DE29817791U1 - Halter für Handwerkzeuge, insbesondere Schneidwerkzeuge, wie Entgrater o.dgl. - Google Patents
Halter für Handwerkzeuge, insbesondere Schneidwerkzeuge, wie Entgrater o.dgl.Info
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- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
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Description
Halter für Handwerkzeuge, insbesondere Schneidwerkzeuge, wie Entgrater oder dgl.
Es sind Handwerkzeuge bekannt, die hauptsächlich zum Entgraten
von Werkzeugkanten oder dgl. benutzt werden. Sie bestehen aus einem Handgriff, in dem mittels einer Verriegelung ein
Halterschaft längenveränderlich geführt ist. Am Ende des 5 Halterschafts befindet sich eine axiale Bohrung, in die ein
Werkzeugschaft eines Entgratungswerkzeuges eingesetzt werden
kann. Das meist kurbeiförmig ausgebildete Entgraterwerkzeug weist eine Schneidklinge auf, die sich bezüglich ihres
Schneidwinkels selbsttätig einstellt, wenn sie längs der zu
10 entgratenden Werkzeugkante gezogen wird. Diese Schneidklinge ist drehbar in die Aufnahmebohrung eingesetzt und wird dort
von einer Kugelverriegelung gehalten, die mittels einer Hülse blockiert und lösbar ist. In den Halter bzw. den Griff können
auch andere Werkzeuge, wie Reißnadeln, Schaber, Senker etc.,
15 eingesetzt werden. Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, nahe dem Ende des Halters auch eine Querbohrung vorzusehen,
in die eine Klinge drehbar und verriegelbar einsetzbar ist.
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Diese Werkzeuge arbeiten sehr gut. Sie sind in verschiedenen Klingenformen und -größen für die unterschiedlichen Bearbeitungszwecke
erhältlich, wobei der Griff meist zur Aufbewahrung der unterschiedlichen Klingen dient.
AUFGABE UND LÖSUNG
Aufgabe der Erfindung ist es, den Einsatzbereich eines solches Handwerkzeugs zu erweitern und seine Anwendung zu
verschiedenen Zwecken zu erleichtern und zu vereinfachen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der Halter für Handwerkzeug, insbesondere Schneidwerkzeuge,
wie Entgrater oder dgl., mit einem Halterschaft versehen ist, in dem nebeneinander zwei zueinander parallele Aufnahmebohrungen
für Werkzeugschäfte von Werkzeugen vorgesehen sind, in deren Bereich mindestens eine lösbare, mit den Werkzeugschäften
zusammenwirkende Verriegelung vorgesehen ist.
Die Anordnung zweier im wesentlichen zueinander paralleler Aufnahmebohrungen im Halter, bei dem es sich vorzugsweise um
einen in einen Handgriff einsetzbaren Schaft handelt, der aber auch vom Handgriff selbst gebildet sein könnte, ermög-0
licht eine große Variationsbreite der Einsatzmöglichkeiten. So können die Aufnahmebohrungen unterschiedliche Längen
und/oder Durchmesser aufweisen. Dadurch ist es möglich, Klingen oder andere Werkzeuge unterschiedlicher Größe, d.h.
unterschiedlicher Schaftdurchmesser und Schaftlängen, entweder einzeln oder gleichzeitig in den Halter einzusetzen und
sie einzeln, wahlweise oder auch gleichzeitig zu benutzen. Für den gleichzeitigen Einsatz können die Aufnahmen auch
gleich sein. In jedem Falle kann beispielsweise eine Entgratungsklinge und eine Reißnadel in je eine der Aufnahmebohrun-0
gen eingesetzt sein, wobei sie sich kaum behindern, da die
Reißnadel über die Entgraterklinge hinwegragen kann und die Entgraterklinge ohnehin zum Arbeiten nur einen begrenzten
Kippwinkel benötigt.
Besonders vorteilhaft ist die Benutzung zweier Werkzeuge simultan, beispielsweise zweier gleichartiger Entgrater, die
jedoch unter Umständen für Rechts- und Links-Benutzung besonders angeschliffen sind. Auf diese Weise ist es möglich,
zwei Werkzeugkanten, beispielsweise die beiden Kanten am Rand einer Platte oder bei einem Rohr die Innen- und Außenkanten
an einer Stirnseite, gleichzeitig zu entgraten. Für solche Aufgaben gibt es zwar bereits Entgrater mit V-förmig zueinander
stehenden Schneiden. Hier handelt es sich jedoch um feste Platten mit entsprechendem V-Einschnitt, die bezüglich des
Schneidwinkels von Hand genau geführt werden müssen, da sie nicht selbsteinstellend sind. Die Erfindung schafft die
Möglichkeit, gleichzeitig zwei Kanten mit einem selbsteinstellenden Entgratwerkzeug zu bearbeiten.
