DE29803504U1 - Drehgelenk zwischen zwei Fahrzeugen oder Fahrzeugteilen - Google Patents
Drehgelenk zwischen zwei Fahrzeugen oder FahrzeugteilenInfo
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Description
Anmelderin: Kassel, 25. Februar 1998 rw/st
HÜBNER Anwaltsakte 18070
GUMMI- UND KUNSTSTOFF GMBH
Agathofstr. 15
D-34123 Kassel
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Vertreter:
Patentanwälte
Walther · Walther & Hinz
Heimradstr. 2
D-34130 Kassel
Die Erfindung betrifft ein Drehgelenk zwischen zwei Fahrzeugen oder
Fahrzeugteilen, z. B. bei einem Straßenbahnzug oder einem Gelenkbus, umfassend ein jeweils an einem Fahrzeug oder Fahrzeugteil angeordnetes
Gelenkglied, wobei die beiden Gelenkglieder relativ zueinander verdrehbar miteinander verbindbar sind.
Zwischen zwei Fahrzeugen oder Fahrzeugteilen angeordnete Drehgelenke
sind seit längerem Stand der Technik (DE-A 42 27 126). Hierbei ist die
Gelenkverbindung zwischen zwei gelenkig miteinander verbundenen Fahrzeugen derart, daß sich die beiden Fahrzeuge um die Hochachse, um
die Querachse und um die Längsachse relativ zueinander bewegen können. Bewegungen um die Hochachse werden innerhalb des Gelenkes dadurch
ermöglicht, daß hier ein Gelenkteil einem der beiden Fahrzeuge zugeordnet
ist und beide Gelenkteile relativ zueinander um die Hochachse verstellbar sind. Hierzu zeigt die Gelenkverbindung einen Drehkranz, der durch eine
gabelförmige Halterung aufgenommen ist, die an dem einen Fahrzeugteil befestigt ist. Das andere Fahrzeugteil zeigt eine Zahnstange, die mit dem
Drehkranz in Wirkverbindung steht.
Bewegungen um die Querachse und um die Längsachse werden dadurch ermöglicht, daß eines der Gelenkteile um die Querachse und die Längsachse
beweglich an einem der beiden Fahrzeuge angelenkt ist. Hierbei ist das an einem der beiden Fahrzeuge um die Querachse und um die Längsachse
verstellbar angeordnete Gelenkteil starr an einem Bügel befestigt, der seinerseits unter Zwischenschaltung eines elastischen Elementes am
zugehörigen Fahrzeug gehalten ist. Das elastische Element ist bei Relativbewegungen zwischen den beiden Fahrzeugen um die Querachse
zug- und druckverformbar, und bei Relativbewegungen zwischen den beiden Fahrzeugen um die Längsachse durch Scherkräfte beanspruchbar.
Das heißt, daß die nach dem Stand der Technik bekannte Gelenkverbindung
zur Aufnahme von Bewegungen der beiden Fahrzeuge relativ zueinander um die Querachse und um die Längsachse elastisch nachgiebig ausgebildet ist,
wohingegen für die Bewegung der beiden Fahrzeuge relativ zueinander um die Hochachse, die Gelenkverbindung den Drehkranz mit einer Zahnstange
zeigt. Ein mit einer derartigen Gelenkverbindung versehenes Gelenkfahrzeug in der Lage, beliebig enge Kurven zu durchfahren, jedoch hat sich
herausgestellt, daß insbesondere bei Straßenbahngelenkfahrzeugen aufgrund größerer Kurvenradien der Schwenkwinkel um die Hochachse
durchaus nicht beliebig sein muß, sondern im vorhinein aufgrund der Schienenführung vorherbestimmbar ist, und, wie sich herausgestellt hat, in
den seltensten Fällen 50 ° übersteigt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Drehgelenk der
eingangs genannten Art bereitzustellen, das wesentlich einfacher und damit
preiswerter in der Herstellung ist, das aber dennoch in Fällen eingesetzt werden kann, in denen die zur Verfügungstellung eines beliebig großen
Schwenkwinkels der gelenkig miteinander verbundenen Fahrzeuge oder Fahrzeugteile um die Hochachse nicht erforderlich ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Gelenkglieder
im Bereich ihrer Verbindung elastisch nachgiebig gegeneinander abstützbar miteinander verbindbar sind. Vorteilhaft sind hierbei die elastischen,
vorzugsweise gummielastischen Elemente stoffschlüssig mit den Gelenkgliedern verbindbar. Es ist ein gummielastischer Werkstoff bekannt,
der eine Dehnfähigkeit von 700 - 800 % besitzt. Mit Hilfe eines derartigen gummielastischen Werkstoffes ist es nunmehr möglich, die Gelenkelemente
stoffschlüssig durch den gummielastischen Werkstoff so zu verbinden, daß, ein Drehgelenk entsteht, das ohne einen Drehkranz auskommt und
infolgedessen wesentlich einfacher und damit preiswerter in der Herstellung ist, das aber dennoch eine Beweglichkeit um alle drei Freiheitsgrade
ermöglicht, und mit dem insbesondere sichergestellt ist, daß mit einem derartigen Gelenkfahrzeug Kurvenradien von bis zu 54 ° durchfahren
werden können. Somit besitzt ein derartiges Gelenk eine hohe Elastizität um die Hochachse, wobei jedoch um die Quer- und Längsachse das Drehgelenk
relativ dazu steifer ausgebildet ist.
