DE299477C - - Google Patents
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- DE299477C DE299477C DENDAT299477D DE299477DA DE299477C DE 299477 C DE299477 C DE 299477C DE NDAT299477 D DENDAT299477 D DE NDAT299477D DE 299477D A DE299477D A DE 299477DA DE 299477 C DE299477 C DE 299477C
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K17/00—Asynchronous induction motors; Asynchronous induction generators
- H02K17/02—Asynchronous induction motors
- H02K17/30—Structural association of asynchronous induction motors with auxiliary electric devices influencing the characteristics of the motor or controlling the motor, e.g. with impedances or switches
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- Power Engineering (AREA)
- Stopping Of Electric Motors (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 299477 KLASSE 21 d. GRUPPE
Asynchronmotor mit Bremsung mittels Gleichstromerregung.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Februar 1916 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Asynchronmotor mit Bremsung mittels Gleichstromerregung
und bezweckt zu ermöglichen, daß die Bremsschaltung hergestellt werden kann,
5 ohne daß vorher die Verbindungen des Motors mit der Wechselstromquelle unterbrochen werden
müssen, und daher, ohne daß der Motor beim Übergang zur Bremsung sein Drehmoment
verliert. Die Erfindung eignet sich daher besonders zur Anwendung bei Hebezeugen, um
zu verhüten, daß bei durchziehender Last während des Überganges zur Bremsung eine
unerwünschte Geschwindigkeitssteigerung eintritt. '
!5 Zur Erreichung des angegebenen Zweckes
erhält der Motor in an sich bekannter Weise zwei verschiedenpolige Wicklungen. Eine der
Wicklungen wird, für die Laufschaltungen mit Wechselstrom gespeist, die andere für die
Bremsung mit Gleichstrom. Die Schaltvorrichtung ist so eingerichtet, daß der Bremswicklung
der Gleichstrom zugeführt werden kann, ehe die Arbeitswicklung von der Wechselstromquelle
abgetrennt wird.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel. Der Ständer des Motors besitzt zwei verschiedenpolige
Wicklungen 1 und 2, deren Polzahl so gewählt ist, daß die beiden Wicklungen
möglichst wenig aufeinander induktiv einwirken. Es ist beispielsweise die eine Wicklung 8 polig und die andere 10 polig.
Mit 3 ist die Wechselstromquelle, mit 4 die Gleichstromquelle bezeichnet. Durch die Schaltwalze
5 kann die Ständerwicklung ι mit der Wechselstromquelle, und durch die Schaltwalze
6 die Ständerwicklung 2 mit der Gleichstromquelle 4 verbunden werden. Der Läufer 7
des Motors besitzt vorzugsweise auch zwei verschiedenpolige Wicklungen 8 und 9, deren
Polzahl mit denjenigen der Ständerwickhingen übereinstimmt, wodurch die Möglichkeit'
einer gegenseitigen Beeinflussung der letzteren noch weiter verringert wird. Die
Läuferwicklung 8 ist über die Schleifringe 10, 11 und 12 mit einem Widerstandssatz 15 verbunden
und die Läuferwicklung 9 über die Schleifringe 12, 13 und 14 mit einem Widerstandssatz
16. Die beiden Widerstandssätze können durch die Schaltwalzen 5 und 6 stufenweise
kurzgeschlossen werden. Die Schaltwalzen weisen beispielsweise je drei Stellungen
a, b, c bzw. a', V und c auf.
Während des Wechselstrombetriebes ist die Schaltwalze 5 eingeschaltet und wird für zunehmende
Geschwindigkeit der Reihe nach in die Stellungen a, b und c gebracht. Soll nun
der Motor gebremst werden, so wird die Schaltwalze 6 in die Stellung a' gebracht, die
Schaltwalze 5 vorzugsweise in die Stellung a zurückgedreht. Hierbei ist dann die Ständerwicklung
2 durch die Schaltwalze 6 mit der Gleichstromquelle 4 verbunden, und zwar in der Weise, daß zwei Wicklungsphasen parallel
geschaltet und mit der dritten Wicklungsphase in Reihe geschaltet sind, während die
zugehörige Läuferwicklung 9 über den Widerstandssatz 16 auf sich geschlossen ist. Der
Motor arbeitet jetzt als Wechselstromerzeuger
und wirkt dadurch bremsend. Das Bremsmoment ist dabei zunächst noch klein, da der
gesamte Widerstand 16 in den Kreis der Läuferwicklung 9 geschaltet ist. Für die weitere
Bremsung wird nun die Schaltwalze 5 in die Ausschaltstellung gebracht und dadurch die
Ständerwicklung 1 von der Wechselstromquelle 3 abgetrennt. Die einzige Ursache für
die Drehung des Motors liegt dann in seiner lebendigen Kraft, die durch die dem erzeugten
Bremsmoment der Wicklung 9 entsprechende Bremsarbeit allmählich aufgezehrt wird. Durch
Drehung der Schaltwalze 6 in die folgenden Stellungen V, c' kann das sinkende Bremsmoment
durch die stufenweise Kurzschließung des Bremswiderstandes 16 vergrößert werden.
