DE29907807U1 - Vorrichtung zum Herstellen ringförmiger Werkstücke durch Kaltumformen - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen ringförmiger Werkstücke durch KaltumformenInfo
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Description
Patentanwälte Erich und Nern GBM 205B1
Vorrichtung zum Herstellen ringförmiger Werkstücke durch Kaltumformen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Kaltaufweiten ringförmiger Werkstücke
durch Kaltumformen, insbesondere zum Kaltwalzen, wahlweise mit Profilen versehener
ringförmiger Werkstücke, durch Aufweiten eines Ausgangsringes zwischen einer profilierten
Walze und einem mit komplementär dazu geformtem Profil versehenen Walzdorn, der auf einem mit einer Relativbewegung zum Walzdorn arbeitenden Walzenschlitten
angeordnet ist, mit der Walze und/oder dem Walzdorn die Walzkraft zum rotierenden
Aufweiten eingeleitet und bis zum Erhalt des vorgesehenen Fertigmaßes weitergeführt
wird.
Es sind Vorrichtungen zum Profilringkaltwalzen mit einem überwiegend tangentialen
Werkstofffluß nach dem Prinzip Walze - Walzdorn bekannt, ringförmige Werkstücke aus
Rohlingen herzustellen. Bei dieser Art der Kaltumformung, auch bekannterweise als
Aufweitwalzen bezeichnet, werden die in der Regel durch eine spanende Formgebung
volumengenau hergestellten Rohlinge in den Spalt, der wahlweise profiliert ausgeführten,
rotierenden Werkzeuge aufgenommen. Durch eine kontinuierliche Walzspaltverringerung
zwischen Walze und Walzdorn wird das Werkstück durch tangentiale Reckung bei gleichzeitig
weitestgehend formtreuer Übertragung der Werkzeugprofile auf das Werkstück aufgeweitet. Nach Abschluß der Umformung steht ein drehgenauer innen oder außen
profilierter rotationssymmetrischer Ring für eine Weiterbearbeitung zur Verfügung.
Es sind aus der Schrift DE 16 02 666 Al ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Profilieren von ringförmigen Werkstücken bekannt. Der Aufweit- und Profilierungsvorgang erfolgt in einer geschlossenen Profilierungseinrichtung, in der mehrere derartige Vorrichtungen nebeneinander vorgesehen sind. Die zu verformenden Werkstücke, hier Ringe vorrangig für Kugellager, als Außen- und Innenringe ausgeführt, sind in den Profilierungsvorrichtungen eingeführt und werden in diesen während des Profilierungs- und Aufweitvorganges in käfigartigen Führungen, teilweise durch Transportketten durch die Vorrichtung bewegt. Das Verfahren und die zugehörige Einrichtung sind darauf gerichtet, ein Profilieren ringförmiger Werkstücke in einer geschlossenen, mit Profilierungsgängen versehenen Vorrichtungen durchzuführen. Die zu bearbeitenden Werkstücke sind dabei radial und axial von der Vorrichtung umschlossen. Die Bearbeitung der Werkstücke in diesen Vorrichtungen beschränkt sich weitestgehend auf sehr kleindimensionierte Werkstücke. Das Verfahren sowie die Vorrichtung gestatten keinen frei ablaufenden Kalt-
Es sind aus der Schrift DE 16 02 666 Al ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Profilieren von ringförmigen Werkstücken bekannt. Der Aufweit- und Profilierungsvorgang erfolgt in einer geschlossenen Profilierungseinrichtung, in der mehrere derartige Vorrichtungen nebeneinander vorgesehen sind. Die zu verformenden Werkstücke, hier Ringe vorrangig für Kugellager, als Außen- und Innenringe ausgeführt, sind in den Profilierungsvorrichtungen eingeführt und werden in diesen während des Profilierungs- und Aufweitvorganges in käfigartigen Führungen, teilweise durch Transportketten durch die Vorrichtung bewegt. Das Verfahren und die zugehörige Einrichtung sind darauf gerichtet, ein Profilieren ringförmiger Werkstücke in einer geschlossenen, mit Profilierungsgängen versehenen Vorrichtungen durchzuführen. Die zu bearbeitenden Werkstücke sind dabei radial und axial von der Vorrichtung umschlossen. Die Bearbeitung der Werkstücke in diesen Vorrichtungen beschränkt sich weitestgehend auf sehr kleindimensionierte Werkstücke. Das Verfahren sowie die Vorrichtung gestatten keinen frei ablaufenden Kalt-
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walzvorgang mit relativ zueinander verlaufenden Walzen und Walzdornen. Als Nachteil
dieser Vorrichtung ist zu erkennen, daß Walze und Walzdorn keine gelenkt zueinander
genau definierte Relativbewegung durchführen können. Die Walzdorne gemäß dieser Lösung sind nur axial in Käfigen bzw. seitiichen Transportketten geführt.
