DE29808380U1 - Befestigungsvorrichtung zum Befestigen eines Gegenstandes auf einer Unterlage - Google Patents
Befestigungsvorrichtung zum Befestigen eines Gegenstandes auf einer UnterlageInfo
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Description
PATENTANWÄLTE JANNIG & REPKOW ■ KLAUSENBERG 20 ■ D-86199 AUGSBURG
BANNIG
& REPKOW
EUROPEAN PATENT AND TRADEMARK ATTORNEYS
DIPL.-ING. (UNIV.) PETER JANNIG DR.-ING. DIPL.-ING. INES REPKOW
KLAUSENBERG 20. D-86199 AUGSBURG DEUTSCHLAND ■ GERMANY
TEL. 08 21/9 8193 TELEX 210 352 JUR D
FAX 08 21/9 81 95 EMAIL J-U-R@T-ONLINE.DE
AUGSBURG,
7. Mai 1998
Deutsche Gebrauchsmusteranmeldung
Unser Zeichen:
0215 DE/G
Anmelder:
Johannes RÜCKEL
Sankt-Vitus-Straße 18
D-86514 Ustersbach
Sankt-Vitus-Straße 18
D-86514 Ustersbach
BEFESTIGUNGSVORRICHTUNG
ZUM BEFESTIGEN EINES GEGENSTANDES AUF EINER UNTERLAGE
• a a a a* ·-■■· ·· *-*
Befestigungsvorrichtung zum Befestigen eines Gegenstandes auf einer Unterlage
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1, d.h. eine Befestigungsvorrichtung
zum Befestigen eines Gegenstandes auf einer Unterlage.
Vorrichtungen dieser Art sind insbesondere Nägel, Schrauben, Klebebänder und dergleichen.
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Unter Verwendung derartiger Vorrichtungen lassen sich beliebige Gegenstände auf beliebigen Unterlagen befestigen.
Allerdings eignen sich die genannten Befestigungsvorrichtun-0 gen nicht für alle Anwendungsfälle. Insbesondere ist es damit
nicht möglich, Gegenstände so anzubringen, daß sie einerseits fest auf der Unterlage befestigt sind und andererseits weder
beim Anbringen noch beim Entfernen eine Beschädigung der Gegenstände selbst und/oder der Unterlage erfolgt: Schrauben,
Nägel und dergleichen geben zwar eine festen Halt, beschädigen aber die Unterlage; Klebebänder und dergleichen geben
entweder keinen Halt (wenn sie sparsam verwendet werden) oder beschädigen den aufgeklebten Gegenstand und/oder die Unterlage
beim Entfernen des Gegenstandes (wenn eine großflächige 0 Verklebung erfolgt).
An einer festen und dennoch beschädigungsfrei vornehmbaren
und lösbaren Befestigung von Gegenständen besteht jedoch ein erheblicher Bedarf. Dies gilt insbesondere dann, wenn es sich
um empfindliche Unterlagen (beispielsweise Fliesen, Möbel, Türen etc.) handelt und/oder fremdes Eigentum (beispielsweise
Mietwohnungen) betroffen ist und/oder wenn die Gegenstände nur versuchsweise oder vorübergehend anzubringen sind.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungsvorrichtung zum Befestigen eines Gegenstandes
auf einer Unterlage zu finden, durch welche eine feste und dennoch beschädigungsfrei vornehmbare und lösbare Befestigung
eines Gegenstandes auf einer Unterlage ermöglicht wird.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden
Teil des Schutzanspruchs 1 beanspruchten Merkmale gelöst.
Demnach ist vorgesehen, daß die Befestigungsvorrichtung einen Zwischenträger umfaßt, der dazu ausgelegt ist,
- auf die Unterlage, auf die der Gegenstand anzubringen ist, aufgeklebt zu werden, und
- den auf der Unterlage anzubringenden Gegenstand auf sich montieren zu lassen.
Der Zwischenträger kann beliebig großflächig auf die Unterlage geklebt werden und erlangt dadurch ohne Beschädigung
derselben einen wunschgemäß festen Halt auf dieser. Der anzubringende Gegenstand kann auf dem Zwischenträger montiert
werden, wobei unabhängig von der Art und Weise der Montage, also auch bei Verwendung von Schrauben, Nägeln etc. keine
Beschädigung der Unterlage erfolgt. Der Gegenstand kann dadurch ohne Beschädigung der Unterlage wunschgemäß fest auf
dieser befestigt werden.
