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Technisches Gebiet
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Die
Erfindung bezieht sich auch eine Rundschlinge zum Lösen, Anpassen,
Fixieren und Spannen eines Bandes an einem Fixpunkt zur Aufnahme einer
Slackline sowie eine Installationsvorrichtung für eine Slackline.
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Definitionen
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Slackline
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Unter
den Begriff Slackline ist eine Vorrichtung zu verstehen, die im
wesentlichen ein Band umfasst, das zwischen zwei Fixpunkten gespannt
ist. Hierbei ist man bestrebt, auf dem relativ niedrig über dem
Boden gespannten Band, ungefähr
Knie- oder Hüfthöhe, zu balancieren
oder entsprechende Tricks auszuführen.
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Öse
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Eine Öse ist ein
in sich geschlossenes Element, welches ringartig ausgebildet ist.
Die Öse
kann auch Auge genannt werden. Sie dient dazu, ein Element, wie
beispielsweise einen Schäkel,
aufzunehmen.
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Schäkel
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Unter
einem Schäkel
versteht man einen U-förmigen
mit einem Schraub- oder
Steckbolzen verschliessbaren Bügel.
Dieser ist zum Verbinden eines Gegenstands mit einem Auge oder einer Öse geeignet.
Gefertigt wird ein Schäkel
zumeist aus Stahl oder Edelstahl. Fertigungsverfahren, wie Giessen oder
Schmieden sind auch vorgesehen und üblich.
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Linelocker
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Linelocker
ist ein Funktionselement, das die Ausbildung eines in sich geschlossenen
aus dem Stan dder Technik bekannten Kettenglieds aufweist. Es besteht
in der Regel aus Stahl, Edestahl oder einem Gussmaterial. Es dient
dazu, mit einem flach ausgestalteten Band eine Schlaufe bereitszustellen, ohne
eine Verknotung vornehmen zu müssen.
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Band
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Unter
dem Begriff Band ist ein eine definierte Länge umfassendes Line zu verstehen,
deren Breite wesentlich grösser
ist, als die Dicke. Für
die vorgesehene Erfindung werden Bänder eingesetzt, die auf Zug
belastet werden können.
Solche Bänder
sind beispielsweise aus dem Transportwesen bekannt. Hier werden
sie zum Verzurren von Gegenständen verwendet.
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Flaschenzug
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Ein
Flaschenzug ist eine Einrichtung, die den Betrag der aufzubringenden
Kraft verringert. Insbesondere im Bergsport ist der sogenannte Bauernflaschenzug
bekannt.
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Installationsvorrichtung
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Unter
dem Begriff Installationsvorrichtung sind alle Hilfsmittel zu verstehen,
die notwendig sind, um eine Line zwischen zwei Fixpunkten zu spannen. Hierzu
zählen
Rundschlingen, Spannmittel und Sicherungsmittel.
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Hintergrund der Erfindung
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Eine
Slackline besteht im Wesentlichen aus drei Elementen, nämlich einem
ersten Fixpunkt, einem zweiten Fixpunkt und ein zwischen den beiden Fixpunkten
gespannten Band. Dieses Band wird auch in Fachkreisen „Line" (ausgesprochen:
lain) genannt.
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Der
erste Fixpunkt ist in der Regel als Rundschlinge ausgebildet und
wird beispielsweise an einem Baum befestigt, in dem das freie Ende
eines Seiles, das die Rundschlinge bildet, durch eine Öse gezogen
wird. Dadurch wird durch den Zug an dem freien Ende die Öse weiter
in Richtung des Fixpunktes (Baum) bewegt, so dass je nach Umfang
des Fixpunktes die Rundschlinge mehr oder weniger an dem Baum anliegt.