Die Verriegelung kann in üblicher Weise nach Art einer Kugel-Verriegelung
arbeiten, d.h. mit einer in einer Bohrung des 0 Halterschafts geführten Kugel, die durch ein Fenster in die
Aufnahmebohrung hineingreifen kann und dort den Werkzeugschaft in einer umlaufenden Nut festlegt, wenn sie sich an
der Innenseite einer Verriegelungshülse abstützt. Wenn diese Hülse so verschoben wird, daß sie in den Bereich einer
Ausnehmung kommt, dann gibt sie den Werkzeugschaft frei.
Diese Verriegelung ist, insbesondere bei bestimmungsgemäß in der Aufnahmebohrung drehbaren Werkzeugen, nur in Axialrichtung
wirksam, ermöglicht also die freie Drehung. Wenn jedoch statt einer umlaufenden Ringnut am Werkzeugschaft nur eine
0 Ausnehmung vorgesehen ist, die nicht den Umfang umgreift, dann kann ein Werkzeug auch in Drehrichtung festgelegt sein.
Die Erfindung ermöglicht allerdings für diesen Fall eine noch bessere und sicherere Festlegung, indem nämlich ein bestimmungsgemäß
nicht drehbares Werkzeug, beispielsweise ein Schaber, an seinem Schaftende einen Doppelschaft oder nur
einen Vorsprung parallel zu seinem eigentlichen Schaft besitzt. In diesem Falle könnte z.B. der eine Schaft mit
einer Verriegelung zusammenwirken, während der andere Schaft in die dazu im wesentlichen parallele zweite Aufnahmebohrung
hineingreift und lediglich eine Drehsicherung darstellt.
Die Verriegelung ist vorzugsweise mit zwei kugelförmigen Verriegelungskörpern versehen, die, abhängig von der axialen
Lage der Verriegelung, auch in axialem Abstand voneinander vorgesehen sein können. Vorzugsweise kann aber die Hülse, die
sie sichert, so ausgelegt sein, daß sie gleichzeitig beide Verriegelungen in Verriegelungs- und/oder Öffnungsstellung
bringt. Es ist jedoch auch möglich, beide Werkzeugschäfte mit einem gemeinsamen Verriegelungskörper festzulegen, der durch
entsprechende Fenster in beide Aufnahmebohrungen hineinragt.
Die gesonderte Anordnung von Verriegelungskörpern und auch 0 der axiale Abstand voneinander ist jedoch sehr vorteilhaft,
wenn es darum geht, den Halter mit geringstmöglichen Durchmesserabmessungen herzustellen. In diesem Falle können die
Aufnahmebohrungen auf einer Durchmesserlinie des kreiszylindrischen Halters angeordnet sein und nur sehr geringen
5 Abstand voneinander und vom Außenumfang haben. Die durch die Aufnahmen der Verriegelungskörper gebildete Schwächung des
Halters ist dann über die Länge verteilt und wirkt sich nicht stabilitatsschadigend aus. Wenn es jedoch nicht auf einen
geringen Durchmesser des Halters ankommt, so könnte zusätz-0 lieh auch eine Quer-Aufnahmebohrung vorgesehen sein, die
beispielsweise zwischen den beiden parallelen Aufnehmebohrun-
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gen hindurchläuft. Auch sie könnte ggf. von denselben Verriegelungskörpern
festgelegt werden.