Bei entsprechender Wahl des Verbindungsmechanismus zwischen dem Zwischenträger und dem darauf montierten Gegenstand kann
letzterer ohne Beschädigung desselben wieder vom Zwischenträger entfernt werden.
Bei entsprechender Ausbildung des Zwischenträgers (unter anderem wenn dieser mehr oder weniger flexibel ausgebildet oder
aus einer Vielzahl von relativ zueinander bewegbaren oder voneinander trennbaren Segmenten zusammengesetzt ist), kann
der Zwischenträger ohne Beschädigung der Unterlage von dieser entfernt werden. Zwar ist nicht gänzlich auszuschließen, daß
bestimmte Arten von Zwischenträgern beim Entfernen von der Unterlage beschädigt oder zerstört werden, doch handelt es
sich bei dem Zwischenträger um ein einfach und billig herstellbares Teil, so daß dessen Verlust leicht - jedenfalls
leichter als eine Beschädigung der Unterlage oder des auf dieser anzubringenden Gegenstandes - zu verkraften ist.
Das Vorsehen des wie beansprucht ausgebildeten Zwischenträgers ermöglicht es auf verblüffend einfache Art und Weise,
eine feste und dennoch beschädigungsfrei vornehmbare und lösbare
Befestigung eines Gegenstandes auf einer Unterlage zu erzielen.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen,
der folgenden Beschreibung und den Figuren ent-0 nehmbar.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert. Es zeigen
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Figur IA eine Draufsicht auf einen unter Verwendung eines
Zwischenträgers an einer Wand befestigbaren Bilderrahmen
,
0 Figur IB eine Querschnittsansicht der Anordnung gemäß Figur
IA (Querschnitt längs der Linie A-A in Figur IA),
Figur 2 eine Darstellung zur Veranschaulichung eines möglichen Entfernens eines Zwischenträgers von der Unterlage,
Figur 3A eine Draufsicht auf einen besonders dünnen und flexiblen Zwischenträger,
Figur 3B eine Querschnittsansicht des Zwischenträgers gemäß Figur 3A (Querschnitt längs der Linie B-B in Figur
3A) ,
Figur 4A eine Draufsicht auf einen aus Segmenten zusammengesetzten
Zwischenträger,
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Figur 4B eine Querschnittsansicht des Zwischenträgers gemäß Figur 4A (Querschnitt längs der Linie C-C in Figur
4A), und
Figur 5 eine Draufsicht auf einen Aussparungen aufweisenden Zwischenträger.
Der Gegenstand, den es im vorliegend betrachteten Beispiel zu befestigen gilt, ist ein Bilderrahmen; die Unterlage, auf
welcher er zu befestigen ist, ist eine Wand. Es sei jedoch bereits an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß hierauf
keine Einschränkung besteht; mit Hilfe der nachfolgend näher beschriebenen Befestigungsvorrichtung lassen sich beliebige
Gegenstände auf beliebigen Unterlagen wunschgemäß fest, aber dennoch lösbar befestigen, wobei sowohl das Anbringen als
auch das Entfernen der Gegenstände auf die bzw. von der Unterlage ohne Beschädigung von Gegenstand und Unterlage
durchführbar sind. Besonders vorteilhaft ist der Einsatz der beschriebenen Befestigungsvorrichtung immer dann, wenn es
sich um !empfindliche Unterlagen (beispielsweise Fliesen, Möbel, Türen etc.) handelt und/oder fremdes Eigentum (beispielsweise
Mietwohnungen) betroffen ist und/oder wenn die Gegenstände nur versuchsweise oder vorübergehend anzubringen
sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine ebene oder eine unebene Unterlage handelt. Ganz im Gegenteil: wie
später noch besser verstanden werden wird, eignet sich die
beschriebene Befestigungsvorrichtung in geradezu idealer Weise auch für mehr oder weniger unebene und/ oder gekrümmte
Unterlagen (beispielsweise zur Anbringung von Gegenständen auf geflieste Wände, Toilettendeckel, Toilettenpapier-Halter,
Wasserhähne etc.).
