DE2903080A1 - Verfahren zur ausbildung einer aluminiumueberzugsschicht auf einem eisenlegierungswerkstueck - Google Patents
Verfahren zur ausbildung einer aluminiumueberzugsschicht auf einem eisenlegierungswerkstueckInfo
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Description
GLAWE1 DELFS, MOLL & PARTNER
Toyo Kogyo Co., Ltd. Aki-gun, Hiroshima-ken, Japan
Verfahren zur Ausbildung einer Aluminiumüberzugsschicht auf einem Eisenlegierungswerkstück
PATENTANWÄLTE
DR-ING. RICHARD GLAWE, MÖNCHEN DIPL-ING. KLAUS DELFS, HAMBURG
DIPL.-PHYS. DR. WALTER MOLL, MÖNCHEN" DIPL.-CHEM. DR. ULRICH MENGDEHL, HAMBURG
ZUGELASSENE VERTRETER BEIM
EUROPÄISCHEN PATENTAMT • ZUGL. DFF. BEST. U. VEREID. DOLMETSCHER
SOOO MÖNCHEN 26 POSTFACH 37 LIEBHERRSTR. 20 TEL. (089)22 65 48
TELEX 52 25 05 apez
MÜNCHEN A 67
2000 HAMBURG POSTFACH 2570 ROTHENBAUM-CHAUSSEE TEL. (040)41020
TELEX 21 29 21 spez
Beschreibun
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ausbildung von Aluminiumüberzugsschichten und insbesondere ein Verfahren zur
Ausbildung von Aluminiumüberzugsschichten, die bei hohen Temperaturen eine Korrosionsfestigkeit aufweisen und gegenüber
einer Oxydation in einer Halogenatmosphäre beständig sind, auf den Oberflächen eines Eisenlegierungswerkstücks.
Bekanntlicherweise enthalten die von Kraftfahrzeugen abgegebenen Auspuffgase bzw. Abgase Halogengase, Halogenverbindungen
und Bleiverbindungen, wie beispielsweise
Br
C2H2Br2 usw·» neben unverbrannten schädlichen Gasen,
909831/07Ö8
BANK: DRESDNER BANK, HAMBURG, 4030 448 (BLZ 200800 00) - POSTSCHECK: HAMBURG 147607-200 - TELEGRAMM: SPECHTZIES
2903Ö80
einschließlich Kohlenmonoxyds, Kohlenwasserstoff u. dgl» Die
aus Eisenlegierungswerkstoff hergestellten Bauteile oder Teile für das Auspuffsystem von Kraftfahrzeugen, beispielsweise Wärmetauscher
, Luftkanäle, Behälter usw., werden durch die oben beschriebenen schädlichen Verbindungen leicht einer Korrosion
ausgesetzt. Darüber hinaus dringen die für ein Verhindern des Gefrierens während der kalten Jahreszeiten verwendeten Halogenverbindungen
(beispielsweise Salz) leicht in diese Teile aus Eisenlegierungswerkstoff ein, die dann in der Umgebungsluft,
die das bei der Zerlegung der Halogenverbindungen bei hohen Temperaturen erzeugte Halogengas enthält, korrodieren.
Üblicherweise werden allgemein derartige Bauteile - oder Teile dadurch hergestellt, daß Keramikschichten auf den Oberflächen
der Eisenlegierungswerkstoffe als korrosionsbeständige Teile ausgebildet werden, die gegenüber Halogenatmosphären bei
hohen Temperaturen widerstandsfähig sind. Wenn jedoch diese korrosionsbeständigen Teile an Stellen verwendet werden, die
wiederholt einer Aufwärmung und Abkühlung ausgesetzt sind, wie etwa die Kraftfahrzeugteile, so blättern die Keramikschichten
in kurzer Zeit ab, und zwar aufgrund des Unterschieds der Wärmeausdehnungskoeffizienten
zwischen den Eisenlegierungswerkstoffen und den Keramiküberzugsschichten. Sie weisen damit
keine ausreichende Dauerfestigkeit auf und sind nicht für die praktische Verwendung geeignet.
80983Ί2/07ββ
Zur Überwindung dieser Nachteile ist bereits aus den
US-PS 3 907 611, 3 941 569 und 4 079 157 ein Verfahren zur Herstellung von Bauteilen mit Hochtemperatur-Korrosionsfestigkeit
in einer Halogenatmosphäre bekannt, das die Verfahrensschritte aufweist: Eintauchen des Werkstückes aus Eisenlegierungswerkstoff,
wie etwa nichtrostender Stahl, in ein Schmelzbad aus ki oder A£-Legierung, so daß ein Schmelzüberzug auf
den Oberflächen des Werkstücks ausgebildet wird, Erhitzen des so behandelten Werkstücks auf Temperaturen von 700 bis 95O°C,
so daß darauf eine Aluminiumverbindungsschicht, die hauptsächlich aus einer A€-Fe-Verbindung besteht, ausgebildet wird, und
Aufheizen des Werkstücks, falls erforderlich, auf eine Temperatur im Bereich von 950 bis 135O°C, um darauf die Legierungsschicht auszubilden, die als Hauptbestandteile Fe und kt ent-
15 hält.
