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Die Erilndung betrifft eine Belichtungssteuereinrichtung
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zur Verwendung in einer mit einer eingebauten elektronischen Blitzlichteinrichtung
versehenen fotografischen Kamera und insbesondere eine Belichtungszeitsteuerschaötung
zur Verwendung in einer mit einer elektronischen Blitzlichteinrichtung versehenen
Kamera, in welcher die Belichtungszeit entsprechend der Objektthelligkeit gesteuert
wird, wenn die elektronische Blitzlichteinrichtung zur Aussendung eines Lichtblitzes
nicht bereit ist, und entsprechend eines für den Blitzlichtbetrieb bestimmten Zustandes
gesteuert wird, wenn die elektronische Blitzlichteinrichtung zur Aussendung eines
Lichtblitzes bereit ist Es ist bekannt, die Belichtugszeit in einer mit einer elektronischen
Blitzlichteinrichtung versehenen Kamera entsprechend der Objekthelllgkeit zu steuern,
wenn die elektronische Blitzlichteinrichtung zur Aussendung eines Lichtblitzes nicht
bereit ist, und die Belichtungszeit entsprechend einem rür den Blitzlichtnetrieb
vorbestimmten Zustand zu steuern, wenn die elektronische Blitzlichteinrichtung zur
Aussendung eines Lichtblitzes bereit Ist Genauer gesagt ist es bereits bekannt,
wie dies beispielsweise in der US-PS 4 016 575 beschrieben ist, zwischen einer automatischen
Belichtung im Tageslichtbereich und im Blitzlichtbereich umzuschalten.
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Bei den bekannten Einrichtungen der vorstehend genannten Art ist es
jedoch unmöglich, die Belichtungszeit zusätzlich zu der automatischen Belichtungssteuerung
auch manuell zu steuern
Der Brfindunq liegt die Aufgabe zugrunde,
eine Belichtungssteuereinrichtung zur Verwendung in einer Kamera anzugeben, bei
welcher die Belichtungszeit manuell und automatisch sowohl für eine Belichtung bei
Tageslicht als auch eine Belichtung mit Blitzlicht steuerbar ist.
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Insbesondere soll eine Belichtungszeitsteuerschaltung der eingangs
genannten Art angegeben werden, welche zusätzlich zu den genannten Funktionen gegebenenfalls
auch eine Steuerung der Belichtungszeit entsprechend manuell ausgewählten Bedingungen
ermöglicht.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß eine manuell betätiqbare
Beliciitungszeiteinstellvorrichtung in einer Belichtungszeitsteuerschaltung vorgeschlagen,
welche eine umschaltvorrichtung zwischen einer automatischen Belichtung mit Tageslicht
und einer automatischen Belichtung mit Blitzlicht aufweist. Genauer gesagt umfaßt
die erfindungsgemäße Belichtungssteuerschaltung eine Lichtmeßschaltung zur Messung
der Objekthelligkeit und zur Erzeugung eines der Objelcthelligkeit entsprechenden
Ausgangssignales, eine Belichtungszeitsignalschaltung zur Erzeugung eines Ausgangssignales,
das ein Maß für die Belichtungszeit ist, die der von der Belichtungsmeßschaltung
festgestellten Objekthelligkeit und weiteren für die Delichtung maßgeblichen Daten
wie der Filmempfindlichkeit und der Blendengröße entspricht und einen Komparator
zum Vergleich des Ausgangssignales der Belichtungszeitsignalschaltung mit einem
Standardsignal, um selbsttätig die Belichtungszeit zu steuern. Diese Belichtungszeitsteuerschaltung
ist erfindungsgemäß gekennzeichnet durch eine manuell betätigbare Belichtungszeiteinqabeeinheit,
um der Belichtunqszeitsignalschaltung ein manuell
eingestelltes
Belichtungszeitsignal zuzuführen, so daß die Belichtungszeitsignalschaltung ein
Belichtungssteuersignal erzeugen kann, das einem manuell ausgewählten Wert entspricht,
und eine mit dem Komparator verbundene Steuerschaltung, welche dem Komparator ein
einem für den Blitzlichtbetrieb vorbestimmten Wert entsprechendes Ausgangssignal
nur dann zuführt, wenn die Steuerschaltung ein Signal empfängt, welches anzeiqt,
daß die Blitzlichteinrichtung zur Aussendung eines Lichtblitzes bereit ist.
