DE29816494U1 - Knieschützer - Google Patents
KnieschützerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Knieschützer gemäß dem Oberbegriff des
Anspruches 1.
Ein solcher Knieschützer ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE
297 08 635 Ul bekannt. Der dort vorgeschlagene Knieschützer besteht
im wesentlichen aus einem das Knie überdeckenden Schutzabschnitt und zwei an diesem Schutzabschnitt befestigten Halteabschnitten,die das
Bein umgreifen. Die federelastischen Eigenschaften dieser Halteabschnitte
ergeben einen bestimmten Anpreßdruck der Halteabschnitte und damit auch des Schutzabschnitts auf das Knie, der durch die
Dimensionierung der Halteabschnitte und die Materialwahl
vorgegeben ist. Zur Anpassung dieses Knieschützers an die anatomischen
Gegebenheiten im Kniebereich des jeweiligen Benutzers werden Polsterteile verschiedener Dicke an den Halteabschnitten eingesteckt
oder eingerastet. Diese Lösung hat sich als zuverlässig erwiesen, erfordert jedoch einen gewissen Aufwand seitens des Benutzers, was
die Auswahl eines geeigneten Polsterteils angeht, ggf. ist auch ein
mehrfacher Austausch erforderlich, um die günstigste Lösung zu finden, d.h. eine Lösung, bei der Trageeigenschaften und Halteeigenschaften
optimiert sind.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Knieschützer der genannten
Gattung derart weiterzubilden, daß die Anpassung an die Anatomie des
jeweiligen Benutzers vereinfacht wird.
Diese Aufgabe wird durch einen Knieschützer mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
Die Grundidee der Erfindung ist es, die beiden Halteabschnitte mit
einem verstellbaren Kraftübertragungselement zu verbinden, so daß
-L-
der Abstand zwischen den beiden Halteabschnitten und damit deren Kraftwirkung auf das Bein des Benutzers mittels eines Betätigungselementes,
das mit dem Kraftübertragungselement zusammenwirkt, vom Benutzer auf einfache Weise verstellt werden kann.
Diese Lösung hat den Vorteil, daß die Einstellung der Kraftwirkung
jederzeit (auch während des Tragens des Knieschützers) vom Benutzer reguliert und optimiert werden kann, so daß insbesondere auch bei
über die Dauer des Gebrauchs nachlassender, material bedingter Federkraft
der Halteabschnitte dies durch eine entsprechende Vergrößerung des Zuges des Kraftübertragungselementes kompensiert werden kann, so
daß über eine sehr lange Benutzungsdauer die einmal gewünschte Haltewirkung sicher erhalten bleibt.
Je nach Konzeption der Halteabschnitte kann das Kraftübertragungselement
entweder zur Übertragung von Druck- oder von Zugkräften dienen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Kraftübertragungselement
ein Zuganker, es kann jedoch auch ein Zugdraht eingesetzt werden, mit denen Druckkräfte ausgeübt werden können, die den
Abstand der Halteabschnitte zur Anpassung an das Bein des Benutzers verringern.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen
Lösung besteht darin, daß das Betätigungselement zur Verstellung des Kraftübertragungselements komplementär zueinander ausgebildete Rastmittel
aufweist, mit denen zwei Knieschützer lösbar verbindbar sind. Dies ermöglicht die paarweise Aufbewahrung der Knieschützer, wobei
vorteilhafterweise die komplementäre Ausbildung der Rastmittel so im
Betätigungselement vorgesehen ist, daß nur ein Typ eines Betätigungselements hergestellt werden muß, das beide Rastmittel in geeigneter
Weise in sich vereint.
Mehrere Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Knieschützers
werden anhand von Zeichnungen näher erläutert, es zeigen:
Figur 1: Ein erstes Ausführungsbeispiel des Knieschützers in
Seitenansicht,
Figur 2: den Knieschützer im Querschnitt der Ebene A-A der Figur 1,
Figur 3: ein zweites Ausführungsbeispiel des Knieschützers im Querschnitt,
Figur 4: ein drittes Ausführungsbeispiel des Knieschützers im Querschnitt,
Figur 5: eine erste Ausführungsform eines Betätigungselementes,
Figur 6: eine zweite Ausführungsform eines Betätigungselementes, und
Figur 7: eine schematische Darstellung zur Erläuterung der Herstellung
eines erfindungsgemäßen Knieschützers.
Die Figuren 1 und 2 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel des Knieschützers.