Die Befestigung der Gegenstände auf den jeweiligen Unterlagen erfolgt unter Verwendung eines Zwischenträgers, der dazu ausgelegt
ist,
- auf die Unterlage, auf die der Gegenstand anzubringen ist, aufgeklebt zu werden, und
- auf die Unterlage, auf die der Gegenstand anzubringen ist, aufgeklebt zu werden, und
- den auf der Unterlage anzubringenden Gegenstand auf sich montieren zu lassen.
Der vorliegend betrachtete Zwischenträger ist ein zur Anbringung eines Bilderrahmens ausgelegter Zwischenträger. Dabei
bildet der Zwischenträger einen Teil, genauer gesagt die Rückwand des Bilderrahmens. Obgleich sich dies vorliegend als
besonders günstig erweist, besteht hierauf keine Einschränkung; der Zwischenträger kann, muß aber nicht Bestandteil des
über diesen auf der Unterlage anzubringenden Gegenstandes sein.
Eine mögliche praktische Ausführungsform eines unter Verwendung
eines Zwischenträgers an einer Wand oder einer sonstigen Unterlage anbringbaren Bilderrahmens ist schematisch in den
Figuren IA und IB veranschaulicht, wobei die Figur IA die
Draufsicht auf den Bilderrahmen und die Figur IB einen Querschnitt
längs der Linie A-A zeigt. Obgleich die Figur IB eine Schnittansicht zeigt, enthält sie keine Schraffuren; diese
wurden sowohl hier als auch in den Figuren 3B und 4B aus Gründen der Übersichtlichkeit zumindest teilweise weggelassen.
Die gezeigte Anordnung umfaßt den bereits erwähnten Zwischenträger
1, Rahmenprofilteile 2 bis 5, eine Glas- oder Plexiglasscheibe 6, und Schrauben 7, wobei der (hier plattenartig
• ·
ausgebildete und in etwa Bilderrahmengröße aufweisende)
Zwischenträger 1 und die (Plexi-)Glasscheibe 6 mit Abstand
übereinander angeordnet sind und durch die seitlich auf diese aufgesteckten und/oder mit dem Zwischenträger 1 verschraubten
Rahmenprofilteile 2 bis 5 in dieser Stellung gehalten werden.
Zur Montage der gezeigten Anordnung wird zunächst der Zwischenträger 1 auf die Unterlage (beispielsweise eine Wand)
geklebt. Im Anschluß daran werden die Rahmenprofile 2 bis 5, die (Plexi-)Glasscheibe 6 und das (zwischen dem Zwischenträger
1 und der (Plexi-)Glasscheibe 6 einzufügende) Bild wie in den Figuren IA und IB gezeigt auf dem Zwischenträger 1
montiert. Die genannten Schritte können auch vertauscht werden. D.h., es kann auch mit der Montage der Rahmenteile auf
den Zwischenträger begonnen werden.
Dadurch, daß der Zwischenträger auf die Unterlage aufklebbar ist, kann er auf dieser ohne Beschädigung derselben angebracht
werden. Wie fest der Zwischenträger auf der Unterlage 0 hält, ist durch die Größe der Klebefläche und/oder die Klebekraft
des verwendeten Klebers wunschgemäß einstellbar. Der Zwischenträger wird vorzugsweise so fest angeklebt, daß über
den auf dem Zwischenträger montierten oder montierbaren Gegenstand auf den Zwischenträger ausgeübte Kräfte selbst
unter ungünstigen Umständen nicht zu einem Ablösen des Zwischenträgers von der Unterlage führen können. Der Kleber
kann unmittelbar auf dem Zwischenträger aufgetragen sein,-alternativ
oder zusätzlich kann das Ankleben des Zwischenträgers aber auch unter Verwendung eines beidseitig klebenden
Klebebandes erfolgen.
Ein auf dem Zwischenträger aufgebrachter Kleber kann vollflächig
oder nur abschnittsweise aufgetragen sein und ist vorzugsweise mit einer abziehbaren Folie bedeckt. Dabei kann
es sich !als günstig erweisen, diese Folie in einzeln abziehbare Segmente zu unterteilen. Dadurch kann die Größe und die
örtliche Verteilung der Klebefläche individuell an die jeweiligen Gegebenheiten und Wünsche angepaßt werden.
