DE1066530B - - Google Patents
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezweckt, einen Führungskäfig für Rollen, insbesondere für Nadeln, zu schaffen, welcher
die Rollkörper genau achsparallel führt und nach beiden Mantelseiten dabei eine besonders günstige,
die Führungseigenschatten der Käfigstege nicht beeinträchtigende mantelseitige Rollenhalterung ergibt.
Rollenkäfige in ähnlicher Form sind aus der Gießtechnik und Spritztechnik bekanntgeworden, bei denen
die Fenster derart gestaltet sind, daß sie nach innen oder außen, von einer größeren Breite als der Rollkörperdurchmesser,
sich so weit verengen, daß die Breite des Fensters in der Nahe des Mantels kleiner
ist als der Rollkörperdurchmesser und damit nach einer Seite das Herausfallen der Rollkörper verhindert
wird. Die Halterung der Rollkörper nach der anderen Mantelseite wurde z. B. durch Anbringung von Kerben
in den Stegen in der Nähe der Fenster erreicht, indem durch solche Kerben das Material in die Fenster hinein
verdrängt wurde und damit eine Fensterbreite entstand, welche kleiner ist als der Rollkörperdurchmesser.
Es sind weiterhin Wälzkörperkäfige bekanntgeworden, bei welchen die Fenster schmaler als der
Rollkörperdurchmesser gefertigt werden und welche durch parallele Bewegung von Werkzeugen, welche in
einem Winkel zur Verbindungslinie der Käfigmittelachse zur Rollkörperachse bewegt werden, so weit ausgearbeitet
werden, daß nur an den Mantelflächen des Käfigs die Fensterbreite schmaler als der Wälzkörperdurchmesser
bleibt.
In jüngerer Zeit haben Käfige mit gestanzten und geräumten Fenstern große Bedeutung gewonnen, bei
welchen die Fensterbegrenzungen planparallel zueinander verlaufen und innen und außen durch Materialverformung
in die Stege hinein Vorsprünge gebildet werden, welche schmaler sind als der Rollkörperdurchmesser.
Zur einseitigen Halterung sind Fensterkäfige bekannt, welche mit schmalerem Durchmesser
gestanzt sind 'als der Rollkörperdurchmesser und deren Materialstärke jedoch kleiner ist als der halbe Wälzkörperdurchmesser,
so daß sich die Rollkörper an den Kanten der enger gestanzten Fenster beim Abwälzen
abstützen. Solche Käfige mit größerer Wandstärke werden auch teilweise, derart gestaltet, daß die scharfen
Stegkanten durch Prägung in einem bestimmten Winkel angefast werden, so daß eine teilweise Verbreiterung
der Fenster in keilförmiger Ausbildung entsteht.
Insbesondere bei den gegossenen Käfigen, welche einseitig am Mantel verengte Fensterbreiten besitzen,
sind die Flächen vielfach für die Führung der Wälzkörper rauh und ungenau; darüber hinaus ist es eine
ganz besondere Schwierigkeit, Wälzkörperkäfige wie z. B. Nadellagerkänge mit großer Taschenzahl auf
Verfahren
zur Herstellung von Wälzlagerkäfigen,
insbesondere Nadellagerkäfigen,
mit Stegführung und Halterung
der Rollkörper
zur Herstellung von Wälzlagerkäfigen,
insbesondere Nadellagerkäfigen,
mit Stegführung und Halterung
der Rollkörper
Anmelder:
Industriewerk Schaeffler o.H. G.
Herzogenaurach
Herzogenaurach
gieß- oder spritztechnischem Wege herzustellen. Die große Wälzkörperzahl erfordert sehr komplizierte und
teure Werkzeuge, welche bei der meist vorliegenden kleineren Stückzahl eine wirtschaftliche Fertigung
solcher Käfige ausschließen.
Man hat also durch Prägen von konischen Flächen versucht, hier eine Abhilfe zu schaffen. Es ist jedoch
nicht bekanntgeworden, daß solche konischen Flächen bei gleichzeitiger innerer und äußerer Halterung der
Wälzkörper sich praktisch schon bewährt haben. Ihre Herstellung ist sehr schwierig; darüber hinaus muß
bei gleichzeitiger Innen- und Außenhalterung eine sehr große Verformungsarbeit durchgeführt werden,
die dann noch den Nachteil in sich trägt, daß die Stegflächen nicht parallel zueinander sind, sondern
zur Bewegung des Käfigs bei Oszillationen in einem Winkel zur Bewegungsrichtung des Käfigs liegen. Es
ist bekannt, daß der Käfig besonders ruhig.läuft, wenn die Stegwände planparallel zueinander sind, d. h. daß
bei radialer Bewegung des Käfigs dieser von den Rollen her keine zusätzliche Beanspruchung erfährt.