Dieses bekannte Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß teure Einrichtungen zum Schmelzen von Aluminium oder Aluminiumlegierung
erforderlich sind und es sehr schwierig ist, die Dicke der Überzugsschicht genau zu steuern, die auf dem Werkstück
aus Eisenlegierungswerkstoff ausgebildet werden soll.
Außerdem ist aus der japanischen Offenlegungsschrift 52-108344 ein Verfahren zur Herstellung von korrosionsbeständigen
Bauteilen für Auspuffanlagen bekannt, das die Verfahrensschritte aufweist: Bedecken der Oberfläche des Eisenlegierungs-
ORIGINAL INSPECTED
"Werkstücks mit einer Suspension, die Wasserkeramikbindemittel,
Aluminiumteilchens, Phosphorsäure und Chromsäure enthält, nachfolgendes
Aufwärmen und Trocknen des Werkstücks und Aufheizen des so behandelten Werkstücks in einem Restsauerstoff enthaltenden
Abgas von Verbrennungsmaschinen, so daß eine im wesentlichen aus Aluminiumoxyd bestehende Diffusionsschicht auf der
Oberfläche des Werkstücks ausgebildet wird, um diesem eine Hochtemperatur-Korrosionsfestigkeit zu verleihen. Da jedoch
bei dem nach dem bekannten Verfahren erhaltenen korrosionsbeständigen
Teil die Oberfläche mit einer porösen Keramikschicht bedeckt ist, wobei zur Bildung der Aluminiumoxyd-Diffusionsschicht
das Aluminium fast vollständig oxydiert ist, kann man die erforderliche Aluminiumüberzugsschicht nicht erhalten.
Selbst wenn das Werkstück weiter auf über 7000C aufgeheizt
wird, ist es nicht möglich, die Fe-Aß-Verbindungsschicht oder Legierungsschicht j die im wesentlichen aus A€ und Fe besteht,
auszubilden, so daß das sich ergebende widerstandsfähige Teil hinsichtlich seiner Korrosionsbeständigkeit bei hohen Temperaturen
als vergleichsweise geringwertig anzusehen ist.
Demgegenüber besteht eine wesentliche Aufgabe der Erfindung
darin, ein Verfahren zur Ausbildung von Aluminiumüberzugsschichten auf den Oberflächen von Eisenlegierungswerkstücken
für Bauteile und Teile zu schaffen, die eine Hochtemperatur-Korrosionsfestigkeit
und eine Beständigkeit gegen Oxydation erfordern, das einfach durchzuführen und bei hohem Wirkungsgrad
für die Massenproduktion geeignet ist.
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Eine weitere wesentliche Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Eisenlegierungswerkstück zu schaffen, das eine
Aluminiumüberzugsschicht aufweist, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Ausbildung einer Aluminiumüberzugsschicht
auf der Oberfläche eines Eisenlegierungswerkstücks ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß man
auf die Oberfläche des Eisenlegierungswerkstücks eine Überzugslösung aus 50 bis 90 Gew.-% Aluminium- oder Aluminiumlegie-
rungsteilchen und 10 bis 50 Gew.-$ Kunstharz, das eine hohe Brennzersetzungstemperatur mit niedriger Brenngeschwindigkeit
aufweist und bei Normaltemperatur in einem Lösungsmittel löslich ist, aufbringt und dann das Werkstück aufheizt, um das
Kunstharz zu verbrennen und gleichzeitig das Werkstück einer Schmelzplattierung mit Aluminium- oder Aluminiumlegierungsteilchen
zu unterwerfen, so daß die aluminiumplattierte Schicht auf der Oberfläche des Werkstücks durch diese einfachen Verfahrensschritte
gebildet wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird
das Werkstück mit der darauf ausgebildeten aluminiumplattierten Überzugsschicht während einer ersten Wärmebehandlung auf
Temperaturen von 700 bis 850°C während einer Zeitdauer von mehr als 10 Minuten aufgeheizt und danach, je nach Erfordernis,
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während einer zweiten Wärmebehandlung bei einer Temperatur
von 900 bis 1OOO°C während einer Zeitdauer von mehr als 30 Minuten aufgeheizt, so daß auf dem Eisenlegierungswerkstück
eine Aluminiumschicht gebildet wird, die aus einer Verbindungsschicht oder einer Legierungsschicht besteht, die als Hauptbestandteile
At und Fe aufweist.
Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus,
daß die Aluminiumüberzugsschichten auf den Eisenlegierungswerkstücken eine ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit bei
hohen Temperaturen sowie eine ausreichende Beständigkeit gegenüber einer Oxydation aufweisen. Außerdem handelt es sich
um ein einfaches Verfahren, wobei im wesentlichen die den herkömmlichen Verfahren innewohnenden Nachteile vermieden werden.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. i(a) und 1(b) eine fragmentarische schematische Ansicht
zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Ausbildung einer Aluminiumüberzugsschicht;
Fig. 2 ein Kurvendiagramm, das die Beziehung zwischen dem Temperaturanstieg beim Aufheizen des Versuchswerkstücks
und der Gewichtsveränderung des Versuchswerkstüoks beim erfindungsgemäßen
Verfahren zeigt;
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Fig. 3 ein Kurvendiagramm, das die Beziehung zwischen dem Kurvenanstieg bei der Aufheizung des Versuchswerkstücks
und der Gewichtsveränderung des Versuchswerkstücks nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zeigt;
Fig. 4 eine ähnliche Ansicht wie Fig. i(a) und 1(b), die
insbesondere eine erfindungsgemäße erste Wärmebehandlung erläutern soll;
Fig. 5 eine ähnliche Ansicht wie die Fig. 1(a) und 1(b), die insbesondere eine erfindungsgemäße zweite Wärmebehandlung
erläutern soll, und
Fig. 6 eine mikroskopische Aufnahme mit 10Ofacher Vergrößerung,
die die Struktur der Überzugsschicht zeigt, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt wurde.
Eingangs soll noch einmal herausgestellt werden, daß die Erfindung den Zweck hat, die Probleme im Zusammenhang mit
den Eigenschaften von Werkstoffen für Auspuff- bzw. Abgasbauteile von Kraftfahrzeugen zu lösen und bei niedrigen Herstellungskosten
Eisenlegierungswerkstoffe herstellen zu können, die eine ausgezeichnete Hochtemperatur-Korrosionsfestigkeit
und günstige Beständigkeit gegen Oxydation aufweisen. Demgemäß ist die Erfindung bei allen Bauteilen oder Teilen
anwendbar, die aluminiumplattierte Schichten erfordern. Im
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Hinblick auf die Korrosionsbeständigkeit bei hohen Temperaturen, kann das erfindungsgemäße Verfahren auch auf metallische
Werkstoffe in der Form von Platten, Behältern, Röhren usw. angewendet werden, bei denen eine ausreichende Verwendbarkeit
in einem stark korrosiven Hochtemperaturmedium erforderlich ist, das allgemein Halogengas, Halogenverbindungen usw. enthält.
In Fig. 1 ist schematisch das erfindungsgemäße Verfahren zur Ausbildung bzw. Aufbringung einer Aluminiumüberzugsschicht
dargestellt.
Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, wird eine Überzugsflüssigkeit oder -lösung 2, die sich zusammensetzt aus Aß- oder A6-Legierungsteilchen
3» einem in einem Lösungsmittel löslichen Harz 4 und einem Lösungsmittel (nicht dargestellt) für das Kunstharz,
auf die Oberfläche eines Werkstücks 1 aus einem austenitischen nichtrostenden Stahl aufgebracht, das im nachfolgenden als
Eisenlegierungswerkstück bezeichnet wird. Die kornförmigen ki- bzw. A^-Legierungsteilchen 3 sollten vorzugsweise einen
Durchmesser im Bereich von 10 bis 500 pm aufweisen, und zwar da die Teilchen mit einem Durchmesser von weniger als 10 um
während des Aufheizens in unerwünschter Weise leicht insgesamt oxydiert werden und da die Teilchen mit einem größeren Durchmesser
als 500 pm aufgrund ihres Absetzens bei der Zubereitung der Überzugslösung nachteilig sind. So liegt der optimale Bereich
vorzugsweise in der Gegend von 20 bis 200 pm. Hinsicht-
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lieh der oben beschriebenen A£-Legierung kann A£-Cr-Legierung
(2 bis 10 Gew.-% Cr mit einem Schmelzpunkt bei 8000C),
A£-Si-Legierung (5 bis 10 Gew.-% Si mit einem Schmelzpunkt
bei 5800C) usw. verwendet werden, während hinsichtlich des
oben beschriebenen Kunstharzes solche gewählt werden sollten, die bei Normaltemperatur eine Löslichkeit im Lösungsmittel,
eine hohe Brennzersetzungstemperatur und eine niedrige Brenngeschwindigkeit, bei ausreichender Adhäsion aufweisen. In diesem
Zusammenhang können Vinylazetatharz, Methacrylatharz und
Urethanharz mit günstigen Ergebnissen verwendet werden. Als Lösungsmittel sollte Azeton, Butylazetat, Verdünnungsmittel
usw. verwendet werden. Im Falle einer wäßrigen Emulsion kann Wasser als Verdünnungsmittel verwendet werden.
Die Menge der kZ- bzw. kl-Legierungsteile 3 und des Harzes
4, die für die oben beschriebene Überzugslösung 2 gemischt werden soll, beträgt 50 bis 90 Gew.-?6 für die kZ- bzw.
Α-β-Legierungsteilchen und 10 bis 50 Gew.-% für das Harz. Diese
Anteile werden dadurch bestimmt, daß es sehr schwierig ist, gleichmäßige aluminiumplattierte Schichten zu .erhalten, wenn
der Prozentsatz der Aluminiumlegierung unter 50 Gew.-% fällt, während die Aufbringung der Überzugslösung bei einer Verminderung
der Menge des Kunstharzes als Bindemittel beeinträchtigt wird, wenn der Prozentsatz 90 Gew.-i& überschreitet, so daß
der bevorzugte Bereich bei 60 bis 80 Gew.-% liegt. Das Lösungsmittel
in der Überzugslösung 2 soll die Viskosität der Überzugslösung einstellen, um ihre Aufbringung auf das Eisen-
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legierungswerkstück 1 zu erleichtern« Die Viskosität sollte
in geeigneter Weise entsprechend dem Aufbringungsverfahren
eingestellt werden, beispielsweise dem Sprühverfahren, der
Aufbringung durch eine Bürste usw„, und zwar durch eine zweckgemäße
Veränderung der Menge des Lösungsmittels.