Für bestimmte Anwendungsfälle erweist es sich als günstig,
wenn die Kleber-Schicht oder das Klebeband relativ dick und verformbar sind. Dann kann der Zwischenträger auch auf Rauhputz
oder ähnlich strukturierte oder unebene Unterlagen aufgeklebt werden.
Unabhängig davon sind der verwendete Kleber bzw. das verwendete Klebeband vorzugsweise so beschaffen, daß diese rückstandsfrei
von der Unterlage entfernbar sind.
Dadurch, daß der Gegenstand nicht direkt auf der Unterlage, auf der er letztlich anzubringen ist, sondern auf der
Zwischenplatte montiert wird, können für die Montage beliebige Befestigungsverfahren zum Einsatz kommen. In keinem
Fall besteht die Gefahr einer Beschädigung der Unterlage. Zur Befestigung des Gegenstandes auf dem Zwischenträger kommen
insbesondere solche Verfahren in Frage, die es gestatten, eine feste Verbindung herzustellen und diese ohne Beschädigung
des Gegenstandes und der Zwischenplatte wieder zu lösen. Hierzu gehören insbesondere solche Techniken, die auf einem
Aufsetzen, Einhängen, Stützen, Umgreifen, Einspannen, Verklemmen, Verrasten, Verschrauben und/oder einer gegenseitigen
Verankerung basieren; weniger geeignet ist in der Regel ein Verkleben der Teile, denn eine solche Verbindung ist entweder
nicht ausreichend fest oder läßt sich nicht beschadigungsfrei lösen. In bestimmten Anwendungsfällen erweist es sich als
0 vorteilhaft, wenn ein Lösen der Verbindung nur unter Verwendung von Spezialwerkzeug bewerkstelligbar ist. Dadurch können
Diebstahl und unbefugtes Abmontieren des Gegenstandes verhindert oder zumindest erschwert werden.
i
Wie aus den vorstehenden Erläuterungen ersichtlich ist, kann ein wie beschrieben montierter Gegenstand ohne Beschädigung
der Unterlage, auf welcher er über den Zwischenträger angebracht ist, äußerst fest an dieser halten.
Er ist auch wieder von der Unterlage entfernbar. Hierzu wird in der umgekehrten Reihenfolge wie beim vorstehend beschriebenen
Anbringen des Gegenstandes auf die Unterlage vorgegangen. D.h. zunächst wird der Gegenstand vom Zwischenträger
abmontiert, und danach wird der Zwischenträger von der Unterlage entfernt.
Das Abmontieren des Gegenstandes vom Zwischenträger bereitet bei Verbindung derselben nach einem oder mehreren der vorstehend
genannten Verfahren keine Schwierigkeiten. Es muß nur das gegebenenfalls erforderliche Spezialwerkzeug verfügbar
sein. Die Demontage kann völlig ohne Beschädigung des Gegenstandes und des Zwischenträgers erfolgen.
Die Entfernung des Zwischenträgers von der Unterlage läßt sich besonders einfach bewerkstelligen, wenn der Zwischenträger
flexibel ausgebildet ist. Dann kann der Zwischenträger wie in der Figur 2 veranschaulicht in einem relativ spitzen
Winkel abgezogen werden. Ein derartiges Abziehen erweist sich als vorteilhaft, weil sich dadurch selbst sehr feste Klebeverbindungen
relativ leicht lösen lassen. Die leichte Lösbarkeit der Klebeverbindung hat wiederum zur Folge, daß weder
die Unterlage noch die Zwischenplatte beim Lösen der Verbindung beschädigt werden.
Der Zwischenträger läßt sich besonders leicht abziehen, wenn er durch eine vorzugsweise aus Gummi oder Kunststoff bestehende
Folie oder Matte gebildet wird. Dann ist der Zwischenträger besonders flexibel und läßt sich in einem besonders
spitzen Winkel abziehen, wodurch das Abziehen besonders leicht und mit besonders geringer Beschädigungsgefahr für
Zwischenträger und Unterlage bewerkstelligbar ist.
