[go: up one dir, main page]

DE29908404U1 - Absturzsicherung und Kletterhilfe - Google Patents

Absturzsicherung und Kletterhilfe

Info

Publication number
DE29908404U1
DE29908404U1 DE29908404U DE29908404U DE29908404U1 DE 29908404 U1 DE29908404 U1 DE 29908404U1 DE 29908404 U DE29908404 U DE 29908404U DE 29908404 U DE29908404 U DE 29908404U DE 29908404 U1 DE29908404 U1 DE 29908404U1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rope
connecting element
fall protection
climbing aid
mast
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE29908404U
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Brust Hans Detlef
Original Assignee
Brust Hans Detlef
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Brust Hans Detlef filed Critical Brust Hans Detlef
Priority to DE29908404U priority Critical patent/DE29908404U1/de
Publication of DE29908404U1 publication Critical patent/DE29908404U1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B35/00Safety belts or body harnesses; Similar equipment for limiting displacement of the human body, especially in case of sudden changes of motion
    • A62B35/0043Lifelines, lanyards, and anchors therefore
    • A62B35/0075Details of ropes or similar equipment, e.g. between the secured person and the lifeline or anchor
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63BAPPARATUS FOR PHYSICAL TRAINING, GYMNASTICS, SWIMMING, CLIMBING, OR FENCING; BALL GAMES; TRAINING EQUIPMENT
    • A63B27/00Apparatus for climbing poles, trees, or the like

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Physical Education & Sports Medicine (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)
  • Road Signs Or Road Markings (AREA)
  • Bridges Or Land Bridges (AREA)
  • Helmets And Other Head Coverings (AREA)

