DE29808682U1 - Torwarthandschuh mit einer Bewehrungseinlage - Google Patents
Torwarthandschuh mit einer BewehrungseinlageInfo
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Description
Anmelder: Herr Peter Hochmuth
Titel: Torwarthandschuh mit einer Bewehrungseinlage
Gebrauchsmuster
Die Neuerung betrifft einen Torwarthandschuh mit einer Bewehrungseinlage, bei dem ein Oberhandteil vier Vorderfingerbereiche, einen Rückenbereich und einen Handgelenkbereich bildet und bei dem die Bewehrungseinlage zwischen zwei Lagen eingelegt ist, sich im Rückenbereich erstreckt und quer zur Oberhandteil-Längsrichtung rinnenartig gebogen ist, wobei die Vorderfingerbereiche in Zwickeln ineinander übergehen.
Bei einem bekannten (US-PS 4 051 553) Torwarthandschuh dieser Art endet die Bewehrungseinlage vor dem Handgelenkbereich und ist die Bewehrungseinlage eine elastische, aus Hartschaumgummi bestehende Polstereinlage, die so geformt ist, daß sie gegen den Ansatz der Finger drückt, um diese sich nach vorne krümmen zu lassen und um zu verhindern, daß die Finger unter Bruch der Fingergelenke nach hinten geknickt werden. Die Polstereinlage ist als Polstereinlage relativ dick. Wenn ein Torwart den Torwarthandschuh trägt, treffen Bälle auf den Innenhandbereich, wodurch ein Druck ausgeübt wird, der die Hand des Torwarts zu einer den Rückenbereich voraus schwenkenden Rückwärtsknickung des Handgelenks bewegen will. Wenn der die Hand bildende Arm des Torwarts ausreichend geübt und gestärkt ist, wird die Rückwärtsknickung des Handgelenks nicht stattfinden. Wenn jedoch der zu fangende Ball scharf geschossen ist und der Torwart nur wenig geübt ist, z.B. ein nur selten als Torwart spielender Freizeitfußballer ist, tritt es auf, daß das Handgelenk nach rückwärts geknickt wird. Dies ist zwar nicht zwangsläufig mit einer Beschädigung des Handgelenks verbunden, führt aber dazu, daß der Torwart den Ball nicht sicher halten oder abwehren kann.
Eine Aufgabe der Neuerung ist es daher, einen Torwarthandschuh der eingangs genannten Art zu schaffen, der eine Rückwärtsknickung des Handgelenks des Torwarts verhindert. Der neuerungsgemäße Torwarthandschuh ist, diese Aufgabe lösend, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewehrungseinlage eingelegt zwischen zwei Lagen über den Handgelenkbereich hin und diesen in einen Unterarmbereich überragend verlängert ist und daß die Bewehrungseinlage eine schienenartig gestaltete Versteifungseinlage ist, die gegen eine den Rückenbereich voraus schwenkende Rückwärtsknickung des Handgelenkbereichs steif ist.
Bei dem neuerungsgemäßen Torwarthandschuh ist der Handgelenkbereich unabhängig von einer in den Handschuh gesteckten Hand gegen eine Rückwärtsknickung im Handgelenkbereich versteift. Wenn der Torwarthandschuh auf der Hand getragen wird, werden an der Innenhand angreifende Ballkräfte gegen den Unterarm des Torwarts abgestützt, so daß eine Rückwärtsknickung des Handgelenks verhindert ist. Eine Bandage des Handgelenks, die auch eine erwünschte Vorwärtsknickung des Handgelenks verhindert, ist vermieden. Die schienenartige und damit dünne Versteifungseinlage trägt wenig auf und verdickt den Oberhandteil nur wenig. Die zwei Lagen, zwischen die die Versteifungseinlage eingelegt ist, halten die Versteifungseinlage nicht nur am Torwarthandschuh, sondern wirken auch als Polsterung. Die Rinnenform der Versteifungseinlage ist auch in deren Verlängerung gegeben und trägt wesentlich zu der erwünschten Versteifung bei.
Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es, wenn die Versteifungseinlage mit Abstand von den Zwickeln der Vorderfingerbereiche endet. Dies läßt den Fingern des Torwarts mehr Bewegungsfreiheit und legt das fingerseitige Ende der Versteifungseinlage gegen die Knöchel oder den Handrücken der Hand des Torwarts.
Die Versteifungseinlage kann im Handgelenkbereich und im Unterarmbereich zur Not relativ schmal sein. Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es jedoch, wenn die Versteifungseinlage sich im Handgelenkbereich und im Unterarmbereich auf mindestens 1/3 des Umfangs erstreckt. In der Regel erstreckt sich die Versteifungseinlage auf die Hälfte des Umfangs des Handgelenkbereichs und des Unterarmbereichs. Eine breitere Versteifungseinlage verbessert die Schutzwirkung gegen Rückwärtsknickung und weist in sich eine vergrößerte Steife auf.