Üblicherweise wurden die Verriegelungshülsen bei derartigen Werkzeugen federbelastet ausgeführt, d.h. eine interne Feder
drückte die Hülse in die Verriegelungsstellung. Dies erfordert das Einsetzen einer Feder und Mittel zur axialen Wegbegrenzung
der Hülse, also beispielsweise einen festen Sprengring. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann hier ein
Teil eingespart werden, indem die Hülse in ihrer Verriegelungs- und Freigabestellung rastend festgelegt ist. Dies kann
durch einen z.B. federnden Sicherungsring an der Hülse geschehen, der in benachbarte Nuten des Halterschafts eingreift,
zwischen denen ein Rastvorsprung vorgesehen ist, über den der Sicherungsring unter Aufbringung einer Betätigungskraft
geschoben werden muß. Außer einer Vereinfachung des Aufbaus ergibt sich dadurch der Vorteil, daß die Hülse auch
in ihrer Öffnungsstellung festgelegt ist, also nicht von Hand festgehalten werden muß, wenn die Werkzeuge eingeführt
werden. Es wäre auch möglich, die Hülse so auszubilden, daß 0 sie je eine gesonderte Freigabeposition für jede einzelne
Aufnahmebohrung einnehmen kann. Dazu könnten beiderseits einer mittleren Nut, die die Verriegelungsposition bestimmt,
je eine durch einen Rastvorsprung davon getrennte Nut für die jeweilige Freigabestellung vorgesehen sein.
5 Es ist jedoch auch möglich, die Verriegelungshülse federbelastet
auszuführen oder mit einem Rastmechanismus anderer Art
zu versehen bzw. zusätzlich zu dem federnden Sicherungsring einen festen Springring oder eine Bördelung zur unverlierbaren
Anbringung der Hülse auf dem Halter zu verwenden.
0 Es ist bereits vorgeschlagen worden, bei einem Entgrater je eine Aufnahmebohrung an jedem Ende des Handgriffs vorzusehen.
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Bei dieser Anordnung stört jeweils das zum Benutzer gewandte Werkzeug. Wenn es allerdings darum geht, nur unterschiedliche
Aufnahmedurchmesser oder -formen vorzusehen, so könnte dies auch bei der vorliegenden Erfindung vorgesehen werden, indem
beispielsweise eine dritte oder vierte Aufnahmebohrung auf der Rückseite des Halters oder Handgriffs vorgesehen wird.
Generell wäre es aber auch möglich, auch an einem Ende drei oder mehr zueinander parallele Aufnahmebohrungen vorzusehen,
von denen dann zwei auch simultan benutzt werden könnten.
Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei
die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform
der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen
darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie
Zwischen-Überschriften beschränkt die unter diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
0 KURZBESCHREIBUHG DER ZEICHNUNGEN
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine teilgeschnittene und teilweise abgebrochene Seitenansicht eines Handwerkzeugs in
5 vergrößertem Maßstab,
Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie II in Fig. 1 in Verriegelungsstellung und
Fig. 3 entsprechende Darstellungen in Freigabe-
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und 4 stellung, d.h. in geöffnetem Zustand der Verriegelung.
Die Zeichnungen zeigen ein Handwerkzeug 11, das wegen seiner hauptsächlichen Verwendung meist als Entgrater bezeichnet
wird. Es besteht aus einem Handgriff 12, einem Halter 13 und Werkzeugen 14, 15. Der Handgriff ist langgestreckt zylindrisch
und innen hohl, so daß der Schaft 16 des Halters 13 in ihn hineinragt und dort mittels einer Verriegelung 17 längeneinstellbar
festzulegen ist, und zwar sowohl in Axial- wie auch in Drehrichtung. Der Halter besteht aus dem Schaft 16,
an dessen in den Handgriff hineinragendem Teil ggf. Verriegelungsausnehmungen vorgesehen sind (nicht dargestellt), und
einer Verriegelung 18. Diese weist eine Verriegelungshülse und zwei Verriegelungskorper 20, 21 auf, die in Form von
Stahlkugeln ausgebildet sind. Die auf dem Außenumfang des Halterschaftes 16 angeordnete und axial verschiebbare Hülse
hat an ihrer Innenseite, jeweils passend zur Lage der Verrie-0 gelungskörper 20, 21, Ausnehmungen 2 2 in Form umlaufender
Innennuten. Am unteren Ende weist die Hülse eine Ringausnehmung 23 auf, in der ein federnder Sicherungsring 24, beispielsweise
ein offener Drahtring aus Federmaterial, liegt. Er greift federnd in Nuten 26, 27 am Außenumfang des Halter-5
schafts ein (besser zu erkennen in Fig. 3), zwischen denen eine Erhebung 28 vorgesehen ist, die so bemessen ist, daß der
Sicherungsring in seiner Nut 23 unter Axialkraft so weit aufgeweitet werden kann, daß er sie überspringt. Dagegen sind
die Nuten so tief, daß der Sicherungsring bei normaler 0 Betätigung daran gehindert ist, den Bereich der Doppelnuten
26, 27 zu verlassen, so daß die Hülse über diesen Bereich hinaus auf den Schaft verschoben werden würde.
