DE2903749A1 - Zweizylinder-pumpe mit hydrostatisch dichtender s-rohrweiche - Google Patents
Zweizylinder-pumpe mit hydrostatisch dichtender s-rohrweicheInfo
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Description
Zweizylinder-Pumpe mit hydrostatisch dichtender S-Rohrweiche
Dipl.-Ing. Karl Schlecht, Hainbuchenweg 47, 7OOO Stuttgart 70
Die Erfindung bezieht sich auf Pumpen, welche nach dem Rohrweichensystem
arbeiten. Hier wird ein drehbar oder schwenkbar gelagerter Teil der Druckleitung abwechselnd vor
die im Druckhub befindlichen Zylinderöffnungen geschoben. In der Regel gilt dies bei zweizylindrigen Pumpen im hin- und
hergehenden Takt. Das Schwenkrohr wird in der Regel in einem genügend groß dimensionierten Gehäuse, z.B. Vorfülltrichter
oder Sauggehäuse, angeordnet. Die vorliegende Neuerung bezieht sich auf sogenannte S-förmig gestaltete Schwenkrohre,
deren Schwenkachse etwa parallel zu den Mittenachsen der zylinderseitig liegenden Saug- und Drucköffnungen liegt und
wo es darum geht, durch geeignete Gestaltung eine dicht
schließende Rohrweiche zu erhalten.
In der Vergangenheit ist eine Vielzahl solcher Pumpeinrichtungen
im Schrifttum und in der Praxis bekannt geworden. Dabei ist die Rohrweiche entweder S-förmig gestaltet und ihr
Schwenklager wie im vorliegenden Fall auf der den Zylinder-Öffnungen
gegenüber liegenden Seite des-Vorfüllbehälters angeordnet
- so beschrieben in DBP 1 285 319. Eine ähnliche Ausführung mit S-förmigem Schwenkrohr - jedoch vertikaler Achse
ist beschrieben in DBP 2 1O4 191 . Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Druckschriften in der Patentliteratur,
die sich auf sogenannte S-Rohrweichen beziehen.
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Bei den meisten Konstruktionen dieser Art tritt das Problem auf, daß unter steigendem Förderdruck das zylinderseitige
Ende des S-Rohrs mit zunehmender Kraft vom Zylinder abgehoben und durch die als Folge auftretenden Spalte Undichtigkeiten,
Verluste und Verstopfungen entstehen. Dem wird bei bekannten Konstruktionen entgegengewirkt durch entsprechend starke
Dimensionierung der Schaltwelle und der Übertragungsgestänge für die Schaltbewegung. Trotzdem verbleibt unter hohem Druck
eine elastische Verformung. Die großen Dimensionen bedingen hohe Kosten und schwierige Abdichtung gegen das meist aggressive
und verschleißende Fördergut, für welches derartige Pumpen vorzugsweise eingesetzt werden.
Ein weiteres Problem liegt auf der Druckseite, d.h. im Schwenklager des S-Rohrs. Auch dort müssen Dichtungen vorgesehen
werden, welche nicht nur dem Fördergut und dem Förderdruck standhalten, sondern auch gewisse Axialbewegungen
des S-Rohrs, bedingt durch die elastische Verformung des Ganzen,unter Druck aufnehmen.
Bekannt sind auch Konstruktionen, bei welchen die durch den Innendruck bedingte Abhebekraft teilweise hydrostatisch ausgeglichen
wird. So ist z.B. in Patentschrift 1 285 319 das Schwenkrohr mit über der ganzen Länge etwa gleichem Durchmesser
ausgeführt. Auf der Eingangsseite ist in der Regel ein Verschleißring montiert mit geringfügig größerem Durchmesser
als das Rohr. Die hier wirkende Abhebekraft wird zum
großen Teil kompensiert durch die auf der Druckseite auf den Rohrdurchmesser wirkende hydrostatische Kraft, ausgelöst
durch den Innendruck des Fördergutes. Hier muß also die Schaltwelle nur noch eine geringe Kraft ausüben, um das S-Rohr gegen
die Zylinderöffnung zu halten. Trotzdem wird bei hohem
Druck durch die verbleibende Kraft in der Differential-Ringfläche ein Abheben des S-Rohrs von der Zylinderöffnung auftreten.
