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DE29920895U1 - Sicherungsvorrichtung bei einer Schußwaffe - Google Patents

Sicherungsvorrichtung bei einer Schußwaffe

Info

Publication number
DE29920895U1
DE29920895U1 DE29920895U DE29920895U DE29920895U1 DE 29920895 U1 DE29920895 U1 DE 29920895U1 DE 29920895 U DE29920895 U DE 29920895U DE 29920895 U DE29920895 U DE 29920895U DE 29920895 U1 DE29920895 U1 DE 29920895U1
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DE
Germany
Prior art keywords
safety device
rod
head
closure part
insert body
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE29920895U
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BLASER HORST JAGDWAFFEN
Blaser Jagdwaffen GmbH
Original Assignee
BLASER HORST JAGDWAFFEN
Blaser Jagdwaffen GmbH
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Filing date
Publication date
Application filed by BLASER HORST JAGDWAFFEN, Blaser Jagdwaffen GmbH filed Critical BLASER HORST JAGDWAFFEN
Priority to DE29920895U priority Critical patent/DE29920895U1/de
Publication of DE29920895U1 publication Critical patent/DE29920895U1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A17/00Safety arrangements, e.g. safeties
    • F41A17/44Safety plugs, e.g. for plugging-up cartridge chambers, barrels, magazine spaces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

Sicherungsvorrichtung bei einer Schußwaffe
Die Erfindung betrifft eine Sicherungsvorrichtung bei einer Schußwaffe, um deren unbefugten Gebrauch zu verhindern.
Das Erbenprivileg im Waffenrecht besagt, daß die Erben eines Erblassers, der befugt eine Waffe führte, in den Besitz der Waffe gelangen, gleichgültig, ob diese zum Führen einer Waffe befugt sind oder nicht. Beachtet man, daß allein in Deutschland sich etwa 10 Millionen Waffen im Privatbesitz befinden, dann bedeutet dies, daß ein erhebliches Risiko des Mißbrauchs solcher Waffen besteht.
Zur Sicherung einer Schußwaffe gegen unbefugten Gebrauch ist es bekannt, den Lauf mittels eines Schlosses nach. Art eines Steckschlosses zu blockieren. Diese Art der Sicherung ist jedoch unzulänglich. Ein solches Schloß kann geknackt werden.
Es wäre wohl möglich, funktionswichtige Teile einer Waffe zu zerstören, um diese unbrauchbar zu machen. Dies ist jedoch nicht möglich, wenn es sich um wertvolle Waffen handelt, die durch das Zerstören erheblich an Wert verlieren.
Es besteht die Aufgabe, eine Sicherung zu schaffen, die nur von einem Fachmann gelöst werden kann.
Gelöst wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen entnehmbar.
Zwei Ausfuhrungsbeispiele werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 einen Schnitt durch einen Lauf mit einer ersten Ausführungsform der
Vorrichtung in Explosionsdarstellung;
Figur 2 die Vorrichtung nach Figur 1 im montierten Zustand;
Figur 3 eine der Figur 1 entsprechende Darstellung bei einer weiteren
Ausführungsform und
Figur 4 die weitere Ausführungsform der Vorrichtung im montierten Zustand.
Die nachfolgend beschriebenen Vorrichtungen eignen sich bevorzugt für Kurzlaufwaffen, sind jedoch auch bei Langlaufwaffen einsetzbar.
Der Lauf 1 nach den Figuren 1 bis 4 weist wie üblich ein Patronenlager 2 mit einer Schulter 3 auf.
Die Sicherungsvorrichtung umfaßt ein Verschlußteil 4, eine Stange 5 und einen Einsatzkörper 6. Das Verschlußteil 4 weist einen Kopf 7 auf, der einstückig zu einem zylindrischen Ansatz 8 ist. Im zylindrischen Ansatz 8 ist eine Gewindebohrung 9 vorgesehen. Der Durchmesser des Ansatzes 8 ist geringfügig kleiner, als der Durchmesser der Laufbohrung. Der Kopf 7 ist außen ballig ausgebildet und weist einen Durchmesser auf, der dem Durchmesser der Fase 10 an der Mündung des Laufs entspricht. Der Kopf 4 weist eine der Form der Fase 10 entsprechende Fläche 11 auf.
Am vorderen Ende der Stange 5 ist ein Gewindeansatz 12 vorgesehen, der in die Gewindebohrung 9 einschraubbar ist. Am hinteren Ende der Stange 5 ist ein Gewinde 13 vorgesehen.
Bei der Ausführungsform nach den Figuren 1 und 2 weist der Einsatzkörper 6 die Kontur einer Patronenhülse auf, jedoch ist die Länge des Einsatzkörpers 6 kleiner als die Länge des Patronenlagers 2. Der Einsatzkörper 6 ist mit einer Gewindebohrung 14 versehen, in welche das Gewinde 13 der Stange 5 einschraubbar ist. Das hintere Ende des Einsatzkörpers 6 kann ebenfalls ballig ausgebildet sein.
Die Gewindeverbindungen zwischen der Gewindebohrung 9 und dem Gewindeansatz 12 und zwischen dem Gewinde 13 und der Gewindebohrung 14 sind bevorzugt mit einem Kleber versehen, der einen hohen Widerstand dem Lösen der Gewindeverbindungen entgegensetzt. Bevorzugt handelt es sich hierbei um einen Kunststoffkleber aus zwei Komponenten in
• ·
• ·
• ·
· 9
Mikrokapselform, wobei die Mikrokapseln aufbrechen, wenn die Gewindeverbindungen hergestellt werden. Solche Kleber widerstehen einer Temperatur von über 150° C.
Anstelle der Gewindeverbindungen ist es jedoch auch möglich, unlösbare Verbindungen zwischen dem Verschlußteil 4 und der Stange 5 sowie zwischen der Stange 5 und dem Einsatzkörper 6 vorzusehen. Hierbei kann es sich beispielsweise um Kerbstiftverbindungen, Preßpaßverbindungen oder Blindnietverbindungen handeln.
Das Material, aus dem das Verschlußteil 4 und der Einsatzkörper 6 besteht, wird so gewählt, daß es mit normalen Werkzeugen, wie Feilen oder Bohrern widersteht. Bevorzugt handelt es sich bei dem Material um Hartmetall oder um ein schlagfestes Keramikmaterial. Wird beispielsweise ein Werkzeug am balligen Kopf 7 oder am balligen Ende des Einsatzkörpers 6 angesetzt, dann gleitet dieses Werkzeug ab.
Soll die Sicherung entfernt werden, dann wird durch Funkenerosion der Rand des Kopfes 7 abgetrennt, wie dies durch die Pfeile in Figur 2 angedeutet ist. Ist dieser Rand soweit abgetrennt, bis der Kopf 7 einen Durchmesser aufweist, der geringer ist als der Durchmesser der Laufbohrung, dann kann die Vorrichtung nach hinten aus dem Lauf 1 herausgezogen werden.
Bei der Ausführungsform nach den Figuren 3 und 4 sind anstelle des Gewindes 13 mehrere querverlaufende Vertiefungen 15 vorgesehen. Der Einsatzkörper besteht bei diesem Ausführungsbeispiel aus einer leeren Patronenhülse 16. Diese Patronenhülse 16 wird mit einem aushärtenden Zement gefüllt, dem Korund und/oder Hartmetallgranulat beigegeben ist. Dieses Material ist gegenüber üblichen Werkzeugen, insbesondere gegenüber Bohrern außerordentlich widerstandsfähig.
Zur Montage wird die mit dem Zement gefüllt Patronenhülse in das Patronenlager eingesetzt und sodann die Stange 5, auf welcher das Verschlußteil 4 aufgesetzt ist, durch die Laufbohrung gesteckt, wobei der mit Rillen 15 versehene Teil der Stange 5 in den Zement eintaucht.
Zum Lösen der Sicherungsvorrichtung wird, wie anhand der Figuren 1 und 2 beschrieben, vorgegangen.