Die Aufbringungsmenge der Überzugslösung 2 wird bestimmt durch die gewünschte Dicke einer aluminiumplattierten Schicht
(Fig. i(b)), die auf die Oberfläche des Eisenlegierungswerkstücks
1 aufgebracht werden soll,
Das mit der Überzugslösung 2 in der oben beschriebenen Weise überzogene Werkstück 1 wird so lange aufgeheizt," bis das
Lösungsmittel in der Überzugslösung verdampft und die Überzugslösung 2 trocknet und verfestigts so daß eine Aß enthaltende
Harzüberzugsschicht auf der Oberfläche des Werkstücks 1
ausgebildet wird.
Danach wird das so behandelte Werkstück 1 auf eine Temperatur aufgeheizt, die über dem Schmelzpunkt der ki- bzw. kZ-Legierungsteilchen
liegt, und vorzugsweise auf eine Temperatur j bei der die Temperatur der Aufheizatmosphäre während einer
ausreichenden Zeitdauer um etwa 1000C größer ist als der
Schmelzpunkt, und zwar so lange, bis die kl- bzw» A€-Legierungsteilchen
vollkommen geschmolzen sind und die A^-plattierte
Schicht 6 auf der Oberfläche des Werkstücks 1 bilden. Durch dieses Auf«
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heizen wird das Kunstharz in der Überzugsschicht zersetzt und durch seine Reaktion mit dem Sauerstoff in der Luft zerstreut,
wodurch während dieser Zeit, da die Brenngeschwindigkeit des Kunstharzes gering ist, der um das Werkstück 1
herum vorhandene Sauerstoff für das Verbrennen des Kunstharzes verbraucht wird, so daß die Luft an dieser Stelle neutral
ist bzw. Reduktionscharakter aufweist, und zwar so lange, bis die kl- bzw. A-2- Legierungsteilchen vollständig geschmolzen
sind. Damit wird die Oxydation des kZ verhindert, während die Diffusion des A£ in das Werkstück 1 gleichzeitig beschleunigt
wird. Demzufolge wird die aluminiumplattierte Schicht 6 über einer Aluminiumdiffusionsschicht 5 (Fig. 1(b)) auf der Oberfläche
des Werkstücks 1 ausgebildet.
Im nachfolgenden werden Beispiele und Vergleichsversuche zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben,
die allerdings nicht den Umfang der Erfindung einschränken sollen.
80 Gew.-% Aluminiumteilchen (Teilchendurchmesser 50 jum),
20 Gew.-% Vinylazetatharz und Azeton als Lösungsmittel werden
miteinander gemischt und aufgerührt, um die Überzugslösung zu erhalten. Die so vorbereitete Überzugslösung wird auf die
Oberfläche einer Versuchsplatte aus nichtrostendem Stahl auf-
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gebracht, nachfolgend "bei Normaltemperatur getrocknet, um
eine Verdampfung des Lösungsmittels zu "bewirken, so daß eine die Äluminiuiateilchen enthaltende Harzüberzugsschicht
(100 pm dick) auf der Stahlplatte ausgebildet wird. Die Versuchsplatte
aus nichtrostendem Stahl, auf der in der oben beschriebenen Weise die Harzüberzugsschicht ausgebildet wurde,
wurde 2 Stunden lang von 2O0C auf 8000C aufgeheizt„und die
dabei erhaltenen Ergebnisse hinsichtlich der Gewichtsveränderungen der Versuchsplatte während des Aufheizens sind in den
Kurvendiagrammen nach Fig„ 2 und 3 dargestellt. Wie aus diesen
Kurvendiagraramen zu ersehen ist, nimmt das Gewicht der
Versuchsplatte aus nichtrostendem Stahl plötzlich in der Nähe von 2500C ab, wodurch das rasche Fortschreiten der Zerlegung
des Harzes angezeigt wird. Nach einem weiteren Anstieg der Temperatur ist das Harz vollständig zerlegt, und es ergibt
sich ein minimales Gewicht bei einer Temperatur von 600°C. Durch das nachfolgende Aufheizen oxydiert das Aluminium etwas,
was einen Anstieg des Gewichtes der Versuchsplatte zur Folge hat.
Wie aus der obigen Beschreibung ersichtlich ist, kann die vorteilhafte aluminiumplattierte Uberzugsschicht leicht durch
ein einfaches Verfahren ausgebildet werden»
Die Vorteile, die durch das erfindungsgemäße Verfahren zur Ausbildung bzw. Aufbringung einer Aluminiumüberzugsschicht er-
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zielt werden, werden wie folgt zusammengefaßt:
1. Bei der Ausbildung der plattierten Überzugsschichten
kann aufgrund des geringen Grads der Oxydation des Metalls aus der Aluminiumgruppe eine plattierte Überzugsschicht mit
hervorragender Hochtemperatur-Korrosionsbeständigkeit erhalten werden.
