DE2900868A1 - Drahtgewebeband - Google Patents
DrahtgewebebandInfo
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Description
PATENTANWÄLTE
DIPL.-ING. BUSCHHOFF .α
DlPL.-lNG. HENNICKE
Dipl.- Ing. VOLLBACH
5 KÖLN/RH.
KAISER-WILHELM-RING 24
Reg.-Nr.
Aktenz.:
Kf 174 I KDLN, den 10.1 ο 1979
bitte angeben
Anmos GKD Gebr. Kufferath GmbH & Co« KG
Metallweberstre 46„ 5160 Düren-Mariaweiler
Titels Drahtgewebeband
Die Erfindung betrifft ein Brahtgewebeband mit einander
kreuzenden Kett- und Schußdrähten für eine Fördereinrichtung mit Antriebs- und Umführungswalzen, dessen
quer zur Förderrichtung verlaufende Schußdrähte über die Unterseite des Gewebes vorgekröpfte Nocken aufweisen, die in Führungsnuten auf dem Umfang der Walze eingreifene
Es ist ein Drahtgewebeband dieser Art bekannt (DE-PS 1 271 624), bei dem die Schußdrähte in der Gewebebindung
im Abstand der doppelten Ketteilung angeordnete$ V-förmige Nocken haben, die in Umfangsnuten der Walzen
eingreifen, so daß das über die Walzen laufende Drahtgewebeband seitlich geführt wird. Mit derartigen Nocken
ausgerüstete Drahtgewebebänder können nur als Breitmaschengewebe ausgeführt werden, d.h. bei einem Gewebe,
bei dem die Breite der Maschen erheblich größer ist als ihre Länge in Förderrichtung. Auch bei sehr breiten Maschen hat jeder Schußdraht noch eine große Anzahl von
Nocken, so daß in den Trag-, Antriebs- und Umkehrwalzen der Fördereinrichtung eine entsprechend große Zahl von
Umfangsnuten zur Führung des Bandes vorgesehen werden muß. Die Herstellung solcher Nuten in den Walssen der
Fördereinrichtung verursacht jedoch erhebliche Kosten«
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Kf 7
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Drahtgewebeband zu schaffen, das auf seiner Unterseite in Breitenrichtung
weniger Nocken aufweist und demzufolge auch weniger Um f angsnuten zur Führung auf den Wal ssen der Fördereinrichtung
benötigt und das eine beliebige Maschenform und Gewebebindung haben kann.
Diese Aufgabe wird mit der Erfindung dadurch gelöst, daß das Drahtgewebeband im Bereich der Nocken keine
Kettfäden aufweist.
Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß die Nocken ohne Bücksicht auf die Art und die Abstandsmaße der
Gewebebindung in beliebigem Abstand und in beliebiger Anzahl über die Breite des Drahtgewebebandes angeordnet
werden können. Außerdem ist die Anordnung der Nocken nicht auf Breitmaschengewebe beschränkt,
sondern kann auch bei Quadratgeweben vorgesehen werden.
Bei der Herstellung des Drahtgewebebandes nach der Erfindung wird hierbei so vorgegangen, daß man beim Webvorgang
im Gewebe in Kettrichtung Gassen frei läßt, in denen keine Kettdrähte liegen, und daß man dann die
Schußfäden im Bereich dieser Gassen zu nach unten vorstehenden Nocken verkröpft.
Da die Schußdrähte im Bereich der Nocken keine Gewebebindung haben, können sich die Scheitelstellen der
Nocken beim Umlaufen des Bandes um die Walzen der Fördereinrichtung in den Umfangsnuten der Walzen zwängungsfrei
aufeinander zu und voneinander weg bewegen. Das Drahtgewebeband ist hierdurch in seiner Längsrichtung
besonders flexibel. Gleichzeitig wird durch die Nocken eine gute seitliche Führung des Drahtgewebebandes
erreicht, die der Führung bei den bekannten
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■5·-
Noekenbändern nicht nachsteht., denn bei der praktischen
Erprobung hat sich gezeigt, daß auch bei einer starken Schiefstellung der Walzen nur ein oder zswei Umfangsnuten
je Breitenmeter und eine entsprechende Zahl von Nocken für ein entsprechend breites Band ausreichen,
um das Drahtgewebeband in seiner Bahn au halten und ein seitliches Verlaufen zu verhindern.
Besonders zweckmäßig ist es, wenn die ausgekröpften
locken U-förmig sind und die Schenkel der U-förmigen Nocken nahe beieinanderstehen» Hierdurch wird erreicht,
daß der Bereich ohne Kettfaden im fertigen Zustand des Drahtgewebebandes sehr klein wird, so daß die Maschenstruktur
des Gewebes im Bereich der Nocken kaum geändert oder unterbrochen wird.