Description

Absturzsicherung und Kletterhilfe
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Absturzsicherung und zugleich eine Kletterhilfe zum Besteigen von Masten, Bäumen und dergleichen, die das Erklimmen eines Baumes, Mastes oder dgl. erleichtert und zugleich als wirksamer Schutz gegen einen Absturz dient.
Im Freileitungsbau, im Funkanlagenbau und in der Forstwirtschaft müssen Personen häufig, um Arbeiten durchzuführen, auf Masten oder Bäume steigen. Dazu tragen die Personen üblicherweise Aufstiegshilfen wie Klettersporne oder Steigeisen an den Füßen. Diese Aufstiegshilfen dienen dazu, um mit dem Mast in Eingriff zu kommen und die Person am Mast abzustützen. In Verbindung mit diesen Aufstiegshilfen benutzen solche Personen ein Halteseil, das um die der Person abgewandten Seite des Mastes herumgeführt und an einem Sicherungsgeschirr, im einfachsten Fall einem Hüftgurt oder Leibriemen, an der betreffenden Person befestigt werden kann. Dieses Halteseil wird in erster Linie dafür verwandt, um die betreffende Person beim Arbeiten abzustützen und deren Beine zu entlasten.
Allerdings kann es auch dazu benutzt werden, das Erklimmen des Mastes zu unterstützen, indem das Halteseil am Mast hochgeschoben wird, wobei die Seilspannung als Kletterunterstützung benutzt wird.
Für den Fall, daß die Aufstiegshilfen vom Mast abgleiten oder sich aus einem anderen Grund außer Eingriff mit dem Mast kommen, ist die Person wenigstens vorübergehend auf das Halteseil angewiesen, um einen Absturz zu verhindern. Gerät dabei das Halteseil ins Gleiten, so besteht die Möglichkeit, daß die betreffende Person vom Mast abstürzt und sich schwere Verletzungen zuzieht. Aber selbst, wenn das Halteseil als
Sicherungsvorrichtung wirksam wird, wird die betreffende Person durch das Halteseil an den Mast herangezogen, was vielfach schwerwiegende Gesichtsverletzungen zur Folge hat.
Es sind zahlreiche Verbessserungen bekannt, um so arbeitende Personen besser gegen Absturz zu sichern. So beschreibt das deutsche Gebrauchsmuster DE-GM 83 12 558 beispielsweise eine Sicherungsvorrichtung bei der zwei Halteseile wechselweise benutzt werden können. Dies stellt zwar eine zusätzliche Sicherung dar, wenn ein Hindernis am Mast oder Baum wie etwa eine Kabelableitung oder ein Seitenast umklettert werden muß, doch bleibt die grundsätzliche Problematik des Abgleitens erhalten.
Die internationale Patentanmeldung WO 93/14824 schlägt beispielsweise zusätzliche mit Zähnen versehene und dadurch die Reibung erhöhenden Elemente am Halteseil vor. Dies verringert zwar etwas die Gefahr des Abgleitens, doch bleibt auch hier die prinzipielle Problematik des Absturzrisikos erhalten.
Außerdem finden sich an einem Mast vielfach Armaturen oder elektrische Ableitungen, die durch scharfkantige Zähne beschädigt oder zerstört werden können. Bei einem Baum können die Zähne zu einer tiefgehenden Verletzung der Baumrinde führen, in der sich dann Schädlinge festsetzen und den Baum schädigen können.
Andere Vorschläge sehen weitere die Reibung erhöhende Elemente an der der Person zugewandten Seite des Mastes vor, die mit dem Halteseil verbunden sind. Dabei kann es sich um eine Kette (US-PS 3 407 898), einen Metallriegel (FR-PS 2 719 778, US-PS 2 897 830) oder ein Metallband (US-PS 2 879 830) handeln. Nach US-PS 5 141 074 wird ein auf der der Person zugewandten Seite des Mastes geführter und mit dem Halteseil verbundener Gurt zusätzlich durch eine Feder vorgespannt. Alle diese Lösungen mögen gut wirksam sein, solange die Person an einer Stelle am Mast arbeitet, doch sind sie sehr unhandlich, wenn man sie lösen muß, um am Mast auf- oder abzusteigen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Person Hindernisse am
• ·
Mast oder Baum umklettern muß und es dazu notwendig ist, kurzzeitig das Halteseil zu lösen. Außerdem sind die zitierten Zusatzvorrichtungen nicht selten auch noch recht schwer, was den Aufstieg auf den Mast oder Baum erschwert. 5
Das hohe Gewicht und das Problem, Hindernisse am Mast zu umgehen, sind auch die wesentlichen Probleme, der in der deutschen Offenlegungsschrift DE-OS 37 30 463 beschriebenen Anordnung, bei der ein Metallbügel mit beweglichen Armen um den Mast herumgeführt wird.