Die DE 196 34 927 Al stellt eine Vorrichtung zur gleichzeitigen Aufweitung von mindestens einem Paar ringförmiger Rohlinge vor. Die Rohlinge sind aus metallischen Werkstoffen gefertigt und werden durch eine Kaltumformung bis zum Erreichen einer bestimmten Dicke der Wand und deren axialen Erstreckung kalt verformt. Dem Umformungsvorgang werden dabei gleichzeitig zwei axial, stirnseitig aneinandergefügte Rohlinge zugeführt. Zum Vermeiden unerwünschter Konturenveränderungen und Beeinträchtigung der Maßhaltigkeit sowie einer Nachbearbeitung nach der Kaltumformung der fertiggeformten Ringe sind an deren Stirnseiten Eindrehungen angeordnet, die beim paarweisen Zusammenfügen der aneinander liegenden Stirnseiten eines Paares ein offenes kreisförmiges Profil ausbilden. Die Eindrehungen sind dazu vorgesehen, die bei der Material Verdrängung im Kaltwalzvorgang störend auftretenden Materialwülste aufzunehmen und durch ein gewolltes Ausfüllen der Hohlräume nachteilige Maßabweichungen zu vermeiden. Die erfindungsgemäße Lösung entsprechend der Schrift läßt die Möglichkeit eines mehr als paarweisen Zusammenfügens von ringförmigen Rohlingen für den Walzvorgang erkennen, ohne jedoch eine solche Lösung zu beanspruchen und im Prinzip zu offenbaren. Der mitlesende Fachmann, der mit der Lösung einer solchen Aufgabe betraut ist, liest bei Kenntnis der Schrift mit, daß ein mehrfaches Zusammenfügen von Ringen beim Kaltwalzvorgang nur dann sinnvoll ist, wenn sie paarweise zusammengefügt, in einem durchgängig verlaufenden Kaltwalzprozeß bearbeitet werden.
Die DE 196 34 927 Al stellt eine Vorrichtung zur gleichzeitigen Aufweitung von mindestens einem Paar ringförmiger Rohlinge vor. Die Rohlinge sind aus metallischen Werkstoffen gefertigt und werden durch eine Kaltumformung bis zum Erreichen einer bestimmten Dicke der Wand und deren axialen Erstreckung kalt verformt. Dem Umformungsvorgang werden dabei gleichzeitig zwei axial, stirnseitig aneinandergefügte Rohlinge zugeführt. Zum Vermeiden unerwünschter Konturenveränderungen und Beeinträchtigung der Maßhaltigkeit sowie einer Nachbearbeitung nach der Kaltumformung der fertiggeformten Ringe sind an deren Stirnseiten Eindrehungen angeordnet, die beim paarweisen Zusammenfügen der aneinander liegenden Stirnseiten eines Paares ein offenes kreisförmiges Profil ausbilden. Die Eindrehungen sind dazu vorgesehen, die bei der Material Verdrängung im Kaltwalzvorgang störend auftretenden Materialwülste aufzunehmen und durch ein gewolltes Ausfüllen der Hohlräume nachteilige Maßabweichungen zu vermeiden. Die erfindungsgemäße Lösung entsprechend der Schrift läßt die Möglichkeit eines mehr als paarweisen Zusammenfügens von ringförmigen Rohlingen für den Walzvorgang erkennen, ohne jedoch eine solche Lösung zu beanspruchen und im Prinzip zu offenbaren. Der mitlesende Fachmann, der mit der Lösung einer solchen Aufgabe betraut ist, liest bei Kenntnis der Schrift mit, daß ein mehrfaches Zusammenfügen von Ringen beim Kaltwalzvorgang nur dann sinnvoll ist, wenn sie paarweise zusammengefügt, in einem durchgängig verlaufenden Kaltwalzprozeß bearbeitet werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Kaltaufweiten ringförmiger
Werkstücke, insbesondere zum Kaltwalzen mit Profilen versehener ringförmiger Werkstücke durch Aufweiten eines Ausgangsringes zwischen einer profilierten Walze und
einem mit komplementär dazu geformten Profil versehenen Walzdorn, der auf einem mit
einer Relativbewegung zum Walzdorn arbeitenden Walzenschlitten angeordnet ist, mit der
Walze und/oder dem Walzdorn die Walzkraft zum rotierenden Aufweiten eingeleitet und
bis zum Erhalt des vorgesehenen Fertigmaßes weitergeführt wird, zu schaffen, mittels der
es möglich ist, mit einem koordinierten Aufweitvorgang, die produzierte Menge ringförmiger Werkstücke innerhalb gleicher bisher zur Verfügung stehender Zeiteinheiten
zu vervielfachen.
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Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung zum Kaltwalzen von ringförmigen
Werkstücken, insbesondere einem Kaltumformen mit Profilen versehener ringförmiger
Werkstücke durch Aufweiten mehrerer Ausgangsringe zwischen einer profilierten Walze
und einem mit komplementär dazu geformten Profil versehenen Walzdorn, der auf einen,
eine Relativbewegung zwischen Walze und Walzdorn erzeugenden, beweglichen Walzenschlitten
angeordnet ist, und mit der Walze die Walzkraft zum rotierenden Aufweiten des Werkstückes eingeleitet und bis zum Erhalt seines vorgesehenen Fertigmaßes weitergeführt
ist, wobei in axialer Richtung, parallel zueinander gerichtet, mehrere achsmitten-
und maßgleiche ringförmige Werkstücke in dem resultierenden Spalt zwischen Walzdorn
und Walze, in Abstand zueinander gestellt, gleichzeitig in einem Aufweitvorgang bearbeitet
werden, gelöst. Dabei ist es für die Vorrichtung bezeichnend, daß zu dessen Durchführung
grundsätzlich nur ein Walzdorn und eine Walze erforderlich sind und die Rohlinge in
axialer Richtung nebeneinander in einem frei verlaufenden Aufweitvorgang, in übereinstimmende
Aufweitgrößen, gleichzeitig auf ihr vorgesehenes Fertigmaß gebracht werden. Es ist im Sinne der Erfindung vorteilhaft, daß nur ein Walzdorn und eine Walze erforderlich
sind, um die Rohlinge in axialer Richtung nebeneinander in einem frei verlaufenden
Arbeitsgang in aufeinander abgestimmte Aufweitgrößen gleichzeitig auf ihr vorgesehenes
Fertigmaß gebracht sind. Dabei ist es erfindungsgemäß möglich, die Meßdaten mehrerer
Meßrollen, die unterschiedliche Profile aufweisen können, auszuwerten. Die Unterschiedlichkeit
der Profile der Meßrollen ist deshalb möglich, da in einem Walzvorgang ringförmige
Werkstücke mit unterschiedlichen Profilausbildungen nebeneinander in einem Umformvorgang
hergestellt werden können.