Die Reduzierung der Dicke des Zwischenträgers findet dort ihre Grenzen, wo durch die geringe Dicke und/oder Stabilität
die gewünscht feste Montage des Gegenstandes nicht mehr möglich oder in Frage gestellt ist. Daß der Zwischenträger nicht
mehr zur Montage des Gegenstandes geeignet ist, dürfte jedoch allenfalls in Ausnahmefällen vorkommen: selbst dünnste Folien
und Matten sind zur Verwendung als Zwischenträger geeignet, wenn sie an ihrer von der Unterlage abgewandten Seite mit zur
Montage geeigneten Erhebungen wie beispielsweise Stegen, Sockeln, Blöcken oder sonstigen erhöhten Strukturen versehen
sind. Ein Ausführungsbeispiel eines derart ausgebildeten Zwischenträgers ist in den Figuren 3A und 3B gezeigt, wobei
die Figur 3A die Draufsicht auf die Zwischenplatte, und die Figur 3B einen Querschnitt längs der Linie B-B zeigt.
Der Zwischenträger gemäß den Figuren 3A und 3B besteht aus einer relativ dünnen flexiblen Folie 11 und von dieser emporragenden
Blöcken 12. Die Folie 11 und die Blöcke 12 können einstückig (als zusammenhängende Einheit) hergestellt sein
0 oder unabhängig voneinander einzeln hergestellt und nachträglich aneinander befestigt werden. Die Folie 11 besteht vorzugsweise
aus Kunststoff oder Gummi. Die Blöcke 12 können aus dem selben Material wie die Folie 11 oder aus einem beliebigen
anderen Material bestehen,- die Wahl des für die Blöcke
verwendeten Materials wird vorzugsweise von der Art und Weise der Befestigung des vom Zwischenträger zu tragenden Gegenstandes
abhängig gemacht. Die Blöcke 12 sind im betrachteten Beispiel zum Eindrehen einer Schraube (zum Anschrauben der
Rahmenprofile) ausgelegt.
Die Blöcke 12 schränken die Flexibilität der Folie 11 insbesondere
wegen deren relativ geringen Größe, deren relativ geringer Anzahl, und deren relativ großen gegenseitigen Abständen
nicht oder allenfalls geringfügig ein. Der Zwischenträger hat trotz der darauf vorgesehenen Blöcke oder sonstigen
Strukturen im wesentlichen die Eigenschaften einer Folie.
Die gewünschte Flexibilität des Zwischenträgers kann nicht nur durch die Verwendung einer Folie oder Matte erreicht werden.
Alternativ kann vorgesehen werden, den Zwischenträger aus einer Vielzahl von Segmenten bestehen zu lassen, die
selbst wenig oder nicht flexibel sein können, aber flexibel miteinander verbunden sind. Die Flexibilität der Verbindungsabschnitte
kann dabei beispielsweise durch eine lokal verringerte Materialstärke oder durch eine Verbindung der Segmente
über mehr oder weniger dünne Verbindungsstege erreicht werden.
Ein Ausführungsbeispiel eines derart ausgebildeten Zwischenträgers
ist in den Figuren 4A und 4B veranschaulicht, wobei Figur 4A eine Draufsicht auf den Zwischenträger, und Figur 4B
einen Querschnitt längs der Linie C-C zeigt.
Wie aus den Figuren 4A und 4B ersichtlich ist, besteht der dort gezeigte Zwischenträger aus einer Vielzahl von Segmenten
21, die durch lokal schwächer dimensionierte Verbindungsabschnitte 22 flexibel verbunden sind. Die Segmente können
dabei beliebige Formen und Größen aufweisen. Je kleiner die Segmente sind und je mehr sich deren Form der Kreisform annähert,
desto flexibler wird der Zwischenträger (desto mehr ähneln die Eigenschaften des Zwischenträgers den Eigenschaften
einer Folie oder Matte).
Insbesondere für den Fall, daß der Zwischenträger sehr stark auf der |Unterlage haftet, kann vorgesehen werden, die Verbindungsabschnitte
beim Entfernen des Zwischenträgers von der 0 Unterlage unter Verwendung eines geeigneten Werkzeuges
(Messer, Schere, Zange etc.) zumindest teilweise zu durchtrennen. Dann können die Segmente einzeln oder in Gruppen von
der Unterlage abgezogen werden, was unter Umständen einfacher und leichter durchführbar ist als das Abziehen des Zwischenträgers
in einem Stück.