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Eine
Alternative hierzu kann derart gebildet werden, dass ein Band, das
an seinem freien Ende jeweils eine Öse aufweist, um den Fixpunkt
gelegt wird, wobei von den Ösen
ein Schäkel/Karabinerhaken
aufgenommen wird, der die Rundschlinge zusammenfügt. Voraussetzung bei dieser
Ausführung ist
es, dass die Rundschlinge in Bezug auf den Fixpunkt ausreichend
lang ist, so dass ein Überspannen der
Rundschlinge vermieden wird. Auch nur auf diese Weise ist es möglich, den
Karabinerhaken beziehungsweise den Schäkel in die Ösen einzuführen.
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Um
nun die Line zwischen den beiden Fixpunkten zu spannen, ist zusätzlich eine
aus dem Stand der Technik bekannte Ratsche vorgesehen. Die Line
wird zwischen den Fixpunkten auf den Boden gelegt, wobei ein freies
Ende in die Schlitzwelle der Ratsche eingelegt wird. Das andere
freie Ende, was der Ratsche gegenüber liegt, wird unmittelbar über eine Öse in dem
Schäkel
befestigt. Zum Spannen der Line wird die Ratsche hin und her bewegt,
bis die Line gespannt ist. Ein Nachspannen der Line ist möglich.
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Alternativ
hierzu wird gemäss
dem Stand der Technik vorgeschlagen, ein Flaschenzug zwischen dem
Fixpunkt und dem einen Ende der Line anzuordnen. Sogenannte Linelocker
dienen dazu, Ösen
beziehungsweise Augen in der bandartigen Line zu bilden.
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Anstelle
der Linelockers können
auch genähte
Augen oder Knoten verwendet werden.
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Alternativ
zu den bereits beschriebenen Rundschlingen an den Fixpunkten, sind
auch solche Systeme vorgesehen, die es erlauben, das als Rundschlinge
ausgebildete Band durch ein Schnallenelement zu fädeln, so
dass die Länge
der Rundschlinge an den Baum angepasst werden kann. Zur Anpassung
der Rundschlinge und des Fixpunktes ist es dann aber erforderlich,
das Band wieder durch das Schnallenelement zurückzufädeln. Insbesondere im Bereich
des Klettersports und der Seilsicherungstechnik sind solche Ausbildungen
bekannt.
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Nachteile des Standes der Technik
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Insbesondere
die standardisiert ausgebildeten Rundschlingen weisen den Nachteil
auf, dass sie eine hohe Scheuerwirkung in Bezug auf den Fixpunkt haben.
Insbesondere dann, wenn der Fixpunkt ein Baum ist, bewirken solche
Rundschlingen ein Ablösen
der Baumrinde, da aufgrund der Bewegung der Line eine grosse Auf-
und Abbewegung der Rundschlinge ermöglicht wird.
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Ein
weiterer wesentlicher Nachteil ergibt sich dadurch, dass die Rundschlinge,
insbesondere beim Aufbau der Slackline, nicht auf der gewünschten Höhe am Baum
bleibt, da die Länge
der Schlinge nicht auf den Durchmesser des Fixpunktes abgebildet
ist und so in der Höhe
sehr variabel ist. Bewegt man sich zum weiteren Fixpunkt, so fällt die
Rundschlinge herunter und es ist sehr mühsam, wieder in iterativen
Schritten die Höhe
zu erreichen. in der Regel muss dann mit zwei Personen gearbeitet
werden oder eben ein ständiges
hin- und herlaufen ist notwendig.
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Die
aus dem Stand der Technik bekannten verstellbaren Rundschlingen
weisen einen wesentlichen Nachteil auf, nämlich dass sie eine sehr geringe Auflagefläche an den
Fixpunkten haben. Dadurch wirken sie, insbesondere beim Fixieren
an Bäumen, messerartig
und lösen
so die Rinde.
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Aufgrund
dessen, dass die verstellbaren Rundschlingen in der Regel aus einem
sehr schmalen Band bestehen, das einfach um den Baum gelegt ist,
ist die Auflagefläche
an dem Fixpunkt nicht sehr gross. Dadurch wirken punktuelle Kräfte, die
zu entsprechenden Beschädigungen
führen.