Der Knieschützer ist in seinem Querschnitt etwa hufeisenförmig aufgebaut und besteht aus einem mittleren Schutzabschnitt 30,
der im Bereich des Knies zu liegen kommt und daran seitlich anschließende Halteabschnitte 10,20, die das Bein des Benutzers im
oberen Wadenbereich umschließen. Die mechanischen Eigenschaften des Knieschützers werden von einem entsprechend hufeisenförmig aufgebauten
gemeinsamen, bogenförmigen Kern 100 bestimmt, der beispielsweise aus Hartkunststoff geformt ist. Dieser Kern 100 ist mit einer
Umschäumung 70 umgeben, die eine angenehme Trageigenschaft des Knieschützers
gewährleistet.
Im Bereich des Schutzabschnittes 30 sind am Kern 100 zwei hohlzylindrische
Halteelemente 12,22 derart angeformt, daß sie voneinander wegzeigen und ihre Achse in einer gemeinsamen Wirkungslinie W-W zu
liegen kommt, die die Wirkungslinie eines Kraftübertragungselementes
darstellt. Mit diesem Kraftübertragungselement kann der Abstand der beiden Halteelemente 12,22 und damit der Abstand der Halteabschnitte
10,20 variiert werden.
Beim ersten Ausführungsbeispiel, wie es in Figur 2 dargestellt ist,
ist das Kraftübertragungselement ein Zuganker 40, dessen rechtwinklig abgebogenes Hakenende 42 sich durch eine Halteplatte 13 am
äußeren Ende des Halteelements 12 erstreckt und dort somit gehalten
ist.
Auf der gegenüberliegenden Seite weist der Zuganker 40 ein Gewinde
62 auf, das in eine entsprechende Gewindebohrung 52 des Betätigungselementes 50 eingeschraubt ist. Das Betätigungselement 50 ist
beispielsweise als Drehknopf ausgebildet, dessen nach innen zeigende
Stirnfläche auf dem Rand des Halteelements 22 aufsitzt und sich dort abstützt. Das Betätigungselement ragt zumindest teilweise aus der
Umschäumung 70 heraus und ist so ausgestaltet, daß es von der Hand des Benutzers leicht betätigt werden kann.
Durch die Verankerung des Zugankers 40 mittels der Halteplatte 13 einerseits und des auf der anderen Seite abgestützten
Betätigungselements 50 bewirkt eine Drehung des Betätigungselements
50 eine Reduzierung des Abstandes F zwischen den Stirnseiten der beiden hohl zylindrischen Halteelemente 12 und 22 und damit auch des
Abstandes G der Enden der Halteabschnitte 10,20, was in Figur 2 durch die gestrichelte Kontur der Halteabschnitte 10,20 mit dem
Abstandsmaß G1 angedeutet sein soll.
Durch Drehung des Betätigungselementes 50 läßt sich zunächst im nicht-angelegten Zustand des Knieschützers der Abstand G bzw. G1
variieren und somit die Vorspannung der Halteabschnitte 10,20 einstellen, bevor der Knieschützer angelegt wird. Es ist auch danach
ohne weiteres möglich, durch eine weitere Drehung des Betätigungselementes 50 den Anpreßdruck der Halteabschnitte 10,20 im Wadenbereich
in gewünschter Weise zu variieren, um angenehme Trageeigenschaften mit sicherem Halt zu verbinden.
Die konstruktive Ausgestaltung des Kraftübertragungselementes kann
auch anders ausgeführt sein, entscheidend bleibt, daß die Wirkungslinie W-W des Kraftübertragungselements den Kern 100 an zwei gegenüberliegenden
Punkten Pl,P2 schneidet, um die beschriebene Wirkung zu erzielen. Im Bereich dieser Punkte entspricht der Durchtrittsquerschnitt
des Kraftübertragungselementes durch den Kern 100 etwa
dem Querschnitt des Kraftübertragungselementes selbst, was ggf.
durch eine Verengung erreicht wird. Dadurch wird gewährleistet, daß das Schaummaterial der Umschäumung insbesondere bei der Herstellung
des Knieschützers nicht in den zylindrischen Hohlraum der Halteelemte
12,22 dringen kann. Die zylindrischen Halteelemente 12,22
selbst enden mit ihren Stirnseiten zweckmäßigerweise innerhalb der
Umschäumung und sind dort, wie oben schon beschrieben, mit der Halteplatte 13 bzw. der Stirnseite des Betätigungselements 50
verschlossen, so daß in diesem Bereich kein Schaummaterial eindringen kann.