Zum Schluß kann zur vollständigen Stillsetzung bei durchgehender Last eine mechanische
Bremse erforderlich sein.
Die beiden Schaltwalzen 5 und 6 sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel als vollständig
unabhängig voneinander angenommen. Es ist jedoch auch möglich, zwischen den beiden Schaltwalzen eine mechanische oder
elektromagnetische Verriegelung vorzusehen, um zu erzwingen, daß die Bremsschaltung
hergestellt werden muß, ehe der Motor vom Wechselstromnetz abgetrennt werden kann.
Zu diesem Zwecke kann beispielsweise die Betriebsschaltwalze 5 mit einem Anschlag versehen
sein, der gegen einen Riegel stößt, wenn man die Schaltwalze 5 bis in die Ausschaltstellung
zurückdrehen will. Dieser Riegel wird aber durch eine Magnetspule zurückgezogen,
welche über Hilfskontakte der Bremsschaltwalze 6 erregt wird, sowie letztere in eine der
Schaltstellungen gebracht wird, und bleibt in dieser zurückgezogenen Stellung auch nach
Aberregung der Magnetspule, wenn die Schaltwalze 5 vorher in die Ausschaltstellung gebracht
worden ist. Erst wenn die Schaltwalze 5 wieder eingeschaltet wird, springt der Riegel wieder vor. Es kann also die Betriebsschaltwalze
nur dann in die Ausschaltstellung gebracht werden, wenn die Bremsschaltwalze eingeschaltet ist.
j Es sei bemerkt, daß bereits Asynchronmotoren mit Bremsung mittels Gleichstrom- \ erregung bekannt sind, wobei die Bremsschaltung ohne vorhergehende Unterbrechung der Wechselstromarbeitsschaltung und daher ohne Unterbrechung des Drehmoments her-
j Es sei bemerkt, daß bereits Asynchronmotoren mit Bremsung mittels Gleichstrom- \ erregung bekannt sind, wobei die Bremsschaltung ohne vorhergehende Unterbrechung der Wechselstromarbeitsschaltung und daher ohne Unterbrechung des Drehmoments her-
J gestellt wird, und zwar wurde zu diesem
{ Zwecke der Gleichstrom in die primäre oder
55| sekundäre Wicklung unter Benutzung gegebener
oder besonders zu schaffender Nullpunkte ein-
! geführt. Die Bremsung kommt hierbei durch eine im zweiten Motorteil infolge der höheren
Harmonischen des Feldes auftretende Spannung höherer Periodenzahl, z. B. der dreifachen
Periodenzahl bei dreiphasiger Wicklung, zwischen dem Nullpunkt der Wicklung und dem Nullpunkt des Anlassers zustande.
Die Erfindung gestattet dagegen eine volle Ausnutzung des gesamten vom Gleichstrom
erzeugten magnetischen Kraftflusses für die Bremsung. Hierfür ist aber die Anbringung
zweier getrennter Wicklungen auf dem Ständer und Läufer unbedingt erforderlich. Die Bremswirkung
ist hierbei infolge der besseren Ausnutzung erheblich stärker als bei dem bekannten
Verfahren. Denn bei den für Asynchronmotoren allgemein verwendeten Mehrlochwicklungen
ist die Feldverteilung nahezu sinusförmig; die Amplituden der für das bekannte
Verfahren in Betracht kommenden höheren Harmonischen, z. B. der dreifachen bei Drehstromwicklungen, betragen daher nur
wenige Prozent der Amplitude der Grundschwingung.
Die bekannten Schaltanordnungen sind ferner nur anwendbar, wenn der sekundäre Teil ungerade
Phasenzahl und Sternschaltung besitzt. Die den Gegenstand der Erfindung bildende
Schaltung kann ohne weiteres auch auf Wicklungen mit geschlossener (Dreieck-) Schaltung,
auf Zweiphasenanker und sogar bei geeigneter Wicklungsanordnung auf Kurzschlußanker angewendet
werden. Es sind weder innerhalb noch außerhalb der Maschine Nullpunkte er- go
forderlich.
Claims (2)
1. Asynchronmotor mit Bremsung mittels Gleichstromerregung, wobei die Bremsschaltung
ohne vorhergehende Unterbrechung der Wechselstromarbeitsschaltung und daher ohne Unterbrechung des Drehmomentes
hergestellt wird, gekennzeichnet durch zwei voneinander getrennte verschiedenpolige
Statorwicklungen und gegebenenfalls auch entsprechende Rotorwicklungen, von denen der eine Satz zum
Betrieb, der andere zum Bremsen dient.
2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Herstellung
der Betriebsschaltungen und die zur Herstellung der Bremsschaltung dienenden
Schaltwalzen miteinander derart verriegelt sind, daß die Betriebsschaltwalze (5)
nur dann in die Ausschaltstellung gebracht werden kann, wenn die Bremsschaltwalze
(6) eingeschaltet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE299477C true DE299477C (de) |
Family
ID=553565
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT299477D Active DE299477C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE299477C (de) |
Cited By (10)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
0
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| WO2003068654A1 (en) * | 2002-02-15 | 2003-08-21 | Wittur S.P.A. | Electrical brake for elevator car doors |
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