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Das
vorgesehene Rundschlingensystem ist vor der Anbringung einmal an
den entsprechenden Durchmesser des Fixpunktes angepasst. Soll dieses wieder
entnommen werden beziehungsweise entfernt werden oder an den entsprechenden
Durchmesser wieder angepasst werden (weil es sich beispielsweise
gelöst
hat), ist es notwendig, zuerst das Band zurückzufädeln und dann neu zu justieren.
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Die
zuvor vorgestellten Elemente, wie Linelockerprinzip und das genähte Auge,
aber auch Knoten, zur Befestigung der Line an den Fixpunkten, haben
ebenfalls immense Nachteile. In Anwendung des Linelockerprinzips
kann die Line nicht nachträglich
in der Länge
verstellt werden. Dies bedeutet, dass die gespannte Länge zum
anderen Fixpunkt im vorhinein sehr gut abgeschätzt werden muss. Dies bedeutet wiederum
zum Aufbau einen höheren
Zeitaufwand. Zudem muss mehr Material hinzugegeben werden, was sich
in den Kosten niederschlägt.
Das Linelockerprinzip führt ebenfalls
dazu, dass die Bruchlast der Line um circa ein Drittel verringert
wird.
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Im
Gegenzug bietet das genähte
Auge keine Möglichkeit,
die entsprechende Längenverstellung durchzuführen. Das
heisst, das Rastband muss mit dem anderen Fixpunkt komplett durch
die Ratsche oder den Flaschenzug aufgenommen werden. Dies bedeutet
ebenfalls einen hohen Zeitaufwand. Knoten in diesem Bereich führen dazu,
dass die Bruchlast der Line um die Hälfte reduziert wird. Zudem
bedeutet dies, dass die Line nicht mehr flach aus dem Knoten herausgeht,
was sich wiederum beim Gehen auf der Line negativ auswirkt.
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Aufgabe der Erfindung
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Aufgabe
der Erfindung ist es, eine Rundschlinge derart weiterzubilden, dass
zumindest ein Nachteil des Standes der Technik vermieden beziehungsweise
verbessert wird.
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Lösung
der Aufgabe
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Die
Lösung
der erfindungsgemässen
Aufgabe ergibt sich bezüglich
der Vorrichtung aus dem kennzeichnenden Merkmal des Anspruch 1 oder
Anspruch 5, in Zusammenwirkung mit dem Merkmal des zugehörigen Oberbegriffs.
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Vorteile der Erfindung
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Die
erfindungsgemässe
Rundschlinge weist einen der wesentlichen Vorteile auf, nämlich, dass ein
Schnallenelement zur Aufnahme eines flachen Bandes verwendet wird,
mit dem eine Rundschlinge gebildet wird, wobei die Rundschlinge
sich in unbelasteten Zustand stufenlos verstellen lässt. Sie
ist vorzugsweise derart ausgestaltet, dass sich in nicht belasteter
Richtung stufenlos verstellen lässt
und in belasteter Richtung blockiert. Damit ist eine universelle,
schnelle, stufenlose, präzise
und leichtgängige Längenverstellung
der Rundschlinge möglich,
ohne dass das Band, wie es an sich aus dem Stand der Technik bekannt
ist, über
das Schnallenelement zurückgefädelt werden
muss. Die Rundschlinge ist anpassbar an den Durchmesser des entsprechenden Fixpunktes
und kann aufgrund der präzisen
Anpassung an dessen Durchmesser, auch insbesondere an Bäumen, das
Verletzungsrisiko minimieren. Durch diese präzise Anpassung wird das Kambium
eines Baumes vor zu hoher Druckbelastung geschützt. Die Bewegung der Rundschlinge,
die durch die angebundene Line an sich hervorgerufen werden, werden
minimiert, da der Aufnahmepunkt unmittelbar in Nähe des Fixpunktes liegt.
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Beim
Aufbau der Slackline bleibt die Rundschlinge auch unbelastet in
gewünschter
Höhe, da sie
wie vorher bereits beschrieben, stufenlos angepasst werden kann.
