DE29820985U1 - Schubbewehrungselement zur Schubbewehrung von Stahlbetonplatten und Stahlbetonplatte - Google Patents
Schubbewehrungselement zur Schubbewehrung von Stahlbetonplatten und StahlbetonplatteInfo
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Description
Hans Frisch 20.11.1998
D-89343 Jettingen-Scheppach
Schubbewehrungselement zur Schubbewehrung von Stahlbetonplatten und Stahlbetonplatte
Beschreibung
Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einem Schubbewehrungselement zur Schubbewehrung von Stahlbetonplatten und von einer Stahlbetonplatte
nach der Gattung der Ansprüche 1 und 5.
Bekanntermaßen können bei abgestützen Stahlbetonplatten im Übergangsbereich zur Stütze Stanzeffekte auftreten, d.h. daß bei hoher
Last auf die Stahlbetonplatte die Stütze die Stahlbetonplatte wegen zu hoher Schubbeanspruchung durchstanzt. Die Rißlinien verlaufen
hierbei in der Stahlbetonplatte schräg von unten innen nach oben außen, so daß sich räumlich gesehen am oberen Ende der Stütze ein
sog. Ausstanzpilz bildet.
Aus dem Stand der Technik sind deshalb Stahlbetonplatten mit Schubbewehrungselementen bekannt, welche dem Ausstanzeffekt entgegenwirken
sollen. Ein gattungsbildendes Schubbewehrungselement ist in der DE 41 29 903 A1 beschrieben. Im Bereich der Stütze einer
Stahlbetonplatte werden dort Dübelleisten mit je einem horizontalen
Flachstahl verwendet, auf welchen in Abständen mehrere vertikale Kopfdübel mit ihrem freien Ende aufgeschweißt sind. Der Flachstahl
■ ··
liegt unter einer unteren Bewehrungslage der Stahlbetonplatte. Jeder
Kopfdübel hat einen Dübelkopf, welcher durch eine obere Bewehrungslage der Stahlbetonplatte ragt und einen länglichen, zylindrischen Dübelschaft,
welcher senkrecht zur horizontalen Mittelebene der Stahlbetonplatte angeordnet ist.
Das bekannte Schubbewehrungselement hat den Nachteil, daß der Herstellungs- und Montageaufwand für die Dübelleisten hoch ist,
weswegen diese Art von Schubbewehrung relativ teuer ist. Durch die vertikale Anordnung der Kopfdübel ist deren Länge durch die Deckendicke
begrenzt, wodurch sich eine nur eingeschränkte Verankerung im
Stahlbeton ergibt. Eine demgegenüber vorteilhafte schräge Anordnung
der Dübelleisten quer zu den zu erwartenden Rißlinien ist nur schwer zu realisieren, da die flachen Dübelköpfe die Bewehrungsstäbe dann
nicht mehr über- bzw. untergreifen können.
Demgegenüber ist es die Aufgabe der Erfindung, ein Schubbe
wehrungselement und eine Stahlbetonplatte zu schaffen, durch welche
eine billiger herzustellende und statisch vorteilhaftere Schubbewehrung gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß das Schubbewehrungselement ein C-förmiges Profil aufweist.
Vorteile der Erfindung
Das erfindungsgemäße Schubbewehrungselement mit den Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil, daß es aufgrund seiner
klammerartigen Form an den Bewehrungsstäben der oberen und/oder
unteren Bewehrungslage leicht eingehängt werden kann, wodurch sich
eine zuverlässige formschlüssige Verbindung mit diesen sowie eine besonders einfache und kostengünstige Montage ergibt. Aufgrund sei-
ner gekrümmten Geometrie*umgreift das Schubbewehrungselement
gemäß der Erfindung auch dann noch die Bewehrungsstäbe der oberen und/oder unteren Bewehrungslage, wenn es in der Stahlbetonplatte
schräg und im wesentlichen senkrecht zu den zu erwartenden Rißlinien eingebaut ist. Hierdurch kann es bei gegebener Deckendicke länger
ausfallen als bei vertikaler Anordnung, wodurch sich ein größeres
Kraftaufnahmevermögen und günstigere statische Eigenschaften ergeben.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im An
spruch 1 angegebenen Erfindung möglich.
Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung des Schubbewehrungselements
als einstückige C-Profi!schiene mit flächig ausgebildetem
Mittelsteg und mit flächig ausgebildeten Schenkeln, da dann die Lasten nicht als Punktlast, sondern als Flächenlast vom Schubbewehrungse
lement auf den Beton bzw. als Linienlast vom Schubbewehrungselement
auf die Bewehrungsstäbe der oberen und unteren Bewehrungslage übertragen werden. Zudem sind solche Profilschienen Standardteile
und als Strangware einfach und billig herzustellen.