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Erfindungsgemäß wird die Belichtungszeit gewünschtenfalls gemäß einem
manuell eingestellten Wert und entsprechend der Objekthelligkeit eingestellt, wenn
die mit der Kamera verbundene elektronische Plitzlichteinrichtung zur Aussendung
eines 1ichtblitzes nicht bereit ist. Wenn die elektronische Belitzlichteinrichtung
in den Zustand übergeht, in dem sie zur Aussendung eines Lichtblitzes bereit ist,
wird die Belichtungsteit entsprechend dem für den Blitzlichtbetrieb vorbestimmten
Wert gesteuert.
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Nachfolgend ist eine AusFiRIlrungsform der Lrfindunq anhand der beigefügten
Zeichnung beschrieben. Die Figur zeigt in einem Blockdiagramm das Schaltbild der
erfindungsgemäßen Belichtungssteuersshcaltung.
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In der Figur erkennt man eine Belichtungssteuerschaltung 1 für eine
automatische Belichtungssteuerung, welche eine Lichtmeßschaltung 2 und eine Rechenschaltung
5 umfa.t3t, der die Ausqangssignale von einer Eingabeeinheit 3 für die Einstellung
des Blendenwertes und einer Einsabeeinheit 4 für die Information über die Filmempfindlichkeit
zugeführt werden. Das Ausqangssignal der Belichtungs-
steuerschaltung
1 wird einer zu einem binären Codesystem gehörenden Zeitsignalschaltunq 6 zur Erzeugung
eines Belichtunqszeitsignales zugeführt. Das Ausgang signal der Zeitsignalschaltung
6 wird einem Dekoder 7 eines Dezimal-Code-Systemes zugeführt. Der Dezimalausgang
des Dekoders 7 wird einem Eingang eines digitalen Komparators 8 zugeführt. Auf der
anderen Seite wird ein Standardsignal von einem Taktimpulsgenerator 9 über eine
Torschaltung 10 in einen Digitalzähler 11 eingeführt. Die Torschaltung 10 wird durch
ein Synchronisiersignal S geöffnet, das beim Start eines vorlaufenden Verschlußvorhanges
der Kamera abgegeben wird, wodurch die Torschaltung lo das Standardsignal zum Digitalzähler
11 hindurchläßt, der ein Dezimalsignal zählt. Das Ausgangssignal des Dezimalzählers
11 wird dem anderen Eingang des digitalen Komparators 8 zugeführt, wo es mit dem
Ausgangssignal des Dekoders 7 ver iichen wird. Wenn die beiden Ausgangssignale gleich
sind, erzeugt der Komparator 8 ein Ausgangssignal, das einer Spule 12 zugeführt
wird, welche die Sperrvorrichtunq für den nachlaufenden Verschlußvorhanq freigibt,
so daß der nachlaufende. Verschlußvorhang losläuft. Auf diese Weise wird die optimale
Belichtunciszeit erreicht.
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Zusätzlich zu der vorstehend beschriebenen Anordnunq ist bei der erfindunqsgemßen
Ausführungsform eine Eingabeeinheit 13 zur manuellen Steuerung der Belichtungszeit
mit der Zeitsignalschaltung 6 verbunden, so daß dieser gegebenenfalls ein aufgrund
einer manuellen Eingabe erzeugtes Ausgangssignal er Eingabeeinheit 13 zugeflhrt
werden kann. Das Ausgangssignal der Eingabeeinheit 13 für
eine manuelle
Belichtungszeiteingabe und das Ausgangssignal der Bellchtungssteuerschaltung 1 werden
wahlweise der Zeitsignaischaltung 6 zugeführt. Daher wird das Eingangssignal für
den Komparator 8 zwischen den Ausgangssignalen der Belichtungssteuerschaltung 1
und der Eingabeeinheit 13 für eine manuelle Belichtungszeiteingabe ausgewählt. Die
Eingabeeinheit 13 kann beispielsweise eine manuell drehbare Wähleinrichtung zur
Einstellung einer geeigneten Belichtungszeit in Form eines bestimmten Wertes eines
Spannungsausgangssignales umfassen, das der Zeitsignalschaltung 6 zugeführt wird.