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In dem Halter 18 sind zwei zueinander parallele oder zumindest
im wesentlichen parallele zylindrische Aufnahmebohrungen 30, 31 vorgesehen. Sie verlaufen auch parallel zur Mittelachse
des Halters, und ihre Achsen sind auf einer Durchmesserlinie des Halterschafts 16 angeordnet, so daß der Halterschaft
keinen wesentlich größeren Durchmesser zu haben braucht als die Summe der Durchmesser der Aufnahmebohrungen.
In unterschiedlichen axialen Abstand vom oberen Ende des Halters sind im Halterschaft Sackbohrungen 32 vorgesehen,
deren Achsen etwa tangential zu den Aufnahmebohrungen verlaufen und so ausgeführt sind, daß sie diese partiell anschneiden.
Die dadurch entstehenden Fenster sind jedoch kleiner als der Bohrungsdurchmesser, so daß eine darin liegende, den
Verriegelungskörper bildende Kugel 20, 21 zwar in dem Bereich der Aufnahmebohrung 30, 31 hineinragt, jedoch nicht in diese
hineinfällt. Die Sackbohrungen sind nach außen offen und werden von der Verriegelungshülse 19 überdeckt, so daß sich
die Außenseite des Verriegelungskörpers 21 daran abstützen kann. Beide Sackbohrungen 3 2 sind auf der gleichen Seite des
0 Halters dort vorgesehen, wo zwischen den Aufnahmebohrungen am meisten Material des Halterschaftes vorhanden ist.
Die Aufnahmebohrungen 30, 31 haben beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
unterschiedliche Durchmesser und sind auch unterschiedlich lang. Sie ermöglichen es daher, Werkzeuge 14,
15 unterschiedlicher Größe, d.h. unterschiedlicher Schaftdurchmesser, wahlweise oder gleichzeitig einzusetzen.
Die in Fig. 1 gezeigten Werkzeuge sind Entgratwerkzeuge für Außenkanten, die kurbelartig ausgeführt sind, d.h. deren
Schneide einen seitlichen Versatz gegenüber der Schaftachse 0 hat.
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Zur Benutzung des Handwerkzeugs wird nach entsprechender Einstellung der Länge des Halters durch Betätigung der
Verriegelung 17 und Längsverschiebung des Halters dieser mit Werkzeugen bestückt. Dies können beliebige Werkzeuge sein,
die einen entsprechend den Aufnahmebohrungen 30, 31 bemessenen Werkzeugschaft 33, 34 haben, also Entgraterklingen,
Reißnadeln, Plattenentgrater, Schaber oder dgl..
Zum Einsetzen wird die Verriegelungshülse 19, wie in Fig. 3 gezeigt, nach oben, d.h. in Richtung auf die Werkzeuge 14,
zu, geschoben. Dabei springt der Sicherungsring 24, da er im Durchmesser etwas federnd ausgebildet ist, von der Nut 27
über die Erhebung 28 in die Nut 26. Somit kommen die Ringausnehmungen 22 in den axialen Bereich der Verriegelungskörper
20, 21. Diese können in ihrer Bohrung 3 2 nach außen in die Ausnehmungen 2 2 hinein ausweichen (s. Fig. 4) und geben
damit den Weg für den jeweiligen Werkzeugschaft 33, 3 4 frei, indem sie sich aus dem Bereich der Aufnahmebohrung hinaus
bewegen. Sie werden dazu von den Werkzeugschäften veranlaßt, 0 die an ihrem unteren Ende 35 abgeschrägt oder abgerundet
sind, um eine Einlaufschräge zu bilden. Das gleiche gilt für
die mit der Verriegelung zusammenwirkenden Ausnehmungen, die als Nuten 3 6 mit ausgerundetem Querschnitt um die Werkzeugschäfte
33, 3 4 umlaufen. Eine axiale Begrenzung auf den 5 Handgriff zu wird durch Anlage des Endes 3 5 am jeweiligen
Grund der Aufnahmebohrung geschaffen, so daß axiale Druckkräfte die Verriegelung nicht belasten müssen.