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Aufgrund
dessen, dass mit dem Schnallenelement ausschliesslich ein Fädelprinzip
verwendet wird, wird die Bruchlast des Bandes, das für die Rundschlinge
verwendet wird, nicht reduziert. Damit ist es sehr sicher und aufgrund
dessen, dass die Rundschlinge bereits vorbereitet werden kann, besteht
nur eine minimale Gefahr der Fehlbedienung. Auch der Materialaufwand,
der für
die Erstellung der erfindungsgemässen
Rundschlinge notwendig ist, ist gering. Es besteht im Wesentlichen
aus einem Bauteil, nämlich
dem Schnallenelement sowie dem dazugehörigen Band. Aufgrund dessen,
weist die Rundschlinge ein geringes Gewicht auf, so dass die natürlichen
Schwingungen, die durch das Anbinden der Line entstehen, weiter
minimiert werden.
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Ein
weiterer wesentlicher Vorteil der erfindungsgemässen Rundschlinge ist darin
zu sehen, dass der Anlenkpunkt, dass heisst der Punkt, der zur Aufnahme
der Line verwendet wird, unmittelbar an dem Fixpunkt anliegt. Dadurch
kann zum einen die Laufstrecke auf der Line optimal ausgenutzt werden und
zum anderen wird der Anlenkpunkt, der in der Regel durch einen Schäkel oder
Karabinerhaken herbeigeführt
wird, sehr nah an den Fixpunkt gelegt werden, so dass die an sich
schwingenden Massen beziehungsweise deren zurücklegbaren Wege, verringert
werden. Diese Massnahme wirkt sich auch positiv auf das Gangverhalten
aus.
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Im
Allgemeinen werden materialschonende Verbindungsformen gewählt, so
dass bruchlastbindende Verbindungen, wie Knoten oder Führungen Band über Band
oder ähnliches
vermieden werden.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
sieht vor, die Line mit einem Flaschenzug zu spannen. Als eine Ausführungsform
ist ein Flaschenzug vorgesehen, der die Line entsprechend aufnimmt.
Als eine Möglichkeit
ist der aus dem Stand der Technik bekannte Bauernflaschenzug in
einer für
Band modifizierten Weise untereinander gefädelt wird uns sich damit selbst
abklemmt (Selbsthemmung). Als weitere Alternative kann eine Ratsche
vorgesehen sein, mittels der die Line über einen Hebelmechanismus
gespannt werden kann. Ein solcher Spannmechanismus ist insbesondere
dann von Vorteil, wenn entweder mehrere Personen die Line begehen
oder wenn die Line eine Laufweite annimmt, die mit normaler Spannkraft
(1:1) nicht mehr vorzuspannen ist.
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Eine
weitere Möglichkeit
ist das Zugband des oben beschriebenen Flaschenzuges (5:1) mit einer Ratsche
zu spannen. Statt dieser kann das Zugband auch alternativ mit einem
aus dem Bergsport bekannten Expressflaschenzug gespannt werden (zusätzlich 3:1).
Zudem bieten die vorgeschlagenen Einrichtungen die Möglichkeit,
während
der Nutzung der Slackline ohne jegliches Ausfädeln die Line nachzuspannen.
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Die
erfindungsgemässe
Rundschlinge wird vorzugsweise in Kombination mit der Line sowie Hilfsmitteln,
wie Linelocker und Schäkel
verwendet, um auf diese Weise ein tragbares Set für eine Slackline
bereitzustellen, die an beliebigen Orten einsetzbar ist.
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Insbesondere
um das Kambium von Bäumen
zu schützen,
wenn eines solche Rundschlinge angebracht ist, weist der erfindungsgemässe Bausatz
auch Schutzeinrichtungen auf. Diese Schutzeinrichtung, auch „Treefriends" genannt, dient dazu,
die von den Rundschlingen auf das Kambium des Baumes wirkenden Kräfte flächenmässig zu
verteilen und ein Beschädigen,
insbesondere ein Einschneiden zu vermeiden.
