DE2902015A1 - Verfahren zur herstellung des decapeptids ceruletid - Google Patents
Verfahren zur herstellung des decapeptids ceruletidInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung des therapeutisch wertvollen Decapeptids Ceruletid :
(siehe US-PS 3 472 832) und seiner S-alze.
Nach der Nomenklatur, die gewöhnlich in der Peptid-Chemie gebraucht wird, kann das Decapeptid gemäß der Erfindung
durch die Formel
SO-, H ' i
r-» '
H- LGlu-Gln-Asp-Tyr-Thr-Gly-Trp-Met-Asp-Phe-NH., (I)
H- LGlu-Gln-Asp-Tyr-Thr-Gly-Trp-Met-Asp-Phe-NH., (I)
d.h. Pyroglutamyl-Glutaminyl-Asparagyl-Tyrosyl (O-Sul- j
fat)-Threonyl-Glycyl-Tryptophyl-Methionyl-Asparagyl-Phenylalaninamid,
worin die phenolische Hydroxylgruppe des Tyrosin-Restes mit einer Sulfatgruppe verestert ist ■
und worin alle Aminosäuren (mit Ausnahme von Glycin) die L-Konfiguration haben, dargestellt werden.
Bei dem bekannten Syntheseverfahren erfolgt die Herstellung
durch Sulfatierung des geschützten Decapeptids '
AC j
H-Glu-Gln-Asp-Tyr-Thr-Gly-Trp-Met-Asp-Phe-NH2 (II) ^
worin die Hydroxylgruppe des Threoninrestes acetyliert ist, und anschließende Verseifung der Acetylgruppe. Bei
diesem Verfahren entstehen als Folge sowohl der SuIfatierungsbedingungen
im wasserfreien Medium als auch der Verseifungsstufe mehrere Nebenprodukte, hauptsächlich
polysulfatierte, desamidierte und oxidierte Nebenprodukt neben anderen nicht identifizierten Verunreinigungen.
Alle diese Verunreinigungen konnten nur durch sorgfältige Reinigung durch Gegenstromverteilung mit dem hiermit verbundenen
Verlust an Zeit und Ausbeute entfernt werden.
Beim Verfahren gemäß der Erfindung wird das ungeschützte
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Decapeptid ι
'r—r i
H-l_Glu-Gln-Asp-Tyr-Thr-Gly-Trp-Met-Asp-Phe-NH2 (III)
in einem wässrigen Medium sulfatiert, wobei keine ab- ; schließende Verseifung erforderlich ist. Unter diesen
milderen Bedingungen wird das Ceruletid in hohen Aus- ι
beuten (Umsatz 95 % und mehr) und in hoher Reinheit I (etwa 90 % gemäß HPLC) erhalten. Eine weitere Reinigung
kann durch Gegenstromverteilung vorgenommen werden. ■
Das ungeschützte Decapeptid III wird nach einem anderen Syntheseschema erhalten, bei dem nicht nur die Gefahr '
der Racemisierung vermieden, sondern auch die Gefahr des I Abbaus des Tryptophanrestes durch wiederholte Behandlung '
mit starken Säuren vermindert wird. Die Synthese dieses '. Decapeptids besteht im wesentlichen in geeigneten auf-'
einanderfolgenden Kondensationen von geschützten Amino-· , säuren oder Peptidfragmenten. Die Kupplung wird so durch-1
geführt, daß das erhaltene Decapeptid die gewünschte Se- ί quenz von zehn Aminosäuren hat. In den Aminosäuren und
Peptidfragmenten, die nach Verfahren, die in der Peptid- !
Chemie an sich bekannt sind, kondensiert werden, sind die, Aminogruppen und Carboxylgruppen, die an der Bildung der
Peptidbindung unbeteiligt, jedoch reaktionsfähig sind, durch eine Schutzgruppe, die durch Acidolyse, Verseifung
oder Hydrogenolyse entfernbar ist, blockiert.