Der Versteifungseinlage ist in der Regel im Handgelenkbereich und Unterarmbereich schmaler als im Rückenbereich, der in der Regel über seine gesamte Breite von der Versteifungseinlage überspannt ist. Die rinnenartige Wölbung der Versteifungseinlage ist in der Regel im Rückenbereich weniger ausgeprägt bzw. gekrümmt als im Handgelenkbereich und Unterarmbereich. Die Versteifungseinlage ist in der Regel aus Kunststoff durch Spritzgießen hergestellt. Sie ist fest, d.h. nicht kompressibel.
Bei einer Ausführungsform der Neuerung ist die Versteifungseinlage von zwei oder mehr mit Abstand voneinander angeordneten Streifen gebildet, die von den zwei Lagen, zwischen die sie eingelegt sind, gehalten sind und die sich jeweils vom Rückenbereich bis zum Unterarmbereich erstrecken. Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es jedoch, wenn die Versteifungseinlage in sich einstückig ist. Die
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vereinfacht die Herstellung und Montage der Versteifungseinlage und verbessert deren Versteifungswirkung. Die einstückige Versteifungseinlage ist z.B. durchbrechungsfrei, d.h. eine Art Platine, die aber in einzelnen Richtungen elastisch biegbar ist.
Der neuerungsgemäße Torwarthandschuh ist in der Regel im Handgelenkbereich mit einer Laschenschließe versehen, die einerends dauerhaft am Torwarthandschuh befestigt ist, zumindest teilweise um den Handgelenkbereich gelegt wird und anderends lösbar, z.B. mittels Klettverschluß, am Torwarthandschuh festgelegt wird. Diese Laschenschließe hat in Verbindung mit der Versteifungseinlage eine zusätzliche Funktion, indem sie, wenn sie geschlossen ist, die Versteifungseinlage an der Hand des Torwarts verbessert festlegt.
Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es sodann, wenn der die Versteifungseinlage aufweisende Unterarmbereich durch ein umfangsmäßig schließendes, zusätzliches Unterarmstück ergänzt ist. Dieses zusätzliche Unterarmstück soll die Versteifungseinlage am Unterarm des Torwarts verbessert festlegen. Das zusätzliche Unterarmstück ist z.B. eine weitere Laschenschließe oder ein elastisch dehnbares Manschettenteil.
Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es weiterhin, wenn die Versteifungseinlage an der nach außen gewendeten Seite, an der nach innen gewendeten Seite und entlang den Randkanten mit einer Dämmlage belegt ist. Die in der Regel relativ harte Versteifungseinlage soll weder den den Torwarthandschuh tragenden Torwart, noch einen Mitspieler verletzen oder schädigen. Dies wird durch die Dämmlage vermieden, die z.B. ein Vlies oder ein Schaumstoff ist.
In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform der Neuerung dargestellt und zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Torwarthandschuh mit einer Bewehrungseinlage,
Fig. 2 eine Endansicht des Torwarthandschuhs gemäß Fig. 1,
Fig. 3 schematisch einen Schnitt gemäß Linie III-III in Fig. 1,
Fig. 2 eine Endansicht des Torwarthandschuhs gemäß Fig. 1,
Fig. 3 schematisch einen Schnitt gemäß Linie III-III in Fig. 1,
Fig. 4 eine Draufsicht auf ein die Bewehrungseinlage umfassendes Teil des Torwarthandschuhs gemäß Fig. 1 und
Fig. 5 einen Schnitt gemäß Linie V-V in Fig. 4.
Fig. 5 einen Schnitt gemäß Linie V-V in Fig. 4.
Der Torwarthandschuh gemäß Zeichnung umfaßt ein Innenhandteil 1, das in nicht näher gezeigter Weise an einem Tellerbereich vier Vorderfingerbereiche und einen Daumenbereich aufweist. Der Tellerbereich sowie die vier Vorderfingerbereiche
und der Daumenbereich sind jeweils von einer Basislage 2 gebildet, an der nach außen hin eine Dämmlage 3 flächig befestigt ist. An den Tellerbereich schließt sich in nicht gezeigter Weise ein Handgelenkbereich 4 an, der von einem elastisch dehnbaren Manschettenteil gebildet ist, das an die Basislage 2 des Tellerbereichs angenäht ist. An dem Handgelenkbereich 4 des Innenhandteils 1 ist ein Endstück 5 einer Laschenschließe 6 befestigt. Das Innenhandteil 1 ist von einem Oberhandteil 7 durch Zwischenstücke 8 getrennt, die durch Nähte 11 am Innenhandteil 1 und am Oberhandteil 7 angenäht sind. Zu dem Daumenbereich des Innenhandteils 1 gehört ein oberer Daumenbereich 9, der durch eine Naht 10 mit dem unteren Daumenbereich vernäht ist und auch mit dem am Zeigefinger entlanglaufenden Zwischenstück 8 vernäht ist.