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Ähnlich ist es bei anderen Konstruktionen von S-Rohren, wo das
Schwenkrohr innerhalb des Saugbehälters geteilt und mit an sich bekannten Drehkupplungen oder Schalenkupplungen drehbar
mit dem im Trichter fest eingebauten Druckrohr verbunden ist. Eine solche Darstellung findet sich z.B. in DOS 2444 464, Fig.10,
und in einigen Pumpen, die in der Praxis seit langem angeboten werden. Hier verbleibtf wie oben geschildert, eine Restkraft,
welche die S-Rohrweiche unter hohem Druck vom Zylinder abhebt. Sie ist umso größer, je stärker die Verjüngung innerhalb des
S-Rohrs durchgeführt wird.
Eine Abdichtung dieser Rohrweichen in ihrer verschiedensten
Gestaltungsweise, einschließlich C-förmig gekrümmtem Rohr,
ist beschrieben in DOS 2 614 895. Sie ist in der Praxis al.Ig-.
bewährt. Hier wird an der Auflagestelle zwischen Rohrweiche und Zylinderöffnung bzw. dort vorgeflanschter Verschleißbrillenplatte durch einen mit hydrostatischer Wirkung des
Innendrucks gegen die Brillenplatte gepressten Dichtring bzw. Verschleißring ein zuverlässiger Verschluß bewirkt. Dieser
Dichtring ist in der Regel mit Gummiringen gegen das
Schwenkrohr abgedichtet und wird durch dieselben Gummiringe mit geringfügig kardanischer Wirkung gegen die Brillenplatte
vor dem Zylinder gepresst. Die kardanische Wirkung ist deshalb von Nutzen, weil sich diese Brillenplatte manchmal ungleichmäßig
abnützt oder die Ebenen und Achsen zwischen beiden Teilen nicht übereinstimmen, sei es durch Fehlmontage
oder Fehlbearbeitung oder durch elastische Verformung der gesamten Bauteile unter sehr hohem Druck.
Mit ähnlichem Ziel wurde eine später ausgeführte' Anordnung
bekannt,wie beschrieben in DOS 2 632 816.
Während sich die erwähnte Ausführung des hydrostatisch dichtenden Verschleißringes bei C-Rohrweichen gut bewährt
hat, ergeben sich damit bei der S-förmig gestalteten Rohr-
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weiche gewisse Probleme, insbesonders bezüglich der Aufnahme der bei hohem Förderdruck zwischen S-Rohr und Zylinderseite
wirkenden Abhebekräfte und deren Abstützung.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Fragen zu lösen und darüber
hinaus weitere Vorteile zu erzielen.
Es wird eine Gestaltung vorgeschlagen, die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs näher beschrieben ist.
Erfindungsgemäß ist das Schwenkrohr als Ganzes axial leicht verschiebbar gelagert. Durch den größeren Wirkdurchmesser auf
der abgehenden Seite im Vergleich zu jenem Wirkdurchmesser, auf welchen der Innendruck an der Berührungsstelle zwischen
Verschleißring und Brillenplatte auf der Eingangsseite wirkt, wird das Druckrohr unter hohem Druck als Ganzes gegen die zylinderseitige
Öffnung gepresst. Hierbei tritt zwischen dem Schwenkrohr und dem eingangs aufgesetzten Verschleiß-Dichtring
keine druckbedingte Relativbewegung ein. Die übrige Gestaltung des S-Rohrs ist im Grundaufbau bekannt gestaltet, wobei eine
Reihe von Einzelheiten zur vorteilhaften Montage und Funktion
bzw. Austauschbarkeit von Einzelteilen und Preiswürdigkeit der Verschleißelemente vorgesehen ist.
In den Abbildungen ist nur eine Ausführung der denkbaren Gestaltungsmöglichkeiten dieser Erfindung gezeigt.
Fig. 1: Längsschnitt durch Schwenkrohr, Druckflansch und Schaltwelle.
Fig. 2: Draufsicht auf Schwenkrohr und Schaltzylinder.
Fig. 3: Vertikaler Schnitt durch Gehäuse und Schwenkrohr mit Teilschnitt der Rückwand, damit die .Schaltzylinder
sichtbar werden, einschließlich eines beispielsweise anstelle eines Trichters verwendbaren Saugdeckels..
