DE29906757U1 - Radbremse - Google Patents
RadbremseInfo
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Description
• ·
Radbremse
Die Erfindung betrifft eine Radbremse, insbesondere als Felgenbremse für ein
Leichtfahrzeug oder für ein Fahrrad, mit zwei ein Rad des Leichtfahrzeuges mit unteren Enden umgreifenden Bremsgabeln, die an den unteren Enden jeweils
zumindest eine Bremsbacke zur Erzeugung einer der Drehbewegung des Rades entgegengesetzten Bremskraft aufweisen, und mit einem Spreizelement, das
eine Betätigungskraft auf die Bremsgabeln zu übertragen vermag, wobei infolge der Betätigungskraft die Bremsgabeln relativ zueinander verschwenkbar und
die Bremsbacken gegen das Rad anstellbar sind.
Eine derartige Radbremse ist aus der DE-OS-38 28 715 bekannt. Bei der dort
beschriebenen Radbremse, einer Felgenbremse für ein Fahrrad, sind die Bremsbacken an zwei gegenüberliegenden, das Rad zwischen ihren unteren
Enden einschließenden Bremsgabeln angeordnet. Im unteren Bereich der Bremsgabeln weisen diese an der dem Rad zugewandten Seite die Bremsbacken
auf, die durch die Betätigungskraft gegen die Felge des Rades angestellt werden können. Hierzu sind die beiden Bremsgabeln in ihrem mittleren Bereich jeweils
an einem zentralen Trägerelement gelagert und können im oberen Bereich durch das Spreizelement auseinandergedrückt werden. Dies wiederum ergibt
ein Zusammendrücken des unteren Bereichs, wodurch dann die Bremsbacken an die Felge angestellt werden.
Das Spreizelement selbst ist von einem Hebelgetriebe gebildet, das aus vier
parallelogrammförmig aneinander angelenkten Einzelstäben besteht, deren Winkel zueinander durch einen über eine Betätigungsvorrichtung betätigbaren
Seilzug veränderlich ist. Durch eine Veränderung dieses Winkels wiederum erhöht sich die Breite des Parallelogramms, wodurch die Spreizwirkung erzielt
wird.
Diese bekannte Ausgestaltung der Radbremse weist zwei Achsen auf, an denen
jeweils eine Bremsgabel gelagert ist. Der Nachteil dieser Ausgestaltung besteht darin, daß durch Verschmutzungen oder sonstige Lagerwiderstände, beispielsweise
durch Korrosion, die Betätigungskraft ungleichmäßig auf die Bremsga-
bein verteilt werden kann. Dies hat zur Folge, daß sich die gesamte Radbremse
schiefstellt und zunächst ein einseitiges Ansetzen der Bremsbacken an die Felge erfolgt. Schließlich hat dies auch zur Folge, daß sich die Rückstellwirkung
der Bremse nach Lösen der Betätigungskraft nur einseitig auswirken kann, so daß eine der Bremsbacken nach wie vor an der Felge schleift, während die andere
Bremsbacke relativ zum gewünschten Normalfall um die doppelte Distanz zurückgezogen wird.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Radbremse liegt in dem verhältnismäßig
hohen konstruktiven Aufwand durch das scherenartig arbeitende Spreizelement einerseits und die doppelte Anlenkung der Bremsgabeln andererseits.
Hierzu sind eine Vielzahl von gelenkigen Verbindungen notwendig, die sowohl durch die Teilevielfalt als auch durch die aufwendige Montage die Kosten für
die Herstellung einer derartigen Radbremse erhöhen.