Die Erfindung ist sinnvoll ausgebildet, wenn im Wirkbereich von Walze und Walzdorn,
die im Abstand zueinander angeordneten Werkstücke durch Stütz- und Distanzelemente
axial in ihren Abständen, parallel zueinander und in der radialen Erstreckung senkrecht
zur Walzdornmittenachse, geführt sind. In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung
sind zum Einarbeiten asymmetrischer Ringquerschnitte in die radial nach innen und nach
außen gerichteten Flächen der ringförmigen Werkstücke, die Rohlinge, mit der das Profil
tragenden Seite, spiegelbildlich zueinander gerichtet. Die erforderliche Vorprofilierung
der Ausgangsringe mit asymmetrischen Querschnitten setzt eine entsprechende richtungsorientierte
Zuführung der Ausgangsringe voraus. Im Sinne der Erfindung sind dabei Distanz- und Stützelemente vorgesehen, die zwischen den Werkstücken eingeordnet sind,
beim Aufweiten axiale Kraftkomponenten aufnehmen und die Ringe in ihrer genauen
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Arbeitslage halten. Es ist eine vorteilhafte Ausführung der Erfindung, daß für ein
Aufweiten und Profilieren von mehr als zwei Werkstücken, die eine Profilierung tragende
Ringseite dem eingeordneten Stütz- und Distanzelement zur Justierung der axialen Winkellage
des Ringes zur Mittenachse des Walzdorns zugewendet wird. Die Verfahrensweise ist weiterhin ausgebildet, wenn bei einer geradzahligen Anordnung ringförmiger asymmetrisch
zu profilierender Werkstücke, die eine große seitliche Ausformung erhaltenden Seiten der Ringe in einer paarweisen Anordnung zueinander gerichtet sind und zwischen
den einander zugerichteten Seiten eines jeden Paares ein Stütz- und Distanzelement zur
Aufnahme von Querkräften eingeordnet ist. Vorteilhafterweise ist jedem aufzuweitenden
ringförmigen Werkstück eine Meßrolle in bekannter Funktionslage, mit den Umformvorgang
aktiv unterstützenden Funktionen, wie Aufnahme von Umformungskräften, zugeordnet.
Es ist eine vorteilhafte Ausbildungsform der Erfindung, wenn das Stütz- und Distanzelement
als ringförmig erhabenes Profilteil ausgebildet, zwischen den durch die Werkstücke
bestimmten Profilgruppen auf der Walze sowie dem Walzdorn als Distanzelement vorgesehen sind. Dabei sind die Erfindung fortführend, die Distanzelemente als Profilteile
ausgebildet, mittig zwischen den für die Werkstücke bestimmten Profilgruppen auf
der Walze, dem Walzdorn und der Meßrolle vorgesehen.
Eine vorteilhaft variable Ausgestaltung dieser Verwendungsmöglichkeit ist darin zu sehen,
daß ringförmige Werkstücke im Bereich der ringförmig erhabenen Distanzelemente nebeneinander
angeordnet sind und in einem Formgebungsvorgang umgeformt werden. Die für
die Durchführung des Verfahrens erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung zum Kaltwalzen von ringförmigen Werkstücken ist mit einer rotierenden Walze und einem
Walzdorn, bei dem die Walze für eine Relativbewegung zwischen Walze und Walzdorn
auf einem Walzenschlitten angeordnet ist, ausgebildet. Zwischen Walze und Walzdorn ist
das Werkstück rotierend aufgenommen. Auf dem Walzdorn und der Walze sind Profile
angeordnet, zwischen denen das Werkstück rotierend für die Durchführung des tangentialen
Aufweitens aufgenommen ist. Die Profile sind auf dem Walzdorn und auf der Walze, sich in axialer Richtung wiederholend, angeordnet. Die Wiederholungen der
Profile sind in Weiterführung der Erfindung als nebeneinander verlaufende, sich wiederholende
Profilgruppen ausgebildet.
Eine vorteilhafte Ausführungsart der erfindungsgemäßen Lösung ist so gestaltet, daß die
Profilgruppen als in sich geschlossene Profile für paarig nebeneinander aufzuweitende
Werkstücke ausgebildet sind. Es ist vorteilhaft im Sinne der Erfindung, zwischen jedem
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Profil einer Profilgruppe eine Stützfläche einzuordnen und mit einem Distanz- und Stützelement
in eine Wirkverbindung zu bringen. Eine Ausführungsform der Erfindung stellt sinnvoll vor, daß das Stütz- und Distanzelement rotationssymmetrisch geformt, mit seiner
Umfangsfläche an der Stützfläche des Walzdoms anliegt und zwischen den Werkstücken
zum Eingreifen gebracht ist. Die Seitenflächen der Distanzstücke sind mit den Seitenflächen
der sich aufweitenden ringförmigen Werkstücke für deren axialer Führung zur Anlage gebracht. Sinnvoll weitergebildet ist die Erfindung dadurch, daß die Seitenflächen
der Stütz- und Distanzelemente den mit einer größeren zur Seite in axialer Richtung
wirkenden Aufweitkraft beaufschlagten asymmetrischen Ringsektoren zugerichtet sind. Es
ist eine sinnvolle Ausbildung der Erfindung, daß die Profilelemente auf der Walze sowie
auf dem Walzdom und der Meßrolle zu nah aneinander liegenden Profilgruppen ausgebildet
sind. Zwischen den auf diesen Profilgruppen angeordneten Werkstücken greifen auf den Werkzeugen erhaben ausgebildete Distanzelemente ein. Gemäß dieser Ausbildung
der Erfindung ist es möglich, die Quererstreckung der Werkzeuge, wie Walze, Walzdom
und Meßrolle, gering zu halten und mit dicht an dicht liegenden, nur durch das Distanzelement
axial geführte Werkstücke den Aufweitvorgang durchzuführen.