Zur Verriegelung der Werkzeuge in dem Halter wird die Verriegelungshülse
19 von Hand axial nach unten verschoben, so daß 0 die Kugeln aus den Ausnehmungen 2 2 hinaus und, wie Fig. 2
zeigt, durch die anschließend an die Bohrungen 32 gebildeten
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Fenster in der Wandung der Aufnahmebohrung in diese hineingedrückt
werden. Bei richtiger Positionierung des Werkzeugschaftes in den Aufnahmebohrungen werden dadurch die Kugeln
20, 21 in die Nuten 3 6 hineingedrückt und sichern das Werkzeug im Halter gegen axiale Verschiebung, ohne aber die
Drehung zu behindern, sofern es sich bei den Ausnehmungen um Nuten 3 6 handelt. Bei der manuellen Verschiebung der Hülse
nach unten wurde wiederum der Widerstand überwunden, den die Erhebung 28 dem federnden Sicherungsring 24 entgegensetzte.
Danach rastet der Sicherungsring 24 in der Nut 27 ein und legt somit die Verriegelungsstellung rastend fest. Eine
fehlerhafte Positionierung eines Werkzeugschaftes in der Aufnahmebohrung wird vom Bediener sofort bemerkt, weil sich
dann nämlich die Hülse nicht in die Verriegelungsposition verschieben läßt.
In Fig. 1 ist als ein Beispiel gezeigt, daß die Werkzeuge 14, 15 etwa gleichartige Entgraterklingen sind, die einen etwa S-
oder kurbeiförmigen Aufbau haben und an denen Schneidkanten 3 7 durch Anschliff des ansonsten runden Werkzeugkörpers
0 gebildet sind. Wegen der genauen Gestaltung wird, wie auf bei den übrigen Teilen des Handwerkzeugs, auf die Zeichnungen
ausdrücklich Bezug genommen. Sie sind in Fig. 1 leicht schräg von vorn gezeigt, wie sie sich einstellen, um die Kanten 3 8
eines Werkstücks 39, beispielsweise der Kante einer Platte, 5 zu bearbeiten, nämlich zu entgraten. Weitgehend unabhängig
von der genauen Haltung des Werkzeugs können sich die Klingen durch Verdrehung ihrer Schäfte in den Aufnahmebohrungen
entsprechend einstellen. Dies ist besonders vorteilhaft bei dem Entgraten von gekrümmten Flächen, die mit plattenförmigen
0 Entgratern nur schlecht zugänglich sind.
Es ist zu erkennen, daß durch die Erfindung ein extrem anpassungsfähiges Werkzeugsystem geschaffen werden kann, das
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nicht nur den Einsatz unterschiedlich großer und unterschiedlich gestalteter Werkzeuge wahlweise gestaitet, sondern auch
die gleichzeitige Aufnahme mehrerer gleicher oder unterschiedlicher
Werkzeuge in dem Halter und in im wesentlichen gleicher Ausrichtung ermöglicht und sogar das gleichzeitige
Arbeiten mit den Werkzeugen. Dennoch kann der Halter mit einem relativ geringen Durchmesser hergestellt werden, so daß
auch bei schwer zugänglichen Bearbeitungsstellen gearbeitet werden kann, wobei durch die Beweglichkeit der Werkzeuge die
genaue Ausrichtung des Werkstückes zu den zu bearbeitenden Gegenständen nicht so kritisch ist wie bei anderen Werkzeugtypen.
Die Mehrfach-Parallelanordnung der Aufnahmen für die
Werkzeuge im Halter hat also eine Mehrfachfunktion. Genaue Parallelität der Aufnahmebohrungen ist, insbesondere im
Hinblick auf die Forderung geringsten Durchmessers des Halters, besonders vorteilhaft. Bei bestimmten Ausführungen
könnte jedoch auch eine Abweichung davon möglich sein.