2. Die Dicke der Überzugsschicht kann nach Wunsch gesteuert werden.
3. Selbst auf Werkstücken mit komplizierter Gestalt können gleichmäßige Überzugsschichten aufgebracht werden.
4. Teure Einrichtungen zum Schmelzen des Metalls aus der Aluminiumgruppe werden nicht benötigt, so daß die aluminiumplattierten
Überzugsschichten bei niedrigen Kosten hergestellt werden können.
Es ist hier anzumerken, daß die Erfindung auch bei Gußeisen, unlegiertem Stahl, nichtrostendem Stahl und anderen Eisenlegierungswerkstoffen
anwendbar ist, die als Eisenlegierungswerkstücke Verwendung finden.
Wenn erfindungsgemäß eine noch höhere Korrosionsbeständigkeit bei hohen Temperaturen usw. bei der auf der Oberfläche des
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Eisenlegierungswerkstoffs ausgebildeten Aluminiumüberzugsschicht benötigt wird, wird das Werkstück mit der darauf ausgebildeten
aluminiumplattierten Überzugsschicht einer weiteren Wärmebehandlung ausgesetzt, um eine Aluminiumverbindungsschicht
auf der Oberfläche des Werkstücks auszubilden die sich im wesentlichen
aus einer At-Fe-Verbindung zusammensetzt»
Im nachfolgenden wird das Verfahren der oben beschriebenen Wärmebehandlung beschrieben.
Das Eisenlegierungswerkstück mit der in der oben beschriebt
0 benen Weise darauf ausgebildeten aluminiumplattierten Überzugsschicht wird mehr als 10 Minuten und vorzugsweise 30.Minuten
lang einer ersten Wärmebehandlung bei Temperaturen von 700 bis 8500C unterzogen. Bei der oben beschriebenen ersten Wärmebehandlung
reagiert das Aluminium der Überzugsschicht mit dem Eisen, wie es in Fig. 4 dargestellt ist, so daß sich eine
Fe-A^-Verbindung (Fe2AC,-, Fe^A-C15) oder eine Fe-A-6-Cr- oder
Fe-A£-Si™Verbindung für die Ausbildung einer kl-Verbindungsschicht 7 auf der Oberfläche des Werkstücks bildet» die sich
im wesentlichen aus der Fe-A^-Verbindung zusammensetzt. Diese
metallischen Verbindungen weisen eine starke Adhäsion bezüglich der Oberfläche des Eisenlegierungswerkstücks 1 auf, und
zwar bei einer vorteilhaften Korrosionsbeständigkeit gegenüber der Hochtemperatur-Halogenatmosphäre.
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Es ist hier anzumerken, daß bei einer Temperatur bei der Wärmebehandlung von weniger als 70O0C die metallischen Verbindungen
nur schwer ausgebildet werden können, während andererseits bei einem Überschreiten der Temperatur von 85O°C
die ausgebildeten metallischen Verbindungen leicht durch die interne Diffusion des Aluminiums zerlegt werden können, was
zu einer Verminderung der Korrosionsbeständigkeit gegenüber Halogen führt. Wenn außerdem die Zeitdauer für die Wärmebehandlung
unterhalb von 10 Minuten liegt, so kann eine ausreichende Ausbildung der oben beschriebenen metallischen Verbindungen
nicht erwartet werden. Obwohl die Wärmebehandlung über eine lange Zeitdauer hinweg durchgeführt werden kann, ist
eine Zeitdauer, die 120 Minuten überschreitet, für die Stabilisierung des ki unbedeutend, so daß die Zeitdauer für die
Wärmebehandlung auf weniger als 120 Minuten begrenzt werden sollte, im Hinblick auf die industrielle bzw. Massenherstellung.
Obwohl die Werkstücke, die der oben beschriebenen ersten Wärmebehandlung ausgesetzt wurden, eine ausgezeichnete Hochtemperatur-Korrosionsbeständigkeit
bzw. eine Beständigkeit gegenüber Oxydation aufweisen, so sind doch Fälle möglich, bei
denen der Grad der Adhäsion zwischen der Aluminiumüberzugsschicht auf der Oberfläche und dem Eisenlegierungswerkstück
als Grundwerkstoff unzureichend ist, was von der Endverwendung des Werkstücks als Bauteil abhängt. In einem solchen Fall wird
aufgrund einer zweiten Wärmebehandlung, die im nachfolgenden
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■beschrieben wird j, eine Aluminiumlegierungsschicht 8 (Fig. 5),
die als Hauptbestandteile Α-β und Fe aufweist, durch Diffusion
des A€ in das Werkstück als Grundwerkstoff auf dessen Oberfläche
ausgebildet, wodurch die Adhäsion zwischen der Aluminiumlegierungsschicht
und dem Grundwerkstoff verbessert wird. Die oben beschriebene zweite Wärmebehandlung wird bei Bedarf
durchgeführt, da die Adhäsion bezüglich des Grundwerkstoffs
erhöht wird, ohne daß die Vorteile der ersten Wärmebehandlung verlorengehen,, Weiterhin reagiert in dem Falle, in dem das
Eisenlegierungswerkstück ein austenitischer nichtrostender Stahl mit 10 bis 30 % Nickel ist, das Ni in der A£-Fe-Verbindungsschicht
7 und in der ki -Diffusionsschicht 5 allmählich
mit AU, das in eine Verbindung zur Fixierung des Ni ausgebildet
wird. Wenn in diesem Falle die Reaktion langsam bewirkt wird, läuft auch die warme erzeugende Reaktion zwischen Ni und
AZ langsam ab, ohne daß eine Korrosion des Fe in dem Werkstück
stattfindet„
Bei der zweiten Wärmebehandlung wird das in der oben beschriebenen
Weise der ersten WäraebehandXtang ausgesetzte"Werkstück
30 bis 120 Minuten bei Temperaturen von 900 bis 10000C gehalten, um die Aluminiumdiffusionsschicht 5 so zu erhöhen,
daß die Adhäsion zwischen der Aluminiumverbindungsschicht 7 auf der Oberfläche und dem Grundwerkstoff 1 verbessert wird,
wie es in Fig. 5 dargestellt ist.