Durch das Einbringen eines sich mehrfach wiederholenden Profils oder sich wiederholender Profilgruppen, die in sich spiegelbildlich ausgebildet sind, werden beim Kaltwalzen asymmetrischer Werkstücke auftretende Axialkraftkomponenten - F-axial - durch die sich axial gegenüberliegende Profilierung in den Gruppen, gegeneinander nicht aufgehoben. Die vorgesehenen Stützelemente dienen dazu, ungleiche, axialverlaufende Umformkräfte aufzunehmen und die Werkstücke in genau axialer Richtung, in Bezug zu ihrer Lage zu den Mittenachsen von Walze und Walzdom zu halten. Es ist ein Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung, daß ein paarweises Walzen ringförmiger Werkstücke sich nicht auf die Herstellung asymmetrisch ausgebildeter Werkstücke beschränken braucht, sondern bei einmaligem Umrüsten der Maschine mit der Verwendung von entsprechenden Werkzeugen auch gleichartig profilierte Werkstücke mit symmetrischen Werkstücken hergestellt werden können. Die Ausbildungsart der erfindungsgemäßen Lösung läßt in ihren Ausgestaltungen erkennen, daß es nach der Erfindung vorteilhaft möglich ist, nicht nur zwei, sondern vier und mehr, auch im Bereich von ungeradzahligen Stückzahlen liegende Werkstückgrößen zu fertigen. Eine weitere sinnvolle Ausbildung erhält die Erfindung, daß in einem Arbeitsgang in den Werkzeugen nebeneinander angeordnet, bei deren entsprechender Profilierung Werkstücke unterschiedlicher Profilausbildung gleichzeitig gefertigt werden können. So ist es möglich, in einem Aufweitvorgang ringförmige Werkstücke mit
Durch das Einbringen eines sich mehrfach wiederholenden Profils oder sich wiederholender Profilgruppen, die in sich spiegelbildlich ausgebildet sind, werden beim Kaltwalzen asymmetrischer Werkstücke auftretende Axialkraftkomponenten - F-axial - durch die sich axial gegenüberliegende Profilierung in den Gruppen, gegeneinander nicht aufgehoben. Die vorgesehenen Stützelemente dienen dazu, ungleiche, axialverlaufende Umformkräfte aufzunehmen und die Werkstücke in genau axialer Richtung, in Bezug zu ihrer Lage zu den Mittenachsen von Walze und Walzdom zu halten. Es ist ein Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung, daß ein paarweises Walzen ringförmiger Werkstücke sich nicht auf die Herstellung asymmetrisch ausgebildeter Werkstücke beschränken braucht, sondern bei einmaligem Umrüsten der Maschine mit der Verwendung von entsprechenden Werkzeugen auch gleichartig profilierte Werkstücke mit symmetrischen Werkstücken hergestellt werden können. Die Ausbildungsart der erfindungsgemäßen Lösung läßt in ihren Ausgestaltungen erkennen, daß es nach der Erfindung vorteilhaft möglich ist, nicht nur zwei, sondern vier und mehr, auch im Bereich von ungeradzahligen Stückzahlen liegende Werkstückgrößen zu fertigen. Eine weitere sinnvolle Ausbildung erhält die Erfindung, daß in einem Arbeitsgang in den Werkzeugen nebeneinander angeordnet, bei deren entsprechender Profilierung Werkstücke unterschiedlicher Profilausbildung gleichzeitig gefertigt werden können. So ist es möglich, in einem Aufweitvorgang ringförmige Werkstücke mit
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schräg verlaufenden Innenprofüierungen, wie z. B. für Kegel-, Schrägrollen- oder
Schrägkugellager, und gleichzeitig Innen- oder Außenringe von Wälzlagern herzustellen.
Als wesentlich ist dabei zu erkennen, daß der Aufweitprozeß der unterschiedlich profilierten
Werkstücke zum gleichen Zeitpunkt beendet sein muß. Es ist vorteilhaft im Sinne der Erfindung, die Meßrollen, wie bereits dargestellt, auch als arbeitsaktive, im Sinne der
Umformung, Mittel zu benutzen und dabei gleichzeitig Meßvorgänge auszuführen, die
darüber Aufschluß geben, inwieweit die Toleranzfelder eines jeden im gleichzeitigen
Aufweitprozeß bearbeiteten Werkstückes eingehalten werden. Dabei werden die Meßdaten
einer jeden im Verfahrensablauf beanspruchten Meßrolle ausgewertet. Jedem Meßrollenweg
wird ein Toleranzfeld für die Beendigung des Walzprozesses zugeordnet. Ein Beendigen des Prozesses erfolgt dann, wenn
1. die Daten aller Meßrollen wege sich in dem jeweilig erforderlichen Toleranzfeld
befinden oder
2. einer der Meßrollenwege die obere Toleranzgrenze des ihm zugeordneten Toleranzfeldes
erreicht hat.