Für den Schutz der Aminofunktion können beispielsweise ; die folgenden Schutzgruppen verwendet werden: Carbobenzoxy
(Benzyloxycarbonyl), t-Butoxy (t-Butyloxycarbonyl), Trityl (Triphenylmethyl),, Formyl oder Trifluoracetyl.
Für den Schutz der Carboxylfunktion können beispielsweise die folgenden Schutzgruppen verwendet werden: Methyl,
Äthyl, t-Butyl und Benzyl.
835/05
29Q2015
Die Kupplung zwischen einer Aminogruppe eines Moleküls
und einer Carboxylgruppe eines anderen Moleküls zur Bildung einer Peptidbindung kann mit einem aktivierten Acylderivat,
z.B. einem gemischten Anhydrid, einem Azid, einem p-Nitrophenyl- oder 2,4,5-Trichlorphenyl- oder
N-Hydroxysuccinimidylester usw. oder durch direkte Kondensation zwischen einer freien Aminogruppe und einer
freien Carboxylgruppe mit.Hilfe eines Kondensationsmittels,
z.B. Dicyclohexylcarbodiimid oder 1-Cyclohexyl-3-morpholinylcarbodiimid,
allein oder in Gegenwart von 1-Hydroxybenzotriazol, N-Hydroxysuccinimid, 8-Hydroxychinolin usw. ;
i erfolgen. Die Kondensation kann in einem Lösungsmittel,
beispielsweise einem N,N-Di-niederalkylformamid, einem
niederen aliphatischen Nitril, einem Pyridin oder Tetra-15,
hydrofuran, beispielsweise in Dimethylformamid, Acetoni-. tril, Pyridin oder Tetrahydrofuran, durchgeführt werden.
Die Reaktionstemperatur kann zwischen -200C und Raumtemperatur
liegen. Die Reaktionszeit beträgt im allgemeinen 6 bis 120 Stunden. Die Sulfatierung (die kennzeichnende '
Stufe des Verfahrens gemäß der Erfindung) wird in einem ι
i
wässrigen Medium mit dem Komplex B:SO7, worin B: eine
tertiäre Base ist, durchgeführt. Beispiele geeigneter :
tertiärer Basen sind Pyridin oder substituierte Pyridine, ; ! Trimethyl-, Triäthyl- oder niedere Trialkylamine, N-Nieder-25
alky!-morpholine, Dimethylanilin, Imidazol oder substitu- !
ierte Imidazole und Chinolin. Das Decapeptid III wird |
in Wasser bei pH 9,5 - 10,5 durch Zusatz einer organischen; oder anorganischen Base oder beider Basen gelöst. Als organische
Basen kommen die vorstehend genannten Basen infrage. Als anorganische Basen können NaOH, KOH, Na3CO3 uswi.
verwendet werden. Der Komplex wird als solcher oder als
' Lösung in einem mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel,
z.B. Dimethylformamid, Aceton und Acetonitril, zugesetzt. Der pH-Wert des Reaktionsgemisches wird durch
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Zusatz einer der vorstehend genannten Basen im Bereich
von 8,5 - 12,5 gehalten. Die Reaktionszeit beträgt im
allgemeinen 2 - 120 Stunden. Die erfindungsgemäße Synthese
von Ceruletid umfaßt die in Beispiel 4 beschriebene Sulfatierung mit anschließender Aufarbeitung des
Decapeptids III. Das Decapeptid III wird durch Kupplung des Hexapeptids IV mit dem Tetrapeptid V nach
der in Beispiel 3 beschriebenen Azidmethode hergestellt.