Die Umf angsnuten in den Waisen sraa? lührung des Bandes
werden bei Drahtgewebebändern mit solchen U-förmigen
Hocken zweckmäßig V-förmig oder trapezförmig ausgebildet,
so daß die Nocken an den seitlichen Sehrägflachen
der Umfangsnuten in den Walzen leicht in diese hineingleiten
können, wenn sie bei einem Verlaufen des Bandes auf die Nutenflanken treffen. Ferner ist es zweckmäßig,
wenn die über die Unterseite des Gewebebandes vorgekröpften Nocken eine Höhe haben, die kleiner ist
als die Tiefe der iiihrungsnniten in den Waleen, damit
das Gewebeband auf seiner gansen Breite vollflächig auf der Umfangsfläche der Waisen aufliegt und nicht
punktweise über die Nockenscheitel sich im tiefsten der Nuten abstützt.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind zweckmäßig
nur einzelne, in lörderrichtung des Bandes in größerem Abstand voneinander angeordnete Schußdrähte
mit Nocken versehen, während die dazwischen befind-
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lichen Schußdrähte keine Nocken aufweisen. Eine solche Ausführungeform ist bei dünndrähtigen Quadratmaschengeweben
zweckmäßig, die um Walzen mit großem Durchmesser umlaufen und wenig Neigung zum Verlaufen zeigen.
Die in größerem Abstand voneinander angeordneten Schußdrähte mit Nocken reichen dann zur Führung des
Drahtgewebebandes schon aus.
Nach der Erfindung können die mit den Nocken versehenen Schußdrähte eine größere Dicke haben als die Kettdrähte.
Das Drahtgewebeband ist dann in Längsrichtung sehr flexibel, während es in Querrichtung verhältnismäßig
steif ist. Eine solche Ausführungsform ist namentlich dort erwünscht, wo beim Iransport von Gütern
im Fertigungsprozeß ein ganz ebenes Band gefordert wird.
Weiterhin können die mit den Nocken versehenen Schußdrähte eine größere Dicke und/oder eine größere Festigkeit
haben als die übrigen Schußdrähte. Auf diese Weise ist es möglich, Förderbänder mit einem Gewebe aus ganz
dünnen Drähten sicher zu führen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der bevorzugte
Ausführungsformen der Erfindung durch die Zeichnung an
Beispielen näher erläutert werden. Es zeigt:
Fig. 1 ein Drahtgewebeband nach der Erfindung
in halbfertigem Zustand in einer Draufsicht ,
Fig. 2 den Gegenstand der Fig. Λ in einem Querschnitt
nach Linie II-II,
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. TF-
ffig „ 5 einen der I1Ig. 2 entsprechenden Querschnitt
eines fertigen Brahtgewebebend.es nach der Erfindung, das auf einer Tragwalze
einer lördereinrichtong liegt,
Fig. 4 den Gegenstand der !ig. 3 in einem Schnitt nach Linie IV-IV der !ig«, 3, welcher die
Waise im Querschnitt und das Drahtgewebeband in einem Seillängsschnitt zeigte und
lig. 5 ein weiteres Ausfühxungsbeispiel der Erfindung
in einer der Pig. 1 entsprechenden Darstellung»
In den Zeichnungen ist mit 10 ein Drahtgewebeband für eine fördereinrichtung bezeichnet, das aus verhältnismäßig
dünnen Kettdrähten 11 und diese rechtwinklig kreuzenden Schußdrähten 12 besteht, die wesentlich dicker
sind als die Kettdrähte. Die Kettdrähte 11 verlaufen bei dem Drahtgewebeband in lörderrichtung 13 und sind
mit den Schußdrähten in an sich bekannter Weise ssu einem Quadratgewebe verwebt.
Man erkennt aus Fig« 1 und 2, daß zwischen den Kettdrähten
11 zwei Gassen im Gewebe frei gelassen sind, in denen die Schußdrähte 12 frei liegen und in denen
sich keine Kettdrähte 11 befinden. Im Verlaufe des Fertigungsprossesses werden die Schußdrähte 12 im Bereich
dieser Gassen zu. U-förmigen NoGken 15 verkröpft,
die über die Unterseite 16 des Drahtgewebes 10 vorstehen.
Man erkennt aus Pig. 3S daß die beiden Schenkel 1? und.
18 der U-förmigen Nocken nahe beieinander stehen und in
zwei trapezförmige Muten 19 eingreifen, die auf dem Umfang
der Walzen 20 einer hier in ihrer Gesamtheit nicht
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dargestellten Fördereinrichtung angeordnet sind. Die Nocken 15 haben eine Höhe h, die kleiner ist als die
Tiefe t der Führungsnuten 19 in den Walzen, so daß das Drahtgewebeband 10 auf der Umfangsflache 21 der
Walze 20 vollflächig aufliegt und die Scheitel 22 der Nocken 15 den Grund 23 der Führungsnuten 19 nicht berühren.