Das Oberhandteil 7 bildet vier Vorderfingerbereiche 12 und einen Rückenbereich 13, die einstückig sind und mit den Zwischenstücken vernäht sind. Das Oberhandteil besteht hier aus einer Basislage 14 und einer Dämmlage 15, welche die Vorderfingerbereiche 12 nicht vollständig bedeckt. Zum Oberhandteil 7 gehört auch ein Handgelenkbereich 16, der in der weiter unten beschriebenen Weise gebildet ist. Über diesen Handgelenkbereich 16 wird die Laschenschließe 6 gelegt, die mit einem als Klettverschluß ausgebildeten Endstück 17 lösbar festgelegt wird. Je zwei benachbarte Vorderfingerbereiche 12 bilden einen Zwickel 26.
Es ist eine schienenartige Versteifungseinlage 18 vorgesehen, die als einstückige Platine ausgebildet ist und in Fig. 4 und 5 näher gezeigt ist. Die Versteifungseinlage 18 ist rundum mit einer ersten Dämmlage 19 beklebt und zwar auch an den Randkanten 20. Die Versteifungseinlage 18 befindet sich zwischen zwei weiteren Dämmlagen 21, die mittels Nähten 22 zu einer Hülle bzw. einem allseits geschlossenen Sack zusammengebracht sind. Die in den Dämmlagen 19, 21 verpackte Versteifungseinlage 18 ist im Tellerbereich des Oberhandteils 7 zwischen die Basiseinlage 14 und die Dämmlage 15 geschoben und mit diesen durch Nähte 23 vernäht. Jeweils ein Teil der in den Dämmlagen 19, 21 verpackten Versteifungseinlage 18 bildet den Handgelenkbereich 16 und einen Unterarmbereich 24. Der Unterarmbereich 24 ist durch ein angenähtes zusätzliches Unterarmstück 25 ergänzt, das als elastisch dehnbares Manschettenteil ausgebildet ist.
Claims (6)
1. Torwarthandschuh mit einer Bewehrungseinlage,
bei dem ein Oberhandteil vier Vorderfingerbereiche, einen Rückenbereich und einen Handgelenkbereich bildet und
bei dem die Bewehrungseinlage zwischen zwei Lagen eingelegt ist, sich im Rückenbereich erstreckt und quer zur Oberhandteil-Längsrichtung rinnenartig gebogen ist,
wobei die Vorderfingerbereiche an Zwickeln ineinander übergehen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bewehrungseinlage (18) eingelegt zwischen zwei Lagen (14, 15) über den Handgelenkbereich (16) hin und diesen in einen Unterarmbereich (24) überragend verlängert ist und
daß die Bewehrungseinlage eine schienenartig gestaltete Versteifungseinlage (18) ist, die gegen eine den Rückenbereich (13) voraus schwenkende Rückwärtsknickung des Handgelenkbereichs (16) steif ist.
bei dem ein Oberhandteil vier Vorderfingerbereiche, einen Rückenbereich und einen Handgelenkbereich bildet und
bei dem die Bewehrungseinlage zwischen zwei Lagen eingelegt ist, sich im Rückenbereich erstreckt und quer zur Oberhandteil-Längsrichtung rinnenartig gebogen ist,
wobei die Vorderfingerbereiche an Zwickeln ineinander übergehen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bewehrungseinlage (18) eingelegt zwischen zwei Lagen (14, 15) über den Handgelenkbereich (16) hin und diesen in einen Unterarmbereich (24) überragend verlängert ist und
daß die Bewehrungseinlage eine schienenartig gestaltete Versteifungseinlage (18) ist, die gegen eine den Rückenbereich (13) voraus schwenkende Rückwärtsknickung des Handgelenkbereichs (16) steif ist.
2. Torwarthandschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungseinlage (18) mit Abstand von den Zwickeln (26) der Vorderfingerbereiche (12) endet.
3. Torwarthandschuh nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungseinlage (18) sich im Handgelenkbereich (16) und im Unterarmbereich (24) auf mindestens 1/3 des Umfangs erstreckt.
4. Torwarthandschuh nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungseinlage (18) in sich einstückig ist.
5. Torwarthandschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der die Versteifungseinlage (18) aufweisende Unterarmbereich (24) durch ein umfangsmäßig schließendes zusätzliches Unterarmstück (25) ergänzt ist.
6. Torwarthandschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungseinlage (18) an der nach außen gewendeten Seite, an der nach innen gewendeten Seite und entlang den Randkanten (20) mit einer Dämmlage (19, 21) belegt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29808682U DE29808682U1 (de) | 1998-05-13 | 1998-05-13 | Torwarthandschuh mit einer Bewehrungseinlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29808682U DE29808682U1 (de) | 1998-05-13 | 1998-05-13 | Torwarthandschuh mit einer Bewehrungseinlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29808682U1 true DE29808682U1 (de) | 1999-09-23 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE29808682U Expired - Lifetime DE29808682U1 (de) | 1998-05-13 | 1998-05-13 | Torwarthandschuh mit einer Bewehrungseinlage |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29808682U1 (de) |
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| US8037549B2 (en) | 2003-10-30 | 2011-10-18 | Adidas International Marketing B.V. | Reinforcing element |
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- 1998-05-13 DE DE29808682U patent/DE29808682U1/de not_active Expired - Lifetime
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