Weiterhin vorteilhaft bei einem derart aufgebauten Drehgelenk ist die
absolute Dämpfung der Gelenkelemente gegeneinander, so daß bei einem derartigen Fahrzeug Schwingungen in dem einen Fahrzeug bzw.
Fahrzeugteil nicht mehr auf das damit durch das Drehgelenk verbundene andere Fahrzeug bzw. Fahrzeugteil übertragen werden können. Daraus wird
deutlich, daß mit einem derartigen Drehgelenk unmittelbar eine Steigerung des Komforts verbunden ist. Darüber hinaus arbeitet ein derartiges
Drehgelenk im Wesentlichen wartungsfrei und ist auch überaus verschleißfest.
Es sind nun die verschiedensten Bauformen für ein Drehgelenk der zuvor
beschriebenen Art bekannt. Alle die nachstehend abgehandelten Drehgelenke zeichnen sich jedoch dadurch aus, daß diese eine
Beweglichkeit in drei Raumrichtungen ermöglichen und daß solche Drehgelenke eine vollständige schwingungstechnische Entkopplung der
miteinander verbundenen Fahrzeuge bzw. Fahrzeugteile bieten.
Nach einer ersten Variante, bei der die beiden Gelenkglieder durch ein
Verbindungsglied miteinander verbindbar sind, ist das Verbindungsglied als Gelenkeinrichtung ausgebildet. Mit einer derartigen Gelenkeinrichtung
verfügt das Drehgelenk über eine hohe Flexibilität in alle drei Raumrichtungen.
Nach einer ersten Ausführungsform dieser ersten Variante ist hierbei
vorgesehen, daß die Gelenkeinrichtung eine an dem einen Gelenkglied angeordnete Gelenkpfanne zur verdrehbaren Aufnahme eines Gelenkkopfes
aufweist, wobei der Gelenkkopf mit einem Gelenkhals verbindbar ist, der an dem anderen Gelenkglied anordbar ist. Hieraus wird deutlich, daß die
Flexibilität des Drehgelenkes nicht nur durch die gummielastische Verbindung der Gelenkglieder untereinander bewirkt wird, sondern darüber
hinaus die Flexibilität der Verbindung insgesamt noch durch die Art der Ausbildung der Gelenkeinrichtung begünstigt wird. Im Einzelnen ist hierbei
vorgesehen, daß den Gelenkhals umgebend zwischen den beiden Gelenkgliedern ein elastisches Schichtlager anordbar ist. Ein derartiges
elastisches Schichtlager, beispielsweise mit gummielastischem Werkstoff, besitzt mehrere Schichten aus einem elastischen Werkstoff, zwischen
denen Einlagen aus steifem Material, z. B. Metallplatten, anordbar sind. Die Verbindung des Schichtlagers mit den Gelenkgliedern erfolgt ebenfalls
stoff schlüssig, vorzugsweise derart, daß die Endschichten oben und unten aus elastischem, vorzugsweise gummielastischem Material mit dem
jeweiligen Gelenkglied verklebt werden. Auch besteht vorteilhaft eine stoffschlüssige Verbindung zwischen den Einlagen einerseits und den die
Einlagen umgebenden Schichten aus elastischem Werkstoff. Ein Drehgelenk, bei dem ein derartiges Schichtlager in Richtung parallel zur
Drehachse abwechselnd Schichten aus steifem Material, beispielsweise Metallplatten, und Schichten aus elastischem, insbesondere
gummielastischem Werkstoff aufweist, besitzt eine um die Drehachse hohe Elastizität, wie es erforderlich ist, wenn die beiden durch dieses Drehgelenk
verbundenen Fahrzeuge bzw. Fahrzeugteile durch eine Kurve fahren. Andererseits ist ein derartiges Drehgelenk aufgrund der Ausbildung des
Schichtlagers durchaus steif bei Beanspruchung auf Torsion, wie sie bei Wankbewegungen der beiden durch das Drehgelenk verbundenen
Fahrzeuge relativ zueinander auftreten, bzw. bei Belastungen um die Querachse des Drehgelenks, wie sie bei Nickbewegungen der Fahrzeug