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Die hydrostatische Anpress-Wirkung des gesamten Schwenkrohrs ist aus Fig. 1 ersichtlich. Mittels Hydraulikzylinder
wird über den Schalthebel 12, die Schaltwelle 11 und den Klemmhebel IO das Schwenkrohr 5 betätigt. Die Schwenkbewegung
beginnt, sobald der Förderkolben 3 in
einem der beiden Zylinder 2 seine vordere Endlage erreicht hat. Das Schwenkrohr 5 wird dann von jenem Zylinder, welcher
gerade seinen Druckhub beendet hat, umgeschwenkt auf den nach dem Saughub gefüllten anderen Zylinder. Nach Erreichen
der Endlage und guter Überdeckung zwischen Zylinderöffnung
und Einlassöffnung des Schwenkrohrs 5 beginnt der Kolben
im gefüllten Zylinder seine Vorwärtsbewegung und erzeugt hydrostatischen Druck, sowohl im Zylinder, wie im Schwenkrohr
und im Druckflansch.
Dieser Innendruck wirkt zunächst im Dicht-Nirkdurchinesser
Dies ist jener Durchmesser, mit welchem der Verschleißring 20 auf der Brillenplatte 22 aufliegt. Durchmesser 26 ist in der
Regel die Mitte zwischen dem Aussen- und Innendurchmesser der Ringfläche, mit welchem sich Verschleißring 2O und Brillenplatte 22 berühren. Ohne Gegenwirkung von der Druckseite her
würde durch die hier entstehende Kraft das Schwenkrohr 5 unverzüglich von der Brillenplatte 22 abgehoben und Material austreten.
Dieser Effekt wird jedoch unterbunden durch die Tatsache, daß derselbe Innendruck auch auf den druckseitigen Aussendurchmesser
28 des SchwenkrohrsS wirkt. Diese Kraftwirkung entsteht
durch Übertragung des Innendrucks über d. elastischen Dichtring'3 3".
Dieser ist großvolumig und durch seine elastische Wirkung
gut nachstellend ausgeführt. Das druckseitige Ende des Schwenkrohrs 5 wird z.Beispiel mit einer Lagerbuchse 32 ausgeführt.
Sie sitzt auf einer Stufenandrehung des Schwenkrohrs 5 mit Durchmesser 29. Die Lagerbuchse 32 schwenkt mit ihrem Aussendurchmesser
im Lagerkonus 31, welcher z.B. aus hartem, aber noch elastischem und verschleißfestem Kunststoffmaterial besteht.
./.
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Erfindungsgemäß ist nun der Aussendurchmesser 28 um 5 - 10 %
größer als der Dicht—Wirkdurchmesser 26 am Verschleißring 20 gegen die Brillenplatte 22. Diese Gestaltung
bewirkt, daß die auf das Schwenkrohr 5 zum Zylinder hin gerichtete,
von der Druckseite her kommende Anpresskraft größer ist als jene Abhebekraft, welche das Schwenkrohr 5 von der Brillenplatte
trennen will. Hierdurch wird das Rohr als Ganzes mit zunehmendem Druck immer stärker gegen die Brillenöffnung
dichtend gepresst.
Diese hydrostatische Druckwirkung wird noch unterstützt durch eine elastische Vorspannung des Dichtrings 33. Er wird
durch den Druckflansch 4 über dessen Zuganker 36 (90° verdreht gezeichnet) zusammengepresst und übt eine Flächenkraft von
mehreren hundert Newton auf die Stirnfläche des Schwenkrohrs 5 bzw. der Lagerbuchse 32 aus. Durch diese Initialkraft
wird die zuverlässige Dichtwirkung unterstützt.
Derselbe Druckflansch 4 kann durch eine Druckhülse 34 gleichzeitig gegen den Lagerkonus 31 axial drücken.Jener hat z.B.
zylinderseitig einen Konus. Die axiale Anpresskraft durch die Druckhülse 34 bewirkt daher eine radiale Anpressung und
Nachstellung des Lagerkonus 31 zum Ausgleich von Lagerverschleiß bzw. gegen Eindringen von Fördergut in die Lagerstelle.
Durch Abriebfestigkeit des Kunststoffes des Lagerkonus 31
und harte Oberfläche der Lagerbuchse 32 wird an dieser Stelle eine günstige Verschleißfestigkeit und zuverlässige
,Dichtwirkung erzielt bei gleichzeitig sehr einfacher
Konstruktion.