Es ist hier anzumerken, daß bei der zweiten Wärmebehandlung die Heiztemperatur auf 900 bis 1OOO°C begrenzt wird, da
bei einer geringeren Temperatur als 9000C das Ni aufgrund der
unzureichenden Diffusion des kl nicht ausreichend fixiert wird und bei Temperaturen über 100O0C die Reaktion zwischen
Ni und kZ so schnell abläuft, daß der Grundwerkstoff, d.h.
das Eisenlegierungswerkstück 1 leicht korrodieren kann. Andererseits wurde die Dauer des Aufheizens bestimmt mit 30 bis
120 Minuten, da bei einer Heizdauer von weniger als 30 Minuten
das Ni nicht ausreichend fixiert und bei einer Heizdauer von mehr als 120 Minuten die dadurch erreichte Wirkung in unerwünschter
Weise gesättigt wird.
Es wurden Vergleichsversuche für das Hochtemperatur-Korrosionsbeständigkeit-Verhalten
durchgeführt mit unbearbeiteten Versuchsstahlplatten und mit Stahlplatten, auf denen
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren die Aluminiumüberzugsschichten auf den Oberflächen ausgebildet wurden.
Aus austenitischem nichtrostendem Stahl (AISI 310S), der als Eisengrundwerkstoff 20 % Ni enthält, wurden Versuchswerkstücke,
auf deren Oberfläche 7 verschiedene Überzugslösungen aufgebracht wurden, wie es aus der nachfolgenden Tabelle 1 zu
ersehen ist, für Vergleichsversuche vorbereitet, wobei getrennt vorbereitete Versuchswerkstücke entsprechend der Überzugsbehandlung,
der ersten Wärmebehandlung und der zweiten Wärmebehandlung unterzogen wurden, was ebenfalls aus Tabelle 1
zu ersehen ist.
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ΐσ «J
co co
| 1 | Ai- Teilchen! Gewichts-% |
Kunstnarz Gewichts-, |
I
i |
50 | Lösungs mittel |
Aufbringungs-| behandlung |
1. Wärme behandlung |
0C 60 irin. | m | 2. "Wärme behandlung |
|
| Über zug s- lösung |
2 | M 50 | Vinyl az et at | 40 | Aceton | 720 0C IQ min= | 800 | m | 0C 60 min. | 950 °C 60 min. | |
| 3 | M 60 | Methacrylat | 30 | H | M | m | 0C 60 min„ | ■ | |||
| 4 | M 70 | Vinyl az et at | 30 | η | η | ro | |||||
| 5 | M-Si 70 *X | η | 30 | It | ei | E3 | |||||
| 6 | A&«Cr 70 | η | 20 | sa | 850 0C 10 min» | 850 | CJ | ||||
| 7 | AA 80 | η | 10 | η | 720 °C 10 min. | 800 | a | ||||
| A£ 90 | η | 63 | W | ||||||||
A£=Si-Legierung mit 7 , % Si
ÄÄ-Cr-Legierung mit 4 % Cr
Es wurden Aluminiumteilchen mit einem Durchschnittsdurchmesser von 50 pa verwendet, um VersuchswerkstUcke zu erhalten,
die im plattierten Zustand darauf ausgebildete A£-plattierte Schichten mit 50 pm Dicke aufweisen.
Unter Verwendung der oben beschriebenen Muster und unbearbeitetem austenitischen nichtrostenden Stahl wurden Mittelstücke
von Gehäusen (Gesamtoberfläche 200 cm ) (nicht dargestellt) für Wärmetauscher hergestellt und Versuche so durchgeführt,
daß eine wäßrige Lösung mit 3 % Salz in einem auf die Oberfläche der Gehäusemxttelstücke aufgebrachten Wärmeisolationsmaterial
absorbiert wurde und nachfolgend eine Aufheizung auf eine Temperatur von 8000C während 1 Stunde erfolgte, was
zusammen einen Behandlungszyklus bildete. Nach 10facher Wiederholung
des Behandlungszyklus wurde die Korrosion der Gehäusemittelstücke
durch Messen der Verminderung der Plattendicke festgestellt, und die Ergebnisse sind in der Tabelle 2
dargestellt.