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Die
erfindungsgemässe
Installationsvorrichtung, bestehend aus den vorteilhaft ausgebildeten Rundschlingen
sowie Sicherungs- und Befestigungsmitteln bringt den Vorteil mit
sich, dass mit einem einzigen Set die Slackline an beliebigen Orten
auf sehr einfache und sichere Weise aufgebaut werden kann. Es ist
möglich,
dass eine einzige Person in der Lage ist, diese Slackline aufzubauen
und zu benutzen.
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Ferner
bringt die Installationsvorrichtung den Vorteil mit sich, dass in
einem Set eine professionell zusammengestelltes Sportgerät angeboten
wird, das von Jedermann benutzbar ist.
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Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen gehen aus den nachfolgenden Beschreibungen,
den Ansprüchen
sowie den Zeichnungen hervor.
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Zeichnungen
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Es
zeigen:
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1 eine
schematische Ansicht der erfindungsgemässen Slackline, bestehend aus
der Line sowie den als Fixpunkt ausgebildeten Rundschlingen, angeordnet
an einem schematisch dargestellten Baum;
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2 eine
schematische Seitenansicht auf ein erfindungsgemässes Schnallenelement für die Rundschlinge;
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3 eine
Vorderansicht auf das Schnallenelement gemäss 2;
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4 einen
Schnitt durch das Schnallenelement gemäss 2, entlang
einer Schnittlinie IV-IV, jedoch gegenüber den 2 und 3 mit
einem eingefädeltem
Band;
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5 eine
schematische Darstellung -in Draufsicht- auf eine Anwendung der
erfindungsgemässen
Rundschlinge zur Fixierung an einem Fixpunkt;
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6 eine
Seitenansicht auf die in 5 dargestellte Ansicht der erfindungsgemässen Rundschlinge
in Anwendung;
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7 eine
schematische Darstellung des Aufbaus eines bevorzugten Spannelements
in der Ausbildung eines Flaschenzugs mit aus dem Stand der Technik
bekannten Schäkeln.
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Beschreibung der Ausführungsbeispiele
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In 1 ist
ein Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemässen
Slackline 1 dargestellt. Die Slackline 1 umfasst
vorzugsweise zwei Rundschlingen 2, 3 sowie eine
mit den Rundschlingen gekoppelte Line 4. Die Rundschlingen 2, 3 werden
an einem ersten Fixpunkt 5 sowie an einem weiteren Fixpunkt 6 befestigt. Die
Fixpunkte 5, 6 können beispielsweise Masten sein,
aber auch natürliche
Fixpunkte, wie beispielsweise Bäume,
können
ausgewählt
werden. Die Rundschlingen 2, 3 bestehen aus einem
Band 7, das aus einem verstärkten Gewebematerial besteht,
um die entsprechenden Kräfte
aufnehmen zu können.
In das Band 7 der jeweiligen Rundschlingen 2, 3 ist
erfindungsgemäss
ein Schnallenelement 8 eingeflochten. Mit diesem Schnallelement 8 wird
bewirkt, die Länge
der Rundschlinge 2, 3 und damit die Anpassung
an den entsprechenden Fixpunkt 5, 6 zu variieren
beziehungsweise zu ermöglichen.
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Um
die Rundschlinge 2, 3 mit der Line 4 zu koppeln,
ist an dem jeweiligen Ende ein Schäkel 9 vorgesehen,
die durch die schlaufenartigen Ausbildungen 10, 11 der
jeweiligen Rundschlingen 2, 3 eingefädelt werden.
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Die
Line 4 selbst ist ebenfalls ein Band aus gewerbeverstärkten Material.
Vorzugsweise können entsprechende
Transportgurte, die aus dem Güterbereich
bekannt sind, verwendet werden.