Aus der kanadischen Patentschrift CA-PS 1 266 760 ist eine Anordnung bekannt bei der das Halteseil im wesentlichen auf der der Person zugewandten Seite des Mastes geführt wird und bei der das Halteseil Absturzsicherung eingehängt ist, die aus einem mehrfach um den Baum geschlungenen Seil - dem sogenannten "Kellam's Grip" besteht. Auch diese Anordnung mag zwar eine wirksame Absturzsicherung darstellen, doch ist sie recht hinderlich zu lösen, wenn es darum geht, Hindernisse zu umklettern.
Ein weitere Absturzsicherung ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE-GM 296 08 382 bekannt. Auch bei dieser Anordnung wird das Halteseil auf der der Person zugewandten Seite des Mastes geführt. In das Halteseil wird sodann ein Seilbypass das ist ein Seilstück mit zwei Karabinerhaken - eingehängt. Der Seilbypass wird dann auf der der Person abgewandten Seite des Mastes geführt. Halteseil und Seilbypass zusammen bilden somit eine Schlinge, die sich zusammenzieht und damit am Mast arretiert, wenn die Person abstürzt. Dieses System ist zwar einfach und wirkungsvoll und hindert beim Klettern auch wenig, doch ist es in der Herstellung vor allem wegen der erforderlichen Spleißarbeiten relativ teuer. Außerdem ist die erforderliche Länge des Seilbypasses vom Durchmesser des zu besteigenden Mastes oder Baumes abhängig, was ggf. erforderlich macht, mehrere Bypässe unterschiedlicher Länge vorrätig
zu halten. Speziell bei dünnen Masten, wie sie als Antennenmasten und im Telekommunikationsbereich vorkommen, kann die Anwendung dieser Absturzsicherung problematisch sein.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde eine einfache und preiswerte Kletterhilfe und Absturzsicherung zum Besteigen von Masten, Bäumen und dergleichen zu schaffen, die auf der einen Seite das Erklimmen eines Mastes, Baumes oder dgl. durch eine Person erleichtert, auf der anderen Seite aber für die Person eine wirksame Sicherungsvorrichtung gegen Absturz darstellt, die beim Abgleiten der Person sofort wirksam wird, zugleich aber leicht und einfach ist und daher beim Klettern nicht hindert.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sind aus den Unteransprüchen.
Bei der erfindungsgemäßen Absturzsicherung und Kletterhilfe wird das Halteseil um ein Verbindungselement ergänzt, das sich am Mast, Baum oder dergleichen aber nicht in einem Sektor des Umfangs des Mastes, Baumes oder dgl. befindet, der unmittelbar der kletternden Person zugewandt ist, wobei die Führung des Halteseils nun so verläuft, daß es ausgehend von einer ersten Befestigung am Sicherungsgeschirr der Person nach hinten durch eine erste Seilumschließung des Verbindungselementes läuft, von dort wieder nach vorne, einen wesentlichen Teil des Umfangs des Mastes, Baumes oder dergleichen entlang, dann wieder nach hinten bis zum Verbindungselement, durch eine weitere Seilumschließung dieses Verbindungselementes hindurch wieder nach vorne zu einer zweiten Befestigung am Sicherungsgeschirr der Person.
Verliert die kletternde Person nun mit den Füßen den Halt, so wird durch das Gewicht der Person das Halteseil gespannt und zieht sich am Mast, Baum oder dgl. zusammen. Da das Halteseil fast den gesamten Umfang des Mastes, Baumes oder dgl. um-
schlingt und die verbleibende Lücke durch das Verbindungselement geschlossen wird, ergibt sich ein geschlossener Kreis, der sich am Umfang des Mastes, Baumes oder dgl. festklemmt und über das Sicherungsgeschirr ein weiteres Abrutschen und insbesondere einen Absturz der kletternden Person verhindert. Dies geschieht völlig ohne Zutun der Person. Die Erfindung wirkt auch dann als Absturzsicherung wenn die kletternde Person beispielsweise nach einem Stromunfall bewußtlos sein sollte. Die Haltekraft der erfindungsgemäßen Absturzsicherung und Kletterhilfe ist besonders hoch, weil der Mast, Baum oder dgl. fast vollständig vom Halteseil umschlungen wird. Da die den Absturz verhindernde Reibungskraft exponentiell mit dem Umschlingungswinkel ansteigt, ist die Haltekraft der erfindungsgemäßen Absturzsicherung und Kletterhilfe wesentlich größer als bei bekannten Anordnungen (wie z.B. bei der in US-PS 2 879 830), bei denen nur ein Teil des Umfangs umschlungen wird und zusätzlich Dornen oder Stacheln punktuell in den Mast eingreifen. Zugleich aber ist die erfindungsgemäße Absturzvorrichtung und Kletterhilfe besonders einfach und leicht und preiswert in der Herstellung.