Zeichnungen
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine seitliche Schnittdarstellung durch eine Stahlbetonplatte mit
Schubbewehrungslementen mit C-förmigem Profil gemäß der
Erfindung in einer bevorzugten Ausführungsform;
Fig.2 eine Vorderansicht eines Montagebügels zur Montage eines Schubbewehrungselements;
Fig. 3 eine isometrische Darstellung der bevorzugten Ausführungsform
des Schubbewehrungselements gemäß der Erfindung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
Die in Fig.1 dargestellte Stahlbetonplatte 1 gemäß der Erfindung ist in bekannter Weise mit einer oberen Bewehrungslage 2 und einer
unteren Bewehrungslage 4 versehen, welche jeweils durch ein Gitter aus Rundstäben 6 gebildet werden. Die Stahlbetonplatte 1 wird im
weiteren durch eine Stütze 8 abgestützt, welche senkrecht zur Mittelebene
10 der Stahlbetonplatte 1 verläuft. Bei einer zu hohen Deckenlast
neigt die Stütze 8 zum Durchstanzen durch die Stahlbetonplatte 1,
innerhalb welcher sich dann die in Fig.1 gut zu erkennenden Rißlinien 12 ausbilden.
Zur Schubbewehrung der Stahlbetonplatte 1 im Bereich der Stütze 8 sind in die Stahlbetonplatte 1 eingegossene Schubbewehrungselemente
16 mit einem C-förmigen Profil 18 vorgesehen. In der
bevorzugten Ausführungsform ist das C-förmige Profil 18 durch einen
ebenen Mittelsteg 20 und durch hiervon wegragende, bogenförmige
obere Schenkel 22 und untere Schenkel 24 charakterisiert. Alternativ
könnte das Schubbewehrungselement 16 auch eine gänzlich gebogene Form haben, indem der Mittelsteg ebenfalls gekrümmt ist. Die
Krümmung des Mittelstegs 20 kann hierbei größer oder geringer sein als die der Schenkel 22, 24. Im weiteren könnte das C-förmige Profil
18 auch aus einem einzigen Kreisbogen mit konstantem Radius bestehen.
Der Mittelsteg 20 ist im Bereich der Mittelebene 10 der Stahlbetonplatte
1 relativ zu dieser schräg angeordnet und der zwischen der Mittelebene 10 und dem Mittelsteg 20 des C- förmigen Profils 18 gebildete
Winkel &agr; liegt in einem Winkelbereich von 20 bis 70 Grad, vorzugsweise in einem Bereich von 38 bis 52 Grad. Wie aus Fig. 1 her
vorgeht, verlaufen die Mittelstege 20 der Schubbewehrungselemente 16 quer zu den zu erwartenden Rißlinien 12 in der Stahlbetonplatte 1
und vorzugsweise im wesentlichen senkrecht zu diesen.
Wie Fig.1 zeigt, ragt der untere Schenkel 24 des Schubbewehrungselements
16 durch die untere Bewehrungslage 4 der Stahlbetonplatte 1 hindurch, wobei er einen Querstab 28 der unteren Bewehrungslage
4 untergreift und an ihm einhakt. Demgegenüber übergreift der obere Schenkel 22 einen Montagebügel 30, welcher in Fig.2 in einer
Seitenansicht dargestellt ist. Der Montagebügel 30 weist an seinen beiden freien Enden jeweils einen Einhängeabschnitt 32 auf, welcher
jeweils durch einen Absatz von einer mittigen Überhöhung 34 getrennt
wird.
Ein solcher Montagebügel 30 ist in Einbaulage zwischen und senkrecht zu zwei benachbarten Längsstäben des Gitters der oberen
Bewehrungslage 2 angeordnet, wobei je ein Einhängeabschnitt 32
über den jeweiligen Längsstab seitlich hinausragt und ihn übergreifend
sich an ihm einhängt. Wie Fig.1 zeigt, ragt die mittige Überhöhung 34 des Montagebügels 30 dann nach unten. In die Überhöhung 34 wird
der obere Schenkel 22 des Schubbewehrungselements 16 eingehängt, so daß hiermit eine Verbindung zwischen dem Schubbewehrungsele
ment 16 und der oberen Bewehrungslage 2 hergestellt ist. Durch den
Montagebügel 30 wird die Montage der Schubbewehrungselemente zwischen der oberen und unteren Bewehrungslage 2,4 wesentlich erleichtert,
da dieser relativ zu den benachbarten Längsstäben der obe-
ren Bewehrungslage 2 leicht dreh- und verschiebbar ist. Zudem kann
durch den Montagebügel 30 je nach Höhenabstand der Überhöhung 34 von den Einhängeabschnitten 32 eine Höhenanpassung an unterschiedliche
Dicken der Stahlbetonplatte 1 erfolgen.
