DE29900704U1 - First- oder Gratentlüftungselement - Google Patents
First- oder GratentlüftungselementInfo
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Description
14.01.99 Gm1523 First-oder Gratentlüftungselement
Anmelder:
Mage GmbH
Werke für Kunststoff- und Metallverarbeitung
Rudolf-Diesel-Straße 12
D-72250 Freudenstadt
Vertreter:
Kohler Schmid + Partner
Patentanwälte GbR
Ruppmannstraße 27
D-70565 Stuttgart
Patentanwälte GbR
Ruppmannstraße 27
D-70565 Stuttgart
First- oder Gratentlüftungselement
Die vorliegende Erfindung betrifft ein First- oder Gratentlüftungselement mit einem Mittelteil,
dessen Auflagestreifen auf einer First- oder Gratlatte befestigbar ist, und dessen beidseitig
an den Auflagestreifen angrenzenden, luftdurchlässig ausgebildeten Mittelstreifen mit
äußeren Randstreifen verbunden sind, die auf eine Dacheindeckung auflegbar sind.
Ein derartiges First- oder Gratentlüftungselement ist beispielsweise aus dem Deutschen
Gebrauchsmuster G 94 16 291.3 bekanntgeworden.
Gm 1523 First- oder Gratentlüftungselement
First- oder Gratentlüftungselemente werden im Dachbereich verwendet, um den zwischen
der First- oder Gratlatte und den Dacheindeckungen verbleibenden Spalt abzudichten.
Dieser Spalt zwischen First- oder Gratlatte und Dacheindeckung verläuft rechts und links der
First- oder Gratlatte in Längsrichtung des Dachfirstes. Durch das First- oder Gratentlüftungselement wird das Eindringen von Regenwasser, Schnee, Ungeziefer oder
Unrat in den Dachinnenraum nach Möglichkeit verhindert. Gleichzeitig soll durch das Fristoder
Gratentlüftungselement auch eine ausreichende Entlüftung des Dachinnenraumes ermöglicht werden, um den Dachstuhl gegen fäulnisbedingte Beschädigungen zu schützen.
Das bekannte First- oder Gratentlüftungselement ist einstückig aus einem weichen,
offenzelligen Schaumstoff gefertigt. Durch seine fest vorgegebenen geometrischen
Abmessungen soll der Spalt zwischen Firstlatte und Dacheindeckung überbrückt werden.
Anschließend werden Firstziegel über dem Firstentlüftungselement angeordnet, so daß die
Randbereiche des Firstentlüftungselements abdichtend auf die Dacheindeckung gedrückt
werden.
Die Anbringung der Randstreifen des bekannten First- oder Gratentlüftungselements
gestaltet sich u.U. schwierig, weil die Randstreifen aus einem nachgiebigen Material
hergestellt sind, die auf der Dacheindeckung durch Klebemittel zusätzlich fixiert und
abgedichtet werden müssen. Insbesondere kann die Verlegung und Anbringung dieser
Randstreifen bei widrigen Witterungsbedingungen und sich auf der Dacheindeckung ansammelndem Schmutz oder Feuchtigkeit Schwierigkeiten bereiten.
Zur ohne Schwierigkeiten durchführbaren Verarbeitung eines First- oder
Gratentlüftungselements im Dachbereich wird ein First- oder Gratentlüftungselement
vorgeschlagen, dessen Mittelteil aus einer dünnwandigen Bahn, vorzugsweise einer
Metallfolie, besteht, und dessen Randstreifen aus einer formbaren Materialbahn, vorzugsweise Blei, bestehen, die im verformten Zustand aufgrund ihrer Eigenstabilität
dauerhaft an die Kontur der Dacheindeckung angepaßt ist. Das First- oder Gratbelüftungselement zeichnet sich durch eine mehrteilige Kombination von Materialien
oder Materialbahnen aus, die es erlaubt ein Mittelteil möglichst dünnwandig mit geringem
Gewicht aufzubauen und mit einem Randstreifen zu verbinden, der sich ohne zusätzliche
Hilfsmittel an der Dacheindeckung fixieren läßt. Die Randstreifen aus Blei oder einem
Gm 1523 First- oder Gratentlüftungselement
anderen Metall (Kupfer, Zink, Aluminium, Edelstahl) lassen sich der Kontur der
Dacheindeckung gut nachbilden. Der Mittelteil kann aus einer Metallfolienbahn oder einer
Kunststoffolienbahn hergestellt werden. Unter einer folienartigen Bahn wird erfindungsgemäß auch eine Bahn verstanden, die aus einem engmaschigen Gewebe nach
Art eines Filtergewebes aufgebaut. Dies kann beispielsweise ein Drahtgewebe mit Filamenten aus Kupfer, Zink, Aluminium oder Edelstahl sein. Die luftdurchlässige Ausbildung
ist hierbei in die Bahn integriert. Separate Luftdurchtrittsöffnung müssen nicht zusätzlich
ausgebildet werden.