Aufgabe der Erfindung ist daher, eine Radbremse zu schaffen, die bei möglichst
geringem konstruktivem Aufwand ein gleichmäßiges Anstellen und Lösen der Bremsbacken ermöglicht.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Bremsgabeln
an einem zentralen, oberhalb des Rades angeordneten Drehlager gelenkig miteinander
verbunden sind und das Spreizelement oberhalb oder unterhalb des Drehlagers zwischen den Bremsgabeln angeordnet ist.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Radbremse mit nur einem mittig
angeordneten Drehlager kann leicht und einfach ein Schiefziehen der Radbremse bzw. der Bremsgabeln vermieden werden. Das oberhalb des Rades angeordnete
Spreizelement verteilt die Betätigungskraft gleichmäßig auf beide Radgabeln und bewirkt somit eine gleichmäßige Bremsverteilung auf beide Seiten
der Felge des Rades. Durch die Verwendung nur eines Drehlagers ist der konstruktive Aufwand für die Radbremse deutlich reduziert.
Die Bremsgabeln können überschneidend ausgebildet sein, das heißt jeweils die
Form einer Hyperbel aufweisen, die spiegelverkehrt übereinandergelegt und im
mittleren Bereich durch das Drehlager miteinander verbunden sind oder können
auch einen nach innen hervorspringenden mittleren Bereich aufweisen, der übereinandergelegt wird und zur Bildung des Drehlagers mit einem Bolzen verbunden
werden kann. In beiden Fällen bewirkt eine nach außen gerichtete, oberhalb des Drehlagers angreifende Spreizkraft eine Anstellung der Bremse.
Es ist jedoch auch möglich, das Spreizelement unterhalb des Drehlagers anzuordnen,
wobei dann durch die Betätigung der Bremse die Bremsgabeln zueinander
hingezogen werden und die Spreizwirkung zum Lösen der Bremse eingesetzt wird. In diesem Fall müssen die Bremsgabeln fest mit dem Spreizelement
verbunden sein, damit die zum Bremsen notwendige Kontraktion möglich ist.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist das Spreizelement von
einem senkrecht zur Drehachse des Rades beweglichen Keilelement gebildet.
Dieses Keilelement weist seitliche Keilflächen auf, die den Bremsgabeln, insbesondere
im oberen Endbereich, zugewandt sind und die Betätigungskraft der Bremse auf diesen Bereich der Bremsgabeln übertragen. Im Falle, daß das
Spreizelement oberhalb des Drehlagers angeordnet ist, verjüngt sich das Keilelement
in die dem Rad abgewandte Richtung, so daß ein Wegziehen des Keilelements
vom Rad ein Auseinanderdrücken der Bremsgabeln im Kontaktbereich mit dem Keilelement bewirkt. Besonders vorteilhaft ist daher, wenn die
Bremsgabeln in einer Längsführung mit dem Keilelement verbunden sind.
Hierzu kann zwischen dem Keilelement und den Bremsgabeln im Kontaktbereich
zum Beispiel eine Nut-Feder-Verbindung vorgesehen sein. Bevorzugt sind beispielsweise die seitlichen Keilflächen mit einer T-Nut versehen, in denen ein
von den Bremsgabeln nach innen hervorspringender Führungskopf geführt ist.
Durch diese Längsführung ergibt sich bereits eine weitgehende Festlegung der
Geometrie bzw. der Bewegungslinien der Bremsgabeln, so daß ein ungleichmäßiges Anziehen bzw. Rückstellen der Radbremse weitgehend vermieden ist.
Besonders bevorzugt ist es jedoch, daß das Keilelement zusätzlich in seiner Lage
senkrecht zur Drehebene des Rades fixiert ist und lediglich senkrecht zur Drehachse des Rades verschiebbar ausgeführt ist. In diesem Fall kann ein Ver-
schieben des Keilelements nur eine gleichmäßige Verteilung der Bremskraft auf
beide Bremsgabeln bewirken. Eine mögliche Ausgestaltung für eine derartige Lösung besteht beispielsweise aus einer Halterung, die von einem langgezogenen
Blech gebildet ist und als zweite Längsführung eine schlitz- oder langlochförmige
Ausnehmung aufweist, in der das Keilelement ebenfalls nach einem Nut-Feder-Prinzip geführt sein kann. Diese Halterung kann beispielsweise im
Falle eines Fahrrads parallel zur vorderen, vertikalen Rahmenstange angeordnet sein und mit der Gabel bzw. dieser Rahmenstange verbunden sein.