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Um
zu vermeiden, dass die freien Enden mit entsprechenden Knoten oder
genähten
Augen versehen sind, die wie zuvor bereits beschrieben zu erhöhten Bruchlast
führen,
werden Linelockers 12, 13 verwendet, die es ermöglichen,
ein schlaufenartiges Ende 14, 15 der Line 4 zu
bilden. Dieses schlaufenartige Ende 14, 15 wird
durch den Schäkel 9 aufgenommen.
Ein in der Line 4 eingebundenes Spannelement 16 dient
dazu, die Line 4 zwischen den ortsfesten Fixpunkten 5, 6 sachgerecht
zu spannen.
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Als
Spannelement 16 können
flaschenzugartige Ausbildungen, aber auch die aus dem Stand der Technik
bekannte Ratsche, vorgesehen sein.
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In 2 und 3 ist
das Schnallenelement 8 ohne das Band 7 dargestellt.
Das Schnallenelement 8 besteht aus einem Grundkörper 17,
der vorzugsweise entweder aus Kunststoff, aus Stahl oder aus Guss besteht.
Der Grundkörper 17 selbst
weist vier Stege 18, 19, 20 und 21 auf,
die parallel zueinander ausgebildet sind. Der Grundkörper 17 ist
flach ausgebildet, so wie auch in 3 dargestellt.
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Das
Schnallenelement 8 übernimmt
die Funktion, das Band 7 der Rundschlinge 2, 3 in
seiner Länge,
die vorzugsweise für
den Umfang des Fixpunktes 5, 6 benötigt wird,
anzupassen. Dadurch ist es möglich,
die Rundschlinge 2, 3 zunächst an den Fixpunkt 5, 6 zu
fixieren und auch lagegerecht zu halten, bevor dann die entsprechende
Line 4 angelenkt wird.
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In 4 ist
die Funktionsweise des Schnallenelements 8 erläutert. L1
bis L4 zeigen dabei die Wege des Fädelns des Bandes 7.
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Das
Band 7 wird zunächst
von der einen Seite I um den Steg 20 (L1) geführt und
weiter auf der Aussenseite II von Steg 21 über diesen
hinweg (L2) und zwischen den beiden Stegen 21, 20 (L3)
zurück am
Steg 20. Das eine freie Ende 22 des Bandes 7 kann
nun in Pfeilrichtung 23 gezogen werden, so dass sich der
freie Umfang 24 des Bandes 7 verringert. Erfolgt
der Zug entgegen der Pfeilrichtung 23, so tritt aufgrund
der Einfädelung
zwischen den Stegen 20, 21 Selbsthemmung ein.
Dies bedeutet, dass in Zugrichtung der Line 4 Selbsthemmung
innerhalb des Schnallenelements 8 auftritt und damit der
freie Umfang 24 des Bandes 7 der Rundschlinge 2, 3 konstant
bleibt. Das bereits Vorgetragene gilt auch für die weitere Seite II des
Schnallenelements 8. Das Band 7 wird auf der Innenseite
des Steges 19 (L1) des Schnallenelements 8 vorbeigeführt, weiter
auf der Aussenseite des Stegs 18 (L2) und zwischen den Stegen 18, 19 (L3)
wieder auf der Innenseite des Stegs 19 entlanggeführt, so
dass ebenfalls ein freies Ende 25 des Bandes 7 entsteht.
Wird in Pfeilrichtung 26 gezogen, so verringert sich der
freie Umfang 24 des Bandes 7. Wird entgegen der
Pfeilrichtung 26 entlastet, so tritt keine Selbsthemmung
mehr zwischen dem Schnallenelement 8 und dem Band 7 ein, so
dass der freie Umfang 24 entsprechend neu angepasst werden
kann.
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Die
Befestigung der Rundschlingen 2, 3 erfolgt derart,
wie sie in 5 und 6 dargestellt
ist. Die stammartige Ausbildung bildet den Fixpunkt 5, 6. Die
fertig vorkonfektionierte Rundschlinge 2, 3, mit dem Schnallenelement 8 als
integrativer Bestandteil, wird um den Fixpunkt 5, 6 derart
geführt,
dass das Band 7 mehrfach um den Fixpunkt 5, 6 geführt ist. Dies
wird dadurch erreicht, dass der freie Umfang 24, wie er
in 4 dargestellt ist, mittig in Richtung des Schnallenelements 8 gedrückt wird,
so dass die schlaufenartigen Enden 14, 15 zur
Aufnahme des Schäkels 9, 10 gebildet
werden können.