Die beiden Zwischenprodukte IV und V werden durch stufenweise Verlängerung gemäß den Beispielen 1 bzw. 2 syn- '
thetisiert. Das vorstehend genannte Syntheseschema kann ; nach der in der Peptid-Chemie gewöhnlich verwendeten
Nomenklatur wie folgt dargestellt werden:
Π
H- LGlu-Gln-Asp-Tyr-Thr-Gly-NH-NH,■HCl+H-Trp-Met-Asp-Phe-NH-
H- LGlu-Gln-Asp-Tyr-Thr-Gly-NH-NH,■HCl+H-Trp-Met-Asp-Phe-NH-
(IV) * (V) · I
H-.-Glu-Gln-Asp-Tyr-Thr-Gly-Trp-Met-Asp-Phe-NEL·
(III)
H-LGlu-Gln-Asp-Tyr-Thr-Gly-Trp-Met-Asp-Phe-NH2
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele weiter ;
erläutert. j
Beispiel 1 ι
Herstellung des Zwischenprodukts IV i
H-LJG1lu-Gln-Asp-Tyr-Thr-Gly-NH-NH2 .HCl (IV)
Zu einer Lösung von 17,5 g Boc-Gly-OH in 300 ml wasserfreiem
Tetrahydrofuran werden 10,99 ml N-Methylmorpholin
und 9,60 ml Äthylchlorformiat nacheinander bei einer Temperatur von -15°C gegeben. Das Gemisch wird 2 Minuten
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bei dieser Temperatur gerührt, worauf 20,3 g NH2-NH-Z.HCl (Z=Benzyloxycarbonyl) in 200 ml wasserfreiem
Dimethylformamid, das 10,99 ml N-Methylmorpholin
enthält, zugesetzt werden. Das Reaktionsgemisch wird 2 Stunden bei -100C gerührt. Man läßt dann die Tempera- j
tür in 2 Stunden von -100C auf 00C steigen. Das Lösungs-j
mittel wird unter vermindertem Druck entfernt und der Rückstand in Äthylacetat aufgenommen und nacheinander j
mit Ln-HCl bei 00C, mit einer 5%igen wässrigen Lösung von NaHCOo un^ mit einer gesättigten NaCl-Lösung neutral
gewaschen. Nach Entfernung des Lösungsmittels wird der · Rückstand aus Petroläther kristallisiert, wobei 29,1 g ;
ι (Ausbeute 90%) Boc-Gly-NH-NH-Z (VI) vom Schmelzpunkt
84-87°C erhalten werden. 29,1 g Boc-Gly-NH-NH-Z (VI) werden in 300 ml 99%iger Ameisensäure gelöst und 6 Stunden
bei Raumtemperatur stehen gelassen. Das Lösungsmittel wird unter vermindertem Druck bei 300C entfernt und ;
der ölige Rückstand aus Diäthyläther.kristallisiert, vro-i
bei 23,0 g (Ausbeute 95%) H-Gly-NH-NH-Z.HCOOH (VII) vom .
Schmelzpunkt 135-1360C erhalten werden. j
18,75 g Boc-Thr-OH werden mit 23,0 g H-Gly-NH-NH-Z.HCOOH
(VII) über das Äthoxyameisensäureanhydrid auf die für die Herstellung der Verbindung VI beschriebene Weise
kondensiert, wobei 32,3 g (Ausbeute 89%) Boc-Thr-Gly-NH-NH-Z (VIII) vom Schmelzpunkt 70-730C erhalten werden.
I0Q^0"3'60 (C1' DMF)* 32'3 g Boc~Thr-Gly-NH-NH-Z (VIII)
werden mit 350 ml Trifluoressigsaure bei O0C 30 Minuten
behandelt. Das Lösungsmittel wird dann unter vermindertem Druck bei 00C abgedampft und der ölige Rückstand
aus Diäthyläther kristallisiert, wobei 33,0 g (Ausbeute 99%) H-Thr-Gly-NH-NH-Z.CF3COOH (IX) vom Schelzpunkt
140-1450C erhalten werden. hQ^°+8t9° (C1 ,MeOH) .
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21,2 g Boc-Tyr-OH werden mit 33 g H-Thr-Gly-NH-NH- :
ι -Z.CF-COCH (IX) durch das Athoxyameisensäureanhydrid i
auf die für die Herstellung der Verbindung VI beschrie- ; bene Weise kondensiert. Nach Kristallisation aus Äthylacetat-Petroläther
werden 39,0 g (Ausbeute 88 %) Boc-Tyr-' Thr-Gly-NH-NH-Z (X) vom Schmelzpunkt 138 - 142qC erhalten.;
Wp° -2,3° (C1 , DIlF) .