Zum Stande der Technik ist auszuführen, daß es bekannt ist, in zylindrische oder auch in konische
Wälzlagerkäfige die Fenster zur Aufnahme der Wälzkörper auszustanzen.
Bekannt ist es weiterhin. Fenster aus einem Rohrstück parallelwandig auszustanzen und die Stege anschließend
durch Stempel derart umzupressen, daß die Fenster im Querschnitt trapezförmige und gegebenenfalls
auch noch querseitig ausgebauchte Gestalt erhalten.
Claims (1)
1 06
Die genannten Käfige sind sämtlich dünnwandig usgeführt, so daß sich der Wälzkörper außerhalb des
Cäfigs befindet.
Bei einem Rollenkäfig hat man weiterhin vor- ;eschlagen, die Käfigfenster aus einem starkwandigen
ling auszustanzen und anschließend die fertigen '"enster durch Prägen zu bilden. Bei diesem Präge-
-organg tritt eine erhebliche Materialverformung ein, lie leicht zu Anrissen zwischen den Stirnringen und
Ien Stegen führt.
Erfindungsgemäß wird nun bei einem Verfahren ;um Herstellen von Wälzlagerkäfigen, insbesondere
sfadelkäfigen, mit Führung der Wälzkörper an plan- >arallelen Stegflächen im Teilkreis und Halterung der
lollkörper innerhalb des Teilkreises durch verengte fenster in Vorschlag gebracht, diejn bekannter Weise
:unächst mit kleinerer Breite als der Rollkörper durchnesser vorzugsweise durch Stanzen hergestellten
"enster durch Kalibrieren in radialer Richtung unter erzeugung planparalleler Flächen bis über den Teilcreis des Käfigs hinaus auf eine Breite zu bringen,
velche um das notwendige tangentiale Spiel der Rollcörper größer als der Rollkörperdurchmesser ist und
■vobei das in radialer Richtung beim Kalibrieren verlangte Material zur Bildung der radialen Halterungsvorsprünge für die Nadeln dient.
Bei dem Kalibrieren in radialer Richtung tritt neben ier Glättung der Oberfläche nur noch ein geringer
Material transport in radialer Richtung ein. Dieses in radialer Richtung verdrängte Material dient dann
»leichzeitig zur Bildung der radialen Halterungsvorsprünge für die Nadeln. Bei der geringfügigen
Materialverdrängung in radialer Richtung tritt nur eine verhältnismäßig kleine Beanspruchung der Stege
in radialer Richtung auf, so daß jede Gefahr einer Rißbildung zwischen den Stirnringen und den Stegen
beseitigt ist.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele für nach dem neuen Verfahren hergestellte Wälzlagerkäfige dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 einen Wälzlagerkäfig mit gestanzten Fenstern und glatter zylindrischer Außenfläche im Querschnitt mit einigen konzentrisch um den Umfang des
Käfigs angeordneten Kalibrierwerkzeugen in Seitenansicht.
Fig. 2 den Wälzlagerkäfig im Schnitt nach Linie II-II der Fig. 1,
Fig. 3 den Wälzlagerkäfig nach Fig. 1 nach erfolgter Kalibrierung im Querschnitt,
Fig. 4 einen Wälz lagerkäfig mit gestanzten Fenstern in profilierter Ausführung am Außenumfang im
Querschnitt,
Fig. 5 den Wälzlagerkörper nach Fig. 4 im Schnitt nachLinie V-V der Fig. 4,
Fig. 6 den Wälzlagerkörper nach Fig. 4 nach erfolgter Kalibrierung im Querschnitt.