Auch beim normalen Arbeiten kann die kletternde Person sich auf diese Weise am Mast arretieren, dadurch einen Teil ihrer Gewichtskraft auf den Mast, Baum oder dgl. übertragen und damit ihre Beine entlasten. Als Kletterhilfe kann die Erfindung benutzt werden, indem die kletternde Person die aus Halteseil und Verbindungselement gebildete Schlinge nach oben schiebt, diese durch kurze Zugbelastung arretiert und sich sodann daran nach oben zieht. Auch dabei wird vorteilhaft die auf die Beine wirkende Kraft verringert.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird das Verbindungselement so ausgelegt, daß wenigstens eine seiner Seilumschließungen dergestaltet geöffnet werden kann, daß das Halteseil aus der Seilumschließung entnommen werden kann. Damit kann dann der geschlossene Kreis kurzzeitig geöffnet werden, um einfach Hindernisse am Mast, Baum oder dgl. zu umklettern. Bei kleinen Hindernissen genügt es dagegen schon,
das Halteseil zu entlasten und die durch das Halteseil und das Verbindungselement gebildete Schlinge zu vergrößern und am Hindernis vorbeizuführen.
Da die erfindungsgemäße Absturzsicherung und Kletterhilfe bei entsprechender Gestaltung des Verbindungselementes keine scharfkantigen Teile aufweist, wird eine Beschädigung eventuell am Mast angebrachter Armaturen und Ableitungen bzw. der Baumrinde vermieden.
10
Es werden nachfolgend einige bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen beschrieben. Es zeigen dabei
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Absturzsicherung und Kletterhilfe mit einem Verbindungselement mit zwei Seilumschließungen
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Absturzsicherung und Kletterhilfe mit einem Verbindungselement mit nur einer
Seilumschließung
Fig. 3 ein aus einem Seil gebildetes Verbindungselement mit zwei Seilumschließungen, das bei einer erfindungsgemäßen Absturzsicherung und Kletterhilfe
Verwendung finden kann.
Fig. 4 eine erfindungsgemäße Absturzsicherung und Kletterhilfe, bei der durch eine besondere Ausformung des Verbindungselementes die Scherkräfte auf dieses
verringert werden.
Wenn im folgenden von Mast die Rede ist, so kann an dessen Stelle immer auch ein Baum, eine Antenne oder dgl. treten. In den Zeichnungen wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit jeweils auf eine Darstellung der kletternden Person und des Sicherungsgeschirrs, das sie trägt, verzichtet. Beim Sicherungsgeschirr handelt es sich ein Instrument, das insbesondere
im Falle des Absturzes der kletternden Person eine sichere Verbindung zu deren Körper herstellt. Im einfachsten Fall handelt es sich dabei um einen Hüftgurt oder Leibriemen. Weitere mögliche Ausführungsformen solcher Sicherungsgeschirre sind dem Fachmann bekannt. Ebenfalls aus Gründen der Übersichtlichkeit sind die Zeichnungen nicht maßstäblich, sondern das Halteseil ist verkürzt und der Mast eher zu klein dargestellt.
Bei der in Fig. 1 dargestellten bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung läuft das Halteseil HS von einer ersten Befestigung BFl am Sicherungsgeschirr - in der Zeichnung ist dafür ein Karabinerhaken, der in eine Öse des Sicherungsgeschirrs eingehängt werden kann, dargestellt - am Mast M entlang zu einem auf der der Person abgewandten Seite des Mastes befindlichen Verbindungselement V. Als Verbindungselement V wird bei dieser Ausgestaltung ein herkömmlicher Karabinerhaken verwendet. Das Halteseil HS ist nun zunächst durch eine erste Seilumschließung des Verbindungselementes Öl, in diesem Fall die Befestigungsöse des Karabinerhakens, geführt. Danach läuft das Halteseil HS weiter am Umfang des Mastes M entlang nach vorne, wieder nach hinten der der kletternden Person abgewandten Seite des Mastes M zu bis zu einer zweiten Seilumschließung Ö2 des Verbindungselements V, in diesem Fall der Verschlußöse des Karabinerhakens. Das Halteseil HS ist durch diese Verschlußöse wieder nach vorne zum Sicherungsgeschirr geführt und an diesem mit einer zweiten Befestigung BF2, im dargestellten Fall einem Augenspleiß, befestigt. Andere lösbare oder nicht lösbare Befestigungen sind dem Fachmann bekannt und brauchen hier nicht erörtert zu werden. Gegenüber einer herkömmlichen Anordnung muß bei der Erfindung das Halteseil HS etwas langer sein.