Die freien Enden 22, 25 des Bandes 7 werden
dann, wie in 4 dargestellt, in zwei Pfeilrichtungen 23, 26 gezogen,
so dass der freie Umfang 24, wie er in 5 und 6 dargestellt
ist, verringert wird. Der Schäkel 9 wird
näher an
den Fixpunkt herangezogen und die Fixierung der Rundschlinge 2, 3 an
dem ausgewählten
Fixpunkt 5, 6 ist erfolgt. Zusätzlich ist vorgesehen, zwischen
den Fixpunkten 5, 6 und der Rundschlinge 2, 3 Schutzeinrichtungen 27 (6)
vorzusehen. Insbesondere dienen die Schutzeinrichtungen 27 dazu,
das Kambium eines Baumes, an dem die Rundschlinge 2, 3 befestigt
ist, zu schützen.
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In 7 ist
ein Flaschenzug, gebildet aus einfachen Mitteln, im Kraft- beziehungsweise
Zugverhältnis
von 5:1 dargestellt. Um ein solches Spannelement 16 aufzubauen,
wird das freie Ende 24 der Line 4 zunächst durch
den Schäkel 9,
der dem Fixpunkt 5, 6 am nächsten ist und die Rundschlingen 2, 3 durchgeführt (L1).
Von hier aus wird das freie Ende durch einen weiteren Schäkel 9,
der im Abstand zum ersten Schäkel 9 angeordnet
ist, weiter- und hindurchgeführt
(L2). Dieser Vorgang wiederholt sich (L3 und L4) um das Kraftverhältnis 5:1
zu erreichen. Auf der dem Fixpunkt 5, 6 abgewandten
Seite des Spannelements 16 wird mittels eines Linelockers 12 ein schlaufenartiges
Ende 14 gebildet. An dem nun gebildeten freien Ende kann
in Pfeilrichtung mit einem Fünftel
der Kraft eine entsprechende Vorspannung erzielt werden.
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Durch
die einfach ausgebildete und vorkonfektionierte Rundschlinge 2, 3 ist
ein Element für
eine Slackline 1 geschaffen worden, mit der auf sehr einfache
Art und Weise und jeder Zeit, ohne höheren Kraftaufwand, eine Line 4 an
Fixpunkten 5, 6 anbringbar ist.
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Die
Installationsvorrichtung für
ein Slackline-Set umfasst alle notwendigen Mittel, die benötigt werden,
um eine Line an zwei fixen Punkten aufzubauen und problemlos spannen
zu können.
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- 1
- Slackline
- 2
- Rundschlinge
- 3
- Rundschlinge
- 4
- Line
- 5
- Fixpunkt
- 6
- Fixpunkt
- 7
- Band
- 8
- Schnallenelement
- 9
- Schäkel
- 10
- schlaufenartige
Ausbildung
- 11
- schlaufenartige
Ausbildung
- 12
- Linelocker
- 13
- Linelocker
- 14
- schlaufenartiges
Ende
- 15
- schlaufenartiges
Ende
- 16
- Spannelement
- 17
- Grundkörper
- 18
- Steg
- 19
- Steg
- 20
- Steg
- 21
- Steg
- 22
- freies
Ende
- 23
- Pfeilrichtung
- 24
- freier
Umfang
- 25
- freies
Ende
- 26
- Pfeilrichtung
- 27
- Schutzeinrichtung
- L1
- Reihenfolge
des Fädelvorgangs
- L2
- Reihenfolge
des Fädelvorgangs
- L3
- Reihenfolge
des Fädelvorgangs
- L4
- Reihenfolge
des Fädelvorgangs