relativ zueinander vorkommen. Weiterhin ist vorgesehen, daß das elastische Schichtlager gegenüber dem Gelenkhals abstützbar ist. Dies kann im
Einzelnen dadurch erfolgen, daß eine Einlage des Schichtlagers durch einen Arm mit Gelenkhals verbindbar ist. Hierdurch wird verhindert, daß bei
ungünstiger Beanspruchung des Schichtlagers das Schichtlager seitlich ausknickt. Dadurch, daß das Schichtlager in der neutralen Einbaustellung
winklig zu der Oberfläche der Gelenkglieder durch die Gelenkglieder erfaßbar ist, wird erreicht, daß bei Nickbewegungen der beiden Fahrzeuge
bzw. Fahrzeugteile relativ zueinander die Krafteinleitung im Wesentlichen senkrecht zur Oberfläche des Schichtlagers erfolgt, was der Gefahr des
Ausknickens des Schichtlagers entgegenwirkt. Die kugelförmige Ausbildung des Gelenkhalses ermöglicht die Bereitstellung einer relativ großen
Oberfläche zur stoffschlüssigen Verbindung mit dem Schichtlager durch den bereits oben beschriebenen Arm.
Eine zweite Ausführungsform dieser ersten Variante mit einem als Gelenkeinrichtung ausgebildeten Verbindungsglied zeichnet sich dadurch
aus, daß die Gelenkeinrichtung jeweils einen an einem Gelenkglied angeordneten Gelenkstempel umfaßt, wobei die beiden übereinander und
beabstandet zueinander angeordneten Gelenkstempel durch ein elastisches
Schichtlager, insbesondere ein gummielastisches Schichtlager, umgeben
sind. Auch hierbei zeigt das elastische Schichtlager mehrere Schichten aus einem elastischen, vorzugsweise gummielastischen Werkstoff, zwischen
denen Einlagen aus steifem Material, z. B. Metallplatten, anordbar sind. Die Einlagen aus steifem Material und der gummielastische Werkstoff des
Schichtlagers sind auch hierbei stoffschlüssig, z. B. durch Kleben ebenso, wie das Schichtlager mit den Gelenkgliedern verbindbar. In unmittelbarer
Umgebung der beiden Gelenkstempel ist elastisches Material vorgesehen, durch das die beiden Gelenkstempel elastisch nachgiebig in dem
Schichtlager eingebettet sind. Um die Gefahr des Ausknickens des Schichtlagers zu vermeiden, ist auch bei dieser Variante das elastische
Schichtlager in der neutralen Einbaustellung winklig zu der Oberfläche der Gelenkglieder durch die Gelenkglieder erfaßbar.
Bei einer zweiten Variante weist das eine Gelenkglied einen Kranz aus
elastisch nachgiebigem Material auf, durch den zentrisch das am anderen Gelenkglied angeordnete, als Achse ausgebildete Verbindungsglied,
aufnehmbar ist. Ein derartiger elastischer Kranz ist im Einzelnen mehrschichtig ausgebildet, wobei der Kranz mehrere beabstandet
zueinander angeordnete Ringe aus steifem Material, z. B. Metall, aufweist, zwischen denen Ringe aus elastischem Material angeordnet sind, wobei die
Ringe aus elastischem Material und die Ringe aus steifem Material stoffschlüssig, z. B. durch Kleben, miteinander verbindbar sind. Ein solcher
elastischer Kranz ist einerseits stoffschlüssig von dem einen Gelenkglied aufnehmbar, und andererseits stoffschlüssig mit der als Verbindungsglied
zwischen den Gelenkgliedern ausgebildeten Achse verbunden. Auch bei dieser Ausführungsform - ähnlich wie bei den anderen Ausführungsformen wird
erreicht, daß bei Verschwenken der Gelenkglieder um die Drehachse ein großer Schwenkwinkel möglich ist, jedoch bei Nick- und
Wankbewegungen der Fahrzeuge relativ zueinander ein derart hergestelltes Drehgelenk relativ steif ist.