Die druckseitige Abdichtung des Schwenkrohrs 5 kann anstelle des axial wirkenden Dichtrings 33 auf übliche Weise geschehen durch
Einbau von Radial-Dichtringen, O-Ringen etc. Dies kann ausserhalb
oder innerhalb des Lagerkonus 31 geschehen, wobei die axiale Beweglichkeit des Schwenkrohrs 5 und die Einwirkung des
Fördergutdruckes auf dessen Aussendurchmesser 28 gewährleistet bleibt. ·/·
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Wie schon bekannt, ist auch bei dieser Ausgestaltung des VerschleiBrings
2O gegenüber dem Schwenkrohr 5 mit einem elastischen
Ring 21 abgedichtet. Letzterer läßt dem Verschleißring einen gewissen Bewegungsspielraum, so daß er auch bei Fluchtungsfehlern
am gesamten Umfang der öffnung in der Brillenplatte dichtend anliegt.
Im Normalfall wird unter Druck der Verschleißring 20 mit
seiner hinteren Schulter gegen den Hebel IQ anliegen, welcher seinerseits gegen einen Axialbund 38 am Schwenkrohr 5 anliegt.
So wird vermieden, daß durch zu große Axialkraft der Dichtring 21 zerquetscht wird.
Um bei ungleichmäßigem Flächenverschleiß der Oberfläche der Brillenplatte 22 ein kardanisches Anlegen des Dichtringes 20
zu ermöglichen, kann zwischen dem Klemmhebel lo bzw. Schwenkrohr
5 und dem Dichtring 20 eine kugelförmige Berührungsfläche vorgesehen sein. Dies wird ermöglicht, indem die Verbindung
zwischen Dichtring 2O und Schwenkrohr 5 nicht zylindrisch und
mit rechtwinkliger Stirn, sondern mit einer Kugelringflache
in an sich bekannter Art ausgebildet wird.
Vorzugsweise wird das Schwenkrohr 5 symmetrisch ausgebildet, d.h. die Durchmesser 27 und 29 sind gleich (C). So kann es
bei einseitig auftretendem Innenverschleiß rechtzeitig umgedreht und anders herum eingebaut werden zur Verlängerung der
Lebensdauer. Die im Ausführungsbeispiel gezeichnete Gestaltung erlaubt im übrigen bei Wegfall von Schweißarbeit die
Herstellung dieses Rohres aus verschleißfestem Hartguß.
Die Lagerung der Schaltwelle 11 in der Rückwand 44 des Sauggehäuses
1 kann starr erfolgen, wie im Beispiel dargestellt. Dann wird zweckmäßig der Klemmhebel 10 mit den Klemmschrauben
15 nur lose auf das Schwenkrohr 5 gespannt.
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Zum anderen ist ein Äusführungsbeispiel denkbar, bei dem durch
starke Klemmwirkung der Klemmhebel 10 das Schwenkrohr 5 mit der Schaltwelle 11 starr und koaxial verbunden ist. Dann wird
zweckmäßig die Lagerung 18 in der Rückwand 44 so ausgeführt, daß eine leicht kardanische Beweglichkeit der Schaltwelle 11
gegenüber der Rückwand 44 ermöglicht wird, um den elastischen Verformungen des Gehäuses unter hohem Innendruck ohne Lagerverspannung
nachzugeben. Elemente zur Ausführung dieser Einzelheiten sind in der Praxis eingeführt.
Darüber hinaus sind noch weitere Ausführungsbeispiele denkbar,
z.B. eine, wo die Schwenkwelle 11 mit dem Schwenkrohr 5 nicht lösbar verbunden sondern verschweißt ist, z.B. als Billigversion. Denkbar ist auch eine Zusammenfassung des Klemmhebels Io
mit dem Schwenkrohr 5. Dann wird zum leichten Austausch im Verschleißfalle zwischen Schwenkwelle 11 und Klemmhebel 10 eine
leicht lösbare, starre oder halbelastische, jedoch drehsteife Schraubverbindung bekannter Art vorgesehen.
Eine weitere Unterstützung der axialen Anpressung des Schwenkrohrs
5 gegen die zylinderseitige Brillenplatte 22 wird erreicht
durch eine in Fig. 2 sichtbare schräge Anordnung der Schaltzylinder 40. In diesen Zylindern wirkt in der Regel derselbe
Hydraulikdruck, welcher die Förderkolben antreibt. Dies bedeutet/ daß bei zunehmendem Druck die in Achsrichtung der
Schaltwelle 11 wirkende Kraftkomponente der Schaltzylinder 40
eine zunehmende, dichtende Anpresskraft auf das Schwenkrohr 5 ausübt, indem der Zylinder, dessen Kolbenstange ausgefahren
ist, über den Schalthebel 12 und die allseitig angeordneten Kugel- oder Kardangelenke 41 und 42 schräg gegen den
Gegenzylinder drückt. Die Übertragung dieser Axial-Anpresskraft
erfolgt auf an sich bekannte Weise. Im Ausführungsbeispiel ist
diesbezüglich die Schaltwelle 11 mit beidseitigen, vorzugsweise
symmetrischen Enden mit Sechskantprofil dargestellt. Dort sind die im Beispiel geteilten und mit Spannschrauben 13 bzw. 15
aufgesetzten Schalthebel 12 und Klemmhebel 10 dargestellt. Zur
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Sicherung der axialen Position kann die Klemmschraube 15
tangential in eine Nut des Sechskants an der Schaltwelle 11 eingreifen.