Bei Belastung der Stahlbetonplatte 1 werden die Kräfte vom
Querstab 28 der unteren Bewehrungslage 4 auf den unteren Schenkel 24 des Schubbewehrungselements 16, über dessen Mittelsteg 20 auf
dessen oberen Schenkel 22 und von dort auf den Montagebügel 30 übertragen, welcher die Kräfte wiederum auf die beiden benachbarten
Längsstäbe der oberen Bewehrungslage 2 leitet. Damit ist durch das
Schubbewehrungselement 16 und den Montagebügel 30 eine formschlüssige
Verbindung zwischen der oberen und der unteren Bewehrungslage 2,4 der Stahlbetonplatte 1 gegeben.
Alternativ kann auf einen Montagebügel 30 verzichtet werden, wobei dann der obere Schenkel 22 des Schubbewehrungselements
die obere Bewehrungslage 2 direkt übergreift und sich an einem ihrer
Querstäbe einhakt. Im weiteren könnte der Montagebügel 30 aber auch ohne direkte Verbindung zur oberen Bewehrungslage 2 in den
Beton eingegossen werden.
Das Schubbewehrungselement 16 ist vorzugsweise als Ab
schnitt einer Schiene 38 mit C- förmigem Profil 18 ausgebildet, wie aus
der isometrischen Darstellung von Fig. 3 hervorgeht. Hierbei sind sowohl der Mittelsteg 20 wie auch der obere und der untere Schenkel 22,
24 flächig ausgebildet. Deswegen wird die Last zwischen den Schenkein
22, 24 und den Rundstäben der oberen und Bewehrungslage 2,
in Form einer Streckenlast übertragen. Demgegenüber findet zwischen
den Schenkeln 22, 24 und dem sie umgebenden Beton eine flächige Lastübertragung statt. Alternativ kann das C- förmige Profil 18 auch
aus einzelnen Rund- oder Flachstählen zusammengesetzt sein und eine flache, im wesentlichen zweidimensionale Strukur bilden. Es können
auch mehrere solcher flacher C-Profilstrukturen parallel und mit Querabstand zueinander angeordnet und durch Querstäbe miteinander
verbunden sein. In einem solchen Fall ergibt sich dann eine drei
dimensionale Struktur mit C-förmigem Profil.
Wie anhand von Fig.1 und Fig.3 zu sehen, weisen die C-Profile
18 an den freien Enden der Schenkel 22, 24 Haltenasen 40 auf, welche
zusätzlich verhindern, daß die Schubbewehrungselemente 16 bei Belastung von den Rundstäben 6 der unteren Bewehrungslage 4 oder
von den Montagebügeln 30 rutschen. Alternativ können die Schubbewehrungselemente
16 auch ohne Haltenasen 40 ausgeführt sein.
Claims (5)
1. Schubbewehrungselement zur Schubbewehrung von Stahlbetonplatten (1) im
Bereich von Stützen (8) oder Auflagern, dadurch gekennzeichnet, daß es ein C-förmiges Profil (18) aufweist.
2. Schubbewehrungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das das C-förmige Profil (18) einen ebenen Mittelsteg (20) beinhaltet, von welchem zwei gebogene Schenkel (22, 24) wegragen.
3. Schubbewehrungselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das C- förmige Profil (18) eine einstückige Profilschiene (38) mit flächig ausgebildetem
Mittelsteg (20) und flächig ausgebildeten Schenkeln (22, 24) ist.
4. Schubbewehrungselement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die freien Enden der Schenkel (22, 24) mit Haltenasen (40) versehen sind.
5. Stahlbetonplatte enthaltend ein Schubbewehrungselement nach einem der
Ansprüche 1 bis 4.
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| Country | Link |
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1055784A1 (de) * | 1999-05-27 | 2000-11-29 | SCHÖCK BAUTEILE GmbH | Bauelement zur Schubbewehrung |
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| CH707571A1 (fr) * | 2013-02-12 | 2014-08-15 | Ancotech Ag | Système de renforcement contre le poinçonnement avec des tiges ou des barres transversales ayant des têtes d'ancrage. |
-
1998
- 1998-11-24 DE DE29820985U patent/DE29820985U1/de not_active Expired - Lifetime
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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