Eine dritte Variante zeichnet sich dadurch aus, daß das Verbindungsglied,
als die Gelenkglieder verbindende Achse ausgebildet ist, die elastisch nachgiebig gegenüber den Gelenkgliedern abstützbar ist, was
beispielsweise durch eine die Achse umgebende Hülse aus elastisch nachgiebigem Material bewerkstelligt werden kann.
Eine vierte Variante zeichnet sich dadurch aus, daß das eine Gelenkglied
eine Pfanne und das andere Gelenkglied einen Kopf aufweist, die ineinander verdrehbar gelagert sind. Hierbei sind Kopf und Pfanne gegeneinander
elastisch nachgiebig abstützbar, wobei ebenfalls das Verbindungsglied, das nach Art einer Achse ausgebildet ist, und das den Kopf und die Pfanne
verbindet, gegenüber der Pfanne und/oder dem Kopf elastisch abstützbar ist. Denkbar ist hier für die elastische Abstützung der Achse gegenüber
dem Kopf bzw. der Pfanne durch eine Hülse aus elastisch nachgiebigem Material.
Eine fünfte Variante zeichnet sich dadurch aus, daß die beiden Gelenkglieder
jeweils einen Ring aufweisen, wobei der eine Ring zentrisch und radial beabstandet von dem anderen Ring aufnehmbar und elastisch nachgiebig,
z. B. durch gummielastisches Material, mit diesem Ring verbindbar ist. Auch hierbei wird in Abhängigkeit von der Stärke des zwischen den beiden
aus metallischem Materials bestehenden Ringe angeordneten elastischem Material eine hohe Flexibilität des Drehgelenks um die Hochachse und in
geringerem Maße auch um die Längs- und Querachse bewerkstelligt. Die Verbindung zwischen dem elastischem Material einerseits und den Ringen
andererseits erfolgt wiederum stoff schlüssig. Nach einer Ausführungsform dieser fünften Variante sind die beiden Ringe winklig zur Mittelachse
verlaufend angeordnet, was den Vorteil hat, daß das Gewicht des Drehgelenkes als solchem nicht vollständig durch das elastische Material
aufgenommen werden muß, wie es bei der zuvor abgehandelten Variante der Fall ist, sondern vielmehr ein Teil der Gewichtskraft durch den
darunterliegenden Ring aufgenommen wird.
Anhand der Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend beispielhaft näher
erläutert:
Figuren 1 und 2 zeigen eine erste Ausführungsform einer ersten Variante
des Drehgelenkes in einer Seitenansicht im Schnitt;
Figuren 3 und 4 zeigen eine zweite Ausführungsform einer ersten
Variante des Drehgelenkes in einer Seitenansicht im Schnitt;
Figuren 5 und 6 zeigen eine zweite Variante des Drehgelenkes in einer
Seitenansicht im Schnitt;
Figur 7 zeigt eine dritte Variante des Drehgelenkes in einer
Seitenansicht im Schnitt;
Figur 8 zeigt eine vierte Variante des Drehgelenkes in einer
Seitenansicht im Schnitt;
Figur 9 zeigt eine fünfte Variante des Drehgelenkes in einer
Seitenansicht im Schnitt;
Figur 10 zeigt eine Ansicht gemäß der Linie X - X aus Figur 9;
Figur 11 zeigt eine Ausführungsform der fünften Variante des
Drehgelenkes in einer Seitenansicht im Schnitt;
Figur 12 zeigt eine Ansicht gemäß der Linie XII - XU aus Figur
Das insgesamt mit 1 bezeichnete Drehgelenk gemäß den Figuren 1 und
besitzt die beiden Gelenkglieder 2 und 3, die, wie bei den im folgenden
beschriebenen Drehgelenken auch, jeweils endseitig mit den Fahrzeugen
bzw. Fahrzeugteilen verbindbar sind. Die Gelenkglieder 1, 2 sind durch die insgesamt mit 10 bezeichnete Gelenkeinrichtung miteinander verbunden.
