber dem RüclELauS (R) absperren und die bei Druckbeau£schlagung der Kolbenräume (21) der Messerzylinder (16) selbsttätig öffnen, 3.
  4. Messerschild nach aspruch 2, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Rückschlagventile (28) aus druckgesteuerten Ventilen bestehen, die durch den Druck im Kolbenraum (21) des zugeordneten Messerzylinders (16j aufsteuerbar sind.
  5. 4, Messerschild nach einem der Ansprüche 1 bis 3, à a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß den gegen Ausschub verriegelbaren Messerzylindern (16) Mittel (29) zur Erzielung der für die Durchiührung von Steuerbewegungen erforderlichen bewegungsfreiheit zwischen dem Stützrahmen (11) und den fortriebsmessern (10) zugeordnet sind0 5. i;iesserschild nach Anspruch 4, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß die genannten Mittel aus den Druck in den Ringräumen (24) der Messerzylinder (16) begrenzenden Druckentlastungsventilen (29) bestehen.
  6. 6o Messerschild nach Anspruch 5, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß der Ansprechdruck der Druckentlastungsventile (29) einstellbar ist.
  7. 7o Messerschild nach Anspruch 5 oder 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Druckentlastungsventile (29) jeweils in einer das zugeordnete Rückschlagventil (28) überbrückenden Leitung liegen,
  8. 8. Messerschild nach Anspruch 4, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß die genannten Mittel aus im Kraftweg der Messerzylinder (16) angeordneten Federelementen bestehen,
  9. 9. Messerschild nach einem der Ansprüche 2 bis 8, d a -d u r zu c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Ringräume (24) der einzeln oder gruppenweise in Ausschubrichtung beaufschlagbaren Messerzylinder (16) jeweils über das entsperrbare Rückschlagventil (28) mit einer gemeinsamen Anschlußleitung (25) verbunden sind, die mittels eines Steuerventils (32) wahlweise an den Rücklauf (R) oder an die Druckleitung (P) anschließbar ist.
  10. 10. Messerschild nach einem der Ansprüche 2 bis 9, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die entsperrbaren Rückschlagventile (28) jeweils zwischen dem Ringraum (24) des Messerzylinders (16) und einem Stromregelventil (27) angeordnet sind0 11o Messerschild nach einem der Ansprüche 1 bis 10, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß jedem Messerzylinder (16) ein Mehrwegeventil (32) vorgeschaltet ist, welches eine Schaltstellung zur Absperrung der Ringräume (24) der Messerzylinder aufweist und wobei in die Zuleitung zum Ringraum zwischen Mehrwegeventil und Ringraum ein Druckentlastungsventil (29) eingeschaltet ist.
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DE2904087C2 (de) 1987-10-15

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