Bei einer Ausführungsform ist der Auflagestreifen durch eine in Längsrichtung der First- oder
Gratlatte verlaufende Sicke von jeweils einem Mittelstreifen getrennt. Hierdurch entsteht eine
Art Scharnier, so daß der Auflagestreifen mit einem Randstreifen einen unterschiedlichen
Winkel einschließen kann. Unterschiedliche Ausrichtungen von Firstlatte zu Dachsparren
können kompensiert werden.
Eine stabile Verbindung zwischen einem dünnwandigen Mittelstreifen und einem
formstabilen Randstreifen kann dadurch unterstützt werden, daß der dem Auflagestreifen
abgewandte, seitliche Randbereich des Mittelstreifens einen abknickbaren Falz aufweist,
der mit einem ebenfalls abknickbaren Falz des Randstreifen verbindbar ist. Zusätzlich
können die aneinander anliegenden und/oder verpressten Falze verklebt, vernietet,
getackert oder auf ähnliche Weise miteinander verbunden sein.
Die Unterlegung eines Mittelstreifens mit einem luftdurchlässigen Vlies oder Gewebe führt zu
einer Verstärkung oder Versteifung des dünnwandigen Mittelstreifens und kann gleichzeitig
als Schutz dienen, um Luftdurchtrittsöffnungen derart zu verschließen, daß zwar Schmutz
oder Kleintiere nicht in den Dachinnenraum eindringen können, die Luftdurchlässigkeit aber
gewährleistet ist.
Zeichnung
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der schematischen Zeichnung dargestellt und
wird anhand der nachfolgenden Beschreibung erläutert. Die einzige Figur zeigt eine
dreidimensionale Ansicht eines im Dachbereich befestigten First- oder Gratentlüftungselements.
Gm1523 First- oder Gratentlüftungselement
Aus der Figur ist ersichtlich, wie ein Firstentlüftungselement 1 beispielsweise im Firstbereich
eines Dachstuhls angeordnet sein kann. Das Firstentlüftungselement 1 besitzt ein Mittelteil
2, das sich aus einem Auflagestreifen 2a und zwei Mittelstreifen 2b zusammensetzt, die sich
beidseitig des Auflagestreifens 2a an diesen in Richtung der Dacheindeckung 3 anschließen. Das Mittelteil 2 ist aus einer Metallfolie der Stärke 50 bis 300 &mgr;&iacgr;&tgr;&igr; hergestellt.
Alternativ kann auch eine Kunststoffolie, beispielsweise aus PVC, in Betracht kommen. Der
Auflagestreifen 2a besitzt Ausnehmungen 4, die vorgegebene Befestigungspositionen für
Nägel, Stifte oder dergleichen markieren. Dies erleichtert die exakte Fixierung des
Auflagestreifens 2a auf einer Firstlatte 5. Der Auflagestreifen 2a könnte an seiner Unterseite
auch selbstklebend ausgebildet sein. Das Mittelteil 2 weist beidseitig eine in Längsrichtung
der Firstlatte 5 verlaufende Sicke 6 auf, die eine Scharnierfunktion zur Ausrichtung der
Mittelstreifen 2b in unterschiedlichen Neigungswinkeln zum Auflagestreifen 2a erfüllt. Eine
Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten im Dachbereich kann stattfinden. Die Mittelstreifen 2b weisen Luftdurchtrittsöffnungen 7 auf, die unterschiedliche geometrische
Konturen besitzen und zu unterschiedlichen Mustern angeordnet sein können, um den
Dachstuhl zu entlüften. Die Mittelstreifen 2b können mit einem luftdurchlässigen Vlies,
Gewebe oder dergleichen unterlegt sein, um das Eindringen von Schmutz oder Kleintieren in
den Dachinnenbereich zu verhindern und gleichzeitig eine Entlüftung zu gewährleisten.