Das in Fig. 1 dargestellte Verbindungselement V, der Karabinerhaken nämlich, weist mit der Verschlußöse eine Seilumschließung Ö2 auf, die geöffnet werden kann. Damit kann man das Halteseil HS entnehmen und den durch Halteseil HS und Verschlußelement V gebildeten geschlossenen Kreis auftrennen
und damit Hindernisse einfacher umklettern. Falls dies nicht nötig ist, kann man selbstverständlich auch ein vollständig geschlossenes Verbindungselement - in Analogie zu Fig. 1 bespielsweise einen in Form einer Acht ausgebildeter Doppelring - verwenden.
Bei einer weiteren in Fig. 2 dargestellten bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Absturzsicherung und Kletterhilfe enthält das Verbindungselement V nicht zwei getrennte Seilumschließungen wie in Fig. 1, sondern nur noch eine einzige Ö. Bei dem in Fig. 2 dargestellten Verbindungselement handelt es sich um einen modifizierten Karabinerhaken, bei dem auf die Befestigungsöse verzichtet wurde und statt dessen die Verschlußöse größer und symmetrisch ausgelegt wurde. Man kann auch sagen, Verschluß- und Befestigungsöse fallen zusammen. Bei dieser Ausgestaltung wird also das Halteseil HS zweimal durch die gleiche Seilumschließung Ö geführt. Dies hat den Vorteil, daß das Verbindungselement V etwas kleiner ausgelegt werden kann, was den Umschlingungswinkel des Halteseils HS erhöht und die Haftung verbessert. Außerdem können damit zum Umklettern von Hindernissen beide Seiten des Halteseils HS der Seilumschließung Ö entnommen werden, was die Handhabung erleichtert.
Auch bei der in Fig. 2 dargestellten Anordnung ist die Seilumschließung Ö wieder offenbar. Falls dies nicht erforderlich sein sollte, kann an Stelle des Karabinerhakens wieder eine geschlossene Seilumschließung, beispielsweise ein Metallring, treten. Ebenso ist es auch möglich, daß die Seilumschließung bzw. Seilumschließungen von vornherein eine nicht verschließbare Öffnung aufweisen, also beispielsweise ein nicht ganz geschlossener Metallring (eine Seilumschließung) oder ein wie kleine griechische Buchstabe Omega ausgebildetes Verbindungselement (zwei Seilumschließungen) sind. Solange die Öffnungen beim Erklettern des Mastes nach oben weisen, kann sich auch bei einem Absturz das Halteseil HS nicht aus dem Verbindungs-
element V lösen. Allerdings sollten die Öffnungen der Seilumschließungen möglichst klein ausgelegt werden (möglichst nicht größer als eine Seildicke).
Das in der Fig. 2 dargestellte Verbindungselement weist als vorteilhafte Weiterbildung an der dem Mast zugewandten Seite Zähne RE als die Reibung zum Mast erhöhende Elemente auf. Ob man solche Elemente anbringt, ist eine Abwägungsfrage. Der verbesserten Reibung steht eine erhöhte Verletzungsgefahr und die Gefahr der stärkeren Beschädigung der Mastoberfläche gegenüber.
Die erfindungsgemäße Absturzsicherung und Kletterhilfe wirkt besonders gut, wenn die Reibung des Halteseils HS am Verbindungselement V möglichst gering ist. Nach einer vorteilhaften Weiterbildung weist daher das Verbindungselement V eine die Haft- und/oder Gleitreibung reduzierende Oberflächenbeschichtung bzw. Gestaltung auf. Besteht das Verbindungselement beispielsweise aus Aluminium, so kann man dazu die Oberfläche eloxieren, bei Stahl kommt eine dünne Beschichtung mit Kohlenstoff in Frage. Dies läßt sich auch vorteilhaft mit einer farblichen Kennzeichung kombinieren, was empfehlenswert ist, da es sich bei dem Verbindungselement ja um einen Teil einer Sicherheitseinrichtung handelt.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Verbindungselement V nicht starr, sondern flexibel. Im einfachsten Fall besteht es aus einer geschlossenen Seilschlaufe (hierfür würde schon ein zusammengeknotetes Seilstück genügen). Vorteilhafterweise sollte sich aber die Schlaufe, um das Umklettern von Hindernissen zu erleichtern, öffnen lassen. Dazu kann man an den beiden Enden eines Seils einen Verschlußmechanismus (z.B. eine geschlossenen Öse am einen und einen Karabinerhaken am anderen Ende) anbringen.
Natürlich existiert von dieser Weiterbildung des Verbindungselements auch eine Variante mit zwei Seilumschließungen. Ein solches Verbindungselement, wie es bei der erfindungsgemäßen Absturzsicherung und Kletterhilfe Verwendung finden kann,