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O SD OO
| 1 | Keine Behandlung |
Aufbringungs- behandlung |
1. Wärme behandlung |
2„ Wärme behandlung |
|
| Grundaus gangswerkstoff |
2 | 0i7mm | |||
| Mit Überzugs lösung |
3 | 0,65 mm | 0,10 1^ | 0,21^ | |
| 4 | 0,65 | 0 | 0,15 | ||
| 5 | 0,64 | 0 | 0,15 | ||
| β | 0,65 | 0 | 0,13 | ||
| 7 | 0,50 | 0 | 0,05 | ||
| 0,65 | 0 | 0,15 | |||
| 0,64 | O1OS | 0,2 |
Aus Tabelle 2 ist zu ersehen, daß die Testwerkstücke, die
der ersten Wärmebehandlung nach der Aufbringungsbehandlung,
d.h. dem Aufbringen der Überzugslösung, ausgesetzt wurden,
ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit gegenüber der Halogenatmosphäre bei hohen Temperaturen aufweisen.
Da bei dem erfindungsgemäßen Verfahren das Werkstück mit einer Überzugslösung bedeckt wird, die aus A^-Teilchen und
speziellem Kunstharz besteht, mit nachfolgendem Aufheizen auf eine Temperatur über dem Schmelzpunkt von kt, um das Kunstharz
für das gleichzeitige Schmelzplattieren zu verbrennen, kann die aluminiumplattierte Überzugsschicht durch einen einfachen Vorgang
auf dem Eisenlegierungswerkstück leicht ausgebildet werden. Dadurch, daß die aluminiumplattierte Überzugsschicht
auch lediglich an den dafür erforderlichen Stellen mit der benötigten Dicke bequem aufgetragen werden kann und die aluminiumplattierte
Überzugsschicht der ersten Wärmebehandlung bei Temperaturen von 700 bis 8500C während mehr als 10 Minuten
in der Luft ausgesetzt wird, kann die Überzugsschicht an den erforderlichen Stellen lediglich mit der notwendigen Dicke
in einfacher Weise ausgebildet werden, so daß man Bauteile und Teile mit ausgezeichneter Hochtemperatur-Korrosionsfestigkeit
erhält.
Wenn darüber hinaus die bereits der ersten Wärmebehandlung unterzogenen Werkstücke der zweiten Wärmebehandlung bei Temperaturen
von 900 bis 10000C während einer Zeitdauer von mehr
909831/0 788
- 21 -
als 30 Minuten ausgesetzt werden, wird eine merkliche Verbesserung
der Hochtemperatur-Korrosionsbeständigkeit im Vergleich zu den unbearbeiteten Werkstücken bei der praktischen
Verwendung erreicht, obwohl die so behandelten Werkstücke etwas
gegenüber denen schlechter sein können, die lediglich der
ersten Wärmebehandlung unterzogen wurden. Bei der zweiten Wärmebehandlung, die den Zweck der Verbesserung der Adhäsion zwischen
der A#-Überzugsschicht und dem Grundwerkstoff oder dem Werkstück hat, wird der Adhäsionsgrad durch das Anwachsen der
kZ-Diffusionsschicht erhöht, wie es aus der Mikroskopaufnahme
in Fig« 6 zu ersehen ist. Darüber hinaus kann im Falle,, bei
dem der Grundwerkstoff ein austenitischer nichtrostender Stahl mit 10 bis 30 % Nickel ist, die zweite Wärmebehandlung wirkungsvoll
zur Stabilisierung des Wi beitragen, und zwar durch
15 die wärme erzeug ende Reaktion zwischen A-C und Ni.
Um Versuche zum Feststellen der Beständigkeit gegenüber der Oxydation durchzuführen, wurde eine Überzugslösung, die
aus 70 Gew.-% Aluminiumteilchen (durchschnittlicher Teilchendurchmesser
50 pm), 30 Gew.-% Vinylazetatharz und Azeton als
Lösungsmittel bestand, auf die Oberfläche einer Stahlplatte mit einer Dicke von 1,5 mm aufgebracht, für die Verfestigung
getrocknet und auf eine Temperatur von 7200C während 30 Minuten
in der Luft aufgeheizt, um über der A-C-DiCf us ions schicht
eine Aß-plattierte Schicht von 50 um Dicke auf der Stahlplatte
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- 22 -
auszubilden. Die so erhaltene Stahlplatte wurde der ersten Wärmebehandlung, nämlich 60 Minuten lang einer Temperatur
von 80O0C in der Atmosphäre ausgesetzt, um das A-6 in der
Überzugsschicht in eine Verbindung von A£-Fe (PeA^,, Fe2A^t-)
umzuwandeln. Danach wurde sie der zweiten Wärmebehandlung, nämlich 60 Minuten lang einer Temperatur von 9500C in der
Atmosphäre ausgesetzt, um das Ni in der A£-Fe-Verbindungsschicht und der A^-Diffusionsschicht zu fixieren. Durch die
oben beschriebenen Behandlungen wurde die oxydationsbeständige Überzugsschicht, die sich aus der Ai -Diffus ions schicht und
der A£-Fe-Verbindungsschicht zusammensetzt, auf der Oberfläche
der Stahlplatte ausgebildet.