Daher kann beispielsweise ein Potentiometer als Eingabeeinheit 13 zur manuellen
Einstellung der Belichtungszeit verwendet werden.
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Ferner ist bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform eine Steuerschaltung
mit dem Komparator 8 verbunden, um diesem ein Ausgangssignal aufgrund einer vorbestimmten
Voraussetzung für Blitzlichtaufnahmen nur dann zuzuführen, wenn die Steuerschaltung
ein Freigabesignal zur Aussendung eines Lichtblitzes empfängt. Die Steuerschaltung
ist in der Figur bei 24 dargestellt und mit dem digitalen Komparator 8 über den
Dekoder 7 und eine Gruppe von UND-Gliedern 25a bis 25e verbunden, die zwischen dem
Dekoder 7 und der Zeitsignalschaltung 6 angeordnet sind. Die Steuerschaltung 24
ist tatsächlich eine Inverterschaltung, welche ein Ausgangssignal eines Transistors
23 zu der Gruppe von UND-Gliedern 25a bis 25e überträgt. Die Steuerschaltung 24
wirkt in der Weise, daß sie die Übertragung des Signales von der manuell einstellbaren
Eingabeeinheit 13 oder der Belichtungssteuerschaltung 1 zu dem Dekoder 7 verhindert,
wenn eine elektronische Blitzlichteinrichtung 14 an die Kamera angefügt wird und
sich in einem zur Aussendung
eines Lichtblitzes bereittxn Zustand
befindet. Die Steuerschaltung 24 gibt ferner ein Signal ab, das charakteristisch
ist für eine vorbestimmte, für das Fotografieren mit Blitzlicht gewünschte Belichtungszeit,
beispielsweise 1/60 Sekunde.
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Die elektronische Blitzlichteinrichtung 14 umfaßt einen mit einer
Spannungsquelle 16 verbundenen Schalter 15, einen mit der Spannungsquelle 16 verbundenen
Spannungserhöher 17, eine an den Spannungserhöher 17 angeschlossene Blitzlichtlampe
18, einen parallel zur Blitzlichtlampe 18 zur Zündung derselben geschalteten Hauptkondensator
19, elne mit der Blitzlichtlampe 18 verbundene Triggerschaltung 20, die synchron
mit dem Start des vorlaufenden Verschlußvorhanges der Kamera betätigt wird und eine
Entladung der Blitzlichtlampe 18 bewirkt, so daß diese Licht aussendet, und eine
Leuchtstofflampe 21, beispielsweise eine Neonlampe, die mit der Triggerschaltung
20 und dem Hauptkondensator 19 verbunden ist, um festzustellen, ob der Hauptkondensator
19 zur Zündung der Blitzlichtlampe 18 bereit ist, und diesen Zustand anzuzeigen.
Die Blitzlichteinrichtung 14 umfaßt ferner einen Feldeffekttransistor 22 (FET),
der mit der Neonlampe 21 verbunden ist und durch das Feststellen einer Spannung
an der Neonlampe 21 leitend geschaltet wird, wenn der Hauptkondensator 19 zur Züidung
der Blitzlichtlampe 18 bereit ist. Der FET 22 ist mit einem Transistor 23 verbunden,
der leitend geschaltet bzw. eingeschaltet wird, wenn der FET 22 leitend geschaltet
wird. Das Ausgangssignal des Transistors 23 geht daher in einen Hoch-Zustand über,
wenn der FET 22 leitend geschaltet wird. Der Ausgang des Transistors 23 ist mit
dem Inverter 24 verbunden.