Eine flexible Ausbildung des Zwischenträgers ist nicht nur hinsichtlich des Entfernens desselben von der Unterlage vorteilhaft
. Der Zwischenträger kann dadurch auch problemlos und sicher auf unebenen und/oder gekrümmten bzw. gewölbten Flächen
angebracht werden. Dadurch ist es unter anderem auch möglich, den Zwischenträger auf ungleichmäßig verlegten Fliesen,
Toilettendeckeln, Toilettenpapier-Haltern, Wasserhähnen etc. anzubringen.
Trotz der durch die Flexibilität des Zwischenträgers erzielbaren
Vorteile besteht keine zwingende Notwendigkeit, den Zwischenträger flexibel auszubilden. Grundsätzlich kann es
sich auch um einen mehr oder weniger starren Zwischenträger handeln. Ein derartiger Zwischenträger kann zwar beim Entfernen
desselben von der Unterlage beschädigt oder zerstört werden, doch dies ist angesichts der einfachen und billigen Herstellbarkeit
des Zwischenträgers kein gravierender Nachteil, zumal die Unterlage bei der Entfernung des Zwischenträgers
auch in diesem Fall unbeschädigt bleiben kann.
Insbesondere bei starren und wenig flexiblen Zwischenträgern kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn dieser eine oder
mehrere Aussparungen aufweist, über welche zum Ankleben des Zwischenträgers auf die Unterlage verwendete beidseitig klebende
Klebestreifen zugänglich sind. Dann können selbst wenig flexible oder unter Umständen sogar starre Zwischenträger
beschädigungsfrei von der Unterlage entfernt werden.
Ein Ausführungsbeispiel eines derartigen Zwischenträgers ist in der Figur 5 gezeigt. Dabei sind die im Zwischenträger vorgesehenen
Aussparungen mit dem Bezugszeichen 31, und die zum Aufkleben des Zwischenträgers auf die Unterlage verwendeten
oder verwendbaren Klebestreifen mit dem Bezugszeichen 32 bezeichnet.
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Der Zwischenträger kann unabhängig von dessen sonstiger Ausbildung
auch Öffnungen zum Anschrauben desselben an die
Unterlage aufweisen. Dann kann der Zwischenträger auch in Fällen verwendet werden, in denen ein Anschrauben desselben
an die Unterlage erlaubt oder erwünscht ist. Die besagten Öffnungen sind vorzugsweise viele oder sehr lange Langlöcher;
dadurch kann das Anbohren der Unterlage an Stellen erfolgen, bei denen eine nur relativ geringfügige Beschädigung der
Unterlage zu erwarten ist (beispielsweise in Fugen oder Fugenkreuzungen von Fliesenwänden).
Die besonderen Merkmale der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
des Zwischenträgers können selbstverständlich auch beliebig kombiniert werden.
Den beschriebenen und anderen Zwischenträger-Ausführungsformen ist gemeinsam, daß die Demontage des auf dem Zwischenträger
montierten Gegenstandes vom Zwischenträger völlig ohne Beschädigung des Gegenstandes und des Zwischenträgers erfolgen
kann, wodurch eine solche Demontage jederzeit und beliebig oft erfolgen kann. Dabei können Reparaturen, Wartungsarbeiten,
Nachfüllarbeiten und oder Austauscharbeiten vorgenommen werden.
Der auf dem Zwischenträger befestigte oder zu befestigende Gegenstand ist, wie vorstehend bereits mehrfach erwähnt
wurde, ein Bilderrahmen. Eine wie beschrieben erfolgende Anbringung des Bilderrahmens ermöglicht es, diesen an Stellen
anzubringen, an denen dies bislang nicht oder jedenfalls nicht ohne Beschädigung der Unterlage, auf die er anzubringen
ist, möglich war. Dies wiederum ermöglicht es unter anderem, 0 den Bilderrahmen zum testweisen oder vorübergehenden Präsentieren
von Werbeplakaten zu verwenden.