Die Gelenkeinrichtung 10 umfaßt eine Gelenkpfanne 11, in der ein Gelenkkopf 12 verschwenkbar lagert. Stoffschlüssig verbunden sind
Gelenkkopf und Gelenkpfanne durch eine elastische, insbesondere gummielastische Schicht 19. Der Gelenkkopf 12 besitzt einen
Schraubbolzen 13, mittels dessen der Gelenkkopf 12 mit dem Gelenkhals
14 verbunden ist. Umgeben ist die Gelenkeinrichtung 10 durch das Schichtlager 15. Das Schichtlager 15 weist abwechselnd plattenförmige
Schichten 15a und 15b auf, wobei die eine Schicht 15a sich als Einlage aus
beispielsweise metallischem Werkstoff darstellt, hingegen die Zwischenschicht 15b aus elastisch nachgiebigem Material, also
beispielsweise aus Gummi besteht. Beide Schichten 15a und 15b sind
stoffschlüssig, d. h. beispielsweise mittels Kleben, miteinander verbunden. Das insgesamt mit 15 bezeichnete Schichtlager ist gegenüber dem
Gelenkhals abgestützt; zur stoffschlüssigen Verbindung zeigt der kugelförmig ausgebildete Gelenkhals 14 eine Schicht aus elastisch
nachgiebigem Material 14a, an der der Stempel 15c des Armes 15d
angelenkt ist. Der Arm 15b ist Bestandteil einer Einlage 15a.
Zur Aufnahme des Schichtlagers 15, das vorzugsweise ringfömig
ausgebildet ist, besitzt das untere Gelenkglied eine umlaufende ringfömig ausgebildete Rampe 16 mit einer Schräge, auf der das Schichtlager lagert
und die mit der untersten Schicht 15a aus elastisch nachgiebigem Material
stoffschlüssig verbunden ist. Eine zu dieser Rampe 16 korrespondierende
Rampe 17 zeigt das Gelenkglied 2, so daß das Schichtlager 15 vom
Grundsatz her formschlüssig durch die beiden Gelenkglieder 2 und 3 gehalten ist.
Bei dem Drehgelenk 20 gemäß den Figuren 3 und 4 sind die beiden Gelenkglieder 21 und 22 wiederum mit den entsprechenden Fahrzeugen
bzw. Fahrzeugteilen verbunden. Die mit 30 bezeichnete Gelenkeinrichtung
zeigt die beiden Gelenkstempel 31 und 32, die jeweils durch einen Bolzen 31a bzw. 32a mit dem entsprechenden Gelenkglied 21 bzw. 22 verbunden
sind. Die Gelenkstempel 31, 32 sind im Einbauzustand des Gelenkes vertikal beabstandet zueinander angeordnet. In dem vertikalen Abstand der
beiden Gelenkstempel und auch um die Gelenkstempel herum befindet sich eine Umhüllung 35 aus elastisch nachgiebigem Material. Die Umhüllung 35
aus elastisch nachgiebigem Material wird durch das mit 40 bezeichnete Schichtlager, das ringförmig ausgebildet ist, umgeben. Das Schichtlager 40
besitzt Einlagen 41 in Form von metallischen Platten, die übereinander angeordnet sind und zwischen denen sich Schichten aus elastischem,
insbesondere gummielastischem Werkstoff 42 befinden. Die einzelnen Schichten sind mit den Einlagen stoffschlüssig verbunden, so daß das
Schichtlager 40 eine Einheit bildet. Darüber hinaus zeigt das Gelenkglied 22 eine umlaufende, ringförmige schräge Rampe 23, auf der das Schichtlager
40 lagert, und wobei die unterste Schicht 42 aus elastisch nachgiebigem Material, beispielsweise Gummi, im Bereich dieser Rampe mit dem
Gelenkglied 22 gleichfalls stoffschlüssig verbindbar ist. Gleiches ergibt sich für das Gelenkglied 21, das ebenfalls eine ringförmige, umlaufende schräge
Rampe 25 zur Aufnahme des Schichtlagers 40 zeigt. Auch hierbei ist die oberste Schicht 42 aus elastisch nachgiebigem Material stoffschlüssig mit
dem Gelenkglied 21 im Bereich der schrägen Rampe verbunden.