Durch Acidolyse von 39,0 g Boc-Tyr-Thr-Gly-NH-NH-Z (X) ;
mit Trifluoressigsäure auf die für die Herstellung der Verbindung IX beschriebene Weise werden 39,9 g (Ausbeute !
100 %) H-Tyr-Thr-GIy-NH-NH-Z. CFoCOOH (XI) vom Schmelzpunkt
145 - 150°C erhalten. M^ +11,8° (C1 , DMF).
15,5 g Boc-Asp(OBzI)-OH werden mit 39,9 g H-Tyr-Thr-Gly-
NH-NH-Z.CFοCOOH (XI) durch das Athoxyameisensäureanhydrid
ι in üblicher Weise kondensiert. Durch Kristallisation aus ;
Äthylacetat werden 48,9 g (Ausbeute 93 %) Boc-Asp(OBzI) - ·
Tyr-Thr-Gly-NH-NH-Z (XII) vom Schmelzpunkt 134 - 138°C \
erhalten. [oQ ^0 -11,2° (C=1, DIlF). '
i Durch Acidolyse von 48,9 g Boc-Asp (OBzI)-Tyr-Thr-Gly-NH- ;
NH-Z (XII) mit Trifluoressigsäure in üblicher Weise werden^
49,2 g (Ausbeute 99%) Η-Asp(OBzI)-Tyr-Thr-Gly-NH-NH- \
-Z.CF7COOH (XIII) vom Schmelzpunkt 135 - 138°C erhalten. :
L0^-J0 +13,7° (C1, DMF). In analoger Weise werden durch Kon- I
densation von 15,0 g Boc-Gln-0H mit 49,2 g Η-Asp(OBzI)-
-Tyr-Thr-Gly-NH-NH-Z.CF3COOH (XIII) durch das Äthyoxyameisensäureanhydrid
nach Kristallisation aus Methanol-49,5 g (Ausbeute 88%) Boc-Gln-Asp(OBzI)-Tyr-Thr-Gly-NH-NH-Z (XIV) j
vom Schmelzpunkt 200 - 2030C erhalten. MJO° -15,8° (C1, DMF)
Durch Behandlung von 49,5 g Boc-Gln-Asp(OBzI) -Tyr-Thr-Gly-
NH-NH-Z (XIV) mit Trifluoressigsäure in üblicher Weise
Xierden 50,2 g (Ausbeute 100%) H-Gln-Asp-(OBzI)-Tyr-Thr-
-GIy-NH-NH-ZoCF3COOHJXV) vom Schmelzpunkt 160 - 162°C er-
I0S835/05 41
- 10 -
halten. [oQ ^0 +2° (C1 , DIlF)'
Durch übliche Kondensation von 6,9 g H-J-GIu-OH mit 50,2g
H-Gln-Asp-(OBzI)-Tyr-Thr-Gly-NH-NH-Z.CF3COOH (XV) durch
das Äthoxyameisensäureanhydrid werden nach Kristallisation aus Methanol, 45,5 g (Ausbeute 91%) H-Ldu-Gln-
-Asp(OBzI)-Tyr-Thr-Gly-NH-NH-Z (XVI) vom Schmelzpunkt
220 - 225°C (Zers.) erhalten. I0Cl ^0 -13,3° (C1 , DIlF).
45,5 g H-L-Glu-Gln-Asp (OBzI)-Tyr-Thr-Gly-NH-NH-Z (XVI)
werden in 500 ml Dimethylformamid, das 2 Äquivalente HCl enthält, gelöst und in einem offenen Gefäß in strö- \
mendem Wasserstoff in Gegenwart von 14 g 10%iger Palladiumkohle, die innerhalb von 12 Stunden portionsweise
zugesetzt wird, hydriert. Der Katalysator wird abfiltriert und mit Dimethylformamid gut gewaschen. Der ölige Rückstand
wird aus absolutem Äthanol kristallisiert, wobei
34,1 g (Ausbeute 94%) H-Elu-Asp-Tyr-Thr-Gly-NH-NH2.HCl :
(IV) vom Schmelzpunkt 145 - 15O0C (Zers.) erhalten werden.