Wenn sich die Walze 20 dreht und das Drahtgewebeband 10 in Richtung des Pfeiles 13 über die Waise läuft,
liegt es vollflächig auf dem Umfang 21 der Walze auf und die Nocken 15 greifen in die Führungsnuten 19 der
Walze ein. Wenn das Drahtgewebeband 10 infolge einseitiger Erwärmung des Bandes oder infolge geringfügiger
Schiefstellung der Walzen oder aus einem anderen Grunde verlaufen will, gleiten die Nocken 15 auf den Schrägflächen
24 der Führungsnuten 19 nach unten immer wieder in die Führungsnuten 19 hinein und ziehen hierbei das
Band wieder gerade.
In Pig. 5 ist ein anderes Drahtgewebeband 10 nach der Erfindung gezeigt, das aus dünnen Kettdrähten 11 und
dünnen Schußdrähten 12a besteht. In Förderrichtung 13 des Bandes 10 sind jedoch außerdem in größerem Abstand
voneinander einige dickere Schußdrähte 12 vorgesehen. Ebenso wie bei dem Ausführungsbeispiel nach den Pig*
1 bis 4 sind im Gewebe Gassen 14 eingelassen, in deren Bereich aus den Schußdrähten 12 Nocken vorgekröpft
werden.
Das Drahtgewebeband nach Fig. 5 kann im Endzustand verschiedene
Formen haben. Beispielsweise ist es möglich, die in größerem Abstand voneinander angeordneten Schußdrähte
12 zusammen mit den dünneren Schußdrähten 12a
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mit einasuweben und die Gassen 14 frei zu lassen "and anschließend
in dem ganzen Gewebe die Hocken im Bereich der Gassen 14· voraukröpfen, so daß nicht nvx die dickeren
ßchußdrähte 12, sondern auch di© dünneren Schuß»
drähte 12a mit Nocken versehen werden« Ein solches Gewebe ist in seinem Zwischenstadium vor dem Kröpfen der
Hocken in der linken Hälfte der fig. 5 geseigt.
Die rechte Hälfte der fig«. 5 zeigt ein Drahtgewebe, bei
dem die einzelnen dickeren SetoiBdrähte 12 ssunächet mit
den Kettdrähten 11 verwebt werden^ Danach werden die
Schlißdrähte 12 im Bereich, der Gassen 14 nach unten verkröpft. Daran anschließend erst werden die dünnen Schußdrähte
12a eingewebt, die die Kettdrähte 11 ebenfalls rechtwinklig kreusen und gradlinig durchlaufen.
Die Erfindung ist nicht auf die Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern es ist eine Seihe von Abwandlungen
möglich, ohne den fiahmen der Erfindung au verlassen. Beispielsweise können die Nocken auch Y-förmig sein
und die Schußdrähte können die gleiche Dicke haben wie die Kettdrähte. Es ist auch möglich, für die mit
den Nocken versehenen ßchußdrähte ein Material größerer Festigkeit zu verwenden als für die übrigen Schußdrähte.
Insbesondere kann es zweckmäßig sein, ein Mischgewebe herzustellen, bei dem die Schußdrähteaus
einem anderen Material bestehen als die Kettdrähte. Beispielsweise können die Mit Hocken versehenen
Schußdrähte Stahldrähte sein, während die Kettdrähte aus Bronsse- oder Kunststoffdrähten bestehen
können.
Die Erfindung ist" ganz allgemein in.ter ffördertechnik
gewerblich verwendbar. Sie eignet sich insbesondere für Förderbänder, die zugleich durchlässig sind oder
siebartige Eigenschaften haben niesen.»
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ι Α0 · *
Leerseite
Claims (6)
1. Drahtgewebeband mit einander kreuzenden Kett- und Schußdrähten für eine Fördereinrichtung mit Antriebs-
und Umführungswalzen, dessen quer zur Förderrichtung verlaufende Schußdrähte über die
Unterseite des Gewebes vorgekröpfte Nocken aufweisen, die in Führungsnuten auf dem Umfang der Walzen
eingreifen, dadurch gekennzeichnet, daß das Drahtgewebeband (10) im Bereich der Nocken (15)
keine Kettfäden aufweist.
2« Drahtgewebeband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die ausgekröpften Nocken (15) U-förmig sind und daß die Schenkel (17 u„ 18) der
U-förmigen Nocken (15) nahe beieinanderstehen.
3. Drahtgewebeband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die über die Unterseite (21)
des Gewebebandes (10) vorgekröpften Nocken (15) eine Höhe (h) haben, die kleiner ist als die
Tiefe (t) der Führungsnuten (19) in den Walzen (20) ο
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4. Drahtgewebeband nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß nur einzelne, in Förderrichtung (13) des Bandes (10) in größerem Abstand voneinander
angeordnete Schußdrähte (12) mit Hocken (15) versehen
sind, wahrend die dazwischen befindlichen ßchußdrähite
(12a) keine Nocken aufweisen.
5. Drahtgewebeband nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Nocken (15) versehenen
Schußdrähte (12) eine größere Dicke haben als die Kettdrähte (11).
6. . Drahtgewebeband nach einem der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Nocken (15) versehenen
Schußdrähte (12) eine größere Dicke und/oder eine größere Festigkeit haben als die übrigen Schußdrähte
(12a) und/oder Kettdrähte (11).
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