Claims (1)
- AnsprücheHalter für Handwerkzeuge, insbesondere Schneidwerkzeuge, wie Entgrater oder dgl.1. Halter für Handwerkzeuge, insbesondere Schneidwerkzeuge, wie Entgrater oder dgl. mit einem Halterschaft (16), in dem nebeneinander zwei im wesentlichen zueinander parallele Aufnahmebohrungen (30, 31) für Werkzeugschäfte (33, 34) von Werkzeugen (14, 15) vorgesehen sind, in deren Bereich mindestens eine lösbare, mit den Werkzeugschäften (33, 34) zusammenwirkende Verriegelung vorgesehen ist.2. Halter nach Anspruch 1, dadurch gekenzeichnet, daß die Aufnahmebohrungen (30, 31) unterschiedliche Längen und/oder Durchmesser aufweisen.Halter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelung (18) wenigstens einen Verriegelungskörper (20, 21), insbesondere in Form einer Kugel, aufweist, die mit einer Nut (36) am Werkzeugschaft (33, 34) zusammenwirkt und mittels der Innenseite einer Hülse (19) verriegelt bzw. von Ausnehmungen (22) darin freigegeben wird, wobei die Hülse (19) vorzugsweise eine Schiebehülse ist.A 33 079 - 2 -4. Halter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelung (18) je Werkzeugschaft einen Verriegelungskörper (20, 21) aufweist, die vorzugsweise im axialen und/oder Umfangsabstand voneinander angeordnet sind, insbesondere jedoch bei der gleichen Hülsenstellung sich in Verriegelungs- bzw. Freigabestellung befinden.5. Halter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelung (18) eine Verriegelungshülse (19) aufweist, die in ihrer Verriegelungsund Freigabestellung jeweils rastend festgelegt ist, vorzugsweise durch einen ggf. federnden Sicherungsring (24) an der Hülse (19), der in benachbarte Nuten (26, 27) des Halterschaftes (16) eingreift, zwischen denen ein Rastvorsprung (28) vorgesehen ist.6. Halter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Aufnahmebohrungen (30, 31) mit geringem Abstand voneinander und vom Schaftumfang des Halterschafts (16) auf einer Schaftdurchmesserlinie angeordnet sind.7. Halter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in beide Aufnahmebohrungen (30, 31) gleichzeitig Werkzeuge (14, 15) einsetzbar sind, insbesondere in den Aufnahmebohrungen (30, 31) drehbare kurbelartige Entgratwerkzeuge, deren Schneidwinkel sich auf zwei Kanten (38) eines Werkstücks (39) weitgehend selbsttätig einstellen und die diese Kanten (38) gleichzeitig bearbeiten.8. Halter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Werkzeug in wenig-A 33 079 - 3 -stens einer der Aufnahmebohrungen (30, 31) nicht drehbar einsetzbar ist, wobei es durch die Verriegelung (18) zusätzlich zur axialen Festlegung auch gegen Drehung gesichert ist und/oder der Werkzeugschaft ein Eingriffselement zum Eingriff in die andere Aufnahmebohrung aufweist, z.B. einen Doppelschaft.9. Halter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Halterschaft (16) in einen Werkzeuggriff (12), vorzugsweise längenverstellbar, einsetzbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29817791U DE29817791U1 (de) | 1998-10-06 | 1998-10-06 | Halter für Handwerkzeuge, insbesondere Schneidwerkzeuge, wie Entgrater o.dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29817791U DE29817791U1 (de) | 1998-10-06 | 1998-10-06 | Halter für Handwerkzeuge, insbesondere Schneidwerkzeuge, wie Entgrater o.dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29817791U1 true DE29817791U1 (de) | 1999-01-07 |
Family
ID=8063528
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29817791U Expired - Lifetime DE29817791U1 (de) | 1998-10-06 | 1998-10-06 | Halter für Handwerkzeuge, insbesondere Schneidwerkzeuge, wie Entgrater o.dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29817791U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102019004555A1 (de) * | 2019-06-28 | 2020-12-31 | Thomas Scherer | Schutzkappe für Klinge eines Entgratungswerkzeugs zum Schutz des Werkstücks |
-
1998
- 1998-10-06 DE DE29817791U patent/DE29817791U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102019004555A1 (de) * | 2019-06-28 | 2020-12-31 | Thomas Scherer | Schutzkappe für Klinge eines Entgratungswerkzeugs zum Schutz des Werkstücks |
| DE102019004555B4 (de) * | 2019-06-28 | 2021-06-24 | Thomas Scherer | Schutzkappe für die Klinge eines Entgratungswerkzeugs zum Schutz des Werkstücks |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19990218 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20020306 |
|
| R157 | Lapse of ip right after 6 years |
Effective date: 20050503 |