zeigt Fig. 3. Es handelt sich dabei um ein dünnes Stahlseil in Form einer Acht. Durch die Formgebung entstehen zwei Seilumschließungen Öl und Ö2. Die Form der Acht wird durch eine Klemme KL auf einer Seilschlaufe erreicht. Bei der in Fig. dargestellten Ausgestaltung weist das Seil einen als Bajonettverschluß ausgeführten Verschlußmechanismus VM auf.
Eine gewisse Flexibilität des Verbindungselementes ergibt sich auch, wenn man das Verbindungselement aus zwei zumindest teilweise flexibel gekoppelten Teilstücken, von denen jedes eine Seilumschließung aufweist, bildet. Auch dies stellt eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung dar. Hierzu kann man beispielsweise zwei Karabinerhaken direkt an ihren Befestigungsösen oder über einen zusätzlichen Ring zusammenkuppeln.
Bei einer weiteren Weiterbildung der Erfindung wird die Lage des Verbindungselementes V am Halteseil auf einer Seite in einem bestimmten Bereich fixiert. Das Verbindungselement V kann dann nur noch in diesem Bereich gleiten. Im Extremfall kann es sogar völlig fixiert werden. Dies erleichtert etwas die Handhabung, da das Verbindungselement nicht verloren gehen kann und sich immer am Halteseil HS befindet, ohne die Funktion zu beeinflussen. Im Fall einer Realisierung nach Fig. 1 erreicht man eine solche Beschränkung auf einen bestimmten Bereich z.B. durch zwei dickere Seilknoten links und rechts der Befestigungsöse. Alternativ kann man dort aber auch z.B. Gummiringe anbringen. Für eine vollständige Fixierung ist auch ein Augenspleiß des Halteseils HS, in dem sich die Befestigungsöse befindet möglich. Im Fall des Augenspleißes kann u.U. auch nur ein Teil der Fasern des Halteseils HS durch die Seilumschließung geführt sein.
Verwendet man als Verbindungselement V einen Karabinerhaken wie etwa in der Anordnung nach Figur 1 oder 2, so sollte man keinen herkömmlichen Haken aus Druckguß-Aluminium verwenden. Derartige Haken, weisen zwar eine gute Zugfestigkeit auf, brechen aber leicht bei einer Biegebeanspruchung. Bei einer
erfindungsgemäßen Absturzsicherung und Kletterhilfe wird aber das Verbindungselement V besonders bei einem dünnen Mast gerade auf Biegung und Scherung beansprucht.
Nach einer vorteilhaften Weiterbildung wird daher das Verbindungselement V in seinem Material und seiner Gestaltung so ausgelegt, daß es besonders widerstandsfähig gegen eine Biegung und Scherung ist. Einmal kann man dies durch Wahl eines anderen widerstandsfähigeren Materials wie beispielsweise einem vergüteten Stahl oder einem kohlefaserverstärkten Kunststoff erreichen. Zum anderen kann man das Verbindungselement V konstruktiv so auslegen, daß die Scher- und Biegekräfte im Material verringert werden. Dazu kann man beispielsweise an den Rändern des Verbindungselements vier Auflagepukte anspritzen, wodurch die Krafteinleitung in den Haken so verändert wird, daß die Hebelwirkung der Kräfte verringert wird. Bei besonders kleinen Mastdicken kann man hierzu auch am Haken befestigte Prismen als Auflageflächen verwenden. Diese können auch auswechselbar gestaltet und somit unterschiedlichen Mastdurchmessern angepaßt werden. Ein andere vorteilhafte konstruktive Gestaltung des Verbindungselementes V ist in Fig. 4 dargestellt. Dabei ist die am Mast anliegende Außenkontur des Verbindungselementes V der Krümmung des Masts nachempfunden. Ansonsten entspricht das Verbindungselement der Variante aus Fig. 2. Auch durch diese Form des Verbindungselementes V werden die Biege- und Scherkräfte auf das Verbindungselement reduziert.
Obwohl beim Halteseil und z.T. auch beim Verbindungselement bisher immer von Seil die Rede war, so ist die Erfindung doch so zu verstehen, daß an Stelle des Seils auch ein Gurt, ein Band oder eine Kette verwendet werden können. Auch kann das Halteseil HS aus den unterschiedlichsten Materialien wie etwa Hanf, Stahl oder Nylon oder anderen Chemiefasern bestehen. Ebenso liegt es im Rahmen der Erfindung, wenn es sich bei dem Halteseil bzw. dem Seil nicht um ein einziges ununterbrochenes Stück handelt, sondern das Seil aus mehreren beispielweise über Karabinerhaken koppelbaren Teilstücken besteht oder das
Seil sonstige Einrichtungen zur Veränderungen seiner Länge enthält. Auf diese Weise kann beispielsweise das Halteseil unterschiedlichen Mastdurchmessern oder den Erfodernissen unterschiedlicher Arbeiten am Mast, Baum oder dergleichen angepaßt werden.