Bei dem in Figur 3 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel ist der
prinzipielle Aufbau ähnlich, jedoch wird hier statt des Zugankers ein Zugdraht 46 eingesetzt, entsprechend weist die Halteplatte 13'
lediglich eine Öffnung auf, in der ein Kopf des Zugdrahtes 46 gehalten ist; das andere Ende des Zugdrahtes 46 ist mit einem
Gewinde 62 versehen, das wiederum im Betätigungselement 50 sitzt.
Figur 4 zeigt in einem Teil querschnitt ein drittes Ausführungsbeispiel,
wobei ebenfalls als Kraftübertragungselement ein Zugdraht 46' eingesetzt wird, der über ein Umlenkelement 47 im inneren Scheitel S
des Kerns 100 geführt ist, so daß die Wirkungslinie W1-W1 des Kraftübertragungselementes
im Scheitel S wie dargestellt abgeknickt ist. Diese Lösung ermöglicht, daß der Zugdraht 46' näher am Kern 100
geführt wird, was den Vorteil hat, daß der verbleibende Innenraum, der das Knie aufnimmt, durch den Zugdraht 46' nur geringfügig verkleinert
wird, oder umgekehrt, daß die Umschäumung 70 in diesem Bereich sparsamer ausfallen kann.
Bei allen beschriebenen Varianten kann das Kraftübertragungselement
nur auf Zug beansprucht werden, d.h., das Zusammendrücken der Halteabschnitte erfolgt durch den Zuganker 4 oder den Zugdraht
46,46; bei gegenläufiger Bewegung des Betätigungselements 50 erfolgt die Öffnung des Knieschützers durch die Vorspannung der
Halteabschnitte 10,20 bzw. des sie bildenden Kerns 100 und/oder die durch die Elastizitätswirkung der Umschäumung 70.
Wenn das Kraftübertragungselement als Zugdraht 46 bzw. 46' gemäß den
Figuren 3 und 4 ausgebildet ist, kann anstelle des knopfartigen Betätigungsmittels, wie in den Figuren dargestellt, auch ein Betätigungsmittel
nach Art eines Geigenwirbels vorgesehen sein.
Eine erste Ausführungsform des Betätigungselementes 50 ist in Figur
5 dargestellt:
Hierbei ist die dem Betätigungselement zugewandte Stirnseite des
Halteelementes 22 mit einem treppenartig ansteigenden Rastprofil 23 versehen, in das ein entsprechend geformter Rastabschnitt 51 des
Betätigungselementes 50 festsetzbar ist. Durch Drehung des Betätigungselementes
50 läßt sich die Spannung des Zugdrahtes 46/46' und
damit der Abstand bzw. die Anpreßkraft der Halteabschnitte 10 und 20 auf einfache Art und Weise verändern, in diesem Fall bedarf es
keiner Gewindeteile, da hier der Zugdraht analog zur Halterung im Halteelement 12 beispielsweise in einer stirnseitigen Platte des
Betätigungselementes 50 eingehängt werden kann.
Alternativ oder ergänzend zu dieser Variante der Ausgestaltung des
Betätigungselementes 50 kann auch eine Realisierung gemäß eines zweiten Ausführungsbeispiels vorgesehen sein, wie es in Figur 6
dargestellt ist:
Das Betätigungselement 50 ist hierbei als zylindrischer Knopf ausgeführt,
mit dem eingangs erwähnten Innengewinde 52 für einen Gewindestift 62 des Zugankers 40 oder des Zugdrahtes 46.
Stirnseitig weist dieser Betätigungsknopf ein Paar komplementär
zueinander ausgebildete Rastmittel 80,81 auf, die so ausgebildet sind, daß zwei Betätigungselemente und damit zwei Knieschützer
aneinander gehalten werden können. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel
ist das erste Rastmittel 81 eine radial auf der Stirnseite des Betätigungselements 50 aufgeformte Rippe mit verdicktem Endquerschnitt,
das zweite Rastmittel 80 ist dementsprechend aus zwei Rippen aufgebaut, deren Formgebung und Abstand so gewählt ist, daß
die Rippe 81 eines anderen Betätigungselementes einführbar und dort
form- und kraftschlüssig haltbar ist.