Die Beendigung des Aufweitprozesses erfolgt dann durch ein Abschalten der Maschine.
Die Erfindung ist auch dann erfüllt, wenn in einer vorteilhaften Verfahrensdurchführung,
die steuerungsinterne Auswertung der Meßdaten grundsätzlich in einer vom Betreiber
bevorzugten Form unter Beachtung der vorstehenden Prämissen durchgeführt wird.
Die Erfindung kann vorteilhafterweise in der Wälzlagerfertigung Anwendung finden. Erstmals besteht hier vorteilhafterweise die Möglichkeit, gleichzeitig mehrere, mit asymmetrischen Querschnitten ausgebildete Werkstücke in einem Arbeitsgang durch Kaltumformen herzustellen. Besonders zu bewerten ist dabei die Herstellung von Schrägrollenlagern, Kegelrollenlagerringen u.a. Der Vorzug der erfindungsgemäßen Lösung liegt darin, daß hier das Prinzip des freien Kaltumformens von ringförmigen Werkstücken durch Aufweiten nicht verlassen werden muß. Als signifikant ist zu erkennen, daß die Ausbildung des Vorrichtung vorteilhaft darin gesehen werden kann, daß zwei voneinander getrennte Rohlinge in einem Arbeitsgang zu zwei und mehr separaten Werkstücken gefertigt werden können. Dazu werden die Rohlinge in mehrfache Profilierungen der Walzdorne eingelegt und beim Aufweitvorgang durch mitlaufende, zwischengreifende Stütz- und Markierungselemente lagegerecht geführt. Der Fachmann erkennt beim Lesen der erfindungsgemäßen Lösung, daß hier wirtschaftliche Vorteile nicht nur in der Vervielfachung der Stückzahlen pro Arbeitsgang gesehen werden können.
Die Erfindung kann vorteilhafterweise in der Wälzlagerfertigung Anwendung finden. Erstmals besteht hier vorteilhafterweise die Möglichkeit, gleichzeitig mehrere, mit asymmetrischen Querschnitten ausgebildete Werkstücke in einem Arbeitsgang durch Kaltumformen herzustellen. Besonders zu bewerten ist dabei die Herstellung von Schrägrollenlagern, Kegelrollenlagerringen u.a. Der Vorzug der erfindungsgemäßen Lösung liegt darin, daß hier das Prinzip des freien Kaltumformens von ringförmigen Werkstücken durch Aufweiten nicht verlassen werden muß. Als signifikant ist zu erkennen, daß die Ausbildung des Vorrichtung vorteilhaft darin gesehen werden kann, daß zwei voneinander getrennte Rohlinge in einem Arbeitsgang zu zwei und mehr separaten Werkstücken gefertigt werden können. Dazu werden die Rohlinge in mehrfache Profilierungen der Walzdorne eingelegt und beim Aufweitvorgang durch mitlaufende, zwischengreifende Stütz- und Markierungselemente lagegerecht geführt. Der Fachmann erkennt beim Lesen der erfindungsgemäßen Lösung, daß hier wirtschaftliche Vorteile nicht nur in der Vervielfachung der Stückzahlen pro Arbeitsgang gesehen werden können.
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Im Bereich der Maschinenherstellung ergibt sich durch die vorteilhafte Einführung der
erfindungsgemäßen Lösung ein breites Anwendungsgebiet. War es bisher üblich, nur ein
Werkstück in einem Arbeitsvorgang frei zu walzen, so ist es jetzt gestattet, die Fertigung
von zwei und mehr Werkstücken in einem Arbeitsvorgang durchzuführen. Dem Fachmann
eröffnet sich die Möglichkeit, über den Einsatz langdimensionierter, wahlweise zwischengestützter
Walzdorne eine Vielzahl von ringförmigen Werkstücken kalt zu verformen. Dabei ist die Verwendung von einem Werkzeugsatz, Walze, Walzdorn, Meßrolle,
erforderlich.
Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. In der
zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1: Die Vorrichtung zum Kaltumformen eines symmetrischen Werkstückpaares in
einer Draufsicht,
Fig. la: Die Vorrichtung zum Kaltumformen eines asymmetrischen Werkstückpaares in
einer Draufsicht mit Distanzelementen,
Fig. 2: Die Vorrichtung nach Fig. la in entgegengesetzter axialer Asymmetrie der
Werkstücke, teilweise im Schnitt,
Fig. 3: Die Vorrichtung zum Walzen eines Werkstückpaares mit eingeordneter Trennmarkierung,
Fig. 3a: Die Vorrichtung gemäß Fig. 3 ohne Kontaktbereich zwischen Distanzelement
und Werkstück mit Meßrollen und Distanzelementen,
Fig. 3b: Die Vorrichtung nach Fig. 2 mit mittig zwischen den Werkstücken angeordnetem
Distanzelement und zur axialen Lagestabilisierung geformten Meßrollen.