Claims (9)

13 Absturzsicherung und Kletterhilfe Schutzansprüche
1. Absturzsicherung und Kletterhilfe zum Besteigen von Masten, Bäumen und dergleichen (M) und Durchführen von Arbeiten daran durch eine Person mit
einem Sicherungsgeschirr, das die Person trägt und das wenigstens bei einem Absturz der Person eine
sichere Verbindung mit dieser besitzt oder herstellt,
einem Halteseil (HS), dessen beide Enden mit einer ersten (BFl) und einer zweiten Befestigung (BF2) an dem Sicherungsgeschirr befestigt oder befestigbar
sind und
- einem Verbindungselement (V) mit einer ersten Seilumschließung (Ö1,Ö) und einer weiteren Seilumschließung (Ö2,Ö), das sich nicht in einem Sektor des Umfangs des Mastes, Baumes oder dergleichen
befindet, der unmittelbar der Person zugewandt ist, wobei das Halteseil (HS) ausgehend von der ersten Befestigung (BFl) am Sicherungsgeschirr zunächst nach hinten, dann wenigstens mit einem Teil seiner Dicke durch die erste Seilumschließung (Ö1,Ö) des
Verbindungselementes (V) nach vorne entlang eines wesentlichen Teils des Umfangs des Mastes, Baumes oder dgl. (M) weitgehend um diesen herum, dann wieder durch die weitere Seilumschließung (Ö2,Ö) des Verbindungselements (V) nach vorne zur zweiten
Befestigung (BF2) am Sicherungsgeschirr führt.
2. Absturzsicherung und Kletterhilfe nach Anspruch 1, wobei es sich bei der ersten Seilumschließung (Ö1,Ö) und der weiteren Seilumschließung (Ö2,Ö) um ein und dieselbe Seilumschließung handelt.
3. Absturzsicherung und Kletterhilfe nach wenigstens einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei wenigstens eine der Seilumschließungen (Öl, Ö2) eine vorzugsweise verschließbare Öffnung aufweist.
4. Absturzsicherung und Kletterhilfe nach Anspruch 3 dadurch
gekennzeichnet, daß es sich bei dem Verbindungselement
(V) um einen Karabinerhaken handelt.
5. Absturzsicherung und Kletterhilfe nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Verbindungselement (V) aus zwei gekoppelten Teilstücken besteht, wobei ein erstes Teilstück die erste Seilumschließung
(Ö1,Ö) und das zweite Teilstück die weitere
Seilumschließung (Ö2,Ö) trägt.
6. Absturzsicherung und Kletterhilfe nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Position des Verbindungselements
(V) in Bezug auf das Halteseil (HS) auf
einen bestimmten Bereich des Halteseils beschränkt ist, wobei dieser Bereich nicht größer als die Dicke des Verbindungselementes (V) sein muß.
7. Absturzsicherung und Kletterhilfe nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Halteseil· (HS) oder das Verbindungselement (V) zusätzliche die Reibung erhöhenden Elemente (RE) enthält.
8. Absturzsicherung und Kletterhilfe nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Verbindungselement (V) wenigstens teilweise eine die Reibung zwischen Verbindungselement
(V) und Halteseil (HS) reduzierende Oberfiächenbeschichtung
aufweist.
9. Absturzsicherung und Kletterhilfe nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Kontur des Verbindungselementes (V) der Krümmung der zu besteigenden Bäume,
Masten oder dergleichen (M) angepaßt ist.
DE29908404U 1998-05-17 1999-05-17 Absturzsicherung und Kletterhilfe Expired - Lifetime DE29908404U1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE29908404U DE29908404U1 (de) 1998-05-17 1999-05-17 Absturzsicherung und Kletterhilfe