Unter Bezugnahme auf Figur 7 wird nun noch kurz der Herstellungsprozeß
eines erfindungsgemäßen Knieschützers nach dem ersten Ausführungsbeispiel (Zugstange als Kraftübertragungselement) kurz
erläutert:
Zunächst wird der Kern 100 mit den gegenüberliegend angeformten,
hohl zylindrischen Halteelementen 12 und 22 im Spritzgußverfahren aus
Kunststoff hergestellt. Danach wird die Halteplatte 13 auf das Halteelement 22 aufgesetzt und der Zuganker 40 wird zunächst durch
das Halteelement 22, dann durch das Halteelement 12 geschoben, bis sein hakenförmig gekrümmtes Ende an der Halteplatte 13 aufsitzt. Auf
die Stirnseite des Halteelements 12 wird ein beweglicher Kern K aufgesetzt, dann kann die gesamte Anordnung umschäumt werden. Durch
die Querschnittsgestaltung des Kerns 100 im Durchtrittsbereich des Zugankers, die Halteplatte 13 und den Kern K bleibt gewährleistet,
daß während des Umschäumens kein Umschäumungsmaterial von außen in
die Halteelemente eindringen kann.
Nach dem Abschluß des Umschäumungsvorganges wird der bewegliche Kern
K entfernt und ein Betätigungselement 50 in einer der oben beschriebenen Ausführungsvarianten auf das Gewinde 62 der Zugstange
40 aufgeschraubt.
Claims (14)
1. Knieschützer mit einem das Knie überdeckenden Schutzabschnitt und
zwei mit diesem seitlich verbundenen oder angeformten, laschenartigen
Halteabschnitten zur Fixierung des Schutzabschnitts im Kniebereich,
dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Schutzabschnitts (30)
ein mittels eines Betätigungselements (50) verstellbares Kraftübertragungselement zwischen den Halteabschnitten (10, 20)
angeordnet ist.
2. Knieschützer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Halteabschnitte (10,20) einen gemeinsamen, bogenförmigen Kern (100) aufweisen, und daß die Wirkungslinie (W-W; W'-W1) des
Kraftübertragungselements den Kern (100) an zwei gegenüberliegenden Punkten (P1,P2; Pl\P2') schneidet.
3. Knieschützer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
auf der Außenseite des Kerns (100) zwei gegenüberliegende hohlzylindrische
Halteelemente (12,22) für das Kraftübertragungselement angeformt sind, deren Achsen im
wesentlichen in der Wirkungslinie (W-W; W'-W1) des
Kraftübertragungselements liegen.
4. Knieschützer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Halteelemente (12,22) innerhalb der Umschäumung (70) des Kerns
(100) enden.
5. Knieschützer nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Kraftübertragungselement über ein Umlenkelement (47) im inneren Scheitel (S) des Kerns (100) geführt ist.
6. Knieschützer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Durchtrittsquerschnitt des Kraftübertragungselements durch den Kern (100) in den Punkten (P1,P2; Pl',P2') etwa dem Querschnitt
des Kraftübertragungselements entspricht.
7. Knieschützer nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Betätigungselement (50) auf einem der Halteelemente (22) aufsitzt und durch die Umschäumung (70) des Kerns (100) nach
außen geführt ist.
8. Knieschützer nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Kraftübertragungselement an seinem ersten Ende mit dem Betätigungselement verbunden ist und mit seinem anderen Ende in
dem dem Betätigungsmittel gegenüberliegenden Halteelement (12)
festgesetzt ist.
9. Knieschützer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kraftübertragungselement ein Zuganker (40) ist.
10. Knieschützer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Zuganker (40) ein Gewinde (52) aufweist und das Betätigungselement ein Drehknopf (50) ist.
11. Knieschützer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kraftübertragungselement ein Zugdraht (46) ist.
12. Knieschützer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Betätigungselement (50) nach Art eines Geigenwirbels
ausgebildet ist.
13. Knieschützer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Betätigungselement (50) ein Paar komplementär zueinander ausgebildete Rastmittel (80,81) aufweist, mit denen zwei
Knieschützer lösbar verbindbar sind.
14. Knieschützer nach Anspruch 7,8 und 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die dem Betätigungselement zugewandte Stirnseite des Halteelements (22) mit einem ansteigenden Rastprofil (23) versehen
ist, in dessen höhenversetzte Stufen mindestens ein Rastabschnitt (51) des Betätigungselementes (50) festsetzbar ist.
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