Die Beweglichkeit des Keilelementes kann durch Anschläge begrenzt sein, so
daß ein Herausrutschen der Nutelemente aus den Längsführungen der Keilelemente vermeiden wird. Eine derartige Wegbegrenzung kann auch an anderer
Stelle der Radbremse vorgesehen sein, beispielsweise im Bereich der zweiten Längsführung, wobei dann die Anschläge von den Enden dieser zweiten Längsführung
gebildet sein können. Die Radbremse wird bevorzugt über eine Schraubverbindung mit dem Fahrradrahmen verbunden. Zur zusätzlichen Befestigung
der Bremse am Fahrradrahmen kann die Halterung im unteren Bereich U-förmig umgebogen sein, so daß das Halteblech zusätzlich den mittigen
Bereich der Gabel zwischen Schutzblech und Gabelrahmen umfaßt. Das Drehlager für die beiden Bremsgabeln kann ebenfalls mit in diese Halterung
einbezogen werden, so daß beispielsweise die Bremsgabeln über einen Bolzen drehbar bzw. schwenkbar an der Halterung gelagert sind.
Die Betätigung der erfindungsgemäßen Radbremse erfolgt bevorzugt über einen
Seilzug, insbesondere über einen sogenannten Bowdenzug. Dieser kann zu einem Bremshebel am Lenkrad bzw. Lenker des Leichtfahrzeugs geführt sein, wo
er über einen Hebel spannbar ist. Durch die Spannung des Seilzugs wird das Keilelement in eine zum Rad entgegengesetzte Richtung gezogen, wobei die
schräg stehenden Keilflächen des Keilelements an den oberen Enden der Bremsgabeln entlanggleiten. Hierdurch wiederum werden diese auseinandergedrückt
und aufgrund der durch das Drehlager gegebenen Geometrie die Bremsbacken im unteren Bereich gegen die Felge des Rades angestellt.
Bei Nachlassen der Zugkraft des Seilzugs kann eine Rückstellfeder die Bremsgabeln
in ihre ursprüngliche Position zurückverlagern. Besonders bevorzugt ist hierbei, daß die Rückstellfeder auf das Keilelement wirkt, wobei durch eine
längs verschiebbare Verbindung zwischen Keilelement und Bremsgabeln hierdurch ebenfalls ein Rückstellen der Bremsgabeln in die Ausgangsposition bewirkt
wird.
Falls die Betätigung der Radbremse über einen Bowdenzug erfolgt, kann dieser
beispielsweise in einem Seilzuglager, das am Blech der Halterung vorgesehen sein kann, mit der Radbremse verbunden sein. Die Rückstellfeder kann dann
zwischen dem Seilzuglager und dem Keilelement angeordnet werden, bevorzugt
in Form einer Schraubenfeder, die um das aus der Seilummantelung herausragende Stahlseilende des Seilzugs herumgewunden sein kann. Dies bewirkt eine
knicksichere Führung der Schraubenfeder, die zusätzlich nur einer geringen Verschmutzungs- oder Beschädigungsgefahr ausgesetzt ist.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnungen.
In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Radbremse in gelöstem
Zustand,
Fig. 2 die Radbremse aus Figur 1 bei Anziehen des Seilzuges,
Fig. 2 die Radbremse aus Figur 1 bei Anziehen des Seilzuges,
Fig. 3 die Radbremse aus den Figuren 1 und 2 in angezogenem Zustand,
Fig. 4 eine Vorderansicht der Radbremse aus den Figuren 1 bis 3 ohne das
Keilelement,
Fig. 5 eine Draufsicht auf Radbremse aus Figur 4,
Fig. 6 eine Draufsicht auf ein Keilelement,
Fig. 6 eine Draufsicht auf ein Keilelement,
Fig. 7 eine Seitenansicht auf die in den Figuren 1 bis 5 dargestellte Radbremse
und
Fig. 8 eine Vorderansicht der Halterung aus Figur 7.