° -21,8° (C1, DMF)
Beispiel 2 !
Herstellung des Zwischenprodukts H-Trp-Met-Asp-Phe-NH2(V)!
23,3 g Boc-Asp(OBzI)-OH werden mit 20,0 g H-Phe-NH2 durch;
das Äthoxyameisensäureanhydrid in der für die Herstellung; der Verbindung VI beschriebenen Weise kondensiert. Nach
Kristallisation aus Äthylacetat werden 39,9 g (Ausbeute 05%) Boc-Asp (OBzI)-PlIe-NH2 (XVII) vom Schmelzpunkt
141 bis 142°C erhalten. ^7^° -32,7° (Cl, DIlF).
39,9 g Boc-Asp(OBzI)-Phe-NH2 (XVII), das In 180 ml Dimethylformamid gelöst ist, werden bei Normaldruck in Gegen-
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wart von 29 g 10%iger Palladiumkohle hydrogenolysiert. ;
Nach Kristallisation aus Isopropanol werden 29,0 g (Ausbeute 90 %) Boc-Asp-Phe-NH., (XVIII) vom Schmelzpunkt j
196 - 198°C erhalten. M^ -50,0° (C1, DiIF) · j
29,0 g Boc-Asp-Phe-NH., (XVIII) werden in 300 ml trocke- '
ner 1,33n-HCl in Eisessig (HCl/AcOH) gelöst. Nach 25 Mi-' nuten bei Raumtemperatur*wird die Lösung unter vermindertem
Druck eingedampft und der Rückstand aus Diäthyläther ' kristallisiert, wobei 24,2-g (Ausbeute 100 %) H-Asp-Phe- j
NH2-HCl (XIX) vom Schmelzpunkt 100 - 15O0C (Zers.) erhalten
werden. [oQ ^0 +23,9° (C1, 95%iges AcOH)
Durch Kondensation von 19,1 g Boc-Met-OH mit 24,2 g
H-Asp-Phe-NH2.HC1 (XIX) durch das Äthoxyameisensäurean-* .
hydrid in üblicher Weise und Kristallisation aus Äthyl- j acetat werden 36,0 g (Ausbeute 92%) Boc-Met-Asp-Phe-NH-(XX)
vom Schmelzpunkt 194 - 1980C erhalten. pkJ ^u+5,4° '
(C1, 95%iges AcOH). Durch Acidolyse von 36,0 g Boc-Met-Asp-Phe-NH2
(XX) mit HCl/AcOH auf die für die Herstellung der Verbindung XIX beschriebene Weise werden 31,5 g j
(Ausbeute 100%) H-Met-Asp-Phe-NH-.HCl (XXI) vom Schmelz- j
punkt 191 - 1920C erhalten. M ^6 +5,4° (C1, 95%iges AcOH)
21,5 g Boc-Trp-OH werden mit 31,5 g H-Met-Asp-Phe- j
-NH-.HCl (XXI) durch das Äthoxyameisensäureanhydrid in
üblicher Weise kondensiert, wobei nach Kristallisation aus Äthylacetat 44,2 g (Ausbeute 90%) Boc-Trp-Met-Asp-
-Phe-NH2 (XXII) vom Schmelzpunkt 199 - 2000C erhalten
werden. E0Qp0 -34,5° (C1, 95%iges AcOH).