Darüber hinaus sind auch andere Gestaltungen, zum Teil wie in der Literatur beschrieben, in diesen Details denkbar, z.B.
die Verlängerung der Schaltwelle 11 zum Schwenkrohr hin mit einer koaxialen Zapfenverbindung, um Knicken oder Relativbewegungen
zu vermeiden.
Zum leichten Ausbau des Schwenkrohres im Verschleißfalle dient
nicht nur die Klemmverbindung mit den Spannschrauben 15, sondern auch eine topfartige Aufnahme 3O des Lagerkonus 31. Nach
Wegnahme des Druckflansches 4 und Demontage der Aufnahme 3O
kann das Schwenkrohr 5 auch nach oben durch das Sauggehäuse 1 ausgebaut werden. Andererseits ist nach Wegnahme des Druckflansches
4 bei noch eingebautem Lagerkonus 31 auch der Ausbau in axialer Richtung zur Druckseite hin möglich.
Auf der Flanschschraube 36 ist vorzugsweise eine selbstsichernde Mutter 37 angeordnet, welche die Vorspannung des Lagerkonus 3
und des Dichtrings 33 begrenzt, sowie Ein- und Ausbau bei Vermeidung
von Fehleinstellungen erleichtert.
Im Ausführungsbeispiel Fig. 1 ist auch eine besonders einfache
und druckfeste Montageart der Brillenplatte 22 dargestellt. Sie wird erreicht durch schräge Andrehungen 7 an der Brillenplatte 22,
einerseits auf der Seite der Schwenkwelle 11 und andererseits auf der Seite des Bodens. Die schrägen Gegenflächen werden gebildet
durch einen Konusbund 8 dazu am Aussendurchmesser des Lagergehäuses der Schwenkwelle 11 und bodenseitig durch Klemmleisten
9, welche mit Schrauben gegen die Rückwand 44 des Sauggehäuses 1 gezogen werden. So drücken die Klemmleisten 9 die
Brillenplatte über die schrägen Andrehungen 7 gegen den Konusbund 8 des Lagergehäuses am Schwenklager und damit dichtend
gegen die Rückwand 44 und die dort eingelegte Dichtung 23.
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Die Klemmleisten 9 sind auch aus Fig. 3 ersichtlich.
Diese Art der Anbringung der Brillenplatte ermöglicht deren Herstellung aus sehr hartem Werkstoff. Dort ist häufig das
Anbringen von Bohrungen unmöglich. Zum anderen wird eine zuverlässige Anpressung der Brillenplatte gegen die Gehäuse-Rückwand
44 und damit eine gute Dichtung bei hohem Innendruck ermöglicht. Sehr wichtig ist jedoch der Vorzug leichter
Austauschbarkeit.
Die Abstützung der Axialkraft, welche hydrostatisch in Richtung Druckleitung auf den Druckflansch 4 wirkt
gegenüber den Förderzylindern bzw. der Rückwand 44 des Sauggehäuses
1, geschieht zweckmäßig derart, daß die Zuganker 36 durch das Sauggehäuse seitlich neben dem Schwenkrohr
in Höhe der Schwenkachse durchgehend zur Rückwand 44 geführt werden. Innerhalb des Sauggehäuses 1 können diese
Zuganker1 36 noch zusätzlich versteift werden, um einer Verwindung
des Sauggehäuses 1 unter der schrägen Kraftwirkung des Innendrucks im Schwenkrohr 5 bzw. der Zylinderöffnung 25
entgegenzuwirken. Dies ermöglicht gleichzeitig geringen Bauaufwand , auch zur Übertragung großer Kräfte.