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Folglich bleibt das Ausgangssignal des Inverters 24 im Hoch-Zustand,
bis die Blitzlichteinrichtung 14 zur Aussendung eines Lichtblitzes bereit ist, und
geht in den Tiefzustand über, wenn die Blitzlichteinrichtung 14 den Zustand erreicht
hat, in dem sie zur Aussendung eines Lichtblitzes bereit ist.
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Das Ausgangssignal des Inverters 24 wird einem der Eingänge der UND-Glieder
25a, 25b, 25c, 25d und 25e zugeführt, deren jeweilige anderen Eingänge mit den Ausgangsklemmen
6a, 6b, 6c, 6d bzw. 6b der Zeitsignalschaltung 6 verbunden sind. Die Zeitsignalschaltung
6 hat bei der in der Figur dargestellten Ausführungsform fünf Ausgänge 6a bis 6e
für verschiedene Belichtungszeiteinstellungen und einen Ausgang 6st für eine vorbestimmte
Belichtungszeit für die Durchführung von Blitzlichtaufnahmen, beispielsweise t/60
Sekunde. Der Ausgang 6st ist mit einem Eingang eines ODER-Gliedes 25st verbunden,
dessen anderer Eingang mit dem Ausgang des Inverters 24 verbunden ist. Schließlich
sind die Ausgänge der UND-Glieder 25a bis 25e und des ODER-Glieds 25st mit den Eingängen
des Dekoders 7 verbunden.
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Bei der erfindungsgemäßen Belichtungssteuerschaltung entsprechend
dem vorstehend beschriebenen Aufbau wird die Belichtungszeit aufgrund einer manuell
eingestellten Belichtung oder einer automatisch gesteuerten Belichtung unter Berücksichtigung
der Objekthelligkeit gesteuert, wenn die mit der Kamera verbundene elektronische
Blitzlichteinrichtung nicht zum Aussenden eines Lichtblitzes bereit ist, selbst
wenn die Blitzlichteinrichtung 14 mit der Kamera verbunden ist, da sich das Ausgangssignal
des
Inverters 24 im och-Zustand befindet, solange die elektronische
Blitzlichteinrichtung 14 zum Aussenden eines Lichtblitzes nicht bereit ist. Wenn
die mit der Kamera verbundene Blitzlichteinrichtung 14 ihren zum Aussenden eines
Lichtblitzes geeigneten Zustand erreicht, wechselt das Ausgangssignal des Inverters
24 vom Hoch-Zustand in den Tief-Zustand und alle UND-Glieder 25a bis 25e werden
abgeschaltet, während lediglich das ODER-Glied 25st angeschaltet bleibt. Entsprechend
wird die Belichtungszeit auf eine vorbestimmte Länge eingestellt, die für ein Fotografieren
mit Blitzlicht gewünscht wird. In diesem Fall wird beim Auslösen des Kameraverschlusses
die Triggerschaltung 20 erregt, um die Blitzlichtlampe 18 zu entladen. Gleichzeitig
wird die Torschaltung 10 geöffnet, um das Zählen der von dem Taktimpuisgenerator
9 erzeugten Impulse einzuleiten.
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Wenn eine vorbestimmte Zeit nach dem Start des vorlaufenden Verschlußvorhanges
verstrichen ist, wird das bis dahin offene ODER-Glied 25st geschlossen und der digitale
Komparator 8 erzeugt ein Signal, um die Wirkung der Spule 12 aufzuheben, die den
nachlaufenden Verschlußvorhang festgehalten hatte. Auf diese Weise wird ein vorbestimmter
Wert der Verschlußgeschwindigkeit oder Belichtungszeit zusammen mit der Aussendung
eines Lichtblitzes erreicht. Bis die elektronische Blitzlichteinrichtung 14 bereit
zur Aussendung eines Lichtblitzes oder zur Entladung der Blitzlichtlampe 18 ist,
verhindert der Inverter 24 ein Arbeiten des ODER-Gliedes 25st.
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Gleichzeitig befinden sich bis dahin die UND-Glieder 25a und 25e in
ihrem aktiven Betriebszustand, in dem die Belichtungszeit gemäß einem der Ausgangssignale
an einer der Ausganqsklemmen 6a bis 6e bestimmt wird.