44,2 g Boc-Trp-Met-Asp-Phe-NH2 (XXII) werden in 450 ml
99%iger Ameisensäure gelöst. Nach 5 Stunden bei Raumtem-
peratur wird das Lösungsmittel unter vermindertem Druck J
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■ bei 300C abgedampft und der Rückstand aus Isopropanol
1 kristallisiert, wobei 33,7g (Ausbeute 89%) H-Trp-Met-
: Asp-Phe-NH2 (V) vom Schmelzpunkt 205 - 2070C erhalten
werden. LoO ^0- -25,6° (C1 , DMF-HMPT 1:1). j
ι . ι
! 5 Beispiel 3 ;
ι Herstellung des Zwischenprodukts (III)
; η
' H-K51u-Gln-Asp-Tyr-Thr-Gly-Trp-Met-Asp-Phe-NH2 (III) I
! Zu einer Lösung von 21,2 g H-Glu-Gln-Asp-Tyr-Thr-Gly-
! -NH-NH«.HCl (IV) in 160 ml wasserfreiem Dimethylformamid
10 werden nacheinander 24 ml trockene 2,44 n-HCl in
wasserfreiem Tetrahydrofuran und 3,5 ml n-Butylnitrit
ί bei einer Temperatur von -250C gegeben. Bei dieser Tempe-,
ratur wird 25 Minuten gerührt, worauf 13,1 ml N-Methyl-I
ι
: morpholin und anschließend eine Lösung von 14,8 g '
j 15 H-Trp-Met-Asp-Phe-NH2 (V) in einem Gemisch von 120 ml. j
■ wasserfreiem Dimethylformamid und 40 ml Hexamethylphosphoramid,
das 2/8 ml N-Methylmorpholin enthält, zuge-
; setzt werden. Das Reaktionsgemisch wird 4 Stunden bei ;
I -100C stehen gelassen. Nach dem Abdampfen der flüchtigen
1 20 Lösungsmittel unter vermindertem Druck wird das Produkt ;
durch Verdünnen mit kalter wässriger Lösung von Zitronen-.1 säure in Wasser ausgefällt. Das rohe Material ergibt j
nach Kristallisation aus Methanol 25., 1 g (Ausbeute 79 %) t
H-^G\u-Gln-Asp-Tyr-Thr-Gly-Trp-Met-Asp-Phe-NH2 (III) vom
25 Schmelzpunkt 201-2060C (Zers.). M^0 -20,9° (CI , DIiP).
909835/0HiI
Herstellung der Verbindung
SO H
; H-bGlu-Gln-Asp-Tyr-Thr-Gly-Trp-Met-Asp-Phe-NH2 (I) \
; H-bGlu-Gln-Asp-Tyr-Thr-Gly-Trp-Met-Asp-Phe-NH2 (I) \
12,7 g H-I5lu-Gln-Asp-Tyr-Thr-Gly-Trp-Met-Asp-Phe-NH2
(III) werden bei Raumtemperatur in 400 ml Wasser gelöst, indem mit In-NaOH auf pH 10,5 eingestellt wird. 72 g
des Komplexes von Pyridin und Schwefeltrioxid werden portionsweise zugesetzt, während 5 Stunden gerührt und
der pH-Wert mit 1n-NaOH bei 9-11 gehalten wird. Nach ■
Neutralisation der alkalischen Lösung mit festem CO- wird
die Lösung durch Entfernen des Lösungsmittel unter vermindertem Druck zur Trockene eingedampft und der Rückstand
in Dimethylformamid aufgenommen und zur Entfernung der unlöslichen anorganischen Salze filtriert. Das FiI-trat
wird erneut unter vermindertem Druck zu einem öligen Rückstand eingedampft. Das Produkt wird dann in 400 ml
eines 1:1-Gemisches von Dimethylformamid und Wasser ge- !
löst und bei 00C mit dem Ionenaustauscherharz "Dowex 5OW";
- (H ) 5 Minuten unter Rühren behandelt. Das Gemisch wird ! 20 filtriert und mit Diäthylamin alkalisch gemacht. Das ■
; Lösungsmittel wird durch Eindampfen auf ein kleines Vo- ;
lumen unter vermindertem Druck entfernt und das Produkt ι (13,5 g) durch Zusatz von Diäthyläther ausgefällt. Durch '
Entsalzen mit Hilfe einer Säule des Adsorptionsmittel
"Sephadex G 10" werden 12,3 g (Ausbeute 79%) H-ÜGlu-Gln-
SO3H
-Asp-Tyr-Thr-Gly-Trp-Met-Asp-Phe-NH2 (I) als Diäthylamin-:
-Asp-Tyr-Thr-Gly-Trp-Met-Asp-Phe-NH2 (I) als Diäthylamin-:
salz erhalten. [0G · -22ό (C1 , DMF).