In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Radbremse in einer Vorderansicht dargestellt.
Die Radbremse wird von zwei Bremsgabeln 2, 2' gebildet, die im mittleren Bereich über ein Drehlager 4 miteinander verbunden sind. Hierzu sind die
Bremsgabeln 2, 2' im mittleren Bereich mit einem seitlich hervorspringenden Mittelteil versehen, das eine Bohrung aufweist, in die ein das Drehlager 4 bildender
Verbindungsbolzen einsetzbar ist.
Im unteren Bereich sind an den Bremsgabeln 2, 2' die Bremsbacken 3 angeordnet,
die beim scherenartigen Verdrehen der beiden Bremsgabeln 2, 2' relativ
zueinander gegen die Felge des schematisch dargestellten Rades 1 des Leichtfahrzeugs
anstellbar sind, und so eine der Drehbewegung entgegengesetzte Bremskraft erzeugen. Wie bei den bekannten Radbremsen ist auch hier die
Bremsbacke 3 über eine übliche Schraubverbindung mit der Bremsgabel 2, 2'
verbunden, so daß sie im Bedarfsfall leicht ausgetauscht werden kann. Im oberen Bereich sind die Bremsgabeln 2, 2' in Richtung eines als Spreizelement fungierenden
Keilelements eingezogen, so daß sich insgesamt eine Form der Bremsgabel 2, 2' ergibt, die im wesentlichen einer Drei bzw. einer umgekehrten
Drei ähnelt. Zusammengesetzt über das Drehlager 4 ergibt sich dann für beide Bremsgabeln 2, 2' in etwa die Form einer oben und unten geöffneten Acht.
Selbstverständlich sind die gezeigten Rundungen eine beispielhafte Ausgestaltung
und es können auch andere Formen der Bremsgabeln 2, 2' möglich sein.
Im oberen Bereich sind die Bremsgabeln, wie später noch deutlich werden wird,
mit einem nach innen hervorspringenden Führungselement versehen, das in Längsführungen 6 des Keilelements 5 geführt ist. Hierdurch ergibt sich eine
längs verschiebbare Lagerung der oberen Enden der Bremsgabeln 2, 2' an den
schrägen Keilflächen des Keilelements 5. Durch eine senkrecht zum Rad gerichtete
Bewegung des Keilelements 5 wird nun der obere Bereich der Bremsgabeln 2, 2' auseinandergedrückt und damit der untere Bereich mit den Bremsbacken
3 an die Felge angestellt. Gleichfalls wird durch Absenken des Keilelements 5 der obere Bereich wieder zusammengezogen und damit die Bremse gelöst. Um
dieses Rückstellen des Keilelements 5 bei nachlassender Betätigungskraft zu bewirken, ist eine Rückstellfeder 10 vorgesehen, die hier nicht gezeigt ist.
In den Fig. 2 und 3 ist die Radbremse während des Bremsvorgangs bzw. im
Falle eines Belagverschleisses dargestellt. Dabei zeigt Fig. 3 eine Extremposition
des Keilelements 5, bei dem hier die Bremsbacken 3 bereits in die Felge hineinragen
würden. Diese schematische Darstellung soll den Verschleißfall der Bremsbacken 3 symbolisch darstellen, also zeigen, daß auch bei nachlassender
Belagstärke der Bremsbacken 3 ausreichend Möglichkeit besteht, eine hinreichend hohe Bremskraft zu erzeugen.
In Fig. 4 ist die Bremse aus den Fig. 1 bis 3 in einer Einzelteilzeichnung dargestellt,
wobei hier das Keilelement 5 fehlt. Zu erkennen sind die nach innen von den Bremsgabeln 2, 2' hervorspringenden Führungselemente im Bereich des
Ansatzes des Keilelements 5, die bewirken, daß das Keilelement 5 in zur Keilfläche senkrechter Richtung an den Bremsgabeln 2, 2' gelagert ist. Die Führungselemente,
hier als Teil der ersten Längsführung mit 6 gekennzeichnet, sind von ballig ausgeführten Plättchen gebildet. Diese Balligkeit ermöglicht eine
leichte Drehung der Führungselemente innerhalb der T-Nut des Keilelements 5, die erforderlich wird, da sich im Verlaufe der Bewegung der Bremsgabeln
2, 2' diese relativ zu dem Keilelement 5 verdrehen.