Im befestigten Zustand des Firstentlüftungselements 1 liegt das Mittelteil 2 mit einer
Unterseite 8 des Auflagestreifens 2a auf der Lattenoberseite 9 der Firstlatte 5 auf. Die
Mittelstreifen 2b sind mit plissierten, wellenförmigen Randstreifen 10 aus einem schweren
Metall, wie Blei, verbunden. Die Randstreifen 10 schmiegen sich aufgrund ihres Eigengewichtes gut an die Dacheindeckung 3 an und liegen nach ihrer Anpassung dauerhaft
formstabil auf der Dacheindeckung 3 auf. Die Randstreifen 10 können zusätzlich an ihrer
Unterseite 11 mit Klebemitteln versehen sein, so daß die Randstreifen 10 auf der
Dacheindeckung 3 verklebbar sind. Sowohl die Mittelstreifen 2b als auch die Randstreifen 10
sind in ihrem einander zugewandten Bereich umgeschlagen und mit Falzen 12 bzw. 13
versehen, die miteinander verquetscht und zusätzlich vernietet sind. Andere Verbindungsarten durch Verpressen und Klammern oder Tackern sind ebenso einsetzbar.
Die Außenluft kann in Strömungsrichtung 14 in Richtung Firstlatte 3 gelangen. Über die
Firstlatte 3 hinweg kann die Außenluft zur anderen Dachseite hinströmen. Die durch die
Luftdurchtrittsöffnungen 7 hindurchtretende, aufsteigende Luft kann daher mitgerissen und
abgeführt werden.
Gm1523 First- oder Gratentlüftungselement
Die Dacheindeckung 3 ist aus einzelnen Dacheindeckungsplatten gebildet und liegt auf
Dachlatten 15 und 16 auf. Die Dachlatten 15 und 16 sind an den Dachsparren 17 und 18
befestigt. Die Firstlatte 3 ist über den Dachsparren 17 und 18 mit Hilfe eines Firstlattenhalters 19 angeordnet.
Gm1523 First- oder Gratentlüftungselement
BEZUGSZEICHENLISTE
| 1 | Firstentlüftungselement |
| 2 | Mittelteil |
| 2a | Auflagestreifen |
| 2b | Mittelstreifen |
| 3 | Dacheindeckung |
| 4 | Ausnehmung |
| 5 | Firstlatte |
| 6 | Sicke |
| 7 | Luftd u rchtrittsöff &eegr; ung |
| 8 | Unterseite |
| 9 | Lattenoberseite |
| 10 | Randstreifen |
| 11 | Unterseite |
| 12 | Falz |
| 13 | Falz |
| 14 | Strömungsrichtung |
| 15 | Dachlatte |
| 16 | Dachlatte |
| 17 | Dachsparren |
| 18 | Dachsparren |
| 19 | Firstlattenhalter |
Gm 1523 First- oder Gratentlüftungselement
Claims (5)
1. First- oder Gratentlüftungselement (1) mit einem Mittelteil (2), dessen Auflagestreifen (2a)
auf einer First- oder Gratlatte (5) befestigbar ist, und dessen beidseitig an den
Auflagestreifen (2b) angrenzenden, luftdurchlässig ausgebildeten Mittelstreifen (2a,2b)
mit äußeren Randstreifen (10) verbunden sind, die auf eine Dacheindeckung (8) auflegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittelteil (2) aus einer dünnwandigen
folienartigen Bahn, vorzugsweise einer Metallfolienbahn, besteht, und daß die Randstreifen (10) aus einer formbaren Materialbahn, vorzugsweise Blei, bestehen, die im
verformten Zustand aufgrund ihrer Eigenstabilität dauerhaft an die Kontur der Dacheindeckung (8) angepaßt ist.
2. First- oder Gratentlüftungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Auflagestreifen (2a) durch eine in Längsrichtung der First- oder Gratlatte (5) verlaufende
Sicke (6) von jeweils einem Mittelstreifen (2b) getrennt ist.
3. First- oder Gratentlüftungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der dem Auflagestreifen (2a) abgewandte, seitliche Randbereich des Mittelstreifens
(2b) einen abknickbaren Falz (12) aufweist, der mit einem Falz (13) des Randstreifen
(10) verbindbar ist.
4. First- oder Gratentlüftungselement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
aneinander anliegenden und/oder verpressten Falze (12, 13) verklebt, vernietet, getackert
oder auf ähnliche Weise miteinander verbunden sind.
5. First- oder Gratentlüftungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mittelstreifen (2b) mit einem Vlies unterlegt sind.
Gm 1523 First- oder Gratentlüftungselement
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Publications (1)
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Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE29900704U Expired - Lifetime DE29900704U1 (de) | 1998-07-21 | 1999-01-16 | First- oder Gratentlüftungselement |
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|---|---|---|---|
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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