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Claims (3)
1. / Verfahren zur Herstellung des Decapeptids Ceruletid
der Formel
?°3H
H-LG'lu-Gln-Asp-Tyr-Thr-Gly-Trp-Met-Asp-Phe-NH« (I)
H-LG'lu-Gln-Asp-Tyr-Thr-Gly-Trp-Met-Asp-Phe-NH« (I)
d.h. Pyroglutamyl-Glutaminyl-Asparagyl-Tyrosyl (O-Sulfat)-
-Threonyl-Glycyl-Tryptophyl-Methionyl-Asparagyl-Phenylalaninamid und seiner Salze mit pharmazeutisch unbedenklichen Basen,
worin die phenolische Hydroxylgruppe des Tyrosinrestes mit " einer Sulfatgruppe verestert ist und alle Aminosäuren mit
Ausnahme von Glycin die i-Konfiguration haben, dadurch gekennzeichnet,
daß man das Decapeptid der Formel
H-LGlu-Gln-Asp-Tyr-Thr-Gly-Trp-Met-Asp-Phe-NH2 (III) ,
Telefon: (0221) 131041 · Telex: 8882307 dopa d · Telegramm: Dompatent Köln
d.h. Pyroglutamyl-Glutaminyl-Asparagyl-Tyrosyl-Threonyl- ■
■ Glycyl-Tryptophyl-Methionyl-Asparagyl-Phenylalaninamid,
in dem alle Aminosäuren mit Ausnahme von Glycin die L-Konfiguration haben und das hergestellt worden ist durch '
Kupplung des Hexapeptids der Formel I
H-1-Glu-Gln-Asp-Tyr-Thr-Gly-NH-NH2.HC1 dv>
mit dem Tetrapeptid der Formel
(V)
; H-Trp-Met-Asp-Phe-NH2
nach bekannten Verfahren, in einem wässrigen Medium mit einem Sulfatierungsmittel der Formel B:SO3, worin B:
eine tertiäre Base aus der aus Pyridin, substituierten Pyridinen, Tri-niederalkyl-aminen, N-Niederalkyl-morpholinen,
Ν,Ν-Dimethylanilin , Imidazol, substituierten
Imidazolen und Chinolin bestehenden Gruppe bei einem pH-Wert zwischen 8,5 und 12,5 während einer Zeit von
2 bis 120 Stunden umsetzt und das hierbei gebildete ; Produkt in bekannter Weise isoliert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
; daß man das Decapeptid der Formel
H-Glu-Gln-Asp-Tyr-Thr-Gly-Trp-Met-Asp-Phe-NH2 (III)
! in Wasser bei einem pH-Wert, der durch Zusatz einer organischen Base aus der aus Pyridin, substituierten Pyridinen,
Tri-niederalkyl-aminen, N-Niederalkyl-aminen,
N-Niederalkyl-morpholinen, Ν,Ν-Dimethylanilin, Imidazol,
substituierten Imidazolen und Chinolin bestehenden Gruppe oder durch Zusatz einer anorganischen Base aus der aus
Alkalihydroxyden oder -carbonaten bestehenden Gruppe oder durch Zusatz beider Arten von Basen auf 9,5 - 10,5
eingestellt worden ist, löst und mit einem Sulfatierungsmittel der Tormel BiSO3, worin B: die vorstehend genannte
9835/0 5 41
Bedeutung hat und das als solches oder als Lösung in !
einem dipolaren aprotischen Lösungsmittel zugesetzt wird, umsetzt, wobei man den pH-Wert des Reaktionsgemisches
durch Zusatz einer der vorstehend genannten Basen im
Bereich von 8,5 - 12,5 hält. j
durch Zusatz einer der vorstehend genannten Basen im
Bereich von 8,5 - 12,5 hält. j
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, :
daß man als dipolares aprotisches Lösungsmittel Dimethylformamid, Aceton oder Acetonitril verwendet.
90983 R/0541
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| GB721578 | 1978-02-23 |
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