In Fig. 5 ist die Radbremse aus Fig. 4 in einer Draufsicht gezeigt. Nicht dargestellt
ist hier die Halterung 8, das Rad 1 sowie das Führungselement 5. Die Bremsbacken 3 sind in Fig. 5 gestrichelt dargestellt. Im Bereich des Keilelements
5 sind die Bremsgabeln 2, 2' in einer Ebene angeordnet, um im darunterliegenden Bereich, dem Bereich des Drehlagers 4, gegeneinander zu verspringen,
damit sie sich im Lagerbereich überlappen können. Zur verdrehsicheren Befestigung der Bremsbacken 3 sind die Bremsgabeln 2, 2' im unteren Bereich
mit im dargestellten Fall nach unten hervorspringenden Haltezapfen versehen, an denen die Bremsbacken 3, beispielsweise über eine Schraubverbindung
gehalten sind. Bevorzugt sind in den Haltezapfen Langlöcher vorgesehen, so daß eine Längseinstellung der Position der Bremsbacken 3 möglich ist.
In Fig. 6 ist das Keilelement 5 in einer Einzelteildarstellung gezeigt. Es handelt
sich hier um eine Draufsicht, wobei zu beiden Seiten die Führungsnut erkennbar ist. In der Mitte weist das Keilelement 5 eine Bohrung auf, durch die der
Seilzug 9 hindurch geführt werden kann und auf der unteren Seite über ein
Haltemittel blockiert werden kann. Nach oben springt hier ein Führungszapfen hervor, der in einer zweiten Längsführung der Halterung 8 der Radbremse aufgenommen
werden kann.
In Fig. 7 ist dies in einer Seitenansicht der Radbremse, die in den Fig. 1 bis 5
dargestellt ist, zu erkennen. Die Halterung 7 besteht aus einem Blech, dessen unterer Bereich U-förmig mit ausgeprägten eckigen Kantenbereichen umgebogen
ist. Dieser Bereich umgreift bei einem Fahrrad die vordere Gabel zwischen den einzelnen Beinen der Gabel und dient so zusätzlich zu einer oberen
Schraubverbindung zur Befestigung der Radbremse am Fahrrad. Das Keilelement 5 ist mit seinem hervorspringenden Zapfen in einer zweiten Längsführung
8 der Halterung 7 geführt. Die Halterung 7 selbst kann beispielsweise aus
Stahlblech oder auch aus einem Federstahl gefertigt sein. Die Bremsgabel 2
weist in ihrem unteren Bereich einen nach rechts hervorspringenden Befestigungsbereich
für die Bremsbacke 3 auf. Diese ist in einem Langloch der Bremsgabel 2 über eine Schraubverbindung befestigt. Dies ermöglicht eine Höhenverstellung
der Bremsbacke relativ zur Drehachse des Rades 1 und somit eine Anpassung der Bremsbackenhöhe an verschiedene Felgendurchmesser.
Die Bremsgabel 2 ist im Drehlager 4 mit der hier nicht gekennzeichneten korrespondierenden
Bremsgabel 2' verbunden. Das Keilelement 5 kann zum Betätigen der Bremse über den Seilzug 9 nach oben gezogen werden. Dieser Seilzug
9 kann beispielsweise mit einem üblichen Handgriff oder einem sonstigen Betätigungsmittel
eines Fahrrades bzw. eines anderen Leichtfahrzeugs verbunden sein. Zum Rückstellen der Bremse ist zwischen der oberen Halterung des als
Bowdenzug ausgeführten Seilzugs 9 und dem Keilelement 5 eine Schraubenfeder angeordnet. Diese Rückstellfeder 10 ist um das aus der Seilummantelung
herausragende Stahlsein herum gewunden und wird so hierdurch knicksicher geführt.