Die Vorzüge der erfindungsgemäßen Anordnung sind z.T. in der
Beschreibung schon herausgestellt. Im ganzen ergibt sich eine einfache Pumpenkonstruktion. Ihr besonderer Vorzug liegt
darüber hinaus in absoluter Dichtheit- auch beim Fördern von dünnflüssigen Medien gegen sehr hohen Druck, z.B. über lOO bar.
Dabei bleibt der Vorzug von Rohrweichen-Pumpen voll erhalten, nämlich die Tatsache, daß extrem steifplastische und mit groben
Sperrkörpern durchsetzte Fördergüter leicht und direkt in den Zylinder gesaugt werden können. Auf der Druckseite des
Schwenkrohrs ist mit sehr geringem und einfachem Bauaufwand eine gemeinsame Lösung geschaffen für das Problem der Schwenklagerung,
der Dichtung gegen Innendruck und des hydrostatischen
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Druckausgleichs bzw. der Übertragung der Rohrweichenkraft zur
Antriebsseite hin. Die eingesetzten Elemente sind sehr einfach, robust und preisgünstig. Sie erlauben dem Benutzer der
Maschine die Eigenherstellung aus einfachen Mitteln und damit beträchtliche wirtschaftliche Vorteile. Gleichzeitig ist die
Anpassung aller Materialien an die chemischen und abrasiven Eigenschaften möglich.
Die erfindungsgemäße Gestaltung führt auch nach in der Praxis
gesammelter Erfahrung dazu, daß sich der Verschleißring 2O beim Durchschalten um seine Achse auf dem Schwenkrohr 5
dreht. So ist eine konzentrische, gleiche Abnützung am Umfang gewährleistet und eine gute Dichtwirkung bei langer
Lebensdauer die Folge.
Im übrigen ergibt sich eine absolut selbständige Nachstellung
und Ausgleich von Verschleiß. Im Gegensatz zu bekannten Konstruktionen
muß keinerlei Nachstellung von Hand oder durch zusätzliche mechanische oder hydraulische Mittel erfolgen.
Dies gewährt auch ohne Wartung eine hohe Zuverlässigkeit. Die große Gefahr ist vermieden, daß infolge vergessener Nachstellung
durch den Dichtspalt unter hohem Druck durchschiessendes Fördergut (z.B. Quarzschlamm) diesen Dichtspalt sofort
weiter ausschleift. Dies führt sonst zum Ausfall der Pumpe binnen weniger Minuten.
Q34033/011-7
-ah-
Leerseite
Claims (1)
- - "1-3Ansprüchef Ij1 Zweizylinder-Pumpe zur Förderung von Flüssigkeiten aller Art, insbesondere Dickstoffen, mit einem S-förmigen Schwenkrohr, dessen vorderes Ende mit seinem dort aufgeschobenen! Dichtring vor den ins Sauggehäuse mündenden Zylinderöjf f nungen und der dort montierten, sogenannten Brillenplatte hin- und herschwenkt und andererseits mit seinem Auslaßende auf der den Zylindern gegenüberliegenden Seite des Sauggehäuses am dort angeordneten Druckrohr-Anschluß drehbar und gedichtet gelagert ist, dadurch gekennzeichnet , daß am Ende des Schwenkrohrs (5) dessen Aussendurchmesser (28) großer ist als der Dicht-Wirkdurchmesser (26) in der ringförmigen Berührungsfläche zwischen Verschleißring (20) und Brillenplatte (22).2. Zweizylinder-Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Vorhandensein eines kleineren Innen-Durchmessers des Schwenkrohrs (5) im Vergleich zur Zylinder-Öffnung (25) die Reduzierung allein im Verschleißring (20) erfolgt.3. Zweizylinder-Pumpe nach Anspruch 1 und 2, dadurch, gekennzeichnet, daß die beiden Enden des Schwenkrohrs (5) gleich und symmetrisch ausgebildet sind.4. Zweizylinder-Pumpe nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet , daß stirnseitig am Schwenkrohr (5) der Dichtring (33) angeordnet ist, dessen Aussendurchmesser mindestens dem Aussendurchmesser (28) des Schwenkrohrs (5) entspricht.5. Zweizylinder-Pumpe nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet , daß die Brillenplatte (22) segmentförmig und konzentrisch ausgebildet ist am030033/011?-Όinneren (oberen) und äusseren (unteren) Umfang zur Mitte der Schwenkwelle (I1I) und dort vorzugsweise Schrägflächen (7) aufweist, die in den Lagerbund (8) der Schwenkwelle und zur Klemmleiste (9) passen.30.1.79 ks-sa030033/0117
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