Vorteilhafte Gestaltungen eines solchen Bilderrahmens (insbesondere für dessen Verwendung in der Werbung) bestehen
darin,
- daß zwischen dem Zwischenträger und dem durch den Bilderrahmen zu präsentierenden Bild zusätzlich eine Andruckplatte
vorgesehen wird (dadurch kann das Bild gegen die (Plexi-)Glasscheibe gedrückt werden, was ein Verrutschen
und Wölben des Bildes verhindert),
- daß die (Plexi-)Glasscheibe und ein, mehrere oder alle
Rahmenprofilteile fest miteinander verbunden sind (dadurch läßt sich die Anzahl der bei der Rahmenmontage handzuhabenden
Einzelteile reduzieren, was seinerseits wiederum eine Vereinfachung der Montage des Bilderrahmens auf den
Zwischenträger ermöglicht),
- daß einzelne oder mehrere Rahmenprofilteile des Bilderrahmens
mit einer Klappe versehen sind, durch deren Aufklappen eine Öffnung freigelegt wird, über welche das im
Bilderrahmen befindliche Bild ohne Demontage des Bilderrahmens vom Zwischenträger entfernt oder ersetzt werden
kann (dies erleichtert den Bildwechsel),
- daß zwei gegenüberliegende Rahmenprofilteile des Bilderrahmens
mit einer Klappe versehen sind, und daß wenigstens eine der durch das Aufklappen der Klappen freilegbaren
Öffnungen das Ankleben eines neuen Bildes an das derzeit im Rahmen befindliche Bild gestattet (dann kann das neue Bild
einhergehend mit dem Herausziehen des alten Bildes eingezogen werden, was den Bildwechsel erheblich vereinfacht),
- daß der Bilderrahmen zum Anhängen einer Rolle mit darauf aufgerollten Bildern ausgelegt ist (ein auf einer derartigen
Rolle aufgerolltes Bild läßt sich beim Bildwechsel einfacher handhaben),
- daß im Bilderrahmen seitliche Führungen für das Bild vorgesehen sind (damit lassen sich neue Bilder leicht einsetzen
und wunschgemäß positionieren)
- daß der Bilderrahmen eine Rolle enthält, auf die eine Reihe von vorzugsweise aneinandergehängten Bildern oder ein mit
mehreren Bilder bedrucktes Band aufgerollt werden kann (dann kann das jeweils nächste Bild einfach durch Abrollen
von der Vorrats-Rolle zur Anzeige gebracht werden, wobei dies sogar automatisch einhergehend mit dem Herausziehen
des bisher gezeigten Bildes aus dem Bilderrahmen oder mit dem Aufrollen des bisher gezeigten Bildes auf eine zweite
Rolle erfolgen kann, was gegebenenfalls vorzunehmende BiIdwechsel äußerst schnell und einfach durchführen läßt),
- daß der Bilderrahmen auf zwei gegenüberliegenden Seiten Rollen enthält, über die ein mit mehreren Bildern bedrucktes
Endlosband führbar ist (dadurch kann ein Bildwechsel allein durch ein Weiter- oder Zurückdrehen des Bandes bewerkstelligt
werden),
- daß der Bilderrahmen dazu ausgelegt ist, mehrere übereinander liegende Bilder aufzunehmen (dann kann ein Bildwechsel
allein durch das Entfernen des obersten Bildes bewerkstelligt werden), und
- daß Einrichtungen zum Schließen von insbesondere bei unebenen Unterlagen auftretenden Zwischenräumen zwischen den
Rahmenprofilteilen und der Unterlage vorgesehen werden (damit läßt sich die Gefahr eines gewaltsamen Abreißens des
Bilderrahmens verringern und dessen äußeres Erscheinungsbild ansprechender gestalten).
0 Die Funktion des Zwischenträgers wird durch die Art und die Ausbildung des auf diesem zu montierenden Gegenstandes nicht
beeinflußt. Die Befestigung eines auf einer Unterlage zu
befestigenden Gegenstandes unter Verwendung des vorstehend beschriebenen Zwischenträgers ermöglicht es unabhängig von
den Einzelheiten der praktischen Realisierung von Gegenstand und Zwischenträger, eine feste und dennoch beschädigungsfrei
vornehmbare und lösbare Befestigung eines Gegenstandes auf
einer Unterlage zu erzielen.