Fig. 7 den Wälzlagerkäfig nach Fig. 6 mit eingelegten Wälzkörpern nach dem Verformen der
äußeren Halfevorsprünge im Querschnitt,
Fig. 8 einen Wälzlagerkäfig mit gestanzten Fenstern in profilierter Ausführung am Innenumfang
nach erfolgter Kalibrierung und nach Einlegen der Wälzkörper im Querschnitt,
Fig. 9 den Käfig im Schnitt nach Linie IX-IX der Fig. 8.
In den Figuren sind mit 1 der Käfig bezeichnet und mit 2 die Käfigfenster, deren Breite geringer ist als
530 j
4 j
in alle Fenster, gleichzeitig eindringen, sind nur drei dargestellt (Fig. 1). Die Breite dieser Prägewerkzeuge ist um das tangentiale Spiel und die Größe der
Rückfederung größer als der Wälzkörperdurchmesser. : Die Kalibrierwerkzeuge 4 sind an ihren Enden 5 mit :
Radien oder Fasen 6 versehen.
In Fig. 3 ist die Form des Käfigs gemäß Fig. 1 nach dem Kalibrieren durch die Kalibrierwerkzeuge 4 dargestellt. Die Stegflächen 7 haben die Form der Kalibrierwerkzeuge 4 angenommen. Das durch die Kali
brierwerkzeuge verdrängte Material ist zum Teil —zum Innenmantel des Käfigringes verdrängt und bildet dort die Haltekanten 8. Zum anderen Teil wird das
Material zur äußeren Mantelfläche verdrängt und bildet dort vorspringende Kanten 9. Die seitlichen
Begrenzungsflächen der Fenster erhalten somit einen vorwiegend ebenen Teil 10 zu beiden Seiten des Teilkreises des Käfigs und einen sich verengenden Teil 11
in der Nähe des inneren Mantels. Die zum Außenao mantel vorspringenden Kanten oder Spitzen 9 federn
nach dem Herausnehmen der Kalibrierwerkzeuge zum Teil zurück. Die Rückfederung kann so stark sein,
daß die Fensterbreite, gemessen am äußeren Mantel des Käfigs, kleiner ist als in der Nähe des Teilkreises,
as Damit wird erreicht, daß die Nadeln bereits ohne Verformung des Materials am Außenmantel auch
nach außen gegen Herausfallen gehemmt werden.
Diese Rückfederung kann durch eine geeignete Profilierung des Außenmantels begünstigt werden.
Fig. 4 und 5 zeigen ein Beispiel eines profilierten Käfigs. Der Außenmantel 12 ist, wie aus Fig. 5 hervorgeht, mit in radialer Richtung umlaufenden Rippen
13 versehen, welche spanabhebend oder spanlos geformt sein können. Da die Rückfederung des Materials in diesen dachförmigen Vorsprüngen am Mantel
für die Halterung allein vielfach nicht sicher genug ist, werden diese vorspringenden dachförmigen Rippen in bekannter Weise, z. B. durch Überwalzen
zusätzlich verformt, so daß der Abstand 14 (Fig. 7) mit Sicherheit kleiner wird als der Durchmesser der
Wälzkörper 15.
In Fig. 6 ist der profilierte Käfig gemäß Fig. 4 und 5 nach dem Kalibrieren durch die konzentrisch
arbeitenden Kalibrierwerkzeuge dargestellt. Es sind ebenfalls, wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3.
Haltekanten 17 und nach außen vorspringende Kanten 18 entstanden, die zur Halterung der Wälzkörper
dienen. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 7 sind die Wälzkörper IS eingelegt und die Haltevorsprunge
18 verformt, so daß die Wälzkörper 15 nicht herausfallen können.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 8 und 9 ist der innere Mantel 16 profiliert ausgebildet und mit
dachförmigen Vorsprüngen 19 versehen. Die Kalibrierung hat bei diesem Käfig von innen nach außen stattgefunden, und die vorstehenden Rippen 19 sind durch
Überrollen von innen her zusätzlich verformt worden, so daß sichere Halfevorsprünge 20 für die Nadeln 15
entstanden sind, die sie vor einem Herausfallen nach innen bewahren.
Patentanspruch:
Verfahren zum Herstellen von Wälzlagerkäfigen, insbesondere Nadelkäfigen, mit Führung
der Wälzkörper an planparallelen Stegflächen im Teilkreis und Halterung der Rollkörper innerhalb
des Teilkreises durch verengte Fenster, dadurch srekftnnzeichnet. daß die in bekannter Weise zu-
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