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PASSAVANT - WERKE AG D - 65322 AARBERGEN
Leichtflüssigkeitsabscheider
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Leichtflüssigkeitsabscheider
Die Erfindung betrifft einen Leichtflüssigkeitsabscheider nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Bekannt sind Leichtflüssigkeitsabscheider für in dispergierter Form verunreinigte Abwasser,
die nach dem Beruhigungsprinzip arbeiten, mit einem durchströmten Koaleszenzeinsatz,
der eine Koaleszenz der im Abwasser vorhandenen feinst dispergierten Leichtflüssigkeiten
unterstützt, die an die Oberfläche des Abscheiderinhaltes steigen und von dort abgezogen werden.
Neben den Leichtflüssigkeiten enthalten Abwasser auch Feinschlammteile, die überwiegend
an den Leichtflüssigkeitstropfen angelagert sind. Da diese Aggregate nicht abgeschieden
werden, lagern sie sich an der Oberfläche des Koaleszenzeinsatzes ab. Um einen zulaufseitigen Stau zu vermeiden, müssen die Koaleszenzeinsätze von Zeit zu Zeit
gereinigt werden. Der Spülschlamm muß aufgefangen und anschließend entsorgt oder
der Abscheideranlage wieder zugeführt werden.
Außer der kompletten Entnahme des Koaleszenzeinsatzes bei übermäßiger Belegung
seiner Oberfläche und Reinigung außerhalb des Abscheidebeckens, wie in der DE-U 90
15 291 beschrieben, sind Koaleszenzeinsätze bekannt, die im eingebauten Zustand durch Rückspülung gereinigt werden. So zeigt die DE-A 40 01 921 einen im Koaleszenzeinsatz
eingebetteten, sich über dessen Fläche in Windungen erstreckenden Spülschlauch auf, der aus perforiertem Material besteht und an eine Spülmittelfördereinrichtung
angeschlossen ist.
Ein Koaleszenzeinsatz hohlzylindrischer Bauform, der koaxial über einen den Schwimmer
führenden Innenkäfig gestreckt ist, wird in der DE-C 44 21 498 beschrieben. Die vertikalen
Stäbe des Innenkäfigs sind als Rohre ausgebildet, die auf ihrer Länge mit radial nach
außen gerichteten Düsen ausgerüstet sind. Über ein Verteiler-Ringrohr werden die
vertikalen Rohre und damit die Düsen mit einem Rückspülmittel versorgt.
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Die Aufgabe des Rückspulens des Koaleszenzeinsatzes ohne die zusätzliche Zuführung
von Frischwasser wird bei dem Leichtflüssigkeitsabscheider mit den Merkmalen des
Oberbegriffs des Schutzanspruchs 1 durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des
Schutzanspruchs 1 gelöst. Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist in den
Ansprüchen 2 bis 4 angegeben. Die Weiterbildung nach den Ansprüchen 2 bis 4 ermöglicht
die Rückspülung des Koaleszenzeinsatzes vollautomatisch durchzuführen und den dabei anfallenden Spülschlamm direkt abzutrennen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Fig. 1 bis 5 erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Leichtflüssigkeitsabscheider mit Koaleszenzeinsatz im Vertikalschnitt
Fig. 2 einen Rückspüleinsatz zu Fig. 1 in perspektivischer Darstellung
Fig. 3 Schnitt A-A nach Fig. 1
Fig. 4 Einzelheit X nach Fig. 1
Fig. 5 Einzelheit Y nach Fig. 1
In der Fig. 1 ist ein nach bekanntem Wirkprinzip arbeitender Leichtflüssigkeitsabscheider
1 mit Abwasserzulauf 11 und Reinwasserablaufrohr 12, in dessen Einlauföffnung ein
Ventilsitz 5 für den Schwimmerverschluß 4 integriert ist, dargestellt. Der Schwimmer 4
wird durch einen Käfig 3 geführt, der gleichzeitig der Aufnahme eines hohlzylindrischen
Koaleszenzeinsatzes 2 dient. Dieser Koaleszenzeinsatz 2 ist somit dem Ventilsitz 5
vorgeordnet. Die vertikalen Stäbe des Käfigs 3 sind beispielhaft, wie in Fig. 2 erkennbar,
als Rohre 6 ausgebildet, die über ihre Länge verteilt mit zum Koaleszenzeinsatz 2
weisenden Düsen 7 ausgestattet sind. Über eine Spülmittelleitung 9, dem die Rohre 6
verbindenden Verteilungsringrohr 8 und den Düsen 7 wird dem Koaleszenzeinsatz 2, in
Fig. 3 und Fig. 4 durch Pfeile 14 dargestellt, Spülmittel unter Druck zugeführt, so daß
Ablagerungen im/am Koaleszenzeinsatz 2 nach außen geschwemmt werden.
Das Rückspülmittel, hier Wasser, wird durch eine Tauchpumpe 10 in einer weitgehend
verschmutzungsfreien Zone des Abscheiders 1 entnommen und der Rückspüleinrichtung
6; 7; 8; 9 zugeführt. Diese Tauchpumpe 10 ist mit Trockenlaufschutz und nicht dargestelltem
Ansaugfilter ausgestattet. Um den Zeitpunkt des Rückspulens von menschlichen
Unzulänglichkeiten unabhängig zu machen, wird zulaufseitig am Koaleszenzeinsatz 2 ein
so Sensor 13 angeordnet, der einen durch Belegung des Koaleszenzeinsatzes 2 verursach-
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ten Stau anzeigt. Beispielhaft ist dafür ein Schwimmerschalter 13 eingesetzt, der mit einer
nicht dargestellten akustischen und/oder optischen Signalanlage verbunden ist. Bei
einem durch Belegung des Koaleszenzeinsatzes 2 verursachten Stau (Fig. 5 b), steigt
zuführseitig durch weiter nachströmendes Abwasser der Flüssigkeitspegel an, so daß
durch den Schwimmerschalter 13 die Signalanlage angesteuert wird, die Alarm gibt, um
die Tauchpumpe 10 manuell einzuschalten, wodurch die Rückspüleinrichtung 6; 7; 8; 9
mit Wasser beaufschlagt wird. Nach dem abgeschlossenen Rückspülvorgang wird die Tauchpumpe 10 wieder abgeschaltet. Der Schwimmerschalter 13 nimmt Normallage ein
(Fig. 5 a).
Denkbar wäre auch ein direktes Ansteuern der Tauchpumpe 10 durch den Schwimmerschalter
13, ggf. in Kombination mit einem Signalgerät. Die Dauer der Stromzufuhr zur
Tauchpumpe 10 wird z. B. über eine Zeitschaltuhr geregelt. Ein unter dem Koaleszenzabscheideir
2 angeordneter Schlammfang 15 ermöglicht ein vollautomatisches Rückspülen
des Koaleszenzeinsatzes.
Außerdem kann zur Tauchpumpe 10 eine nicht dargestellte Wasserstrahlpumpe zwecks
zusätzlichem Lufteintrag in die Spülflüssigkeit zugeschaltet werden.
Vom Anwendungsgebiet her sind die erfindungsgemäßen Merkmale auch bei anderen
nicht in dem Ausführungsbeispiel dargestellten Abscheidern mit Koaleszenzeinsatz
einsetzbar.