Bei dem Drehgelenk 50 gemäß den Figuren 5 und 6 sind die beiden Gelenkglieder mit 51 und 52 bezeichnet. Das Gelenkglied 51 besitzt hierbei
das als Achse 55 ausgebildete Verbindungsglied, das der Aufnahme des mit 60 bezeichneten elastischen Kranzes dient. Dieser elastische Kranz ist in
dem Gelenkglied 52 eingebettet und mit diesem stoffschlüssig, z. B. durch Kleben, verbunden. Der Kranz umfaßt im Einzelnen mehrere konzentrisch
zueinander angeordnete Ringe 61 aus Metall, die beabstandet zueinander angeordnet sind und zwischen denen sich ringförmige Schichten 63 aus
elastischem, insbesondere gummielastischem Material befinden. Die
Verbindung zwischen dem gummielastischem Material und den Ringen aus
Stahl erfolgt hierbei ebenfalls stoffschlüssig, z. B. durch Verkleben. Stoffschlüssig ist auch die Achse 55 mit dem die Achse umgebenden
gummielastischen, ringförmigen Material 63 des Kranzes 60 verbunden. Damit insbesondere bei Nickbewegungen der beiden Fahrzeugteile bzw.
Fahrzeuge, die zu beiden Seiten des Gelenks angeordnet sind, keine Behinderung durch das als Einschub ausgebildete Gelenkglied 51 auftritt,
besitzt das Gelenkglied 51 zu beiden Seiten des Kranzes 60 der Achse nachgeordnet Öffnungen 53, 54.
Bei dem Drehgelenk 70 gemäß Figur 7 sind die beiden Gelenkglieder 71,
auf ihren einander zugewandten Seiten durch eine Schicht 73 aus elastisch nachgiebigem Material miteinander verbindbar. Darüber hinaus ist ein
Schraubbolzen 74 vorgesehen, der die beiden Gelenkglieder 71, 72 verbindet, wobei jedoch der Schraubbolzen 74 durch eine Hülse 75 aus
elastisch nachgiebigem Material gegenüber den Gelenkgliedern 71, 72 abgestützt ist, um eine Bewegung der beiden Gelenkglieder auch bei Nick-
und Wankbewegungen der Fahrzeuge relativ zueinander zu ermöglichen.
Das Drehgelenk 80 gemäß Figur 8 besitzt die beiden Gelenkglieder 81, 82,
wobei das Gelenkglied 81 die Pfanne 83 zeigt, die den Kopf 84 des Gelenkgliedes 82 aufnimmt. Hierbei befindet sich beabstandet zwischen der
Pfanne 83 und dem Kopf 84 eine Schicht 85 aus elastisch nachgiebigem Material, die wiederum stoffschlüssig mit der Pfanne einerseits und dem
Kopf andererseits verbunden ist. Um eine Nick- und Wankbewegung der
beiden Fahrzeuge relativ zueinander zuzulassen, ist auch hierbei der den Kopf und die Pfanne verbindende Schraubbolzen 86 in eine Hülse 87 aus
elastisch nachgiebigem Material eingebettet.
Bei dem Drehgelenk 90 gemäß den Figuren 9 und 10 tragen die beiden
Gelenkglieder die Bezugszeichen 91, 92, die endseitig jeweils einen Ring 93, 94 besitzen. Der eine Ring 94 ist hierbei zentrisch in dem Ring 93
beabstandet zu diesem gelagert ist, wobei zwischen den beiden Ringen aus
Metall eine Schicht 95 aus elastisch nachgiebigem Material vorgesehen ist. Die Verbindung der Ringe mit dem elastischem Material erfolgt jeweils
stoffschlüssig, beispielsweise durch Kleben.
Das in den Figuren 11 und 12 dargestellte Drehgelenk 100 besitzt die
beiden Gelenkglieder 101, 102. Die Gelenkglieder 101, 102 weisen endseitig geneigt angeordnete Ringe 103, 104 auf, wobei der Ring 103 in
dem Ring 104 radial beabstandet zu diesem gelagert ist. Verbunden sind
die beiden Ringe 103, 104 durch eine Schicht 105 aus elastisch
nachgiebigem Material, um ähnlich wie bei der Variante gemäß den Figuren 9 und 10 eine Flexibilität des Drehgelenkes in alle drei Raumrichtungen zu
ermöglichen.