Fig. 1 zeigt in einer schematischen Darstellung die Vorrichtung gemäß der Erfindung in
einer Draufsicht. Dabei ist ein Walzdorn 1 mit einer Walze 2 in eine Wirkverbindung
gebracht worden. Die Walze 2 ist mit einem Profilelement 3 versehen, das paarweise zu
Profilgruppen 3' zusammengeführt, auf der Walze 2 in symmetrischer Lage SLl eingearbeitet
ist. In diese Profilelemente 3 sind die Werkstücke 5 eingesetzt. Der Walzdorn 1 durchragt das Innere der ringförmigen Werkstücke 5 und wird mit der Walzdornlagerung
4 in einer Relativbewegung zur Walze 2 gegen die auf einem Walzschlitten 8 gelagerte Walze 2 bewegt. Mit der Rotationsbewegung der Walze 2 und des Walzdorns 1
sowie durch die kontinuierliche Walzspaltverringerung werden die ringförmigen Werkstücke 5 in eine rotierende Arbeitsbewegung versetzt und die Umformungsarbeit des
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Aufweitens der Werkstückringe 5 ausgeführt. Die radiale Relativbewegung zwischen
Walzdorn 1 und Walze 2 führt durch den tangentialen Materialfluß zur einer Verringerung
der Materialdicke der Werkstücke 5 und zu einer Durchmesservergrößerung bei gleichzeitiger
formgetreuer Übertragung der Profile der Werkzeuge auf die Werkstücke 5. Das Erreichen des Solldurchmessers der Werkstückringe 5 wird an der Meßrolle 6 gemessen
und der Aufweitprozeß beendet.
Zur Einhaltung der Werkstückgeometrie ist es erforderlich, die Werkstückringe 5 in
genau 90° zu den Längsmittenachsen SL2 der Werkzeuge 1;2, Walze - Walzdorn, in ihrer
Arbeitslage zu halten. Dazu ist im Bereich der Walzdornlagerung 4, symmetrisch zwischen den Profilelementen 3, ein Distanzelement 7 eingeordnet, das mit seinen Seitenflächen
9 die inneren Seitenflächen der Werkstücke 5 führend berührt und ein Verkanten der Werkstücke 5 in radialer Richtung und ihr Ausweichen in axialer Richtung unterbindet.
Das Distanzelement 7 ist so gelagert, daß es mit seiner Umlauffläche 14 der linearen Arbeitsbewegung des Walzdorns 1, an dessen Stützfläche 10 anliegend, diesen
gleichzeitig gegen Durchbiegen stützend, folgt. Das Distanzelement 7 kann aus einem
rotationssymmetrischen Element bestehen, was gleichzeitig und gegenläufig mit dem Walzdorn
1 umläuft oder auch ein nicht rotierendes Element sein, das geradlinig der linearen
Arbeitsbewegung des Walzdorns 1 folgt. Das Distanzelement 7 vermeidet eine Richtungsänderung der Werkstücke 5 in axialer Richtung bzw. deren Verkanten, also der
Veränderung einer Winkelneigung der radialen Richtung der Werkstücke 5 zueinander
hin. Gemäß Fig. la ist an den Außenseiten der paarig angeordneten Werkstücke 5 jeweils
ein Distanzelement 7" vorgesehen. Das Distanzelement 7" verhindert ein Auseinanderdriften
bzw. Neigen der Werkstücke 5 aus der lotrechten Lage in Bezug auf die Mittenachse SL4 des Walzdorns 1 bzw. der Walze 2 der Vorrichtung. Die Vorrichtung
gemäß dieser Ausführung ist vorteilhafterweise für die Herstellung von Werkstücken 5 mit
asymmetrischer Profilierung ihrer Ringquerschnitte geeignet. Es ist diskussionswürdig und
im Sinne dieser Ausführung richtig, bei der Bearbeitung ringförmiger Werkstücke 5 auf
das Einwirken von Stützelementen 7;7" insgesamt zu verzichten. Auch mit dieser Lösung
ist der erfindungsgemäße Gedanke entsprechend der Aufgabe vollständig erfüllt.
Fig. 2 zeigt die grundsätzliche Anordnung der Hauptarbeitselemente wie in Fig. 1 und la. Dabei ist der Walzdorn 1 in einer gleichen Anordnung wie in Fig. 1 über einer Walze 2 angeordnet, die in gleicher Art ausgebildete Profilgruppen 31 aufweist. Der Walzdorn 1 ist für die Herstellung asymmetrisch ausgebildeter Ringe 5 vorgesehen. Die Asymmetrie der Ringe 5 ist so gebildet, daß sie beispielsweise für die Aufnahme von Kegelrollen,
Fig. 2 zeigt die grundsätzliche Anordnung der Hauptarbeitselemente wie in Fig. 1 und la. Dabei ist der Walzdorn 1 in einer gleichen Anordnung wie in Fig. 1 über einer Walze 2 angeordnet, die in gleicher Art ausgebildete Profilgruppen 31 aufweist. Der Walzdorn 1 ist für die Herstellung asymmetrisch ausgebildeter Ringe 5 vorgesehen. Die Asymmetrie der Ringe 5 ist so gebildet, daß sie beispielsweise für die Aufnahme von Kegelrollen,
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Tonnenrollen oder Kugeln in Schrägkugellagern geeignet sind. In sinnvoller Weise ist der
Walzdorn 1 so geformt, daß die größeren Aufweitungen der Ringe 5 und damit die erhöhte
Umformarbeit auf der abgewandten Seite des Werkstückpaares vorgesehen ist. Die Querschnittsfläche 11 der im Schnitt dargestellten Werkstücke 5 zeigt den größer aufzuweitenden
Ringsektor 12. Der mit der Lösung einer solchen Aufgabe betraute Fachmann erkennt, daß durch die partiell erhöhte Umformungsarbeit die Belastung im Ringsektor 12,
die Werkstücke 5 an ihrem frei drehenden, der Stelle Walzdorn 1 - Walze 2 gegenüberliegenden
Bereich, sich mit ihren Seitenflächen 91 zueinander neigen würden. Dieser störenden
Beeinflussung entgegenarbeitend ist ein Distanzelement 7* in der Art des Distanzelementes
7 aus Fig. 1 in gleicher Art und Weise eingearbeitet. Das Distanzelement T
stützt mit seinen Seitenflächen 9 die Seitenflächen 9' der Werkstücke 5 und bewahrt sie
führend und stützend vor einer Neigung, die durch den erhöhten Arbeitsdruck des WaIzdorns
1 im Bereich des Ringsektors 12 hervorgerufen werden würde. Aus der Sicht gemäß Fig. 2 ist zu erkennen, daß bei einer bewußt gewählten paarigen Anordnung der Werkstücke
5 miteinander abgewandten Ringsektoren 12 die Anordnung eines Distanzelementes 7 in die Distanz zwischen den Werkstücken 5 des jeweiligen Werkstückpaares ausreichend
ist. Entgegen der Ausbildung gemäß der Fig. la können asymmetrisch ausgebildete ringförmige Werkstücke 5 ihre senkrecht zu den Mittenachsen SL3;SL4 gelagerte radiale
Erstreckung axial nach außen nicht verlassen. Deshalb erübrigt sich bei der Ausbildung
gemäß Fig. 2 die Anordnung von Distanzelementen 7" an den äußeren Seiten des Werkstückpaares.