In Fig. 8 ist die Halterung 7 aus Fig. 7 in einer Einzelteilansicht als Vorderansicht
dargestellt. Im mittleren Bereich weist sie die zweite Längsführung 7 auf, in der das Keilelement 5 nach Einsetzen mit seinem hervorspringenden Bereich
geführt ist. Die oberen und unteren Enden dieser zweiten Längsführung 7 bilden
einen Anschlag für das Keilelement 5, so daß auch bei herausgenommener Bremse bzw. vollständigem Belagverschleiß ein Herausrutschen der Führungselemente
aus den T-Nuten des Keilelements 5 unmöglich ist. Beim Entspannen der Bremse hat diese Wegbegrenzung den Vorteil, daß das gesamte Bremssystem
durch die Rückstellfeder 10 unter Spannung gehalten werden kann, ohne daß die Bremsbacken 3 zu weit von der Felge entfernt werden.
Bei einer aufwendigeren Ausgestaltung der Radbremse ist es möglich, diese
Längsführung 7 etwas länger auszugestalten und verschiebbare Anschläge vorzusehen,
die beispielsweise über Befestigungsschrauben in verschiedenen Positionen festgelegt werden können. Dies ergibt eine Einstellmöglichkeit der
Bremse, so daß unnötige Totwege bzw. verschiedene Felgendurchmesser bereits an der zweiten Längsführung 7 eingestellt werden können. Üblicherweise wird
es aber auch ausreichend sein, diese Einstellmöglichkeit durch eine Spannschraube
des Bowdenzüge, wie sie aus dem Stand der Technik bekannt ist, zu realisieren. Im oberen Bereich ist die Halterung 8 mit einer Bohrung versehen,
über die sie mit einer Schraube oder einer sonstigen formschlüssigen Verbindung mit dem Rahmen bzw. der Gabel des Fahrrads verbunden werden kann.
Zusätzlich zu dem unteren umgebogenen Bereich, der unten in die Gabel eingehängt
wird, ergibt sich hierdurch eine sichere Aufhängung und Befestigung der Radbremse.
Bezugszeichenliste:
Rad
| 2 | Bremsgabel |
| 2' | Bremsgabel |
| 3 | Bremsbacke |
| 4 | Drehlager |
| 5 | Keilelement |
| 6 | Längsführung zwischen Keilelement und Bremsgabel |
| 7 | Halterung |
| 8 | Zweite Längsführung in der Halterung |
| 9 | Seilzug |
| 10 | Rückstellfeder |
| 11 | Seilzuglager |
Claims (14)
1. Radbremse, insbesondere als Felgenbremse für ein Leichtfahrzeug oder für
ein Fahrrad, mit zwei ein Rad (1) des Leichtfahrzeuges mit unteren Enden umgreifenden Bremsgabeln (2,2'), die an den unteren Enden jeweils zumindest
eine Bremsbacke (3) zur Erzeugung einer der Drehbewegung des Rades (1) entgegengesetzten Bremskraft aufweisen, und mit einem Spreizelement,
das eine Betätigungskraft auf die Bremsgabeln (2,2') zu übertragen
vermag, wobei infolge der Betätigungskraft die Bremsgabeln (2,2') relativ zueinander verschwenkbar und die Bremsbacken (3) gegen das Rad (1) anstellbar
sind, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bremsgabeln (2,2') an einem zentralen, oberhalb des Rades (1) angeordneten Drehlager (4) gelenkig miteinander verbunden sind und das Spreizelement oberhalb oder unterhalb des Drehlagers (4) zwischen den Bremsgabeln (2,2') angeordnet ist.
die Bremsgabeln (2,2') an einem zentralen, oberhalb des Rades (1) angeordneten Drehlager (4) gelenkig miteinander verbunden sind und das Spreizelement oberhalb oder unterhalb des Drehlagers (4) zwischen den Bremsgabeln (2,2') angeordnet ist.
2. Radbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spreizelement
von einem senkrecht zu der Drehachse des Rades (1) beweglichen Keilelement (5) mit seitlichen Keilflächen gebildet ist.
3. Radbremse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsgabeln
(2,2') jeweils über eine Längsführung (6), insbesondere über eine Nut-Feder-Verbindung,
mit den Keilflächen des Keilelementes (5) verbunden ist.
4. Radbremse nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Keilelement (5) oberhalb des Drehlagers (4) angeordnet ist und die Keilflächen an der dem Rad (1) abgewandten Seite aufeinander zu laufen.
5. Radbremse nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Keilelement
(5) unterhalb des Drehlagers (4) angeordnet ist und die Keilflächen in Richtung des Rades (1) aufeinander zu laufen.
-2-
6. Radbremse nach Anspruch 2 oder nach Anspruch 2 und einem der Ansprüche
3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie zwei Anschläge aufweist, die Bewegung des Keilelementes (5) in zum Rad (1) senkrechte Richtung begrenzen.
7. Radbremse nach Anspruch 6 und Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Anschläge von jeweils einem Ende der Längsführung (6) gebildet sind.
8. Radbremse nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
sie zur Verbindung mit einem Rahmen des Leichtfahrzeuges eine Halterung (7) aufweist und das Keilelement (5) in einer zweiten Längsführung
(8) mit der Halterung (7) verbunden ist.
9. Radbremse nach Anspruch 8 und Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Anschläge von jeweils einem Ende der zweiten Längsführung (8) gebildet sind.
10. Radbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
das Spreizelement über einen Seilzug (9) mit einer vom Fahrer des Leichtfahrzeuges
bedienbaren Betätigungsvorrichtung verbunden ist, wobei eine Aktivierung der Betätigungsvorrichtung einen Zug des Seilzuges (9) bewirkt,
der das Spreizelement in die vom Rad (1) abgewandte Richtung zieht.
11. Radbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß sie eine Rückstellfeder (10) aufweist, die nach Betätigen der Radbremse die Bremsgabeln (2,2') in ihre Ausgangsposition zurückstellt.
12. Radbremse nach Anspruch 8, 9 oder 10 und Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Rückstellfeder (10) einerseits auf dem Keilelement (4) und andererseits auf der Halterung (7) abstützt.
13. Radbremse nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellfeder
(10) eine um den Seilzug (9) gewundene Schraubenfeder ist und der
Seilzug (9) ein Bowdenzug ist, dessen äußere Seilzugummantelung über ein
Seilzuglager (11) an der Halterung (7) gelagert ist, wobei die Rückstellfeder (10) zwischen dem Seilzuglager (11) und der Halterung (7) eingespannt ist.
14. Radbremse nach Anspruch 8 oder nach Anspruch 8 und einem der Ansprüche
9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (7) von einem langgezogenen Blech gebildet ist, das parallel zu der durch die Bremsgabeln
(2,2*) aufgespannten Ebene angeordnet ist und dessen unterer Bereich U-förmig
umgebogen ist, wobei der U-förmige untere Bereich einen Teil eines Rahmens des Leichtfahrzeuges, insbesondere eine Gabel eines Fahrrades,
umgreift.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29906757U DE29906757U1 (de) | 1999-04-16 | 1999-04-16 | Radbremse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29906757U DE29906757U1 (de) | 1999-04-16 | 1999-04-16 | Radbremse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29906757U1 true DE29906757U1 (de) | 1999-07-08 |
Family
ID=8072287
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29906757U Expired - Lifetime DE29906757U1 (de) | 1999-04-16 | 1999-04-16 | Radbremse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29906757U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20160016031A1 (en) * | 2014-07-18 | 2016-01-21 | Landscape Structures Inc. | Outdoor fitness resistance mechanism and housing |
-
1999
- 1999-04-16 DE DE29906757U patent/DE29906757U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20160016031A1 (en) * | 2014-07-18 | 2016-01-21 | Landscape Structures Inc. | Outdoor fitness resistance mechanism and housing |
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