Für die im nachfolgenden beschriebenen Oxydationsbeständigkeitsversuche
wurden Versuchsstücke aus der wie in Beispeil 2 behandelten Stahlplatte hergestellt.
Oxydationsbeständigkeitsversuche
Testverfahren ... . Die Teststücke mit einer Dicke von
2,0 mm, einer Breite von 50 mm und einer Länge von 100 mm wurden zusammen mit zu vergleichenden, keiner Behandlung unterzogenen
Versuchsstücken in einem Ofen (nicht dargestellt) bis zu einer Temperatur von 11200C in der Atmosphäre aufgeheizt.
Nachdem diese Temperatur für 20 Stunden beibehalten wurde, wurde die Verminderung der Menge bzw, des Gewichts pro Flächeneinheit
der Versuchsstücke aufgrund der Oxydation gemessen, und die Ergebnisse sind in Tabelle 3 dargestellt. Aus Tabelle 3
ist zu ersehen,
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- 23 -
daß die erfindungsgemäßen Versuciisstücke eine merkliche Abnahme in der Gewichtsverminderung aufgrund der Oxydation zei«
gen9 und zwar bei verbesserter Hochtemperatur-Oxydationsbeständigkeit
im Vergleich zu den Testversuchsstücken ohne Behandlung ο
| Gewi cht sverminderung durch Oxydation (mg/cm^) |
|
| Erfindungsgemäße Teststücke |
1,5 |
| Vergleichs-Teststücke SUS 310S (ohne Behandlung) |
9,4 |
Aus den obigen Testergebnissen ist ersichtlich, daß die
Überzugsschicht mit einer ausgezeichneten Oxydationsbeständigkeit auf der Oberfläche der austenitischen nichtrostenden
Stahlplatte durch einen einfachen Vorgang leicht erhalten werden kann.
'Änderungen und Ausgestaltungen des beschriebenen Ausführungsbeispiels
sind für den Fachmann ohne weiteres möglich und fallen in den Rahmen der Erfindung.
90983ΊΤ0788
Claims (8)
- Patentansprüche1,' Verfahren zur Ausbildung einer Aluminiumüberzugsschicht auf der Oberfläche eines Eisenlegierungswerkstücks, gekennzeichnet durch die aufeinanderfolgenden Verfahrensschritte! Aufbringen einer Überzugslösung auf die Oberfläche des Eisenlegierungswerkstücks, bestehend aus 50 bis 90 Gew.-% Aluminium- oder Aluminiumlegierungsteilchen und 10 bis 50 Qew,-% Kunstharz, das eine hohe Brennzersetzungstemperatur mit niedriger Brenngeschwindigkeit aufweist und bei Normaltemperatur in einem Lösungsmittel lös-909831/0788ORIGINAL INSPECTEDlieh ist, Trocknenlassen der Überzugslösung zur Ausbildung einer Aluminium enthaltenden Harzüberzugsschicht auf der Oberfläche des Eisenlegierungswerkstücks und Anheizen des so behandelten Werkstücks auf eine Temperatur, die über dem Schmelzpunkt der Aluminium- und Aluminiumlegierungsteilchen liegt, so daß eine aluminiumplattierte Schicht auf der Oberfläche des Eisenlegierungswerkstücks gebildet wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch den weiteren Verfahrensschritt des Aufheizens des Eisenlegierungswerkstücks mit der auf seiner Oberfläche befindlichen aluminiumplattierten Schicht bei Temperaturen von 700 bis 8500C über eine Zeitdauer von mehr als 10 Minuten, so daß auf der Oberfläche des Eisenlegierungswerkstücks eine Verbindungsschicht gebildet wird, die im wesentlichen aus einer Fe-A^-Verbindung besteht.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch den weiteren Verfahrensschritt des Aufheizens des Eisenlegierungswerkstücks mit der auf seiner Oberfläche ausgebildeten Verbindungsschicht bei Temperaturen von 900 bis 10000C über eine Zeitdauer von mehr als 30 Minuten, so daß auf der Oberfläche des Eisenlegierungswerkstücks eine Aluminiumlegierungsschicht ausgebildet wird, die im wesentlichen aus Aluminium und Eisen besteht.9098 31? (T? 88 ORIGINAL INSPECTED
- 4. Verfahren nach Anspruch 3? dadurch gekennzeichnet , daß das Eisenlegierungswerkstück aus einem austenitischen nichtrostenden Stahl besteht.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das in der Überzugslösung enthaltene Kunstharz ein Vinylazetatharz ist.
- 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das in der Überzugslösung enthaltene Kunstharz ein Methacrylatharz ist.
- 7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Aluminium- oder Aluminiumlegierungsteilchen einen Teilchendurchmesser von 10 bis 500 um aufweisen.
- 8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Aluminiumlegierungsteilchen aus A&-Cr und/oder A-6-Si bestehen.909831 /0788 - 3 -
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Legal Events
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