Claims (30)
1. Drehgelenk (1; 20; 50; 70; 80; 90; 100) zwischen zwei Fahrzeugen
oder Fahrzeugteilen, z. B. bei einem Straßenbahnzug oder einem Gelenkbus, umfassend ein jeweils an einem Fahrzeug oder
Fahrzeugteil angeordnetes Gelenkglied (2, 3; 21, 22; 51, 52; 71, 72; 81, 82; 91, 92; 101, 102), wobei die beiden Gelenkglieder relativ
zueinander verdrehbar miteinander verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gelenkglieder (2, 3; 21, 22; 51, 52; 71, 72; 81, 82; 91, 92;
101, 102) im Bereich ihrer Verbindung elastisch nachgiebig gegeneinander abstützbar miteinander verbindbar.
2. Drehgelenk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur elastischen Abstützung der Gelenkglieder (2, 3; 21, 22; 51,
51; 71, 72; 81, 82; 91, 92; 101,102) gegeneinander elastische Elemente ( 15; 40; 60; 73; 85; 95; 105) stoffschlüssig mit den
Gelenkgliedern (2, 3; 21, 22; 51, 52; 71, 72; 81, 82; 91, 92; 101, 102) verbindbar sind.
3. Drehgelenk nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Gelenkglieder (2, 3; 21, 22; 51, 52; 71, 72; 81, 82)
durch ein Verbindungsglied (10; 30; 55; 74; 86) miteinander verbindbar sind.
4. Drehgelenk nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbindungsglied als Gelenkeinrichtung (10; 30) ausgebildet
ist.
14
5. Drehgelenk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gelenkeinrichtung (10) eine an dem einen Gelenkglied (3) angeordnete Gelenkpfanne (11) zur verdrehbaren Aufnahme eines
Gelenkkopfes (12) aufweist, wobei der Gelenkkopf (12) mit einem
Gelenkhals (14) verbindbar ist, der an dem anderen Gelenkglied (2)
anordbar ist.
6. Drehgelenk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß den Gelenkhals (14) umgebend zwischen den beiden Gelenkgliedern (2, 3) ein elastisches Schichtlager (15) anordbar ist.
7. Drehgelenk nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das elastische Schichtlager (15) mehrere Schichten (15b) aus
einem elastischen Werkstoff aufweist, zwischen denen Einlagen (15a) aus steifem Material anordbar sind.
8. Drehgelenk nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einlage (15a) und der elastische Werkstoff (15b)
stoffschlüssig miteinander verbindbar sind.
9. Drehgelenk nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das elastische Schichtlager (15) gegenüber dem Gelenkhals (14)
abstützbar ist.
10. Drehgelenk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gelenkhals (14) kugelförmig ausgebildet ist.
11. Drehgelenk nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das elastische Schichtlager (15) in der neutralen Einbaustellung
winklig zu der Oberfläche der Gelenkglieder (2, 3) durch die Gelenkglieder (2, 3) erfaßbar ist.
12. Drehgelenk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gelenkeinrichtung (30) jeweils einen an einem Gelenkglied (21, 22) angeordneten Gelenkstempel (31, 32) umfaßt, wobei die
beiden übereinander und beabstandet zueinander angeordneten Gelenkstempel (31, 32) durch ein elastisches Schichtlager (40)
umgeben sind.
13. Drehgelenk nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Schichtlager (40) mehrere Schichten (42) aus
einem elastischen Werkstoff aufweist, zwischen denen Einlagen (41) aus steifem Material anordbar sind.
14. Drehgelenk nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einlagen (41) aus steifem Material und die Schichten (42)
aus elastischem Werkstoff stoffschlüssig miteinander verbindbar sind.
15. Drehgelenk nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Gelenkstempel (31, 32) elastisch nachgiebig in dem
Schichtlager (40) eingebettet sind.
16. Drehgelenk nach einem der Ansprüche 12 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Schichtlager (40) in der neutralen Einbaustellung
winklig zu der Oberfläche der Gelenkglieder (21, 22) durch die Gelenkglieder (21, 22) erfaßbar ist.