Eine Ausführungsart der Erfindung mit veränderten Verfahrensparametern ist in der
Vorrichtung gemäß Fig. 3 dargestellt. Demgemäß sind die Profilelemente 3 auf der
Walze 2 zu nah aneinander liegenden Profilgruppen 3' ausgebildet, die zwischen sich ein
Distanzelement 13 aufweisen. Der Walzdorn 1 und die Meßrolle 6 sind in einer dem
Walzdorn 1 kongruenten Form ausgebildet. In diesem Falle werden für eine paarweise
Herstellung ringförmiger Werkstücke 5 zwei Rohlinge zwischen Walzdorn 1 und Walze 2
eingesetzt, die zwischen den Distanzelementen 7" in ihrer seitlichen Lage und Ausrichtung
fixiert werden. Dabei läuft das Distanzelement 13 genau mittig entsprechend der axialen Erstreckung des Werkstückes 5 auf den Werkzeugen. Gemäß der vorliegenden
Ausführungsart der Erfindung ist das Distanzelement 13 auf den Werkzeugen 5 angeordnet.
Es bildet auf den Profilen 3 der Walze 2 des Walzdorns 1 und der Meßrolle 6 ein auf
dem Profil 3 erhabenen ringförmigen Teil. In diesem Fall ist das Distanzelement 13 mittig
zwischen den Profilen 3 einer Profilgruppe 3' eingegliedert, wobei die Distanzelemente 13,
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sich radial annähernd, zwischen den Werkstücken 5 eingeordnet sind. Durch diese Anordnung
des Distanzelementes 13 auf allen Werkzeugen 1;2 einschließlich der Meßrolle 6 ist
eine in axialer Richtung genaue Führung der Werkstücke 5 beim Aufweiten gewährleistet
und ein ungewolltes seitliches Ausweichen des Werkstoffes in Form einer Balligkeit oder
eines Fischmauls unterbunden. Die erfindungsgemäße Ausführung gestattet es, aus zwei
Rohlingen in den durchgehend geführten kontinuierlichen Arbeitsgang ein Paar gleichartig
gestalteter ringförmiger Werkstücke 5 zu erzeugen. Der Walzvorgang erfolgt adäquat zur
Verfahrensführung gemäß Fig. 1 mit dem Unterschied, daß keine mittig geführte Stützvorrichtung
erforderlich ist. Gemäß der Darstellung in der Fig. 3a liegt die Unterscheidung nach Fig. 3 auch darin, daß kein Werkstückkontakt zu äußeren Distanzelementen 7"
vorhanden ist. Gemäß dieser Ausführung übernimmt die Meßeinrichtung zugleich die
Aufgabe einer axialen LageabStützung. Bei der Ausführung gemäß der Fig. 3b wird in
einer weiteren Ausbildungsart die Meßrolle 6 für die axiale Lagestabilisierung der
Werkstücke 5 verwendet. Das mittig zwischen den Werkstücken 5 angeordnete Distanzelement
7 dient gemäß der Ausführungsart ausschließlich der Dornabstützung gegen ein Durchbiegen.