Claims (12)

1. Sicherungsvorrichtung bei einer Schußwaffe, um deren unbefugten Gebrauch zu verhindern, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein in das Mündungsende eines Laufs (1) einsetzbares Verschlußteil (4) aufweist, das einen die Mündung übergreifenden Kopf (7) besitzt und das aus einem Material besteht, das nur durch Funkenerosion bearbeitbar ist, mit diesem Kopf (4) eine in das Patronenlager (2) verlaufende Stang (5) starr verbunden ist und das patronenlagerseitige Ende der Stange (5) mit einem im Patronenlager angeordneten Einsatzkörper (6) starr verbunden ist, dessen Durchmesser größer ist als derjenige der Laufbohrung und dessen Material mit einem Bohrer nicht angebohrt werden kann.
2. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf (7) eine der Fase (10) am Mündungsende angepaßte Fläche (11) und einen Außendurchmesser aufweist, der dem Außendurchmesser der Fase (10) entspricht.
3. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußteil (4) einen in den Lauf eingreifenden zylindrischen Ansatz (8) aufweist, der einstückig zum Kopf (7) ist und mit dem die Stange (5) starr verbunden ist.
4. Sicherungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenseite des Kopfs (7) ballig ausgebildet ist.
5. Sicherungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußteil (4) aus Hartmetall besteht.
6. Sicherungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußteil (4) aus einem schlagfesten Keramikmaterial besteht.
7. Sicherungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen dem Verschlußteil (4) und der Stange (5) aus einer Gewindeverbindung besteht, die durch einen Kleber gegen Lösen gesichert ist.
8. Sicherungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen dem Verschlußteil (4) und der Stange (5) eine Kerbstiftverbindung, eine Preßpaßverbindung oder eine Nietverbindung ist.
9. Sicherungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der im Patronenlager (2) angeordnete Einsatzkörper (6) Patronenform aufweist.
10. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatzkörper (6) aus dem gleichen Material wie das Verschlußteil besteht.
11. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatzkörper (6) aus einer mit Zement gefüllten Patronenhülse (16) besteht, in welchen die Stange (5) eintaucht.
12. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Zement mit Korund und/oder Hartmetallgranulat vermischt ist.
DE29920895U 1999-11-27 1999-11-27 Sicherungsvorrichtung bei einer Schußwaffe Expired - Lifetime DE29920895U1 (de)

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DE29920895U1 true DE29920895U1 (de) 2000-09-07

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Country Status (1)

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DE (1) DE29920895U1 (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6912807B2 (en) 2002-07-12 2005-07-05 Armatix Gmbh Firearms safety device
DE102011108542A1 (de) 2011-07-26 2013-01-31 Bernhard Rieger Sicherungsmodul
DE202012012481U1 (de) 2012-07-16 2013-03-13 Klaus Gersten Sicherungssystem bei einer Handfeuerwaffe gegen unberechtigte Benutzung
DE102012014400B3 (de) * 2012-07-16 2013-07-11 Klaus Gersten Sicherungssystem bei einer Handfeuerwaffe gegen unberechtigte Benutzung

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WO2014012529A1 (de) 2012-07-16 2014-01-23 Sauer, Siegbert Sicherungssystem bei einer handfeuerwaffe gegen unberechtigte benutzung
US9222741B2 (en) 2012-07-16 2015-12-29 Siegbert Saur Safety system for a hand gun to prevent unauthorized use

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R151 Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years

Effective date: 20060116

R152 Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years

Effective date: 20080124

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