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| 18 &igr; |
|
| Bezugszeichenliste | |
| 1 | Zwischenträger |
| 2-5 | Rahmenprofilteile |
| 6 | (Plexi-)Glasscheibe |
| 7 | Schrauben |
| 11 | Folie |
| 12 | Blöcke |
| 21 | Segmente |
| 22 | Verbindungsabschnitte |
| 31 | Aussparungen |
| 32 | Klebestreifen |
Claims (11)
1. Befestigungsvorrichtung zum Befestigen eines Gegenstandes auf einer Unterlage,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtung einen Zwischenträger (1) umfaßt,
der dazu ausgelegt ist,
- auf die Unterlage, auf die der Gegenstand (2 bis 6) an-
zubringen ist, aufgeklebt zu werden, und i
- den auf der Unterlage anzubringenden Gegenstand (2 bis 6)
auf sich montieren zu lassen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenträger (1) flexibel ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zwischenträger (1) als flexible Folie (11) oder Matte ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zwischenträger aus einer Vielzahl von Segmenten (21) zusammengesetzt ist, die durch flexible Verbindungsabschnitte
(22) miteinander verbunden sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsabschnitte (22) durchtrennbar sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zwischenträger (1) Aussparungen,(31) aufweist, über welche zum Ankleben des Zwischenträgers auf die Unterlage
verwendete Klebestreifen zugänglich sind.
• *
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zwischenträger (1) dazu ausgelegt ist, mit dem darauf zu montierenden Gegenstand (2 bis 6) beschädigungsfrei lösbar
verbunden zu werden.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zwischenträger (1) dazu ausgelegt ist, die Montage des darauf zu montierenden Gegenstandes (2 bis 6) unter Anwendung
von Techniken erfolgen zu lassen, die auf einem Aufsetzen, Einhängen, Stützen, Umgreifen, Einspannen, Verklemmen,
Verrasten, Verschrauben und/oder einer gegenseitigen Verankerung basieren.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zwischenträger (1) zugleich ein Bestandteil des darauf zu montierenden Gegenstandes (2 bis 6) ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gek en nzeichnet,
daß der Zwischenträger (1) zur Montage eines Bilderrahmens auf diesem ausgelegt ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenträger (1) die Rückwand des Bilderrahmens bildet.
dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenträger (1) die Rückwand des Bilderrahmens bildet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29808380U DE29808380U1 (de) | 1998-05-08 | 1998-05-08 | Befestigungsvorrichtung zum Befestigen eines Gegenstandes auf einer Unterlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29808380U DE29808380U1 (de) | 1998-05-08 | 1998-05-08 | Befestigungsvorrichtung zum Befestigen eines Gegenstandes auf einer Unterlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29808380U1 true DE29808380U1 (de) | 1998-08-06 |
Family
ID=8056921
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29808380U Expired - Lifetime DE29808380U1 (de) | 1998-05-08 | 1998-05-08 | Befestigungsvorrichtung zum Befestigen eines Gegenstandes auf einer Unterlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29808380U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2000067620A1 (de) * | 1999-05-07 | 2000-11-16 | Rueckel Johannes | Wiederablösbarer haken oder dergleichen befestigungsvorrichtung |
| DE19921237A1 (de) * | 1999-05-07 | 2000-11-30 | Tomtec Imaging Syst Gmbh | Befestigungsvorrichtung und Verfahren zur Herstellung solcher |
| WO1999058028A3 (de) * | 1998-05-08 | 2002-10-03 | Johannes Rueckel | Befestigungsvorrichtung zum befestigen eines gegenstandes auf einer unterlage |
-
1998
- 1998-05-08 DE DE29808380U patent/DE29808380U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1999058028A3 (de) * | 1998-05-08 | 2002-10-03 | Johannes Rueckel | Befestigungsvorrichtung zum befestigen eines gegenstandes auf einer unterlage |
| WO2000067620A1 (de) * | 1999-05-07 | 2000-11-16 | Rueckel Johannes | Wiederablösbarer haken oder dergleichen befestigungsvorrichtung |
| DE19921237A1 (de) * | 1999-05-07 | 2000-11-30 | Tomtec Imaging Syst Gmbh | Befestigungsvorrichtung und Verfahren zur Herstellung solcher |
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|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
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| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
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