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| 1 | Walzdorn |
| 2 | Walze |
| 3 | Profilelement |
| 31 | Profilgruppe |
| 4 | Walzdornlagerung |
| 5 | Werkstück |
| 6 | Meßrolle |
| 7;7';7" | Distanzelement |
| 8 | Walzschlitten |
| 9;9' | Seitenfläche |
| 10 | Stützfläche |
| 11 | Querschnittsfläche |
| 12 | Ringsektor |
| 13 | Distanzelement |
| 14 | Umlauffläche |
Claims (14)
1. Vorrichtung zum Kaltwalzen von ringförmigen Werkstücken, insbesondere zum
Kaltumformen mit Profilen versehener Werkstücke, durch Aufweiten mehrerer Ausgangsringe zwischen einer profilierten Walze und/oder einem mit komplementär
dazu geformten Profil versehenen Walzdorn, auf einem, eine Relativbewegung zwischen
Walze und Walzdorn erzeugenden beweglichen Walzschlitten angeordneten Walzdorn, wobei mit der Walze und dem Walzdorn die Walzkraft zum rotierenden
Aufweiten eingeleitet und bis zum Erhalten des vorgesehenen Fertigmaßes weitergeführt,
dadurch gekennzeichnet, daß in axialer Richtung parallel zueinander gerichtet,
mehrere achsmitten- sowie maßgleiche, mehrere ringförmige Werkstücke (5) zwischen dem Spalt Walzdorn (1) - Walze (2) in Abstand zueinander gestellt, gleichzeitig
in einem Aufweitvorgang hergestellt sind und daß Werkstücke (5) mit der rotierenden
Walze (2) einem beweglichen Walzdorn (1), auf einem eine Relativbewegung zwischen Walze (2) und Walzdorn (1) erzeugenden beweglichen Walzschlitten (8)
oder Walzelement angeordnet ist, auf denen Profile (3) angeordnet sind, zwischen
denen das Werkstück (5) rotierend aufgenommen ist, und die Profile (3) auf dem Walzdorn (1) und auf der Walze (2) und der Meßrolle (6), in axialer Richtung sich
wiederholend, angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im Wirkbereich
Walze (2) - Walzdorn (1) in Abständen zueinander eingeordneten Werkstücke durch Stütz- und Distanzelemente axial in ihren Abständen parallel zueinander und in der
radialen Erstreckung senkrecht zur Walzdornmittenachse (SL4) geführt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einarbeiten
asymmetrisch umlaufender Profüierungen in die radial nach innen und nach
außen gerichteten Flächen der ringförmigen Werkstücke (5) die Ausgangsringe mit ihrer für das Profil (3) tragend vorgesehenen Seite, zueinander gerichtet, Stütz- und
Distanzelemente (7;7") zwischen sich aufnehmend, für das Aufnehmen einseitig beim Aufweiten wirkender Kräfte angeordnet sind.
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4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für ein Aufweiten
und Profilieren von mehr als zwei Werkstücken (5), die hohen Seitendrücken ausgesetzten Ringseiten dem Stütz- und Distanzelement (7;7';7";13) zur Justierung
der axialen Winkellage der Ringe (5) zur Mittenachse (SL4) des Walzdorns (1) zugewendet
sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 und einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß bei einer geradzahligen Anordnung ringförmiger, asymmetrisch
zu profilierender Werkstücke (5) die ein Profil tragenden Seiten der Ringe (5) in
einer paarweisen Anordnung zueinandergerichtet werden und zwischen den einander zugewendeten Seiten jedes Paares ein Stütz- und Distanzelement (7; 13) eingeordnet
wird.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jedem
aufzuweitenden ringförmigen Werkstück (5) eine Meßrolle (6) in bekannter Funktionslage
zugeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßrollen (6) in
der gleichen Profilausbildung angeordnet werden, welche die Werkzeuge Walze (2) und Walzdorn (1) aufweisen, wobei in die Profile (3) der Meßrolle (6) die
Werkstücke (6) zur Aufnahme von Axial- und Radialkräften führend und formend eingeordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wiederholungen der Profile (3) als nebeneinander verlaufende Profilgruppen (31) ausgeführt sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilgruppen
(31) als Profile (3) paarig nebeneinander aufzuweitender Werkstücke (5)
ausgeführt sind und zwischen jeder Profügruppe (31) eine auf dem Walzdorn (1)
eingeordnete Stützfläche (10) eingeschlossen ist, die mit einem Stütz- und Distanzelement
(7) in eine Wirkverbindung gebracht ist.
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10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stütz- und Distanzelement (7) rotationssymmetrisch geformt, mit seiner Umlauffläche
(14) an der Stützfläche (10) anliegend, zwischen den Werkstücken (5) zum Eingreifen gebracht ist, und seine Seitenflächen (9) mit denen der sich aufweitenden
ringförmigen Werkstücke (5), für deren axialer Führung, zur Anlage gebracht sind.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Seitenflächen (9) der Stütz- und Distanzelemente (7) den mit einer größeren Umformarbeit beaufschlagten asymmetrischen Ringsektoren (12) zugerichtet sind.
12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Seitenflächen (9) der Stütz- und Distanzelemente (7) den mit einer größeren Umformarbeit beaufschlagten asymmetrischen Ringsektoren (12) abgewandt sind.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß Stütz- und Distanz- elemente (71) als ringförmig, erhabenes
Profilteil ausgebildet, zwischen den für die Werkstücke (5) bestimmten Profilgruppen
(3') auf der Walze (2) sowie dem Walzdorn (1), als Distanzelement (13) arbeitend, vorgesehen sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzelemente
(13), als Profilteile ausgebildet, mittig zwischen den für die Werkstücke (5) bestimmten Profilgruppen (31) auf der Walze (2), dem Walzdorn (1) und den Meßrollen
(6) vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29907807U DE29907807U1 (de) | 1999-04-28 | 1999-04-28 | Vorrichtung zum Herstellen ringförmiger Werkstücke durch Kaltumformen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29907807U DE29907807U1 (de) | 1999-04-28 | 1999-04-28 | Vorrichtung zum Herstellen ringförmiger Werkstücke durch Kaltumformen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29907807U1 true DE29907807U1 (de) | 1999-07-01 |
Family
ID=8073019
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29907807U Expired - Lifetime DE29907807U1 (de) | 1999-04-28 | 1999-04-28 | Vorrichtung zum Herstellen ringförmiger Werkstücke durch Kaltumformen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29907807U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ITTO20130145A1 (it) * | 2013-02-21 | 2014-08-22 | Skf Ab | Procedimento di rollatura a freddo per la formatura di anelli di cuscinetto |
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| FR3017060A1 (fr) * | 2014-02-05 | 2015-08-07 | Snecma | Outillage de forgeage pour la fabrication d'une couronne laminee de forme, notamment pour la fabrication d'un disque de turbomachine |
-
1999
- 1999-04-28 DE DE29907807U patent/DE29907807U1/de not_active Expired - Lifetime
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| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
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