17. Drehgelenk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das eine Gelenkglied (52) einen elastisch nachgiebigen Kranz (60) aufweist, durch den zentrisch das am anderen Gelenkglied (51)
angeordnete Verbindungsglied (55) aufnehmbar ist.
18. Drehgelenk nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbindungsglied (55) als Achse ausgebildet ist.
19. Drehgelenk nach einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet,
daß der elastisch nachgiebige Kranz (60) mehrschichtig ausgebildet ist.
20. Drehgelenk nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet,
daß der elastisch nachgiebige Kranz (60) mehrere beabstandet zueinander angeordnete Ringe (61) aus steifem Material aufweist,
zwischen denen Ringe (63) aus elastisch nachgiebigem Material anordbar sind.
21. Drehgelenk nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ringe (61, 63) stoffschlüssig miteinander verbindbar sind.
• · • ·
22. Drehgelenk nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsglied (74) elastisch nachgiebig gegenüber den Gelenkgliedern (71, 72) abstützbar ist.
dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsglied (74) elastisch nachgiebig gegenüber den Gelenkgliedern (71, 72) abstützbar ist.
23. Drehgelenk nach Anspruch 22,
dadurch g ekennzeichnet, daß das Verbindungsglied (74) als Achse ausgebildet ist.
dadurch g ekennzeichnet, daß das Verbindungsglied (74) als Achse ausgebildet ist.
24. Drehgelenk nach Anspruch 3,
dadurch g ekennzeichnet, daß das eine Gelenkglied (81) eine Pfanne (83) und das andere Gelenkglied (82) einen Kopf (84) aufweist, die ineinander verdrehbar gelagert sind.
dadurch g ekennzeichnet, daß das eine Gelenkglied (81) eine Pfanne (83) und das andere Gelenkglied (82) einen Kopf (84) aufweist, die ineinander verdrehbar gelagert sind.
25. Drehgelenk nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pfanne (83) und der Kopf (84) gegeneinander elastisch nachgiebig abstützbar ineinander gelagert sind.
dadurch gekennzeichnet, daß die Pfanne (83) und der Kopf (84) gegeneinander elastisch nachgiebig abstützbar ineinander gelagert sind.
26. Drehgelenk nach einem der Ansprüche 24 und 25, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbindungsglied (86) elastisch nachgiebig gegenüber der Pfanne (83) und/oder dem Kopf (84) abstützbar ist.
27. Drehgelenk nach einem der Ansprüche 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbindungsglied (86) als Achse ausgebildet ist.
28. Drehgelenk nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Gelenkglieder (91, 92; 101, 102) jeweils einen Ring
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Gelenkglieder (91, 92; 101, 102) jeweils einen Ring
(93, 94; 103, 104) aufweisen, wobei der eine Ring (94; 103)
zentrisch und radial beabstandet von dem anderen Ring (93; 104) aufnehmbar und elastisch nachgiebig mit diesem Ring (93; 104)
verbindbar ist.
29. Drehgelenk nach Anspruch 28,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur elastisch nachgiebigen Verbindung der Ringe (93, 94; 103,
1Ö4) miteinander eine elastische Einlage (95; 105) vorgesehen ist,
die stoffschlüssig mit den Ringen (93, 94; 103, 104) verbindbar ist.
30. Drehgelenk nach Anspruch 28,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Ringe (103, 104) winklig zur Mittelachse verlaufend
angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29803504U DE29803504U1 (de) | 1998-02-28 | 1998-02-28 | Drehgelenk zwischen zwei Fahrzeugen oder Fahrzeugteilen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29803504U DE29803504U1 (de) | 1998-02-28 | 1998-02-28 | Drehgelenk zwischen zwei Fahrzeugen oder Fahrzeugteilen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29803504U1 true DE29803504U1 (de) | 1999-07-08 |
Family
ID=8053343
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29803504U Expired - Lifetime DE29803504U1 (de) | 1998-02-28 | 1998-02-28 | Drehgelenk zwischen zwei Fahrzeugen oder Fahrzeugteilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29803504U1 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1998
- 1998-02-28 DE DE29803504U patent/DE29803504U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19990819 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20010206 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20040113 |
|
| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20051221 |
|
| R071 | Expiry of right |