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE29808850 1998-05-17
DE29908404U DE29908404U1 (de) 1998-05-17 1999-05-17 Absturzsicherung und Kletterhilfe

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE29908404U1 true DE29908404U1 (de) 1999-08-12

Family

ID=8057246

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE29908404U Expired - Lifetime DE29908404U1 (de) 1998-05-17 1999-05-17 Absturzsicherung und Kletterhilfe
DE19922460A Withdrawn DE19922460A1 (de) 1998-05-17 1999-05-17 Absturzsicherung und Kletterhilfe

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19922460A Withdrawn DE19922460A1 (de) 1998-05-17 1999-05-17 Absturzsicherung und Kletterhilfe

Country Status (4)

Country Link
EP (1) EP0996487A1 (de)
AU (1) AU5026199A (de)
DE (2) DE29908404U1 (de)
WO (1) WO1999059682A2 (de)

Families Citing this family (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT413491B (de) * 2002-08-13 2006-03-15 Franz Wurzer Fangstossdämpfer
CN100342932C (zh) * 2002-09-24 2007-10-17 温建 防坠落爬杆把手
DE102008024861B4 (de) * 2008-05-23 2014-12-11 Markus Schulz Kletter-Befestigungssystem
US7971271B2 (en) 2008-06-25 2011-07-05 Puthalath Koroth Raghuprasad Tree climbing suit
CN105056484B (zh) * 2015-08-14 2017-08-11 国网山东东平县供电公司 一种改进结构的配电线路登高工具
CN106388093A (zh) * 2016-12-10 2017-02-15 罗显泉 防坠落手套

Family Cites Families (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE8312558U1 (de) 1983-10-27 Böck, Andreas, 8070 Ingolstadt Sicherungsvorrichtung
FR699522A (fr) * 1930-05-28 1931-02-16 Perfectionnement aux ceintures de sûreté
US2601589A (en) * 1951-07-25 1952-06-24 Sr Fred C Childers Lineman's belt
US2897830A (en) 1956-10-25 1959-08-04 Palmer Ben Cleaning tool and parts washer
US3407898A (en) 1967-03-01 1968-10-29 Wesley V. Johnson Pole-climbing equipment
US5222991A (en) 1992-01-23 1993-06-29 Michael Bell Lanyard with pole gripping means
US5141074A (en) 1992-02-24 1992-08-25 Ontario Hydro Lineman's pole strap assembly
AU2418095A (en) 1994-05-13 1995-12-05 Kevin O'connor Safety apparatus for climbing harness
GB9410910D0 (en) * 1994-06-01 1994-07-20 Latchways Ltd Universal attachment link
DE29608382U1 (de) * 1996-05-09 1996-08-08 Steidinger, Heiko, 73037 Göppingen Sicherungsvorrichtung

Also Published As

Publication number Publication date
AU5026199A (en) 1999-12-06
WO1999059682A3 (de) 2000-03-02
WO1999059682A2 (de) 1999-11-25
EP0996487A1 (de) 2000-05-03
DE19922460A1 (de) 1999-11-18

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2590716B1 (de) Vorrichtung und verfahren zur aufstiegssicherung
DE29908404U1 (de) Absturzsicherung und Kletterhilfe
EP0261215A1 (de) Karabinerhaken, insbesondere für bergsteiger
DE10220758B4 (de) Aufhängevorrichtung für ein Kletterseil
EP2580490B1 (de) Seilendverbindung
EP0901401B1 (de) Hilfsmittel zum besteigen von bäumen, masten und dergleichen
DE3712227C2 (de)
DE9211619U1 (de) Sicherungseinrichtung für einen Baum
DE60003983T2 (de) Senkrechter Karabinerhaken mit breiter Unterstützungsfläche
WO2004054355A1 (de) Hundeleine
EP3354821B1 (de) Mastsicherungssystem und verfahren zum sichern eines holzmastes
DE202008000605U1 (de) Rundschlinge zum Lösen, Anpassen, Fixieren und Spannen eines Bandes an einem Fixpunkt zur Aufnahme einer Slackline sowie eine Installationsvorrichtung für eine Slackline
DE19514861C1 (de) Gurt und Verfahren zur Befestigung eines Gegenstandes, insbesondere eines Netzes
DE202009001685U1 (de) Hangelleiter
DE102014100233B3 (de) Absturzsicherungsgerät
WO1997043016B1 (de) Hilfsmittel zum besteigen von bäumen, masten und dergleichen
DE29922278U1 (de) Absturzsicherung für Gittermaste und ähnliche Bauwerke
DE102018129203B4 (de) Sicherungssystem zum Sichern an einem Seil
DE4225336C5 (de) Windenseil für einen Autokran
DE19961352A1 (de) Absturzsicherung für Gittermasten und ähnliche Bauwerke
DE1092353B (de) Sicherheitsguertel zum Besteigen von Leitungsmasten
DE102012205309B4 (de) Seilaufhängung an Bäumen/Stangen
EP4494714A1 (de) Tragstruktur für einen hüftgurt für einen gurt zur personenabsturzsicherung
DE102010052762B4 (de) Vorrichtung, deren Verwendung sowie Verfahren zur Bereitstellung eines Seilanschlagpunkts für die Selbstrettung aus Gebäuden
AT17332U1 (de) Seil-Haltevorrichtung

Legal Events

Date Code Title Description
R207 Utility model specification

Effective date: 19990923

R150 Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years

Effective date: 20021015

R151 Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years

Effective date: 20051212

R158 Lapse of ip right after 8 years

Effective date: 20071201